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Zu den Integrationsratswahlen am 7. Februar 2010

(Foto © Dragica Schröder)

Kommentar von Dragica Schröder

 

(Vorbemerkung der Redaktion: Vorliegender Text bezieht sich auf die Stadt Hilden in Nordrhein-Westfalen, für dessen Integrationsrat die Autorin kandidiert, aber er enthält auch allgemeingültige Aussagen. Man kann ihn als Eigenwerbung lesen, muss es aber nicht. Anderen Kandidaten (aus welcher Stadt auch immer) steht es offen, uns Texte mit ihren Ansichten zu schicken.)

 

In den bevorstehenden Tagen und Wochen wird der Integrationsbeirat durch die Gründung eines Integrationsrates aufgehoben. Hier verbirgt sich für viele Bürger die Gefahr, dass in dem Integrationsrat auch Vertreter sein werden, die keinen Bezug zu Immigranten haben oder das Interesse verfolgen, als Sprachrohr für die Stimme der Immigranten zu dienen. Auch Immigranten, die schon seit 50 Jahren hier  leben, sind mit Herz interessiert an einer gelingenden Integration und an einem friedlichen Zusammenleben aller Kulturkreise.  Seit 1974 lebe ich in Hilden und versuche sämtliche Entwicklungen im Bereich Soziales, Kunst und Kultur zu verfolgen und zu unterstützen. In den bevorstehenden Tagen wird der Integrationsrat gewählt. Mein Wunsch ist, dass die Immigranten/innen vor allem durch Kultur- und Bildungsprojekte besser integriert werden. Daher hoffe ich, dass entsprechend
kompetente und vor allem auch projekterfahrene Vertreter in den Integrationsrat gewählt werden, die in erster Linie an die Belange ihrer nicht-einheimischen Mitbürger denken. Ich bin der Überzeugung, dass nur solche kompetenten Vertreter als Sprachrohr für die Immigranten/innen dienen können. Novum ist jetzt, dass auch deutschgewordene Immigranten wählen dürfen, falls die Einbürgerung nicht länger als fünf Jahre her ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass sowohl die Parteien als auch die Immigranten/innen aus der Vergangenheit lernen und Nationalitäten und Religionen nicht als Maßstab für eine gut funktionierende Politik nehmen. Daher empfehle ich, Kompetenzpersonen zu wählen, die genügend Erfahrungen aus dem Bereich Sozial-, Kunst-, Kultur- und Bildungsarbeit verfügen.

Als Autorin, Dichterin und Vereinsvorsitzende des Jugoslawisch - Deutschen Kulturvereins Hilden e.V. sehe ich die bevorstehende Wahl als Chance, dass die Wähler geeigneten Vertretern/innen ihre Stimme geben. Ich, Dragica Schröder, geboren vor 62 Jahren in Serbien, werde für den Integrationsrat kandidieren und sehe es  als Vertreter von Sozial-, Kultur- und Bildungsarbeit als meine Pflicht, ganz deutlich zu betonen, dass sich die Eignung eines/einer Kandidat/in meiner Meinung nach nicht nur daran zeigt, dass er die Belange einzelner Kulturen vertreten kann, sondern darüber hinaus auch das Interesse verfolgt, alle in Hilden zusammenlebenden Kulturen einander näher zu bringen, wie ich es schon jahrelang tue. Für die Einheimischen und Immigranten soll der Integrationsrat eine integrationsfördernde Institution darstellen und aus entsprechend qualifizierten Vertretern bestehen, die Einheimische, Immigranten und unterschiedliche Kulturen einander näher bringen. Ich hoffe, dass die zukünftigen Vertreter über eine entsprechend gute Kompetenz verfügen und im Sinne der integrativen Förderung und des friedlichen Zusammenlebens handeln. Integration fängt schon in der Schule an. Daher bitte ich Sie unbedingt am 7. Februar wählen zu gehen, weil es sehr wichtig ist ihre Kandidaten zu unterstützen!!!

(Hier veröffentlicht am 21.1.2010.)

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