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Gedanke

von Hıdır Eren Çelik

Eure Geschichte
ist unsere geworden,

unsere wird
ihre werden.

Nun werden wir gemeinsam die Zukunft schreiben.

(Hier veröffentlicht am 18.11.2011)


DIE ALLERNEUSTEN BEITRÄGE

in der deutschsprachigen Rubrik finden sie auf dieser Seite.

Viele ältere Beiträge finden Sie in den einzelnen Rubriken über die Themenspalte links.

Gelungene Aktion gegen Rechtsextremismus in Bonn

Quelle: www.breakthesilence.blogsport.de

Von Bartosz Bzowski

Wer in diesen Tagen durch die Bonner Innenstadt geht und aufmerksam auf das Stadtbild achtet, dem fällt auf, dass an vielen Straßenlaternen und Säulen Gedenkschilder hängen. Sie erinnern an die Opfer rechter Gewalt, die seit 1990 in Deutschland ums Leben gekommen sind.

Nach offiziellen Statistiken sind nur 47 Menschen als Todesopfer rechter Gewalt „anerkannt“ worden, doch in Wirklichkeit sind seit der Wiedervereinigung im Oktober 1990 insgesamt mindestens 182 Menschen von Rechtsradikalen getötet worden. Sehr oft waren die Täter Mitglieder rechtsextremistischer Parteien und Organisationen.

Die Aktivisten der Kampagne „Break-The-Silence“ brachten die Tafeln an, um die Gesellschaft auf die Problematik aufmerksam zu machen. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Schilder nicht lange hängen bleiben werden, immerhin wurden sie angebracht, und Passanten wurden auf sie aufmerksam. So ist von der Kampagne ein eindrucksvolles Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus gesetzt worden.

Mehr zur Kampagne gibt es unter: http://www.breakthesilence.blogsport.de

(Hier veröffentlicht am 3.2.2012)


Der EMA-Stellenmarkt – Jobs aus und für den Nahen Osten und Nordafrika

Die Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development e.V. ist ein Länderverein, der die interdisziplinäre Förderung der Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens (EMA-Region) zum Ziel hat. Dabei setzen wir, neben diversen Veranstaltungen wie Delegationsreisen, Fachforen, oder der Zeitschrift Mediterranes, neuerdings auf einen Stellenmarkt.

Dieser ermöglicht Arbeitsuchenden gezielt Stellen mit Bezug zur EMA-Region zu finden. Unternehmen mit entsprechendem Bedarf, können wiederum schneller auf qualifizierte Fachkräfte mit ausdrücklichem Interesse an der Region aus der Berufs- und Ausbildungslandschaft der kompletten Region zugreifen.

Hier der Link zum EMA Stellenmark:

http://ema-hamburg.org/go/stellenmarkt

(Hier veröffentlicht am 31.1.2012)


30. Januar - Jahrestag der Machtergreifung Hitlers

Holocaust-Mahnmal; © D.Gast / pixelio.de

Vor 79 Jahren starb die erste deutsche Demokratie

Von Bartosz Bzowski

Es war der 30. Januar 1933, ein Montag wie heute auch. Seit fast drei Jahren hatte Deutschland keine Regierung mehr, die sich auf eine parlamentarische Mehrheit stützen konnte. Nachdem im März 1930 die Große Koalition unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD) gescheitert war, begann die Ära der so genannten „Präsidialkabinette“. Heinrich Brüning, Franz von Papen und schließlich Kurt von Schleicher hießen die Reichskanzler, die auf der Basis der Notverordnungen des Reichspräsidenten regierten. Paul von Hindenburg, Reichspräsident seit 1925, wurde 1932 für die nächste siebenjährige Amtszeit wiedergewählt. Er war zwar demokratisch gewählt, aber er lehnte die Demokratie ab. Im tiefsten Herzen wünschte er sich das Kaiserreich zurück, was 1918 im Zuge der Novemberrevolution zu Ende ging. Es ging zu Ende, weil Wilhelm II. einen Krieg weiterführen wollte, der schon verloren war, und die Arbeiter und Soldaten sich dagegen auflehnten, weil sie endlich Frieden wollten. Hindenburg schuf die „Dolchstoßlegende“; ein unbesiegtes Heer wurde angeblich von der Heimat „erdolcht“, weil die Revolution ausbrach. Und wenige Jahre später wurde ausgerechnet er Reichspräsident…

...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)


EngagementBrücken

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Projekt „EngagementBrücken“ möchte die interkulturelle Freiwilligenarbeit fördern und lädt zu kostenlosen Fortbildungen und Veranstaltungen ein:

Mehr Informationen finden Sie im Anhang.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Mit freundlichen Grüßen

Gabi Klein

(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)


„Verfolgte Stimmen – Poesie und Musik gegen die Finsternis“

Iris Berben und Ulrich Klan tragen Werke verfemter oder verb(r)annter Künstler vor

von Nadja Thelen-Khoder

In Kooperation mit der Armin T. Wegner-Gesellschaft in Wuppertal (www.armin-t-wegner.de) gedenkt die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in der Hiroshimastr. 12-16 in 10785 Berlin in diesem Jahr mit einer musikalischen Lesung der Opfer der Shoah. Unter dem Titel „Verfolgte Stimmen – Poesie und Musik gegen die Finsternis“ liest die Schauspielerin Iris Berben Texte von Selma-Meerbaum-Eisinger, Else Lasker-Schüler, Armin T. Wegner („Brief an Hitler“) und Itzhak Katzenelson.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)


Null Toleranz der weiblichen Genitalverstümmelung!

© Astrid Haindl / pixelio.de

Der 6. Februar erinnert daran, dass junge Mädchen vor allem in Afrika  immer noch diese Menschenrechtsverletzung erleiden

Von Jeannette Spenlen

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Von der weiblichen Genitalverstümmelung (international FGM - Female genital mutilation genannt), sind vor allem junge Mädchen in Afrika betroffen. Die Vereinten Nationen erinnern jährlich am 6. Februar an diese Menschenrechtsverletzung und führen in afrikanischen Ländern Aufklärungs- Kampagnen durch. Denn die gefährliche Praktik gefährdet die körperliche und seelische Gesundheit dauerhaft.

Menschenrechtsgruppen weisen darauf hin, dass in Deutschland und Frankreich einige Mädchen aus afrikanischen Migrantenfamilien von dieser Menschenrechtsverletzung betroffen sind. Seit den 1980er Jahren haben afrikanische wissenschaftliche Forschergruppen und Aktive im Gesundheitsbereich auf die Risiken und Schäden der weiblichen Genitalverstümmelung hingewiesen.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)


Zum 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945

von Nadja Thelen-Khoder


Es ist so viel geschrieben worden, dass ich an dieser Stelle auf den Beginn eines Artikels von Jan Oltmanns auf http://www.tagesschau.de/ausland/meldung64472.html verweisen kann: „Als die Rote Armee am 27. Januar 1945 das Konzentrationslager Auschwitz erreichte, muss sich den russischen Soldaten ein grauenhaftes Bild geboten haben:

Nur knapp 8000 Häftlinge in den drei Komplexen des größten deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers waren noch am Leben; die meisten von ihnen Elendsgestalten, die zu krank oder zu schwach für den Marsch in die Lager im Westen waren - fort von der näherrückenden Front. Ein Augenzeuge notiert: ‚Einige sitzen stur auf der Erde, nur auf Nahrungsmittel reagieren sie. Von Schmutz und Verwahrlosung kann man ihre Züge nicht erkennen. Es ist zu grauenhaft, man kann das nicht beschreiben. Und man kann nicht helfen’.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 27.1.2012)


Wer „die Deutschen“/ die deutsche Geschichte verstehen will, kommt an ihm nicht vorbei

Zum 300. Geburtstag Friedrichs II. am 24.1.2012

von Nadja Thelen-Khoder

„Friedrich II. ist kein Stoff für mich... Ich kann diesen Charakter nicht lieb gewinnen; er begeistert mich nicht genug, die Riesenarbeit der Idealisierung an ihm vorzunehmen“, sagte Friedrich Schiller 1791.Und Thomas Mann meinte 1914: „‚Der alte Fritz’ – ein schauerlicher Name, wenn man Sinn fürs Schauerliche hat; denn es ist wirklich im höchsten Grade schauerlich, wenn der Dämon populär wird und einen gemütlichen Namen erhält.“In diesen Tagen wurde und wird wieder viel über diesen Preußenkönig (1702-1786; König seit 1740) geschrieben. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.1.2012)


Erneut Skandal um Verfassungsschutz

Innenminister Friedrich setzt NPD und Linke gleich

Ein Kommentar von Bartosz Bzowski

27 Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Diese Nachricht sorgte in den letzten Tagen für Aufsehen. Der Verfassungsschutz, war da nicht was?

10 Jahre lang konnte eine Neonazi-Mörderbande durchs Land ziehen und Menschen töten. Der Verfassungsschutz schaute dabei weg. Überlastung, schlechte Absprachen, Kompetenzschwierigkeiten – alles Mögliche wurde als Ausrede aufgeführt, warum es nicht gelungen ist, dem Treiben der Zwickauer Bande entgegen zu treten. Aber um frei gewählte Abgeordnete zu überwachen und gar zu bespitzeln – da gibt es auf einmal keine Schwierigkeiten.

Die Wahrheit ist: Der Verfassungsschutz ist auf dem rechten Auge blind, und das ist ein Skandal. Aber den Vogel endgültig abgeschossen hat Bundesinnenminister Hans Peter Friedrich (CSU).

...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.1.2012)


Bau Deine Stadt

Bedarfsanalyse und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der
Partizipationsbereitschaft von Jugendlichen in Bonn-Tannenbusch

Erstellt von Katharina Höffer, Barbara Müller und Petra Belková-Kiesau
im Auftrag des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V).

Januar 2012

Der komplette Text kann bei uns angefordert werden:

info[at]migrapolis-deutschland.de oder info[at]bimev.de

Das Untersuchungsgebiet Bonn-Tannenbusch

Tannenbusch ist ein Ortsteil der Stadt Bonn im Stadtbezirk Bonn. In diesem Stadtteil leben ca. 16.100 Einwohner. Es wird zwischen den Siedlungsbereichen Alt-Tannenbusch und Neu-Tannenbusch unterschieden.
Tannenbusch ist eine Siedlung am nordwestlichen Stadtrand von Bonn, die in drei Zeitabschnitten entstand. Nach dem Schützenhof entstand in der Zwischenkriegszeit die „Vogelsiedlung“ und in den ersten Nachkriegsjahren die HICOG-Siedlung an der Straße „Im Tannenbusch“. Alt-Tannenbusch gruppiert sich um eine Binnendüne.
Das „Zentrum“ von Alt-Tannenbusch bildet der Paulusplatz mit der katholischen Kirche St. Paulus.
 
Neu-Tannenbusch ist eine geplante Großsiedlung. Diese Trabantenstadt entstand Anfang der 70er Jahre. Das Bild Neu-Tannenbuschs ist durch die Plattenbauten geprägt. Diese Art zu bauen entsprach dem in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vorherrschenden „Ideal modernen Wohnens“. Die Straßen wurden in dieser Zeit breit und autogerecht gebaut. Vorteile sollten viele Parkmöglichkeiten und eine zentrale Abfallsauganlage bieten. Die Abfallsauganlage hatte von Anfang an mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen, mittlerweile wurde sie zurückgebaut. Außer Plattenbauten ist hier auch noch ein großer Bereich mit Reihenhäusern und Grünflächen zu finden. In Tannenbusch befinden sich eine großes Einkaufspassage und verschiedene soziale Einrichtungen wie beispielsweise das Diakonische Werk.

Zur Stadtteilbegrünung wurde der „Grünzug Nord“ angelegt. Es handelt sich hier um ein Naherholungsgebiet mit Freiflächen, einem See, Spielplätzen und einer kleinen Freilichtbühne.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.1.2012)


Offener Brief von Elisabeth Thissen zur mangelhaften Berichterstattung über die Stellungnahme des KRM

Elisbeth Thissen vom Interreligiösen Dialogkreis Bad Godesberg sandte einen Offenen Brief an den General-Anzeiger, die größte lokale Zeitung Bonns, in dem sie sich über die mangelhafte Berichterstattung über die Verurteilung der Terroranschläge in Nigeria durch den Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland beschwert. Diesen Rundbrief schickte sie an interreligiös Aktive der Region und bat um Veröffentlichtung auf MIGRApolis Deutschland:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe FreundInnen und InteressentInnen
des Interreligiösen Dialogkreises Bad Godesberg,

 

am 28.12. leitete ich Ihnen eine Presseerklärung des Koordinationsrates der Muslime zu den Vorfällen in Nigeria mit einer eindeutigen Distanzierung von Gewalt weiter:

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) verurteilt die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria.

Obwohl an die großen Zeitungen und Sender geschickt, hat diese Erklärung so gut wie keine Resonanz in den Medien gefunden. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.1.2012)


Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) verurteilt die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria

Wir geben hier die Originalerklärung des Koodrinierungsrates der Muslime in Deutschland (KRM) wieder, vor allem, weil sie in der Presse ansonsten kaum erwähnt wird:

 

Köln, 26.12.2011

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) verurteilt die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria

Als Muslime in Deutschland sind wir zutiefst erschüttert über die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria, bei dem mehr als 40 Menschen ums Leben kamen. „Unser aufrichtiges und herzliches Beileid gilt allen Hinterbliebenen der verstorbenen Opfer und der christlichen Gemeinden. Den Verletzten wünschen wir baldige Genesung ihrer körperlichen und seelischen Wunden.", so Bekir Alboğa, Sprecher des KRM. ...mehr

http://koordinationsrat.de/

(Hier veröffentlicht am 23.1.2012.)


Leserbriefe zu "Islamische Theologie an deutschen Universitäten"

Islamische Bücher (Foto © Schmiedel).

Zum Artikel "Islamische Theologie an deutschen Universitäten" von Michael A. Schmiedel erreichten uns noch am Tag der Veröffentlichung zwei Leserbriefe:

1. Von Haluk Yıldız:

Lieber Michael,

Gratulation zu deinem gut gelungenen Kommentar.

Folgende Passage finde ich besonders gut: "Die islamische Theologie in Deutschland sieht sich also mit drei Erwartungsrichtungen konfrontiert: Die deutsche Politik erwartet eine Förderung der Integration der Muslime in Deutschland, die muslimischen Verbände erwarten eine mit ihrer jeweiligen religiösen Tradition übereinstimmende Theologie und eine Stärkung der islamischen Präsenz in Deutschland und die Vertreter der Wissenschaft erwarten methodisch sauberes wissenschaftliches Arbeiten. Hinzu kommen dann noch die Erwartungen der Studentinnen und Studenten. Ob die islamischen Theologinnen und Theologen dem allen gerecht werden können?"

Nur bei der Formulierung ...mehr


*

 

2. Von Reinhard Kirste:

Lieber Michael,

vielen Dank für Deine Nachricht – und weiterhin gute Besserung. Deinen Beitrag in “Migrapolis” habe ich mir angesehen. Er gibt einen ganz guten Überblick, allerdings sind die Presseberichte über die “erste” islamische Studienzentrum nicht ganz zutreffend. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.1.2012.)


In memoriam Hrant Dink (1)

oder „Die Angst begleitet mich täglich“ (2)

von Nadja Thelen-Khoder

Fünf Tage bevor der Journalist Hrant Dink erschossen wurde, gab er ein letztes Interview. Er wurde auf sein Engagement nicht nur für die Armenier (3), sondern für alle Minderheiten [Pontos-Griechen, Dersimer, Aramäer u.v.a.m.] angesprochen und gefragt, ob er denn keine Angst habe. Und er gab eine Antwort, die uns alle verpflichtet: „Doch, natürlich habe ich Angst. Wenn Sie es genau wissen wollen, begleitet mich die Angst jeden Tag. Haben Sie schon einmal eine Taube beobachtet? Ständig dreht sie den Kopf, zuckt bei jedem lauten Geräusch zusammen und ist bereit, beim kleinsten Anlass wegzufliegen. Das ist eigentlich kein Leben, nur leider kann ich nicht wegfliegen.“Nein, er ist nicht weggeflogen, sondern zu uns, in unsere Herzen, in unsere Köpfe, in unsere Seelen (4).Nun ist es auf den Tag genau fünf Jahre her, dass Hrant Dink von einem Siebzehnjährigen vor den Redaktionsräumen seiner Zeitung „Agos“ erschossen wurde (5), und Hunderttausende bei seiner Beerdigung seinem Sarg folgten (6).

...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.1.2012)


Islamische Theologie an deutschen Universitäten

Islamische Bücher (Foto © Schmiedel).

Kommentar von Michael A. Schmiedel

Am 16.1.2012 wurde offiziell an der Universität Tübingen das Zentrum für Islamische Theologie eröffnet. Es hat den Betrieb schon zu Beginn des laufenden Wintersemesters aufgenommen, wurde nun aber von Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer offiziell eröffnet. Bisher hat das Zentrum nur einen Lehrstuhl, den der Koranwissenschaftler Omar Hamdan, der in Jerusalem und Tübingen studiert hat, besetzt. Weitere Professuren sind für die nächsten Semester in Planung.

Tübingen gilt als der erste deutsche Standort eines Zentrums für islamische Theologie. Weitere drei sollen folgen: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.1.2012.)


Spielend streiten lernen

Neue Veröffentlichung des Free Pen-Verlages

Vorwort von Barbara Schlüter

Die Literatur zum Thema Gewaltprävention ist fast unübersehbar, aber nicht nur deshalb haben wir uns den Namen SPIELEND STREITEN LERNEN® schützen lassen, sondern weil wir mittlerweile auf einen jahrelangen Prozess zurückblicken können. Kontinuierlich entwickelt sich dieses Programm weiter, wird den aktuellen Bedürfnissen angepasst und bleibt sich trotzdem treu.
Ziel war und ist es, die Konfliktfähigkeit von Kindern spielerisch zu fördern. Im Laufe der Jahre haben wir in verschiedenen Teams und unterschiedlichen Situationszusammenhängen zahlreiche Methoden und Materialien erprobt. Die dabei erlangten Erfahrungen werden in diesem „best practice“-Modell umgesetzt.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.1.2012)


Dein Euro gegen Rassismus

www.interkultureller-rat.de


Liebe Freundinnen und Freunde,

die Mordserie des rechten Gewalttrios aus Zwickau hat erneut gezeigt, wie gegenwärtig Rassismus in Deutschland ist. Betroffen blicken politisch Verantwortliche auf allen TV-Kanälen in die Kameras und sprechen vom dringend notwendigen Engagement der Gesellschaft, um solche Gewalttaten zukünftig zu verhindern.

Gleichzeitig passiert aber folgendes: ...mehr

 

 
(Hier veröffentlicht am 16.1.2012.)


Integration geht voran - aber nur langsam

Maria Böhmer; Quelle: Chaperon / Wikipedia

Doch Frau Böhmer ist zufrieden

von Bartosz Bzowski

"Die Entwicklung geht klar in die richtige Richtung", so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, am 12. Januar 2012 bei der Vorstellung des Integrationsberichtes. Der zweite sogenannte Integrationsindikatoren-Bericht betrachtet den Zeitraum von 2005 bis 2010.
Böhmer zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. Bei der Integration von Migranten in Deutschland gäbe es Fortschritte, wenngleich, das gibt sie immerhin zu, Migranten es auf dem Arbeitsmarkt und in der Schule weiterhin schwerer haben als der Rest der Bevölkerung.

Die Teilhabe der Menschen mit Migrationshintergrund an wichtigen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens habe sich deutlich "verbessert", meint Frau Böhmer.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.1.2012)


Tagung zur Türkei

Die Evangelische Akademie im Rheinland veranstaltet in Kooperation mit Dr. Hıdır Çelik vom 9.-10. März 2012 eine Tagung zur Türkei in Bonn-Bad Godesberg.

Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit sich die Türkei in den letzten Jahren unter der AKP verändert hat.

Jörgen Erik Klußmann M.A./Diplomkommunikationswirt

Studienleiter für Europa-, Entwicklungs- und Friedenspolitik, Integration & Migration, Christlich-Islamischer Dialog

Studies Director Europe, Development and Peace Policy, Integration & Migration, Dialogue between Christians & Muslims

Evangelische Akademie im Rheinland - Protestant Academy in Rhineland

Haus der Begegnung
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn-Bad Godesberg
http://www.ev-akademie-rheinland.de

Tel +49 228 95 23 204
Fax +49 228 95 23 250
joergen.klussmann@akademie.ekir.de

Sekretariat: Thorgit Stephan
Tel. +49 228 9523 205
thorgit.stephan[at]akademie.ekir.de

Programmentwurf

(Hier veröffentlicht am 13.1.2012)


EngagementBrücken

Das Projekt „EngagementBrücken“ möchte die interkulturelle Freiwilligenarbeit fördern und lädt zu kostenlosen Fortbildungen und Veranstaltungen ein:

Freiwillige aus interkulturellen Teams:

· „Auf der anderen Seite - Ein Besuch der Redaktion des Kölner Stadt Anzeigers“
Mittwoch, 18. Januar 2011, 17:00 Uhr

· Öffentlichkeitsarbeit
Samstag, 21. Januar, und Samstag 28. Januar 2012, 10:00 – 16:00 Uhr

Freiwillige und EhrenamtskoordinatorInnen:

·  „Einführung in die Methode der kollegialen Beratung“
Mittwoch, 25. Januar 2012, von 16:00 – 19:00 Uhr

· „Warum kommt denn (k)einer?“ Kollegiale Beratung zur Interkulturellen Öffnung im Bereich Bürgerengagement
Jeweils montags von 16:00 bis 18:00 Uhr.
Nächste Treffen: 27. Februar 2012, 26. März 2012, 23. April 2012
Teilnahme kostenlos

An alle Interessierte wendet sich die Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Köln, des Integrationsrats der Stadt Köln und der Kölner Freiwilligen Agentur e.V.:

· „Schlummernde Potenziale klug genutzt?
Auf dem Weg zur Interkulturelle Öffnung von Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen“
Dienstag, 31. Januar 2012, 20.00 – 22:00 Uhr
Forum Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum

Mehr Informationen finden Sie im Anhang.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

(Hier veröffentlicht am 10.1.2012)

 

 


2012

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern viel Glück und Erfolg, vor allem aber Liebe und Weisheit und viele Wunder im Jahr 2012!

Und schauen Sie dochmal zurück auf 2011, indem Sie hier auf der Startseite von unten nach oben scrollen, denn da sind alle deutschsprachigen MIGRApolis-Beiträge des Jahres aufgeführt. Wir werden demnächst Platz machen für die Beiträge des neuen Jahres, also nutzen Sie die Chance, sich einen rückblickenden Überblick zu verschaffen auf ein Jahr voller Vielfalt.

(8.1.2012) 


Leserbrief zur Weihnachtspredigt von Pfarrer Wolfgang Wallrich

Heike van den Bergh (Foto © Gassen).

von Heike van den Bergh

Als ich eben die Predigt auf der Website las, war ich tief berührt, besonders über diese Stelle:"Sehnsucht ist das liebende Verlangen nach dem, was unser Herz zutiefst erfüllen und befriedigen kann.Sehnsucht ist eine Grundbefindlichkeit des Menschen.Wer seine Sehnsucht verdrängt, der wird süchtig.Sucht ist immer verdrängte Sehnsucht,ob Geld, Drogen, Kauf, Anerkennung oder Arbeitssucht...." (Herr Wallrich)Sehnsucht als Motivationsgrund, weit zu reisen, auch einmal tief zu fallen, immer wieder nach oben, zum Licht, oder wie Herr Wallrich sagen würde, "zu seinem Stern zu streben", das war mir Zeit meines Lebens immer der Antrieb, aus dem heraus ich meinem Leben Bewegung und Entwicklung verleihen konnte. Jedoch, wenn ich meine Sehnsucht zu sehr enttäuscht sah von einem liebenden und geliebten Menschen, dann konnte sie sich auch schon einmal umkehren in eine schädliche Sucht - die Telefonsucht, dem Geliebten nachzustellen, die Mitteilungssucht, mit Hinz und Kunz immer wieder über die verlorene Liebe zu reden und dabei die Intimsphäre des Vertrauten zu verletzen, auch sicher die Sucht nach Rückbestätigung von ihm oder anderen Freunden.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.12.2011)


Weihnachten 2011 - Bonn

Pfarrer Wolfgang Wallrich und Klaus-Peter Kücherer (Foto © Schmiedel).

im Migrapolis-Haus der Vielfalt mit Matthäus 2:1-12

Predigt: Wolfgang Wallrich auf der Weihnachtsfeier am 16.12.2011

Ihr Lieben !

Wir brauchen endlich eine Gegenbotschaft
gegen die Logik all dessen, was wir Geschichte nennen:
Geschichte der Herrscher,
Geschichte der Eroberer,
Geschichte der Kriege.

Gott sei Dank ist die Geschichte,
die wir in der Zeitung lesen
und im Geschichtsbuch,
nicht die einzige Geschichte.
Es gibt eine andere Ebene,
von Menschen zu reden –
und die ist mindestens genau so wahr,
denn sie zielt in die Tiefe der Seelen.

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(Hier veröffentlicht am 19.12.2011)


Vernissage Rudolf Hürth „Das Boot ist voll“

© Almut Stärk, kultur-in-bonn.de

im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

von Rainer Maria Gassen

Am Samstag, dem 17.12.2011 stellte Rudolf Hürth sein Werk „Das Boot ist voll“ im MIGRApolis-Haus der Vielfalt vor.

Rudolf Hürth hat eine Skulptur geschaffen, die sowohl stilisierend als auch gegenständlich exakt wiedergebend ein vom Untergang bedrohtes Boot mit seinen Insassen darstellt. Die Insassen des Bootes schauen aus erwartungsfrohen, gleichzeitig dennoch ihrer prekären Situation Rechnung tragenden Augen in ihre Zukunft. Um das Boot herum drapiert sieht der Betrachter in überdimensional groß ausgeformte Augen, die offenkundig eine von Skepsis gekennzeichnete Haltung verraten. Zusätzlich hat Rudolf Hürth zwei große Tafelbilder an den Wänden quasi als Spiegel zur Situation gehängt, die sich in ihrer abstrakten Formensprache zusätzlich mit der Frage der Enge oder Überfüllung auseinandersetzen.

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(Hier veröffentlicht am 19.12.2011)


Interview mit einem Besucher

der Bonner Buchmesse Migration am Sonntag, 27.11.2011

von Sarah Peters, Jana Siemssen und Bartosz Bzowski

Wie sind Sie auf die Bonner Buchmesse Migration aufmerksam geworden?

-    Eigentlich bin ich am Donnerstag ins Haus der Geschichte gekommen, um die überarbeitete Dauerausstellung zur Deutschen Geschichte zu besuchen. In der Eingangshalle wurde ich dann jedoch von den vielen Bücherständen überrascht  und bin neugierig geworden, was dahinter steckt. An einem der Stände habe ich mich erkundigt und wurde an den Gemeinschafts- und Informationsstand verwiesen. Dort habe ich erfahren, dass hier momentan die Bonner Buchmesse Migration stattfindet und mir wurde ein Programmheft an die Hand gegeben. Ich war sehr erstaunt darüber, dass neben den Bücherständen verschiedener  Verlage  auch  noch zahlreiche weitere Veranstaltungen wie Lesungen und Filmvorführungen angeboten werden.

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(Hier veröffentlicht am 16.12.2011)


„Zuhause in Almanya. Türkisch-deutsche Geschichten & Lebenswelten“.

von Nadja Thelen-Khoder

Lale Kanuk, Gründungs- und Vorstandsmitglied von „Kulturen in Köln e.V.“, und Amin Farzanefar freuen sich über die Veröffentlichung ihres Dossiers „Zuhause in Almanya. Türkisch-deutsche Geschichten & Lebenswelten“. Im Vorwort schreiben sie und Olga Drossou von der Heinrich Böll-Stiftung, die das 70seitige Dossier herausgegeben hat: „Dieses Dossier nutzt das Jubiläum des türkisch-deutschen Anwerbeabkommens als Anlass, um Blicke in ganz alltägliche Phänomene wie Essen, Fernsehen, ins Kino gehen, Musikhören und Reisen zu werfen und neue Einsichten in die Lebenswelten der deutsch-türkischen Einwanderungsgesellschaft zu gewinnen.“

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(Hier veröffentlicht am 14.12.2011)


Runder Tisch gegen Diskriminierungen zusammengekommen

von Melina Arabatzis und Bartosz Bzowski

Das Projekt „Antidiskriminierungsarbeit Bonn“ hat unter anderem die Zielsetzung, alle Akteure im Kampf gegen Diskriminierungen und bei dem Aufbau eines Antidiskriminierungsbüros in Bonn zu vernetzen. Hierzu haben wir am 01.12.2011 einen Runden Tisch gegen Diskriminierung im Haus MIGRApolis veranstaltet. Wir möchten uns bei allen Teilnehmern (ca. 40 Teilnehmer) für ihr zahlreiches Erscheinen und die rege Diskussionsteilnahme bedanken. Vertreten war unter anderem auch die Stabstelle Integration der Bundesstadt Bonn durch ihre Leiterin Frau Coletta Manemann. Auch die Stabstelle Integration möchte eine koordinierte, zentrale Antidiskriminierungsarbeit in Bonn stärken, betonte Frau Manemann.

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(Hier veröffentlicht am 12.12.2011)


Forum Politischer Dialog mit Katja Dörner

© Wikipedia: Bündnis 90 / Die Grünen Nordrhein-Westfalen

Bundestagsabgeordnete der Grünen zu Besuch im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Von Bartosz Bzowski

Am 7. Dezember 2011 fand zum letzten Mal in diesem Jahr eine Veranstaltung aus der Reihe „Forum Politischer Dialog“ statt. Zu Gast war diesmal Katja Dörner, Bonner Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen.
Vor allem sprach Dörner über die Migrations- und Flüchtlingspolitik ihrer Partei. Zu Beginn der Veranstaltung erzählte sie aus ihrer Schulzeit, dass die Diskussion über das Asylrecht Anfang der 1990er Jahre ein Impuls für sie gewesen sei, sich politisch zu engagieren. Sie habe eine Unterschriftenaktion gegen die Änderung des Asylrechts initiiert. Bündnis 90 / Die Grünen fielen für sie dadurch positiv auf, dass sie die Verschärfung des Asylrechts abgelehnt hatten.

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(Hier veröffentlicht am 12.12.2011)


Zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte

Kennen Sie irgendeines Ihrer Menschenrechte auswendig?

von Nadja Thelen-Khoder


Am 10. Dezember 1948 verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Resolution 217 A (III), die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“. Zugegeben: Wenn ich ehrlich bin, kenne ich keinen einzigen Artikel aus der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ (1) auswendig. Das liegt an drei Gründen:

1.    Jedes Mal, wenn ich anfange, die Menschenrechtsdeklaration zu lesen, fliege ich ständig aus dem Text, allein wegen mancher Formulierungen. So stört mich schon die Präambel mit ihrem ständigen „da da da“, und das Wort „Rasse“ macht mich halb wahnsinnig.

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(Hier veröffentlicht am 12.12.2011)


Die Schreie Dersims (1) und die historische Wahrheit (2)

oder: Ministerpräsident Erdoğans Entschuldigung allein reicht nicht

von Nadja Thelen-Khoder

Als ich auf der Seite der „Arbeitsgruppe Anerkennung e.V.“ (3) las, dass sich der türkische Ministerpräsident Erdoğan für „Dersim’38“ entschuldigt hat und auf den Seiten der großen türkischen Zeitung „Hürriyet“ am 22. und 23. November groß darüber berichtet wurde (4 und 5), habe ich wirklich an den Satz von Johann Wolfgang Goethe denken müssen, den er anlässlich der Kanonade von Valmy geäußert haben soll: „Von hier und heute geht eine neue Etappe der Weltgeschichte aus, und Ihr könnt sagen, Ihr seid dabei gewesen“.Im Herbst 2009 hatte auch die Föderation der Dersim-Gemeinden in Europa (FDG) mit Demonstrationen (6) und Presseerklärungen (7) dazu beigetragen, dass Dersim und seine Geschichte verstärkt in das Bewusstsein der türkischen Öffentlichkeit gelangte. Durch einen verbalen Ausrutscher von Onur Öymen brach sich die historische Wahrheit ihre Bahn, und nach der letzten Parlamentswahl im Juni ist nun auch noch Hüseyin Aygün der Abgeordnete für Tunceli (seit 1936 der offizielle Name für Dersim); er hat als Rechtsanwalt schon vor einigen Jahren zusammen mit Rüstem Polat, einem Enkel des 1937 hingerichteten Seyit Rıza, Klage auf Auskunftserteilung über die Grabstätten erhoben (8). Am 8. Oktober sprach er auf dem 6. Europa Dersim Kulturfestival der Föderation der Dersim Gemeinden in Europa (FDG) in der Leverkusener Smidt-Arena (9).

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(Hier veröffentlicht am 08.12.2011)


Seitdem ich von der Liebe träume,...

von Nadja Thelen-Khoder

„Seitdem ich von der Liebe träume, wächst in mir jeden Tag ein Stück Freude. Meine Traurigkeit verwandelt sich in Hoffnung, die mich am Leben hält. Ohne Hoffnung wäre ich schon längst nicht mehr da.’“Das diesjährige Interkulturelle Märchenfestival im Rahmen der Interkulturellen Woche Köln fand in der Villa Ignis statt. Organisiert wurde es von Thomas Bönig, der auch die großartigen Weltreisen innerhalb Kölns veranstaltet; viele Infos zum Download unter www.kulturkluengel.de/index.php Şahin, der nicht nur Konzerte mit traditioneller Musik aus Dersim gibt, sondern sein Instrument, die Langhalslaute Saz = Thomır = Bağlama, auch unterrichtet (Musikbeispiele und Kontaktdaten auf seiner Webseite www.ozansahin.de), spielte am 21. Oktober dreimal: Zu Beginn stimmte er die Zuhörer auf Dersim ein, gönnte ihnen in der Mitte ein wenig Muße und ließ zum Ende genügend Raum, um sich Dersims Schönheit in die Tasche zu stecken und später mit nach Hause zu nehmen.

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(Hier veröffentlicht am 05.12.2011)


Der neue Dersim-Kalender ist da!

Der neue Kalender „Waxte 2012“ der Föderation der Dersim Gemeinden in Europa e.V. (FDG) ist da. Er enthält wunderschöne Naturaufnahmen von Dersim; sein Verkaufserlös kommt dem Oral History-Projekt Dersim’38 (http://www.fdg-dersim.com/deutsch/fdg/basn-acklamalar/126-oral-history-projekt-dersim-193738.html und http://www.facebook.com/group.php?gid=129982763682546) zugute. Bitte unterstützen auch Sie das Projekt durch den Kauf des Kalenders.

(Hier veröffentlicht am 05.12.2011)


„Der inneren Stimme Ausdruck verleihen”

Halina Nitropisch (Quelle: nitropisch.de)

Interkulturelle Schreibwerkstatt für Migrantinnen

Literatur schafft Brücken zwischen den Kulturen. Durch Literatur können wir unsere Alltagssorgen wenigstens für einen Moment vergessen. Ohne Literatur wäre die Welt viel ärmer.

Schreiben kann fast jeder, beim literarischen Schreiben kommt es vor allem auf das „Wie“? an. Möchten Sie etwas mehr darüber erfahren?

Alle an Literatur und literarischem Schreiben interessierten Frauen sind herzlich eingeladen.

Leitung:     Halina Nitropisch

Wann?:      an jedem 1. und 3. Freitag im Monat von 10.15 bis 12.30 Uhr

Wo?:          im „MIGRApolis-Haus der Vielfalt“, Brüdergasse 16 - 18, in Bonn

Beginn:      3. Februar 2012

Veranstalter: BIM e. V.

Nähere Informationen zu erfragen per E-Mail bei: h.nitropisch[at]gmx.de

Halina Nitropisch, geb. in Wroclaw (Breslau) / Polen;
Literaturwissenschaftlerin, Fremdsprachenlehrerin und Übersetzerin;
seit 1993 als freie Autorin tätig: Lyrik und Kurzprosa – Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien;
übersetzt den polnischen Dichter Bolesław Leśmian - 2010 Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin.

www.nitropisch.de

(Hier veröffentlicht am 02.12.2011)


KAUSA Medienpreis 2011 verliehen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in Berlin den KAUSA Medienpreis 2011 verliehen. KAUSA ist die Koordinierungsstelle Ausbildung bei Selbstständigen mit Migrationshintergrund
 
Der KAUSA Medienpreis 2011 geht an:

Dominik Stawski (SZ / 1. Preis Kategorie Print),
Amelie Ernst (RBB / 1. Preis Kategorie Hörfunk)
und Hamed Salman Chaudhry (RTL / 2. Preis Kategorie Fernsehen).
 
Und das sind die weiteren Preisträger:
 
Frauke Lüpke-Narberhaus (Spiegel Online / 2. Preis Kategorie Print)
Alice Ahlers (Kölner Stadt-Anzeiger / 3. Preis Kategorie Print)
Jan-Martin Wiarda (Die Zeit / 3. Preis Kategorie Print)
Mehmet Ata (EXPRESS / Sonderpreis Kategorie Print)
Anna Sophie Reimann/Sandra Sperber (Multimedia-Beitrag für Spiegel Online / 3. Preis Kategorie Fernsehen)
Julia Hanne/Anne von Petersdorff (3. Preis Kategorie Fernsehen).
 
HIER geht’s zur Pressemeldung.
 
Mehr Informationen zu den Preisträgern und den Nominierten finden Sie hier:
www.kausa-medienpreis.de
 

Claudia Moravek
Koordination KAUSA Medienpreis

(Hier veröffentlicht am 02.12.2011)


Mahi Binebine las aus seinem Buch "Die Engel von Sidi Moumen"

von Henrich Fenner

Dr. Kersten Knipp moderierte die Lesung von Mahi Binebine aus Marokko aus seinem Buch „Les Étoiles de Sidi Moumen“ von 2008, verlegt 2010, das in diesem Jahr in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Die Engel von Sidi Moumen“ erschienen ist. Behutsam führte der Moderator die Zuhörer im gut besetzten Konferenzraum des Hauses der Geschichte in Bonn an das äußerst schwierige Thema heran.

Es geht um das Attentat in Marokko im Jahr 2003, bei dem in Casablanca sich 14 Jugendliche in die Luft sprengten, über 40 Menschen sterben und Hunderte verletzt wurden. Mahi Binebine beschreibt einfühlsam und eindringlich das Leben, Denken und Fühlen der Attentäter in dem Quartier, einem etwa 10 Quadratkilometer großen Slum am Rande von Casablanca.

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(Hier veröffentlicht am 29.11.2011)


„Flüchtlingsschutz und Menschenrechte“

Heiko Kaufmann (Foto: © Celik)

Lesung mit Heiko Kaufmann auf der Bonner Buchmesse Migration

von Melina Arabatzis

Heiko Kaufmann nimmt seine Zuhörer mit auf eine Zeitreise. Eine Zeitreise über die persönliche Situation von Flüchtlingen sowie über die Flüchtlingspolitik Deutschlands. Die Zeitspanne umfasst dabei die Zeit vor der Ratifizierung der Kinderrechtskonvention im Jahr 1992, die Vorbehaltserklärung der Bundesregierung gegenüber der Gültigkeit der Kinderrechtskonvention und schließlich die Rücknahme der Vorbehalte im Jahr 2010. Dabei ähneln sich die Schilderungen auf erschreckende Weise. Der Einreisebereicht eines jüdischen Jungen auf der St. Louis im Jahr 1939 und der eines jungen Afrikaners aus der heutigen Zeit, beschreiben beide das Gefühl der Ablehnung und der Wertlosigkeit. Man fühle sich „schlimmer als Vieh“, als „wertlose Fracht“.

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(Hier veröffentlicht am 28.11.2011)


„Vielfalt im Alltag erleben und erlesen“

8. Bonner Buchmesse Migration feierlich eröffnet

von Bartosz Bzowski


Am 24. November 2011 wurde die 8. Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte in Bonn feierlich eröffnet. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto „Migration und Mobilität – Arbeiten und Leben in Vielfalt“.

Nach einem kurzen Film über die Geschichte der Buchmesse begrüßte Pfarrer Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, die etwa 200 Besucher. Es sei ein Selbstverständnis aus christlichem Glauben heraus, dass der Evangelische Kirchenkreis Mitorganisator der Buchmesse sei, betonte er. Er unterstrich die Bedeutung des Mottos der Buchmesse. Er fügte hinzu, dass auch die christliche Religion nur in der Vielfalt bestehen könne, da es knapp 300 verschiedene christliche Kirchen gäbe. Die Migration nach Deutschland sei auch christlich geprägt.

Dann sprach Pfarrer Wolfgang Wallrich im Namen der Mitarbeiter des Bonner Institutes für Migrationsforschung. Er ging auf den Begriff „Buchmesse“ ein. Früher haben nach der Heiligen Messe Jahrmärkte stattgefunden, bei denen nicht nur gefeiert, sondern auch gelesen wurde, somit waren auch Bücher von Wichtigkeit.

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(Hier veröffentlicht am 28.11.2011)


Vielfalt ist eine Bereicherung

Bonner Buchmesse Migration bietet ein Forum für ein lebendiges Miteinander und eine Begegnung in Vielfalt

von Bartosz Bzowski

Am 17. November 2011 fand im Haus der Geschichte das Pressegespräch zur 8. Bonner Buchmesse Migration statt. Die Fachbuchmesse wird bereits am 24. November eröffnet und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Arbeiten und Leben in Vielfalt – 50 Jahre Arbeitsmigration aus der Türkei“.

Am Pressegespräch nahmen teil: Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, der Präsident des Hauses der Geschichte, Coletta Manemann, die Integrationsbeauftragte der Bundesstadt Bonn, Dr. Hidir Celik, der Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) sowie Klaus Thüsing, der Vorsitzende des Deutsch-Afrikanischen Zentrums.

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(Hier veröffentlicht am 17.11.2011)


Einladung zur Multiplikatorenschulung

zur Professionalisierung und Qualifizierung von Migrantenorganisationen

Einladung zur Multiplikatorenschulung

Sind Sie…

… eine Migrantenorganisation,
… nicht selten total überlastet,
… finanziell nicht imstande, professionelle Mitarbeiter zu bezahlen,
… interessiert, mehr Unterstützung zu finden und Ressourcen effizient zu akquirieren?


Dann sind Sie richtig bei unserer

Multiplikatorenschulung
zur Professionalisierung und Qualifizierung
von Migrantenorganisationen


im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Projektziele und –inhalte:
-    Effiziente Organisation
-    Inhaltliche Aufstellung
-    Finanzierung
-    Gewinnung und Motivation von Mitarbeitern
-    Netzwerkbildung
-    Migrationsarbeit in Sozialräumen
-    Ausländerrecht
-    Interkultureller und interreligiöser Dialog


Die Schulung ist offen für alle in der Migrations- und Integrationsarbeit tätigen Personen in der Region Bonn / Rhein-Sieg.

Kostenbeitrag: 10,- Euro pro Seminartag, ausgenommen Buchmesse (insgesamt 60,- Euro)

Um Anmeldung bis zum Mittwoch, den 16.11.2011 wird gebeten:


per Mail unter: info@migrapolis-deutschland.de
oder
telefonisch unter: 0228-22766344

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(Hier veröffentlicht am 24.10.2011, korrigiert am 04.11.2011)


6. Rundbrief zur 8. Bonner Buchmesse Migration (23.11.2011)

Morgen ist es soweit! Die 8. Bonner Buchmesse Migration öffnet ihre Pforten

Nach langer Vorbereitung fällt morgen (Donnerstag, 24. November) endlich der Startschuss für die 8. Bonner Buchmesse Migration. Die viertägige Fachbuchmesse findet im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn statt.

In diesem Rundbrief wollen wir Sie nochmals Ihre Vorfreude auf die Buchmesse wecken, indem wir Sie auf einige Veranstaltungen in ihrem Rahmen hinweisen. Außerdem finden Sie einen Bericht über das Pressegespräch, was in der vergangenen Woche stattgefunden hat.

Angesichts der jüngsten politischen Entwicklung in Deutschland bekommt die Buchmesse eine zusätzliche Bedeutung. Sie soll ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern der rechtsterroristischen Gewalt sein und zugleich eine Demonstration für eine offene, tolerante Gesellschaft.

Zeigen auch Sie Ihre Solidarität! Wir sehen uns im Haus der Geschichte!

Herzliche Grüße,
Bartosz Bzowski (Bonner Institut für Migrationsforschung)

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(Hier veröffentlicht am 23.11.2011)


Einladung zum Weltklimaspiel „Cooling down!“

„Der Mensch ist nur dann ganz Mensch wenn er spielt.“
(Friedrich Schiller)

Einladung zum Weltklimaspiel „Cooling down!“
Samstag, 26. November 2011
11.00 bis 13.30 im Atelier
Haus der Geschichte

Veranstaltung im Rahmen der 8. Bonner Buchmesse Migration

Das HOMO-LUDENS-Institut lädt ein:

Erleben Sie Integration im gemeinsamen Spiel, versuchen Sie gemeinsam die Welt zu retten.
Die Energiewende geht alle an, sie findet aber kaum oder gar nicht statt. Wir brauchen einen „Bürgerdialog Energiewende“.
„Cooling down!“ ist dazu der Motor. Im gemeinsamen Spiel werden Brücken gebaut, hier redet keiner über Integration, hier wird sie gelebt.

www.cooling-down.com

Leitung: Dr. Otto Ulrich  

Zum pdf-Plakat

(Hier veröffentlicht am 22.11.2011)


Wie konnte das passieren ...

von Nadja Thelen-Khoder

Manchmal denke ich, dass ich schlafe und mich bald jemand zwickt und sagt: „Aufwachen – Du träumst!“

Seit vielen Jahren höre ich immer wieder von mehr oder weniger brutalen neonazistischen Angriffen, mehr oder weniger stark begleitet von den verschiedensten Kommentaren, jedes Mal gefärbt von entweder klammheimlichem Verständnis für die Motive der Täter oder demonstrativ vehement geäußertem Unverständnis nach dem Motto: „Wie konnte das passieren?“

1990 wurde in Brandenburg: Amadeu Antonio von mehreren „Jugendlichen“ zu Tode geprügelt.

1992 wurden in Rostock-Lichtenhagen Wohnungen von Ausländern in Brand gesteckt, und draußen johlte eine Menschenmenge, einem Kamerateam und Bewohnern gelang in letzter Minute die Flucht über das Dach (die Feuerwehr kam zu spät), eine Würstchenbude verkaufte Snacks für die Meute.

1993 verlor in Solingen Mevlüde Genç ihre drei Töchter und zwei ihrer Enkelkinder bei einem Brandanschlag auf ihr Haus....mehr

(Hier veröffentlicht am 18.11.2011)


Rechtsterrorismus in Deutschland – warum der Staat eine Verantwortung trägt

Quelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

von Bartosz Bzowski

Jetzt also doch: Es gibt einen „Rechtsterrorismus“ in Deutschland! Was seit mehr als 30 Jahren für jeden Bürger klar ist, nun, welch ein Wunder! – die schwarzgelbe Bundesregierung gibt es zu. Dabei ist das Versagen staatlicher Behörden offensichtlich.

1980 starben bei einem neo-nazistischen Anschlag auf das Münchner Oktoberfest zwölf unschuldige Menschen, die einfach feiern wollten. Anfang der 1990er Jahre kam es zu einer Welle barbarischer Brandanschläge auf von Migranten bewohnte Heime und Wohnungen. In Mölln starben 1992 drei, in Solingen 1993 fünf Menschen. Die damalige Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl antwortete mit einer Verschärfung, ja praktischen Abschaffung des Grundrechts auf politisches Asyl in Deutschland. Gleichzeitig wurden ein paar Neonazi-Organisationen verboten, um zu zeigen, die Politik ist ja nicht auf dem rechten Auge blind, was ihr vorgeworfen wurde. Aber es sind nur Einzeltäter, war immer wieder zu hören, einen organisierten Rechtsextremismus, gäbe es kaum, geschweige denn Rechtsterrorismus!

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(Hier veröffentlicht am 18.11.2011)


Brauner Sumpf – National-faschistisches Netzwerk

Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Sind die neuesten Verbrechen der Neonazis eine neue Dimension der rechten Gewalt?

von Hidir Eren Celik

Es war und ist uns politisch interessierten Bürgern bekannt, dass die neo-faschistischen, rassistischen Aktionsbündnisse seit Jahrzehnten bundesweit, vor allem in den neuen Bundesländern, sehr gut vernetzt waren und immer noch sind.

Es ist auch kein Geheimnis, dass neo-faschistische Terror-Gruppen in vielen Ortschaften der neuen Bundesländer von Migranten „befreite“ Zonen errichtet haben, um ihren Gesinnungsgenossen einen Rückhalt zu bieten. Die Bürger wurden erpresst und gezwungen, sich dem braunen Terror unterzuwerfen oder weg zu ziehen. Die Republik schaute „hilflos“ hin oder nahm es nicht so ernst, dass es aus dem braunen Sumpf eine Gefahr wachsen könnte.

Wie lange soll noch „geschaut“ oder „geduldet“ werden?
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(Hier veröffentlicht am 14.11.2011)


Kein Tag wie jeder andere

Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum in der deutschen Geschichte

Von Bartosz Bzowski

Als ich heute wie jeden Morgen das Frühstücksfernsehen schaute, war ich enttäuscht. Obwohl ich das „Morgenmagazin“ von ARD und ZDF für eine der besten Informationssendungen im deutschen Fernsehen halte, heute hat es mir nicht gefallen. Die Themen waren alltäglich: Euro-Krise, Griechenland, Italien, ja, das ist sehr wichtig. Aber sonst? Ein Bericht über ein Restaurant, eine Satire über die Kanzlerkandidaten-Suche der SPD, ein ziemlich langer Musikblock, und im Sportteil eine Reportage über Autorennen in den 30er Jahren. Da fragte ich mich, ist für die Redaktion der 9. November ein Tag wie jeder andere? Es scheint so.

Dabei ist heute ein besonderer Tag....mehr

(Hier veröffentlicht am 09.11.2011)


50 Jahre Arbeitsmigration aus der Türkei

von Hidir Eren Celik

Die Bundesrepublik Deutschland hat vor 50 Jahren, am 30. Oktober 1961, in Bonn ein Arbeitsanwerbeabkommen mit der Türkei abgeschlossen. Danach kamen hunderttausende junge Männer und Frauen aus Türkei nach Deutschland. Sie kamen, um wieder zurück zu gehen, in der Hoffnung, ihren im Heimat zurückgebliebenen Familienmitgliedern eine bessere Zukunft anzubieten. Sie waren nicht nur Arbeitskräfte, die nach Bedarf wieder  zurück in die Heimat abgeschoben werden konnten, wenn es auch von beiden Seiten so gedacht war.

Max Frisch hat damals die Situation der Arbeitsmigranten mit nur einen Satz  so deutlich zur Sprache gebracht, der heute noch seine Gültigkeit hat „Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen.". Es kamen Menschen mit ihren Sehnsüchten und Träumen, um als Menschen wahrgenommen zu werden. In den 1960er Jahren kamen hunderttausende Menschen, und viele von ihnen gingen in den 1970er Jahren wieder zurück. Die geblieben sind, haben hier ihre Wurzeln geschlagen. Sie haben heute ihre Enkelkinder, sogar Urenkel in Deutschland.

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(Hier veröffentlicht am 04.11.2011)


Neue, rote Schuhe

Quelle: bbroianigo / pixelio.de

Von Heike van den Bergh

Ein grauer, schwerer Morgen Anfang Dezember. Mein Kopf schwer von zuviel Zigaretten und Wein von gestern Abend, an dem ich mit Susanne mal wieder ergebnislose Diskussionen über unsere Beziehung geführt habe. Blick in den Briefkasten: ein großformatiger Brief von Terra GmbH, wo ich mich letztens vorgestellt habe. Frustriert reiße ich den Umschlag auf – das übliche, peinliche Entschuldigungsschreiben: „Bedauern wir, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir Sie nach sorgfältiger Prüfung aller in Frage kommender Qualifikationen, nicht für die Position in Betracht ziehen können, blablabla, ...unsere Auswahl auf einen Mitbewerber gefallen ist, der unseren Anforderungen.... blablabla.“ Werfe den Brief und den Umschlag in die Mülltonne, die Mappe stecke ich zurück in den Briefkasten, schließlich ist sowas teuer, mit Foto, Kopien und allem. Es fängt an, kleine, nasse Schneeflocken zu rieseln. Mist, ich habe meine Mütze vergessen. Egal, ich muss den Bus kriegen, er fährt drüben hinter der Kreuzung in fünf Minuten ab. Eilig, das Kinn in den Mantelkragen geduckt, stürme ich auf die Ampel zu. 

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(Hier veröffentlicht am 02.11.2011)


Literatur für Brücken und gegen Windmühlen

Über „Dornenfelder“, den autobiographischen Roman von Hamid Reza Yousefi, Privatdozent für Interkulturelle Philosophie und Geschichte der Philosophie an der Universität Koblenz.

Von Verena Vordermayer, Bonner Institut für Migrationsforschung (BIM) e.V.

Von Teheran nach Trier. Es genügen zwei Orte oder zwei Worte, um aus einem Menschen einen ‚Migranten‘ zu machen. Es genügt die Autobiographie eines Migranten, um das Werk als ‚Migrationsliteratur‘ zu bezeichnen. Doch es erfordert weitaus mehr, sich von all diesen Kategorien zu lösen. Hamid Reza Yousefi hat nicht nur sein Leben auf 225 lesenswerten Seiten niedergeschrieben, sondern sich dabei auch ein hohes Ziel gesetzt. Er rechnet ab. Mit dem Wissen, der Wahrheit und vor allem mit der Eindeutigkeit. Für einen Philosophen im klassischen Sinne eher ungewöhnlich, für einen Migranten jedoch nicht. Yousefi, Dozent für Interkulturelle Philosophie, bezeichnet jede philosophische Denkweise als „Verkleidung des Denkens“: „Wer diese Verkleidung mit der Wahrheit verwechselt, hält seine Meinung für eine Offenbarung. Damit ist jeder Dialog im Keim erstickt.“

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(Hier veröffentlicht am 27.10.2011)


Bewegte und bewegende Bilder

Zum 27. Oktober, dem UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes

von Nadja Thelen-Khoder

Der Welttag des audiovisuellen Erbes, der seit 2005 jedes Jahr am 27. Oktober begangen wird, soll an die am 27. Oktober 1980 verabschiedete „Empfehlung zum Schutz und zur Erhaltung bewegter Bilder" der UNESCO erinnern. Viele Fotos, Tonaufnahmen oder Filme konnten zur Zeit ihrer Entstehung nicht archiviert werden - oder sie wurden einfach nicht archiviert, weil man sich der Bedeutung des Materials für spätere Generationen nicht bewusst war. Heute weiß man, wie wichtig audiovisuelle Dokumente als wichtiger Teil des kulturellen Erbes der Menschheit sind, und welchen Stellenwert sie als einmalige Zeugnisse der Sozialgeschichte haben.

Wer kennt sie nicht, die wunderbaren „Zeitzeichen“-Sendungen, die täglich auf WDR 3 und WDR 5 historische Tage wiederaufleben lassen, was ihnen immer dann besonders gut gelingt, wenn echte Tondokumente zu hören sind.
Oder die Sendungen im Fernsehen wie zum Beispiel Guido Knopps „ZDF history“, in denen oftmals historische Filmaufnahmen im wahrsten Sinne des Wortes Einblicke in das Zeitgeschehen ermöglichen. So läuft zur Zeit auf Phoenix wieder eine Dokumentation über die deutsche Wehrmacht, und Propagandafilme der Nationalsozialisten aus den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges zu sehen, die Originalaufnahmen zu hören und um das unmittelbar bevorstehende Ende zu wissen – dieser Dreiklang sagt mehr über die Propaganda von totalitären Regimen aus als manche Dissertation.

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(Hier veröffentlicht am 27.10.2011)


5. Rundbrief zur 8. Bonner Buchmesse Migration

(25.10.2011)

Liebe Leserinnen und Leser,
Sie erhalten den neuen Rundbrief mit der herzlichen Einladung, an der 8. Bonner Buchmesse Migration teilzunehmen.
Wenn Sie an der Eröffnung am 24.11.2011 um 16.00 Uhr oder an einem der anmeldepflichtigen Workshops teilnehmen möchten, bitten wir Sie um Anmeldung:

Per Mail:         buchmesse@bimev.de,
Per Fax:         0228 – 96 91 376,
oder telefonisch:     0228 – 69 74 91

Die Einladung zur Eröffnung mit dem Anmeldeformular finden Sie in diesem Rundbrief!

Viel Freude bei der Lektüre des Rundbriefes!

Argelia Löschcke und Bartosz Bzowski
(Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen; BIM e.V.)

zum Rundbrief


Literarisches Kaleidoskop

Lesung am 19. Oktober 2011, 20 Uhr im PAUKE Life Kulturbistro

– ein Bericht von Heike van den Bergh

Zu ihrer gemeinschaftlichen Literarischen Lesung im PAUKE Life Kulturbistro hatten die Autoren Hidir Eren Celik, Rainer Maria Gassen, Ralf Otto Lang, Josef Michael Heveling-Fischell und Hussein Habasch geladen. Dieser waren literarisch interessierte Gäste gefolgt.

Den bunten Reigen eröffnete Hidir Eren Celik mit Gedichten aus seinem Buch „Mein Gott ist schwarz“ (Free Pen Verlag, Bonn, 1999, bereits inzwischen 2. Auflage). Celik, geboren in der Türkei, ist 1978 nach seinen Eltern nach Deutschland eingewandert.

Zur Eröffnung des Abends stellte der Autor die Frage, die einem Einwanderer sehr oft gestellt würde: „Wo ist dein Vaterland?“, die er mit seinem Gedicht mit diesem Titel äußerst treffend, prägnant und programmatisch beantwortete. Der möglicherweise als Motto des Abends zu verstehende Aphorismus „Fremd“ zeigte dann wieder die Kehrseite der Medaille, überall zuhause zu sein als Mensch mit Migrationserfahrung und Ländergrenzen und Kultur- und Sprachgrenzen überspannendem Denken und Fühlen: „Die Fremde ist mir Heimat geworden / und die Heimat Fremde / ich bin beiden fremd“.

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(Hier veröffentlicht am 24.10.2011)


Antidiskriminierungsstelle in Bonn

von Bartosz Bzowski

Bereits seit fünf Jahren ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), besser bekannt als „Antidiskriminierungsgesetz“, in Kraft. Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung Behinderung oder sexueller Identität sind hiernach verboten. Betroffene erhielten Rechtsschutz beispielsweise gegenüber Arbeitgebern (und Privatpersonen), welche sich nicht an das gesetzliche Diskriminierungsverbot halten.Auf staatlicher Ebene war jegliche Diskriminierung bereits mit der Verabschiedung des Grundgesetzes 1949 verboten. Neu am AGG war, dass die Gleichbehandlung auch auf die privatrechtliche Ebene ausgedehnt worden ist. Somit wurde die Privatautonomie eingeschränkt.Doch immer noch werden Menschen in Deutschland diskriminiert, und  sie trauen sich oft nicht, ihre Rechte durchzusetzen, weil sie zum Beispiel Angst vor dem Verlust ihrer Arbeitsstelle haben. Um den Betroffenen zu helfen, ihre Rechte wahrzunehmen, wurden in mehreren Städten Antidiskriminierungsbüros eingerichtet.

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(Hier veröffentlicht am 19.10.2011)


Rempetiko - Musik aus den griechischen Hafenstädten

Ein Plakat.

Ta Alánia am 18.9.2010 im Weinhaus Steinbach in Bad Honnef

Konzertrezension von Michael A. Schmiedel

 

Musik aus Griechenland? Da denkt man gerne an Sirtaki, Alexis Sorbas und dergleichen. Aber Griechenland ist ein sehr multiregionales Land. Kenner hören sofort heraus, aus welcher Region eine Musik stammt, so erklärte es ein Mitglied der achtköpfigen Kapelle Ta Alánia. Sie spielten an diesem Abend zwar im Rahmen vom Folk im Feuerschlösschen, aber nicht im Feuerschlösschen selbst, sondern ein paar Straßen weiter im Weinhaus Steinbach, wo mehr Platz war, denn Ta Alánia, das zeigte ihr letztes Konzert im Feuerschlösschen am 23.11.2007 hat eine große Fangemeinde.

Nun besteht Ta Alánia aber gar nicht ...mehr

(Hier veröffentlicht am 17.10.2011.)


Internationaler Versöhnungsbund

Familienfoto Versöhnungsbund

Interview mit dem Vorsitzenden des Internationalen Versöhnungsbundes (deutscher Zweig), Dr. Matthias Engelke

von Dagmar Schulte

Seit 1914 engagiert sich der Internationale Versöhnungsbund gewaltfrei gegen Unrecht und Krieg. Dr. Matthias Engelke ist seit Mai 2010 der neue Vorsitzende des deutschen Zweigs. Dagmar Schulte hat ihm einige Fragen gestellt:


Joan Baez, Albert Schweizer, Dr. Martin Luther King Jr. und weitere Prominente sind oder waren Mitglieder des Internationalen Versöhnungsbundes. Was ist der Versöhnungsbund?

Im Versöhnungsbund haben sich Menschen zusammen gefunden, die das, was an Frieden jetzt schon möglich ist, leben und verwirklichen wollen. Das Verbindende ist der Glaube an die Kraft der Wahrheit und der Güte. Daraus fließt das Bekenntnis zur Gewaltfreiheit und die Absage an die Gewalt insbesondere die tötende Gewalt. Über Grenzen von Ideologie, Religion und Kulturen hinweg setzen sich Mitglieder des Versöhnungsbundes dafür ein, vor Ort Not zu sehen und sie zu lindern, wenn nicht gar zu beenden. Dies schließt die Achtsamkeit für sich und andere und also auch bezogen auf den eigenen Lebensstil ein. Als Internationaler Zusammenschluss in über 40 Ländern ist die Botschaft dieses Bundes: Wir gehören zusammen und allen Formen von Feindschaft und Hass werden wir Widerstand leisten.

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(Hier veröffentlicht am 13.10.2011)


„Dersim. Toleranz, Würde und Menschenrechte“

von Nadja Thelen-Khoder

Christian Zimmermann und Doreen Welke stellten ihren neuen Film auf dem 6. Europa Dersim Kulturfestival in Leverkusen vor

Zugegeben: Geduld ist nicht gerade meine starke Seite, und so ist es mir in den letzten Wochen ziemlich schwer gefallen, auf den neuen Film über Dersim zu warten, dessen Kurzfassung unter dersim.square7.ch/media.html schon länger anzusehen ist.Jetzt endlich ist er da: Rechtzeitig erschienen konnten Doreen Welke und Christian Zimmermann die DVD auf dem Festival der Föderation der Dersim Gemeinden in Europa e.V. (FDG) am 8.10.2011 anbieten.

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(Hier veröffentlicht am 12.10.2011)


Gott sagt nein

von Heike van den Bergh

Mein Geist über den Wassern,
als aus Licht und H2S der Einzeller entstand

Mein Himmel zerrissen,
als Jerusalems Tempel zerstört wurde

Mein Licht überder dunklen Gruft,
als ihr meinen Sohn zu Tode gefoltert hattet

Mein Geist verfinstert,
als ihr ins Heilige Land zogt
und eure Brüder in meinem Namen
erschlugt, ihre Frauen raubtet, ihr Land

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(Hier veröffentlicht am 11.10.2011)


Von englischen Bergmannsliedern und norddeutscher Gitarrenmusik

Das Plakat

Klaus Weiland und Colin Wilkie am 5.9.2010 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef

Konzertrezension von Michael A. Schmiedel

Es war ein sonniger Septemberabend, als im Feuerschlösschen zwei Veteranen der Folkmusik ein Ständchen gaben: Der Deutsche Klaus Weiland und der Brite Colin Wilkie. Letzterer ist ein englisch-schottischer Singer/Songwriter und Gitarrenspieler, der schon lange in Deutschland lebt. Er begann das Konzert mit ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.10.2011.)


Zum 10.10., dem Europäischen Tag gegen die Todesstrafe

Karte: Wikipedia

von Nadja Thelen-Khoder

Kartenlegende:
blau: Todesstrafe vollständig abgeschafft
grün:  In regulären Strafverfahren abgeschafft, aber nicht in Sonderstrafverfahren (z.B. Kriegsrecht)
orange: Wird nicht mehr angewandt, obwohl de jure noch vorhanden
rot: Reguläre Strafe

Der Europarat hat im Jahr 2007 den 10. Oktober zum Europäischen Tag gegen die Todesstrafe erklärt. Der Tag solle ein Symbol und eine Gelegenheit sein, mit den Befürwortern der Todesstrafe eine Debatte über diese unmenschliche und entwürdigende Bestrafung einzuleiten, sagte der Generalsekretär des Europarates, Terry Davis. An die 100 Länder der Welt haben die Todesstrafe abgeschafft; andere verhängen sie zwar noch, vollziehen sie aber nicht.Als amnesty international auch mich vor wenigen Wochen dazu aufforderte, mich für die Begnadigung von Troy Davis einzusetzen, blieb unser internationale Protest leider erfolglos. Und wie schon so manches Mal habe ich gedacht: ‚Wie ist es nur möglich, dass Amerika, das so viel dazu beigetragen hat, Deutschland vom Nationalsozialismus zu befreien, und das also auch so viel dazu beigetragen hat, dass in Deutschland die Todesstrafe abgeschafft wurde, dass in diesem Amerika die Todesstrafe immer noch ausgesprochen und dann auch noch nach so vielen Jahren Haft vollzogen wird?’

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(Hier veröffentlicht am 11.10.2011)


“Bildungs- und (Mutter-) Spracherwerbskonzepte von Migrantengruppen”

–Perspektiven, Praktiken und Auswirkungen–

Symposium

Universität Duisburg-Essen
Glaspavillon
Universitätsstr. 12
45141 Essen

Die angesagte Veranstaltung setzt sich zum Ziel, die historischen Hintergründe, die zu unterschiedlichen Spracherwerbs- und Bildungskonzepten bei Migrantengruppen geführt haben, zu erfassen; die Resultate und Auswirkungen zu vergleichen und der Öffentlichkeit zu präsentieren; ihre mögliche Vorbildfunktion für die Lösung des Sprachproblems zu konstatieren und somit Zukunftsperspektiven zu erschließen.

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(Hier veröffentlicht am 10.10.2011)


Carnival of vanities

von Heike van den Bergh

Dieses Gedicht schrieb ich letztens anlässlich eines Disputs mit einer Bekannten über die berechtigten oder nicht zustehenden Bedürfnisse von Menschen ohne Geld. Und es erinnerte mich auch an eine Phase in meinem Leben, wo Neid und Eifersucht gegenüber einer mächtigen Rivalin fast eine Liebe zerstört hätten... Ich möchte damit aussagen, dass man sich immer hüten sollte vor solchen negativen Gefühlen wie Hass, Neid und Eifersucht! Man sollte immer bei dem stärkeren Argument bleiben: beim Gesetz der Liebe und des Friedens. Ohne Vergleich und ohne Besitzansprüche.

Carnival of vanities

My funny crazy mind
Plays the fool with my subject predicates
Precious nounsense of what once
Was my object of desire before
Being subject to the reign of
The queen of mirrors

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(Hier veröffentlicht am 10.10.2011)


6. Dersim Kültür Festivali am 8. Oktober 2011 in Leverkusen

von Nadja Thelen-Khoder

Nach Mainz, Rüsselsheim, Duisburg, Bonn und Gladbeck war nun Leverkusen der sechste Ort, an dem das jährliche Europa Dersim Kulturfestival der Avrupa Dersim Dernekleri Federasyonu, der Föderation der Dersim Gemeinden in Europa e.V. (FDG), in diesem Jahr zum sechsten Male stattfand.

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(Hier veröffentlicht am 05./10.10.2011)


Leserbrief zum Artikel "Können wir Deutschen überhaupt integrieren?"

von Heike van den Bergh

Auch ich finde, dass wir alle viel zu verplant sind, und zwar "Deutsche" wie auch Menschen aus anderen Ländern in unserem Land, also in dieser erwerbsorietierten Gesellschaft.(denn auch Menschen mit anderen, besseren Kommunikationsstrukturen können sich ja dem Druck unserer Gesellschaft kaum entziehen, sei es am Arbeitsplatz oder in der Schulbildung).

Geplante Freizeitaktivitäten für die einsamen Single-Großstadtmenschen: ja, montags Fitness-Studio, Dienstags Sprachkurs bei der VHS, Mittwoch Skatrunde, Donnerstag Frauenstammtisch mit immer denselben vier Freundinnen, Freitag Qi-Gong und Samstag und Sonntag "spontane" Freizeitaktivitäten mit dem Partner oder einer Internet-Singlegruppe, wofür man sich natürlich eine Woche vorher mit Bezahlung "verbindlich" anmelden muss (Tischreservierung im Restaurant)- so oder so ähnlich sehen viele "Freizeiten" meiner Freundinnen aus!

Mich törnt das alles total ab. Ich will nicht falsch verstanden werden: ich habe nichts gegen Verbindlichkeiten, besonders frei gewählte gegenüber privaten Freunden - oder, wie gestern sehr schleppend erlebt bei der Verteilung des Thekendienstes (einige fühlten sich wohl zu hoch qualifiziert für solche "niederen Dienste")- beim Engagement für ein Ehrenamt oder einen Verein.

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(Hier veröffentlicht am 05.10.2011)


Können wir Deutschen überhaupt integrieren?

Kathrin Bechtloff

Ein Blick in den Spiegel

Ein Artikel von Kathrin Bechtloff

So viele Menschen gibt es in Bonn, die sich um die Integration von Menschen kümmern, die aus anderen Ländern zu uns kommen. Aber helfen diese Aktivitäten wirklich?

Der Verein „Aktion Gemeinsinn“ versucht seit 1957 mittels bundesweiter Anzeigen-Kampagnen, die Bürgerinnen und Bürger gegenüber drängenden gesellschaftlichen Problemen zu sensibilisieren und sie zu aktivem persönlichen Engagement anzuregen.

Eine Kampagne, die 1978 gestartet wurde, ging um die Integration von den Menschen, die die Bundesrepublik Ende der 50er Jahre angeworben hatte, weil in Deutschland ein Mangel an Arbeitskräften herrschte. Man konnte bei dem Verein eine Broschüre bestellen, in der eine umfassende Analyse der Problematik dargestellt war.

In dieser Analyse stimmt alles noch aufs i-Tüpfelchen bis heute: 30 Jahre danach.

Aber wenn wir offenbar nicht Fremde integrieren können – können wir denn uns selbst integrieren?

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(Hier veröffentlicht am 04.10.2011)


Auswertung des Projekts „clever und mittendrin“

von Başak Akkılıç

Am 22.09.2011 fand im Rahmen der Interkulturellen Woche im MIGRApolis-Haus der Vielfalt die Projektbewertung „clever und mittendrin“ unter der Leitung von Klaus Peter Kücherer statt.

Das Projekt lief über drei Jahre (2008 bis 2011) und umfasste sowohl den Bereich Eltern- als auch Jugend- und Kinderarbeit mit Migranten. Zum Konzept gehörten Mütter- bzw. Elterncafés, ein internationaler Mütter-Computer-Treff, ein internationaler Mütter-Gymnastik-Treff, Schul-Elternarbeit sowie Kinder- und Jugendprojekte. Ziel dieser Veranstaltungen war es, alle Beteiligten an eine aktive Teilhabe am Leben im Sozialraum heranzuführen sowie Eltern und Schüler mit Migrationsgeschichte dabei zu unterstützen, die Chancen auf bessere Bildungsabschlüsse an den Schulen besser zu ergreifen. Das Projekt konzentriert sich dabei auf die Bonner Stadtteile Castell, Auerberg, Tannenbusch und Dransdorf.

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(Hier veröffentlicht am 29.09.2011)


Rassismus wieder salonfähig

von Maike Melles, Diana Palomino und Verena Vordermayer

Der Vortrag „Gesichter des Rassismus“ im Migrantinnentreff Gülistan am Bonner Markt sowie die sich anschließende Diskussionsrunde hielten am Dienstag, den 27. September, so manchem Besucher einen Spiegel vor Augen.

Rassismus sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen, so lautete die Botschaft der Referentin Sanata Nacro vom Antidiskriminierungsbüro Köln. Sie sprach dabei jedoch nicht von einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern von rassistischen Alltagshandlungen. Die Opfer werden in der Regel nicht ernst genommen, sondern als „zu sensibel“ deklariert. Ihnen wird geraten, ihre Diskriminierungserfahrungen nicht wichtiger zu machen, als sie seien. Dadurch werden diese Vorfälle nicht nur verharmlost, sondern schleichend zur Normalität. In einer Studie hielten 40 % der Befragten das Antidiskriminierungsgesetz für überflüssig, so Nacro.

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(Hier veröffentlicht am 29.09.2011)


Auf den Wegen der Religionen gewandelt

von Maike Melles

Am Montag, dem 26. September, führten Pfarrer Wolfgang Wallrich und Religionswissenschaftler Michael Schmiedel Interessierte auf einem „Rundgang der Religionen“ von der Synagoge zur Kreuzkirche bis zur DITIB Moschee.
Warum feiern Mädchen mit 12 die Bat Mitzwa, Jungen aber erst mit 13 die Bar Mitzwa? Welchen Grund gibt es dafür, dass die Einrichtung in evangelisch-reformierten Räumlichkeiten so trostlos ausfallen muss? Darf man als Muslim, wenn man in der Mittagspause keine Zeit für das dritte der fünf Tagesgebete gefunden hat, alle Gebete am Abend bündeln? Solche und ähnliche Fragen konnten Interessierte bei der Veranstaltung „Wege der Religionen“ im Rahmen der Interkulturellen Woche in Bonn persönlich stellen. Und zwar nicht irgendwem, sondern den Vertretern der Religionen höchstselbst in ihrer  jeweiligen heiligen Halle.

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(Hier veröffentlicht am 29.09.2011)


Thai-Kürbissuppe

© s.media / pixelio.de

von Heike van den Bergh, Autorin und Köchin


Vorbereitungszeit: 20 min.

Zubereitungszeit: 50 min.

ZUTATEN (für ca. 3 l Suppe oder 10 Teller):

1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 1,5 – 2 kg)
8 Mohrrüben
1 rote Paprika
1 Pastinake (Bioladen)
6 kleine, festkochende Kartoffeln
3 rote Zwiebeln
1 Packung (ca. 200 g) Zuckerschoten bzw. –Erbsen (gute Lebensmittelmärkte oder Asialaden)

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(Hier veröffentlicht am 29.09.2011)


Teriyaki-Scampi-Spieße

Foto: privat

Autorin und Köchin: Heike van den Bergh                                        

(präsentiert und gegrillt 2008 bei Grillen mit Gote in Bielefeld)

Vorbereitungszeit: (für Einweichen der Pilze und Marinieren: 4 Stunden)

Zubereitungszeit: (inklusive Grillen): ca. 1,5 Stunden

ZUTATEN: (für etwa 10-12 Spieße)

50 große Garnelen, bis auf die Schwänze geschält (man kann auch die tiefgekühlten auftauen)

1 rote, 1 grüne, 1 gelbe Paprikaschote

300 g frischer Tofu aus dem Asialaden

5 Frühlingszwiebeln

350 g Bambusschößlinge (Abtropfgewicht) (nicht Sprossen!)

200 g getrocknete Shiitake-Pilze (Asialaden) (wichtig: keine frischen! Zerfallen auf dem Grill!)

2 Stangen Staudensellerie

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(Hier veröffentlicht am 29.09.2011)


Afrikanische traditionelle Religionen

Hierarchie der Götter, Ahnen und Menschen (Foto © Schmiedel, Abbildung © Aiwabou).

Bericht über einen Vortrag von Rigobert Aiwabou am 21.9.2011 im Haus Mondial im Rahmen der Interkulturellen Woche in Bonn

von Michael A. Schmiedel

Über die großen Religionen wie Islam und Christentum, Hinduismus und Buddhismus meint man viel zu wissen, aber traditionelle afrikanische Religionen sind auch mir als Religionswissenschaftler reichlich unbekannt. Rigobert Aiwabu stammt aus Benin, lebt aber schon seit 1983 mit seiner Familie in Bonn und ist Französischlehrer. Er stellte von Anfang an klar, dass „traditionell“ nicht bedeutet, dass die afrikanischen Religionen seit Jahrhunderten unverändert seien, sondern nur, dass sie in Afrika einheimisch seien, im Gegensatz zum Christentum und zum Islam, die Importreligionen seien.

In den afrikanischen Sprachen gebe es aber eigentlich kein Wort, das ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.9.2011.)


Wir, Idioten!

von Kenan Engin, M.A. (Universität Heidelberg)


Wir leben heutzutage in der sog. Massengesellschaft, in der die Menschen singularisiert und die bindenden Werte wie Solidarität und, Füreinandersein  zerbrochen sind. Die neue Gesellschaftsstruktur fördert und fordert Anonymität und Individualität, welchdie die Einzelnen gewollt oder ungewollt dazu zwingen, von der Gesamtgesellschaft abgeschottet für sich selbst allein zu leben. Die Vereinsamung der Einzelnen in ihrer sozialen Umgebung und die Nivellierung der Gesellschaft durch Verlust an Vielfalt unter den Bedingungen der Massengesellschaft haben einen neuen Prozess in Gang gesetzt. Dieser „Ich-bezogene“ Prozess führt uns Einzelne in eine mitgefühlslose Ödnis, in der das Wertepathos dauernd tiefere Wunden schlägt. Daraus entstand eine neuartige Form der Vergesellschaftung: der „Verein der Egoisten“ (Geiger 1975: Ss.12). Dies löst die konventionellen gesellschaftlichen Interdependenzen, die gegenseitiges Aufeinanderangewiesensein zwischen den Menschen erforderte, auf.

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(Hier veröffentlicht am 29.09.2011)


Home again

Kraniche (Foto:© Bettina Stolze / pixelio.de)

von Heike van den Bergh

Dieses Gedicht dreht sich um das Gefühl, Heimat bei einem Menschen zu finden, oder auch in sich selbst, angekommen zu sein. Denn: ist Heimat nicht da, wofür unser Herz schlägt, wo unsere Lieben sind? Immer und überall auf der Welt...

Home again

Your eyes
Your smile
Your sighs
Your smell

All speak to my soul
The sweet language of love.

Between the lines
I‘ ve found something
Which resembles a treasure
I lost a long time ago.

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(Hier veröffentlicht am 29.09.2011)


Ben Woolman. Many Moods

Musik zum entspannten Genießen

CD-Rezension von Michael A. Schmiedel

 

Der Amerikaner Ben Woolmann ist ein Meister auf der Gitarre. Dabei brilliert er weniger mit einer hohen Komplexität, als vielmehr mit einer Musik, der man einfach leicht und entspannt zuhören kann.  Es sind ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.9.2011.)


Gottesdienst zur Interkulturellen Woche 2011 – Kreuzkirche Bonn

Predigt: Pfarrer Wolfgang Wallrich                                    

Lukas 17.11-19

Vor unserem Predigttext in Lukas 17,1-10,
Gemeinden werden`s gut verstehn,
ging´s um Regeln für Jünger und Lohnfragen des Personals
und dessen Bestehn.
Nichts wie weg, denkt der Herr.     
Allein und per pedes
traf Jesus nicht zufällig die ganz anderen,
die aus anderem Land und noch dazu krank.                                     
Er war ja kein Tourist
der Jesus Christ

1.    HINWEG
Lukas 17:11
„Und es begab sich als Jesus nach Jerusalem wanderte, dass er mitten durch Samarien und Galiläa zog“

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(Hier veröffentlicht am 28.09.2011)


Individuell interkulturell

(Foto © Vordermayer.)

Ausstellungsbericht von Verena Vordermayer

„Abu, mama und bébé“ lautet der Name der Fotoausstellung, die am 21.September im Migrapolis-Haus der Vielfalt eröffnet wurde und noch bis zum 2. Oktober besucht werden kann. Wie bereits der Titel erahnen lässt, handelt es sich hierbei um die Lebenswelten binationaler Familien. Veranstalter ist der Verband binationaler Familien und Partnerschaften ( iaf) e.V., der deutschlandweit über zwanzig Geschäfts- und Kontaktstellen verfügt. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 27.9.2011.)


Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland gestiegen

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die ausländische Wurzeln haben, ist weiter leicht gestiegen. Laut der neuesten Auswertung des Statistischen Bundesamtes lebten im vergangenen Jahr hierzulande gut 15,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund - etwa 600.000 mehr als 2005. Damit hat etwa jeder fünfte Einwohner Deutschlands ausländische Wurzeln.

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(Quelle:www.tagesschau.de/inland/migranten112.html)

(Hier veröffentlicht am 27.09.2011)


Ein Metallkoffer voller Hoffnung

von Nadja Thelen-Khoder

Am Dienstag, dem 20.9.2011, fand im Rahmen der Interkulturellen Woche eine Begleitung durch die Dauerausstellung im Haus der Geschichte unter dem Thema „Wandel der Arbeits- und Lebenswelt durch Migration in Deutschland“ statt. Veranstalter waren die Stiftung des Hauses in Zusammenarbeit mit der Stabstelle Integration der Bundesstadt Bonn. In eineinhalb Stunden konnte man zwar nur einen Bruchteil der zahlreichen Exponate näher kennenlernen, jedoch vermittelte die Führung einige sehr spannende Einblicke in die Vielfältigkeit, die hinter dem Begriff „Migration“ beziehungsweise „Migrant“ steckt.

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(Hier veröffentlicht am 27.09.2011)


Spätsommer-(nach)Lese

Mythenhaftes, Göttliches, Menschliches und Rätselhaftes  in der Lesung der „Bonner Ausblicke“ am 21.09.2011 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt mit den Autorinnen Birgitta Sigfridson und Halina Nitropisch

von Heike van den Bergh

Zu einer Jahreszeit, wo die Spätlese des Weins vollmundig gereift ist, wo die späten Lichtstrahlen uns noch rüsten für den nahenden Herbst, hätte die Lesung der „Bonner Ausblicke“ unter dem Motto „Literatur verbindet“ mit Birgitta Sigfridson und Halina Nitropisch unter der Leitung und Moderation von Rainer Maria Gassen an diesem milden Abend nicht passender sein können. Denn ihre Lesung zeigte beides – noch die Spätlese der Süße und der Erinnerung des Sommers, aber auch schon drohende Wolken am Himmel der Träume und Beziehungen und nahende Tristesse nebliger Tage.Äußerst gelungen schlugen sie den verbindenden Bogen zwischen ihren eigenen, kulturell unterschiedlichen Erfahrungen und Inspirationen hin  zu einem Gemeinsamen, Allgemeinmenschlichen als Muse für ihre Schreibkunst.

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(Hier veröffentlicht am 27.09.2011)


REMID-Blog zu religionswissenschaftlichen Themen

Der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst gibt seit einigen Monaten einen Blog heraus, in dem Religionswissenschaftlerinnen und Religionswissenschafter zu ihren Arbeits- und Interessengebieten interviewt werden. Darunter ist auch ein Interview mit Michael A. Schmiedel über den Buddhismus in Deutschland und anderes.

Die zuletzt geführten Interviews sind: ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 26.9.2011.)


Leserinnenbrief von Heike van den Bergh zum Artikel

(Foto © Schmiedel.)

Religionen für den Frieden? Wunschtraum oder Realität? :

Sehr geehrter Herr Schmiedel,

wunderbar, wie Sie die vermeintliche oder wirkliche Friedfertigkeit von Religionen bzw. den Gläubigen analysiert haben!

Sie sprechen mir damit aus der Seele:

denn schon seit meiner ersten Diskussionsteilnahme bei der christlichen Jugendgruppe in meiner Schulzeit zum Thema "Gibt es andere Götter neben Gott?" habe ich mich ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.9.2011.)

 

 


Paul Schäfer stand Rede und Antwort

Paul Schäfer (Quelle: Wikipedia)

Veranstaltung „Forum Politischer Dialog“

Von Maike Melles und Bartosz Bzowski

Am 14. September war Paul Schäfer, Bundestagsabgeordneter der Linken, im MIGRApolis-Haus der Vielfalt zu Gast. Es war bereits die dritte Veranstaltung der Reihe „Forum Politischer Dialog“. Das MIGRApolis-Haus der Vielfalt will damit einen Beitrag zur politischen Diskussion im Themenfeld Migration/Integration leisten.

Laut Schäfer führte unter anderem die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise zur zunehmenden Renationalisierung und damit zu einer Stärkung des Rechtspopulismus in vielen Ländern. Vor allem Muslime würden zu Feindbildern erklärt. Er plädierte für Respekt vor den Menschen, die aus Not zu uns kommen, die Würde eines jeden Menschen sei unantastbar. Schäfer gab zu, dass auch bei Linken-Wählern Vorurteile gegen Fremde vorhanden seien, vor allem im Osten Deutschlands, obwohl der Anteil der Migranten dort wesentich niederiger sei als im Westen.

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(Hier veröffentlicht am 23.09.2011)


Pilar Baumeister: Das Schiff Pardis für alle, auch für die Blinden

von Maike Melles, Argelia Löschcke und Bartosz Bzowski

Die deutsch-spanische Autorin Dr. Pilar Baumeister wurde in Barcelona geboren und lebt in Deutschland. Sie schreibt vorrangig auf Deutsch, aber auch bilingual (spanisch-deutsch) und hat schon mehrere Bücher bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.Das neueste Werk von Pilar Baumeister ist „Das Schiff Pardis für alle, auch für die Blinden“ – „El barco Parso para todos, hasta para los ciegos“.

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(Hier veröffentlicht am 21.09.2011)


4. Rundbrief zur 8. Bonner Buchmesse Migration

(19.09.2011)

Liebe Leserinnen und Leser,
zur Vorbereitung auf die 8. Bonner Buchmesse Migration erhalten Sie hiermit den 4. Rundbrief, der Sie über zwei Veranstaltungsformate innerhalb der Buchmesse informieren möchte. Zum einen geht es um Märchen, nicht nur für Kinder, sondern für alle, die ihre Phantasie im Kampf des täglichen Lebens nicht verloren haben, denn wie sagte schon Michael Ende: „Was du nicht kennst, das meinst du, soll nicht gelten? Du meinst, dass Phantasie nicht wirklich sei? Aus ihr allein erwachsen künft’ge Welten. In dem, was wir erschaffen, sind wir frei!“
Das zweite Thema ist weniger märchenhaft, wobei es immer darauf ankommt, wie man es sieht. Es geht um weibliche Migration, nicht nur im grammatikalischen Sinne von „DIE Migration“, sondern im Sinne von Mädchen und Frauen, die nach Deutschland einwanderten und ihre ganz eigenen, genderspezifischen Probleme damit haben. Der Buchmesse vorgeschaltet ist zudem eine Veranstaltung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt.
Wir wünschen eine erbauliche Lektüre.

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Der Weltbürger – Ein Idealist?

Bild: Verena Vordermayer

von Verena Vordermayer

Die Suche nach dem Weltbürger endet zwangsläufig vor der kleinen, verstaubten Schublade links oben. So weit oben, dass man sie natürlich auch auf Zehenspitzen nicht öffnen kann. Aber gewiss ist, dass man in derselben Schublade auch den Weltverbesserer, den Weltdemokraten und den Erfinder des Weltfriedens findet. Seit Jahrtausenden sitzt der Weltbürger nun schon dort und lacht über all die Denker und Philosophen, die versuchen, sein Konzept zu klauen. Er belächelte das Häufchen Griechen, das sich im vierten Jahrhundert vor Christus „Bürger des Kosmos“ nannte und den Apostel Paulus, der alle Menschen unter Jesus zu Brüdern und Schwestern erklärte. „Ihr seid zu klein, zu klein!“ prustete er und konnte sich den Bauch vor Lachen kaum noch halten, als Immanuel Kant, der seine Heimat Königsberg nie wirklich verlassen hatte, „in weltbürgerlicher Absicht“ philosophierte. Doch irgendwie gefielen dem Weltbürger die Annäherungsversuche der kleinen Menschen, die von ihren Mitmenschen nur abschätzig „Idealisten“ genannt wurden. Was ihn jedoch empörte, war die Umdeutung seines Namens zur zweiten Jahrtausendwende. Plötzlich galt als Weltbürger derjenige, der sich am selben Tag ein Frühstück in Paris, ein Geschäftsessen in London und ein Hotelzimmer in Miami leisten konnte. Dazu natürlich eine Geliebte in den Megastädten jedes Kontinents. Beleidigt zog er sich zurück in seine Schublade und die Fragen, was einen Weltbürger ausmache und wie man zum Weltbürger werde, blieben unbeantwortet.

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(Hier veröffentlicht am 15.09.2011)


Fakes and impressions

von Heike van den Bergh

Dieses Gedicht entstand während meiner Freundschaft mit einem 74-jährigen englischen Esquire und unter dem Eindruck der vielzähligen Rollenschubladen und Vorverurteilungen, in die man an einem neuen Arbeitsplatz oder in einer neuen Nachbarschaft gesteckt werden kann. Es soll ein Appell sein, weniger auf den äußeren Schein als auf das innere Sein zu achten, und dieses achtsam kennen zu lernen...

Fakes and impressions

Don’ t judge me by the way
I dress, make-up or wear my hair

Don’ t consider me educated
Or anti-social going by my accent

Don’ t look at my eyes
They ‘ re lieing:

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(Hier veröffentlicht am 15.09.2011)


Interreligiöse Initiative Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit in Bonn (Foto © Schmiedel).

Religionen für den Frieden? Wunschtraum oder Realität?

Betrachtung von Michael A. Schmiedel



Religions for Peace, Religionen für den Frieden, so heißt eine bei der UNO akkreditierte Nichtregierungsorganisation. Der Name kann gelesen werden als Feststellung: „Religionen sind für den Frieden“, aber auch als Aufforderung: „Religionen, kümmert Euch um den Frieden!“ Im Schatten des Jahrestages der Terrorakte, die zu benennen die zwei Zahlen 9/11 reichen, sind die Religionen, besonders der Islam, noch mehr unter dem Verdacht, eher gegen als für den Frieden zu arbeiten. Auch die Antwort der USA, der von G.W. Bush als crusade, als Kreuzzug bezeichnete Vergeltungskrieg wird religiös begründet. So hat das Christentum in den muslimischen Gesellschaften alles andere als das Image einer friedlichen Religion. Ist „Religions for Peace“ also eine Aufforderung, sich endlich mal um den Frieden zu kümmern oder gar, endlich mal friedlich zu werden?


Viele Gläubige der verschiedenen Religionen vertreten die Ansicht, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.9.2011.)

 


 

Neues Programm beim Folk im Feuerschlösschen

Das Feuerschlösschen (Foto © Schmiedel).

Das Programm für das das 2. Halbjahr 2011 mit Musik aus Portugal, Deutschland, Irland, Schweden, Argentinien und Großbritannien finden Sie --->hier.

 

 

 

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 12.9.2011.)


11. September - Texte zum Gedenktag

Bild: Wikipedia

von Nadja Thelen-Khoder

1. Text zum heutigen Gedenktag:

Ihre Namen werden heute auf der ganzen Welt verlesen. Unschuldige Opfer sprangen aus Hunderten Metern Höhe in den sicheren Tod, aus Flucht vor dem sicheren Tod durch Flammen und beißenden Rauch; ihre Körper schlugen auf neben den Helden, die dem Flammenmeer entgegengingen, um Menschen zu helfen. In voller 30 kg schwerer Rettungsmontur stiegen sie die Treppen hoch, wollten in den 73. Stock, um Menschen zu retten, Hunderte Feuerwehrmänner, die ihr Leben verloren, als die Türme einstürzten (Anmerkung 1).

Der Teufel zeigte der Welt seine entsetzliche Fratze. Er verwandelte Flugzeuge, besetzt mit nichts ahnenden Menschen, in lebende Bomben, die er in Hochhäuser hetzte, voller nichts ahnender Menschen. Sie verbrannten bei lebendigem Leib, und nichts blieb von ihnen übrig, kein Sarg birgt ihre Leichen, keine Urne ihre Asche – nur Entsetzen und Trauer blieb und bleibt von unfassbarem Elend und Leid (Anmerkung 2).Auch ihre Namen will ich heute nicht vergessen, würde sie gern auf der ganzen Welt verlesen. Unschuldige Opfer wurden sie heute vor 38 Jahren, als die Moneda brannte und der demokratisch gewählte Präsident Salvador Allende seine letzten Worte sprach: „Ich bin sicher, dass mein Opfer nicht umsonst sein wird“ (zitiert nach Eduardo Galeano: „Erinnerungen an das Feuer 3“, S. 265; Wuppertal 1988 im Peter Hammer Verlag). Tausende Menschen wurden gefoltert und ermordet, viele „verschwanden“, und auch ihre Leichen konnten nicht in Würde begraben werden von denen, die sie liebten.

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(Hier veröffentlicht am 12.09.2011)


Werteverlust

Kirschblüte; © Chris 73 / Wikipedia

von Heike van den Bergh

Dieses Gedicht schrieb ich viele Jahre, nachdem ich zum Studium ein Jahr in Japan gelebt hatte. Es zeigt die Schwierigkeit oder Unmöglichkeit, sich vollständig in eine fremde Kultur zu integrieren, bzw. als Deutsche „zur Japanerin“ zu werden, wie ich dies beabsichtigte. Es bleibt immer noch ein Gefühl des „Fremdseins“ am Schluss. Doch auch in der heimischen Kultur kann man sich dann im Endeffekt fremd fühlen....

Werteverlust

Ich betrat euer Land im Licht der aufgehenden Sonne,
hinter Herbstnebeln verborgen.
Ein Bild, das sich auf vielerlei Art wiederfand in diesem Land,
in dem die Lücke, die Pause zwischen den Worten
oder in einem Bild
zwanzig verschiedene Bedeutungen ahnen lässt.

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(Hier veröffentlicht am 07.09.2011)


Zum 1. September

von Nadja Thelen-Khoder

„Ich habe meine Totenkopfverbände bereitgestellt, um unbarmherzig Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung in den Tod zu schicken.“Diesen Satz sagte Adolf Hitler am 22. August 1939, wenige Tage vor dem Überfall auf Polen. Und wenig später fügte er hinzu: „Wer spricht heute noch von der Vernichtung der Armenier?“Kürzer kann man nicht begründen, weshalb wir uns immer und immer und immer wieder an die Kriege und Massenmorde erinnern müssen.„Heute weiß man, dass das Schweigen über den Genozid an den Armeniern Hitler in seinen Plänen zur Vernichtung der Juden bestärkt hat." Er "rechnete [...] mit dem Desinteresse der Welt“, schreibt Karen Krüger in ihrem Artikel in der FAZ

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(Hier veröffentlicht am 01.09.2011)


Aus der Ferne

Ein neuer Tag beginnt (Foto © Ulla Trampert/Pixelio).

Gedicht von Heike van den Bergh

Dieses Gedicht schrieb ich, als ich eine Deutsch-Schülerin aus Somalia in meinem Kurs kennen lernte und sie mir von ihrem Schicksal erzählte. Es zeigt, wie schwierig es sein kann für Flüchtlinge, in Deutschland Heimat und Geborgenheit zu finden und von der Sehnsucht nach der verlassenen Heimat, wo man aufgewachsen ist...

 

Aus der Ferne

 

Ihre Augen – dunkle Sterne
sie strahlen wie die hellen
am Nachthimmel jenen fernen Landes, wo ihre Wurzeln sind,
wo ihre Ahnen, wo ihr Herz begraben sind.
Sie erzählen mit ihrer Sehnsucht, aber auch Traurigkeit,
von diesem Land,
wo eine hellere Sonne schien,
wo das Grün der Pflanzen und ihre Blüten
üppiger schillerten,
wo nachts die Schreie der Löwen, der Hyänen
und der Ochsenfrösche
die vibrierende Stille durchklangen.

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(Hier veröffentlicht am 31.8.2011.)

 


JMJ - Weltjugendtag 2011 in Madrid

Foto: Sofia Serrano

„In Christus verwurzelt und auf Ihn gegründet, fest im Glauben“ (Kol 2,7)

von Philipp Latzke, 19


Es war ein Erlebnis das Lust auf mehr gemacht hat. Beim Weltjugendtag in Madrid funktionierte mit Sicherheit nicht alles so wie es sollte, aber allein die Begegnung mit Hunderttausenden von Jugendlichen hat meine Zeit in Madrid zu einer tollen Erfahrung gemacht.

Ich bin zusammen mit meiner Pfadfindergruppe, den Rovern und Pfadfindern des Stammes „Carpe Diem“, unter dem Banner der deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) nach Madrid gereist. Wir kamen am Montag, noch vor dem Beginn des eigentlichen Programms, auf dem internationalen Pfadfinderlager in Madrid an. Es war Zeit die wir brauchten, um uns zu orientieren und unsere Zelte aufzubauen. Die Hitze, die uns von da an für eine Woche lang begleitete, machte uns das Ankommen und Aufbauen nicht leichter. Die Stangen der Zelte brannten in unseren Händen, und liebend gern verkrochen wir uns in dem bisschen Schatten auf der Wiese und warteten darauf, dass unsere Gastgeber endlich die Duschen öffneten. Schon jetzt kamen wir ins Gespräch mit Pfadfindern aus Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Auch eine weitere Gruppe deutscher Pfadfinder traf bald nach uns ein.

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(Hier veröffentlicht am 29.08.2011)


1. POETRYpolis-Veranstaltung: Sieger: Bartosz Bzowski

Plakat: © Janina Nietzke, Julia Nikolic

oder:

Das ist Authentizität!

von Nadja Thelen-Khoder

Am Freitag fand im „MIGRApolis-Haus der Vielfalt“ die erste Veranstaltung der neuen POETRYpolis statt. Es galt, in verschiedenen Sprachen Texte zum Thema „Wut“ vorzutragen, und selten erlebte ich „kulturelle Unterschiede“ so deutlich.Der Teufel führt verschiedene Waffen gegen uns Menschen. Zu seinen stärksten gehören Enttäuschung, Eifersucht, Eitelkeit, Wut, Neid, Zorn, Missgunst und Habgier. Jeder Einzelne von uns kennt mindestens eines dieser Gefühle in irgendeiner Form, und jeder Einzelne von uns wünschte, es ein für alle Male überwunden zu haben.Aber der Kampf gegen Iblîs (arabischer Name des Teufels; Anm. d. Red.) und seine Waffen muss jeden Tag aufs Neue geführt werden, denn niemand kann vor ihm sicher sein. (Die, die sich vor ihm sicher wähnen, sind die Allerschlimmsten.)Was ist Wut?

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(Hier veröffentlicht am 24.08.2011)


Bildergalerie zur POETRYpolis

Janina Nietzke und Julia Nikolic (Foto © Gassen, bearbeitet von Janina Nietzke).

Wir haben nun ein paar schöne Schwarzweißfotos zu dem Artikel über die POETRYpolis hinzugefügt:

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(Hier veröffentlicht am 24.8.2011.)


Emanzipation – ein vergessenes Wort?

Michael A. Schmiedel in einem seiner Lieblingsröcke auf dem Würzburger Bahnhof (Foto © Schenk-Schmiedel).

Betrachtung von Michael A. Schmiedel

 

Manchmal fragen mich Leute, warum ich einen Rock trage. Für gewöhnlich fasse ich meine Gründe kurz zusammen mit den Worten: „Weil ich es angenehm finde und emanzipiert bin.“ Viele verstehen sofort, und es bleibt nur die Frage, warum sie nicht selber darauf gekommen sind. Sind die Frager Jugendliche, kommt es aber oft vor, dass ich dann gefragt werde: „Hä?“ Das habe ich auch schon mal erlebt, als ich auf die Frage, ob ich ein Homo sei, den Jugendlichen antwortete: „Ja, ein Homo sapiens, so wie ihr!“ – „Hä?“

Liegt das Unverständnis nur daran, dass ich so genannte Fremdwörter verwendete, die in dem Diskursuniversum meiner jugendlichen Gesprächspartner nicht gebräuchlich sind? Oder ist es eine tiefergehende Unkenntnis der Werte, die doch in unserer Gesellschaft hoch gehalten werden, zumindest theoretisch? ...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.8.2011.)

 


Gutsein heißt, Böses zu unterlassen

(Foto © Thelen-Khoder.)

von Nadja Thelen-Khoder

Als der Meister die Frage „Was ist Glück?“ beantwortete, waren seine Schüler enttäuscht. Wochenlang hatten sie ihm Schilderungen eingereicht, was für sie „Glück“ gewesen war; in den schillerndsten Farben glänzten die Geschichten
von Liebesnächten und Sonnenaufgängen, von überstandenen Krankheiten und verhinderten Unfällen, von wiedergefundenen Ohrringen und gerade so eben bestandenen Prüfungen, von Geburten und Hochzeiten.

Nun stand er da, sah sie alle nacheinander an, ihre Erzählungen in den Augen - das spürten sie - , und jeder erwartete, daß sein Glück das wahre Glück gewesen war - das einzig wahre, große Glück. Sie erwarteten eine Art Richterspruch, gleich als Bewertung oder als Sanktion, als Ablehnung oder Bestätigung, als Wegweisung oder Verbot - jedenfalls aber als eine Art Urteil über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Er aber sagte: „Glück ist die Abwesenheit von Unglück.“ Dem Gefühl der Enttäuschung folgte ein Gefühl der Ernüchterung; jeder fiel aus seinem eigenen Himmel, und bald stellte Mitleid sich ein. Was mußte diesem alten Mann alles an Glück entgangen sein, wenn es für ihn nichts Anderes als die Abwesenheit von Unglück bedeutete?

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(Hier veröffentlicht am 23.08.2011)


Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.). Islamverherrlichung. Wenn die Kritik zum Tabu wird.

Buchrezension von Michael A. Schmiedel

 

In Bezug auf den Islam stehen sich in den Medien und in der Öffentlichkeit oft zwei Lager gegenüber, das der Islamfeinde und das der Islamverherrlicher. Dem ersten Lager widmet sich das Buch „Islamfeindlichkeit“ und dem zweiten Lager der hier vorliegende zweite Band „Islamverherrlichung“. Der Münsteraner Islam- und Politikwissenschaftler, sowie Sozialpädagoge Thorsten Gerald Schneiders hat auch hierfür 28 weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fächer (Islamwissenschaft, Religionswissenschaft, katholische Theologie, islamische Theologie, Arabistik, Semitistik, Psychologie, Erziehungswissenschaft, Islamische Religionspädagogik, Politikwissenschaft, Jura, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Informatik) gewinnen können, wobei im Vergleich der Anteil der Islamwissenschaftler(innen) höher ist (4 : 18).

Die 28 Aufsätze sind auf drei Kapitel aufgeteilt: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.8.2011.)


„Ich war einfach nur wütend, und es ging mir richtig gut, als ich anfing, diese Aufkleber abzureißen …“

Etappensieger der Tour de France? - Nein, besser: Sieger der POETRYpolis Bartosz Bzowski, flankiert von Julia Nikolic und Janina Nietzke (Foto © Schmiedel).

POETRYpolis: Slam die Polis_Ein Gefühl in meiner Sprache: Wut! am 12.08.2011 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn

Veranstaltungsbericht von Diana Palomino

Unter dem Namen „Slam die Polis_Ein Gefühl in deiner Sprache“ fand am 12. August 2011 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt die erste Veranstaltung der POETRYpolis statt. Hierbei handelt es sich um ein neues Projekt des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt. Die POETRYpolis sieht wie das MIGRApolis-Haus als Ganzes durch das Medium der Sprache eine Verbindung zwischen den verschiedenen Kulturen vor. Die Idee dazu stammt von den zwei engagierten Praktikantinnen Julia Nikolic und Janina Nietzke, die sich mit dem Thema des Gefühls und deren Verarbeitung in anderen Sprachen beschäftigt haben und dabei darauf kamen, hierzu eine Veranstaltung zu organisieren, bei der das Gefühl der Wut auf unterschiedlichen Sprachen vorgestellt werden sollte. Dies geschah dann an dem besagten Datum in zehn unterschiedlichen Sprachen.  ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 22.8.2011.)

 


"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"

Foto: Thelen-Khoder

und „Konrad, hilf mir!“

Zum 100. Todestag von Konrad Duden (1. August)
und zum 50. Jahrestag der „Berliner Mauer“ (13. August)

von Nadja Thelen-Khoder

Manchmal ergehen sich Politiker so dreist in Lügen, dass ihre Bevölkerung schon nach wenigen Wochen recht drastisch bemerkt, dass sie ihnen nicht vertrauen kann. Die obige Äußerung Walter Ulbrichts nur wenige Wochen vor dem Beginn des Baus der Berliner Mauer gehört zu den bekanntesten Lügen der Weltgeschichte.Am 1. August jährte sich der Todestag von Konrad Duden zum 100. Mal, und im Unterschied zur Berliner Mauer steht er nach wie vor als festes Bollwerk, als Schutzwall nämlich gegen Verwahrlosung und Geschichtsverlust. Wie Felsen in der Brandung stehen auch seine Wörterbücher dem sogenannten „Zeitgeist“ mit seiner Kurzlebigkeit gegenüber, der immer dann zitiert wird, wenn es jemandem in den Kram passt. Denn heutzutage wird er oft behauptet und durch „Umfragen“ beschworen, die meist unter mehr als fragwürdigen Bedingungen zustande gebracht worden sind.

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(Hier veröffentlicht am 22.08.2011)


50. Jahrestag des Mauerbaus

Die Berliner Mauer (Quelle: Wikipedia)

Warum das Ereignis immer noch aktuell ist

Kommentar von Bartosz Bzowski

Auf den ersten Blick mag sich manche Leserin und mancher Leser wundern. Warum erscheint hier auf dieser Plattform ein Artikel zu 50 Jahre Mauerbau? Was hat das mit Migration und Integration zu tun, was eigentlich unser Thema ist? Und 1989 ist die Berliner Mauer doch gefallen! Wir leben doch in einem wiedervereinigten Deutschland und müssen die Zukunft gestalten!

Wenn ich mit solchen Meinungen konfrontiert werde, erwidere ich mit Leidenschaft: Doch, das Thema gehört hierher! Zum einen, weil politische und geschichtliche Bildung durchaus auch zu unseren Aufgaben gehört. Unser Portal wird von vielen Menschen mit Migrationshintergrund gelesen, welche an deutscher Geschichte interessiert sind. Wir sollten dazu beitragen, dass sie sich weiterbilden können.

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(Hier veröffentlicht am 19.08.2011)


Save me - face me - welcome me

Kampagne Bonn

vom 13. bis 30.September 2011 im MIGRApolis – Haus der Vielfalt Brüdergasse 16 -1853111 Bonn Sechs Monate lang haben Ehrenamtliche, irakische Flüchtlinge und junge Münchner Künstler an einer Ausstellung über die Neuansiedlung von Flüchtlin-gen, dem so genannten UNHCR-Resettlement, und zum Engagement Münchner Save-me-Paten gearbeitet. Die Ausstellung gibt Hintergrundinformationen zur Neuansiedlung von iraki-schen Flüchtlingen aus Syrien und Jordanien, die im Rahmen des Resettlement-verfahrens 2009 nach Deutschland gekommen sind. Sie dokumentiert Begeg-nungen zwischen Flüchtlingen und ehrenamtlichen Save-me-Paten.

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(Hier veröffentlicht am 17.08.2011)


Mississippi Swamp Music in den Rheinauen

Le Clou: Michel David und Yves Gueit (Foto © Schmiedel).

Le Clou am 16.8.2010 im Parkrestaurant Rheinaue in Bonn

Konzertrezension von Michael A. Schmiedel

Bei der Eröffnungsfeier des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt am 30.3.2011 hatte ich den Besucherinnen und Besuchern einige Tonbeispiele verschiedener Musikstile der Welt, die von Bonner Musikern gespielt werden, vorgespielt und sie gefragt, ob sie den Stil oder gar die Musiker erkennen. Darunter war auch ein Stück von Le Clou, und entgegen meinen Erwartungen wurde weder der Stil, eben Cajun/Zydeco, noch die Band erkannt, und das, obwohl Le Clou schon seit inzwischen 35 Jahren in Bonn existiert. Ich kann nur hoffen, dass die Besucher(innen) unserer Eröffnungsfeier nun diesen Text hier lesen und vielleicht auch Interesse finden, sich Le Clou mal anzuhören.

Beim Sommerfestival im Biergarten des Parkrestaurants Rheinaue ist Le Clou regelmäßig jedes Jahr dabei und bringen die Musik der französischstämmigen Einwohner Louisianas ins Rheinland, gewissermaßen die Musik der Sumpfgebiete des Mississippi-Deltas in die gepflegte Parklandschaft der Bonner Rheinauen. Zwar stammt  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.8.2011.)


Indian-Afro-Jamboree

Anubhab und Katy Sedna (Foto © Schmiedel).

Katy Sedna & Anubhab am 13.8.2010 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Siegburg

Konzertrezension von Michael A. Schmiedel

Die indische Gruppe Anubhab ist aufmerksamen MIGRApolis-Leserinnen und -Lesern schon seit langem bekannt, denn wir arbeiteten im Rahmen des Projektes „Stimme werden – Gesicht zeigen“ zusammen, worüber hier mehrfach berichtet wurde. Auch Katy Sedna wurde schon zweimal auf MIGRApolis erwähnt, allerdings in Berichten über Veranstaltungen, die nach dem hier rezensierten Konzert lagen, denn dieses Konzert bildete den Anfang einer hoffentlich lange andauernden Beziehung.

Die Kunst- und Ausstellungshalle in Siegburg ist kaum vergleichbar mit ihrer Namensvetterin in Bonn, denn nicht die Bundesrepublik Deutschland ist hier Eigentümerin, sondern das Junge Forum Kunst Siegburg e.V. Obwohl ich in Siegburg wohne, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.8.2011.)


Germany meets Turkey: A Forum for Young Leaders

(Berlin, A weeklong Seminar, 05th-09th September, 2011)

http://www.culturaldiplomacy.org/germanymeetsturkey/index.php?en_weeklong-seminar_agenda

Programme language: EnglishThe main focus of "Germany Meets Turkey: A Forum for Young Leaders" is to develop a network of young leaders committed to building and maintaining sustainable ties between Germany and Turkey in the fields of politics, academia, science, media, business and culture, thereby strengthening the bilateral relationship. The network is supported through a diverse range of ongoing activity and is highlighted each year by a week long study tour for new members, which alternates between Turkey and Germany.

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(Hier veröffentlicht am 16.08.2011)


3. Rundbrief zur 8. Bonner Buchmesse Migration vom 24. 11.-27.11.2011

Liebe Leserinnen und Leser,

dieser Rundbrief besteht aus drei Punkten: 1. Poetry Slam „Rosenkrieg“, 2. Wir stellen vor: Workshop„Prekäre Arbeit und Migration“ und 3. Kleine Geschichte der Bonner Buchmesse Migration:

1. Poetry Slam „Rosenkrieg“

Mit dabei ist diesmal ein besonderes kulturelles Highlight: Am 24.11. wird um 20 Uhr ein Dichterwettbewerb besonderer Art im „Haus der Geschichte“ ausgetragen, und zwar durch den Poetry Slam „Rosenkrieg“ aus Bonn.
Für Nicht-Eingeweihte gibt es eine kurze Info. Der Poetry Slam ist ein ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.8.2011.)


Geschwisterlichkeit. Eine Frage der Religion?

(Foto © Nicole Celik/Pixelio)

Von Saloua Mohammed

Wer kennt sie nicht? Die Differenzierung bis hin ins kleinste Detail, um zu zeigen: Ihr seid ihr, und wir sind wir. Dabei konzentrieren wir Menschen uns auf die Unterschiede, und blenden die Gemeinsamkeit aus, die uns Menschen vereint. Ob wir es wollen, oder nicht: Die Geschwisterlichkeit.

Diese Geschwisterlichkeit ist ein unbegrenzbarer Zustand der tiefsten Achtung, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 9.8.2011.)

 


De Junge von högerm Bröddezong

Wibbelstetz (Foto © Schmiedel).

Wibbelstetz im Parkrestaurant Rheinaue in Bonn am 4.8.2010

Konzertrezension von Michael A. Schmiedel

Dass Köln eine Hochburg ripuarisch-mundartlicher Musik ist, ist allgemein bekannt. Auch dass nicht nur Köln direkt, sondern auch die Umgebung „högerm Bröddezong“, also hinterm Bretterzaun, wie die Provinz aus Kölner Perspektive auch genannt wird,  mit zur kölsch-regionalen Musikkultur beiträgt, verwundert kaum. Dass diese Umgebung aber bis in die Eifel reicht und von dort nicht nur ripuarsich gesprochen, sondern auch gesungen wird, ist weniger bekannt. Aus der Nordeifel rund um das schon von Römern bewohnte Örtchen Nettersheim kommt die Gruppe Wibbelstetz (auf Standarddeutsch „Wackelhintern“), die ...mehr

(Hier veröffentlicht am 9.8.2011.)


Tannenbusch-Ausstellung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Katy Sedna und Publikum (Foto © Jürgen Eis).

von Bartosz Bzowski

Aufgrund einer großen Beliebtheit während ihrer Präsenz in der Stadtteilbibliothek Tannenbusch entschieden wir uns, die Ausstellung „Zugezogen… Tannenbuscher Gesichter“ im MIGRApolis-Haus der Vielfalt nochmals zu zeigen.

Die feierliche Eröffnung fand am 31. Juli im Rahmen eines „Kultur-Cafés“ statt. Mehr als 50 Gäste fanden den Weg in die Bonner Brüdergasse, um das Ereignis mitzuerleben; angesichts der Tatsache, dass ...mehr

(Hier veröffentlicht am 8.8.2011.)


Interkulturelle Woche 2011

Zusammenhalten - Zukunft gewinnen

Interkulturelle Woche 2011

Bonn, 20. bis 30. September.

Die Interkulturelle Woche findet bundesweit statt. Am Bonner Programm sind wir nicht unmaßgeblich beteiligt.

Das vollständige Bonner IKW-Programm finden sie hier ...

... als Faltblatt

... als Plakat

Eine Korrektur: Die Wege der Religionen am 28.9. beginnen NICHT um 15 Uhr, SONDERN SCHON um 14.45 Uhr. Und bitte voranmelden!
Und noch eine: Unsere Aderesse ist nicht mehr Thomas-Mann-Straße 1, sondern Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn.

Gibt es auch eine interkulturelle Woche in Ihrer Stadt?

Die Antwort finden Sie ---> hier

(Hier veröffentlicht am 4./10.8.2011.)


Frauen am Ball

Anstoss für Frauenrechte weltweit

 Von Jeannette Spenlen

Die Frauenfußball-WM 2011 war für die ASW (Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt) und das Deutsche Komitee für UNWOMEN ein willkommener Anlass, die Arbeit engagierter Frauen vorzustellen. Auf Einladung der beiden Gruppen besuchte die Inderin Devi Kalyani aus Orissa ...mehr

(Hier veröffentlicht am 3.8.2011.)


Zum 20. Mal erklang die Welt an der Saale

Das Programmheft

Eindrücke vom TFF Rudolstadt 2010 am 3. und 4. Juli 2010

Festivalbericht von Michael A. Schmiedel

Nun war er wieder da, der zumindest quantitative Musik-Höhepunkt des Jahres, das Tanz- & Folk-Fest Rudolstadt, kurz und offiziell nur noch TFF genannt. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 3.8.2011.)


Ramadan – ein besonderer Monat für Musliminnen und Muslime weltweit

Moschee in Istanbul (Foto © Spenlen).

Von Jeannette Spenlen, Bonn

Nun ist es bald wieder soweit: Am Montag, 1. August 2011 (oder am 2. August) werden viele der rund vier Millionen Muslime in Deutschland sowie die Gläubigen in den muslimischen Ländern den  Fastenmonat Ramadan begehen. Bis zum 29. August, also vier Wochen lang,  sollen sich die Gläubigen ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 1.8.2011.)

 

 

 

 


Offener Brief an den Botschafter des Königsreiches Norwegen in Deutschland

(Foto © Pixelio/chocolat01)

von Saloua Mohammed

 

Bonn, den 26.07.2011


An seine Exzellenz,

Botschafter von Norwegen Sven Erik Svedman,


mein Name ist Saloua Mohammed. Ich bin Frauenrechtlerin und Friedensaktivistin, und ich bin eine Muslimin. Eine Muslimin, die seit den Anschlägen auf unschuldige Menschen in Oslo entsetzt ist und den Verlust dieser Menschenleben beklagt. Ich bin eine Muslimin, die selbstbewusst von sich sagen kann, den Islam als Religion verstanden zu haben und von Herzen auszuleben. Ich habe verstanden, meine Mitmenschen, ganz gleich welcher Kultur oder Religion sie angehören, zu lieben ...mehr

(Hier veröffentlicht am 1.8.2011.)


Mehr Offenheit und Demokratie

gegen Verbrechen an der Menschlichkeit

Kommentar von Hıdır Çelik

Eine schreckliche Nachricht verbreitet sich um die Welt. Auf Utøya , einer kleinen Ferieninsel, nicht weit entfernt von Oslo wurden Jugendliche in einem Ferienlager der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei von einen Menschenhasser regelrecht hingerichtet. Der Attentäter hatte das Verbrechen lange geplant und nach seinen Plan umgesetzt, indem er daran glaubte, dass er  dadurch  „Der Retter“des christlichen Europa sein werde.  Ein Verbrechen ...mehr

(Hier veröffentlicht am 1.8.2011.)


Bonner Rat der Religionen gegründet

Der Bonner Rat der Religionen (Foto: Stadt Bonn - Stabsstelle Integration)

 

Auch in Bonn wurde nun ein Rat der Religionen gegründet, in dem offizielle Vertreterinnen und Vertreter christlicher, jüdischer, muslimischer, baha'iischer und buddhistischer Gemeinschaften zusammenkommen ...mehr

(MAS; Hier veröffentlicht am 27.7.2011.)

 

 

 


Wir trauern um die von Anders Behring Breivik ermordeten Mitmenschen!

Immer wieder ermorden Menschen aus Fanatismus heraus ihre Mitmenschen, die doch eigentlich ihre Brüder und Schwestern sein sollten. Norwegen ist keines der Krisengebiete dieser Erde, in denen Bürgerkrieg und Terrorismus zu den Tagesmeldungen gehören, aber auch dort ist so etwas möglich. Die Bilder der Norwegerinnen und Norweger, die um die Opfer dieses feigen und wahnsinnigen Anschlages trauern bewegen uns tief. Und auch Ihr Ja zu den Werten einer offenen, demokratischen, gastfreundlichen und überhaupt menschenfreundlichen Gesellschaft bestärkt uns darin auch unseren Weg weiter zu gehen und Offenheit, Friedfertigkeit und Freundlichkeit gegen Fanatismus, Fremdenhass und Chauvinismus zu setzen.

Die Christen und Anhänger der Aufklärung unter uns verwahren sich entschieden dagegen, ihre Religion und Philosophie für solche Verbrechen zu instrumentalisieren!

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser uns und den anderen Leserinnen und Lesern ihre Gedanken und Gefühle dazu mitteilen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail oder benutzen Sie unser Gästebuch oder unser Forum.

In tiefer Trauer!

Ihr MIGRApolis-Team.

 

Hier finden Sie einen Kommentar zu diesem Anschlag.

(Hier veröffentlicht am 26.7.2011.)


Christlich-aufgeklärter Terrorismus?

Gedenkstein für die von den Nazis ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Jülich. (Foto © Schmiedel).

Ein Kommentar zu dem Anschlag in Norwegen von Michael A. Schmiedel

 

Im Januar schrieb ich einen Kommentar mit dem Titel „Anschläge und die Folgen“. Er bezog sich auf den Anschlag fanatischer Islamisten auf Kopten in Ägypten. Nun hat wieder ein Fanatiker zugeschlagen, diesmal kein Islamist, ja überhaupt kein Muslim, sondern ein Christ. Anders Behring Breivik tötete in Norwegen mindestens 93 Menschen mit einer Bombe und einem Gewehr. Sein Beweggrund war die Verteidigung Europas und des Christentums vor dem Kommunismus und dem Islam. Seine Opfer waren ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.7.2011.)


United for Intercultural Action

„UNITED for Intercultural Action“ ist ein Netzwerk gegen Nationalismus, Rassismus, Faschismus und für die Unterstützung von Einwanderern und Flüchtlingen. Dieses europäische Netzwerk wurde 1992 gegründet und ist eine nicht staatliche Organisation. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.7.2011.)


Gewinner des Creole-Weltmusikpreises 2011

Dass Deutschland nicht nur ein Einwanderungsland sondern auch ein Schmelztigel oder vielleicht besser, ein Mosaiksetzkasten globaler Musikkulturen ist, deren Vertreter äußerst kreativ mit den diversen Musiktraditionen umgehen, beweist unter anderem auch der Creole-Weltmusikpreis. Junge Musikerinnen und Musiker können jedes zweite Jahr ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.7.2011.)


Sozialrecht in Deutschland

Was sind meine Rechte und
Pflichten?


Am Montag, dem 25.07.2011
15.00-17.00 Uhr

Leitung & Vortrag: Semra Berivan Ergin

Informationen aus dem Beratungsprozess für
Menschen mit Migrationsgeschichte in Bonn


⇒  ALG II - Informationen– Anträge
⇒  ALG II Vermögen
⇒  Erstausstattung bei ALG II - Bezug
⇒  Alternative Sozialleistungen zu ALG II
⇒  Wie stelle ich einen Antrag auf Bildungspaket?
⇒  Welche Leistungen gibt es?
⇒  Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?
⇒  Bekanntgabe und Fristen eines Verwaltungsaktes
⇒  Widerspruchsfristen,Widerspruchsbescheide bei
einem Verwaltungsakt


Organisation:


BIM e.V. - MIGRApolis Deutschland
Brüdergasse 16 - 18
53111 Bonn
Telefon: +49 228 3383390
Telefax: +49 228 96 91 376
E-Mail:
info[at]migrapolis-deutschland.de

Anmeldung bitte bis zum 22.07.2011
unter
Tel:0228-3383390
E-Mail: info[at]migrapolis-deutschland.de

zum pdf-Plakat

(Hier veröffentlicht am 14.07.2011)


Neues „Handbuch zur interkulturellen Arbeit“ – Denkanstöße für Projektarbeiten in Sozialräumen

von Bartosz Bzowski

Integration von Migranten in die Gesellschaft ist ein Thema, das zunehmend an Wichtigkeit und Bedeutung gewinnt. Die Diskussionen um Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ zeigten, dass es nach wie vor viele Vorurteile gegen eine interkulturelle Gesellschaft gibt. Umso wichtiger ist es zu beweisen, dass interkulturelle Arbeit durchaus erfolgreich sein kann, und dass die These, viele Migranten seien nicht integrierbar, somit widerlegt wird.Das von Hidir Celik herausgegebene „Handbuch zur interkulturellen Arbeit“ zeigt an konkreten Beispielen, wie Projektarbeit erfolgreich sein kann und für ein gelungenes Miteinander in einer interkulturellen Gesellschaft sorgen kann.

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(Hier veröffentlicht am 13.07.2011)


Köln stellte sich quer

von Nadja Thelen-Khoder

Schön war sie geschmückt, die Kirche St. Heribert in Köln-Deutz, wo der 7. Mai mit einem ökumenischen Gottesdienst begann. Dieser „Haussegen“, der zu jeder Zeit an jedem Gotteshaus hängen könnte, hing nicht schief:

Aber ich wunderte mich über die Angabe der Textstelle: „Galaterbrief“? Hatte Jesus, der große jüdische Rabbi, nach dem die Christen sich benennen und den die Muslime als den Propheten Isa verehren, das nicht als direkte Antwort auf eine Frage seiner Jünger gesagt?

In der Luther-Bibel heißt es: "Da aber die Pharisäer hörten, dass er den Saduzäern das Maul gestopft/ hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, ver-/ suchte ihn und sprach: „Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Ge-/ setz?“ Jesus aber sprach zu ihm: „ ,Du sollst lieben Gott, Deinen Herrn, von/ ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt.’ Dies ist das vor-/ nehmste und größte Gebot. Das andere ist dem gleich: ‚Du sollst Deinen Nächsten/ lieben als Dich selbst.’ In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und/ die Propheten.“

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(Hier veröffentlicht am 12.07.2011)


"Anerkennungsgesetz ist Eintrittskarte für eine erfolgreiche Perspektive in unserem Land"

Aussage von Staatsministerin Böhmer

"Der Fachkräftemangel ist in vielen Bereichen der Wirtschaft immer stärker mit Händen zu greifen. Umso wichtiger ist es, die Potenziale der bei uns lebenden qualifizierten Migranten intensiver zu nutzen. Mit dem Anerkennungsgesetz schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass sich zugewanderte Akademiker und Fachkräfte mit ihren Fähigkeiten einbringen können. Das Anerkennungsgesetz liefert den Treibstoff für die Gewinnung von dringend benötigten Fachkräften", betonte Staatsministerin Maria Böhmer heute anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur verbesserten Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Deutschen Bundestag. "Zugleich macht das Gesetz unser Land attraktiver für Fachkräfte aus aller Welt. Künftig können sie sich schon im Herkunftsland darüber informieren, ob und wie weit ihre Qualifikationen und Abschlüsse in Deutschland anerkannt werden. Das gibt Planungssicherheit und ist ein Motivationsschub, sich in unserem Land zu engagieren. Das Anerkennungsgesetz setzt zudem ein wegweisendes Signal: Zuwanderung und Integration müssen von Anfang an gekoppelt werden", erklärte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. "Mit der heutigen Beratung im Deutschen Bundestag ist das Anerken-nungsgesetz auf der Zielgeraden. Jetzt geht es darum, baldmöglichst den Gesetzentwurf zu verabschieden und damit die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die der Nutzung der Potenziale in unserem Land entgegenstehen. Rund 300.000 qualifizierte Migranten warten darauf, endlich in ihren erlernten Berufen arbeiten zu können. Für sie ist das Anerkennungsgesetz die Eintrittskarte für eine erfolgreiche Perspektive in unserem Land", so Staatsministerin Böhmer.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

E-Mail: InternetPost[at]bundesregierung.de

Internet: http://www.bundesregierung.de/

Dorotheenstr. 84D-10117 Berlin

Telefon: 03018 272 - 0

Telefax: 03018 272 - 2555

(Hier veröffentlicht am 04.07.2011)


Ein Reisebericht aus der Perspektive eines Deutschen

Eine Bildungsreise nach Dersim/Tunceli in Ostanatolien vom 30. Mai bis 6. Juni 2011

nach dem Programm des Migrapolis-Hauses der Vielfalt  – in Kooperation mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM), der Dersimstiftung für akademischen Austausch in Europa und der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn/Integrationsagentur (EMFA).

Von Heinz Naylor

Wir waren eine Gruppe von 21 Leuten. Sie bestand aus in der Migrationsarbeit Tätigen bzw. an ihr Interessierten, darunter Literaten, Künstler, Lehrer, Politiker, Praktikanten aus der Migrationsarbeit u.a. Eine Besonderheit war es, dass zwei Drittel der Teilnehmer aus der Gegend stammen bzw.  kurdischsprachig waren. Viele freuten sich also auf den Besuch der alten Heimat.

Wir flogen am 30. Mai von Düsseldorf mit der türkischen Sun Express Boeing 737 nach Elazig (400.000 Einwohner), aßen dort auf der alten Harput-Festung zu Abend und fuhren mit dem Kleinbus nach Tunceli. Der Ausgangspunkt unserer Erkundungsreise war das Hotel in der Provinzhauptstadt Tunceli, einer Stadt in 1000 m Höhe mit rund 30.000 Einwohnern, umgeben von hohen Bergen und durchzogen vom sagenumwobenen Fluss Munzur. Eine Stadt mit Flair. Das Klima war angenehm, es war warm, morgens traf man sich auf der Terrasse des Hotels zum Frühstück. Dann ging es im Kleinbus auf zur Besichtigung des Landes.

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(Hier veröffentlicht am 01.07.2011)


Neue Veranstaltungsreihe: „POETRYpolis“

Ein Gefühl in deiner Sprache

Am Freitag, dem 12. August 2011 um 19.00 Uhr startet im MIGRApolis-Haus der Vielfalt die neue Reihe „POETRYpolis“. Die erste Veranstaltung heißt „Ein Gefühl in deiner Sprache“ und behandelt das Thema „Wut“.

In vielen verschiedenen Sprachen soll hier durch Kreativität und Poesie das Gefühl der Wut innerhalb von vier Minuten dargeboten werden.

Die Besucher stimmen am Ende als „POETRYpolis“ ab, welcher Beitrag am Beeindruckendsten war.

Komm vorbei!

Slam die Polis!

 

Nähere Informationen unter:

Veranstaltungskalender

www.poetry-polis.de

kontakt[at]poetry-polis.de

(Hier veröffentlicht am 30.06.2011)


Neue Studie: Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen

Quelle: integration-in-bonn.de

von Henrich Fenner

Die Zahl der Muslime in NRW ist höher als bisher geschätzt: Sie dürfte bei 1,3 bis 1,5 Mio. Menschen und damit 7 bis 8 % der Gesamtbevölkerung NRWs betragen. Bisher ging man von 1 Million Menschen aus. 46,3 % haben die deutsche Staatsangehörigkeit, 65,3 % kommen aus der Türkei, 10,3 aus Südosteuropa. 84,8 % gehören der sunnitischen, 9,1 der alewitischen und 6,1 % der schiitischen Glaubensrichtung an.

Diese Ergebnisse der neuen Studie „Muslimisches Leben in Nordrhein-Westfalen“ stellte Wael El-Gayar am 20. Juni 2011 vor. Zur Veranstaltung hatte die Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn, Coletta Manemann, ins MIGRAPOLIS-Haus der Vielfalt eingeladen, sie moderierte Vortrag und Diskussion. El-Gayar, von Abstammung her Ägypter, geboren in Berlin, ist im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen zuständig für Konzeption und Auftragsvergabe der Studie 2009, deren Ergebnisse in diesem Jahr ganz frisch vorliegen. Sie schließt an die Studie der Deutschen Islamkonferenz von 2009 auf Bundesebene an und enthält eine repräsentative Erhebung mit Befragung von 2.735 Personen in NRW (aus 45 Ländern stammend), mit der über die betroffenen Haushalte indirekt 8.000 Menschen in NRW erfasst wurden.

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(Hier veröffentlicht am 27.06.2011)


Auf dem Weg zu einer neuen europäischen Folkmusik

Das Plkat

Dán am 30.5.2010 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef

Konzertrezension von Michael A. Schmiedel

Was soll ich zu Dán noch schreiben, nachdem ich schon so viele Konzerte und deren beide CDs rezensiert habe? Nun, auf jeden Fall, dass sie nicht stehen bleiben, sich nicht ausruhen, sondern sich ständig weiter entwickeln. Sie, das sind Jørgen W. Lang, Franziska Urton und Johannes Mayr, alle drei zumindest Binnenmigranten oder gar Nomaden, wenn man sieht, wie oft sie in den letzten Jahren ihre Wohnsitze gewechselt haben, zwischen Nordseeküste, Schwaben und Elsass, Münsterland und Ruhrgebiet, Bayerisch und Württembergisch Schwaben und Westerwald, so auch Wanderer zwischen den Musikprovenienzen, und bei all dem doch immer sich treu bleibend.

Auch dieses Konzert war ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.6.2011.)


Sulang se noch am lääve sin

Foto: Thelen-Khoder

von Nadja Thelen-Khoder

oder: Das Oral History-Projekt Dersim 1937/38

„Sulang mer (wir) noch am lääve (leben) sin, am laache (lachen), kriesche (weinen), danze (tanzen) sin, sulang mer noch am lääve sin ...“ – das ist der Refrain eines Liedes von den Brings, das man sich unter www.youtube.com/watch anhören kann.

Nein, die Bilder kostümierter und geschminkter vorwiegend deutscher Menschen passen zunächst so gar nicht zu der Aufgabe, die letzten Überlebenden eines weitgehend vergessenen Völkermordes (http://0075
2.retail1.c4pserver.de/dersimer.html) jetzt zu interviewen und ihre Aussagen später wissenschaftlich hinterfragen, archivieren und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu wollen. Aber der Titel des Liedes und die Frage „Wo sind die Händchen“ passen eben doch 100%ig dazu und treiben mir beim Anhören jedes Mal Tränen in die Augen. Und das aus zwei Gründen:

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(Hier veröffentlicht am 20.06.2011)


Henrich Fenners Besuch bei einem Freund in Sierra Leone

Henrich Fenner

Bericht von Garnet Stemler-Noppe

Die Autorin ist Mitarbeiterin des Bonner Institutes für Migrationsforschung (BIM)

Im Migrapolis-Haus der Vielfalt hielt am Mittwochabend, dem 15. Juni Henrich Fenner, Rechtsanwalt und aktiver ehrenamtlicher Mitarbeiter bei BIM e.V., vor einem interessierten Publikum einen beeindruckenden Vortrag über die Erlebnisse seiner Reise vom 19.11.-27.11.2010 nach Sierra Leone, einem Land in Westafrika. Den Vortrag dokumentierte er mit fast 150 Dias.

Anlass der Reise war ein Wiedersehen mit seinem alten Freund, Sammy Kamara, nach fast 35 Jahren. Die beiden haben sich 1971 in Dortmund kennengelernt, als Kamara dort mit Hilfe eines Stipendiums eine Ausbildung zum Kfz-Elektriker machte. 1975 verloren die beiden sich dann aus den Augen. Obwohl Kamara 1983 wieder in Deutschland eine Weiterbildung zum Techniker machte, fand ein erneuter Kontakt zwischen ihm und Fenner erst im Jahr 1992 statt. Seit 1995 unterstützen Familie Fenner und die Apostel-Kirchengemeinde die Familie Kamara. Zuletzt indem sie das Schulgeld für eine Tochter für eine Fachschulausbildung zahlen.

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(Hier veröffentlicht am 20.06.2011)


Dissertation über Dialogprojekte

der interreligiösen Begegnung „Die Ständige Konferenz von Juden, Christen und Muslimen in Europa (JCM)“ und die „Internationale Jüdisch-Christliche Bibelwoche (JCB)“ mit dem Preis für interkulturelle Theologie ausgezeichnet

Von Jeannette Spenlen

„Zelte der Begegnung“, in denen sich Angehörige unterschiedlicher Religionen außerhalb ihres religiösen Lagers in einem provisorischen Raum begegnen, nennt die evangelische Theologin Daniela Köppler die genannten Dialogprojekte.

Den interreligiösen Dialogprojekten, die Ende der sechziger Jahre in Bendorf nahe Koblenz begannen, bescheinigt die Theologin Pioniercharakter, weil in der direkten Begegnung mit Andersgläubigen bewusst auf Missionierung verzichtet wird. Dadurch werden die Teilnehmenden an den interreligiösen Dialogen nicht nur herausgefordert, religiöse Fremdperspektiven anzuerkennen, sondern auch dazu, andersreligiöse Sichtweisen als Bestandteil der eigenen religiösen Identität zu erkennen.

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(Hier veröffentlicht am 20.06.2011)


Besuch aus dem Bundestag

Ulrich Kelber (Quelle: Wikipedia)

Bonner Abgeordneter Ulrich Kelber im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Bericht von Bartosz Bzowski

Am 15. Juni 2011 besuchte der Bonner Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber (SPD) das MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Er ist stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag und Mitglied im Parteivorstand.

Interessierte Zuhörer versammelten sich im Cafe, um den Gast aus dem Bundestag mitzuerleben. Kelber war erster Teilnehmer der Reihe „Forum politischer Dialog“. In dieser sollen sich Politiker aus Bund, Land und Kommune in unserem Haus der Diskussion mit Interessierten stellen.

Etwa 15 Minuten lang sprach Kelber über seine Arbeit als Abgeordneter und über aktuelle politische Themen. Danach bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Abgeordneten zu diskutieren. Die Moderation übernahm der Vorsitzende des Bonner Institutes für Migrationsforschung (BIM), Hidir Celik.

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(Hier veröffentlicht am 17.06.2011)


Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel gelesen...

Bild: Thelen-Khoder

von Nadja Thelen-Khoder

...,der nur wenige Zeilen lang ist. Aber die fünf Minuten, die mich seine Lektüre gekostet hat, haben mich bis heute beschäftigt.

Der Artikel zum „Atatürk“-Gedenktag am 19. Mai steht auf

http://www.turkishforum.com.tr/de/content/2011/05/19/heute-ist-der-19-mai/


Gott stehe mir bei, dass ich jetzt keinen Fehler mache, denn als Deutsche bin ich wahrhaftig die Letzte, die sich über das Nationalbewusstsein Anderer äußern dürfte. Auch bin ich nicht fit in der Militärgeschichte und muß wirklich aufpassen, dass ich nicht die deutsche Geschichte mit ihren Konsequenzen auf andere Völker und Staaten übertrage.

Daß das Wort „Führer“ zum Beispiel in Deutschland seit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten durch deutsch-nationale Kreise als neutraler Begriff unbrauchbar geworden ist und eindeutig anti-demokratische Züge trägt, muß ich als Deutsche wissen; aber ich kann nicht beurteilen, was es meint, wenn in obigem Artikel „der große Führer Atatürk in Samsun gelandet“ ist.

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(Hier veröffentlicht am 17.06.2011)


2. Rundbrief zur 8. Bonner Buchmesse Migration

24.11.-27.11.11 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland


Die Zeit läuft! Das Anmeldeverfahren zur Teilnahme am Literaturwettbewerb der  8. Bonner Buchmesse Migration hat offiziell begonnen! Die Einreichungsfrist läuft  noch bis zum 30. Juni 2011!!!

Gemeinsam mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. laden vom 24.-27. November der Evangelische Kirchenkreis Bonn und die Evangelische Migrations- und  Flüchtlingsarbeit (EMFA)/Integrationsagentur zur 8. „Bonner Buchmesse Migration“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein. Die Fachbuchmesse öffnet  ihre Tore unter dem Motto: „50 Jahre Migration in der BRD – Arbeiten und Leben in Vielfalt“. Zu dieser Buchmesse ist der Literaturwettbewerb „ANGEKOMMEN“ ausgeschrieben, der besonders Menschen mit Migrationserfahrung die Möglichkeit geben soll, ihre Erlebnisse, Erfahrungen, Zukunftsvisionen und Fiktionen literarisch zu bearbeiten und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

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(Hier veröffentlicht am 14.06.2011)


„Was ist gutes Verhalten? Religion und Werte-Erziehung in Schule und Familie“

von Semra Berivan Ergin

Die Autorin ist Mitarbeiterin des Bonner Institutes für Migrationsforschung (BIM)

Die Diskussionsrunde „Was ist gutes Verhalten? Religion und Werte-Erziehung in Schule und Familie“ war eine Kooperationsveranstaltung des Bonner Institutes für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) mit der Freiherr-vom-Stein-Realschule Bonn. Sie fand am Donnerstag, den 19.05.2011, von 16.00-18.30 Uhr statt.

Es war ein Dialog über „Religion“ und die „Werte-Erziehung im Schulunterricht“. Die wichtigsten Fragen waren: „Was bedeuten gutes Verhalten und Religion in den Familien?“ und „Welche Werte sind den Familien wichtig, was wollen die Lehrkräfte vermitteln?“ Dr. Jeannette Spenlen leitete die Diskussion.  Der Schulleiter, die Lehrkräfte der Fächer Islam, katholische und evangelische Religionslehre sowie Praktische Philosophie, ein Religionswissenschaftler, ein Pfarrer des Evangelischen Kirchenkreises kamen mit Eltern und Aktiven der Migrationsarbeit über Werte-Erziehung und die Bedeutung von Religion ins Gespräch.

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(Hier veröffentlicht am 10.06.2011)


Interkultureller Trödel

von Nadja Thelen-Khoder

„Diese Kanne brauche ich auch nicht mehr“. Diese Worte begleiteten meinAuspacken mehrerer Kartons mit Tellern, Tassen und anderem Geschirr, als icheine mit roten Blumen verzierte weiße türkische Teekanne (eigentlich jazwei: eine kleinere und eine größere, die aufeinander stehen) hervorholteund mich über ihre Schönheit ausließ.

Wer kennt das nicht? Da hat man sich aus dem Urlaub ein Souvenir mitgebracht:

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(Hier veröffentlicht am 09.06.2011)


Migrationswelle aus dem islamisch-arabischen Raum

Quelle: www.eurient.info

Tor zu oder auf?

von Kenan Engin

(Der Autor ist Lehrbeauftragter an der Universität Heidelberg und der FH Worms)

„Menschen an der Migration zu hindern ist sowohl moralisch falsch als auch ökonomisch dumm“


Die Europäische Union spricht über die Umwälzungen im arabisch-islamischen Raum eher mit gespaltener Zunge, und die Reaktion ihrer Mitglieder schwankt zwischen Freude und Angst. Während Länder wie Frankreich und Großbritannien ihre volle Unterstützung aussprachen, reagierte die Mehrzahl der EU-Staaten – beispielsweise Deutschland, Österreich und Spanien – lange Zeit zurückhaltend und skeptisch. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum reagieren die europäischen Länder so unterschiedlich, obwohl sie sich allesamt in der Vergangenheit immer wieder über antidemokratische Strukturen im arabisch-islamischen Raum beklagten.

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(Hier veröffentlicht am 07.06.2011)


Der neue "Bundesbeirat für Integration"

Ein Kommentar von Bartosz Bzowski

Am 23. Mai 2011 fand die konstituierende Sitzung des neuen „Bundesbeirates für Integration“ statt. Der Tag wurde nicht zufällig gewählt; an diesem Datum wurde 1949 das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland verkündet.

„Das Grundgesetz formuliert die Werte für das Zusammenleben in Deutschland. Dieser Wertekanon ist gerade angesichts der wachsenden Vielfalt der Menschen in unserem Land von höchster Bedeutung. So passt es gut, dass heute auch der Bundesbeirat für Integration zum ersten Mal getagt hat“ , betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer.

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(Hier veröffentlicht am 01.06.2011)


1. Rundbrief zur 8. Bonner Buchmesse Migration

vom 24. - 27. Novermber 2011

im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

 

Vielfalt ist Zukunft. Misch mit!

Die 8. Bonner Buchmesse Migration öffnet
ihre Tore zum Motto:
50 Jahre Migration in der BRD –
Arbeiten und Leben in Vielfalt
    
Gemeinsam mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung (BIM) e.V. laden der Evangelische Kirchenkreis Bonn und die Evangelische Migrations- und  Flüchtlingsarbeit (EMFA)/Integrationsagentur zur diesjährigen Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte ein.


Die Fachbuchmesse vom Do, 24. bis So, 27. November widmet sich unter dem Motto „50 Jahre Migration in der BRD – Arbeiten und Leben in Vielfalt“ der kulturellen Vielfalt, der Toleranz und einem gerechten Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

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(Hier veröffentlicht am 30.05.2011)


Unser Umgang mit dem Trauma der Flüchtlinge und Verfolgten

www. klett-cotta.de

Klaus Ottomeyer: Die Behandlung der Opfer

Buchrezension von Bartosz Bzowski

Österreich und insbesondere Kärnten ist nicht gerade für eine Politik bekannt, die Flüchtlingen wohlgesonnen ist. Als der rechtspopulistische Politiker Jörg Haider Landeshauptmann (vergleichbar mit dem Ministerpräsidenten eines deutschen Bundeslandes) war, haben sich Repressionen gegenüber Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen im Vergleich zu früher noch verschärft. Auch unter dem aktuellen Landeshauptmann Gerhard Dörfler, ebenfalls einem Rechtspopulisten, hat sich die Behandlung dieser Menschen nicht verbessert.

Vor diesem Hintergrund arbeitet Klaus Ottomeyer. Er ist Traumatherapeut und Professor für Sozialpsychologie an der Universität Klagenfurt, der Landeshauptstadt von Kärnten. In seine Praxis kommen viele Menschen, die durch Erfahrungen von Krieg und politischer Verfolgung schwer traumatisiert sind.

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(Hier veröffentlicht am 19.05.2011)


 

Ausstellung "Zugezogen... Tannenbuscher Gesichter" eröffnet

von Bartosz Bzowski

Am 2. Mai wurde in der Stadtteilbibliothek in Bonn-Tannenbusch die Ausstellung „Zugezogen… Tannenbuscher Gesichter“ eröffnet. Sie wird von der Bibliothek und dem Bonner Institut für Migrationsforschung (BIM) veranstaltet und von der Stabsstelle Integration der Bundesstadt Bonn gefördert.

Bis zum 25. Mai werden in den Räumen der Bücherei fotografische Reportagen von Texte von Jürgen Eis und Hidir Celik gezeigt. 30 Bürger werden porträtiert, für die Tannenbusch den momentanen Lebensmittelpunkt darstellt; Tannenbuscher "Gesichter und Gesichterinnen", wie es Hidir Celik ausdrückte. Einige wurden im Stadtteil geboren, andere sind aus allen Teilen unserer Erde zugezogen. Sie leben oder arbeiten dort, für manche ist der Stadtteil gar sowohl Wohn- als auch Arbeitsstätte.

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(Hier veröffentlicht am 06.05.2011)

 


Angekommen…?

Ausschreibung zum Literaturwettbewerb der 8. Bonner Buchmesse Migration

Der Mensch wandert, um eine neue Heimat zu suchen. Die Gründe sind so unterschiedlich wie die Menschen und ihre Erfahrungen. Viele von ihnen können sich nur schwer von dem lösen, was sie hinter sich gelassen haben. Aber auch das Neue, das ihnen überall begegnet, muss verarbeitet werden.

Der Mensch, der zwischen den Lebenswelten wandert, ist neugierig auf das kommende Neue, voller Hoffnung, er ist Teil einer Suchbewegung nach dem, was trägt, was verbindet, was Heimat schafft und Zugehörigkeit gibt, er ist ausgesetzt der Beschleunigung, dem Widerspruch, dem Gezerre, der Unsicherheit.

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(Hier veröffentlicht am 11.05.2011)


Mobil durchs Netz – Migranten in der digitalen Welt

Welche Rolle spielen digitale Medien im Lebensalltag von Migrantinnen und Migranten?Diese Frage möchte die Stiftung Digitale Chancen gemeinsam mit der E-Plus Gruppe und Radio Metropol aufgreifen und in türkischer und deutscher Sprache zur Diskussion stellen. Beteiligen Sie sich an der Umfrage und geben Sie unter www.alle.de/diskussionen Ihre Meinung ab.

Sven Weber

(Hier veröffentlicht am 06.05.2011)

 


 

Nach Osama bin Ladens Tod - Wird die Welt nun sicherer?

Terrorismus (Quelle: shutterstock.com)

Kommentar von Bartosz Bzowski

Zehn Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen in den USA mehrere Tausend Menschen getötet worden waren, ist nun der Schuldige dieser Anschläge tot. In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai 2011 starb Osama bin Laden bei einer Aktion von Spezialkräften der US-Armee in Pakistan. Nicht in einer Höhle nahe der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan, wie vermutet, sondern in einer Baracke in Abbottabad, in der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, lebte er wohl die letzten Jahre. Der amerikanische Geheimdienst hatte wohl schon seit Monaten gesicherte Kenntnisse über bin Ladens Aufenthaltsort, und am 1. Mai entschied sich US-Präsident Barack Obama zum Zugriff.

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(Hier veröffentlicht am 05.05.2011)


 

Köln stellt sich quer!

Köln stellt sich quer (Quelle: koeln-nachrichten.de)

Köln ist bunt - nicht braun!

Demonstration gegen PRO NRW in Köln-Deutz am 7.5.2011

Wieder versucht die rechtspopulistische Gruppierung "PRO NRW" auf sich aufmerksam zu machen. Am 7. Mai, einen Tag vor dem 66. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, wollen die Rechten in Köln demonstrieren.

Menschen, die sich gegen Rassismus sowie Rechtsextremismus und für Toleranz wie eine offene Gesellschaft einsetzen wollen, sind aufgerufen, sich dem Aufmarsch von PRO NRW entgegen zu stellen. Um 10.30 Uhr findet ein Gottesdienst statt, anschließend beginnt die Gegendemonstration.

Zum Plakat

(Hier veröffentlicht am 04.05.2011)


Der "Böse Blick"

Angriff auf den Bösen Blick: Römisches Mosaik aus dem Haus des Bösen Blicks in Antiochia (Archäologisches Museum Antakya); Quelle: Wikipedia

von Nadja Thelen-Khoder

Hin und wieder werde ich gefragt, ob es den „Bösen Blick“ gebe und was ich von diesen Teilen mit dem Auge hielte, die manche zum Schutz davor aufhängen (Nazar).Daß es „Böse Blicke“ gibt, daran besteht gewiß kein Zweifel. Die Augen sind die Fenster zur Seele: Die Welt kann durch diese Fenster in die Menschen gelangen, und die Menschen können durch diese Fenster in die Welt sehen. Wie rein, wie ungebrochen diese Ein- und Ausblicke sind, hängt wesentlich davon ab, wie klar diese Fenster sind. Deshalb ist es wichtig, diese Fenster zu reinigen, und gewaschen werden Augen durch Tränen, die vergossen werden.Ein Mensch, der nicht weinen kann, der Trauer nicht lebt, dessen Augen werden stumpf.Ein Mensch, der keinen Frieden machen kann, dessen Augen sind kalt.Ein Mensch, der von Wut, Zorn, Haß, Neid, Enttäuschung, Eifersucht und wie die ganzen größeren und kleineren Waffen des Teufels genannt werden zerfressen wird, guckt böse.

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(Hier veröffentlicht am 02.05.2011)


MIGRApolis-Haus der Vielfalt - Denkzettel zur Eröffnung

"MIGRApolis-Haus der Vielfalt", so heißt unsere neue Bleibe, die wir Ende März offiziell eröffnet haben.

Aber wofür steht denn überhaupt MIGRApolis? Und was ist Vielfalt?

Dazu haben wir ein paar Denkzettel erstellt, die quasi unser Programm, unsere Gründungsthesen darstellen:

Wer sind wir? Was wollen wir erreichen?

Wie wollen wir die Vielfalt in unserer MIGRApolis verwirklichen?

Hier die Antworten 

(Hier veröffentlicht am 28.04.2011)


Die fünfte Welle der Demokratisierung im islamisch-arabischen Raum?

Die arabische Welt (Quelle: Wikipedia)

von Kenan Engin

(Der Autor ist Lehrbeauftragter an der Universität Heidelberg und der FH Worms)


Die „Jasmin-Revolution“ in Tunesien ließ den Mittleren Osten politisch beben. Die Wellen der Proteste weiten sich im islamisch-arabischen Raum von Tunesien bis Syrien aus, die ihre diktatorischen Regime zu stürzen versuchen. Die meist jungen Demonstranten möchten autoritäre Regierungen, korrupte und allgewaltige Regierungsapparate und ansteigende Arbeitslosigkeit und Armut, die seit Jahrzehnten Schicksal der muslimisch-arabischen Araber sind, durch eine soziale Revolution beenden. Sie fordern nicht nur Brot, sondern auch Mitspracherecht, soziale Reformen sowie mehr Freiheit und Demokratie. Ein großer Wandel ist im arabisch-islamischen Raum in Gange, welcher die Legitimität der autoritären Regime in Frage stellt. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob man diese Entwicklung als „die fünfte Welle der Demokratisierung im Nahen Osten“ verstehen soll?

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(Hier veröffentlicht am 27.04.2011)


Mittagsandacht zur Eröffnung

Pfarrer Wolfgang Wallrich

30.3.2011
MIGRApolis-Haus der Vielfalt - Bonn

von Wolfgang Wallrich


„Nach uns die Sintflut“,
ruft man ungehört in der Stadt Babel
„Nach uns die Sintflut“,
rief das Volk vor der Flut, und nach der Flut machen die Menschen
fröhlich weiter wie vor der Flut, und rufen erneut
„Nach uns die Sintflut“.

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(Hier veröffentlicht am 18.04.2011)


Mehr gewaltbereite Rechtsextremisten

Quelle: Wikipedia

Zwei wichtige Aussagen machte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, ber der Vorstellung der Statistik zum Rechtsextremismus in Deutschland.

Positiv: Die Gesamtzahl der Rechtsextremisten ist um etwa 1600 auf 25.000 gesunken. Zugleich ist aber Beunruhigendes zu vermelden: Etwa 5.600 von ihnen gelten als gewaltbereit, 600 mehr als im Vorjahr.

Hier der Bericht von tagesschau.de

(Hier veröffentlicht am 18.04.2011)


Nationenwerdung im arabisch-islamischen Nahen Osten

Naher Osten (Karte: Wikipedia)

Historische Grundlagen und Analyse

Von Kenan Engin

Der Autor ist Politikwissenschaftler und promoviert zur Zeit in Heidelberg.

Obgleich die Ethnokratien bzw. Theokratien der nahöstlichen Staaten seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts eine gewisse Stabilität in sich schufen, eine Integration der Bevölkerungsgruppen in Form von Beteiligung der Gesellschaft an den politischen und sozialen Prozessen fand nicht statt. Statt Gruppenidentität gewannen die miteinander konkurrierenden partikulären Identitäten (Religionszugehörigkeit, Konfessionszugehörigkeit, Abstammung, ethnische Zugehörigkeit, Parteilichkeit etc.) an Bedeutung, die seit langem in den nahöstlichen Staaten wie im Irak, im Libanon und in Syrien innerstaatliche Konflikte verursachen. Dies führt dazu, dass ein erfolgsversprechender Wandlungsprozess zur Demokratisierung  in den nahöstlichen Staaten nicht stattfindet. 

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(Hier veröffentlicht am 12.04.2011)


Ostern steht vor der Tür

Osterprozession in Sliema/Malta; © Spenlen

Was bedeutet dieses Fest für evangelische, orthodoxe und katholische Christinnen und Christen?

Von Jeannette Spenlen

In diesem Jahr feiern die Orthodoxen Kirchen zeitgleich mit den Westkirchen das Osterfest, nämlich am 24. und 25. April. Für viele Menschen in Deutschland bedeutet Ostern vor allem ein langes Wochenende, vielleicht sogar Ferien, Ostereier suchen und Beisammensein mit der Familie. Aber woher kommt dieses Fest eigentlich und was steckt hinter den Bräuchen, die mit dem Osterfest verbunden werden?

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(Hier veröffentlicht am 08.04.2011)


Neues MIGRApolis-Haus der Vielfalt eröffnet

Unsere neue Bleibe in der Brüdergasse; Foto: © Schmiedel

Oberbürgermeister Nimptsch: Auch Bonn ist eine MIGRApolis

von Bartosz Bzowski

Mit einem „Tag der offenen Tür“ wurde am 30. März 2011 das MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Brüdergasse 16-18 in Bonn eröffnet.
Begegnung, Beratung und Bildung – das sind die drei Schlagworte, die im Logo aufgeführt sind. Das Haus soll eine Begegnungs- und Kommunikationsstätte für Menschen aus aller Welt sein. Das Beratungsangebot soll Migranten bei ihrer Integration in Bonn unterstützen und bei Problemen, zum Beispiel mit Behörden, helfen. Kulturelle Veranstaltungen sollen ferner das gegenseitige Kennenlernen anregen und so zu einem besseren Miteinander der verschiedenen Kulturen beitragen.
Nachdem bereits Mitte Februar der Umzug von MIGRApolis, BIM (des Bonner Instituts für Migrationsforschung) und EMFA (der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit) von den alten Räumlichkeiten in der Thomas-Mann-Straße in das neue Domizil vollzogen wurde, fand nun die offizielle Einweihung statt. In einem zwölfstündigen Programm wurden Vorträge, Lesungen sowie Musikdarbietungen angeboten.
Um 16 Uhr geschah die offizielle Einweihung. Die Eröffnungsreden hielten der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, Staatssekretärin Zülfiye Kalkin vom Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Kirchenrat Rafael Nikodemus von der Evangelischen Kirche im Rheinland, Superintendent Eckart Wüster vom Evangelischen Kirchenkreis Bonn, sowie der Hausherr, Hidir Celik, Leiter der EMFA.
Alle Redner unterstrichen die Bedeutung der interkulturellen Arbeit für das gelungene Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Das MIGRApolis-Haus der Vielfalt soll im Kleinen vorleben, was in der gesamten Gesellschaft nachgeahmt werden soll: Gebürtige Deutsche sowie Migranten als vielfältige bereichende Bausteine einer Gesellschaft, mit anderen Worten „Einheit in Vielfalt“. Hidir Celik drückte es mit den Worten aus: „aufklären, das Miteinander fördern,(...) Brücken zwischen den Kulturen bauen." Auch Bonn als Ganzes ist nach den Worten von Oberbürgermeister Nimptsch eine „MIGRApolis“, wo Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen friedlich zusammenleben.


Die Veranstaltung war sehr gut besucht, etwa 500 Besucher fanden insgesamt über den Tag verteilt den Weg in die Brüdergasse.
Für das leibliche Wohl war mit einem Buffet mit Speisen aus aller Welt gesorgt.
Nach der vollauf gelungenen Eröffnungsveranstaltung besteht die berechtigte Hoffnung, dass das neue Domizil auf Dauer zu einer interkulturellen Begegnungsstätte wird, wo Menschen aus aller Welt zusammenkommen und Teil einer gemeinsamen „MIGRApolis“ werden.

(Hier veröffentlicht am 01.04.2011)

Ein detaillierter Bericht (mit Fotos) folgt hier:

 

 

Eröffnung und Einweihung des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt

MHdV-Eröffnung mit Leuten vor dem Haus; © Thelen-Khoder

Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Mittwoch, 30. März 2011, 11 Uhr bis 22.30 Uhr

 

von Nadja Thelen-Khoder

 

Leider konnte ich erst gegen 1430 Uhr zur Eröffnungsfeier des „MIGRApolis-Hauses der Vielfalt“ in der Brüdergasse 16-18 in 53111 Bonn sein, so dass ich die Mittagsandacht mit Wolfgang Wallrich, die Lesungen von und mit Michael Heveling-Fischell, die „Gefahr für die Papageieninsel“ (Theater/ vor allem für große und kleine Kinder), die Lesung von Dunja Awad aus dem Kinderbuch „Alinas Violine“ und „Wir bewegen uns...“ mit Veronika Frank und Zinaida Rubanovici verpasst habe.

Erst als Ioulianos Karamanis die Griechische Gemeinde Bonn vorstellte, die auch unter dem Dach des Hauses beheimatet ist, konnte ich dem reichhaltigen Programm folgen

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(Hier veröffentlicht am 06.04.2011)


Obskur wie das Leben

Mick Fitzgerald. Session. Irische Stories.


Buchrezension von Michael A. Schmiedel

 

Mick Fitzgerald habe ich bisher zweimal als Musiker vorgestellt. Nun ist er aber auch Schriftsteller, eine Tätigkeit, die mit dem des Liedermachers oder Songwriters eng verwandt ist. Schon der Titel des vorliegenden Büchleins verweist auf die enge Beziehung, die Musik und Schreiben für Mick haben. Zugleich ist es der Titel einer der zwölf Geschichten, die hier versammelt sind. Mick erzählt in dieser von John McGrath, einem Whistlespieler in einer der zahlreichen Dubliner Sessions. Wer nun aber denkt oder hofft, hier idyllische oder lustige Schmankerl von der grünen Insel geboten zu bekommen, der irrt und wird enttäuscht. Micks Irland ist ein anderes als das von ...mehr

(Hier veröffentlicht am 6.4.2011.)


Verlosung! Verlosung! Verlosung!

 

Patrizia Frada, PR-Managerin der Gruppe Gasparazzo, hat sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, uns vier Exemplare der CD Fonostorie für eine Verlosung zur Verfügung zu stellen.

Um eine CD zu gewinnen muss folgende Frage beantwortet werden:

In welcher italienischen Region ist die Gruppe Gasparazzo zu Hause?

Schicken Sie die richtige Antwort bitte bis zum 31.3.2011 an: info[at]migrapolis-deutschland.de. Die vier Gewinner(innen) werden dann ausgelost.

Die Verlosung ist beendet. Die Lösung lautet: Reggio Emilia. Die Gewinner sind: Werner Mager aus Braunschweig, Franky Treibsch aus Berlin, Robert Waigel aus Salgen und Rudi Winkler aus Münster/Altheim. Wir gratulieren!

 

(Hier veröffentlicht am 7.2./6.4.2011)



Die neue Integrationspolitik von NRW

Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) von NRW (Foto © Schmiedel).

Tagungsbericht von Imke Minrath


Am 12.03.2011 fand in der Friedrich Ebert Stiftung eine Konferenz zur Integrationspolitik in Nordrhein Westfalen statt.

Organisiert wurde die Konferenz von dem Gesprächskreis Migration und Integration der Friedrich Ebert Stiftung, deren Leiter Günther Schultze ist.
Da die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung von Nordrhein Westfalen stark durch die Einwanderung und Zuwanderung von Menschen mit Migrationshintergrund geprägt ist (in Deutschland leben 4,2 Mio. Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte), ist es wichtig, dass nachhaltige Integrationsprozesse erfolgen.

Hier ist es vor allem wichtig ...mehr

(Hier veröffentlicht am 5.4.2011.)

 


Bildungsreise nach Dersim

Karte: Wikipedia

Nachdem unsere Bildungsreise im vergangenen Jahr ein voller Erfolg geworden war, veranstalten wir sie in diesem Jahr erneut. Vom 30. Mai bis 6. Juni brechen wir in das Mekka der Aleviten auf.
Dabei wollen wir sowohl die Landschaft besichtigen, als auch und vor allem durch Gespräche mit Einheimischen die Region und deren Kultur kennen lernen.

Hier das Programm der Reise.

(Hier veröffentlicht am 05.04.2011)


Eklat um Islamkonferenz

© deutsche-islam-konferenz.de

Innenminister Friedrich heftig kritisiert – SPD-Politikerin fordert zum Boykott auf

von Bartosz Bzowski


Am 29. März fand in Berlin die Islamkonferenz erstmalig unter der Leitung des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) statt. Nachdem der neue Amtsträger unmittelbar nach Stabübernahme in einem Interview geäußert hatte, der Islam würde nicht zu Deutschland gehören, sorgte er nun erneut für Unmut unter den Teilnehmern der Konferenz.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 31.03.2011)


Zahl der Menschen mit fremder Staatsbürgerschaft gestiegen

© Pixelio / Oneworld

Erstmals seit fünf Jahren ist die Zahl der Menschen mit fremder Staatsangehörigkeit in Deutschland gestiegen. Ende 2010 waren rund 6,75 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland gemeldet. Das waren 58.800 mehr als ein Jahr zuvor, was einen Anstieg um knapp einen Prozent bedeutet. Das gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt. Zwischen 2006 und 2009 war die Zahl leicht zurückgegangen.   

Link: tagesschau.de

(Hier veröffentlicht am 31.03.2011)

 


Bonn: Literaturwettbewerb 2011

Angekommen...?
Ausschreibung zum Literaturwettbewerb der 8. Bonner Buchmesse Migration

 

Der Mensch wandert, um eine neue Heimat zu suchen. Die Gründe sind so unterschiedlich wie die Menschen und ihre Erfahrungen. Viele von ihnen können sich nur schwer von dem lösen, was sie hinter sich gelassen haben. Aber auch das Neue, das ihnen überall begegnet, muss verarbeitet werden.

Der Mensch, der zwischen den Lebenswelten wandert, ist neugierig auf das kommende Neue, voller Hoffnung, er ist Teil einer Suchbewegung nach dem, was trägt, was verbindet, was Heimat schafft und Zugehörigkeit gibt, er ist ausgesetzt der Beschleunigung, dem Widerspruch, dem Gezerre, der Unsicherheit.
Jeder Mensch will ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.3.2011.)

 


Trotz allem … uh lalala

Positano. über dieser stadt

 

CD-Rezension von Michael A. Schmiedel


Daniel Schult ist nicht nur Autor bei MIGRApolis Deutschland, Lehrer und Projektmanager, sondern viel länger als das Liedermacher und Musiker und zwar als die eine Hälfte des Bonner Duos Positano, dessen andere Hälfte John Brandi ist. Diese beiden haben 2008 zusammen mit drei Gastmusikern und einer Gastmusikerin nach ihrer 2005er CD „Mehr“ ihre dritte CD aufgenommen. „Über dieser Stadt“ ist nicht nur der Titel der CD, sondern auch des ersten Liedes, in dem die beiden darüber räsonieren, dass über dieser Stadt kein Himmel sei, da Gott mittwochs frei habe, und dass sie den Eindruck hätten, dass ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.3.2011.)


MIGRApolis - gelebte Vielfalt

Woher kommt ursprünglich das Wort „MIGRApolis“?

von Bartosz Bzowski

Es setzt sich aus zwei Teilwörtern zusammen: „Migrare“ kommt vom Lateinischen und bedeutet „wandern“. „Polis“ ist griechisch und ist der antike Stadtstaat; die Gemeinschaft von gleichberechtigten Bürgern in einem zusammen zu verwaltenden Staatswesen.

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(Hier veröffentlicht am 24.03.2011)


Nicht unbedingt ein Folk-, aber ein Volksfest

Das Festival-Banner (Foto © Schmiedel).

Das 17. Tempel Folkfestival am 29.5.2010 in Duisburg-Rheinhausen

Festivalbericht von Michael A. Schmiedel

Wolfgang Wallrich, unser evangelischer Migrationspfarrer in Bonn hat selber einen Migrationshintergrund. Und zwar lebte er, bevor er nach Bonn kam, in Schweden und war dort Pfarrer für die deutsche Gemeinde in Stockholm. Noch davor – und das ist für diese Konzertrezension wichtig – war er Pfarrer im Ruhrgebiet, in Duisburg-Rheinhausen, einem linksrheinischen Stadtteil mit für das Ruhrgebiet zumindest bis vor wenigen Jahren typischem Arbeitermilieu. Als er merkte, dass ich gerne Folkmusik höre und darüber schreibe, sagte er, ich müsse unbedingt mal mitkommen zum Tempel Folkfestival, das er vor 18 Jahren mitgegründet hat, das er auch von Stockholm aus immer besucht hat, um dort mitzuhelfen, und bei dessen Organisation nun einer seiner Sohne beteiligt sei. So fuhren wir mit unseren Frauen also in  Wallrichs Volvo an einem warmen und sonnigen Maisamstag rheinabwärts. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.3.2011.)


Karlheinz Rebel. Heterogenität als Chance nutzen lernen

Buchrezension von Bartosz Bzowski

Lange Zeit war es allgemeine Ansicht, ein möglichst homogenes Bildungssystem würde Schüler in höherem Maße fördern und zu besseren Leistungen ermutigen. So entstand in Deutschland ein stark selektives, gegliedertes Schulsystem. Die Folge ist, dass die verschiedenen Bildungsschichten weitgehend nur „unter sich“ bleiben, anstatt miteinander in Kontakt zu kommen. Das führt auch dazu, dass Schüler mit Migrationshintergrund nur wenig Chancen bekommen, den Lebenswelten gebürtiger Deutscher zu begegnen

mehr...

(Hier veröffentlicht am 18.03.2011)


Neuer Innenminister widerspricht Vorgänger

Hans-Peter Friedrich (Wikipedia)

„Islam gehört nicht zu Deutschland“

von Bartosz Bzowski

Wer hätte es gedacht, dass der Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg als Bundesverteidigungsminister bereits wenige Tage später die Integrationsdebatte wieder entfacht? Schließlich ist nach dem „heißen Herbst“ 2010 mit der Diskussion um Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ scheinbar etwas Ruhe und Sachlichkeit eingekehrt. Andere Themen bestimmten die politische Agenda, und wenn über Integration diskutiert wurde, dann doch vergleichsweise besonnen und abwägend.
Der Paukenschlag mit dem Rücktritt Guttenbergs war auch durch dessen Doktorarbeit ausgelöst und hatte mit dem Thema Integration nichts zu tun.

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(Hier veröffentlicht am 10.03.2011)


Revolution in Nordafrika - Siegt die Freiheit?

Quelle: Wikipedia

Kommentar von Bartosz Bzowski


Erst Tunesien, dann Ägypten und nun Libyen – die Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie ist stärker als die Angst vor den Repressalien der Staatsmacht.
Doch wie geht es weiter? Während dieser Artikel geschrieben wird, folgen fast minütlich Nachrichten, dass in Tripolis die Schergen des libyschen Machthabers Ghaddafi unbewaffnete Bürger massakrieren. Es herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände, mehrere Tausend Menschen sollen nach Agenturberichten ums Leben gekommen sein.

mehr...

(Hier veröffentlicht am 28.02.2011.)

 


Zum Welttag der Muttersprache am 21. Februar

Der Kleine Prinz auf Zazaki.

Zum Welttag der Muttersprache am 21. Februar

Von Nadja Thelen-Khoder


Man müsse „dem Volk auf’s Maul schauen“, hatte Martin Luther gesagt. Nein, er wollte niemandem „nach dem Mund reden“, aber so schreiben, wie dem Volk „der Schnabel gewachsen“ sei. Wir zitieren den Volksmund, wenn wir Volksweisheiten weitergeben wie „Arm Lück müsse jet Joots koofe“ [„Arme Leute müssen etwas Gutes (also Teures) kaufen“; die guten Sachen halten länger, und das ist nach einiger Zeit eben billiger, als wenn man immer wieder etwas Neues kaufen oder teure Reparaturen bezahlen muss) oder nackte Tatsachen wie „Treck misch hier ens e Hoar us“ [„Zieh mir hier ’mal ein Haar aus“; gleichzeitig bietet man dem Gegenüber ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.02.2011.)

 


Michael Bommes (Foto © Uni Osnabrück).

Nachruf auf Prof. Dr. Michael Bommes

Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Michael Bommes.

Den offiziellen Nachruf mit dem Titel "Ein leidenschaftlicher Forscher" können Sie auf der Seite des IMIS lesen.

(Hier veröffentlicht am 21.02.2011.)

 

 

 

 


Das chinesische Jahr des Hasen...

(Foto © Peashooter / Pixelio)

...hat am 3. Februar 2011 begonnen!

Von Jeannette Spenlen



In China hat am 3. Februar das Jahr des Hasen mit gründlichem Hausputz und Schmücken mit roter Farbe begonnen. Auch in Deutschland ist der chinesische Kalender bekannt, darum also einige Informationen, was das Jahr der Hasen aus der Sicht der chinesischen Astrologie bedeutet. Nach dem turbulenten Jahr des Tigers hoffen die Menschen auf eine ruhigere Zeit. Der Hase gilt in China als ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.02.2011.)


Eine Schande für unser Land

(Quelle des Bildes: Struwweltekker.blogspot.com)

Polizei und einige Juristen haben aus der Geschichte nichts gelernt

Kommentar von Bartosz Bzowski

Am 19. Februar 2011 fand in Dresden eine Kundgebung von Neonazis statt. Anlass war der Jahrestag der Bombardierung der Stadt durch die Alliierten am 13. Februar 1945. Seit Jahren nutzen rechtsextremistische Organisationen diesen Jahrestag für ihre Zwecke aus. So riefen auch in diesem Jahr zahlreiche Neonazi-Gruppierungen zu einem Marsch durch die sächsische Landeshauptstadt auf.


20.000 Menschen schafften es, ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 21.02.2011.)

 


Aktion "Zwei Sprachen – eine Zukunft"

(Foto © Irina Karl)

von Irina Karl

Der Arbeitskreis "Von A bis Z" führt seit Juni 2009 ein Projekt durch, um die russischsprechenden Bürger und Bürgerinnen der Stadt Bonn und Umgebung bei ihren alltäglichen sozialen Problemen, sowie bei ihrer kulturellen Integration zu unterstützen.

Im Laufe des Projektes wurde festgestellt, dass viele Teilnehmer in ihrem Alltag sehr selten die deutsche Sprache benutzen, weil sie kaum oder keine Kontakte zu den Einheimischen haben.

Dadurch, dass die Teilnehmer sowohl schlechte Deutschkenntnisse als auch Hemmungen, mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kommunikationsprobleme haben, können sie ihre Alltagsprobleme nicht selbständig bewältigen.

Um die russischsprechenden Zuwanderer der Region Bonn-Rhein-Sieg zu unterstützen  wurde von Oktober 2010 bis Januar 2011 die Aktion "Zwei Sprachen – eine Zukunft" in Form eines Gesprächskreises durchgeführt. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.02.2011.)


Sarrazins Thesen auch sachlich falsch

Thilo Sarrazin (Wikipedia)

Wissenschaftler aus Berlin weisen nach: Buch enthält viele Halbwahrheiten


Von Bartosz Bzowski

Der Aufschrei im Lande war groß, als Ende August 2010 das Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin erschien. Muslime könnten sich nicht integrieren, sind weniger gebildet und gewalttätiger als andere. Und die Krone setzte Sarrazin mit der Behauptung auf, jedes Volk besitze ein eigenes Gen.

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(Hier veröffentlicht am 9.2.2011.)


Martin Luther King und das Tertele

(Foto © Thelen-Khoder)

"Tertele" klingt für deutsche Ohren sehr lustig, aber es bedeutet auf Zazaki "Massaker" oder "Völkermord". Nadja Thelen-Khoder schickte uns kürzlich einen Artikel über eine Tagung der Föderation der Dersim-Gemeinden in Europa über das Tertele des türkischen Militärs 1937/38 an der Bevölkerung von Dersim. Darin wird die Türkei aufgerufen, sich mit dieser unrühmlichen Vergangenheit auseinanderzusetzten, ähnlich wie andere Staaten es bezüglich ihrer Vergangenheit auch tun.

Was hat das Ganze nun mit Martin Luther King zu tun? Lesen Sie selbst und zwar --->hier (PDF-Datei).

(Hier veröffentlicht am 9.2.2011.)


Neue Internetseite des AK MuChri

(Foto © AK MuChri)

Der Arbeitskreis der Muslime und Christen im Bonner Norden hat eine neue Internetseite:

http://www.muchri.de/

(Hier veröffentlicht am 7.2.2011.)

 

 


Wildes Politengagement aus den Abruzzen

Gasparazzo. Fonostorie

CD-Rezension von Michael A. Schmiedel

 

Dies ist eine CD aus Italien, deren Stil ich schwer einschätzen kann. Es ist irgendwas zwischen Rock, Reggae, Punk, Funk, Ska und anderem. Großenteils ist sie sehr hektisch gespielt und mit leicht quäkiger Stimme gesungen. Da überwiegen die Punk- und Skaelemente. Hier und da kann man sich bei einem ruhigeren Reggaerhythmus oder funkigen Gitarrenriffs etwas erholen. Vor allem das vierte Lied „Le Staffette“  erinnert mich an ...mehr

(Hier veröffentlicht am 4.2.2011.)


Soll die interkulturelle Arbeit eingespart werden?

Aufruf zur Beteiligung Bonner Bürgerinnen und Bürger, sich zu den Sparplänen zu äußern


Die Bundesstadt Bonn fordert ihre Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich zu den Sparplänen detailliert zu äußern und pro oder contra abzustimmen. Das ist zwar keine Volksabstimmung, aber immerhin wird sich der Stadtrat auch an den Abstimmungen orientieren. Unter den Sparvorschlägen finden sich aber auch folgende:
Vorschlag D42- Wegfall der Stabsstelle Integration
Vorschlag D7- Wegfall der Zuschüsse im interkulturellen Bereich


Zur Zeit ist es so, dass ich eine Mehrheit der Befragten für die Einsparung in unserem interkulturellen Bereich ausspricht. Das sind wahrscheinlich Menschen, die nicht wissen, dass das eine Gefährdung des sozialen Friedens bedeuten würde, ganz zu schweigen von einer Monotonisierung des kulturellen Angebotes in Richtung eines Monopols der Massenmedien.

Deshalb – auch wenn Sie nicht in Bonn wohnen, aber in Bonn arbeiten oder sonst wie an Bonn interessiert sind – mischen Sie sich ein, geben Sie ihre Stimme ab und schreiben Sie Kommentare.

Hier können Sie das alles machen: http://www.bonn-packts-an.de

(Hier veröffentlicht am 31.1.2011)


Keltisch-indische Fusionen

Das Plakat (Foto © Schmiedel).

Elfic Circle am 21.5.2010 im Pumpwerk in Siegburg

Konzertrezension von Michael A. Schmiedel

 

Die Sprachwissenschaftler haben im 19. Jahrhundert den Begriff der indogermanischen Sprachen geschaffen, um auszudrücken, dass diese Sprachfamilie von den indischen Sprachen im Osten bis zu den germanischen Sprachen im Westen reichen. Nehmen wir Island und Nordamerika aber aus und nur das Festland und die Inseln der eurasiatischen Kontinentalplatte, sind nicht die germanischen, sondern die keltischen Sprachen die westlichsten Vertreterinnen dieser Sprachfamilie. Das Konzert, das an diesem sonnigen Maiabend im Siegburger Pumpwerk zum Besten gegeben wurde, vollzog genau diesen Spagat, nämlich den, zwischen indischer und keltischer Musik.

Die drei Musiker, die diesen Spagat vollbrachten, waren sogar noch interkultureller: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 24./26.1.2011.)

 


Interkulturelle Kompetenz – zwischen Theorie und Praxis

(Foto: Quelle: www.childrentoday.com)

Beitrag von Paulina Zelazowska-Müller

 

 

Wir leben in einer Welt, in der nationalstaatliche Grenzen zunehmend ihre Bedeutung verlieren. Auch Deutschland als Mitglied der EU bildet hier keine Ausnahme. Bewusst oder unbewusst bewegen wir uns zunehmend in interkulturellen Sozialräumen, sei es auf der Arbeit, in der Schule,
im Geschäft oder auf der Straße. Vor diesem Hintergrund wird in Deutschland seit einigen Jahren der Begriff „interkulturelle Kompetenz“ propagiert. Mittlerweile gehört interkulturelle Kompetenz zu den beruflich relevanten Schlüsselqualifikationen, die durch Auslandsaufenthalte oder interkulturelle Trainings erworben werden können.  

Die fachliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen ...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.1.2011.)


Interreligiöser Gesprächskreis in Bonn am 4.12.2010

(Foto © Schmiedel)

Bericht von Michael A. Schmiedel

Ich habe über die letzten interreligiösen Gesprächskreise von RfP Bonn/Köln in Bonn keine Berichte geschrieben, nicht weil es nichts zu berichten gegeben hätte, sondern weil ich zu viel anderes zu schreiben und sonst wie zu tun hatte. Nun will ich es aber doch mal wieder tun, damit zumindest die Quintessenzen des dort Besprochenen auch mehr Menschen als nur den Anwesenden  - ich drücke es mal etwas altmodisch aus – zur Erbauung dienen möge und vielleicht ja auch den einen oder die andere dazu bewegt, zu einem der nächsten Termine mal dazuzukommen.

Wir sprachen dieses Mal zu fünft über das Thema „Gebet“. Dabei kam es uns wieder darauf an, nicht distanziert zu theoretisieren, sondern aus je eigener subjektiver Erfahrung heraus zu sprechen und erst in zweiter Linie auch hin und wieder auf eine Metaperspektive zu wechseln.

Eine Teilnehmerin sprach davon, dass bei ihr in letzter Zeit die Sehnsucht nach ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.1.2011.)


Ehrenrettung der deutschen Volksmusik

Deitsch. Live in Rudolstadt 2009

CD-Rezension von Michael A. Schmiedel


Nachdem Gudrun Walther mitbekommen hatte, dass mir die vorherige Deitsch-CD Heimat nicht ganz so gut gefallen hatte, riet sie mir, mir mal die hier vorliegende Live-CD anzuhören. Die würde meinen Geschmack sicher wieder mehr treffen. Recht hat sie! Schon alleine wie diese Scheibe anfängt, nicht mit einem Lied, sondern mit einem Set aus zwei Tanzmelodien „Vetter Michel/Musikantenschottisch“, das einen sofort hineinnimmt in eine für die gängige deutsche Volks- oder volkstümliche Musik ungewöhnliche und eher von der Irish & Scottish Folk & Trad Music vertrauten Spielweise mit Geige, diatonischem Akkordeon und Gitarre und swingender Taktbetonung und von der ersten zur zweiten Melodie steigendem Tempo. Vielleicht noch mehr als bei den Vorgängeralben ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 17.1.2011.)


Civil Academy schreibt aktuell Stipendien für junge Engagierte aus

Die Civil Academy vergibt wieder Stipendien für ihr kostenloses Trainingsprogramm im Projektmanagement für ehrenamtlich Engagierte zwischen 18 und 27 Jahren. Kleine Projekte sind dabei ebenso willkommen wie große. Die aktuelle Ausschreibungsrunde für den dreiteiligen Seminarzyklus im Frühjahr 2011 startet jetzt!

Weitere Informationen finden Sie hier im .pdf Format.

(hier veröffentlicht am 13.01.2010)


 

Seiner Zeit voraus: Schleiermacher ein Denker der Integration

Friedrich Schleiermacher, 1768-1834 (in the German annual handbook 1838 by Karl Büchner. Berlin) (Deutsches Taschenbuch auf das Jahr 1838. Hg. von Karl Büchner. Berlin: Duncker u. Humblot 1838.) Quelle: Wikipedia

Die Integrationsdebatte wurde in Deutschland schon geführt bevor es den Begriff „Integration“ überhaupt gab. Der evangelische Theologe Friedrich Schleiermacher hat sich vor fast 200 Jahren mit der Frage beschäftigt, wie die verschiedenen Menschen einer Gesellschaft glücklich miteinander leben können. Er fragte sich, wie wir eine Gesellschaft mit einer großen individuellen und kulturellen Vielfalt schaffen können. Dabei ging er zunächst zwei Fragen nach, erstens wie man ein guter Mensch wird und zweitens welche Güter Menschen glücklich machen. Später untersuchte er dann wie der Besitz oder Nicht-Besitz dieser Güter die gesellschaftliche Stellung eines Menschen beeinflusst. Er forderte, dass die die am meisten begünstigt werden, denjenigen die am stärksten benachteiligt werden, am meisten helfen müssen.

 

Beitrag von Joe Otim Dramiga  ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 12.1.2011.)


 

"Der Mensch wird sichtbar"

Mittendrin: Pfarrer Wolfgang Wallrich (Foto © Schmiedel).

Predigt von Pfarrer Wolfgang Wallrich gehalten auf der BIM/EMFA-Weihnachtsfeier 21.12.2010 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Unsichtbar
im Menschenstrom
die Benutzten
und die niemanden nutzen
die Verbrauchten
die nicht gebrauchten
die nicht erwünschten
die missbrauchten
und die am falschen Ende
der Welt geborenen
die Flüchtenden
und die Geopferten
des Terrors und der
Weltwirtschaft
die Hungernden
und die minutenpünktlich
errechneten
sterbenden Kinder

     Oh Heiland reiß den Himmel auf

Unsichtbar
im Menschenstrom
die alleinigen einsamen
die mit der alltäglichen
Verzweiflung ...mehr (als doc-Datei)

Und hier finden Sie noch mehr Fotos von der Weihnachtsfeier.

(Hier veröffentliche am 10.1.2011.)


Anschläge und die Folgen

Ein Gang in der koptischen St. Markus-Kathedrale in Kairo, der zweitgrößten Kirche Afrikas (Foto © Andrew A. Shenouda/Wikipedia).

Kommentar von Michael A. Schmiedel

Die Folgen von Anschlägen wie dem am 1.1.2011 in Alexandria, bei dem fanatische Menschen, die sich Muslime zu nennen wagen, friedliche Menschen, in diesem Fall Christen, bei der Ausübung ihrer Religion ermordeten, enden nicht damit, dass Menschen ihr Leben verlieren und trauernde Angehörige zurücklassen. Das wäre ja schon schlimm genug, wenn das alles wäre. Aber hinzu kommt, ...mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 5.1.2010.)


Türkische Rechtsberatung

Die Verbraucherzentrale NRW bietet seit neuestem telefonische Rechtsberatung in türkischer Sprache an.

Weitere Informationen finden Sie unter :

http://www.vz-nrw.de/UNIQ129234119022565/link808471A.html

(hier veröffentlicht am 5.1.2011)


Das Leuchten der Sterne in Worte zu fassen,

Dragica Schröder (Foto © Schroder)

die Sprache des Lichts entstehen lassen…

Kurzbericht von Dragica Schröder


Im Rahmen der „Bonner Wochen der Kulturen“ veranstaltete das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen, unter der Leitung von Dr. phil. Hidir Ҫelik, eine Lesung in der Galleria Galleano, Wolfstr. 47 in Bonn mit der Hildener Autorin Dragica Schröder, die hier ihr neues Buch in deutscher Sprache „Heimliche Königin“ erschienen im Free Pen Verlag, dem erlesenen Publikum mit viel Gefühl gekonnt vorstellte. Sie goss ...mehr

(Hier veröffentlicht am 4.1.2011.)


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