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DIE ALLERNEUSTEN BEITRÄGE
in der deutschsprachigen Rubrik finden sie auf dieser Seite.
Viele ältere Beiträge finden Sie in den einzelnen Rubriken über die Themenspalte links.
Thilo Sarrazin hat gesprochen, hugh.
Ein Kommentar von Marion Rissart
Und kaum hat er etwas gesagt, springen wir auf, als hätte er eine Bombe unter dem Tisch geworfen und würde lächelnd eine munter brennende Lunte in der Hand halten. Seit Tagen gibt es in den Medien kein anderes Thema mehr. Ganze Scharen von Experten (oder die sich dafür halten) grübeln im Kämmerlein oder vor Publikum, je nach Gusto, quatschen in Talkshows oder bejammern in der Politik seine Thesen oder sein Buch, oder was er sonst so immer gesagt haben mag.
Seine kruden Äußerungen lösen Entsetzen bei Betroffenen aus. So weit so gut. Dennoch habe ich den Verdacht, dass es gerade denjenigen gut in den Kram passt, die sich in political correctness üben und gleichzeitig ein leises “ja, aber” einfügen. Also salopp formuliert: Sarrazins Äußerungen sind natürlich untragbar, aber hat er nicht recht damit?
(hier veröffentlicht am 09.09.2010)
Neu im Team
Glückwünsche zum Ende des Ramadan
MIGRApolis-Deutschland wünscht allen Musliminnen und Muslimen, die in den letzten Wochen den Ramadan begangen haben, den Segen Gottes und viel Freude beim Fastenbrechen und auch weiterhin Frieden und Glück!
Die geplante Koranverbrennung von Pastor Terry Jones
Kommentar von Michael A. Schmiedel
Wir regen uns auf über die Thesen von Thilo Sarrazin, doch gegen die des amerikanischen Pastors Terry Jones sind sie harmlos. Dieser kündigt für den 11.9.2010 eine öffentliche Koranverbrennung an und fordert andere Christen dazu auf, es ihm gleich zu tun. Der Koran und damit der Islam seien vom Teufel, das wolle er beweisen. Er steht nur einer kleinen Kirche vor, die Mehrheit der Christen wird er nicht erreichen, zum Beispiel der Vatikan hat sich nachdrücklich davon distanziert. Die Stadtverwaltung hat ihm die Verbrennung aus Brandschutzgründen verboten, das US-Militär fürchtet um die Sicherheit seiner Truppen in islamisch geprägten Ländern, aber anscheinend gibt es keine rechtliche Möglichkeit, diesem Pastor Einhalt zu gebieten.
Ich formuliere lieber differenziert als polemisch, aber diesen Pastor halte ich für ...mehr
(Hier veröffentlicht am 9.9.2010.)
Und noch ein Kommentar zu Thema Sarrazin :
Trauer und Scham
Kommentar von Nadja Thelen-Khoder
Trauer und Scham überkamen mich, als ich Hıdır Çeliks Beitrag gelesen habe.
Trauer, dass dieser gute Mensch, der so viel und so erfolgreich für
Deutschland arbeitet, sich gezwungen sieht, überhaupt auf das Buch von Thilo
Sarrazin zu reagieren, und Scham über solche Äußerungen wie „“enorme
Fruchtbarkeit der muslimischen Migranten““ und „“Intelligenz ist zu 50 bis 80
Prozent erblich“ oder „ganze Clans haben eine lange Tradition von Inzucht und entsprechend viele Behinderungen““ (Thilo Sarrazin) in Deutschland noch immer – oder, was noch schlimmer ist - schon wieder möglich sind, und noch dazu nicht nur vom rechten Rand, sondern von einem (Noch-) Mitglied der ältesten demokratischen Partei Deutschlands, der SPD.
In der Report-Mainz-Sendung vom 30.8.2010 kamen drei Menschen folgendermaßen zu Wort, die meines Erachtens alles sagen, was zum Fall (in mehrfachem Wortsinne) Thilo Sarrazins zu sagen ist: ...mehr
(Hier veröffentlicht am 9.9.2010.)
Hıdır E. Çelik : Der Dichter und die Feldblume

- © Freepen Verlag
Im Freepen-Verlag erscheint diese Tage das neue Märchen von Hıdır E. Çelik. In dem zweisprachig erscheinenden Buch, in türkisch und deutsch, wird das Original und die deutsche Übersetzung in Form eines Drehbuchs gegenläufig gedruckt, so dass sich Original und Übersetzung in der Mitte treffen.
In diesem Märchen verliebt sich der Dichter auf einer Wanderung in eine schöne Blume. Aus Liebe nimmt er sie gegen ihren Willen mit zu sich nach Hause und pflanzt sie in einen Topf. Doch bald versteht er, dass er der Blume auf diese Weise ihre Freiheit genommen hat und sie beide so nicht glücklich sein können.
(hier veröffentlicht am 09.09.2010)
Zum Thema Sarrazin
Wir haben lange überlegt, ob wir auch etwas zum Thema Sarrazin schreiben sollen. Unsere Gedanken überschlugen sich, es war so viel zu hören, zu sehen, zu lesen in Radio, Fernsehen, Zeitungen. Nur das berüchtigte Buch über die Selbstabschaffung der Deutschen hat noch niemand von uns gelesen, und ob sich die Lektüre lohnt wissen wir nicht.
Gleichwohl erreichte uns der Ruf: "Ihr müsst etwas darüber schreiben!" Nun denn: Begeben wir uns also in den Dschungel der Sarrazin-Diskussion: Hıdır Çelik macht den Anfang. Andere werden folgen. ...
Migrationspolitik - ein aktueller Kommentar
von Bartosz Bzowski
Migration und Integration ist schon seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Doch selten zuvor war es so im Mittelpunkt der aktuellen politischen Diskussion, wie seit Erscheinen des Buches „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin, einem Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank und ehemaligem Berliner Finanzsenator.
Mit Sicherheit ist nicht alles positiv zu beurteilen, was in der Vergangenheit in der Einwanderungsdebatte in Deutschland geschehen ist. Allzu lange wurde die Bildung von Parallelgesellschaften hingenommen, und viel zu wenig darauf hingearbeitet, dass die Migranten ein Teil unseres Landes werden, mit gleichen Chancen wie gebürtige Deutsche. „Gastarbeiter“, so suggerierte schon die Bezeichnung, waren Arbeitskräfte, die zu diesem Zweck ins Land gekommen waren, aber kein wirklicher Bestandteil der Gesellschaft. ...mehr
(hier veröffentlicht am 08.09.2010)
Einen weiteren lesenswerten Kommentar gibt es von Wolfgang Jung der Neuen Rheinischen Zeitung.
Sie finden ihn hier auf der Webseite der NRhZ.
Ebenso lesenwert, insbesondere hinsichtlich der von Sarrazin benutzten Zahlen und Statistiken ist der Kommentar von Nachdenkseiten.de, den sie hier finden können.
Auch der Spiegel hat in seiner Online-Version einen interessanten Kommentar zu diesem Thema. Zu finden ist er hier.
Sarrazins Deutschlandbild
macht mir Angst!
Kommentar von Hıdır Çelik
Nicht nur Sarrazin hat Angst. Auch ich habe Angst, und zwar davor, dass unser Land – damit meine ich Deutschland – durch eine unsachliche Diskussion gespalten wird. Man diskutiert nur über die Probleme, aber nicht über ihre Ursachen oder Lösungen.
Es ist uns allen bekannt (insbesondere den Politikern und denjenigen, die sich mit dem Thema Migration beschäftigen), dass es Probleme bei der Integration von Migranten gibt. Man soll diese Probleme nicht verleugnen. Man darf auch nicht die Probleme in vielen Großstädten tabuisieren. Man darf sie aber auch nicht instrumentalisieren und polarisieren, um die Gesellschaft zu spalten. Unsere Gesellschaft hat soziale Probleme, die gelöst werden müssen. Eine sachliche Diskussion fordert uns alle auf – sowohl die Migranten als auch die Deutschen – gemeinsam über die Ursachen zu diskutieren, aus welchen sich die heutigen Probleme ergeben haben, und Lösungen zu erarbeiten. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 6.9.2010.)
Krless. European Music from the Middle Ages. Kudei písní nejstarších / Hoyetoe / Ecce Krless
Rustikale Mittelaltermusik aus Prag
Dreier-CD-Rezension von Michael A. Schmiedel
Krless aus Prag gehören seit einigen Jahren zu den beliebtesten Musikern auf dem Mittelalterlichen Markt zur Weihnachtszeit in Siegburg. Ihre deftig-rustikale Art, mittelalterliche Lieder und Stücke zu präsentieren, lassen einen die zu dieser Zeit oft herrschende Kälte vergessen und wärmt die Seele, während ein Becher heißen Mets zunächst die Finger und dann die Eingeweide wärmt. Jan Klima singt auf vielen Sprachen des mittelalterlichen Europa immer mit einem angenehmen tschechischen Akzent, aber ein besonderer Blickfang ist immer Josef von Dráček mit seinem schwarzen Dreitagebart und seinem stechenden Blick in einem spitzen Gesicht, was ihm bei meiner Frau den Namen „Drakula“ eingebracht hat.
Nun, dieses Anblicks muss man beim Hören der mittlerweile drei CDs entbehren, und es gibt abgesehen von einem kleinen Titelbild der CD Hoyetoe auch kein Musikerfoto in den Beiheften. Der Kälte des winterlichen Marktplatzes zu entbehren fällt einem nicht schwer, und nicht entbehren muss ...mehr
(Hier veröffentlicht am 1.9.2010.)
MediNetzBonn e.V. erhält den Integrationspreis 2010
Der Integrationsrat der Bundesstadt Bonn hat in diesem Jahr den ersten Preis an MediNetzBonn e.V. verliehen.
Von Anfang an war die politische Arbeit neben der praktischen medizinischen Hilfe ein wesentliches Anliegen von MediNetzBonn. Geleitet von der Überzeugung, dass „Menschen gleich an Rechten geboren“ sind und also die Menschenrechte für alle unterschiedslos gelten, setzt sich MediNetzBonn für Menschen ohne Aufenthaltsstatus ein und fordert den freien Zugang zum deutschen Gesundheits- und Bildungssystem.
(hier veröffentlicht am 30.08.2010)
Freiheit für Dogan Akhanli

- © Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 & GFDL
Am 10.8.2010 wurde der in der Türkei bekannte Schriftsteller Dogan Akhanli, deutscher Staatsbürger seit 2001, am Flughafen in Istanbul verhaftet und bis 20.08.2010 in die Haftanstalt Metris gebracht.
Seit dem 20.8.2010 wird er in einer Haftanstalt in Tekirdag festgehalten.
Akhanli ist zum ersten Mal seit seiner Flucht 1991 in die Türkei gekommen. Er wollte seinen kranken Vater besuchen. ...mehr
(hier veröffentlicht am 30.08.2010)
Interkulturelle Woche 2010

- © IKW
Interkulturelle Woche in Deutschland
Die bundesweite Eröffnungsveranstaltung zur Interkulturellen Woche 2010 findet am 24. September 2010 in Essen im Rahmen der RUHR 2010 statt. Sie ist der Auftakt für rund 3500 Veranstaltungen, die in mehr als 300 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland durchgeführt werden.
Mehr dazu finden Sie unter http://www.interkulturellewoche.de/.
Interkulturelle Woche in Bonn
Auch hier in Bonn haben wir wieder ein buntes Programm an informativen, unterhaltsamen und anderen Veranstaltungen und zwar schon ab dem 20. September.
Das Bonner Programm finden Sie hier im .pdf Format ---> als Plakat und als Faltblatt.
Sie können es weiterhin auch als gedruckte Version anfordern unter :
Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn – Integrationsagentur
Thomas-Mann-Str. 1
53111 Bonn
Telefon: 0228/697491
EMail: emfa@bonn-evangelisch.de
(Hier veröffentlicht am 26.8.2010.)
Zwei Bündel Haare

- © Nadja Thelen-Khoder
Am 5. Juni zeigten die „Föderation der Dersim Gemeinden in Europa e.V.“, die „Föderation der Alevitischen Gemeinden in Deutschland e.V.“, und „Tüday – Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e.V.“ mit Unterstützung des „Kulturforum Türkei/Deutschland“ im Cinedom in Köln den Film „Zwei Bündel Haare. Die verschollenen Töchter Dersims“ (Iki tutam saç), ein Dokumentarfilm über die Leidensgeschichte von kurdisch-alevitischen Mädchen, die vor 72 Jahren von den türkischen Soldaten nach dem einem Vernichtungsfeldzug gegen die Bevölkerung in Dersim verschleppt wurden.
Einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung können sie hier im .pdf Format nachlesen.
(hier veröffentlicht am 26.08.2010)
Neu im MIGRApolis-Team
Nadja Thelen-Khoder
Nadja Thelen-Khoders Herz schlägt für Dersim, was sie auch in ihrer Vorstellung zum Ausdruck bringen möchte. So wählt sie eine ganz eigene Art des Selbstportraits: ...mehr
Nadja Thelen-Khoder
Dersim Gemeinde Köln e.V.
Bobstraße 6-8
50676 Köln
Tel./ Fax: 0221 / 240 61 89
Email: dersimgem.the-kho[at]web.de
(Stand: 25.8.2010.)
Malbrook am 27.3.2010 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef
Musik von den Küsten von Nord- und Ostsee
Konzertrezension von Michael A. Schmiedel
Wir denken so oft in staatlichen oder nationalen Grenzen, wenn wir unsere Heimat beschreiben. So sagen wir „Norden“, wenn wir Norddeutschland meinen, oder „Süd-Westen“ für den Süd-Westen der Republik. Wir könnten statt von der Nordküste Deutschlands aber auch von der Südküste von Nord- und Ostsee sprechen, dann wäre die deutsche Küste ein Teil dieser Südküste, eben nicht mit Deutschland, sondern mit Nord- und Ostsee als Bezugsgrößen. Die Musik der norddeutschen Gruppe Malbrook stammt von den verschiedenen Küsten von Nord- und Ostsee. Die drei Musiker dieser Band begreifen die beiden nordeuropäischen Meere als zusammenhängenden Kulturraum, der in manchen Belangen mehr Gemeinsamkeiten zwischen zum Beispiel einen Norddeutschen, einem Engländer und einem Letten aufweist als zwischen einem Nord- und einem Süddeutschen. Davon bot dieses Konzert ein schönes Zeugnis. Wolfgang Meyring aus Niedersachsen, Ralf Gehler aus Mecklenburg-Vorpommern und Vivien Zeller aus Berlin ...mehr
(Hier veröffentlicht am 16.8.2010.)
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