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Die Erzählungen des Jean-Félix Belinga Belinga

Auf der 7. Bonner Buchmesse Migration.
Samstag, 21.11.2009, 15-16 Uhr.

Bericht von Stephanie Matthes.

„Ich habe einen Vater!“, ruft Marie, das Mädchen, das bisher keinen Vater hatte, ihren beiden Freunden aufgeregt zu. Mit dieser Szene stieg Jean-Félix Belinga Belinga direkt in die Welt dreier Kinder in dem kamerunischen Dorf Mékak ein, deren alltägliches Leben im Mittelpunkt seines Kinderromans „Wir drei gegen Onkel Chef“ steht. In den vorgelesenen Kapiteln ging es um das Leben in Afrika, um alltägliche Spannungen und um die empfindliche Freundschaft zwischen den drei Kindern, deren Probleme sich gar nicht so sehr von den Problemen deutscher Grundschüler zu unterscheiden schienen. Indem er ganz aus der Perspektive der Kinder erzählte, gelang es Belinga Belinga die Zuhörer vollkommen in seinen Bann zu ziehen. Mehrfach ließ sich der gebürtige Kameruner, der nun seit vielen Jahren als Autor, Journalist und evangelischer Theologe in Deutschland lebt, vom gespannten Publikum überreden noch ein weiteres Kapitel vorzulesen, bevor er dann einen ganz anderen Teil seiner Werke präsentierte.
Mit den Gedichten, die er aus seinem Lyrikband „Gesang der Trommel“ vortrug, erzählte Belinga Belinga nicht nur weiter aus dem Leben in Afrika, sondern regte die Zuhörer zum Nachdenken über Themen wie Freiheit, Gleichheit und Freundschaft an. Einen besonders schönen Abschluss bildete schließlich das Gedicht „Mein Afrika“, in dem Belinga Belinga ein Bild von einem Afrika zeichnete, welches sich durch den gesamten Afrikatag der Buchmesse zog: Ein Afrika, das eben nicht nur durch Hunger, Tod und Leid gekennzeichnet ist, sondern ein Afrika, das lebt, tanzt und lacht.

 

Lesen Sie auch: Der Afrikatag. Freitag, 21.11.2009, 11-23.30 Uhr. Bericht von Michael A. Schmiedel.

Überblick über die Berichte zur 7. Bonner Buchmesse Migration.

(Hier veröffentlicht am 8.2.2010. Etwas korrigiert am 10.2.2010)

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