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Aktuelle Veranstaltungen
Aktuelle Veranstaltungen:
- Bonn: 18.04.-04.07.2012
Ringvorlesung "Internationales Bonn" - Flucht, Migration und Integration - Bonn, 20.04.-06.07.2012
Elterncafé - Bonn, 25.4.-23.5.2012
Multiplikatorenschulung - Köln, 10.05. - 14.06.2012
Köln: Inklusion: Veranstaltungsreihe - Bonn, 16.05.2012
Bonner Ausblicke - Bonn, 22.05.2012
"Wie demokratisch sind die Wahlen im Iran?" - Bonn, 24.05.2012
Interkulturelle Wissenschaft. Der gelehrte Minister Xu Guangqi (1562–1633) und die Chinamission der Jesuiten - Köln, 25.-27.05.2012
4. Kurdische Filmtage Köln - Norwalde, 25.-28.05.2012:
24. Christlich-Muslimische Tagung am Pfingstfest - Bonn und Remagen, 26.-28.05.2012:
1. Pfingstreffen der Zen-Peacemaker in Deutschland - Burg Namedy, 24.06.2012, 13.00 Uhr:
Interreligioeses Friedensgebet im Rahmen des Sommerfests "Kunst im Park" - Ammerdown, 03.07.2012:
10. Juedisch Christlich Muslimische Sommerakademie
Wichtige Konzertreihen:
- Bad Honnef, 20.01.-16.05.2012:
Folk im Feuerschlösschen
Alle diese und noch mehr Veranstaltungen finden sie auch im Kalender und/oder in den Veranstaltungshinweisen.
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Vesakh
Allen Buddhistinnen und Buddhisten, sowie allen Menschen, die was damit anfangen können wünschen wir zum Vollmond im Mai beziehungsweise am 6. Mai oder auch am 22. Mai 2012 ein frohes, erbauliches und zum Erwachen führendes Vesakh-Fest!
Vgl. dazu auch den Eintrag im INTR°A-Tagebuch.
Verlosung! Verlosung! Verlosung!
Mick Fitzgerald hat sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, uns vier Exemplare der CD Streetwise für eine Verlosung zur Verfügung zu stellen.
Um eine CD zu gewinnen muss folgende Frage beantwortet werden:
Wo in Köln wurden einige der Lieder auf der CD bei einem Konzert aufgenommen?
Schicken Sie die richtige Antwort bitte bis zum 31.5.2012 an: info[at]migrapolis-deutschland.de. Die vier Gewinner(innen) werden dann ausgelost.
(Hier veröffentlicht am 19.4.2012.)
Gedanke
von Hıdır Eren Çelik
Eure Geschichte
ist unsere geworden,
unsere wird
ihre werden.
Nun werden wir gemeinsam die Zukunft schreiben.
(Hier veröffentlicht am 18.11.2011)
Bildungsreise 2012
des Bonner Instituts für Migrationsforschung (BIM) e.V. nach Hakkari und Van (Türkei)
28. Mai – 6. Juni 2012
Die Stadt Hakkari (kurdisch: Colemerg) in der gleichnamigen Provinz im Südosten der Türkei, hat ca. 78.000 Einwohner und liegt 1639 Meter über dem Meeresspiegel.
Das Programm unserer Bildungsreise 2012 haben wir mit unserem lokalen Kooperationspartner, der Universität Hakkari, zusammengestellt. Es beinhaltet u.a.
• den Besuch verschiedener historisch bedeutsamer Plätze und Bauten im Stadtzentrum von Hakkari,
• die Teilnahme an einer von der Universität durchgeführten Konferenz über Literatur, Bildung und Kultur der Region einschließlich einer „Nacht der Liedermacher“,
• eine Wanderung zum armenisch-christlichen Kloster im Tal Vadisinde
• Exkursion nach Koçanis, Besuch des Berçelan-Plateau und des See Seyithan
• Exkursion und Besuche der christlichen Kirchen in Semdinli und Marsalita
• Exkursion nach Van und zur Insel Akdamar (Vansee)
• Gespräche und Besuche bei lokalen Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung
(Hier veröffentlicht am 1.3.2012)
DIE ALLERNEUSTEN BEITRÄGE
in der deutschsprachigen Rubrik finden sie auf dieser Seite.
Viele ältere Beiträge finden Sie in den einzelnen Rubriken über die Themenspalte links.
Beethoven auf Türkisch
Den Mitschnitt von "Beethoven auf Türkisch" können Sie hier abrufen:
<http://www.Mydrive.ch>
Benutzer: Beethoven@NuR_Server
Passwort: Beethoven
Hier den Link zu einem kleinen Interview mit Cem Mansur
(Hier veröffentlicht am 16.5.2012)
Die Eskalation am 05.05.2012 in Bonn-Lannesdorf.
Veranstaltung des Hauses der Generationen in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg am 14.5.2012.
Ein Kurzbericht von Hossein Pur Khassalian
Am 14.5.2012, neun Tage nach den schrecklichen Gewalttaten der Radikal-Muslime, den sogenannen Salafisten, hat die Organisation „ Haus der Generationen, e.V“ eine zu einer Veranstaltung eingeladen. Obwohl sie improvisiert war, nahmen zahlreichen Muslime und nichtmuslimische deutsche Freunde daran teil. Ein junger sympathisch aussehender Herr begrüßte die Gäste und schilderte den Grund für die Einladung, nämlich ...mehr
(Hier veröffentlicht am 15.05.2012.)
„Diversitätspolitik – Strategien für mehr kulturelle Vielfalt in politischen Mitgliederorganisationen“
Fachtagung der Akademie Management und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung, 8. Mai 2012 von 9:30 – 17:00 Uhr in Bonn in der FES.
von Anna Graf und Heike van den Bergh
Zur Fachtagung hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung 92 Vertreter aus 53 politischen Organisationen, Vereinen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und Ministerien eingeladen und als Vertreter für MIGRApolis waren Anna Graf und Heike van den Bergh ihr gefolgt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem sehr interessanten Eröffnungsvortrag „Interkulturelle Öffnung als Herausforderung für die Organisationsentwicklung“ von Dr. Hubertus Schröer (Institut für Interkulturelle Qualitätsentwicklung München IQM).
(Hier veröffentlicht am 14.5.2012)
Europa-Abgeordneter Axel Voss zu Gast im MIGRApolis-Haus der Vielfalt
von Bartosz Bzowski
Am 10. Mai fand in der Reihe „Forum Politischer Dialog“ eine Diskussion mit dem CDU-Politiker Axel Voss statt. Er ist Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Bezirksvorsitzender der CDU Mittelrhein.
Hauptthema der Veranstaltung war die Migrations- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union. Voss würdigte den Schengen-Vertrag, mit dem Grenzkontrollen innerhalb seiner Mitgliedstaaten weggefallen waren, als große Errungenschaft. Umso wichtiger sei es, Außengrenzen der EU zu schützen. Auf die Grenzschutz-Agentur „Frontex“ und ihre mangelnde demokratische Kontrolle angesprochen, erwiderte Voss, er könne die Kritik teilweise nicht nachvollziehen. Frontex sei eine gemeinsame europäische Institution und ein Beweis erfolgreicher enger Zusammenarbeit. Sie diene vor allem dazu, Staaten, die an den Außengrenzen der EU lägen, zu unterstützen, und stünde unter der Kontrolle des Europäischen Parlaments.
(Hier veröffentlicht am 11.5.2012)
Artikel über das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit in Bonn erschienen
Der freie Journalist Sascha Stien schrieb für katholisch.de einen Artikel über die Interreligiöse Initiative Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit in Bonn, an der auch Mitglieder des MIGRApolis-Teams beteiligt sind.
Den Artikel finden Sie unter mit der Überschrift "15 Minuten Gegen Gewalt" unter: http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=8147
(Hier veröffentlicht am 10.05.2012.)
Japanisch
von Heike van den Bergh
Gemäß wikipedia.com Artikel in englischer Sprache über „Japanische Sprache“ , Stand 30.04.2012 (übersetzt von Heike van den Bergh) ist "Japanisch (日本語 Nihongo) eine Sprache, die von über 120 Millionen Menschen in Japan und in Japanischen Einwandererkommunen gesprochen wird. Es gehört zur Sprachfamilie der Japonischen (oder Japanisch-Ryukyuan) Sprachfamilien, und soll eine Reihe von möglichen Beziehungen zu anderen Sprachen haben. Jedoch keine dieser Theorien wurde in größerem Maße von historischen Linguisten bestätigt.
Japanisch ist eine agglutinierende Sprache (eine agglutinierende Sprache die sehr häufig die Agglutination benutzt): die meisten Wörter werden gebildet, indem man Morpheme aneinanderfügt. Dieser Begriff wurde von Wilhelm von Humboldt 1836 eingeführt, und Sprachen in morphologischer Hinsicht zu klassifizieren. Es ist abgeleitet vom lateinischen Verb agglutinare, d.h. "zusammenkleben". Wie das Japanische, ist auch Türkisch eine agglutinierende Sprache, oder Finnisch und Ungarisch.
(Hier veröffentlicht am 9.5.2012)
Willkommen
von Hidir Eren Celik
Willkommen - woher Du auch kommst
wie Du aussiehst
was Du sprichst
Willkommen - woher Du auch kommst
was Du glaubst
welcher Religion Du angehörst
oder Atheist bist
Willkommen - bist Du als Menschenkind
als Flüchtling auf der Flucht
als Mensch ohne Papier
(Hier veröffentlicht am 9.5.2012)
Traurige Nachricht: Prof. Dr. Sargut Sölcün verstorben
Eine traurige Nachricht erreichte uns in der MIGRApolis-Redaktion. Der Germanist Prof. Dr. Sargut Sölcün erlag Ende April in Essen einer schweren Krankheit.
Er war ein strenger Intellektueller mit universellem Anspruch aus der klassischen Schule, aber auch ein humorvoller, heiterer Wissenschaftler mit enormem Wissen und pädagogischem Talent, der sich von Tabus nicht eingrenzen ließ. Auch war er engagierter Systemkritiker, der seinen demokratischen Idealen stets treu blieb.
Er war Mitbegründer und Vorsitzender des Nürnberger InterForum und ein Wegbegleiter des Kölner KulturForum TürkeiDeutschland seit seinen Anfängen in den achtziger Jahren.
(Hier veröffentlicht am 9.5.2012)
8. Mai 1945 – Befreiung Deutschlands
Von Parastu Dadbin und Bartosz Bzowski
Am 8. Mai, vor 67 Jahren, ging mit der bedingungslosen Kapitulation Nazi-Deutschlands der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende. Jedes Jahr gedenken wir an jenem Tag der glorreichen Befreiung durch die West-Allierten und die Rote Armee.
Wie sieht es mit Faschismus in Deutschland heute aus?
„Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“ – George Santayana
Am 01.Mai 2012 demonstrierten im Bonner Stadtteil Beuel, so wie überall in Deutschland, Neonazis, um den „Tag der Arbeit“ mit ihrem faschistischen Gedankengut zu feiern. Die Bonner Polizei weigerte sich, trotz mehrfacher Aufforderung, den Versuch zu unternehmen, diese schändliche Veranstaltung zu verbieten. Dieses wird als sogenannte Meinungsfreiheit deklariert und vom Staat geschützt.
(Hier veröffentlicht am 7.5.2012)
POETRYpolis am 27.4.2012 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn
Bericht von Barbara Petrulevicz
Am Freitag, dem 27. April, begrüßte das MIGRApolis-Haus der Vielfalt viele multikulturelle Gäste, die ihre Gedichte mit dem neugierigen Publikum teilen wollten. Im Rahmen der 2. POETRYpolis maßen sich zehn mehrsprachige Autoren mit dem Thema „Liebe und Sehnsucht“ aneinander. Der Grundgedanke des Projekts war, die Kommunikation als einer der wichtigsten menschlichen Grundbedürfnisse und die damit verbundene Frage: Wie lassen sich Gefühle in einer fremden Sprache vermitteln? Entsprechend dem Motto des Abends ...mehr
(Hier veröffentlicht am 4.5.2012.)
Integration im parteiübergreifenden Konsens
Ein Bericht von Bartosz Bzowski
Etwa 50 Interessierte fanden am Abend des 3. Mai den Weg ins MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Dort fand eine Podiumsdiskussion zum Integrationsgesetz in Nordrhein-Westfalen statt. Eingeladen waren Politiker aller Parteien, die in der vergangenen Wahlperiode im inzwischen aufgelösten Landtag vertreten waren.
Das „Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration“, so der offizielle Name, ist am 8. Februar 2012 vom nordrhein-westfälischen Landtag mit den Stimmen von SPD, CDU, den Grünen und FDP bei Enthaltung der Linken verabschiedet worden. Es sieht vor, kommunale Integrationszentren zu schaffen und zu fördern. Durch Pauschalen vom Land werden Kommunen dabei unterstützt, die Integrationsarbeit vor Ort durchzuführen.
Alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion unterstrichen vor allem den parteiübergreifenden Konsens beim Zustandekommen des Gesetzes. So sei es gelungen, das sensible Thema aus dem aktuellen Landtagswahlkampf in NRW herauszuhalten.
(Hier veröffentlicht am 4.5.2012)
Rechter Terror
von Nadja Thelen-Khoder
O-Ton Semiya Şimşek: „ ... Die Gedenkfeier steht jetzt vor mir bzw. vor uns und ich bin sehr aufgeregt, aber ich denk mir, wenn mein Papa das gesehen hätte, der wäre wirklich stolz auf mich.“
Am Sonntagmittag wurde auf WDR 5 das Feature „Rechter Terror: tödlich unterschätzt“ der Autoren Holger Schmidt, Oliver Bendixen, Michaela Schenk und Ludwig Kendzia ausgestrahlt. Der Hinweis zur Sendung ist: „Als im November 2011 eine rechte Terrorzelle entdeckt wurde, war das öffentliche Entsetzen groß. Seit mindestens zehn Jahren ermordete die Gruppe Menschen in ganz Deutschland. Doch niemand erkannte das Motiv und die Schuld wurde bei den Opfern gesucht. Polizei und Verfassungsschutz stehen nun vor einem Desaster: Während Deutschland mit Hochdruck Islamisten jagte, konnte eine rechte Gruppe unerkannt morden.
(Hier veröffentlicht am 2.5.2012)
Ruhige Gitarrenmusik aus dem Osten der USA
Matt Millecchia. Silhouette of a Season
CD-Rezension von Michael A. Schmiedel
Obwohl an dieser CD zehn Musiker beteiligt sind, ist sie doch in erster Linie eine Solo-Gitarren-CD. Für vier der zwölf Stücke trifft das auch wirklich zu, und bei den anderen bilden die Zusatzinstrumente mehr oder weniger eine Begleitung zu Gitarre. Matt Millecchia ist Amerikaner, vom Nachnamen her vielleicht italienischer Abstammung, aufgewachsen in West Virginia, wohnhaft jetzt im Staat New York. Großenteils ist es eine sehr ruhige Musik, ohne ...mehr
(Hier veröffentlicht am 1.5.2012.)
Nazis raus! – Aber wohin mit ihnen?
Gedanken von Michael A. Schmiedel
Am 1. Mai marschieren Nazis beziehungsweise Neonazis durch Bonn-Beuel. Ein weit aufgestellter Widerstand formiert sich unter dem Motto „Nazis blockieren!“ Oft in solchen Fällen heißt es aber: „Nazis raus!“ In einigen Gesprächen zum Thema kam dazu aber die Frage auf: „Wohin dann mit ihnen?“ Auf den Mond oder gar den Mars? „Nein“, meinte einer, „wenn wir dann auch mal dahin wollen, sind die schon da und wer weiß, was dort aus ihnen geworden ist.“
Eins steht fest: Wir kommen nicht umhin, ...mehr
(Hier veröffentlicht am 1.5.2012.)
Zum 30. April, dem ersten UNESCO-Welttag des Jazz (1)
Gedanken von Nadja Thelen-Khoder
„Solange die Deutschen auf französischem Boden stehen, werde ich in meiner Heimat nicht mehr singen“
Das sagte Josephine Baker, für die Paris ihre Heimat geworden war. Geboren am 3. Juni 1906 in St. Louis am Mississippi erlebte sie dort am 2. Juli 1917 ein Pogrom, bei dem etwa 100 Menschen, vorwiegend Afroamerikaner, ermordet wurden.
Im Pariser Revuetheater Folies-Bergère trat sie auf. „Wo Charlie Chaplin, W.C. Fields und Stan Laurel einmal gemeinsam auf der Bühne standen, wo Maurice Chevalier, Mistinguett und Joséphine Baker die berühmte Glitzertreppe hinunterschritten, wo Fernandel und Jean Gabin sangen, Colette nackt tanzte und Manet das Motiv für eines der bekanntesten impressionistischen Gemälde fand“ (2), machte auch sie den Jazz berühmt.
Hier entstanden die Bilder, die sich in die Köpfe so vieler als einzige eingebrannt haben, wie zum Beispiel ...mehr
(Hier veröffentlicht am 30.4.2012.)
KulturCafé am 29.4.2012 – Die Welt als Zuhause. Cartoons von Alp Gürhan Yalçıner
15 Jahre jung ist der Künstler, zu dessen Venisage trotz des schönen Wetters über 70 Menschen ins MIGRApolis-Haus der Vielfalt kamen. Cartoons sind seine Leidenschaft. Seit seinem dritten Lebensjahr zeichnet er und brachte es inzwischen zu über 1000 Zeichnungen, die er in Aktenordnern sammelt. Viel schöner sehen sie jedoch gerahmt und an der Wand hängend aus. Das Thema der Ausstellung ist ...mehr
(Hier veröffentlicht am 30.4.2012; MAS)
Girls Day
von Julia Heveling und Nina Edlinger
Wir haben auf Grund des Girls Days das MIGRApolis-Haus der Vielfalt besucht.
Wir haben als erstes an einer Sitzung zur Vorbereitung der Buchmesse teilgenommen. Sie findet im Herbst 2013 statt. Es war sehr interessant zu sehen, wie so eine große Veranstaltung vorbereitet wird und was alles dabei zu beachten ist. Es war eine entspannte Arbeitsatmosphäre.
Danach wurde uns das ganze Haus gezeigt, wobei uns das Café am besten gefallen hat. Es war auch sehr interessant zu hören, wie die Internetseite aufgebaut ist und mit wie viel Engagement sich die Mitarbeiter für ihre Projekte begeistern. Wir hoffen, dass ihnen das Projekt die Neonazis in Bonn zu stoppen gelingt.
Dann haben wir geholfen, eine Kunstausstellung vorzubereiten. Die Ausstellungsstücke waren sehr inspirierend.
Insgesamt fanden wir den Tag sehr interessant und lehrreich. Wir haben viele Einblicke erhalten.
(Hier veröffentlicht am 27.4.2012)
Bündnis - Bonn - Nazifrei
Deutscher Gewerkschaftsbund
Region Köln-Bonn
PM 015/12
20.04.2012
www.koeln-bonn.dgb.de
Breites gesellschaftliches Bündnis ruft zu vielfältigen und friedlichen Aktionen am 1. Mai auf!
„Bonn ist eine weltoffene Stadt – getragen von gegenseitigem Respekt, Toleranz und bunter Vielfalt!“ heißt es im Aufruf Bündnis- Bonn - Nazifrei.Ingo Degenhardt, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg und Initiator des Bündnisses erklärt dazu: „Wir werden uns in Bonn am 1. Mai gemeinsam, machtvoll und erfolgreich quer stellen gegen einen Aufmarsch von Neonazis und autonomen Nationalisten. Deshalb geben wir den Bonnerinnen und Bonnern, kirchlichen Vertretern, Gewerkschaftern, Verbänden, Initiativen und Organisationen, die Gelegenheit sich an vielfältigen und friedlichen Aktionen - in der Innenstadt, in Beuel, in Bad Godesberg und anderen Stadtteilen zu beteiligen und selber aktiv zu werden.
(Hier veröffentlicht am 23.4.2012)
Herzlich willkommen - wer immer Du bist
Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2012
„Herzlich willkommen - wer immer Du bist". Unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2012.
Willkommen zu sein, wer immer man ist, woher man kommt oder welche Hautfarbe und welchen Glauben man hat: diese Erfahrung hat wenig mit der gesellschaftlichen Realität vieler Menschen mit Migrationshintergrund oder Migrationsgeschichte in Deutschland zu tun.
Um diesem Klima der „Nicht-Willkommen-Kultur“ entgegen zu treten, werden wir im Rahmen der diesjährigen Interkulturellen Woche Positionen beziehen und neue Handlungsansätze entwickeln!
Die Interkulturelle Woche 2012 in Bonn findet vom 17. September bis 3. Oktober statt.
(Hier veröffentlicht am 23.4.2012)
Aus Wildheit und Leid geboren. Bulgarische Musik zwischen Tradition und Jazz
Diva Reka. Duha peva
CD-Rezension von Michael A. Schmiedel
Als Liebhaber keltischer Musik beobachte ich seit Jahren eine Zunahme balkanischer Melodien und vor allem Rhythmen im Repertoire der Irish-&-Scottish-Folk-Musiker. Besonders bei Spitzenbands wie Flook, Capercaillie, Gráda oder Cara klingt das so faszinierend, dass ich mich oft fragte, ob es denn auf dem Balkan auch solche Bands gibt, die auf der Grundlage ihrer traditionellen Musik solche modernen Performances kreieren, wobei ich hier nicht von Brassbands rede, sondern an solche mit Holzblas- und Saiteninstrumenten denke. Hier und da hörte ich mal etwas Traditionelles, das aber mehr Begleitmusik für das tanzende Volk, somit echte Volksmusik war, auch gibt es ganz gute deutsche Bands, die sich der der Ostmittel-, Ost- und Südosteuropäischen angenommen haben, wie Lawaschkiri, aber nichts, was die Feinheiten und Spannungen der Arrangements aufwies, die ich von den modernen keltischen Bands gewohnt war. Ich wurde bisher nur in Polen fündig, bei Dikanda und Sarakina. Polen liegt aber auch nicht auf dem Balkan. Nun endlich aber traf ich auf Diva Reka aus Bulgarien.
Das war zunächst in Rudolstadt beim TFF 2010, wo ich ihnen live lauschen durfte, und nun auf der hier vorliegenden CD. Kostatin Gebchev ist ein Meister der Kaval, einer Holzflöte, über deren Mundstück man ähnlich wie bei einer Querflöte hinwegbläst. Schon das erste Stück der CD „Vesela Devyatka“ lässt die Kaval in einer Wildheit erklingen, dass man ...mehr
(Hier veröffentlicht am 22.4.2012.)
Dersim ’38 nicht vergessen!
„Dersim ’38’i xo virra meke!“ - „Dersim ’38’e biraxe meke!“ - „Dersim ’38’i unutma!“
von Nadja Thelen-Khoder
Kundgebung zum Tertelê-Gedenktag (4. Mai) am Samstag, dem 5. Mai 2012, ab 13 Uhr auf dem Kölner Roncalliplatz (Dom, Südseite)
„Der Beschluss zur Ausrottung des Volkes aus Dersim, mit dem ein Exempel statuiert werden sollte, wurde am 4. Mai 1937 auf einer Sitzung des türkischen Ministerrats gefasst. Noch am selben Tag wurde das Gebiet von Dersim breitflächig bombardiert, wobei Hunderte Zivilisten - Frauen, Kinder und alte Männer – getötet wurden. Zehntausende wurden im Rahmen der annähernd zweijährigen Militäroperation ermordet. Weitere Zehntausende wurden in die Verbannung geschickt; Familien wurden zerrissen, die Menschen voneinander getrennt und auf andere Dörfer, Bezirke und Provinzen verteilt. Im Rahmen der Tertelê wurden die Führer Dersims ohne rechtliche Grundlage hingerichtet. Noch heute suchen ihre Nachfahren die Gräber ihrer Vorväter. Tausende Kinder wurden 1938 zur Adoption freigegeben oder in Waisenheime überstellt. Noch immer finden sich in den Zeitungen Suchanzeigen, in denen die Menschen nach ihren vermissten Verwandten forschen.“
(Hier veröffentlicht am 19.4.2012)
Aufmerksamkeit
Gedanken von Michael A. Schmiedel
Sowohl von Anders Breivik, der wegen seines Massenmordes derzeit in Norwegen vor Gericht steht, als auch von den Salafisten, deren Koranverteilungsaktion in Deutschland als extremistische Propaganda eingestuft wird, wird behauptet, eines ihrer Hauptziele hätten sie erreicht: mediale Aufmerksamkeit. Das ist wohl wahr: Zeitungen, Radio und Fernsehen berichten darüber, kaum jemand, der diese Medien nutzt, weiß nichts von den Ereignissen. Freilich wünschen sich beide eher eine positive Presse als eine kritische oder gar verurteilende. Das haben sie nicht im Griff, denn die Meinungsäußerung und die Presse sind vor dem Gesetz frei. Dass beide trotzdem allerlei Zwängen unterliegen, vor allem wirtschaftlichen, darf aber auch nicht vernachlässigt werden. Und deswegen gilt auch für die Medien selber: sie lechzen nach Aufmerksamkeit, denn ein Medium, dass nicht wahrgenommen wird, hat seine Daseinsberechtigung verwirkt.
Auch für uns gilt das, also für MIGRApolis-Deutschland, ...mehr
(Hier veröffentlicht am 19.4.2012.)
Streit um den Koran
Gedanken zur Koranverteilung der Salafisten von Michael A. Schmiedel mit einem längeren Zitat von Christoph Burgmer und Gerd-Rüdiger Puin.
Die Medien berichteten in letzter Zeit oft von der Koranverteilung der Salafisten in den Fußgängerzonen deutscher Städte. Die Koranverteilungskampagne trägt den Titel „Lies“, was ich als Erinnerung an die gleichlautende Forderung des Engels Dschibril (arabischer Name Gabriels) an Muhammad deute, als dieser ihm der muslimischen Tradtition zu Folge die erste Offenbarung des Koran übermittelte.
Unabhängig davon bin ich bei der Recherche für einen Artikel über die Entstehung des Islam für die Zeitschrift Zeitzeichen auf ein Interview gestoßen, das der Islamwissenschaftler und Hörfunkjournalist Christoph Burgmer mit dem Islamwissenschaftler Gerd-Rüdiger Puin führte. Daraus möchte ich hier zitieren:
„Was ist ein möglicher Grund, der verschiedene Lesarten des Koran nicht zulässt?
Es könnte daran liegen, das Muslime im 20. Jahrundert den Islam nicht von Geistlichen lernen, sondern, bedingt durch die allgemeine Schulpflicht, den Koran auch selbst zur Hand nehmen und unbeschwert von einer Jahrhunderte langen exegetischen Tradition selbst lesen können. Denn ein solch intolerantes Verhalten in Glaubensfragen ist typisch für Menschen, die zum ersten Mal mit dem Lesen heiliger Texte in Verbindung kommen.
Ein Beispiel sind die ...mehr
(Hier veröffentlicht am 16.4.2012.)
Tanzverbotsaufhebung am Karfreitag?
Hörerinnenbrief von Heike van den Bergh an den WDR
Liebes WDR2-Team, soll das Tanzverbot am "stillen Karfreitag" abgeschafft werden? (Vorschlag der Piratenpartei)
ich finde, einen Tag pro Jahr nicht nur dem gefühlsduseligen Geschenke- und Fressfest mit Pseudo-Kirchenbesuch an Weihnachten sondern dem Innehalten, der Religion und dem Gebet zu widmen, der wirklichen inneren Einkehr, dem Gedenken derer, die ein Kreuz getragen haben und gestorben sind ...mehr
(Hier veröffentlicht am 12.4.2012.)
Osterfeier im MIGRApolis-Haus der Vielfalt am 10.4.2012
Fotos von Michael A. Schmiedel
Wie immer, wenn wir eine kleine Feier planen, wird es letztlich doch voll. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 12.4.2012.)
Aufruf gegen den geplanten Aufmarsch von Neonazis am 1. Mai 2012
vom Bündnis „Bonn stellt sich quer“
Für ein buntes, solidarisches und friedliches Bonn!
Neonazis blockieren!
Neonazis aus den Reihen der sogenannten. „Autonomen Nationalisten“ wollen am 1. Mai durch Bonn marschieren. Es handelt sich um die gleichen Kreise, die immer wieder in den vergangenen Jahren in Dortmund, Dresden, Stollberg und anderen Städten aufmarschiert sind und zum Umfeld des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) gehören. Sie sind bekannt durch Angriffe auf Gewerkschaftskundgebungen und gewalttätige Übergriffe gegen Andersdenkende und alle, die nicht in ihr Bild passen.
Dazu mobilisieren sie verstärkt auch im Bonner Umland, z.B. über das Nazizentrum „Braunes Haus“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Solche faschistischen Verbrecherinnen und Verbrecher dürfen nicht durch unsere Straßen marschieren!
Gegen den Neonazi-Aufmarsch werden wir Protest und Widerstand organisieren und diese Demonstration des Hasses verhindern.
(Hier veröffentlicht am 11.4.2012)
Ostern
Predigt von Pfarrer Wolfgang Wallrich in Bonn
Liebe Gemeinde !
Ein altes Gebet der Kirche lautet:
„Wir beten Dich an, Herr Jesus Christ,
und preisen Dich,
denn durch Deinen Tod
hast Du die Welt erlöst“.
Ich maße mir nicht an,
das vollkommen zu verstehen.
Die Welt erlöst?
Davon sehe ich nichts.
Aber ich habe immer mehr gelernt,
dass es Dinge gibt,
die wir aussprechen, sagen, stammeln,
singen, orgeln, hauchen –
nicht, weil wir sie beweisen können oder
realistisch vor uns haben wie:
„Ich liebe Dich“
„Du bist mein Kind“
„Mein verstorbener Vater ist mir ganz nahe“
„Der Herr ist mein Hirte“,
(Hier veröffentlicht am 11.4.2012)
Russische Pas`cha
von Bettina Druschke-Wallrich
Zutaten:
1 kg Quark – am besten Schichtkäse
500 gr Zucker
¼ l Sahne
4 Eigelb
200 süße, 5 bittere Mandeln / oder Aroma (abgezogen und gerieben)
15 gr Rosinen
100gr Zitronat
2 x Vanillezucker
100 gr Butter
1 Prise Salz
etwas Rum
(Hier veröffentlicht am 11.4.2012)
Gedanken zwischen Karwoche und Ostern
Von Michael A. Schmiedel
Ich bin ja getaufter und gefirmter Katholik. Das hat für meine religiösen Überzeugungen nicht allzu viel zu bedeuten, aber macht doch einen Großteil meiner Sozialisation aus. Als junger Erwachsener verbrachte ich ein paar Jahre lang die Tage von Mittwoch in der Karwoche bis Ostersonntag in der Theologischen Hochschule der Pallottiner in Vallendar. Zusammen mit anderen jungen Männern erlebte ich eine sehr intensive Zeit des Redens, Betens, Gottesdienstfeierns und eine Gemeinschaft, die mir gut tat. Seit dieser Zeit ist die Woche von Palmsonntag bis Ostern meine eigentlich kirchliche Woche im Jahr, während ich sonst kaum einmal eine Kirche für einen Gottesdienst besuche, außer natürlich zu Weihnachten und wenn es geht auch zu Pfingsten.
Aber diese Karwoche, die Heilige Woche, hat es mir angetan. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 7.4.2012.)
Leserbrief zu "Gedanken zwischen Karwoche und Ostern"
von Jeanette Spenlen
Hallo Michael,
habe in der Karwoche Istanbul entdeckt und erwandert und konnte erst nach meiner Rückkehr deinen interessanten Beitrag lesen. In Istanbul habe ich gelernt, dass es auch dort das "Eier-Fest" gibt:
vimeo.com/manzara/yumurta
Für die Nicht-Türkisch-Verstehenden auch mit deutscher Übersetzung!
Die Darstellung deiner persönlichen Zugänge zur Heiligen Woche, zur Semana Santa haben mir gut gefallen.Ich denke, auch für Aussenstehende ist so ein Bericht sehr interessant. So können sie der Perspektive eines eher "spirituell vielseitig bewanderten unkonventionellen Katholiken" nachspüren. Im letzten Jahr habe ich ja einen Artikel zum Thema Ostern veröffentlicht, der mehr sachlich, religionswissenschaftlich gehalten war. Hier habe ich die Außenperspektive dargestellt.
Sehr erfreut war ich auch über die Veröffentlichung der Glückwunsche eines Muslim an die Christen zum Osterfest. Hier zeigt sich Respekt und Wertschätzung gegenüber einer anderen Religion verbunden mit Informationen über die Rolle des Isa/Jesus im Islam.
(Hier veröffentlicht am 11.4.2012)
Kurdische Sängerin mit Liedern von Schmerz, Leid und Liebe
Das Gülistan Perwer Quartett am 1.11.2010 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel
Konzertrezension von Dilan Örs
Eine Stimme wie aus tausendundeiner Nacht… Sie hatte ihre kurdischen Trachten an, die in der Dunkelheit des Saales wie ein Sonnenschein glänzten… Die Gruppe Bestand aus drei jungen Frauen, die orientalische Musik machten...
Die Rede ist von der kurdischen Sängerin Gülistan Perwer. Sie wurde, wie man auf der Seite des Klangkosmos NRW nachlesen kann, in einem Dorf in der Nähe von ...hier
(Hier veröffentlicht am 4.4.2012.)
Ostergruß eines Muslims
Meine lieben christlichen Freunde!
Ich tue mich schwer, zu Ostern meinen christlichen Freunden Glückwünsche auszusprechen. Im Hinblick auf Karfreitag, einen für euch traurigen Tag, ist Rücksicht geboten. So habe ich gelernt, meinen Brief erst am Ostersonntag aufzusetzen. Ich erinnere mich an einen Ostersonntags-Früh-Gottesdienst, an dem mein Sportfreund, ein Pfarrer in der Schwelmer Paulusgemeinde uns Teilnehmern zurief: "Geht hinaus und bringt den Menschen die frohe Botschaft, der Herr sei auferstanden." Aufsteigen und zur rechten Seite Gottes Platz nehmen wird auch im Koran erwähnt. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 4.4.2012.)
Gegen die Verächter einer pluralistischen Gesellschaft
Nach den zehn Morden durch die Zwickauer Zelle in Deutschland, den Anschlägen in Oslo und Toulouse, ganz zu schweigen von den fast täglichen Anschlägen in Afghanistan und im Irak, sowie angesichts des Staatsterrors in Syrien möchten wir von MIGRApolis ganz klar sagen ...mehr
(Hier veröffentlicht am 2.4.2012.)
Menschen – Landschaften
Sechs Portraits von Autoren aus der Türkei
Das Kulturforum Türkei-Deutschland hat ein Projekt unter dem Namen „Menschen – Landschaften; Sechs Portraits von Autoren aus der Türkei“ am Donnerstag, dem 29.März, der Presse vorgestellt.
Durch dieses Projekt möchte das Kulturforum der Völkerverständigung dienen und in der Gesellschaft bestehende Vorurteile gegenüber insbesondere türkischstämmige Migranten abbauen. Die Literatur baut Brücken zwischen Völkern auf und stärkt die Solidarität der Kulturen in den Migrationsgesellschaften. Dieses Projekt stellt literarische Werke von sechs Schriftstellern aus der Türkei vor: Nazim Hikmet, Yasar Kemal, Orhan Pamuk, Elif Safak, Murathan Mungan und Asli Erdogan.
(Hier veröffentlicht am 2.4.2012)
Zwischen Scottish Folk und Elektro Pop. Das Best of eines begnadeten Musikers
Jørgen Lang. Twylight
CD-Rezension von Michael A. Schmiedel
Kürzlich suchte jemand in der Folkmail-Liste nach den Noten des Stückes „By the way“. Es meldete ich der Listenadministrator und bot an, nachdem er sich als Komponist des Stückes geoutet hatte, die Noten per E-Mail zuzuschicken. So unkompliziert kann es gehen, wenn man die Freude an der Musik miteinander teilen will und nicht zuallererst an Kommerz und Vermarktung des eigenen geistigen Eigentums denkt. Dabei ist der Listenadministrator kein Am-Feierabend-Hobby-Musiker, der sich geschmeichelt fühlt, wenn sich jemand für seine Komposition interessiert, sondern ein Profi, der zumindest einen Teil seines Lebensunterhalts mit Musik verdient. Und er ist der, dessen CD ich hier besprechen will: Jørgen Lang, trotz des „ø“ in seinem Namen kein ...mehr
(Hier veröffentlicht am 2.4.2012.)
"Vier Frauen - vier Welten"
KulturCafé im MIGRApolis-Haus der Vielfalt am 25.3.2012.
Ein Bericht von Agnes Gossen-Giesbrecht
"Vier Frauen - vier Welten": unter diesem Titel fand am 25. März im "MIGRApolis-Haus der Vielfalt" eine gut besuchte Lesung statt.
Vor dem Beginn der Lesung machte eine russlanddeutsche Malerin, Maria Pfeiffert, die Anwesenden auf die Bilderausstellung "Unsere Welt" die im Rahmen eines Frauenprojektes des Bonner Instituts für Migrationsforschung (BIM) "Von aktiver Teilnahme bis zur Zielerreichung", die an den Wänden des großen Caféraumes präsentiert wurden, aufmerksam.
Agnes Gossen-Giesbrecht, die die Veranstaltung moderierte, begrüßte die Sonntagsgäste des Cafés und stellte die Autorinnen vor.
(Hier veröffentlicht am 29.3.2012)
Integration bedeutet nicht Assimilierung
Kommentar von Sharam Rouhbaksh
Man kann seine eigene kulturelle Basis und die Sitten und Bräuche der eigenen Herkunftskultur für sich behalten und sich gleichzeitig der Gesellschaft, in der man lebt anpassen und einordnen. Allerdings muss Integration beiderseitig sein und nicht nur einseitig! Es reicht überhaupt nicht, wenn nur eine Seite die Bereitschaft von sich zeigt und die andere Seite keine Bereitschaft unter Beweis stellt.
In Deutschland gibt es seit langen Jahren immer öfter große Probleme im Bereich ...mehr
(Hier veröffentlicht am 26.3.2012.)
Den Fremden akzeptieren – Festschrift für Gisbert Brinkmann
Buchrezension von Bartosz Bzowski
„Den Fremden akzeptieren“ – das ist der Titel einer Festschrift zum 65. Geburtstag von Gisbert Brinkmann. Der Jurist und pensionierte Beamte im Bundesarbeitsministerium setzt sich intensiv für die Belange ausländischer Mitbürger in Deutschland ein. Ein Sammelband von Aufsätzen über einzelne Aspekte des Migrationsrechts und über die Situation von Flüchtlingen würdigt den engagierten Experten für Asyl- und Ausländerrecht.
Nach einem Vorwort und einem (englischsprachigen) Aufsatz über die Rechtslage in Großbritannien skizziert Heinz Georg Bamberger die Geschichte des Ausländer- und Asylrechts in Deutschland und Europa. „Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren Fremde grundsätzlich rechtlos“, schreibt der Autor und führt fort: „Das Christentum und seine Gebote haben daran wenig geändert“. Die schrittweisen Verbesserungen, angefangen von der Französischen Revolution, fortsetzend über die Entwicklung von Verfassungsstaaten hin zu freiheitlich-demokratischen Grundordnungen, werden ausführlich skizziert und positiv bewertet.
(Hier veröffentlicht am 26.3.2012)
Neo-Keltisch-Indisch-spirituelle Harfenklänge
Andrea Seki. Through the Passage
CD-Rezension von Michael A. Schmiedel
Andrea Seki ist Italiener, trotz des für deutsche Gewohnheiten weiblich klingenden Vornamens ein Mann, und ein Harfenspieler, der sein Handwerk bei niemand geringerem als bei dem bretonischen Meister dieses Instruments Alan Stivell gelernt hat. So nimmt es nicht Wunder, dass es ihm besonders die bretonische Harfenmusik angetan hat. Ein Traditionalist ist er dabei keineswegs und auch kein Reformator wie sein Lehrer, der sein Leben der Renaissance der fast vergessenen bretonischen oder generell keltischen Harfenmusik gewidmet hat.
Eher ist er ...mehr
(Hier veröffentlicht am 23.3.2012.)
Nana – Topmodel des Archaischen
Zur aktuellen Ausstellung „„Niki de Saint Phalle - Spiel mit mir“: Über die Kunst Niki de Saint Phalles vom 15.1. bis 3.6.2012 im Max Ernst Museum, Brühl
Kunstreportage von Anna Graf
Da hängt im Zentrum der Ausstellung ein Tarotmotiv „Der Gehängte“...
... und die Frau, die es „aufhing“, führte „einen Krieg ohne Opfer“...
eine wohl sehr martialische Symbolik, die einen zum Nachdenken bringt und ... zum Meditieren. Aber Eins nach dem Anderen.
Was macht ein Topmodel von Beruf aus?
Zeigt es schöne Kleider, Schmuck, macht attraktive Werbung?
Ja!
Und! Es besetzt den Raum, nicht nur den physischen, indem es auf der Bühne oder auf dem Laufsteg läuft und die ganze Energie und Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich zieht, im ästhetischen Raum unserer Sinne und Gefühle, - sie besetzt außerdem auch geistige Räume, nicht zuletzt politische und spirituelle. Diese besondere, latent verborgene Fähigkeit jedes Topmodels, den Raum zu besetzen, führte Niki de Saint Phalle, selbst in den jungen Jahren ein Topmodel - zu ihrer Kunst, in der sie „einen Krieg ohne Opfer“ führte und an den Sinngehalten der patriarchalen Gesellschaft rüttelte.
(Hier veröffentlicht am 21.3.2012)
„EISTRÄNEN AM BAUM UND KIRSCHBLÜTENFALL“
von J. Michael Heveling-Fischell
Nicht weit vom Neumarkt, in der Fleischmengergasse, befindet sich das Kölner Café Libresso. Dort hatten am Sonntagmorgen, den 11. März, Heike van den Bergh und Birgitta Sigfridson zu einer Lesung von Haikus und Gedichten mit dem verheißungsvollen Titel „EISTRÄNEN AM BAUM UND KIRSCHBLÜTENFALL“ eingeladen. Die beiden Autorinnen spannen in ihrer Lesung eine weiten Bogen auf ihrer Reise durch die Jahreszeiten, Naturschönheiten und die Tiefen der Liebe. Musikalisch begleitet wurde die Lesung durch Kryztjan Hynz, der arabisch, spanisch und klassisch inspirierte Melodien auf dem Kontrabass spielte, wobei seine oft ungewöhnlichen Spieltechniken die Stimmung des Morgens eindrucksvoll vertiefte.
(Hier veröffentlicht am 19.3.2012)
Sternstunden der Demokratie
Zum 17., 18. und 21. März 2012
von Nadja Thelen-Khoder
1) Zum 17. März 2012: Verleihung des Steiger-Award
Am 17.3. sollte in der Jahrhunderthalle in Bochum der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan mit dem Steiger-Award [1] geehrt werden, der für Menschlichkeit und Toleranz vergeben wird. Auf der dazugehörigen Internetseite ist zu lesen: „Preisträger in diesem Jahr sind Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden, Bundespräsident a.D. Horst Köhler, die Schauspieler Hannes Jaenicke und Christine Neubauer, Journalist Peter Kloeppel, Nachwuchsmusiker Tim Bendzko, Modedesigner Wolfgang Joop sowie Dirigent und Musikdirektor Steven Sloane. Sie repräsentieren nach Einschätzung der Jury Offenheit, Menschlichkeit, Geradlinigkeit, Toleranz.“ Als Laudatoren werden Liz Mohn, Regina Ziegler und Henning Mankel genannt; „die Laudatio auf Premierminister Erdoğan hält der frühere Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Gerhard Schröder“ [2].
(Hier veröffentlicht am 19.3.2012)
Zum UNO-Welttag des Wassers am 22. März 2012
von Nadja Thelen-Khoder
„Seid fruchtbar und mehret Euch und
erfüllet die Erde und macht sie Euch
untertan!“ [1 Moses (Genesis), 1,28]
Es gibt klares, reines, sauberes, frisches, kaltes, lauwarmes, heißes,
abgestandenes, trübes, schmutziges, fauliges, salziges, brackiges,
mineralhaltiges, kalkhaltiges, hartes (sehr kalkhaltiges), weiches (kalkarmes),
enthärtetes Wasser, geweihtes Wasser, fließendes Wasser, Wasser zum Waschen und Wasser aus der Leitung. An manchen Stellen ist es flach, seicht oder sehr tief.
Wasser kann gut sein oder schmecken. Es verdunstet oder gefriert, es kocht,
siedet, wallt auf, es tropft oder fließt aus dem Hahn. Es fließt, strömt, rauscht,
rinnt, plätschert, gurgelt, versickert, verläuft sich, steigt, tritt an die Ufer,
durchbricht die Dämme, überschwemmt das Land, wird abgeleitet. Wasser kann
Turbinen antreiben.
Mineralwasser ohne Kohlensäure nennt man stilles Wasser, Deuteriumoxid
schweres Wasser. Wasser kann man in die Badewanne laufen lassen, schöpfen, filtern, aufbereiten, destillieren, für den Kaffee aufsetzen, beim Schwimmen schlucken und mit Wasser seinen Durst löschen. Stille Wasser sind oder gründen tief. Wasser hat keine Balken. Man kann Wasser nicht lieben oder nicht mögen, den ganzen Tag am Wasser liegen, sich im Wasser tummeln und darin planschen. Etwas schwimmt oder treibt auf dem Wasser. Man kann ins Wasser springen, fallen oder stürzen, etwas ins Wasser werfen oder tauchen, kann sich womöglich kaum über Wasser halten, aber unter Wasser schwimmen.
(Hier veröffentlicht am 19.3.2012)
Die Wahl des neuen Bundespräsidenten
Kommentar von Michael A. Schmiedel
Deutschland hat (mal) wieder einen neuen Bundespräsidenten. Dass dessen beide Vorgänger Horst Köhler und Christian Wulff ihr Amt vorzeitig abgaben, soll uns hier nicht weiter beschäftigen. Wollen wir hoffen, dass Joachim Gauck zumindest die fünf Jahre durchhält, ohne sich in Skandale zu verstricken oder sich beleidigt zurückzuziehen.
Was mir besonders wichtig erscheint, ...mehr
(Hier veröffentlicht am 19.3.2012.)
Voll zärtlicher Liebe zum Leben
Mick Fitzgerald and the Bacha Trio. Streetwise
CD-Rezension von Michael A. Schmiedel
Als Autor ist man ja oft froh, wenn man mit seinen Texten etwas bewirkt. Das hängt aber in erster Linie von den Lesern ab, wie sie ihn aufnehmen und was sie damit anstellen. Wenn ein Leser eines kritischen Textes zugleich Gegenstand dieses Textes ist, kann es sein, dass sich dieser zu Unrecht kritisiert fühlt, aber auch, dass er sich angespornt fühlt, etwas anders zu machen, vielleicht sogar besser. Ein solcher zugleich Leser und Gegenstand eines meiner Texte ist ...mehr
(Hier veröffentlicht am 12.3.2012.)
Verdammt! Ich lache wieder!
Die Philosophie des Lachens: Eine kleine Einführung
von Kenan Engin
Die klassische authenische Philosophie betrachtete das Phänomen des Lachens eher humorlos. Sie entwickelte sich eher auf dem Fundament der ernsthaften Nachdenklichkeit, und diese gehörte zu ihren wichtigsten Tugenden. Ihr Hauptvertreter Platon war zum Beispiel durchaus nicht Meinung, dass das Lachen einer der „köstlichsten und seltenen Begabung“ der Menschheit sei, wie Sigmund Freund knapp 2500 Jahre später meinte.
Nach Ansicht der Athener Eliten vertrugen gedankliche Strenge und geistige Tiefe der Ideen-Erkenntnis keine Erheiterung und leichtlebigen Humor. Der Athener Philosoph sollte ...mehr
(Hier veröffentlicht am 7.3.2012.)
Mitarbeiter für Blog eines griechischen Krankenhauses gesucht
Mitarbeiter für Blog eines griechischen Krankenhauses gesucht
Unter http://kilkisnews.wordpress.com/ findet sich ein Blog des Krankenhauses in Kilkis in Griechenland, in dem über die Krise des griechischen Gesundheitssystems informiert wird. Im Zuge der Wirtschaftskrise ist es nämlich zusammengebrochen, und das Krankenhaus in Kilkis verwaltet sich deshalb selbständig. Aber es fehlt an allem. Die Ärtzte arbeiten zur zeit ohne Bezahlung.
Es werden ehrenamltiche Helfer für diesen Blog gesucht, zum Beispiel um texte zu übersetzen. Wer interesse hat, daran mitzuarbeiten melde sich bitte bei uns. Wir leiten es weiter.
(Hier veröffentlicht am 5.3.2012.)
Mit indischer Klassik in den Morgen
Christian Noçon und Saibal Chatterjee. The Indian Sunrise. Morning Ragas: Bhattijar and Bhairav
CD-Rezension von Michael A. Schmiedel
Indische Musik ist für europäische Ohren auf den ersten Blick oder besser das erste Hören auf jeden Fall exotisch. Alles ist anders als gewohnt: die Tonskalen, die Rhythmik, die Instrumente. Seit den 1960ern aber ist sie uns zumindest so vertraut, dass wir sie als indische Musik erkennen, was vor allem Musikern wie Ravi Shankar zu verdanken ist. Der Deutsche Christian Noçon begnügt sich indes nicht damit, indische Musik zu hören und wiederzuerkennen, sondern ...mehr
(Hier veröffentlicht am 4.3.2012.)
Nach dem Gedenken – was nun?
Ein Kommentar von Bartosz Bzowski
Es war eine schöne, bewegende Gedenkstunde, am 23. Februar im Bundestag. Es wurde der Opfer rechtsextremistischer Gewalt gedacht, vor allem der zehn Menschen, die vom „Nationalsozialistischen Untergrund“, der so genannten „Zwickauer Terrorzelle“ ermordet worden waren.
Eine Woche ist seitdem vergangen, und prompt beherrscht ein anderes Thema die Schlagzeiten. Eine Studie, die vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegeben worden war, zeigte auf, dass es viele junge Muslime gäbe, die integrationsunwillig seien. Der Anteil liegt anscheinend bei etwa einem Fünftel.
Es liegt dem Autor dieses Artikels fern, zu leugnen, dass es leider eine nicht unerhebliche Anzahl von Migranten gäbe, welche die freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehne. Das ist nicht hinzunehmen, und es muss klar sein: Menschen, die sich für ein Leben in diesem Land entscheiden, müssen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland achten und befolgen.
Dennoch ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Studie unglücklich. Zum wiederholten Mal gibt es eine Integrationsdebatte kurz nach wichtigen Ereignissen, welche das Zusammenleben von gebürtigen Deutschen und Migranten befördert beziehungsweise die Solidarität der Aufnahmegesellschaft mit den Zuwanderern hervorgerufen haben.
(Hier veröffentlicht am 2.3.2012)
Von Liedern eines Seniorsängers bis zum Rythm’n‘Reel
The Irish Folk Festival - Before the wells go dry Tour am 26.10.2010 im Brückenforum in Bonn-Beuel
Konzertrezension von Michael A. Schmiedel
The, also Das Irish Folk Festival ist seit 1974 das Original unter den Tourneen mit traditioneller Musik und Folkmusik aus Irland in Deutschland. Mit Unterbrechungen tourt es seitdem jährlich durch die deutschen Lande mit gelegentlichen Abstechern in die Schweiz und in die Niederlande. Seit 2000 ist es unter der Federführung von Petr Pandula, seines Zeichens ein echter Europäer: tschechische Wurzeln, aufgewachsen in Deutschland, wohnhaft in Irland. 2010 gastierte es endlich mal wieder Bonn, so dass der Weg dahin für mich nicht weit war. Zwei Duos und zwei Bands sorgten für eine fast dreistündige Unterhaltung, die keine Quelle trocken werden ließ.
Zuerst betrat das Duo Mat Walklate und Matt Fahey die Bühne. Mat Walklate spielt ein Instrument, das zwar viele zu Hause in irgendeiner Schublade liegen haben und das neben der Gitarre wohl am häufigsten zur Begleitung von Liedern am Lagerfeuer verwendet wird, das aber so wie hier gespielt sehr selten zu hören ist: ...mehr
(Hier veöffentlicht am 29.2.2012.)
Celtic Folk Rock von der Sieg
Irish Stew am 16.10.2010 in der Harmonie in Bonn-Endenich
Konzertrezension von Michael A. Schmiedel
Irish Stew ist nicht nur ein Eintopf mit Schafsfleisch, sondern auch der Name einer Celtic Folk Rock Band aus Windeck-Herchen an der Sieg. Im Jahr 2000 hatten sie ihr erstes Konzert im Rahmen des Bonner Folktreffes, bei dem ich ein paar Jahre lang die Ansagen machte. Frontsänger Günter Koch, damals auch Mitbegründer von Till Nine, ist mittlerweile der einzige reine Amateurmusiker bei Irish Stew und ist hauptberuflich Pilot bei der Luftwaffe.
Dazu passte sehr gut das erste Lied dieses Abends nach einem Schlagzeugintro von Ingo Meyer: ...mehr.
(Hier veröffentlicht am 17.2.2012.)
Deutscher Barock trifft auf Irische Tradition
The Reel Bach Consort am 3.10.2010 in der evangelischen Erlöserkirche in Bad Honnef
Konzertrezension von Michael A. Schmiedel
Statt Folk im Feuerschlösschen war es diesmal Folk in der Kirche, und zwar in der weißen evangelischen Erlöserkirche in Bad Honnef. Und eigentlich war es auch kein Folk, sondern alte Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert und traditionelle Musik. Aufmerksame Leserinnen und Leser meiner Rezensionen werden sich erinnern, dass das Reel Bach Consort die Musik von ...mehr
(Hier veröffentlicht am 15.2.2012).
Eine bitterböse Polemik
Kölle Alaaf unterm Hakenkreuz
von Nadja Thelen-Khoder
Karneval zwischen Unterhaltung und Propaganda
Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln zeigt ab 18. November 2011 bis zum 4. März 2012 eine Ausstellung zu Schein und Wirklichkeit des Kölner Karnevals in der Zeit des Nationalsozialismus. (1)Eigentlich könnte ich mich mit dieser Information begnügen. Aber eben habe ich den interessanten Artikel von Frau Spenlen (2) gelesen. Besonders die Geschichte von den Waschfrauen hat mir sehr gefallen – aber ich habe mich auch wirklich sehr erschrocken. Wie ist es nur möglich, hier und heute einen Artikel über den Karneval in Deutschland zu schreiben und darin die Worte „Karneval entwickelt sich immer weiter“, „Juden“ und „Nazi-Zeit“ zu verwenden, ohne auf die fürchterlichen Karnevalssitzungen der Nazis und ihrer Mitläufer hinzuweisen? „Im 18. Jahrhundert erreichten die Juden ihre Integration durch die Teilnahme an Karnevalsgesellschaften“, lese ich – und was war 1933-45? Nichts? Gar nichts? Auch nicht in Köln, der „Hochburg des Karnevals“? Wieder einmal wird die dunkelste Seite der deutschen Geschichte einfach übersprungen.
(Hier veröffentlicht am 13.2.2012)
John Harwood Hick (20.01.1922 – 09.02.2012)
Nachruf von Perry Schmidt-Leukel
Mit John Hick ist einer der einflussreichsten Religionsphilosophen der Gegenwart, dessen Werke in siebzehn Sprachen übersetzt wurden, verstorben. In einer weit verbreiteten Rede von 1996 bezeichnete Josef Ratzinger, damals noch Präfekt der römischen Glaubenskongregation, die Thesen Hicks als eine der größten Herausforderungen für die zeitgenössische Theologie.
Internationale Bekanntheit erlangte Hick zunächst durch seine Auseinandersetzung ...mehr
(Hier veröffentlicht am 12.2.2012.)
Jedem Jeck sing Pappnas - Der Endspurt für den rheinischen Karneval beginnt
von Jeannette Spenlen
In diesen Tagen sind die Zeitungen gefüllt mit Berichten über Karnevalssitzungen, Auftritte des Prinzenpaares oder Kölner Dreigestirns. Die Vorbereitungen für die Endphase des Karnevals, die mit Weiberfastnacht am kommenden Donnerstag, 16. Februar 2012 beginnt, laufen auf Hochtouren. Manche Zugezogene sind über die „fünfte Jahreszeit“ im Rheinland erstaunt. Kostümierte Menschen tanzen auf der Straße, es wird getrunken und geschunkelt. Was bedeuten die tollen Karnevals- Tage, für die manche Rheinländerinnen und Rheinländer sogar Urlaub nehmen?Im Karneval dreht sich alles um Kamelle, Helau, Alaaf, Wäscheprinzessinnen, Karnevalsprinzen, Musik, Verkleidungen, Büttenreden, Straßenumzüge und Feiern. Im heutigen närrischen Treiben ist Brauchtum mit religiösem Gedankengut und mit der Parodie der Mächtigen verbunden. Der rheinische Karneval kennt neben Hexen vor allem Clowns als beliebte Verkleidung, denn Verrücktsein, Jeck-Sein, eine andere Person darstellen als im Alltag, spielt im Rheinland eine wichtige Rolle.
(Hier veröffentlicht am 8.2.2012)
Gelungene Aktion gegen Rechtsextremismus in Bonn

- Quelle: www.breakthesilence.blogsport.de
Von Bartosz Bzowski
Wer in diesen Tagen durch die Bonner Innenstadt geht und aufmerksam auf das Stadtbild achtet, dem fällt auf, dass an vielen Straßenlaternen und Säulen Gedenkschilder hängen. Sie erinnern an die Opfer rechter Gewalt, die seit 1990 in Deutschland ums Leben gekommen sind.
Nach offiziellen Statistiken sind nur 47 Menschen als Todesopfer rechter Gewalt „anerkannt“ worden, doch in Wirklichkeit sind seit der Wiedervereinigung im Oktober 1990 insgesamt mindestens 182 Menschen von Rechtsradikalen getötet worden. Sehr oft waren die Täter Mitglieder rechtsextremistischer Parteien und Organisationen.
Die Aktivisten der Kampagne „Break-The-Silence“ brachten die Tafeln an, um die Gesellschaft auf die Problematik aufmerksam zu machen. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Schilder nicht lange hängen bleiben werden, immerhin wurden sie angebracht, und Passanten wurden auf sie aufmerksam. So ist von der Kampagne ein eindrucksvolles Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus gesetzt worden.
Mehr zur Kampagne gibt es unter: http://www.breakthesilence.blogsport.de
(Hier veröffentlicht am 3.2.2012)
Der EMA-Stellenmarkt – Jobs aus und für den Nahen Osten und Nordafrika
Die Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development e.V. ist ein Länderverein, der die interdisziplinäre Förderung der Beziehungen zwischen Deutschland und den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens (EMA-Region) zum Ziel hat. Dabei setzen wir, neben diversen Veranstaltungen wie Delegationsreisen, Fachforen, oder der Zeitschrift Mediterranes, neuerdings auf einen Stellenmarkt.
Dieser ermöglicht Arbeitsuchenden gezielt Stellen mit Bezug zur EMA-Region zu finden. Unternehmen mit entsprechendem Bedarf, können wiederum schneller auf qualifizierte Fachkräfte mit ausdrücklichem Interesse an der Region aus der Berufs- und Ausbildungslandschaft der kompletten Region zugreifen.
Hier der Link zum EMA Stellenmark:
http://ema-hamburg.org/go/stellenmarkt
(Hier veröffentlicht am 31.1.2012)
30. Januar - Jahrestag der Machtergreifung Hitlers
Vor 79 Jahren starb die erste deutsche Demokratie
Von Bartosz Bzowski
Es war der 30. Januar 1933, ein Montag wie heute auch. Seit fast drei Jahren hatte Deutschland keine Regierung mehr, die sich auf eine parlamentarische Mehrheit stützen konnte. Nachdem im März 1930 die Große Koalition unter Reichskanzler Hermann Müller (SPD) gescheitert war, begann die Ära der so genannten „Präsidialkabinette“. Heinrich Brüning, Franz von Papen und schließlich Kurt von Schleicher hießen die Reichskanzler, die auf der Basis der Notverordnungen des Reichspräsidenten regierten. Paul von Hindenburg, Reichspräsident seit 1925, wurde 1932 für die nächste siebenjährige Amtszeit wiedergewählt. Er war zwar demokratisch gewählt, aber er lehnte die Demokratie ab. Im tiefsten Herzen wünschte er sich das Kaiserreich zurück, was 1918 im Zuge der Novemberrevolution zu Ende ging. Es ging zu Ende, weil Wilhelm II. einen Krieg weiterführen wollte, der schon verloren war, und die Arbeiter und Soldaten sich dagegen auflehnten, weil sie endlich Frieden wollten. Hindenburg schuf die „Dolchstoßlegende“; ein unbesiegtes Heer wurde angeblich von der Heimat „erdolcht“, weil die Revolution ausbrach. Und wenige Jahre später wurde ausgerechnet er Reichspräsident…
(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)
EngagementBrücken
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Projekt „EngagementBrücken“ möchte die interkulturelle Freiwilligenarbeit fördern und lädt zu kostenlosen Fortbildungen und Veranstaltungen ein:
Mehr Informationen finden Sie im Anhang.
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!
Mit freundlichen Grüßen
Gabi Klein
(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)
„Verfolgte Stimmen – Poesie und Musik gegen die Finsternis“
Iris Berben und Ulrich Klan tragen Werke verfemter oder verb(r)annter Künstler vor
von Nadja Thelen-Khoder
In Kooperation mit der Armin T. Wegner-Gesellschaft in Wuppertal (www.armin-t-wegner.de) gedenkt die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in der Hiroshimastr. 12-16 in 10785 Berlin in diesem Jahr mit einer musikalischen Lesung der Opfer der Shoah. Unter dem Titel „Verfolgte Stimmen – Poesie und Musik gegen die Finsternis“ liest die Schauspielerin Iris Berben Texte von Selma-Meerbaum-Eisinger, Else Lasker-Schüler, Armin T. Wegner („Brief an Hitler“) und Itzhak Katzenelson.
(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)
Null Toleranz der weiblichen Genitalverstümmelung!
Der 6. Februar erinnert daran, dass junge Mädchen vor allem in Afrika immer noch diese Menschenrechtsverletzung erleiden
Von Jeannette Spenlen
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Von der weiblichen Genitalverstümmelung (international FGM - Female genital mutilation genannt), sind vor allem junge Mädchen in Afrika betroffen. Die Vereinten Nationen erinnern jährlich am 6. Februar an diese Menschenrechtsverletzung und führen in afrikanischen Ländern Aufklärungs- Kampagnen durch. Denn die gefährliche Praktik gefährdet die körperliche und seelische Gesundheit dauerhaft.
Menschenrechtsgruppen weisen darauf hin, dass in Deutschland und Frankreich einige Mädchen aus afrikanischen Migrantenfamilien von dieser Menschenrechtsverletzung betroffen sind. Seit den 1980er Jahren haben afrikanische wissenschaftliche Forschergruppen und Aktive im Gesundheitsbereich auf die Risiken und Schäden der weiblichen Genitalverstümmelung hingewiesen.
(Hier veröffentlicht am 30.1.2012)
Zum 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945
von Nadja Thelen-Khoder
Es ist so viel geschrieben worden, dass ich an dieser Stelle auf den Beginn eines Artikels von Jan Oltmanns auf http://www.tagesschau.de/ausland/meldung64472.html verweisen kann: „Als die Rote Armee am 27. Januar 1945 das Konzentrationslager Auschwitz erreichte, muss sich den russischen Soldaten ein grauenhaftes Bild geboten haben:
Nur knapp 8000 Häftlinge in den drei Komplexen des größten deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers waren noch am Leben; die meisten von ihnen Elendsgestalten, die zu krank oder zu schwach für den Marsch in die Lager im Westen waren - fort von der näherrückenden Front. Ein Augenzeuge notiert: ‚Einige sitzen stur auf der Erde, nur auf Nahrungsmittel reagieren sie. Von Schmutz und Verwahrlosung kann man ihre Züge nicht erkennen. Es ist zu grauenhaft, man kann das nicht beschreiben. Und man kann nicht helfen’.
(Hier veröffentlicht am 27.1.2012)
Wer „die Deutschen“/ die deutsche Geschichte verstehen will, kommt an ihm nicht vorbei
Zum 300. Geburtstag Friedrichs II. am 24.1.2012
von Nadja Thelen-Khoder
„Friedrich II. ist kein Stoff für mich... Ich kann diesen Charakter nicht lieb gewinnen; er begeistert mich nicht genug, die Riesenarbeit der Idealisierung an ihm vorzunehmen“, sagte Friedrich Schiller 1791.Und Thomas Mann meinte 1914: „‚Der alte Fritz’ – ein schauerlicher Name, wenn man Sinn fürs Schauerliche hat; denn es ist wirklich im höchsten Grade schauerlich, wenn der Dämon populär wird und einen gemütlichen Namen erhält.“In diesen Tagen wurde und wird wieder viel über diesen Preußenkönig (1702-1786; König seit 1740) geschrieben. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 26.1.2012)
Erneut Skandal um Verfassungsschutz
Innenminister Friedrich setzt NPD und Linke gleich
Ein Kommentar von Bartosz Bzowski
27 Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Diese Nachricht sorgte in den letzten Tagen für Aufsehen. Der Verfassungsschutz, war da nicht was?
10 Jahre lang konnte eine Neonazi-Mörderbande durchs Land ziehen und Menschen töten. Der Verfassungsschutz schaute dabei weg. Überlastung, schlechte Absprachen, Kompetenzschwierigkeiten – alles Mögliche wurde als Ausrede aufgeführt, warum es nicht gelungen ist, dem Treiben der Zwickauer Bande entgegen zu treten. Aber um frei gewählte Abgeordnete zu überwachen und gar zu bespitzeln – da gibt es auf einmal keine Schwierigkeiten.
Die Wahrheit ist: Der Verfassungsschutz ist auf dem rechten Auge blind, und das ist ein Skandal. Aber den Vogel endgültig abgeschossen hat Bundesinnenminister Hans Peter Friedrich (CSU).
(Hier veröffentlicht am 25.1.2012)
Bau Deine Stadt
Bedarfsanalyse und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der
Partizipationsbereitschaft von Jugendlichen in Bonn-Tannenbusch
Erstellt von Katharina Höffer, Barbara Müller und Petra Belková-Kiesau
im Auftrag des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V).
Januar 2012
Der komplette Text kann bei uns angefordert werden:
info[at]migrapolis-deutschland.de oder info[at]bimev.de
Das Untersuchungsgebiet Bonn-Tannenbusch
Tannenbusch ist ein Ortsteil der Stadt Bonn im Stadtbezirk Bonn. In diesem Stadtteil leben ca. 16.100 Einwohner. Es wird zwischen den Siedlungsbereichen Alt-Tannenbusch und Neu-Tannenbusch unterschieden.
Tannenbusch ist eine Siedlung am nordwestlichen Stadtrand von Bonn, die in drei Zeitabschnitten entstand. Nach dem Schützenhof entstand in der Zwischenkriegszeit die „Vogelsiedlung“ und in den ersten Nachkriegsjahren die HICOG-Siedlung an der Straße „Im Tannenbusch“. Alt-Tannenbusch gruppiert sich um eine Binnendüne.
Das „Zentrum“ von Alt-Tannenbusch bildet der Paulusplatz mit der katholischen Kirche St. Paulus.
Neu-Tannenbusch ist eine geplante Großsiedlung. Diese Trabantenstadt entstand Anfang der 70er Jahre. Das Bild Neu-Tannenbuschs ist durch die Plattenbauten geprägt. Diese Art zu bauen entsprach dem in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vorherrschenden „Ideal modernen Wohnens“. Die Straßen wurden in dieser Zeit breit und autogerecht gebaut. Vorteile sollten viele Parkmöglichkeiten und eine zentrale Abfallsauganlage bieten. Die Abfallsauganlage hatte von Anfang an mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen, mittlerweile wurde sie zurückgebaut. Außer Plattenbauten ist hier auch noch ein großer Bereich mit Reihenhäusern und Grünflächen zu finden. In Tannenbusch befinden sich eine großes Einkaufspassage und verschiedene soziale Einrichtungen wie beispielsweise das Diakonische Werk.
Zur Stadtteilbegrünung wurde der „Grünzug Nord“ angelegt. Es handelt sich hier um ein Naherholungsgebiet mit Freiflächen, einem See, Spielplätzen und einer kleinen Freilichtbühne.
(Hier veröffentlicht am 25.1.2012)
Offener Brief von Elisabeth Thissen zur mangelhaften Berichterstattung über die Stellungnahme des KRM
Elisbeth Thissen vom Interreligiösen Dialogkreis Bad Godesberg sandte einen Offenen Brief an den General-Anzeiger, die größte lokale Zeitung Bonns, in dem sie sich über die mangelhafte Berichterstattung über die Verurteilung der Terroranschläge in Nigeria durch den Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland beschwert. Diesen Rundbrief schickte sie an interreligiös Aktive der Region und bat um Veröffentlichtung auf MIGRApolis Deutschland:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe FreundInnen und InteressentInnen
des Interreligiösen Dialogkreises Bad Godesberg,
am 28.12. leitete ich Ihnen eine Presseerklärung des Koordinationsrates der Muslime zu den Vorfällen in Nigeria mit einer eindeutigen Distanzierung von Gewalt weiter:
Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) verurteilt die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria.
Obwohl an die großen Zeitungen und Sender geschickt, hat diese Erklärung so gut wie keine Resonanz in den Medien gefunden. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 23.1.2012)
Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) verurteilt die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria
Wir geben hier die Originalerklärung des Koodrinierungsrates der Muslime in Deutschland (KRM) wieder, vor allem, weil sie in der Presse ansonsten kaum erwähnt wird:
Köln, 26.12.2011
Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) verurteilt die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria
Als Muslime in Deutschland sind wir zutiefst erschüttert über die terroristischen Anschläge auf Kirchen in Nigeria, bei dem mehr als 40 Menschen ums Leben kamen. „Unser aufrichtiges und herzliches Beileid gilt allen Hinterbliebenen der verstorbenen Opfer und der christlichen Gemeinden. Den Verletzten wünschen wir baldige Genesung ihrer körperlichen und seelischen Wunden.", so Bekir Alboğa, Sprecher des KRM. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 23.1.2012.)
Leserbriefe zu "Islamische Theologie an deutschen Universitäten"
Zum Artikel "Islamische Theologie an deutschen Universitäten" von Michael A. Schmiedel erreichten uns noch am Tag der Veröffentlichung zwei Leserbriefe:
1. Von Haluk Yıldız:
Lieber Michael,
Gratulation zu deinem gut gelungenen Kommentar.
Folgende Passage finde ich besonders gut: "Die islamische Theologie in Deutschland sieht sich also mit drei Erwartungsrichtungen konfrontiert: Die deutsche Politik erwartet eine Förderung der Integration der Muslime in Deutschland, die muslimischen Verbände erwarten eine mit ihrer jeweiligen religiösen Tradition übereinstimmende Theologie und eine Stärkung der islamischen Präsenz in Deutschland und die Vertreter der Wissenschaft erwarten methodisch sauberes wissenschaftliches Arbeiten. Hinzu kommen dann noch die Erwartungen der Studentinnen und Studenten. Ob die islamischen Theologinnen und Theologen dem allen gerecht werden können?"
Nur bei der Formulierung ...mehr
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2. Von Reinhard Kirste:
Lieber Michael,
vielen Dank für Deine Nachricht – und weiterhin gute Besserung. Deinen Beitrag in “Migrapolis” habe ich mir angesehen. Er gibt einen ganz guten Überblick, allerdings sind die Presseberichte über die “erste” islamische Studienzentrum nicht ganz zutreffend. ...mehr
(Hier veröffentlicht am 18.1.2012.)
In memoriam Hrant Dink (1)
oder „Die Angst begleitet mich täglich“ (2)
von Nadja Thelen-Khoder
Fünf Tage bevor der Journalist Hrant Dink erschossen wurde, gab er ein letztes Interview. Er wurde auf sein Engagement nicht nur für die Armenier (3), sondern für alle Minderheiten [Pontos-Griechen, Dersimer, Aramäer u.v.a.m.] angesprochen und gefragt, ob er denn keine Angst habe. Und er gab eine Antwort, die uns alle verpflichtet: „Doch, natürlich habe ich Angst. Wenn Sie es genau wissen wollen, begleitet mich die Angst jeden Tag. Haben Sie schon einmal eine Taube beobachtet? Ständig dreht sie den Kopf, zuckt bei jedem lauten Geräusch zusammen und ist bereit, beim kleinsten Anlass wegzufliegen. Das ist eigentlich kein Leben, nur leider kann ich nicht wegfliegen.“Nein, er ist nicht weggeflogen, sondern zu uns, in unsere Herzen, in unsere Köpfe, in unsere Seelen (4).Nun ist es auf den Tag genau fünf Jahre her, dass Hrant Dink von einem Siebzehnjährigen vor den Redaktionsräumen seiner Zeitung „Agos“ erschossen wurde (5), und Hunderttausende bei seiner Beerdigung seinem Sarg folgten (6).
(Hier veröffentlicht am 18.1.2012)
Islamische Theologie an deutschen Universitäten
Kommentar von Michael A. Schmiedel
Am 16.1.2012 wurde offiziell an der Universität Tübingen das Zentrum für Islamische Theologie eröffnet. Es hat den Betrieb schon zu Beginn des laufenden Wintersemesters aufgenommen, wurde nun aber von Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer offiziell eröffnet. Bisher hat das Zentrum nur einen Lehrstuhl, den der Koranwissenschaftler Omar Hamdan, der in Jerusalem und Tübingen studiert hat, besetzt. Weitere Professuren sind für die nächsten Semester in Planung.
Tübingen gilt als der erste deutsche Standort eines Zentrums für islamische Theologie. Weitere drei sollen folgen: ...mehr
(Hier veröffentlicht am 18.1.2012.)
Spielend streiten lernen
Neue Veröffentlichung des Free Pen-Verlages
Vorwort von Barbara Schlüter
Die Literatur zum Thema Gewaltprävention ist fast unübersehbar, aber nicht nur deshalb haben wir uns den Namen SPIELEND STREITEN LERNEN® schützen lassen, sondern weil wir mittlerweile auf einen jahrelangen Prozess zurückblicken können. Kontinuierlich entwickelt sich dieses Programm weiter, wird den aktuellen Bedürfnissen angepasst und bleibt sich trotzdem treu.
Ziel war und ist es, die Konfliktfähigkeit von Kindern spielerisch zu fördern. Im Laufe der Jahre haben wir in verschiedenen Teams und unterschiedlichen Situationszusammenhängen zahlreiche Methoden und Materialien erprobt. Die dabei erlangten Erfahrungen werden in diesem „best practice“-Modell umgesetzt.
(Hier veröffentlicht am 16.1.2012)
Dein Euro gegen Rassismus
Liebe Freundinnen und Freunde,
die Mordserie des rechten Gewalttrios aus Zwickau hat erneut gezeigt, wie gegenwärtig Rassismus in Deutschland ist. Betroffen blicken politisch Verantwortliche auf allen TV-Kanälen in die Kameras und sprechen vom dringend notwendigen Engagement der Gesellschaft, um solche Gewalttaten zukünftig zu verhindern.
Gleichzeitig passiert aber folgendes: ...mehr
(Hier veröffentlicht am 16.1.2012.)
Integration geht voran - aber nur langsam
Doch Frau Böhmer ist zufrieden
von Bartosz Bzowski
"Die Entwicklung geht klar in die richtige Richtung", so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, am 12. Januar 2012 bei der Vorstellung des Integrationsberichtes. Der zweite sogenannte Integrationsindikatoren-Bericht betrachtet den Zeitraum von 2005 bis 2010.
Böhmer zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. Bei der Integration von Migranten in Deutschland gäbe es Fortschritte, wenngleich, das gibt sie immerhin zu, Migranten es auf dem Arbeitsmarkt und in der Schule weiterhin schwerer haben als der Rest der Bevölkerung.
Die Teilhabe der Menschen mit Migrationshintergrund an wichtigen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens habe sich deutlich "verbessert", meint Frau Böhmer.
(Hier veröffentlicht am 13.1.2012)
Tagung zur Türkei
Die Evangelische Akademie im Rheinland veranstaltet in Kooperation mit Dr. Hıdır Çelik vom 9.-10. März 2012 eine Tagung zur Türkei in Bonn-Bad Godesberg.
Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit sich die Türkei in den letzten Jahren unter der AKP verändert hat.
Jörgen Erik Klußmann M.A./Diplomkommunikationswirt
Studienleiter für Europa-, Entwicklungs- und Friedenspolitik, Integration & Migration, Christlich-Islamischer Dialog
Studies Director Europe, Development and Peace Policy, Integration & Migration, Dialogue between Christians & Muslims
Evangelische Akademie im Rheinland - Protestant Academy in Rhineland
Haus der Begegnung
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn-Bad Godesberg
http://www.ev-akademie-rheinland.de
Tel +49 228 95 23 204
Fax +49 228 95 23 250
joergen.klussmann@akademie.ekir.de
Sekretariat: Thorgit Stephan
Tel. +49 228 9523 205
thorgit.stephan[at]akademie.ekir.de
(Hier veröffentlicht am 13.1.2012)
EngagementBrücken
Das Projekt „EngagementBrücken“ möchte die interkulturelle Freiwilligenarbeit fördern und lädt zu kostenlosen Fortbildungen und Veranstaltungen ein:
Freiwillige aus interkulturellen Teams:
· „Auf der anderen Seite - Ein Besuch der Redaktion des Kölner Stadt Anzeigers“
Mittwoch, 18. Januar 2011, 17:00 Uhr
· Öffentlichkeitsarbeit
Samstag, 21. Januar, und Samstag 28. Januar 2012, 10:00 – 16:00 Uhr
Freiwillige und EhrenamtskoordinatorInnen:
· „Einführung in die Methode der kollegialen Beratung“
Mittwoch, 25. Januar 2012, von 16:00 – 19:00 Uhr
· „Warum kommt denn (k)einer?“ Kollegiale Beratung zur Interkulturellen Öffnung im Bereich Bürgerengagement
Jeweils montags von 16:00 bis 18:00 Uhr.
Nächste Treffen: 27. Februar 2012, 26. März 2012, 23. April 2012
Teilnahme kostenlos
An alle Interessierte wendet sich die Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule Köln, des Integrationsrats der Stadt Köln und der Kölner Freiwilligen Agentur e.V.:
· „Schlummernde Potenziale klug genutzt?
Auf dem Weg zur Interkulturelle Öffnung von Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen“
Dienstag, 31. Januar 2012, 20.00 – 22:00 Uhr
Forum Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum
Mehr Informationen finden Sie im Anhang.
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!
(Hier veröffentlicht am 10.1.2012)
Ältere Beiträge
Altere Beiträge seit 2008 finden Sie in den Rubriken.
(16.2.2012)
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