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Wer nicht wagt, die Zukunft herauszufordern, wird sie nicht erleben.
Who doesn´t dare to challenge the future, will not live to see it.
Geleceğe meydan okumayanlar, onu yaşıyamazlar.

(Hıdır Eren Çelik)


 

Gedanke

von Hıdır Eren Çelik

Eure Geschichte
ist unsere geworden,

unsere wird
Eure werden.

Nun werden wir gemeinsam
die Zukunft schreiben.


 

DIE ALLERNEUESTEN BEITRÄGE

in der deutschsprachigen Rubrik finden sie auf dieser Seite.

Viele ältere Beiträge finden Sie in den einzelnen Rubriken über die Themenspalte links.

Die alternde Republik und das Versagen der Politik

Eine demographische Prognose

Rezension von Helene Schüffelchen

Das Buch „Die alternde Republik und das Versagen der Politik - Eine demographische Prognose“ von Herwig Birg behandelt die Thematik der Alterung der Gesellschaft infolge des demographischen Wandels.

Herwig Birg war von 1981 bis 2004 Inhaber des Lehrstuhls für Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik der Universität Bielefeld. In seinem Buch geht er der als zentrales Problem gesehenen Alterung der Gesellschaft und damit zusammenhängenden Punkten ausführlich nach. In der öffentlichen Meinung gilt die steigende Lebenserwartung als Hauptgrund für diese Entwicklung. Nicht zuletzt der Bestseller „Das Methusalem-Komplott“ von Frank Schirrmacher hat diesen Eindruck in der Gesellschaft verfestigt.

Laut Birg entspricht dies aber nicht den Tatsachen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 4.5.2015)


 

„Mein Leben ist ein großes Schweigen“

Autor und Publikum; Foto: Celik

KulturCafé mit A. Kadir Konuk „Ungeschriebenes Tagebuch - Gedanken eines Autisten“

Bericht von Birte Libner und Helene Schüffelchen

Der Titel ist ein Zitat aus A. Kadir Konuks neuesten Werk, in dem er die Welt des Autisten Michael beschreibt.

Im Rahmen des KulturCafés stellte A. Kadir Konuk am Sonntag, dem 26. April 2015 bei einem literarischen Brunch im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn sein neues Buch „Ungeschriebenes Tagebuch - Gedanken eines Autisten“ vor.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Hidir Çelik stellte der Autor A. Kadir Konuk zunächst sich und das Thema seines neuesten Buches vor. A. Kadir Konuk kam als politischer Flüchtling nach Deutschland, nachdem er zuvor in der Türkei in einem Gefängnis inhaftiert war. In der Türkei hatte er als Grundschullehrer gearbeitet. Hier in Deutschland arbeitete er in einer Förderschule für Autisten und körperlich behinderte Kinder. Dort lernte er auch den Autisten Michael kennen, dessen Erlebnisse und Gedanken in dem vorgestellten Buch wiedergegeben werden.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.4.2015)


 

Integration und Einwanderung

Rezension von Linde Goubert

Viele OECD-Länder verzeichnen Rekordzahlen an Zuwandern, die nach Arbeit suchen oder zu ihren Familien nachziehen. Auch Deutschland wurde inzwischen als Einwanderungsland anerkannt. Der vorliegende Sammelband „Integration und Einwanderung“, der 2007 von Wichard Woyke herausgegeben wurde, zeigt Erfolge sowie Probleme der Integration auf und erörtert Lösungsmöglichkeiten.

Der erste Beitrag, von Bernhard Santel verfasst, beschreibt die verschiedenen Phasen der Zuwanderung in Deutschland. Santel erörtert, dass Integration in Deutschland erst in den 70er Jahren zu einem Thema für Politik und Gesellschaft wurde. Entscheidend war das Jahr 1999, in dem ein Reformgesetz beschlossen wurde. Staatsangehörigkeit wird seitdem durch Geburt im Inland (ius soli) erworben. So hat sich Deutschland den klassischen Einwanderungsländern (USA, Kanada, Frankreich) angenähert.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.4.2015)


 

Kritik und Gewalt

Sarrazin-Debatte, ‚Islamkritik‘ und Terror in der Einwanderungsgesellschaft.
von Klaus J. Bade

Rezension von Birte Libner

„Die Einwanderungsgesellschaft ist – im Gegensatz zu vielen Integrations(schein)debatten mit ahistorischen statischen Gesellschaftsbildern – kein Zustand, sondern ein vielgestaltiger und komplexer Kultur- und Sozialprozess, der sich stets weiter ausdifferenziert. Er besteht aus dem räumlich, sektoral und sozial unterschiedlich voranschreitenden Zusammenwachsen von Mehrheits- und Zuwanderungsbevölkerung in einem Interaktionsprozess, der beide Seiten tiefgreifend verändert.“

So beschreibt Prof. Klaus J. Bade, renommierter Migrationsforscher und Politikberater, die Einwanderungsgesellschaft. die unter verschiedenen Ängsten und Stress aufgrund negativer Befürchtungen im Hinblick auf die zunehmende Zuwanderung leidet. Zwar ist das Land auf eine dauerhafte Einwanderung angewiesen, um der demographischen Schrumpfung und Alterung entgegen zu wirken. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.4.2015)


 

Texte wie fließendes Wasser

„Irrfahrtenbuch“: Buchvorstellung von Marcus Neuert
Bericht von Linde Goubert

Am 23. April 2015 lud der Free Pen Verlag in das MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Brüdergasse 16-18 ein. Anlass war die Vorstellung des Buches „Irrfahrtenbuch“, geschrieben von Marcus Neuert. „Irrfahrtenbuch“ ist der vierte Lyrikband des Autors, der für seine Arbeit schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, zuletzt 2014 mit dem Lyrikpreis postpoetry.nrw.

Neuert gab an, Liebhaber von kurzen, prägnanten Texten zu sein. Das wird im vorliegenden Band sehr deutlich. Die Texte befinden sich an der Grenze zwischen Lyrik und Prosa. Der Autor merkte dazu an, dass er nicht im Voraus bestimmen könne, ob er Lyrik oder Prosa schreibe. Das entscheidet jeder Beitrag selbst im Laufe des Schreibprozesses. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.4.2015)


 

"Ich habe nichts gegen Ausländer, aber..."

Der Alltagsrassismus, ein ständiger Begleiter in unserer Gesellschaft; ein vorhandener nicht thematisierter und subtiler Rassismus

herausgegeben von Britta Marschke und Heinz Ulrich Brinkmann

Rezension von Birte Libner

Nur wenige möchten eingestehen, dass sie doch viel weniger über jene Personen mit einem teilweisen oder vollständigen Migrationshintergrund wissen, die eine andere Hautfarbe, ethnische Herkunft oder Religion haben und die dennoch einen Anteil von 15,0 Mio. (18,9 %) der gesamten Bevölkerung (80,2 Mio) ausmacht.

Dabei gehören Aussagen wie: „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber...“ zu häufigen mit Vorurteilen behafteten Sätzen. Genau um solche Aussagen, die einen latenten Rassismus impzilieren, handelt es sich im gleichnamigen Buch der Herausgeber Britta Marschke (Islam- und Erziehungswissenschaftlerin) und Heinz Ulrich Brinkmann (Politologe), die darin behandelt werden. Die Verwendung solcher Aussagen wird weit häufiger von ökonomisch und gesellschaftlich schwachen sowie politsich ferneren Personen getätigt, die das „Fremde“ abwerten, um das Selbst und die eigene Gruppe aufzuwerten. Diese Personen sind ebenso eher beeinflussbar als andere. Ihre Situation kann daher auch einfacher von der rechtsradikalen Szene missbraucht werden.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.4.2015)


 

Armenier

24.04.1915 – 24.04.2015

von Hıdır Eren Çelik

Seit einem Jahrhundert bin ich auf der Suche nach meiner geraubten Ehre.
Ich habe meine Stimme verloren vor der Grausamkeit der Sultanen,
ich singe nur noch die Klagelieder,
meine Kinder sind fort,
in die weite Welt gezogen, zerstreut wie ein Weizenkorn auf der Erde.

Mandelbäume und Granatäpfel schmückten unsere Gärten mit ihren rosaroten Blüten,
sie werden nicht mehr erblühen, bis wir zurück sind
meine Mütter sind bestialisch ermordet,
vergraben in den tiefen Schluchten von Anatolien
meine Väter durch tausendeins Kugeln erschossen, ohne Gnade
verdurstet war ich auf der Flucht mit meinen Brüdern und Schwestern
wir suchten uns eine Heimat im Exil.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.4.2015)


 

Wie lange wird die Welt noch zum Verbrechen an der Menschlichkeit schweigen ?

Foto eines anonymen deutschen Reisenden; Armenier werden im April 1915 von osmanischen Soldaten aus Kharpert in ein Gefangenenlager in Mezireh geführt; Hochgeladen von Gonzosft / Wikipedia

von Hıdır Çelik

24.04.1915 – 24.04.2015

Ein Jahrhundert ist vergangen. Es vergeht kein Tag, an dem die Schmerzen und die Errinerungen an den Verbrechen an Menschlichkeit uns nicht begleiten. In einem Land, in dem ein Verbrechen an etwa 1,5 Millionen Menschen begangen wurde, wird immer noch gestritten, ob dies geschah oder nicht. Die Verleugnung der Geschehnisse spaltet die Gesellschaft in der Türkei. Die Türkei als Staat ist herausgefordert, die schweigenden Mauern zu zerreißen, um sich mit der Geschichte zu versöhnen. Es ist an der Zeit, die Verbrechen an den Armeniern anzuerkennen. Denn unsere Kinder brauchen eine Zukunft, in der wir gemeinsam wieder die Lieder der Brüderlichkeit singen. Aus diesem Anlass ein Ausschnitt aus meinem Buch „Der Fluss meiner Träüme. Die Lebensreise eines Wanderers.“ (Free Pen Verlag,Bonn 2008), der auf das Thema einen Blick wirft.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.4.2015)


 

Mandelbäume

24.04.1915 – 24.04.2015

Gedicht von Hıdır Eren Çelik

Wir sind Mandelbäume
verwurzelt tief in der Erde von Dersim,
aus unseren Bäumen sind viele Äste gesprossen,
die sich in den Himmel hineinstrecken, um frei zu sein.
Wir sind Mandelbäume
zerstreut in der Erde von Dersim
blühen wir auf der Hochebene der Munzur-Berge.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.4.2015)


 

Die offene Gesellschaft - Zuwanderung und Integration

Rezension von Helene Schüffelchen

Das Sammelwerk „Die offene Gesellschaft - Zuwanderung und Integration“, herausgegeben von Siegfried Frech und Karl-Heinz Meier-Braun, beschäftigt sich mit den Thematiken „Migration“ und „gelungener Integration“ und betrachtet dafür unterschiedliche Gebiete, die diese Themen berühren und beeinflussen.

Ausgangspunkt des Buches ist zum einen die Frage, wie ein Zuwanderungs- und Integrationskonzept zu gestalten ist, das nicht nur die ökonomische, sondern auch die kulturelle und soziale Dimension berücksichtigt. Zum anderen ist zu klären, wie das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft gelingen kann. Die Herausgeber kritisieren, dass die Debatte über Menschen mit Migrationshintergrund häufig sehr vereinfachend geführt wird. Der Migrationsbegriff sei in der öffentlichen Wahrnehmung meist negativ besetzt.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.4.2015)


 

Der Tod im Meer

von Hıdır Eren Çelik

Ich schau in Dich,
in deinem Gesicht find ich mich
als Mensch,
nun bist Du tot,
vergraben in den Untergrund des Meeres.

Ich bin am Leben, trauere,
klage über Deinen Tod
als Mensch
Du wolltest wie ich leben, in Freiheit.

Die Hoffnung,
eine Zukunft für Deine Kinder zu bauen,
hat Dich mit den Wellen getrieben,
als Leiche nach Europa.

(Hier veröffentlicht am 22.4.2015)


 

Eine unfassbare Tragödie

Karte: Eric Gaba (Sting) / Wikipedia

Kommentar von Bartosz Bzowski

Der 19. April 2015 war ein traumhaft schöner Frühlingssonntag. Ein strahlend blauer wolkenloser Himmel vollzog sich über Bonn.

Gegen Mittag meldete die „Tagesschau“, dass im Mittelmeer schätzungsweise 700 Menschen ertrunken sind, die von Libyen nach Europa gelangen wollten, aus Flucht vor Krieg, Elend und Not. Die bislang unbeschwerte Stimmung dieses Tages verwandelte sich plötzlich in Trauer und Entsetzen.

Am Morgen des 20. April kam dann die Korrektur, es seien 900 bis 950 Menschen an Bord des gekenterten Schiffes umgekommen. Und wenige Stunden später gingen Meldungen über die Nachrichtenticker, weitere Flüchtingsboote seien gesunken, eins erneut mitten im Mittelmeer und ein anderes vor Rhodos.

Bereits in der letzten Woche sind  mindestens 400 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa ums Leben gekommen, somit sind innerhalb von nur einer Woche mindestens 1500 Todesopfer zu beklagen.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.4.2015)


 

Interkulturelles Lernen. Ein Praxisbuch

Eine Rezension von Linde Goubert

In der heutigen globalisierten Welt sind interkulturelle Kompetenzen unerlässlich. Um solche Kenntnisse zu vermitteln, ist die Schule als Ort sehr angemessen, da viele Jugendliche erreicht werden können.

Forschungsprojekte haben schon gezeigt, dass interkulturelle Bildung in der Schule zu einem besseren Schulklima und einer besserer Beteiligung von SchülerInnen mit Migrationshintergrund führt. Der Umgang mit der Heterogenität der Jugendlichen stellt aber für viele Lehrkräfte eine Herausforderung dar. Dies hat die drei Herausgeberinnen Regine Hartung, Katty Nöllenburg und Özlem Deveci zum Schreiben des Bandes „Interkulturelles Lernen. Ein Praxisbuch“ motiviert; es ist ein Buch aus der interkulturellen Praxis für die interkulturelle Praxis.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.4.2015)


 

Migrationsforschung als Kritik? Spielräume kritischer Migrationsforschung

Rezension von Helene Schüffelchen

Dem Sammelwerk „Migrationsforschung als Kritik - Spielräume kritischer Migrationsforschung“ von den Herausgebern Paul Mecheril, Oscar Thomas-Olalde, Claus Melter, Susanne Arens und Elisabeth Romaner liegt die Auffassung zugrunde, dass die kritische Migrationsforschung durch die Ambition, auf den gesellschaftlichen Raum (erkenntnisbezogen) einzuwirken, gekennzeichnet ist. Dazu beschäftigen sich die Beiträge verschiedener Autoren mit der Frage, worin diese Ambition besteht und welche Möglichkeiten und Grenzen sie aufweist. Dazu wird auch auf empirische Studien zurückgegriffen.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 14.4.2015)


 

Europäische Arbeitsmarktstrategien auf dem Prüfstand

Rezension von Linde Goubert

Die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union bleibt hoch. Im dritten Quartal 2014 gab es ca. 24 Millionen Arbeitssuchende. Die hohe Arbeitslosigkeit und die begrenzten finanziellen Mittel in Acht genommen, stellt sich die Frage, welche Arbeitsmarktstrategien die Europäische Gemeinschaft einhalten soll. Dieser Frage widmet sich der Sammelband „Europäische Arbeitsmarktstrategien auf dem Prüfstand“, der 2015 herausgegeben wurde.

Der Herausgeber Martin Kröll ist Studienkoordinator und Vertreter des Fachgebietes „Personalwirtschaft und Qualifizierung“ am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

Seit 2006 wurde das 6-Punkt Konzept „Europatriates“ entwickelt, das darauf gerichtet ist, die Arbeitslosigkeit zu senken, und sie in Ausbildung und Beschäftigung zu wandeln. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.4.2015)


 

Ein KulturCafé mit Tiefgang und widerständigem Lachen…

J. Michael Fischell und Zini… darf es auch skurril sein? Foto: Celik

Bericht von J. Michael Fischell

Zu literarischen und musikalischen Interventionen hatten am Sonntag, den 29. März 2015 J. Michael Fischell und Zini in das KulturCafé mit Brunch eingeladen.

Unter dem Titel „Stigma und Hoffnung“ wurde im MIGRApolis-Haus der Vielfalt  Dramatisches und Hoffnungsvolles, Ernstes und die Lachmuskel Reizendes geboten. J. Michael Fischell und Zini rezitierten ihre Lyrik und Musik, die von Ausgrenzung, scheinbar unüberwindlichen Mauern zum Mitmenschen, aber auch von Eigensinn, mutigen Andersdenken  und Aufbruch handelte. Spontan erfreute das Improtheater MI die Gäste mit gekonnten und phantasievollen Spiel. Angetrieben von ihrem Pianisten, boten sie Improvisation vom Feinsten, wechselten in Sekundentakt Stilles und Schrilles. Das machte Lust auf mehr...

(Hier veröffentlicht am 9.4.2015)


 

Farchunda (فرخنده)

Aus Anlass des Lynchmordes an einer jungen Afghanin in Kabul am 19. März 2015

während der Mob dich
am helllichten Tag
mitten in Kabul
zu Tode traktiert
aus dem Gebäude schleudert
um dich anschließend
zu überfahren
zu verbrennen und in den Fluss
zu werfen
gaffen Zeugen tatenlos
trauernde Frauen
mit eisernem Willen
und roten Masken
tragen dich zu Grabe
aus ihren Mündern hallt
dein letzter Schrei
nach Gerechtigkeit
durch die Welt
was heute vernichtet
wird morgen erblühen
geloben sie dir

© Nadia Kraam März 2015

(Hier veröffentlicht am 8.4.2015)


 

Deutsch-türkische Perspektiven

Plädoyer für eine zukunftsorientierte Integrationspolitik

Rezension von Helene Schüffelchen

In dem Buch „Deutsch-türkische Perspektiven“ von Hakki Keskin wird Integration aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Mit sachlich fundierten und konkreten Informationen soll ein konstruktiver Beitrag zum Zusammenleben von Mehrheitsgesellschaften mit den eingewanderten kulturellen Minderheiten, den Migranten, beigesteuert werden. Die Frage, wie ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion in Deutschland möglich ist, ist die zentrale Ausgangsfrage. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Lebenssituation der rund 2,7 Millionen Deutsch-Türken, die den zahlenmäßig größten Anteil der Einwandererbevölkerung darstellen. Ihre Integration stelltdamit nicht nur deshalb eine wichtige Aufgabe für Staat und Gesellschaft dar, sie ist dazu aufgrund der Stellung der Türkei als Nicht-EU-Mitgliedsland zudem schwierig.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 8.4.2015)


 

Behinderung und Migration. Inklusion, Diversität, Intersektionalität

Rezension von Linde Goubert

In Deutschland leben 16,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Laut Schätzungen hat jeder Zehnte von ihnen eine Behinderung. Trotz dieser großen Anzahl wurde dieser Gruppe von Menschen in der Forschung bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Der vorliegende Sammelband, Behinderung und Migration. Inklusion, Diversität, Intersektionalität, stellt eine Ausnahme da, indem er genau diese Gruppe zum Thema hat. Die Idee zum Buch kam zustande aus dem Austausch zwischen den beiden Herausgeberinnen, Gudrun Wansing und Manuela Westphal, Professorinnen an der Universität Kassel für Behinderung und Inklusion bzw. für Sozialisation mit Schwerpunkt Migration und Interkulturelle Bildung.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 8.4.2015)


 

Wir machen Theater!

Theaterprojekt für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien

In meinem Theaterprojekt nehme ich euch mit auf die Reise eures Lebens. Eure Erfahrungen, Wünsche, Träume und das Talent jedes Einzelnen möchte ich mit euch zu einem Theaterstück entwickeln. Mit viel Spaß und verrückten Ideen könnt ihr in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen und selbst neue Figuren entwickeln.

Neben der Begeisterung für das Theater, suche ich auch junge Musiker und Musikinteressierte. Das Projekt wird von einem erfahrenen Musiker begleitet und mitgestaltet. Mit ihm werdet ihr gemeinsam die Musik für das Stück entwickeln und spielen.
(Anna Poth)

Information und Anmeldung:
fluechtlingsnetzwerk[at]gmail.com  
EMFA/Integrationsagentur
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Wann?: Jeden Donnerstag, 16.15 bis 17.45 Uhr
Beginn: 23.04.2015
Wo?: ESG Bonn, Königstr. 88, großer Saal

pdf-Plakat

(Hier veröffentlicht am 2.4.2015)


 

Einblicke in einen vielfältigen Kontinent

Ausstellungseröffnung "Afrika - Weit mehr als Du denkst!"

Bericht von Theresa Werhan

Am 25. März 2015 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt die Ausstellungseröffnung „Afrika – Weit mehr als du denkst! Einblicke in einen vielfältigen Kontinent“ statt. Ca. 60 Personen lauschten der Podiumsdiskussion und ließen den Abend anschließend bei Sekt und afrikanischem Buffet gemütlich ausklingen.

Zu Beginn sprachen Peter Croll (DAZ-Gründungsmitglied), der die Gesamtmoderation des Abends übernahm und Césaire Beyel (Vorstandsvorsitzender des DAZ), der die große Anzahl an Besuchern begrüßte. Césaire Beyel betonte hierbei, dass Vorurteile an sich nichts Schlimmes seien, solange man sich dieser bewusst sei und sein Handeln nicht nach ihnen ausrichte.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.3.2015)


 

Die Panikmacher

Rezension von Theresa Werhan

Die deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift von Patrick Bahners

Gegenwärtige Entwicklungen in Deutschland, etwa der große Zulauf rechtspopulistischer Parteien wie der AfD oder die Entstehung der PEGIDA-Bewegung machen deutlich, dass der Islam in vielen Teilen der Bevölkerung noch weit davon entfernt ist, akzeptiert und anerkannt zu werden.

Patrick Bahners Buch „Die Panikmacher“ ist daher aktueller denn je.
In seinem Buch kritisiert und dokumentiert er islamkritische Tendenzen in Deutschland, die von unterschiedlichen Intellektuellen im Zivil- und Politikbereich ausgehen.

Im Mittelpunkt steht hierbei die von Islamkritikern vertretene These, von den in Deutschland lebenden Muslimen gehe eine Bedrohung für die Gesellschaft aus. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.3.2015)


 

"Integrations-Spieltag" in der Bundesliga

Bild: Bundesliga-Stiftung

Vereine setzen Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz

Am vergangenen Wochenende (20. bis 22. März) fand in den deutschen Fußballstadien zum wiederholten Male eine eindrucksvolle Demonstration für eine offene, tolerante Gesellschaft und gegen Rassismus, Ausgrenzung sowie Diskriminierung statt.

Die Spieler aller Vereine der drei höchsten deutschen Fußball-Spielklassen trugen beim Einlaufen auf das Spielfeld auf ihren Trikots entweder die durchgestrichene Aufschrift "DISKRIMINIERUNG", wobei aber nur die Buchstaben "NIE" nicht mit einem Strich versehen waren, oder "AUSGRENZUNG", wobei nur "AUS" nicht durchgestrichen war. Darunter stand jeweils geschrieben: "Mach einen Strich durch Vorurteile". Bei der gewohnten Aufstellung vor der Platzwahl hielten die Mannschaften ein Banner mit der selben Aufschrift hoch.

Der 1. FC Köln und Eintracht Braunschweig spielten gar in Sondertrikots und verzichteten ganz auf das Logo ihrer Sponsoren.

Ähnliche Aktionen fanden in der Vergangenheit wiederholt statt, zum Beispiel 1992, als nach dem Mordanschlag von Mölln alle Mannschaften mit der Aufschrift "Mein Freund ist Ausländer" auftraten. Zuletzt stand 2012 "Geh Deinen Weg!" auf den Trikots, auch das war ein Zeichen für Integration und gegen Fremdenfeindlichkeit. (http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=2298)

Mehr zur Kampagne am vergangenen Spieltag:

http://www.bundesliga.de/de/liga/strichdurchvorurteile/

(Hier veröffentlicht am 24.3.2015; Bartosz Bzowski)


 

Armutsminderung durch Dezentralisierung in Kambodscha

Anspruch und Wirklichkeit ambitiöser Entwicklungsvorhaben

Rezension von Linde Goubert

Das Prinzip der Dezentralisierung, d.h. die Übertragung von Aufgaben einer Zentralregierung auf die subnationale oder lokale Ebene, ist seit den 1990er Jahren in der Entwicklungsarbeit allgegenwärtig. Es soll zum sogenannten „Good governance“ führen und zur Herausbildung einer Demokratie beitragen.

Das Konzept hat sich in westlichen Kulturen herausgebildet, und wurde dann auf Entwicklungsländer übertragen. Allerdings stellt sich die Frage, ob dies überhaupt möglich ist. Zwischen westlichen Staaten und Entwicklungsländern gibt es nämlich große Unterschiede, was die gesellschaftlichen Strukturen betrifft. Mit dieser Frage beschäftigt sich Peter Becker im vorliegenden Buch „Armutsminderung durch Dezentralisierung in Kambodscha. Anspruch und Wirklichkeit ambitiöser Entwicklungsvorhaben“. Im Königreich Kambodscha wurden seit den 1990er Jahren zahlreiche Demokratisierungs- und Dezentralisierungsprogramme durchgeführt. Somit eignet sich dieses Land sehr für eine solche Untersuchung.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.3.2015)


 

Alternative für Deutschland – eine rechtspopulistische Partei?

Rainer Roeser; Foto: Goubert

Bericht von Linde Goubert und Bartosz Bzowski

Am 16. März lud der Rosa-Luxemburg-Club Bonn in das MIGRApolis-Haus der Vielfalt ein. Thema der Veranstaltung „AfD ante portas“ war die neue Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD). Rainer Roeser, freier Journalist aus Düsseldorf und zusammen mit Alexander Häusler Mitautor des Buches „Die rechten „Mut“-Bürger“, referierte über seine Forschungsergebnisse zu diesem Thema.

Die AfD wurde 2013 gegründet, verfügt über 21.800 Mitglieder und ist in den Landtagen von Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Hamburg sowie im Europaparlament vertreten.

Im Laufe ihrer Entwicklung haben sich die thematischen Schwerpunkte der Partei verschoben. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.3.2015)


 

Migrationsstadt Salzburg

Rezension von Linde Goubert

Die Broschüre „Migrationsstadt Salzburg“ dokumentiert die beiden gleichnamigen Ausstellungen, die im Zeitraum Mai bis Juli 2013 bzw. Mai bis Juli 2014 in Salzburg stattgefunden haben. Die Ausstellungen sind von der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Salzburg realisiert worden. Sie thematisieren das Leben der MigrantInnen, die seit den 1960er Jahren in die Stadt gekommen sind.  

Das Heft gliedert sich in zwei Teile. Das erste Kapitel, Der lange Blick zurück bis 1960, berichtet u.a. über Handelsmigration Salzburger Kaufleute, Handwerksmigration aus Italien und Bildungsmigration. Aber auch die Protestantenvertreibung des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung ab dem 15. Jahrhundert kommen zur Sprache. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass Salzburg nach den beiden Weltkriegen eine Durchgangsstation für Flüchtlinge war.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.3.2015)


 

Kommunale Flüchtlingspolitik – eine Herausforderung für jetzt und für die Zukunft

Foto: Celik

Ein Bericht von Theresa Werhan und Bartosz Bzowski

Am 12. März 2015 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt im Rahmen der Reihe „Forum Politischer Dialog“ eine Diskussion zum Thema  "Flüchtlinge in der Kommune - Probleme und Perspektiven für eine gelungene Integration" statt. Etwa 50 Interessierte fanden den Weg in die Brüdergasse, um der Veranstaltung beizuwohnen.  

Eingeladen waren Vertreter der im Bonner Stadtrat vertretenden Fraktionen. Bis auf die FDP nahmen alle eingeladenen Gruppierungen teil. Außer dem  Landtagsabgeordneten Felix von Grünberg (SPD) waren folgende Stadtverordnete auf dem Podium vertreten: Klaus-Peter Nelles (CDU), Dr. Annette Standop (Bündnis 90/Die Grünen), Holger Schmidt (Linke) und Johannes Schott (BBB).  Im Mittelpunkt standen die Themen Unterbringung, Bildung und Soziales.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.3.2015)


 

Asyl und Kriegsdienstverweigerung

Bericht von Dagmar Schulte

PRO ASYL und das Kriegsdienstverweigerungsnetzwerk Connection e.V. verstehen die Entscheidung des Europäischen Gerichtshof im Verfahren des US-Deserteurs André Shepherd nicht. Am 26. Februar 2015 behauptete der Europäische Gerichtshof, das in UN-mandierten Kriegen grundsätzlich keine Kriegsverbrechen begangen würden. „Mit der Entscheidung wird die Position von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren im Asylverfahren nicht gestärkt. Einige Grundsatzfragen hat der Gerichtshof vermeiden, andere entgegen dem Votum der Generalanwältin in inakzeptabler Weise beantwortet“, so Rudi Friedrich von Connection e.V..

PRO ASYL und Connection e.V. finden die Ausführungen des Gerichts zu Kriegen, die durch eine UN-Resolution mandatiert sind, besonders bedenklich. Bernd Mesovic von PRO ASYL meint, „Dass der Gerichtshof für diesen Fall quasi dekretiert, dass in solchen Kriegen keine Kriegsverbrechen `begangen werden´ und dies auch für Operationen gelte, über die ein sonstiger Konsens besteht, ist skandalös. Hier wird per Tatsachenbehauptung die Realität verdreht.“ ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.3.2015)


 

Max Matter: Nirgendwo erwünscht

Zur Armutsmigration aus Zentral- und Südosteuropa in die Länder der EU-15 unter besonderer Berücksichtigung von Angehörigen der Roma-Minderheiten

Rezension von Linde Goubert

Im Band "Nirgendwo erwünscht" setzt sich Max Matter mit der Geschichte und Gegenwart der Roma auseinander. Die Idee kam nach Gesprächen im Rat für Migration zustande, einem Zusammenschluss von 78 engagierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachgebieten.

Im Vorwort erinnert uns Werner Schiffauer an die Theorie des norwegischen Anthropologen Frederik Barth, die beinhaltet, dass nur wenige idiosynkratische Merkmale reichen, um eine sogenannte ethnische Grenze zwischen Gruppen zu konstruieren. Während sich aber Werte, Normen und Deutungsmuster im Laufe der Zeit ändern, bestehen die Grenzen weiterhin. Dies kann anhand der Roma-Geschichte veranschaulicht werden. Obwohl sie seit mehreren Jahrhunderten in Europa anwesend sind, haben die weitverbreiteten Vorurteile sowie der Antiziganismus ihnen gegenüber zur Folge, dass die Roma oft am Rande der Gesellschaft leben.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 9.3.2015)


 

Wir haben die Ausstellung im Haus der Geschichte besucht!

Eingang zur Ausstellung; Skulptur "Der Ausländer" von Guido Messer

Kurzbericht und Bild von Bartosz Bzowski

„Immer bunter – Einwanderungsland Deutschland“, so heißt die Ausstellung, die noch bis zum 9. August im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zu sehen ist.

Am 3. März besuchte das Team unseres Hauses gemeinsam die Ausstellung. In einer sehr interessanten Führung hörten wir, wie 1955 die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen, wie aus diesen „Gastarbeitern“ „Einwanderer“ wurden, wie sich auch die deutsche Aufnahmegesellschaft gegenüber den Migranten öffnete, der Zugang zur Staatsangehörigkeit erleichtert wurde und wie Deutschland ganz offiziell Einwanderungsland wurde.

Wir haben uns über die Möglichkeit, diese Ausstellung zu besuchen, sehr gefreut und können allen nur empfehlen, den Weg ins Haus der Geschichte  zu finden. Es lohnt sich!

(Hier veröffentlicht am 4.3.2015)


 

Ein Film von unten: WER RETTET WEN?

Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit

Ein Bericht von Aanchel Kapoor und J. Michael Fischell

Unter regem Zuspruch fanden am Mittwoch, dem 11. Februar im Bonner MIGRApolis-Haus der Vielfalt ein Filmabend und eine Diskussion unter dem Titel  „WER RETTET WEN?“ statt.  Der Film feierte an diesem Tag zeitgleich in mindestens 200 europäischen Städten Europas Premiere, unterstützt von zahlreichen Organisationen, wie zum Beispiel von ATTAC, Greenpeace, LobbyControl, Oxfam, ver.di und der Hans-Böckler-Stiftung.

Der neue Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz wirft einen aufklärenden Blick auf ein Thema, das vielen in bisherigen Diskussionen unverständlich geblieben ist. Experten und Betroffene in Griechenland, Spanien, Irland, USA, Deutschland und Island stellen das Thema in seiner ganzen Bandbreite dar und diskutieren Probleme, Ursachen und Chancen.  Wer rettet wen? Die Reichen die Armen? Die Troika die europäischen Staaten? Die Politiker den Euro? Die Rettungsschirme Europa? Oder die Steuerzahler die Banken? 

...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.2.2015)


 

BIM e.V. feiert ein Jubiläum! Wir sind 20 Jahre alt geworden!

Vor 20 Jahren wurde aus einer Idee eine Institution geboren. Eine Idee, die wie ein kleiner Apfelbaum in Bonner Erde gepflanzt, bis heute Früchte trägt. Eine Idee, die – wenn auch von Manchem kritisch beäugt – von Vielen hoffnungsvoll angenommen und begeistert unterstützt wurde.

Die Idee, einen Baum in einen Garten zu pflanzen, hat sich bewährt. Unser Apfelbaum trägt Früchte und nährt heute geistig viele Menschen, die sich für ein gemeinsames Miteinander einsetzen. Zwanzig Jahre Erfahrung haben uns gezeigt, dass es richtig war, diese Einrichtung aufzubauen. In diesen Jahren haben viele Gärtner und Gärtnerinnen unseren Apfelbaum unermüdlich auf ihre Weise gepflegt, die Früchte des Baumes geerntet und verteilt, um die Vorurteile in den Köpfen vieler Menschen abzubauen. Mittlerweile hat unser Baum sehr viele Äste, die stark gewachsen sind. Um die Fragen der Migration, Mobilität und der transkulturellen Bewegungen sowohl kritisch als auch konstruktiv zu beantworten, haben viele Ehrenamtliche mitgewirkt, mitgestaltet und daran gearbeitet, dass wir heute eine Institution haben, die zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Bonner Kultur- und Soziallebens geworden ist.

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(Hier veröffentlicht am 18.2.2015)


 

Flüchtlinge im Kirchenasyl untergetaucht?

von Dagmar Schulte

Das neue Ausländerrecht plant, die Residenz von Flüchtlingen in der Kirche als „untergetaucht“ abzustempeln. Dies ist ein Punkt im Entwurf des neuen Aufenthaltsrechts, den die Bundesregierung kurz vor dem Jahreswechsel verabschiedete.

Immer wieder gewähren christliche Gemeinden Flüchtlingen Kirchenasyl, wenn sie Gefahr für Leib und Leben der Schutzbedürftigen sehen. In bestimmten Fällen ist die Politik eben so, dass Flüchtlinge besonderen Schutz benötigen. Auch das Pfarrhaus von Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke beherbergt seit November 2014 einen Flüchtling im Kirchenasyl. Der Pfarrer kommentiert diesen Punkt des geplanten Gesetzes: „... da will also die Regierung das Kirchenasyl nahezu verunmöglichen. Wenn das beschlossen werden sollte, dass Menschen im Kirchenasyl als `untergetaucht´ gelten, dann – so mein Vorschlag- sollten alle, die gegenwärtig ein Kirchenasyl haben oder es unterstützen oder es für gut befinden, sich bei der Polizei als `untergetaucht´ melden und darauf bestehen, dass eine Suchanzeige gestellt wird, oder dass wir einander suchen lassen!“

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(Hier veröffentlicht am 10.2.2015)


 

Stellenausschreibung

Wir stellen ein:
Pädagogische MitarbeiterInnen;
Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen,
Sozialarbeiter/innen
(Dipl.; B.A.; M.A.)
mit Sprachkenntnissen, z.B. in: Albanisch, Berberisch, Rumänisch und weiteren Sprachen.

Stellenumfang nach Absprache, freie Mitarbeit.

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(Hier veröffentlicht am 10.2.2015)


 

Neulich im Zug

RE zwischen Köln und Koblenz in Troisdorf. Foto: Schmiedel.

von Michael A. Schmiedel

 

Neulich im Zug hörte ich ein paar Sitzgruppen weiter zwei Männer sich unterhalten. Der eine zeigte sein Unverständnis über 1,4 Milliarden Menschen, die alle diesem Muhammad anhingen und dass die denn nicht wüssten, dass der ein Mörder und Kinderschänder gewesen sei. Ich schaltete mich ein und fragte: „Aber Sie wissen das alles ganz genau?“ Ja, meinte er, er habe ja den Koran gelesen. Es entspann sich eine Diskussion über Koraninterpretation, Islam im Allgemeinen, Islamismus im Besonderen, über das seiner Meinung nach geschichtlich überholte Alte Testament und das ebenfalls seiner Meinung nach gänzlich friedliche Neue Testament, zu dem er übrigens nur die vier Evangelien, nicht aber zum Beispiel die Briefe des Paulus zählte, desweitere über profillose Parteien und Zeitungen und die PEGIDA als Bewegung gegen die Bevormundung durch die Politiker, der es nur nebenbei um den Islamismus gehe. Der zweite Mann war ...mehr

(Hier veröffentlicht am 6.2.2015.)


 

Angehende Erzieher besuchten MIGRApolis-Haus

Foto: Celik

Am 6. Februar 2015 organisierte der Verband binationaler Familien mit seinem "Rucksack"-Projekt in Kooperation mit dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg eine Informationsveranstaltung im MIGRApolis-Haus. Junge Menschen, die sich in Ausbildung zu Erziehern befinden, fanden den Weg in die Brüdergasse, um sich über die Arbeit der EMFA-Integrationsagentur zu informieren. Hidir Celik stellte die Arbeit der EMFA vor und hielt einen Vortrag über die Geschichte der Migration nach Deutschland. Für die angehenden Erzieher war die Veranstaltung eine wertvolle Abwechslung in ihrem Ausbildungsalltag.

(MP; hier veröffentlicht am 6.2.2015)


 

Vernissage zur Thessaloniki-Ausstellung in Köln

Projekt der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur

Anhand von zahlreichen vergrößerten historischen Postkarten aus Thessaloniki wird in dieser Ausstellung die interkulturelle Vergangenheit der Stadt lebendig: die griechische Stadt – eine Partnerstadt Kölns – war über Jahrhunderte ein Ort, an dem u. a. Juden, Muslime und Christen friedlich miteinander lebten. Thessaloniki ist damit ein Beispiel für die Notwendigkeit und die Chance, miteinander zu leben, voneinander zu lernen und gemeinsam Neues zu schaffen. Gerade heute lohnt der Blick zurück!

Die Vernissage fand am 28. Januar statt und wurde von zahlreichen Gästen besucht.

Die Ausstellung kann noch bis 25.2.2015, Mo – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr im Bürgerhaus Mütze, Berliner Str. 77, Köln-Mülheim, besucht werden.

(Hier veröffentlicht am 5.2.2015)


 

„Ich habe den Ungläubigen erschossen“

Foto: Celik

Am 19. Januar 2007 erschoss der damals 17-jährige türkische Rechtsextremist Ogün Samast den armenischen Journalisten Hrant Dink auf offener Straße in Istanbul. „Ich habe den Unglaubigen erschossen“, soll Ogün Samast nach der Tat stolz gerufen haben. Seitdem sind acht Jahre vergangen. Der Fall ist immer noch nicht aufgeklärt.

Die türkische Justiz ist nicht daran interessiert, die Hintergründe der Tat aufzuklären, denn der Mord an Hrant Dink ist nicht das Werk eines 17-jährigen Einzeltäters.

Zum Andenken an den Journalisten hat das KulturForum Türkei-Deutschland am 25. Januar 2015 in Köln in der Alten Feuerwache eine Veranstaltung durchgeführt.

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(Hier veröffentlicht am 3.2.2015)


 

"Fluchtwege verschlossen!"

Foto: Celik

Informationsabend für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

 

Bericht von Aanchel Kapoor

Der Ratssaal im Bonner Stadthaus war am 30.01.2015 so überfüllt, dass die Fluchtwege ausnahmsweise verschlossen blieben. Die Veranstalter (Stabsstelle Integration in Kooperation mit dem Haus Mondial und der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit) staunten über 250 engagierte und interessierte Bürger_innen der Stadt Bonn, die den Informationsabend für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit besuchten. Die Veranstaltung wurde von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch eröffnet. Er bedankte sich bei den Teilnehmenden für deren ehrenamtliches Engagement und sagte: "Heute ist der Saal so voll, dass die Fluchtwege verschlossen sind. Wir werden sie heute öffnen!" Herr Berger, Amtsleiter des Sozialamts, stellte Daten und Fakten zur steigenden Anzahl von Flüchtlingen in der Stadt vor: 837 Flüchtlinge müsse Bonn nach aktuellen Zahlen unterbringen. Aktuell 3000 wohnungssuchende Menschen in Bonn erschweren diese Aufgabe enorm. Umso bedeutsamer ist das Engagement der Ehrenamtlichen.

Um das vielfältige und zahlreiche Hilfsangebot in Bonn umfassend aufzuzeigen, stellten sich die 12 Vereine und Organisationen im 3-Minuten-Takt vor:

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(Hier veröffentlicht am 2.2.2015)


 

Eine Liebesgeschichte wie heißer Minztee

Youssouf Amine Elalamy liest aus “Nomade”, Foto: BIM e.V.

Lesung mit Youssouf Amine Elalamy am 26.1.2015

Ein Bericht von Aanchel Kapoor

Die Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft veranstaltete im MIGRApolis-Haus der Vielfalt am 26.01.2015 gemeinsam mit dem Deutsch-Afrikanischen Zentrum eine Lesung zum Roman „Nomade“. Das Werk ist 2013 in Marokko und im Herbst 2014 im Osburg Verlag, Hamburg erschienen. Autor Youssouf Amine Elalamy legt großen Wert darauf, dass alle seine Bücher zuerst in Marokko erscheinen. Der mehrfache Preisgewinner (British Council, Prix Grand Atlas), behandelt profunde und politische Themen mit einer „Leichtigkeit des Tiefgangs“, findet die Marokko-Kennerin Martina S.: „Ich liebe seine Bücher wegen der literarischen Qualität in erster Linie“.

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(Hier veröffentlicht am 28.01.2015)


 

Angst

von Nadia Kraam

die Furcht begleitet mich
wie ein dunkler Schatten
sie hält mich fest
im Turm meiner Ängste
hilflos der Bedrohung ausgeliefert,
fröstelt es mich, obwohl ich nicht friere
die Stimme verebbt
im Gebrüll meiner Panik,
bis der Schmerz des Terrors unerträglich wird
wortlos erkläre ich dem Graus den Krieg
fasse Mut und fange den Schatten mühsam ein
die Last auf dem Rücken tragend,
gehe ich hinaus auf die Straße
für Demokratie und Meinungsfreiheit
mit geistiger Bewaffnung
der Armseligkeit meiner Ängste zum Trotz

© Nadia Kraam Jan. 2015

(Hier veröffentlicht am 26.1.2015)


 

Neuer Migrationsbericht

Deutschland als Einwanderungsland immer beliebter

Nach dem am 21. Januar 2015 in Berlin vorgestellten neuen Migrationsbericht der Bundesregierung sind im Jahre 2013 so viele Menschen nach Deutschland eingewandert wie seit 20 Jahren nicht. Insgesamt waren es 1,23 Millionen.

Von vier Zuwanderern kamen drei aus anderen Staaten der Europäischen Union, vor allem aus Polen, Rumänien, Italien und Griechenland.

Es haben allerdings auch 800.000 Menschen Deutschland verlassen. Das bedeutet ein positives Einwanderungssaldo von 430.000.

Mehr zum Migrationsbericht finden Sie unter:

http://www.tagesschau.de/inland/migrationsbericht-109.html

(Hier veröffentlicht am 22.01.2015)


 

Projektservice Schwan GmbH sponsort hochwertige Tischbanner für unsere Messestände

Der gesamte Verein des Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., insbesondere die Bonner Buchmessen AG, bedanken sich herzlich für die von Projektservice Schwan GmbH hochwertig hergestellten und komplett gesponsorten Tischbanner für die Tische unserer Bonner Buchmesse Migration.

Endlich können wir uns von großen pseudo Papier-Plakat-Tischbanner verabschieden, die jeweils nur einmal einsetzbar waren, um dann im Müll zu landen. Mit den neuen Tischbanner aus fester Plane können die Messetische viele, viele Jahre bespannt werden.

Das Sponsoring wurde im Rahmen des "Marktplatz gute Geschäfte 2014" vereinbart. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.1.2015)


 

Charebashvili leuchtet: Eröffnung der Ausstellung „Georgische Impressionen“

Quelle: BIM e.V.

Ein Bericht von Niklas Treppner

Eine Auswahl an „Georgischen Impressionen“ präsentierte das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. einem breiten Publikum am Freitag, den 9.1.2015, im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Die Bilder des georgischen Künstlers Erwant Charebashvili konnten ab 18 Uhr in georgisch anmutender Atmosphäre betrachtet werden. Landestypische Spezialitäten gab es ebenfalls zu kosten.

Zur Begrüßung ergriff Dr. Hidir Ҫelik das Wort und bedankte sich bei den zahlreichen Gästen für ihr Erscheinen. Er sei froh, die Ausstellung präsentieren zu können und freue sich, Prof. Dr. Heinrich-Josef Klein sowie Kuratorin Nino Müntnich begrüßen zu dürfen. Der Vorsitzende übergab anschließend das Wort an Professor Dr. Klein von der Universität Bonn, welcher zunächst das Land Georgien mit seinen Mythen und Legenden, mit seiner faszinierenden Geschichte und Tradition vorstellte. Land und Leute mussten über Jahrhunderte hindurch schwere Kriege und Schicksalsschläge über sich ergehen lassen. Trotzdem (oder gerade deshalb) wird vielleicht nirgendwo so feuchtfröhlich gefeiert wie in Georgien.

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(Hier veröffentlicht am 14.1.2015)


 

Auch wir sind Charlie!

Kommentar von Bartosz Bzowski

Der menschenverachtende Terroranschlag vom gestrigen Mittwoch (7. Januar 2015) auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris, bei dem zwölf Menschen starben und elf zum Teil schwer verletzt wurden, war ein Angriff gegen uns alle, die wir uns für eine tolerante Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben aller Kulturen in Vielfalt engagieren.

Als Redaktion einer Internetplattform, die sich Migration und Integration zu ihren Schwerpunktthemen gemacht hat, war es uns immer ein Anliegen, interkulturellen und interreligiösen Dialog intensiv zu befördern. Nationen und Religionen sollten nicht trennen, sondern verbinden. Menschen unterschiedlicher Kulturen sollten voneinander profitieren und einander bereichern.

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(Hier veröffentlicht am 8.1.2015)


 

Mein Herz schlägt für "Charlie Hebdo" in Paris

von Hıdır Eren Çelik

Hass kennt keine Grenzen. Im Namen Allahs wird der Glaube der Muslime entwürdigt.
Hass missbraucht den Glauben. Im Namen Allahs wird Gott beleidigt.
Hass hat keine Nation.
Hass hat keinen Glauben.
Hass hat keine Ethnie und keine Religion.
Hass erntet Hass.
Hass entfacht Hass gegen Muslime, gegen Menschen mit anderen Glauben und anderer Hautfarbe.
Hass ist ein Verbrechen gegen die Menschheit.
Hass erntet Hass.  
Hass lebt vom Hass.
Hass ist Terror.
Hass stärkt die Demagogie der Rassisten gegen Fremde in Europa.
Hass führt zur Erblindung vor der Wahrheit.
Hass befördert Ungerechtigkeit in der Gesellschaft, weltweit.
Hass gegen Christen.
Hass gegen Muslime.
Hass gegen Juden.
Hass gegen Atheisten.
Hass gegen Frauen, die frei und emanzipiert leben wollen.
Hass gegen Homosexuelle.  
Hass gegen Alte und Schwache in der Gesellschaft, in der wir leben.
Hass gegen Kranke.
Hass gegen Kinder, die frei wie die Vögel hin und her fliegen.
Hass gegen Obdachlose, die Herzenswärme brauchen.
Hass schürt Angst, bringt Menschen auf die Straßen.
Hass wird uns nicht besiegen.
Hass kennt keine Menschenwürde.
Hass führt zur Flucht, vor Gewalt und Krieg.
Hass wird uns nicht entwürdigen, denn wir sind Menschen mit Vernunft und Würde.
Wir werden den Hass besiegen.
Mein Herz schlägt für die Opfer der Gewalt in Paris.
Mein Herz ist voller Liebe gegen den Hass.
Denn wir werden als freie Bürger dieser Welt
weiterhin schreien, schreiben, zeichnen,  
und zwölf Tauben fliegen in den Himmel hinein, um gegen den Hass die Liebe zu entfachen auf dieser Erde

Bonn, 08.01.2015


 

Deutschkurse für Flüchtlinge

von Shohreh Ghavidel

Am 10.12.14 besuchte Pro Familia zum ersten Mal die Deutschkurse für
Flüchtlinge bei EMFA. In drei Kursen von Anfängern bis zu Fortgeschritten
konnten die 20 Teilnehmer mit Herrn Ntam und die 8 Teilnehmerinnen mit Frau
Ghavidel Informationen über das deutsche Gesundheitssystem, Vokabeln zum
Arztbesuch, kindliche Vorsorgeuntersuchungen und Vorsorgeuntersuchungen in
der Schwangerschaft und Familienplanung bekommen.

Viele Fragen konnten vor Ort beantwortet werden, und für weitere Fragen wurden Beratungstermine vereinbart.  Die erste Erfahrung und die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigte, dass es bei den Flüchtlingen einen großen Bedarf zur Gesundheitsinformationen gibt und weitere Veranstaltungen erwünscht sind.

Diese Veranstaltungen verdanken wir der guten Zusammenarbeit von EMFA und Pro Familia und dem neuen Pro Familia-Projekt "Flüchtlinge im Blick", das
seit Anfang Oktober dieses Jahres ins Leben gerufen ist. Die Finanzierung
wurde von UNO-Flüchtlingshilfe und in Kooperation mit Pro Familia NRW und
die Bonner Pro Familia-Beratungsstelle übernommen.

(Hier veröffentlicht am 7.1.2015)


 

Bonn, Weihnachten 2014

Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde
liebe UnterstützerInnen unserer gemeinsamen Aufgaben

Ein neues Jahr hat seine Pflichten,
eine neuer Morgen ruft zur frischen Tat.
Stets wünsche ich ein fröhliches Verrichten
und Mut und Kraft zur Arbeit früh und spat.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Wir feiern Weihnachten 2014!

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn/Integrationsagentur und des Bonner Institutes für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.
im „Migrapolis–Haus der Vielfalt“ wünschen Ihnen

ein besinnliches Weihnachtsfest 2014
sowie alles Gute für das Jahr 2015

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Begleitung, für Ihre Unterstützung und für Ihre finanziellen Hilfen.
Ihnen und Ihrer Familie wünschen wir eine gesegnete Weihnacht.

Ihre
Dr. Hidir Ҫelik
Almut Schubert


 

Statement der Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Bonn

Herbstsynode 2014

In vielen kirchlichen Verlautbarungen zuletzt im Schreiben unseres Präses, Manfred Rekowski, wird die furchtbare Situation in den Herkunftsländern der Flüchtlinge zutreffend beschrieben und Forderungen für die Flüchtlinge gestellt, die bei uns aufgenommen werden bzw. aufgenommen werden sollen. Die Ev. Kreissynode Bonn schließt sich in allen Einzelheiten den in diesem Schreiben aufgeführten Punkten an. Sie ist dankbar dafür, dass die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis im Flüchtlingsbereich schon sehr viel tun und mit den anderen hier tätigen Organisationen gut zusammenarbeiten. Die Synode fordert jedoch darüber hinaus:

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(Hier veröffentlicht am 19.12.2014)


 

„5 Minuten vor 12 – Es ist noch nicht zu spät, um eine Sprache zu lernen“

Foto: Hıdır Çelik

Bericht von Marcel Sommer

Flüchtlinge und Asylbewerber ohne staatliche Unterstützung haben einen schweren Stand. Sie wollen Deutsch lernen – werden aber aufgrund ihres Status als Asylsuchende sprachlich nicht gefördert. Seit Oktober 2014 werden vom Evangelischen Kirchenkreis Bonn und der Stabstelle Integration Bonn im MIGRApolis–Haus der Vielfalt Deutschkurse für Flüchtlinge kostenlos angeboten.
 
Die Sprachschüler, die an den Kursen teilnehmen, haben gemeinsam ihren Abschluss gefeiert. Die Veranstaltung von heute, dem 17.12.2014, mit dem Namen „5 Minuten vor 12 – Es ist noch nicht zu spät, um eine Sprache zu lernen“ war im MIGRApolis–Haus der Vielfalt sehr gut besucht. Menschen unterschiedlicher Herkunft kamen zusammen, um sich mit Bekannten oder neuen Gesichtern auszutauschen und um ihr Deutsch zu praktizieren. Dieses interkulturelle und offene Beisammensein gibt den Flüchtlingen die Möglichkeit, sich auch im Alltag beteiligen zu können und zeigt die Wichtigkeit der Deutschkurse für eine gelungene Integration.

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(Hier veröffentlicht am 17.12.2014)


 

Beats und Raps: Jugendliche rappen im MIGRApolis–Haus der Vielfalt

Moderator, Foto: Julia Nikolic

Ein Bericht von Marcel Sommer

Unter dem Namen „Rap die Polis“ fand die erste Rap-Veranstaltung am 12.12.2014 im MIGRApolis–Haus der Vielfalt statt. Zu dem Motto „GrenzenLos“ nahmen die Bewerber Yasiin West und Sheax teil und performten, neben den Bonner Rappern S.Ai.S. und Braćo mit Partner Leksus, ihre Songs.

Die Veranstaltung gab den Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit ihren Songs bewerben zu können, um sich sprachlich und kreativ zu einem ausgewählten Thema zu äußern. Dabei sollte mit dem Thema „GrenzenLos“ insbesondere ein interkultureller Rahmen geschaffen werden, den die Teilnehmer auf ihre Weise interpretieren. So handelten auch einzelne Texte der Teilnehmer von ihren Erfahrungen mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und von ihren Migrationsgeschichten. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist Rap als Musikstil eine beliebte Möglichkeit sich mitzuteilen. Zudem besteht er aus lyrischem Geschick, Taktgefühl, Emotionen und Ausdrucksvermögen.

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(Hier veröffentlicht am 17.12.2014)


 

Bonn stellte sich quer!

Auch das MIGRApolis-Haus war dabei! Fotos: Celik

Am 15. Dezember 2014 demonstrierten knapp 3.000 Bonnerinnen und Bonner gegen einen Aufmarsch der "Bogida" (Bonner gegen Islamisierung des Abendlandes)- Bewegung in ihrer Stadt.

Diese Bewegung, in Dresden unter dem Namen "Pegida" (Patrioten Europas gegen Islamisierung des Abendlandes) entstanden, nutzt vorhandene Ängste und Vorurteile in der Bevölkerung aus, um Stimmung gegen Migranten und Flüchtlinge zu machen. Regelmäßig beteiligen sich Rechtspopulisten, aber auch Neonazis an den Demonstrationen.

Im Gegensatz zu Dresden, wo am selben Tag Pegida 15.000 Menschen mobilisierte, war die rechte Kundgebung in Bonn ein großes Fiasko. Aufgrund der großen Überlegenheit der Gegendemonstranten musste der geplante Marsch durch die Bonner Innenstadt abgesagt werden.

Die überwältigende Mehrheit der Bonner Bürgerinnen und Bürger zeigte, dass für Intoleranz und rechte Parolen in ihrer Stadt kein Platz ist!

(Hier veröffentlicht am 16.12.2014)


 

 

Bonner Buchmesse Migration 2015 – Zehntes Jubiläum

Das Motto der X. Bonner Buchmesse Migration steht fest

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter dem Motto „GrenzenLos – Vielfalt leben“ wird die 10. Bonner Buchmesse Migration vom 19.-22. November 2015 ihre Tore im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland öffnen und ihr zehntes Jubiläum feiern. Vier Tage lang wird ein umfangreiches Programm zum Themenfeld Migration von einem großen Netzwerk interkultureller Akteure präsentiert. Feierlich eröffnet wird die Bonner Buchmesse Migration am 19.11.2015 um 18.00 Uhr im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Das Motto „GrenzenLos – Vielfalt leben“ möchte auf die Vielfalt an Grenzen aufmerksam machen, die das Leben aller Menschen, mit und ohne Migrationshintergrund,begleiten und bestimmen. Grenzen, die es oft für den Einzelnen zu überwinden gilt, in der Hoffnung, ein besseres Leben zu führen. Territoriale Grenzen, die durch Mobilität und Migrationsbewegungenzum Schicksals-Los werden. Grenzen in den Köpfen, die sich durch Vorurteile und Unwissenheit speisen, in Ängsten äußern und Integration erschweren. Grenzen, die in den Träumen vieler Menschen nicht existieren sollten, und die den Wunsch haben, nach einer langen Reise „endlich“ anzukommen und Anerkennung in Recht und Würde zu erhalten.

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(Hier veröffentlicht am 15.12.2014)


 „GrenzenLos – Vielfalt leben“

Ausschreibung zum Literaturwettbewerb der 10. Bonner Buchmesse Migration

Zum Thema

Insbesondere im Bereich der Migration können Assoziationen bei „GrenzenLos – Vielfalt leben“ sehr unterschiedlich und vielfältig sein. So stellt die Freiheit im Geiste und in der Mobilität für viele Menschen noch lange keine Selbstverständlichkeit dar. Im Gegenteil. Territoriale Grenzen, beispielsweise, werdenzum „Schicksals-Los“, weil an ihnen Freiheit aufhört. Gleiches gilt für die Grenzen in den Köpfen, die sich durch Vorurteile und Unwissenheit speisen, in Ängsten manifestieren und damit Wege der Offenheit und Anerkennung versperren. Migration ohne Grenzen ist kaum vorstellbar, denn ohne Grenzen gäbe es keine Migration. Schon immer mussten sich Migranten und auch deren Aufnahmegesellschaften mit Grenzen aller Art auseinandersetzen.Denn nicht nur territoriale Grenzen markieren Wirkungsräume, es sind auch die kulturellen und persönlichen Grenzen, auf die wir treffen – Grenzen, die so unterschiedlich wie die Menschen selbst sind.Und auch die Umgangsweisen der Menschen mit diesen Grenzen sind vielfältig – man kann sie erkennen und benennen, man muss sie respektieren oder auch mal umgehen, man kann neue bestimmen oder alte beseitigen.

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(Hier veröffentlicht am 15.12.2014)


 

„Heimweh & Fernweh“: 7. POETRYpolis am 6.12.2014

Und das Gefühl der 8. POETRYpolis wird sein …. Gewinnerin Yuliana Nikolova, Foto: Jürgen Eis

Bericht von Marcel Sommer

„Heimweh & Fernweh“: Begriffe, die jedem etwas sagen, mit denen jeder etwas in Verbindung bringt, die bei jedem ein Gefühl wecken. Lösen diese beiden Wörter das selbe Empfinden aus oder stehen sie gegensätzlich zueinander? Existieren Heimweh und Fernweh schon seit jeher oder sind es Begriffe der heutigen Globalisierung? Wie sich zeigt, gibt es genug Ansätze und Interpretationsmöglichkeiten, um sich mit den Begriffen auseinander zu setzen.

Die TeilnehmerInnen der 7. POETRYpolis drückten ihre Gefühle zu den Begriffen „Heimweh & Fernweh“ lyrisch aus und präsentierten diese einem gespannten Publikum.

12 Vorträge von 11 TeilnehmerInnen in 9 unterschiedlichen Sprachen: Dies zeigt einmal mehr, wie schön sich in Poesie kommunizieren lässt und wie wichtig das Medium Sprache für den kulturellen Austausch ist. Insbesondere das Thema „Heimweh & Fernweh“ ließ viele Vorträge auch von einer eigenen Reise, einer Migrationsgeschichte oder einer Zerrissenheit zwischen zwei Ländern erzählen. Um den Präsentationen folgen zu können, konnte man das Abendheft erwerben, in dem zusätzlich zu den anderssprachigen Gedichten die Übersetzungen in Deutsch zu finden waren.

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(Hier veröffentlicht am 15.12.2014)


 

Tod eines Denkers

Foto: MMH / Wikipedia

Ralph Giordano

 

Nachruf von Hıdır Çelik

Was soll man schreiben, wenn man einen Denker, einen Philosoph und einen kritischen Wegweiser aus dem Leben verabschiedet? Es ist schwierig, über eine Person zu schreiben, die lebenslang ein gesellschafts- und sozialkritischer Mahnender gewesen war, der für uns, die jüngere Generation, ein Vorbild war, von dem wir viel gelernt haben und noch lernen werden.

Seine kämpferischen und zugleich versöhnenden Worte waren für mich das Wasser, das meinen Durst in meiner Suche nach Gerechtigkeit stillte. Er stillte mich mit seinen kritischen Denkanstössen und gab mir eine Orientierung in meiner Arbeit. Ralph Giordano habe ich gegen Ende 1990er Jahre anlässlich der Bonner Buchmesse Migration kennengelernt. Er war für uns da, als wir ihn brauchten. In einer seiner Reden bei der Buchmesse Migration  mahnte er uns und unsere Gesellschaft mit folgenden Worten, die uns viel sagen:

„Wir leben im Zeitalter großer Bewegungen und Wanderungen, in einer Ära kontinentalen und inter-kontinentalen Austausches, und mehr denn je kommt es darauf an, dass Menschen verschiedener Herkünfte einander verstehen lernen, einander zuhören, voneinander lernen wollen, wenn denn die Bereitschaft zu Frieden und Gewaltlosigkeit über Traditionen der Intoleranz, der Fremdenfeindlichkeit und des Hasses obsiegen soll.“                              

(Ralph Giordano, aus seinem Grußwort zur 2. Bonner Buchmesse Migration 1999) 

Auf Wiedersehen, wir werden Dich vermissen.

(Hier veröffentlicht am 11.12.2014)


 

„Wie klingt, was du glaubst?“- Lesung zur Ausstellung im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen

Jane Dunker und Marianne Horling, Foto: Alexa Krugel

Ein Bericht von Alexa Krugel

Was verbindet unseren Glauben mit der Musik? Diese persönliche Frage, die kein Mensch gleich beantworten würde, hat das Team um Jane Dunker 100 Menschen gestellt. Die Ausstellung besteht aus diesen Antworten, umgeschrieben von Bernhard König und den Fotos, die Jane Dunker von den Befragten gemacht hat.  Es sind Porträtaufnahmen entstanden, die weder urteilen noch verfälschen. Sie sind authentisch.

Durch die fremden Klänge der Rebab, Ud und Ney wird die Veranstaltung eingeleitet. Es herrscht eine meditative Stimmung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, als Jane Dunker und Marianne Horling beginnen, aus dem Buch zur Ausstellung vorzutragen. Intensive Begegnungen von Mensch zu Mensch des interkulturellen Projekts sind für die freie Künstlerin Jane Dunker vor allem eine Bereicherung, jedes dieser Porträts ist ein „Juwel“.

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(Hier veröffentlicht am 11.12.2014)


 

Immer bunter. Einwanderungsland Deutschland

Haus der Geschichte in Bonn; Foto: Schmiedel

Einwanderung als Thema einer neuen Ausstellung im Haus der Geschichte

In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts beschloss die Bundesregierung, dem Arbeitskräftemangel im Wirtschaftsboom mit der Anwerbung von Gastarbeitern zu begegnen. Aus Gastarbeitern wurden mit der Zeit ausländische Mitbürger, nun spricht man politisch korrekt von "Menschen mit Migrationshintergrund".

"Wie wurde Deutschland ein Einwanderungsland?" Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung "Immer bunter. Einwanderungsland Deutschland" im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Sie wurde am 10. dezember 2014 eröffnet und kann bis zum 9. August 2015 besichtigt werden.

Wer sich dafür interessiert, wie es dazu kam, dass Deutschland ein Einwanderungsland wurde, sollte den Weg ins Haus der Geschichte finden.

Mehr zur Ausstellung finden Sie hier:

http://www.hdg.de/news-details/immer-bunter-einwanderungsland-deutschland-neue-ausstellung-im-haus-der-geschichte/

(Hier veröffentlicht am 11.12.2014)


 

 

Die lebende Bibliothek

Gesammelte Werke, Foto: Aanchel Kapoor

Im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen

Ein Bericht von Aanchel Kapoor

Im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen wurde am 05.12.2014 im Haus Mondial des Bonner Caritasverbands eine Bibliothek ins Leben gerufen. Und zwar im wörtlichen Sinne: Hinter Buchtiteln wie “Ich passe in keine Schublade” oder “Mongos in der Mongolei” stecken vierzehn Menschen, die Erfahrungen, Entscheidungen und Entwürfe ihres Lebens offen teilen wollen. Ziel des Projektes des Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. ist es, durch Begegnung und Austausch Vorurteile zu entkräften: “Gerade ein offener und unbefangener Umgang zwischen unterschiedlichsten Menschen fördert Verständnis und Akzeptanz füreinander und bleibt nicht bei den Unterschieden in unserer vielfältigen Gesellschaft hängen” (caritas).

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(Hier veröffentlicht am 10.12.2014)


 

Memoiren einer untypischen Gastarbeiterin

Buchvorstellung im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen.

Ein Bericht von Jutta Reimann-Poigné

Über ein den meisten Zuhörern und Zuhörerinnen unbekanntes Kapitel der Gastarbeitergeschichte berichtete Emine Balfi am 2. Dezember im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn.  Dass sie, so wie andere Türkinnen in den 60er Jahren, allein nach Deutschland gekommen war, um hier zu arbeiten, rief Erstaunen hervor. Die Frauen – so auch Emine Balfi  – waren z. T. in der Türkei verheiratet und hatten dort Kinder. Sie gingen nach Deutschland, um für das Familieneinkommen zu sorgen, vielleicht auch mit dem Hintergedanken, einen eventuell vorhandenen Ehemann im Rahmen der Familienzusammenführung nachkommen zu lassen.  Möglich war das nach dem 1961 zwischen der Türkei und Deutschland abgeschlossenen Anwerbeabkommen.

Emine Balfi stammt ursprünglich aus der im Süden der Türkei liegenden Großstadt Adana und ist schon damit untypisch, kamen doch viele Gastarbeiter aus ländlichen Regionen Nord-Anatoliens. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.12.2014)


 

“Wie klingt, was du glaubst?”

Wandtafeln zur Ausstellung, Foto: Aanchel Kapoor

Ausstellung im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen

Kann man mit dem Auge hören und mit den Ohren glauben? Lässt sich Spiritualität bebildern? Lässt sie sich in Töne und Worte fassen?

Ein Bericht von Aanchel Kapoor zur Ausstellungseröffnung am 30.11.2014 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Ausführlich erläutert Jane Dunker die wohlüberlegte Anordnung und Größe ihrer Fotos. Die freie Künstlerin arbeitet mit Liebe zum Detail. Ihre Bilder sind authentisch. Sie nimmt sich Zeit für die Menschen, die sie fotografiert. Denn die Geschichte jedes Einzelnen sei wertvoll. Und auch der Betrachter soll sich wohlfühlen.

URI – United Religions Initiative, der Veranstalter der Fotoausstellung, fördert die Zusammenarbeit zwischen den Religionen. Für Marianne Horling, die stellvertretend für URI Deutschland e.V. sprach, spiegeln die Bilder von Jane die Sensibilität und Offenheit der Fotografin selbst wieder. Die Fotoausstellung “Wie klingt, was du glaubst?” mit Texten von Bernhard König zeigt eine Vielfalt von Menschen, die vom Klang ihres Glaubens, erzählen. Eine Ausstellung, die auf ungewöhnliche Weise die Pluralität und Wandelbarkeit der Religionen und Glaubensrichtungen in unserer Gesellschaft, sowie im Individuum selbst wiederspiegelt. Vor allem die Verbindung der Glaubensfrage mit der Musik hat viele Neugierige, Gläubige und Nichtgläubige, zur Ausstellung gelockt. Kunst und Glaube seien elementare Bestandteile des kulturellen Daseins, findet eine Besucherin der Ausstellung.

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(Hier veröffentlicht am 10.12.2014)


 

Patchwork

Lesung mit Ellen Banda Aaku im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen

Bericht von Anna Brunner

Aus ihrem preisgekrönten Buch „Patchwork“ las Ellen Banda Aaku am 29.11.14 im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen. Die Lesung aus dem Deutschen und Übersetzung übernahm Azizè Flittner. Geboren ist Ellen Banda-Aaku 1965 in Großbritannien, aufgewachsen ist sie in Sambia. Arbeitserfahrungen konnte sie bereits in Sambia, Ghana, Südafrika und aktuell in Großbritannien sammeln.

Die Autorin begann ihr Wirken als Schriftstellerin mit Kurzgeschichten und Büchern für Kinder und absolvierte schließlich den Masterstudiengang „Creative Writing“ an der University of Cape Town.

„Patchwork“ ist als Abschlussarbeit dieses Studienganges entstanden. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.12.2014)


 

"Nomaden" - Lesung in der Stadtteilbibliothek Bonn-Tannenbusch

Foto: Bzowski

Bericht von Bartosz Bzowski

Am 3. Dezember 2014 las Hıdır Eren Çelik aus seinem Gedichtband "Nomaden" vor. Die Veranstaltung in der Stadtteilbibliothek Bonn-Tannenbusch fand im Rahmen der 8. Bonner Woche der Kulturen statt.

Der Autor las bereits mehrmals aus "Nomaden" vor, unter anderem bereits 2012 ebenfalls im Rahmen der Bonner Woche der Kulturen. Damals war der Band gerade frisch erschienen. Für Çelik ist Poesie „das Wasser, das meinen Durst stillt“ und „das Wort, das die Liebe verkündet“ "nichts" und "alles" zugleich.

In "Nomaden" geht der Autor auf das traurige Schicksal von Flüchtlingen ebenso ein wie auf politische Verfolgung in vielen Staaten dieser Welt. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.12.2014)


 

„Die Früchte am Ende des Zweiges“

Bericht von Marcel Sommer

Mit ihrem Buch „Die Früchte am Ende des Zweiges“ erzählt die iranisch-deutsche Autorin Susanne Rocholl die Geschichte einer Iranerin, in der sich zwei unterschiedliche Länder vereinen: der Iran und Deutschland. Zwei unterschiedliche Gesellschaften mit eigenen Traditionen und kulturellen Prozessen, die Nasrin, die Protagonistin des Romans, in ihrer Person zu vereinen versucht.

Susanne Rocholl ist in Deutschland aufgewachsen, jedoch mit einem Iraner verheiratet und hat deshalb schon oft ihre Verwandten im Iran besucht. Bereits vor der Buchpräsentation bemerkte sie, dass das in den Nachrichten erzeugte Bild Irans nicht der Wahrheit entspreche und erzählte von den persönlichen Erfahrungen während ihrer Aufenthalte. Susanne Rocholl sagte, dass die meisten iranischen Bekannten oftmals in ihrer Heimat glücklicher als in Deutschland seien. Dies sei der Aufhänger für ihr Buch gewesen, um den Gründen dafür nachzugehen. Die Autorin erwähnte später, dass die Geschichte fiktiv geschrieben sei, jedoch ihre iranischen Freund- und Bekanntschaften in den Charakteren des Buchs verschmelzen würden.

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(Hier veröffentlicht am 9.12.2014)


 

„Mama Illegal“: Ein Film, der so unglaublich erscheint, aber doch so nahe geht

Bericht von Marcel Sommer

Es ist eine sehr bewegende Dokumentaraufnahme, die uns zeigt, dass bereits schwierige Schicksale durch die EU-Politik noch weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Die proklamierte universelle Freiheit der EU entspricht leider nicht immer den Tatsachen.

Der Film lässt uns an drei Lebensgeschichten teilnehmen, von Frauen, die als illegal gelten, weil sie keine Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Herr Schneider, Direktor vom Caritas Bonn e.V., erweiterte die individuellen Probleme der Frauen um eine nationale und transnationale Ebene. Er sagte, dass durch die Emigration von Frauen die benötigten Arbeitskräfte im eigenen Land verloren gingen und mahnte vor einem dramatischen Arbeitsmarkt ohne Arbeitsrechte. In Bonn würden derzeit 4000 Menschen ohne Aufenthaltsstatus leben.

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(Hier veröffentlicht am 5.12.2014)


 

Projekt "Wegweiser"

Das Projekt "Wegweiser" ist Teil der Präventionsarbeit gegen die Ideologie des gewaltbefürwortenden Salafismus. Wegweiser soll einer Radikalisierung vorbeugen oder die Umkehrung einer vorhandenen Radikalisierung einleiten.

„Wegweiser“ ist Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene, Eltern und Angehörige und bietet ihnen Beratung und Betreuung an.  „Wegweiser“ ist außerdem Ansprechpartner für Schulen, Einrichtungen, Institutionen und Vereine und baut ein Präventionsnetzwerk auf.  

„Wegweiser“ wendet sich aktiv gegen Radikalisierung, respektiert aber religiöse Überzeugungen und unterscheidet zwischen religiösem Leben und Fanatismus sowie zwischen Islam / Salafiyya und Salafismus (Dschihadismus).

Die Beratung erfolgt vertraulich und ist kostenlos. Die Gespräche können in den Sprachen Arabisch, Deutsch, Französisch und Türkisch stattfinden.

Rufen Sie uns an!  

Präventionsprogramm „Wegweiser“ in Bonn
Stadt Bonn
Stabsstelle Integration
Anlaufstelle „Wegweiser“
Dechenstr. 14a
53115 Bonn
Telefon 0228/77 61 50 (Herr Bennoune)
Telefon 0228/77 61 60 (Frau Tozoğlu-Schmitt)
E-Mail: wegweiser[at]bonn.de

Sprechzeiten:
Montag und Donnerstag 14-16 Uhr
Dienstag und Mittwoch 10-12 Uhr
sowie nach Vereinbarung

„Wegweiser“ ist ein Präventionsprogramm des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW.

(Hier veröffentlicht am 3.12.2014)


 

Die 8. Bonner Woche der Kulturen ist eröffnet!

Bericht von Marcel Sommer

Eine Woche, vom 27.11. bis zum 06.12., mit abwechslungsreichem Programm zu „Lesung, Dialog und Begegnung“. Unter diesem Motto wurden auch die vier Ansprachen bei der Eröffnungsveranstaltung im Haus der Geschichte gehalten, die uns feierlich auf die kommenden Veranstaltungen einstimmten.

Die erste Rede hielt Prof. Dr. Hans Walter Hütter, der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Dieser erzählte die Geschichte eines italienischen Gastarbeiters, der durch den sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg ein Beispiel erfolgreicher Integration darstelle.

Herr Prof. Dr. Hütter erwähnte, dass Integration dann gelinge, wenn beide Seiten offen zueinander stünden. Deutschland als Einwanderungsland sei in der Bevölkerung noch nie so bunt gewesen. Dies stelle auf der einen Seite eine Herausforderung dar, gebe jedoch zusätzlich die Chance, Vielfalt zu schätzen und zu leben.

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(Hier veröffentlicht am 1.12.2014)


 

„Auf der Flucht – Herzlich Willkommen?!“

Bericht von Marcel Sommer

Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt der Bonner SPD lud am 25.11.2014 um 19 Uhr zu einer Versammlung im MIGRApolis–Haus der Vielfalt ein. Zu dem Thema „Auf der Flucht – Herzlich Willkommen?!“ diskutierten vier eingeladene Gäste aus ihren unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen. Unter den Personen waren Felix von Grünberg, der Mitglied im Landtag NRW ist, Carmen Martinez-Valdes, die Geschäftsstellenleiterin vom AsA (Ausbildung statt Abschiebung e.V.), Coletta Manemann als Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn und Golalei Mamozei, die Mitglied im Rat der Stadt Bonn ist. Daniel Schreiner moderierte die Veranstaltung.

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(Hier veröffentlicht am 1.12.2014)


 

Minderjährige Töchter als Mietpreis für Wohnungsbesitzer

Bericht von Dagmar Schulte

Krieg hat viele Gesichter. Frauenrechte leiden oft als erstes darunter. Auch in Jordanien. Der langjährige Friedensreferent des deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes, Clemens Ronnefeldt, kehrte Anfang November nach einer zweiwöchigen Jordanienreise nach Deutschland zurück.

„Rund die Hälfte der rund sieben Millionen Menschen in Jordanien sind palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen, dazu kamen seit dem Irak-Krieg 2003 mehr als eine halbe Million sowie seit 2011 aus Syrien mehr als eine Million Flüchtlinge. Viele Gesprächspartner betonten einerseits die relative Stabilität des Landes in einer regionalen Umgebung größter Gewalt – und verwiesen gleichzeitig darauf, dass Jordanien einem Pulverfass gleicht“, so Clemens Ronnefeldt. Er sprach dort mit Flüchtlingen, Vertreterinnen und Vertretern von Hilfsorganisationen, des Parlamentes, des muslimisch-christlichen Dialoges, von Schulen und Universitäten, sowie von Medien und der Menschenrechtsarbeit.

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(Hier veröffentlicht am 26.11.2014)


 

Stellenausschreibung

15.11.2014

Bonner Institut für Migrationsforschung und interkulturelles Lernen (BIM) e.V.
Der Vorstand

Stellenausschreibung

Das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. sucht zum 01.02.2015 einen/eine

Geschäftsführer / Geschäftsführerin

Der BIM e.V. bezweckt die Förderung von Migrations- und interkultureller Forschung und Bildungsarbeit, insbesondere die Förderung von Projekten und Vorhaben, die die Geschichte der Migration und die Einwanderung und die Lebensbedingungen der Migranten und Migrantinnen in der Bundesrepublik Deutschland betreffen.

Der BIM e.V. fördert u.a. durch Bildungs- und Kulturarbeit das Zusammenleben und das interkulturelle Lernen. Der BIM e.V. ist als gemeinnützig anerkannt.

Der BIM e.V. ist Mitglied des als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege anerkannten Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Zu den Aufgaben eines/einer Geschäftsführers/in beim BIM e.V. gehören:

 Personalverwaltung
 Finanzmittelbewirtschaftung
 Zuarbeit für den BIM e.V.-Vorstand
 Sächliche Ressourcenverwaltung
 Allgemeine Verwaltung
 Vereinsverwaltung
 Projektemanagement
 Zusammenarbeit mit anderen Ämtern und Institutionen
 Einsatzmanagement für Honorarkräfte, Ehrenamtliche und Praktikantinnen/Praktikanten
 Sie/er ist Dienstvorgesetzte/r der hauptberuflichen Mitarbeiter/innen.

Diese Stelle umfasst 39 Stunden pro Woche. Die Bezahlung richtet sich nach dem BAT-KF der Diakonie Rheinland.

Sie ist zunächst auf zwei Jahre mit einer Option auf Verlängerung befristet.

Von dem/der Geschäftsführer/in wird erwartet:

 Toleranz, Respekt und Aufgeschlossenheit gegenüber Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

 Personalführungskompetenz

 Kenntnisse in Buchhaltung

 Verwaltungserfahrung

 Umfassende MS-Office-Kenntnisse

 Bereitschaft zur variablen Arbeitszeit u.a. auch gelegentliche Arbeit an Wochenenden

 Persönliche Belastbarkeit

 Evangelisches Bekenntnis

 Selbständiges Handeln

Bewerbung bitte bis zum 12.12.2014 entweder schriftlich an:

Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

oder per e-mail an: celik[at]bimev.de

(Hier veröffentlicht am 17.11.2014)


 

 

Ich stehe vor deinen Toren

Hıdır Eren Çelik                            16.11.2014

Ich stehe vor deinen Toren
Ich bin ein Fremder aus der Ferne,
dennoch bin ich ein Kind Gottes
Ich bin die weiten Wege gereist
verfolgt
verhungert
verschollen in Meeren dieser Erde

Im Namen Gottes wurde ich versklavt
meine Ehre wurde in Bordellen versteigert
an den meist bietenden „Gotteskrieger“
ich werde geschlachtet vor der Augen der Welt,
mein Mörder präsentiert sich mit seinem Messer vor laufenden Kameras
um einen Platz in Paradies zu ergattern

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(Hier veröffentlicht am 17.11.2014)


 

Hıdır Eren Çelik – Vasilios, der kleine Fischer

Ein philosophisches Märchen für Kinder und Erwachsene

»Vasilios, der kleine Fischer« ist die Geschichte eines kleinen Fischers, der sich für das Wohl seiner Familie bereits im jungen Alter auf die hohe See begeben und sich den Gefahren des Meeres stellen muss. Wie bewältigt man die Schwierigkeiten des Lebens besser, als mit einem guten Freund an der Seite? Mit seinem Freund dem Esel entdeckt er eine unbewohnte Insel, in der er glaubt ein Paradies vorzufinden, aber dann entdeckt er auch noch etwas ganz anderes.

Celiks Märchen ist ein philosophisches Märchen für Kinder und auch Erwachsene. Es ist die Geschichte verschiedener Generationen, in der sich jeder wiederfinden kann, der sich schon einmal die Frage über unser Leben und Dasein auf dieser Erde gestellt hat.

Mit Illustrationen von Alp Gürhan Yalciner

2014, lieferbar ab Ende Oktober

Broschur, 54 S.

ISBN 978-3-945177-13-6

€ 4,90

(Hier veröffentlicht am 12.11.2014)


 

25 Jahre Mauerfall – Freude und Mahnung zugleich

Feier zum 20. Jahrestag des Mauerfalls 2009. Foto © Dieter Schütz / pixelio

Kommentar von Bartosz Bzowski

Eine bewegende Feier fand am 9. November 2014 in Berlin statt. Es wurde an den Mauerfall vor 25 Jahren erinnert. Mit einer Lichtgrenze aus beleuchteten Luftballons wurde erst drei Tage lang der Verlauf der einstigen Grenze nachgebildet. Am Abend des 9. November, genau zu dem Zeitpunkt, als 1989 die Grenzöffung bekanntgegeben worden war, stiegen die Ballons in die Luft, und die Mauer fiel symbolisch zum wiederholten Mal. Dazu spielte die Staatskapelle Berlin den 4. Satz aus Beethovens 9. Sinfonie, die "Ode an die Freude", und ein wunderschönes Feuerwerk stieg in die Luft. Dazu feierten eine Million Menschen vor Ort in Berlin und ein Vielfaches vor den Fernsehbildschirmen, darunter auch ich. Denn der Mauerfall, gestatten Sie mir dieses persönliche Wort, bewegt und berührt mich immer noch auf ganz besondere Weise.

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(Hier veröffentlicht am 12.11.2014)


 

9. November 1938 – Gegen das Vergessen

Bericht von Dagmar Schulte

Mit einem eindrucksvollen Schweigegang durch Bonn-Beuel erinnerten weit über hundert Bürgerinnen und Bürger von Bonn am 9. November 2014 der Reichspogromnacht. Während die offiziellen Feierlichkeiten fast ausschließlich dem Mauerfall vor 25 Jahren galten, zog die „Beueler Initiative gegen Fremdenhass“ es vor, an die Verbrechen der Nationalsozialismus am 9. November 1938 zu erinnern.

Beim Einbruch der Dunkelheit versammelten sich die Teilnehmer der Kundgebung auf dem Beueler Rathausplatz und zogen von dort aus mit Plakaten und Kerzen in stillem Gedenken zum Beueler Synagogenplatz. Ein symbolhafter Davidstern aus Stein erinnert daran, dass hier bis zur Pogromnacht eine Synagoge gestanden hatte. Matthias Höhn empfing die Demonstranten mit einem besinnlichen Klarinettenstück. Erika Coché wies am Denkmal auf das mitgeführte schwarze, große Stoffstück hin, auf dem Bonner Schülerinnen und Schüler alle Namen ihnen bekannten Bonner Opfer des Nationalsozialismus geschrieben hatten. Ebenso erwähnte sie die „Stolpersteine“, die der Künstler Gunter Demnig vor die Wohnhäuser verlegt hatte, in denen die Menschen vor ihrer Deportation gelebt hatten. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.11.2014)


 

Salzkristalle

© Heike van den Bergh

Am ewigen Meeresstrand liege ich,

meine Haut glitzert von Sandkristallen, salzhaltiger Brise

und Meeresduft,

nach dem Bad, kopfüber in den Wellen, meine Haare, klebrig, dicht, verfilzt,

meine Hand wandert über meine Brüste, folgt der Linie

der salzigen Tränen, ich sauge sie auf von den Fingern mit meinen

spröden, salzverkrusteten Lippen, und wie ich dieses Aroma schmecke,

diese Mischung aus Fisch und Salz und Sand,

trifft mich der Blitz in meinen Schoß: die heiße Welle des Begehrens, denn dieser Geschmack

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(Hier veröffentlicht am 12.11.2014)


 

„MOMIJI“ – Herbstleuchten - Haikus und Gedanken zur herbstlichen Jahreszeit

Gemälde: "Abend am Rhein" von Vadim

von Heike van den Bergh

Wer kennt ihn nicht – den Indian Summer, die goldenen Oktobertage, die dämmerigen Novembernachmittage und all die Traditionen und wehmütigen Abschiedsgefühle vom Sommer? In Japan gibt es ein besonderes Wort dafür: Momiji, „Herbstleuchten“, denn der japanische Ahorn in den Wäldern leuchtet im Herbst wirklich besonders intensiv, als wolle er noch einmal alle aufgesammelten Sonnenstrahlen des Sommers aus sich heraussenden... Ein großes, rotes Ausrufezeichen: das Leben währt!

Ich erlebte ihn damals in den späten 80er Jahren während meines Japan-Aufenthaltes auf einer Reise in die wunderschöne, naturbelassene Berglandschaft in der Nähe des Nikko-Mausoleums (für den berühmten Tokugawa-Shogun) in seiner schönsten, leuchtendsten Form:

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(Hier veröffentlicht am 12.11.2014)


 

Interkulturelle Bildungsarbeit zwischen Wissens- und Wertevermittlung als Aufgabengebiet auch für Religionswissenschaftler

Im Wintersemester 2013/14 lud ich den aus Sri Lanka stammenden theravada-buddhistischen Mönch Samiddhi zu einem Gastvortrag an der Uni Bielefeld ein. (Foto: Jonas Kaufmann)

Essay von Michael A. Schmiedel


Abstract:
Wissenschaft kann reine Grundlagenforschung sein, ohne ein anderes Interesse, als mit dazu entwickelten Methoden Wissen zu generieren. Wissenschaftler*innen  können Ihre Arbeit aber auch in außerwissenschaftliche Kontexte einbinden. Praktische (Religions)wissenschaft ist in diesem Sinne eher kontextuell als rein. Sie kann sich einbringen in eine interkulturelle Bildungsarbeit, die nicht nur Forschungsergebnisse, sondern auch Werte vermitteln will, um ein friedliches Zusammenleben in einer gemeinsamen Gesellschaft zu fördern.

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(Hier veröffentlicht am 10.11.2014)


 

8. Bonner Woche der Kulturen

Die 8. Bonner Woche der Kulturen findet in diesem Jahr vom 27.11.2014 bis zum 6.12.2014 statt.

Vorwort zur 8. Bonner Woche der Kulturen von Dr. Hıdır Çelik

Das kulturelle Leben in Bonn wird seit Jahrzehnten durch das interkulturelle Zusammenleben in Vielfalt geprägt. Durch die Bonner Woche der Kulturen schaffen die Beteiligten neue Kulturräume, in denen literarische Auseinandersetzungen stattfinden, die uns herausfordern, aufeinander zuzugehen.

Offenheit und Akzeptanz sind die Grundlage dafür, dass sich Bonner Bürgerinnen und Bürger, wie auch die vielen internationalen Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien hier zu Hause fühlen. Die gelebte Kultur der Anerkennung ist eine der Voraussetzungen für eine gelungene Integration.

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Programm der 8. Bonner Woche der Kulturen

(Hier veröffentlicht am 14.10.2014)


 

Leben mit Demenz in der „fremden“ Heimat Bonn

Fotos: privat

„Demenz und ältere ZuwanderInnen“
Eine Fachtagung im Rahmen der Interkulturellen Woche 2014

Bericht von J. Michael Fischell

Auf einer gutbesuchten Fachtagung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt setzten sich am Freitag, dem 26. September 2014 Akteure aus dem Migrations-, Altenhilfe-, Gesundheits- und dem Sportbereich aus der Bonner Region intensiv mit der Problematik "Demenz bei älteren ZuwanderInnen" auseinander. Veranstalter der Fachtagung war das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. in Kooperation mit der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA/ Integrationsagentur), der Bonner Altenhilfe, dem Stadtsportbund Bonn e.V., der Perspektive Global GmbH und der Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.

Aufgrund von Belastungen in der Biografie und in Lebensbedingungen setzen alterstypische Erkrankungen und Beschwerden bei älteren MigrantInnen oft erheblich früher ein. Demenzerkrankungen werden bei ihnen nicht selten erst spät erkannt. Es gibt Hemmungen im Umgang mit Einrichtungen, es fehlen Kenntnisse über Angebote der Altenhilfe, und es wird von Angehörigen von Demenzerkrankten der Wunsch nach mehr Informationen über Bewältigungsmöglichkeiten und existierenden (Hilfs-) Angeboten geäußert. Es mangelt noch an ausgebildeten Demenzbetreuern mit Migrationshintergrund und interkultureller Kompetenz. Dies und der signifikante Anstieg der Zahl der älteren MigrantInnen in den nächsten Jahren schafft neue Anforderungen an kommunale Gesundheits- und Pflegenetzwerke, an niedrigschwellige Versorgungs-, Beratungs- und Angebotsstrukturen. Einigkeit herrschte darüber, durch den Ausbau zielgruppenorientierter Koordination und Kooperation neue Möglichkeiten der nachhaltigen Zusammenarbeit zugunsten der Verbesserung  der Lebenssituation demenziell erkrankter MigrantInnen und ihrer Angehörigen  zu schaffen.

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(Hier veröffentlicht am 10.11.2014)


 

Schafft Deutschland sich ab?

Ein Essay über Demographie, Intelligenz, Armut und Einwanderung. Von Krell Gert

Rezension von Marcel Sommer

In dem Buch „Schafft Deutschland sich ab?“ bezieht sich Gert Krell auf die Thesen von Thilo Sarrazin in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ und versucht, diese möglichst objektiv und differenziert darzustellen und zu bewerten. Dabei schließt er auch oftmals Aussagen von Heinz Buschkowsky mit ein, dessen Inhalte aus seinem Buch „Neukölln ist überall“ sich teils mit denen Sarrazins überschneiden, jedoch nicht so einseitig formuliert seien. Gert Krell spricht bei den Aussagen Sarrazins auch von einem bipolaren Charakter bzw. von einer Spaltung der Person Sarrazins, die zwischen kühlem Beobachter und reaktionärem Nationalisten schwanke. Ebenso gespalten seien die Leser Sarrazins, welche sich als Befürworter oder als Gegner gegenüber stünden.

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(Hier veröffentlicht am 10.11.2014)


 

“Deutschland ist ein Land für Erwachsene“

Henriette Harris (rechts) und Hidir Celik; Foto: Schwannecke

Auf den Spuren der deutschen Geschichte und Geschichten in Bonn – Henriette Harris zu Gast im Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen

Für ihr neues Buch reist die dänische Schriftstellerin und Journalistin Henriette Harris derzeit durch 6 verschiedene Städte Deutschlands. Ende September machte sie Halt in Bonn. In Bonn sieht sie die Stadt der Migration, des interkulturellen Zusammenlebens und natürlich ihre Vergangenheit als Bundeshauptstadt. Im Gespräch mit Julie Schwannecke verrät sie mehr über ihre Eindrücke und ihr Buch.

Frau Harris, worum geht es in Ihrem neuen Buch?

Harris: Das Buch soll eine Sammlung verschiedener Geschichten von Menschen werden, die mit den Orten, die ich ausgesucht habe, in besonderer Weise verknüpft sind, entweder mit ihrer Kultur oder ihrer Geschichte. Es kann sich dabei um die Geschichten bekannter historischer Persönlichkeiten und anderer Menschen handeln.

Über welche Städte und Menschen schreiben Sie?

Harris: Über Lübeck, München, Frankfurt, Bonn, Leipzig und Weimar.

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(Hier veröffentlicht am 07.11.2014)


 

Alp Gürhan Yalciner - Über den Abgrund

Foto: Eis

Eröffnung der Ausstellung "Cartoons zu Migration und Armut"

Ein Bericht von Aanchel Kapoor

Alp Gürhan Yalciner, ein 17-jähriger Bonner Gymnasiast, begeisterte mit seinen Cartoons bei der Ausstellungseröffnung im MIGRApolis–Haus der Vielfalt. Seit Sonntag, dem 26. Oktober können seine humorvollen Visualisierungen zu den Themen Armut und Migration bis Ende November in der Brüdergasse bestaunt werden.

"Ein Gefühl der Ohnmacht"

So beschreibt Gabriele Klingmüller, Bürgermeisterin der Stadt Bonn, das Phänomen Migration. Herr Yalciner gehe in seinen Werken mit bissigem Humor an die Themen Armut und Migration heran. Anknüpfend an den von Alp gezeichneten Abgrund, über den ein Mann mühelos hinwegspaziert, beschreibt sie: Zu Migration gehören immer Verluste. Seien es sprachliche oder kulturelle Verluste, Sie tragen eine lange Nachwirkung mit sich. Migration ist einer der Faktoren, die materielle Armut begünstigen. Man sollte sich die Armut nicht vorstellen wie einen Schatten, denn einen Schatten wird man nicht los.

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(Hier veröffentlicht am 07.11.2014)


 

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland

Rechtliche Vorgaben und deren Umsetzung

Der Herausgeber des Arbeitsbuches "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland – Rechtliche Vorgaben und deren Umsetzung" ist der Deutsche Caritasverband e.V., Referat Migration und Integration/ Stephan Schmieglitz u.a.

Buchrezension von Nurcan Cetin

Die EU-Mitgliedstaaten gehen ganz unterschiedlich mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (umF) um. Auch innerhalb Deutschlands gibt es kein einheitliches Verfahren. In Deutschland stehen die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK) und des Kinder- und Jugendhilferechts (SGB VIII) noch immer in Konkurrenz zu einigen Vorgaben des Ausländerrechts. Die ausländerrechtliche Regelung steht im Widerspruch zur Kinderrechtskonvention und verhindert häufig die notwendige Unterstützung der Jugendlichen, die sie in dem komplexen Asylverfahren benötigten. Die Autoren erörtern die für umF in Deutschland vorgesehenen rechtlichen Vorgaben und diskutieren deren Umsetzung und die zentralen Probleme für die Flüchtlinge.

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(Hier veröffentlicht am 31.10.2014)


 

Bornheimer Erklärung

Für Respekt, Akzeptanz und Toleranz in Bornheim

Flucht ist inzwischen die häufigste Ursache dafür, dass Menschen ihre Heimat
verlassen. Die Krisen dieser Welt führen dazu, dass die sicheren Länder in der
Verantwortung stehen, diesen Menschen Schutz, Asyl und Unterkunft zu bieten, weil Verfolgung, Krieg und Armut ein Leben in Würde und oft sogar da Überleben unmöglich machen.

Ganz Deutschland – und damit auch die Bundesländer sowie unsere Städte und Gemeinden – stehen hier in einer politischen Verantwortung, die in unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung verankert ist.

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(Hier veröffentlicht am 20.10.2014)


 

Nachbarschaftsgetuschel

von Nadia Kraam

beim Betreten des Hausflurs
höre ich Tag für Tag
ein Getuschel
hinter vorgehaltener Hand,
dem ich stets
mit einem Lächeln begegne
während mein Magen sich verkrampft
was kümmert euch meine Lebensweise?
will ich heut wütend schreien
und merke im Vorbeigehen
mit zugeschnürter Kehle
wie sich Worte auf der Zunge
tänzelnd
zu einem flüsternden Gruß verdrehen

© Nadia Kraam Okt. 14

(Hier veröffentlicht am 20.10.2014)


 

Leben im Herbst

Foto: Dick Mudde / Wikipedia

Bonner Ausblicke am Mittwoch, dem 15.10.2014

Bericht von Marcel Sommer

Bestimmt haben bald die allerletzten Sonnendurstigen die Verfärbungen an den Blättern, den heulenden Wind, die zunehmende Dunkelheit und das goldene Licht bemerkt. Ja, es ist Herbst und dazu trug uns auch Regina Illemann passende Gedichte vor. Diese waren so abwechslungsreich, dass sie die anderen Inhalte ihrer Gedichte dem Genre Leben zuordnete. Somit trafen sich im MIGRApolis - Haus der Vielfalt Interessenten, wie gewohnt bei Kerzenschein und einem Glas Rotwein, zum Thema: „Leben im Herbst“.

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(Hier veröffentlicht am 17.10.2014)


 

Migration und Weltgeschichte

Herausgegeben von Liebig, Sabine (Hrsg.), 2007, Wochenschau Verlag
Rezension von Marcel Sommer

Der Sammelband „Migration und Weltgeschichte“ von Sabine Liebig verknüpft unterschiedliche Migrationsbewegungen mit einem geschichtlichen Kontext und beschreibt dabei den Begriff Migration in seiner historischen Bedeutung sowie Migrationsflüsse anhand unterschiedlicher nationaler Beispiele.

Dabei werden unterschiedliche Motive und Formen von Migration benannt (1. Kapitel) und im Anschluss die Entstehung der seit 120 Jahren existierenden theoretisch-systematischen Migrationsforschung beschrieben. Weiterhin werden die Begriffe Arbeits- und Fluchtmigration kontrovers diskutiert, seien beide voneinander nur schwer trennbar.

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(Hier veröffentlicht am 13.10.2014)


 

EU-weite Polizeiaktion gegen Menschen ohne Papiere / EU-wide police operation against people without paper

Uns erreichte diese Reisewarnung:

 

*Vom 13.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter
dem Namen /"mos maiorum"/ statt. In diesen zwei Wochen werden etwa

18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach
Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. […]

Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zügen, auf

Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäiischen Grenzen
sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.*


*Gegen die Festung Europa!*
*Kein Mensch ist illegal!*



!! travel warning !! *

An EU-wide police operation with the name „mos maiorum“ is taking place
from 13th to 26th of October. During two weeks 18.000 police forces will
chase people without papers. […]
Please warn all people without papers! Encreased controls are expected

in trains, train stations, on airports, on highways and on
inner-european borders.

*Against fortress Europe! **
**No one is illegal!*

http://www.statewatch.org/news/2014/sep/eu-council-2014-07-10-11671-mos-maioum-jpo.pdf​

 

(Hier veröffentlicht am 12.10.2014)


 

Migration, Kultur und psychische Gesundheit - Dem Fremden begegnen

von Wielant Machleidt

Rezension von Aanchel Kapoor

In "Migration, Kultur und psychische Gesundheit – Dem Fremden begegnen" stellt Wielant Machleidt seine Vorlesungen und Seminare aus den Lindauer Psychotherapiewochen (2007 bis 2012) in überarbeiteter und erweiterter Form vor. Aus der Perspektive der betroffenen Subjekte analysiert der Psychologe die Komplexe Migration und Integration im Hinblick auf den Aspekt Gesundheit.

Die Migration in ein anderes kulturelles Umfeld bringt Veränderungen und Krisen der Identität von Zugewanderten mit sich. Letztere werden von Wielant Machleidt mit Blick auf Dynamik und Konfliktcharakter von Migrationsprozessen aufgezeigt. Der Autor analysiert die "innere psychische Reise" von Migrant_Innen, indem er Integration als subjektiven Aushandlungsprozess untersucht.

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(Hier veröffentlicht am 09.10.2014)


 

Informationsveranstaltung zur Unterbringung von Flüchtlingen

Foto: Marcel Sommer

Ein Bericht von Marcel Sommer

Am 1. Oktober fand in der Außenstelle der Bezirksregierung Köln in der Muffendorfer Straße in Bonn-Bad Godesberg eine informationsveranstaltung für Bürger zu der Unterbringung von 200 Flüchtlingen statt. Dabei kam es zu einem großen Andrang Bonner Bürger, die dadurch Antworten zur lokalen Situation von Flüchtlingen erhalten konnten.

Herr Sommer von der Bezirksregierung Arnsberg verwies auf die kritischen Zustände insbesondere durch den Krieg in Syrien. So seien derzeit 45 Millionen Menschen auf der Flucht weltweit. Weiter erläuterte er, dass seit August diesen Jahres die Kapazitäten der Erstaufnahmestätten für Flüchtlinge in Deutschland ausgeschöpft wurden. Grund hierfür seien der immer weiter wachsende Zulauf von Flüchtlingen, sowie der Wegfall von 2500 Plätzen durch die verordnete Schließung von Flüchtlingseinrichtungen mit Krankheitsfällen. Laut Sommer rechne man somit für die nächste Zeit mit 3400-3800 Flüchtlingen pro Monat. Nach dem Königsteiner Schlüssel ist Nordrhein-Westfalen, gemessen an seiner Bevölkerungszahl und seinem Steueraufkommen, das Bundesland in dem die höchste Anzahl an Zuwanderern aufgenommen wird.

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(Hier veröffentlicht am 08.10.2014)


 

Die offene Gesellschaft - Zuwanderung und Integration

Herausgegeben von Siegfried Frech und Karl-Heinz Meier-Braun

Rezension von Aanchel Kapoor

Der Sammelband "Die offene Gesellschaft - Zuwanderung und Integration", herausgegeben von Siegfried Frech und Karl-Heinz Meier-Braun, erfasst die Thematik der Zu- und Einwanderung der Bundesrepublik auf ökonomischer, kultureller und sozialer Ebene. Deutschland als Einwanderungsgesellschaft wird charakterisiert und kritisch betrachtet.

Aus historischer Perspektive wird zunächst die Ausländerpolitik der Bundesrepublik seit den 1950er-Jahren in sechs Phasen durchleuchtet und bewertet. Die Autor_Innen stellen die zentralen Konzepte, sowie die Herausforderungen der Integrationspolitik in Deutschland dar. Es wird eine Verknüpfung der Gastarbeitergeschichte zu den heutigen Schwierigkeiten der Integration von Zuwanderern hergestellt. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 06.10.2014)


 

„Älter werden in Deutschland“ – Filmnachmittag im Nachbarschaftszentrum Brüser Berg

Bericht von J. Michael Fischell

Erfreulich viele Besucherinnen und Besucher waren der Einladung des  Nachbarschaftszentrums Brüser Berg zu einem Filmnachmittag am Dienstag, dem 23.September im Rahmen der Interkulturellen Woche 2014 gefolgt.

Zu sehen war der Dokumentarfilm „Älter werden in Deutschland“, in dem türkischstämmige Seniorinnen und Senioren der ersten Generation von ihrer Ankunft in Dortmund, ihren Ideen und Träumen und der Verwurzelung in der zweiten Heimat erzählen. Der Film schildert, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 02.10.2014)


 

Lesung Petra Maria Amrhein am 24. September 2014

Petra Maria Amrhein und Thomas Bräuer; Foto: Gassen

Bericht von Jutta Reimann-Poigné

In einem ganz besonderen Rahmen las die Lyrikerin Petra Maria Amrhein ihre Gedichte im Haus Migrapolis: An den Wänden Poster der aktuellen Ausstellung „Klimaflüchtlinge – nicht nur Eisbären sind betroffen“. Eindringlich werden so die Auswirkungen des Klimawandels auf die Erdbevölkerung verdeutlicht. Davor stehen auf Staffeleien Fotos von Benedikt Amrhein, dem Sohn, mit Architektur- und Momentaufnahmen der Stadt New York. Wie passend zum Weltklimagipfel, der gerade in der amerikanischen Metropole stattfand!

Man wolle Wort – Ton – Bild heute Abend vereinigen, meinte die Lyrikerin später. Und nahm Bezug auf die Fotoausstellung, ihre Lyrik und die Musik des begleitenden Cellisten Thomas Bräuer. Der Appell, so könnte man ergänzen,  war schon vorher da!

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(Hier veröffentlicht am 01.10.2014)


 

Predigt zur Interkulturellen Woche 2014

am 28.09.2014 in der Kreuzkirche Bonn                                                   

Pfarrer Wolfgang Wallrich zu den Lesungen                                         

1. Mose 12,1-3 und Matthäus 20,1-6                                                       
1. Mose 12,1-3 als Lesung im Gottesdienst                                                  

Und der Herr sprach zu Abraham: Ziehe hinweg aus deinem Vaterlande und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in das Land, das ich dir zeigen werde; so will ich dich zu einem großen Volke machen und dich segnen und deinen Namen berühmt machen, das er zum Segensworte wird. Segnen will ich, die dich segnen, und wer dir flucht, den will ich verfluchen; und mit deinem Namen werden sich Segne wünschen alle Geschlechter der Erde.“ (Züricher Bibel)

mehr: Komplette Predigt als pdf

(Hier veröffentlicht am 30.09.2014)


 

„Gemeinsamkeiten suchen – Vielfalt leben!?“ „GEBETe der Religionen“ am 23.09.2014

Foto: Schmiedel

Bericht von Bartosz Bzowski

„Gemeinsamkeiten suchen – Vielfalt leben!?“, so lautete in diesem Jahr das Motto der traditionellen „GEBETe der Religionen“. Seit 1994 veranstalten verschiedene Religionsgemeinschaften die „GEBETe“, die von Gundula Schmitt und Rainer Kaps ins Leben gerufen wurden und mittlerweile aus dem Programm der Interkulturellen Woche nicht mehr wegzudenken sind. Somit feierten die GEBETe in diesem Jahr ihr 20jähriges Jubiläum. Seit 2011 findet die Veranstaltung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt statt. Auch in diesem Jahr bildete sie einen der stimmungsvollen Höhepunkt der IKW.

Etwa 60 Besucher fanden den Weg ins MIGRApolis-Haus an diesem 23. September. Somit fanden deutlich mehr Gäste den Weg ins MIGRApolis-Haus als im Vorjahr, als es etwa 40 Personen gewesen waren. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.09.2014)


 

Informationsrundschreiben des Netzwerks Flüchtlinge der EMFA/Integrationsagentur Bonn

Die EMFA Integrationsagentur wird in Kooperation mit der Perspektive Global GmbH ab dem 15.10.2014 einen Anfängersprachkurs in deutscher Sprache für Flüchtlinge anbieten. Der Kurs wird 2 x wöchentlich á 4 Stunden stattfinden. Die Kursgebühren werden von der EMFA Integrationsagentur getragen.

Für weitere Informationen und eine verbindliche Anmeldung kontaktieren Sie bitte:
PerspektiveGlobal – Interkulturelle Bildung, Gesundheit und Soziale Dienste GmbH
Brüdergasse 16 – 18
53111 Bonn
Tel.: 022818037312/ 022818037314
info[at]perspektiveglobal.de

(Hier veröffentlicht am 24.09.2014)


 

Alevitische Gemeinde Deutschland begrüßt das Urteil des EGMR zum Religionsunterricht in der Türkei

Auch Aleviten müssen sich vom sunnitischen Pflichtreligionsunterricht befreien lassen dürfen

Türkische Aleviten hatten vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) für das Recht gestritten, ihre Kinder vom obligatorischen Islamunterricht in der Türkei befreien lassen zu können, weil der türkische Staat sich weigere, die alevitische Lehre neben der sunnitischen in seinem Lehrplan zu berücksichtigen.

Der EGMR gab den Klägerinnen und Klägern nun Recht und verpflichtete die       türkische Regierung dazu, im türkischen Schulsystem die Möglichkeit zu schaffen, sich auch ohne Offenlegung der religiösen Zugehörigkeit vom Religions- und Ethikunterricht befreien zu lassen.

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(Hier veröffentlicht am 24.09.2014)


 

Multikulturalität ist wie ein Festbuffet.
Erst die kulinarische Vielfalt sorgt für wahre Gaumenfreude.

(Nadia Kraam zur Interkulturellen Woche 2014; veröffentlicht am 23.09.2014)


 

MenschenTheater - Wege des inklusiven Miteinanders

Foto: Vivek Luthra

Vorurteile, Ausgrenzung und Rassismus in der Theaterarbeit
Ein Bericht von J. Michael Fischell

Rassismus … jeder Ausschluss, jede Unterscheidung, Einschränkung oder Bevorzugung auf Grund von Rasse, Farbe, Abstammung, nationaler oder ethnischer Herkunft mit dem Ziel oder der Folge die Anerkennung, den Genuss oder die Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten… im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens aufzuheben oder zu behindern. (UNO-Definition von Rassismus /Rassendiskriminierung/ 21.12.1965)

Am zweiten Augustwochenende (9./10.8.2014) fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Bonner Brüdergasse ein Workshop unter dem Motto „MenschenTheater - Wege des inklusiven Miteinanders“ statt. An diesem Wochenende waren Vorurteile, Ausgrenzung und Rassismus die großen Themen. 

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(Hier veröffentlicht am 15.09.2014)


 

Miroslav Klose mit Integrationspreis geehrt

Foto: Wikimedia Commons: Danilo Borges / copa2014.gov.br Licença Creative Commons Atribuição 3.0 Brasil

Fußball-Weltmeister Miroslav Klose ist in am 11. September 2014 in Berlin mit dem Integrationspreis "Goldene Victoria" geehrt worden. Dieser Preis wird von der "Deutschlandstiftung Integration" vergeben, die sich für Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland einsetzt. Schirmherrin der Stiftung ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Klose wurde am 9. Juni 1978 im polnischen Opole (Oppeln) geboren und ist im Alter von acht Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen. Er spielte 137mal für die deutsche Fußball-Nationalmannschft und ist mit 71 Toren ihr Rekordtorschütze. Sein letztes Länderspiel war das WM-Endspiel am 13. Juli 2014 im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro, in dem Deutschland Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung besiegte und sich den vierten Weltmeistertitel holte. In vier WM-Endrunden von 2002 bis 2014 erzielte Klose 16 Tore, so viel wie kein anderer Spieler in der Geschichte der Weltmeisterschaften.

Bundeskanzlerin Merkel sagte in ihrer Laudatio bei der Preisvergabe "Heute bekommen sie einen anderen Pokal. Den haben sie sich auch dank des Fußballs verdient - aber nicht nur. Sie leben vor, wie wichtig es ist, als Team zu gewinnen".

"Sie sind ein starker Sympathieträger und ein wunderbares Vorbild im Fußball. Ihre Lebensgeschichte erzählt etwas über unser Land", fuhr sie fort. "Ihr Team, mit dem sie den WM-Titel gewonnen haben, ist eine der besten Visitenkarten des Landes."

Klose erwiderte, es sei "eine große Ehre für mich, diesen Preis in Empfang zu nehmen. Das bedeutet mir sehr viel. Die Nationalmannschaft ist das beste Beispiel, dass man sich integrieren kann".

(Hier veröffentlicht am 12.09.2014; Bartosz Bzowski)


 

Migration und Trauma. Pädagogisches Verstehen und Handeln in der Arbeit mit jungen Flüchtlingen

von David Zimmermann

Rezension von Sinan Cem Öztürk

Das Buch „Migration und Trauma. Pädagogisches Verstehen und Handeln in der Arbeit mit jungen Flüchtlingen“ von David Zimmermann setzt sich mit der reellen Situation, hier der Traumatisierung der Jugendlichen mit Migrationshintergrund auseinander. Dabei konzentriert sich der Autor insbesondere auf die methodische bzw. pädagogische Herangehensweise an die Materie: anhand der Veranschaulichung selbst entwickelter Konzepte der „sequenziellen Traumatisierung“ gelingt es ihm, ein präzises pädagogisches Bild zu skizzieren, welches sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich in Form von genauen Handlungsoptionen Anwendung finden kann.

Mithilfe der theoretischen Darstellung (Kapitel 1), einer qualitativen Untersuchung (Kapitel 2) und der hieraus wiederum resultierenden pädagogischen Konsequenzen versucht Zimmermann, ein Verständnis über das Leben zwangsimigrierter Jugendlicher mit extremen Belastungen zum Ausdruck zu bringen. Der Autor analysiert die Erfahrungen und Erlebnisse der Jugendlichen, indem er Einzelfälle der jungen Zwangsimigrierten aufzählt und beschreibt.

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(Hier veröffentlicht am 04.09.2014)


 

Traum(a) Migration - Aktuelle Konzepte zur Therapie traumatisierter Flüchtlinge und Folteropfer

von Robert E. Feldmann, Jr. und Günter H. Seidler (Hg.)

Rezension von Sinan Cem Öztürk

Das Buch „Traum(a) Migration - Aktuelle Konzepte zur Therapie traumatisierter Flüchtlinge und Folteropfer“ von Robert E. Feldmann und Günter H. Seidler stellt ausgehend von der Tatsache, dass es aus diversen Gründen weltweit massenhafte Migration nach Europa gibt, und zwar permanent, eine Zusammenfassung und Analyse von Hintergrundinformationen, aktuellen transkulturellen Behandlungskonzepten und klinischen Fallbeispielen auf. Die gesamte Thematik wird in ihren Details von Experten und der Deutschen Ärztekammer dargestellt.

Es nicht etwa so, dass Migration “plötzlich“ geschieht. Im Gegenteil: die Ursachen sind meist bitter. Anders, als die Mehrheit der Menschen glaubt oder gar zu wissen vermag. Es sind Kriege, verschiedene Konflikte, Naturkatastrophen und wirtschaftliche Not, verbunden mit der Trennung von Familie und Heimat, Haft oder Folter, die die Menschen der Migrationsströme dazu bringen, ja zwingen, auszuwandern oder zu fliehen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 04.09.2014)


 

Michael Peintinger (Hg.): Interkulturell kompetent. Ein Handbuch für Ärztinnen und Ärzte

Rezension von Kerstin Siegburg

Wie sieht ein interreligiös eingerichtetes Krankenhauszimmer aus? Es gibt keine gegenständlichen Bilder oder Kreuze, die Richtung nach Mekka ist angegeben, und es sind Waschmöglichkeiten vorhanden.

Interkulturelle Kompetenz ist ein wichtiger Soft Skill von Ärztinnen und Ärzten, die in einer Gesellschaft arbeiten, die immer heterogener wird. Es ist wichtig, dass die behandelnden Mediziner eine Vorstellung davon haben, aus welchem Kulturraum der Patient kommt, um Missverständnissen oder Unverständnis vorbeugen zu können. Gerade in der Medizin offenbaren sich kulturelle Eigenheiten und Besonderheiten ganz besonders. Der Arzt muss in der Lage sein, auf die Wünsche und Anliegen der Patientinnen und Patienten einzugehen und deren Sorgen und Ängste zu beachten, die oft im Vorhandensein von anderen Prägungen begründet sind.

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(Hier veröffentlicht am 04.09.2014)


 

Hiroshima-Gedenktag

Bericht von Dagmar Schulte

Die Friedensinitiative Beuel organisierte auch in diesem Jahr wieder ihren traditionellen Hiroshima-Gedenktag am Mahnmal in der Nähe der Bonner Kennedybrücke. Mit vielen Blumen in der Hand kamen engagierte Aktivisten aus dem Bonner Raum zu einer Kundgebung, um ein Zeichen für eine friedlichere Welt zu setzen.

Das Mädchen Sadako aus Hiroshima erkrankte zehn Jahre nach dem Atombombenabwurf an Leukämie. Daraufhin begann sie, Kraniche zu falten, denn 1000 gefaltete Kraniche sollen der Legende nach einen Wunsch erfüllen. Sadako wünschte sich, gesund zu werden. Sie schaffte nur 644 Papierkraniche. Am 25. Oktober 1955 starb sie. Die Geschichte ist bekannt. Heute wäre sie wahrscheinlich Großmutter.

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(Hier veröffentlicht am 03.09.2014)


 

100 Jahre Gewaltfreiheit

Bericht von Dagmar Schulte

Mit einem Handschlag und dem Versprechen, nicht gegeneinander Krieg zu führen und Freunde zu bleiben, entstand der Versöhnungsbund auf dem Kölner Hauptbahnhof als Versuch, den Ersten Weltkrieg in letzter Minute doch noch zu verhindern. Der Pfarrer Friedrich Siegmund-Schultze, der englische Quäker Henry Hodkin und etwa zwanzig ausländische Tagungsteilnehmer waren vor hundert Jahren auf der Rückfahrt von einer Friedenskonferenz in Konstanz. Den Krieg konnten sie leider nicht mehr erinnern, aber resigniert haben die Friedensaktivisten nicht.

300 Friedensbewegte aus 40 verschiedenen Ländern kamen am ersten Augustwochenende 2014 nach Konstanz, um an den 100. Jahrestag der Gründung des Internatnionalen Versöhnungsbundes (International Fellowship of Reconciliation - IFOR) zu erinnern. Zu ihnen gehören die Nobelpreisträgerin Mairead Corrigan-Maguire, der thailändische Soziologieprofessor Sulak Sivaraksa, Träger des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Award) sowie weitere internationale Preisträgerinnen und Preisträger und bekannte Friedensaktivisten.

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(Hier veröffentlicht am 03.09.2014)


 

Fluchtschiff

Bericht von Dagmar Schulte

Slogans wie „Kein Mensch ist illegal“, „Refugee Women Action Tour“ oder „Aufnehmen statt ertrinken lassen“ stehen auf den mitgeführten von Hand bemalten Baumwolltüchern geschrieben. Für und mit Flüchtlingsfrauen organisierten Heinz Ratz und sein Team „Strom & Wasser“ gelungen eine abenteuerliche Schifffahrt auf deutschen Gewässern. „Strom & Wasser“ möchten den Umgang mit Flüchtlingen aus den Krisen- und Kriegsregionen der Welt verbessern.

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(Hier veröffentlicht am 03.09.2014)


 

Integration versus Salafismus

Identitiätsfindung muslimischer Jugendlicher in Deutschland. Analysen, Methoden der Prävention, Praxisbeispiele - Thema – Hintergrund

 

Wael El-Gayar, Katrin Strunk (Hrsg.), 2014, Wochenschau Verlag

Rezension von Dr. Cengiz Deniz


Max Frisch hat die Arbeitsmigration nach Westeuropa in den 50er Jahren mit dem Satz „Wir haben Arbeiter gerufen, aber es kamen Menschen“ nachhaltig geprägt.

Überträgt man diesen Satz – der intentional eine entsprechende menschenrechtspolitische Forderung beinhaltet – auf heutige Integrationsdiskurse in Deutschland, so würde er heißen „Wir haben Arbeiter gerufen, aber es kamen Muslime.“ Sie haben ihre Ideen, Lebensvorstellungen, Haltungen, Erwartungen und was noch alles einen Menschen ausmacht mitgebracht, bzw. diese in der deutschen (christlich geprägten) Gesellschaft etabliert. Teilweise in den Hinterhöfen und in Schmuddelecken, aber allmählich auch in vorzeigbaren Straßenzügen. Auf der anderen Seite bedrohen sie das friedliche Zusammenleben in Deutschland. Damit erden alle Muslime unter Generalverdacht gestellt. Die Gesellschaft hat also aufkläririschen Nachholbedarf, um klarerer zu sehen, wenn „Islam zu Deutschland gehört.“

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(Hier veröffentlicht am 03.09.2014)


 

Made in Romania – Fachkräfte kehren Rumänien den Rücken

Autor: AdiJapan / Wikimedia Commons

Die Bundesregierung plant ein Gesetz gegen Sozialmissbrauch. Damit wird die Auffassung lanciert, dass es sich bei den Zugewanderten zum größten Teil um Armutsmigranten handelt, die Deutschland schaden. Ein Blick auf die Fakten belegt aber das Gegenteil.

Von Dr. Kenan Engin (Wiss. Mitarbeiter beim Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V./ Hochschuldozent Universität Mainz), Julius Darting (M.A. Student, Europäische Ethnologie Philipps-Universität Marburg), Kerstin Siegburg (B.A. Geografie, Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn)


Seit 2014 gilt die Arbeitnehmerfreizügigkeit auch für Rumänen. Mit dem Anstieg der Zugewanderten nach Deutschland verschärften sich die Debatten um die Auswirkungen der neuen Barrierefreiheit. In populistischer Manier und verallgemeinernden Aussagen erlebte das Bild vom rumänischen „Sozialtouristen” ein Revival. So prägte die CSU Anfang des Jahres den Slogan „Wer betrügt, der fliegt“ und warnte vor einer verstärkten Armutseinwanderung aus Rumänien und Bulgarien.

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(Hier veröffentlicht am 02.09.2014)


 

Zwitterhaftes Rosa, Phatisches Schweigen und Musik – Bonner Ausblicke im August 2014

Bericht von Jutta Reimann-Poigné

Nach der Sommerpause wurden die „Bonner Ausblicke“ am 20. August von Cathrin Sehrer (Jg. 1983) eröffnet. Musikalisch begleitete sie am Klavier der gleichaltrige Gregor Schaumann.

Die junge Lyrikerin und Autorin ist in der Bonner Literaturszene keine Unbekannte. Als es sie vor Jahren des Berufs wegen nach Bonn verschlug, setzte sie es sich zum Ziel, die etwas angestaubte Bonner Kulturszene mit aufzumischen und den Raum für nicht-kommerzielle Kultur zu erweitern. So gründete sie die Lesebühne des Kulturnetzwerks Rhizom (www.rhizom-bonn.de). Über das Nur-Konsumieren  von Literatur ist Cathrin Sehrer schon lange hinaus, sie schreibt seit Teenie-Zeiten Gedichte, Episoden, Kurztexte. Beobachtungen aus dem Alltag, Liebe, Zwischenmenschliches sind die Themen.  Zu ihrer Organisation des Schreibens sagt Cathrin Sehrer: Einmal inspiriert, seien die Texte schnell niedergeschrieben – sie überarbeite sie selten.  

Die Autorin und Dichterin begann die Lesung mit zwei Gedichten. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 01.09.2014)


 

Débora Maehler, Ulrich Schmidt-Denter: Migrationsforschung in Deutschland. Leitfaden und Messinstrumente zur Erfassung psychologischer Konstrukte

Rezension von Kerstin Siegburg

Kultur ist ein multidimensionales und mehrstufiges Konstrukt. Die Frage, mit der sich die (psychologische) Forschung auseinandersetzt ist, wie man Kultur messbar machen kann. Dies geschieht meistens, indem man sich auf das Kernkonzept der Wertvorstellungen konzentriert. Aber schon steht man vor den nächsten Herausforderungen: Wie operationalisiert man diese? Und wie misst man weitere psychologische Konstrukte wie zum Beispiel “soziale Identität”?

Der Untersuchung psychologischer Konstrukte von Migranten wird eine hohe Relevanz beigemessen. Jedoch fehlt diesem Teilbereich der Migrationsforschung bisher die nötige Einheitlichkeit im Forschungsvorgehen. Dem möchte das Buch “Migrationsforschung in Deutschland. Leitfaden und Messinstrumente zur Erfassung psychologischer Konstrukte” entgegenwirken, indem es einen Leitfaden bietet, an dem sich Studenten, Wissenschaflter und Praktiker in Zukunft orientiert können.

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(Hier veröffentlicht am 29.07.2014)


 

Wir stellen ein:

Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen, Sozialarbeiter/innen (Dipl.; B.A.; M.A.) mit Sprachkenntnissen in Russisch.

Stellenumfang nach Absprache.

Ihre Aufgaben umfassen u.a. folgende Schwerpunkte:

Sozialpädagogische Familienhilfe gemäß §27ff SGB VIII, insbesondere in Familien mit russischem Hintergrund; Unterstützung bei Erziehungsfragen

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(Hier veröffentlicht am 29.07.2014)


 

Sajak: Trialogisch lernen. Bausteine für interkulturelle und interreligiöse Projektarbeit

Rezension von Julius Darting

Die Gesellschaft in Europa und in Deutschland wird in ihren kulturellen und religiösen Erscheinungsformen immer vielfältiger und heterogener. Das Bildungssystem jedoch wird diesem Umstand aufgrund fester Vorgaben und Normierungen nicht gerecht. In den Lehrplänen der Schulen bleiben Vermittlung von Kultur und Religion deshalb meist einseitig, mit Stereotypen belastet und ohne praxisnahe Veranschaulichung. Im Zusammenhang dieser ernüchternden Ergebnisse einer Studie von 2003 wurden jedoch auch viele geeignete Maßnahmen, die den Pluralismus thematisieren und von den Schulen in Eigeninitiative angewandt wurden, ausfindig gemacht. Der Schulenwettbewerb “Schulen im Trialog - Europäische Identität und kultureller Pluralismus” wurde ausgerufen, um an diesen best practice Beispielen anzusetzen und durch “Denkanstöße und Förderimpulse” die interreligiösen und interkulturellern Projekte der Schulen zu unterstützen.

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(Hier veröffentlicht am 28.07.2014)


 

Jennifer Kreckel: Heiratsmigration

Rezension von Kerstin Siegburg

Heiratsmigration - so das gesellschaftliche Vorurteil - ist ein bequemer Weg in ein besseres Leben. Vor allem, wenn nicht sogar ausschließlich, für Frauen: Für Frauen aus Osteuropa, die nach Deutschland kommen, um sich dort von deutschen Männern aushalten zu lassen. Für türkische Frauen aus Anatolien, die ohne ein Wort Deutsch sprechen zu können, von ihren Ehemännern nachgeholt werden.

Wird dieses Bild dem Phänomen Heiratsmigration gerecht? Oder ist es - wie so oft - nur ein in der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung überrepräsentierter kleiner Teil der Wahrheit, der aber gefundenes Fressen für öffentliche Debatten über Einwanderung und Integration ist?

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(Hier veröffentlicht am 28.07.2014)


 

El-Mafaalani: BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus. Habitusformation und soziale Mobilität bei Einheimischen und Türkeistämmigen

Rezension von Julius Darting

Die soziale Herkunft ist ein bedeutender Faktor, wenn es darum geht, ob jemand in Zukunft beruflichen Erfolg haben wird oder nicht. Oft sind beispielsweise Menschen aus dem Arbeiter-Milieu in ihren Aufstiegschancen benachteiligt, da in diesen Bildung nicht als Schlüssel zum Erfolg gesehen wird. Besonders türkische Einwanderer gelten in der öffentlichen, alltäglichen Wahrnehmung oft als bildungsferne soziale Gruppe. Meist wird die mangelnde Bildungsgerechtigkeit anhand problemorientierter Ansätze erläutert und nach Gründen für das Scheitern der Migrantenkinder gesucht. Dabei werden jedoch diejenigen ausgeblendet, die es trotz ihres Migrationshintergrunds und vielfältigen Hürden des Bildungssystems in Deutschland geschafft haben, die soziale Leiter emporzusteigen und sich erfolgreich in der Arbeitswelt zu etablieren.

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(Hier veröffentlicht am 28.07.2014)


Hacı-Halil Uslucan: Dabei und doch nicht mittendrin. Integration türkischer Zuwanderer

Rezension von Kerstin Siegburg

Das Buch „Dabei und doch nicht mittendrin. Integration türkischer Zuwanderer“ von Hacı-Halil Uslucan verfolgt das Ziel, die psychologische Dimension von Migrations- und Integrationsprozessen an Hand ausgewählter Bereiche zu beleuchten, ganz nach der Maxime: Alles verstehen heißt nicht, mit allem einverstanden zu sein, aber Verstehen ist die Voraussetzung, um überhaupt ein qualifiziertes Urteil abgeben zu können.

Wie verläuft Integration? Ist Fremdheit ein unausweichliches Merkmal der türkischen Einwanderer oder vielmehr ein Konstrukt derer, die das Eigene vom Anderen abgrenzen wollen? Was steckt hinter dem, was außenstehende Dritte als „Leistungs- oder Integrationsverweigerung“ verurteilen? Für Uslucan ist eins klar: Es geht schon lange nicht mehr um die Frage, ob Migranten nach Deutschland gehören, sondern darum auszuloten, wie deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aussehen soll.

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(Hier veröffentlicht am 28.07.2014)


 

Ein Leben im Einsatz für Frieden, Abrüstung und Gerechtigkeit

Mani Stenner. Foto: Schmiedel

Nachruf auf Mani Stenner

 

 

von Dagmar Schulte unter Verwendung des Nachrufes des Bonner Netzwerks Friedenskoopertion, dem sie angehört.

 

 

„Wir nehmen die `Regina Pacis´ über dem Eingang des Hofgarten-Unigebäudes raus und stellen statt dessen Mani da rein!“, witzelte Ali im Oscar-Romero-Haus nach einem Vorbereitungstreffen gegen Kohl´s großen Zapfenstreich auf dem Bonner Hofgarten. „Da kommt die Friedensbewegung!“, kommentierten viele, wenn sie Mani in der Stadt trafen. „Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin!“

Die Friedens- und Menschenrechtsbewegung in Deutschland hat einen ihrer wichtigsten Köpfe und Mitstreiter verloren. Die alte Bundeshauptstadt Bonn ist um einen ihrer engagiertesten Bürger ärmer geworden. Mani Stenner, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 27.7.2014.)


 

Ich Du Ihr Wir – ARTpolis-Kunstworkshop im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Foto: Anna Brunner

Bericht von Anna Brunner

Einen künstlerischen Einstieg in die Sommerferien fanden 10 Jugendliche vom 14.7.2014 bis zum 17.7.2014 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Thema der vier intensiven Tage des Kunstworkshops von ARTpolis, waren Portraits der verschiedensten Formen und vor allem eins: Spaß zu haben und verschiedenste Techniken auszuprobieren. Ob Zeichnen mit Stift und Kohle, Malen mit unterschiedlichen Farben und Kreiden, Druck, Graffiti und Gestaltung von Reliefs mit Gips – jeder kam auf seine Kosten!

Technische Inputs erhielten die Jugendlichen von der angehenden Kunsttherapeutin Annmargrit Albert, etwa zur Gestaltung von Perspektiven, Gesichtsformen und den unterschiedlichsten Ausdrücken einer Linie – der „Synästhesie“. Davon gehört hatten die wenigsten Teilnehmer des Workshops, und doch fanden alle den Zugang zum sinnlichen Erleben beim Zeichnen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.07.2014)


 

Das Programm der Interkulturellen Woche 2014 steht fest

Das Programm der IKW 2014 steht nun fest.

Zu den Veranstaltungen, die zwischen dem 15. und 28. September 2014, laden wir Sie herzlich ein!

Nach und nach werden die einzelnen Veranstaltungen in den MIGRApolis-Terminkalender übertragen.

Ich wünsche uns allen 14 Tage im Geiste des interkulturellen Miteinanders. Möge diese IKW auch auf den Alltag wirken, zur Weiterentwicklung einer toleranten, offenen Gesellschaft!

Bartosz Bzowski (MIGRApolis-Redaktion)

Plakat

Faltblatt

(Hier veröffentlicht am 22.07.2014)


 

 

 

Der ZwischenRaum-Kiosk

Foto: Hidir Celik

Bericht von Kerstin Siegburg und Julius Darting

Ein leerstehender Kiosk vor dem Geographischen Institut der Universität Bonn wird zum ZwischenRaum - zum Ort der Begegnung, Diskussion und Kreativität zum Thema Migration, Flucht, Grenzen und Grenzüberwindung.

Auf der Theke liegen Eddings, Pinseln und Farben. Auf das Schiebefenster hat jemand “Wir hier drinnen, Ihr da draußen - Wir hier draußen, Ihr da drinnen” geschrieben. Das Innere ist leer geräumt. Nur einige Stapel zusammengebundener Bücher - aussortierte Wälzer der Bibliothek - türmen sich auf dem Boden und bieten Abstellfläche. An den Wänden hängen Fotos und die weiße Tapete wird nach und nach beschrieben. Dieser Kiosk ist anders. Hier gibt es keine Schokoriegel oder Klatschzeitschriften. Stattdessen: grenzen- und kostenlose Denkanstöße.

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(Hier veröffentlicht am 17.07.2014)


 

Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn / Rhein-Sieg

Hintergrundinformationen zu unseren Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund zum Thema ‚Psychische Erkrankungen’

Dorle Durban, Petra Marx-Kloß, Eva-Maria Rechmann-Busch und Uwe Flohr von ‚Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn / Rhein-Sieg’

Einstieg


Etwas mehr als 80 Mio. Einwohner leben in Deutschland. Devon haben mehr als 6 Mio. Einwohner ausländische Wurzeln. An diese Bevölkerungsgruppe in der Region Bonn wenden wir uns seit Jahren mit unseren Arbeitsbereichen und Projekten.

‚Hilfe für psychisch Kranke e.V. Bonn / Rhein-Sieg’ ist seit 1980 eine Interessenvertretung für Angehörige und deren psychisch erkrankte Familienmitglieder in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis.

Die Unterstützung der Angehörigen und die Hilfestellung für die betroffenen Familienmitglieder zur Bewältigung der Krankheit und zur Reintegration in das gesellschaftliche und berufliche Leben gehören zu den zentralen Aufgaben.

Wir verstehen unsere umfangreichen Aktivitäten als ‚ehrenamtlichen Dienst am
Nächsten’. Denn psychische Erkrankungen treffen Menschen ohne Rücksicht auf den sozialen Status, das Alter und Geschlecht, den Bildungsstand, die religiöse oder ethnische Zugehörigkeit.

Psychische Erkrankungen, auch in Kombination mit Suchterkrankungen, nehmen seit Jahren erschreckend zu. Experten rechnen bis zum Jahr 2020 mit einer Zunahme von bis zu 50% bei psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter.

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(Hier veröffentlicht am 16.07.2014)


 

 

Integrationsprojekt des Jahres der Deutschlandstiftung Integration

Wettbewerbsphase

Interessierte Institutionen und Personen können ihre Projekte online unter:

http//:stiftung.geh-deinen-weg.org/goldene-victoria/der-wettbewerb/  einreichen.

Im Rahmen der Verleihung der Goldenen Victoria für Integration verleiht die
Deutschlandstiftung Integration den Integrationspreis des Jahres an
innovative Projekte, die sich für die berufliche Ausbildung von Menschen mit
Migrationshintergrund in Deutschland stark machen. Der Preis ist mit 2.000
Euro dotiert. Die Preisverleihung findet während eines feierlichen Festakts
im Auswärtigen Amt in Berlin mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und
Kultur statt.

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(Hier veröffentlicht am 15.07.2014)


 

Frühlings- und Sommer-Haikus von Heike van den Bergh und Betrachtungen dazu

Daigoji-Pagode in Nara in der Kirschblüte in Japan, Foto: wikimedia commons

Wolken aus Blüten,
zartrosa Traum der Kirsche
so schnell vergangen

© Heike van den Bergh

Dieses Haiku ist eine Anspielung auf das „Hanami" (Blütengucken), das Kirschblütenfest in Japan.

Die japanische Kirschblüte, die keine Früchte trägt, blüht im Frühjahr, wie wir es auch hier aus Bonn kennen – siehe Altstadt – wunderbar üppig zartrosa bis leuchtend pink, und wandert im Laufe des Frühlings (ab Ende März bis Anfang Mai) von den südlichsten japanischen Inseln – Okinawa und Kyushu – den Klimaregionen folgend langsam hoch bis nach Tokyo und weiter in den Norden.

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(Hier veröffentlicht am 11.07.2014)


 

Wahre Fluchtgeschichten - Zeitzeugen erzählen

Lesung im KulturCafé vom 29.6.2014

Bericht von Julia Nikolic

„Wir liefen in die Richtung, in die alle gingen. (…) Als Flüchtende hatten wir kein Ziel. Wir wurden mit dem Sog der Menschen mitgezogen und lebten nur für den Augenblick“, so liest es Eberhard Petereit, der als kleiner Junge am Ende des 2. Weltkrieges, mit seiner Mutter aus Ostpreußen fliehen musste. Und so ähnlich erging es auch Dr. Stephan Lipski, der mit seiner Familie Polen verließ oder Bianka Buddeberg, die ihre schlesische Heimat in Breslau hinter sich lassen musste. Und auch eine in den äußeren Bedingungen vergleichsweise weniger dramatische Flucht aus der DDR 1960, wie sie Waltraut Bäuerle-Rath beschreibt, machte ganz deutlich, dass der Zwang die Heimat zu verlassen immer mit dem Gefühl von Verlust und Schmerz einhergeht. Denn niemand flieht freiwillig. Menschen verlassen ihre Heimat, ihre Familien und Freunde, um ihr Leben und das ihrer Kinder zu schützen.

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(Hier veröffentlicht am 04.07.2014)


 

Vier starke Frauen träumen die Mittsommernacht

Heike van den Bergh, Irma Shiolashvili, Annakutty Valiamangalam und Ekaterine Khvedelidze gastieren in den „Bonner Ausblicken“

Bericht von  Krock

Am Mittwoch, 18.06.2014, hat das MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Bonner Brüdergasse seinem Namen alle Ehre gemacht. Aus Deutschland, Georgien, Indien und nochmals Georgien haben vier Künstlerinnen es verstanden, das Publikum zu begeistern.

Heike van den Bergh, Irma Shiolashvili und Annakutty Valiamangalam sind drei Dichterinnen, deren Texte gleichermaßen tiefe Innerlichkeit und dennoch zupackende Anrede in sich vereinigen. Die nachgerade sehr unterschiedlichen Traditionen, aus denen diese Dichterinnen schöpfen, erlauben es ihnen, Klang und Gehalt in einer heute kaum noch zu beobachtenden Intensität zu vereinen.

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(Hier veröffentlicht am 30.06.2014)


 

Informationsabend „Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge“ im Haus Mondial

Foto: Laue

Bericht von Geertje Laue


Am 18.06.2014 fand im Haus Mondial der Caritas im Zuge ihrer Jahreskampagne „Weit weg ist näher als du denkst“ der Infoabend „Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge“ statt, welcher vom Caritas-Fachdienst für Integration und Migration organisiert wurde.

Als Referentin war die erfahrende Trauma-Expertin und psychologische Psychotherapeutin Frau Jutta Bierwirth geladen, um Menschen, welche ehrenamtlich mit Flüchtlingen arbeiten, über Ursachen, Beschwerdebilder und Hilfen bei Traumata aufzuklären. Frau Bierwirth arbeitete viele Jahre im Psychosozialen Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge (PSZ) in Düsseldorf und hat nun ihre eigene Praxis in Bonn.

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(Hier veröffentlicht am 26.06.2014)


 

Leserbrief zum Bericht "Zukunft im Dialog"

von Werner Heidenreich:

 

Sehr interessanter und gut nachvollziehbarer Bericht. Danke! Wir brauchen Dialog mit allen religiösen Menschen, egal welcher Religion sie angehören, und natürlich auch mit Atheisten. Nach dem überall in Europa wieder die dumpfen Populisten Rassismus, Ausgrenzung und Hass säen, ist Dialog eines der wichtigsten Gegenmittel. Dialog löst Vorurteile auf, fördert gegenseitiges Verstehen und Akzeptanz. :-)


Liebe Grüße
Werner Heidenreich

(-> Hier geht es zu dem Bericht "Zukunft im Dialog" von David Clement.)

(-> Und hier zu den Leserbriefen.)

(Hier veröffentlicht am 17.06.2014.)


 

Sarajevo Peace event 2014: Ein großartiges Treffen

Persönliche Notizen von Martin Arnold

Vom 6. bis 9. Juni kamen wir aus mehr als 60 Ländern zu fünf Themenbereichen zusammen: „Gender, Frauen und Frieden“, „Militarismus und Alternativen“, „Eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit“, „Frieden und soziale Gerechtigkeit“ und „Versöhnung und Umgehen mit der Vergangenheit – Ist Schweigen der notwendige Preis für Frieden?“ Es war in der Stadt, deren Name für die Auslösung des Ersten Weltkrieges steht, weil dort an einer Brücke der österreich-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand erschossen wurde.

Unter den fast 1000 Angemeldeten traf ich nach und nach eine Reihe internationaler Friedensfreund*innen wieder und stellte am Schluss in Gesprächen fest, dass ich etlichen weiteren, die dort waren, nicht begegnet war. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.06.2014)


Birlikte - Zusammenstehen

Bericht von Dagmar Schulte

Vor zehn Jahren zündeten rechtsextreme Terroristen in der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe. Der Sprengsatz war so konstruiert, dutzende Menschen zu ermorden. Statt im rechtsextremen Milieu zu ermitteln, verdächtigten die Behörden die Opfer selber. Erst sieben Jahre später wendete sich das Blatt.

Liebesschwüre werden in Restaurants wie „Kilim“ oder „Mevlana“ erklärt. Die riesigen Fleischspieße vor orientalischer Kulisse sind schon von der Straße aus gut sichtbar. Sie lassen das Unwort „Döner-Morde“ als Begriff völlig neu erscheinen. Neben diesen Kult-Restaurants zahlreiche Goldgeschäfte mit Schmuck „für Sie!“. In direkter Nachbarschaft: Brautmoden. Und – so ist nun mal der Lauf des Lebens – Geschäfte mit Babysachen, Töpfen und Pfannen. Auch ohne Flugticket: Orient pur, Klein-Istanbul.

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(Hier veröffentlicht am 11.06.2014)


 

"Zukunft im Dialog"

Tag des christlich-islamischen Dialogs am 10. Mai 2014 in Krefeld

Erfahrungsbericht von David Clement


"Zukunft im Dialog" und "Christen und Muslime leben in Nordrhein-Westfalen – Zeit, einander besser kennenzulernen!": Unter diesen beiden Leitsätzen fanden am Samstag, 10.5.2014, im Zeitraum 10.00 bis 21.30 Uhr laut Aussagen des Veranstalters rund 1200 Menschen zum, in dieser Größe vielleicht, ersten christlich-islamischen Dialogtag in Nordrhein-Westfalen zusammen.

Veranstalter war die Christlich-Islamische Gesellschaft e.V. (CIG); die Planung und Durchführung des Dialogtages leistete das Christlich-Islamische Forum, ein 2002 gegründeter Arbeitskreis aus Vertreterinnen und Vertretern der vier größten muslimischen Religionsgemeinschaften, weiterer muslimischer Gruppen, der fünf katholischen Diözesen und zweier evangelischer Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen. Im Vorfeld und vor allem während des Dialogtages waren noch weitere ca. 200 ...mehr

(Hier veröffentlicht am 04.06.2014.)


Workshop des "Netzwerkes Flüchtlinge"

Foto: Tran

Bericht von Julia Tran

Am 27.05.2014 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt ein zweistündiger Workshop für Ehrenamtliche statt, der vom Netzwerk Flüchtlinge organisiert wurde. Über 40 Personen kamen an diesem Abend zusammen, um die wichtigsten Grundlagen des Asylrechts zu erlernen und zu erfahren, wie sie sich in Bonn aktiv in der ehrenamtlichen Arbeit für Flüchtlinge einbringen können.

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(Hier veröffentlicht am 04.06.2014)


 

Leben und Arbeiten in Deutschland

Aufgrund des aktuell bestehenden Informationsbedarfs von Zugewanderten über das "Leben und Arbeiten in Deutschland" haben wir mehrsprachiges Material für die Versorgung der vorgenannten Zielgruppe entwickelt.

Der ursprünglich von der Arbeitsgruppe  des "Netzwerks Griechische Akteure
in NRW" entwickelte deutsch-griechische Wegweiser zum Thema "Leben und
Arbeiten in Deutschland" ist nun aufgrund der enormen Nachfrage in weiteren
sechs Sprachen übersetzt worden, nämlich in polnisch, rumänisch,
bulgarisch, spanisch, portugiesisch und italienisch.

Diese zweisprachigen Wegweiser können als PDF-Version unter folgendem Link
heruntergeladen werden.

http://www.diakonie-rwl.de/index.php/mID/0/lan/de/xtra/fdeb52fa5f8a5946d2f4bfb9feb1f78e/msg/e4cb3faa83eb45927e39ccb4bd5c16b7/pointer/0412358cccb3c7c61981aad3df406d72/itt/Leben_und_Arbeiten_in_Deutschland_/index.html

Die Printform (Broschüre) ist auf Nachfrage bei Frau Caroline Stelzl per
E-Mail c.stelzl[at]diakonie-rwl.de erhältlich.
Bei größeren Mengenabgaben werden allerdings Versandkosten berechnet.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ioanna Zacharaki
Referentin für Integration und Interkulturalität

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
Soziales und Integration
Lenaustraße 41 / D-40470 Düsseldorf
Telefon: +49 211 6398-253 / Telefax: +49 211 6398-299
i.zacharaki[at]diakonie-rwl.de / www.diakonie-rwl.de

(Hier veröffentlicht am 03.06.2014)


 

Lesung Giorgos Krommidas

Bericht von Jutta Reimann-Poigné

Eine anregende Veranstaltung erwartete das Publikum der „Bonner Ausblicke“, als Giorgos Krommidas am 21. Mai im Haus Migrapolis eine Lesung hielt.

Krommidos wurde 1936 in Kavallla/Griechenland geboren. Da sein Vater früh starb, wuchs er in einer „Welt der Frauen“ auf. Der Junge genoss diese Welt, liebte und verehrte seine drei Schwestern. Die Zuneigung zur Frau sollte sein weiteres Leben beeinflussen. Schon als Kind schrieb er viel, z. B. Liebesbriefe. Seine künstlerische Ader zeigte sich aber auch in seiner Neigung zum Gesang. Seine Auftritte im Kirchenchor seien „umwerfend gewesen, manch eine Zuhörerin sei entzückt in Ohnmacht gefallen“.

Krommidos absolvierte sein Abitur in Griechenland und wollte im Anschluss in Deutschland Architektur studieren. Mit diesem Ziel kam er 1961 nach Bonn. Aus dem Architekturstudium wurde nichts, denn „in Bonn lachte das Spielen“. Er verfing sich in der Welt der Zocker, zunächst als Croupier, dann als Inhaber von Spielcasinos. Über diese Zeit, ihre Höhen und Tiefen, spricht der Autor offen. Spieler und Gottsucher seien ähnlich, philosophiert er. Beide würden glauben -  Spieler an ihren Sieg.

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(Hier veröffentlicht am 03.06.2014)


 

 

Interkulturelle Erziehungshilfen: neuer Flyer

Interkulturelle Erziehungshilfen

Ambulante Hilfen zur Erziehung nach §§ 27ff. SGB VIII (KJHG)

Unsere pädagogisch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrungen in der interkulturellen Erziehungshilfe.

Wir sprechen u.a. folgende Sprachen: Arabisch, Deutsch, Kurdisch, Persisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch, Berberisch, Spanisch, Polnisch.

Im Bereich der Interkulturellen Erziehungshilfen arbeitet das BIM e.V. im Auftrag des Jugendamtes der Bundesstadt Bonn sowie der Jugendämter Bornheim, Meckenheim, Troisdorf, Königswinter, Bad Honnef, Siegburg, St. Augustin.

Im Rahmen der interkulturellen Erziehungshilfen bieten wir folgende sozialpädagogische Hilfeleistungen an:

•Sozialpädagogische Familienhilfe
•Erziehungsbeistand
•Fallgebundener begleiteter Umgang

Die Ziele der Interkulturellen Erziehungshilfen sind

•die Stärkung der Erziehungsfähigkeit
•die Sicherung und Verbesserung der Kommunikation unter Familienmitgliedern und zwischen der Familie und öffentlichen Institutionen (z. B. Schulen, Ämtern, Ärzten, Kitas, Beratungsstellen)
•die Sensibilisierung, Aktivierung der Familien zur Bewältigung des Alltags, ihrer sozialen Belastungen und Krisen sowie des Lebens in der Aufnahmegesellschaft

Anfragen an:

Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e. V.
Interkulturelle Erziehungshilfen

Dr. Cengiz Deniz (Pädagogische Leitung)
Brüdergasse 16 - 18 53111 Bonn
Mobil: 01520 86 43 803 (Dr. Deniz)
Telefon: 0228 338 339 0 (Geschäftsstelle)

Dr. Hıdır Çelik (Vorstand) 0228 338 339 21

Mail: erziehungshilfen[at]bimev.de

Mail : info[at]bimev.de

Web: www.interkulturelle-erziehungshilfen.de

Web: www.bimev.de

Flyer als pdf

(Hier veröffentlicht am 03.06.2014)


 

İstanbul Okmeydanı – Platz des Pfeils 22. Mai 2014

von Hıdır Eren Çelik

Sein Name ist der Platz des Pfeils
Es wurde nun der Platz der Kugel
Es liegt ein Mensch am Boden, erschossen
Er liegt in eigenem Blut
Sein Name ist Ayhan
Aus seinem Kopf fließendes Blut mischt sich in den Schmutz der Straße

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(Hier veröffentlicht am 26.05.2014)


 

65 Jahre Grundgesetz: Bewegende Rede von Dr. Navid Kermani

Bild: Bundes- zentrale für Politische Bildung / Wikipedia

Am 23. Mai gedachte der Deutsche Bundestag des 65. Jahrestages der Verkündung des Grundgesetzes im Jahre 1949.

Die Festrede zu diesem Anlass hielt der Schriftsteller und Orientalist Dr. Navid Kermani, der als Kind iranischer Einwanderer in Deutschland geboren wurde. Er stellte die Integrationspolitik sowie das Verhältnis von gebürtigen Deutschen und Migranten in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.

Mehr zum Festakt finden Sie unter:

http://bundestag.de/dokumente/textarchiv/2014/-/280972

(Hier veröffentlicht am 26.05.2014)


Deutschland profitiert von Zuwanderung

Autorin: Jennifer Fraczek

Redaktion Günther Birkenstock

© Deutsche Welle

Immer mehr Menschen wandern dauerhaft nach Deutschland ein - 400.000 waren es 2012 laut einer aktuellen Studie. Die meisten kamen aus Ost- und Mitteleuropa und haben einen Uni-Abschluss oder eine Ausbildung gemacht.

Als Anfang des Jahres die letzten deutschen Schranken für Jobsuchende aus Bulgarien und Rumänien fielen, warnte die Partei Christlich-Soziale Union (CSU) vor Sozialschmarotzern und "Armutszuwanderung". Eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass die Menschen, die dauerhaft nach Deutschland einwandern, vor allem eines sind: gut ausgebildet.

Die meisten dauerhaften Neuzuwanderer stammen aus Ost- und Mitteleuropa, vornehmlich aus Polen, Rumänien, Ungarn und Bulgarien. Von den seit 2007 zugewanderten habe jeder Vierte einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, die meisten anderen seien qualifizierte Fachkräfte, so Thomas Liebig von der OECD im DW-Gespräch. Rund 70 Prozent der Zuwanderer aus der EU - zu denen auch die Familienmitglieder zählen - hatten Ende 2012 eine Arbeit.

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(Hier veröffentlicht am 26.05.2014)




Für 301 Kumpel in Soma

13. Mai 2014

Ein politisches Plädoyer

von Hıdır Eren Çelik

Es ist kein Schicksal.
Es ist kein Unglück.
Es ist kein Freitod.
Es ist Mord.

Es ist ein schwarzer Tag für uns Kumpel unter Tage.  
Die toten Kumpel aus der Tiefe der Erde in Soma
klagen gegen die unbegrenzte Habgier des Kapitalismus.

Die Klagelieder der Frauen bündeln wellenartig eine Welle von Solidarität
über die Grenzen durch die Welt.

Die Kameras zeigen Krokodilstränen der Politiker, die dies als Schicksal predigen.

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(Hier veröffentlicht am 20.05.2014)


 

Bonn stellte sich quer gegen Pro NRW

Fotos: H.Celik

Am Samstag, dem 17. Mai 2014 protestierten etwa 300 Personen am Bonner Friedensplatz gegen eine Kundgebung der rechtspopulistischen Partei Pro NRW.

Es hatten sehr viele Initiativen und Einzelpersonen von Gewerkschaften bis zu Kirchen aufgerufen und teilgenommen. Bei der Kundgebung hat der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und die Integrationsbeauftragte Coletta Manemann Reden gehalten, darin erklärten sie sich solidarisch und stellten sich hinter den Aufruf „Bonn stellt sich quer“.

Der OB sagte in seiner Rede „Bonn bleibt bunt… Friedensplatz bleibt Friedensplatz“, und betonte, dass auch die 1,6 Prozent der Stimmen, die Pro NRW bei der letzten Kommunalwahl 2009 bekommen hätte, zu viel wären. Benjamin Etzold, Sprecher der Initiative „weltoffen“, schilderte das Flüchtlingsdrama an den Außengrenzen der Europäischen Union und würdigte die Zusammenarbeit der Flüchtlingsinitiativen in Bonn. Er appellierte an die Stadt Bonn, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

Selbstverständlich war auch das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen  (BIM) e.V. mit dabei, um sich auf dem Friedensplatz, der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge und Muslime entgegenzustellen. Engagiert und mit einem großen Transparent zeigten Aktive aus dem Bonner  MIGRApolis – Haus der Vielfalt Flagge gegen die dumpfen Parolen der Rechtsradikalen.

Am Anfang und zum Schluss hat sich Mani Stenner bei der Teilnehmern und Initiativen für die Unterstützung und Solidarität bedankt.

(MD; Hier veröffentlicht am 19.05.2014, aktualisiert am 22.05.2014)


Ein kommunalpolitischer Abend im Zeichen der Integration

Diskussionsteilnehmer; Foto: Celik

Bericht von Bartosz Bzowski

Gut gefüllt war am 14. Mai das MIGRApolis-Haus. Vertreter im Bonner Stadtrat vertretener Parteien diskutierten elf Tage vor der Kommunalwahl darüber, wie Integration auf kommunaler Ebene in Bonn funktioniert und welche Verbesserungen notwendig seien. Es nahmen im Einzelnen teil: Klaus Großkurth (CDU), Rahim Öztürker (SPD), Gisela Mengelberg (Bündnis 90 / Die Grünen), Zehiye Dörtlemez (FDP), Jürgen Repschläger (Die Linke), Barbara Ingenkamp (BBB) sowie Jakob Hackenberg (BIG). Moderiert wurde der kommunalpolitische Abend von Dr. Beate Sträter, der Schulreferentin und Synodalbeauftragten für das christlich-muslimische Gespräch im Evangelischen Kirchenkreis Bonn.

Die Diskussion beschäftigte sich ausschließlich mit kommunalpolitischen Themen, es sollte nicht um Fragen beispielsweise des Asylrechts oder der Staatsangehörigkeit gehen. Doch auch auf Kommunalebene, so stellte sich heraus, gibt es genügend Möglichkeiten, Integration von Migranten zu gestalten. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.05.2014)


Mut zur Wahl der Diskriminierung?

Saloua Mohammed. (Foto: Schmiedel)

Kommentar von Saloua Mohammed

 
Sobald die Wahlen vor der Tür stehen, bemüht sich jede Partei um die Stimme der Bevölkerung. Es wird mit Versprechungen jongliert. So ist nun mal der Wahlkampf. Sogar die sogenannten Ghettos werden aufgesucht, jungen Menschen aus marginalisierten Quartieren werden Hilfe und Unterstützung versprochen und sie fühlen sich zum ersten Mal gesehen. Ja, sogar ernst genommen. Umso größer ist die immer wiederkehrende Enttäuschung, wenn ...mehr

 

 

 

(HIer veröffentlicht am 18.05.2014.)


 

„Warum muss ein hochqualifizierter Migrant seinen Namen bei der Bewerbung streichen?“

(v.l.n.r.) Knox, von Grünberg, Tobo, Klute, Öztürker, Foto: Ҫelik

Offene Gesprächsrunde der Bonner SPD über Integrationsfragen am 6.5.2014 im MIGRApolis-Haus der Viefalt

Ein Bericht von Julia Tran

Am 06.05.2014 veranstaltete die Arbeitsgruppe Migration und Vielfalt der Bonner SPD eine Gesprächsrunde im MIGRApolis-Haus, die sich mit verschiedenen Bereichen der Integrationspolitik in NRW beschäftigte und als Forum für Fragen und Anregungen dienen sollte. Rund 30 Interessierte kamen zu der offenen Diskussion mit den eingeladenen Gästen aus Bonn und Düsseldorf.

Peter Kox (Bonner Ratsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen), Bernhard „Felix“ von Grünberg (NRW-Landtagsabgeordneter für Bonn und Beuel), Thorsten Klute (Staatssekretär für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales NRW) und Rahim Öztürker (Integrationsratsmitglied in Bonn).

Nach einem Grußwort von Ali Dogan leitete die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Carolina Tobo die Moderation und bat die vier Podiumsgäste zunächst um fünfzehnminütige Impulsvorträge, die verschiedene Themen der Integrationspolitik in NRW und Bonn beleuchten und darüber hinaus einen Einblick in die Arbeitsschwerpunkte der vier Gäste geben sollten.

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(Hier veröffentlicht am 14.05.2014)


Umsonstregal im Oscar-Romero-Haus

Jeden Dienstag von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr ist das Umsonst-Regal im Flur des Erdgeschosses des Oscar-Romero-Hauses geöffnet. Das Umsonstregal ist kein Tauschregal. Es basiert NICHT auf dem in unserer Gesellschaft verankerten Systems des Nehmens und dem damit verbundenen Tauschzwangs, sei es in Form von Waren oder Geld. Wenn Du etwas benötigst, nimm es Dir mit und wenn Du etwas hast, was Du abgeben möchtest, leg es dazu. Bei uns im Umsonstregal liegen aus Platzgründen hauptsächlich Kleidungsstücke. Es gibt allerdings auch eine Pinnwand, wo Du andere Gegenstände oder Fertigkeiten „anbieten“ oder suchen kannst.

Kommt vorbei – wir freuen uns auf eine rege Umverteilung!

Schöne Grüße aus dem Oscar-Romero-Haus!

Oscar-Romero-Haus
Heerstr. 205
53111 Bonn

Tel.: 02 28/63 50 94 (1. Etage), 65 12 15 (2. Etage)
Homepage: www.oscar-Romero-haus.de

E-Mail: info@oscar-romero-haus.de

Spendenkonto: IBAN:DE72 4306 0967 0046 8092 00

BIC: GENODEM1GLS

(Hier veröffentlicht am 14.05.2014)


 

„Das betrifft uns doch nicht!“

Multikulturelle Vielfalt als Herausforderung in deutschen Klassenzimmern

Schulprojekt zur Masterarbeit von Lisa Höft, Trier

Bericht von Heike van den Bergh und Lisa Höft

Eine Unterrichtsreihenplanung zum Thema
"Ich-Verlust im Kontext von Mehrsprachigkeit"
für die Sekundarstufe I

Als Unterrichtsprobe für ihre Masterarbeit hielt Lisa Höft eine Stunde in der Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied in einer Mittelstufenklasse im Fach Deutsch, von Frau Dr. Raatz sonst unterrichtet, ab, am 02.04.2014. Als Grundlage für die Unterrichtsstunde wurde das Gedicht „Fremd-Sprecherin“ von Heike van den Bergh genommen, erschienen 2013 im Free Pen Verlag, Bonn, in der Lyrik-Anthologie „Zwischenwelten – zwischen den Welten“, Ausgewählte Gedichte.

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(Hier veröffentlicht am 12.05.2014)


 

Stimmen aus Ab-e-Barik

© Nadia Kraam

unser Leben ist so viel wert
solange ihr noch hinschaut
auch wenn die Schlammlawine
uns längst in ein Massengrab gerissen hat
unser Leben ist so viel wert
solange ihr uns als „eure“ Opfer seht
auch wenn wir schon zeitlebens
am Abgrund standen
wir haben mehr verloren als das Leben
solange die Nachricht „Verschüttetes Dorf
mit über zweitausend Toten“
gerade noch als Randmeldung taugt

Anmerkung: Ab-e-Barik ist ein Dorf in Afghanistan, das im Mai 2014 durch eine Schlammlawine zerstört wurde. Über 2000 Menschen kamen dabei ums Leben.

(Hier veröffentlicht am 12.05.2014)


„Birlikte – Zusammenstehen“

Foto: Fitzner

Kunst- und Kulturfest für eine gerechte und solidarische Gesellschaft vom 7. bis 9. Juni 2014 auf der Keupstraße in Köln-Mülheim

Die Straße entsteht beim Gehen

von Helga Fitzner

Es war ein Wunder, dass damals niemand zu Tode kam, als am 9. Juni 2004 eine Bombe mit rund 800 Nägeln und fünf Kilogramm Sprengstoff in der Kölner Keupstraße hochging und 22 Menschen, teilweise sehr schwer, verletzte. Und man muss sich wundern, dass ein rechtsextremistischer Hintergrund fast sofort ausgeschlossen und die Tat stattdessen islamistischen Tätern oder dem Kurdenkonflikt in der Türkei in die Schuhe geschoben wurde. Dabei hätte man nur die Bänder der Überwachungskameras des in der Nähe ansässigen Fernsehsenders VIVA zu Ende schauen müssen. Seit 2011 ist bewiesen, dass die Tat vom Nationalsozialistischen Untergrund NSU verübt wurde. Die einzige Überlebende des Trios, Beate Zschäpe, steht derzeit vor Gericht.

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(Hier veröffentlicht am 05.05.2014)


 

Die Aufnahme syrischer Flüchtlinge

Kurzinformationen zum zweiten Bundesprogramm

Informationen zusammengefasst von Julia Tran

Im Dezember 2013 beschlossen Bund und Länder, weitere 5.000 syrische Flüchtlinge für die Dauer des Konflikts in Deutschland aufzunehmen, nachdem die im Frühjahr 2013 beschlossene Aufnahmekapazität von 5.000 Personen ausgeschöpft ist.

Das zweite „Aufnahmeprogramm des Bundes zur vorübergehenden Aufnahme von weiteren 5000 Schutzbedürftigen aus Syrien und Anrainerstaaaten Syriens sowie Ägypten vom 23.12.2013“ richtet sich primär an Personen, die Verwandte in Deutschland haben und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg vorgeschlagen werden.

Insgesamt 3.500 Personen können dafür von den Bundesländern vorgeschlagen werden. Die restlichen Vorschläge kommen vom Bund und dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR).

Nach einem Schlüssel werden die Flüchtlinge in verschiedene Bundesländer verteilt. Für das Land Nordrhein-Westfalen ergibt sich damit eine Kapazität von 743 Plätzen.

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Kurzinformationen über das NRW-Landesprogramm

Zusammengestellt von Julia Tran

Aufgrund der aktuellen Situation in Syrien hat auch das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen, zusätzlich zum Bundesprogramm weitere Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen und ihnen Aufenthaltserlaubnisse für bis zu zwei Jahren zu ermöglichen. Vorrang haben solche Personen, die Verwandte in Deutschland haben.

Im Folgenden erhalten Betroffene in Deutschland eine kurze Übersicht über die Bedingungen und das Verfahren des Landesprogramms NRW nach dem Stand vom 25.03.2014.

Bitte beachten Sie, dass wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Informationen erheben.

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(Hier veröffentlicht am 30.04.2014)


„Breaking News“

Roman von Frank Schätzing

Rezension von Helga Fitzner

„Nichts heilt ohne Schmerzen“

Wer über Palästina schreiben will, weiß im Vorfeld, dass er es keinem Recht machen kann, und dass der Nahe Osten ein so vielschichtiges Sujet ist, dass er wahnsinnig viel recherchieren muss: Im Fall von Frank Schätzings Roman „Breaking News“ waren es über vier Jahre. Dann steht der Autor vor der Aufgabe, von den aufgetürmten Informationen so viele wie möglich zu verarbeiten und das Ganze so leserfreundlich zu gestalten, dass am liebsten noch ein Bestseller daraus wird. Auf „nur“ 965 Seiten ist Frank Schätzing das gelungen, er geht sogar auf Ereignisse in den Nachbarstaaten Israels ein. Dabei hat er zwei literarische Gattungen vermischt: die der Familiensaga über mehrere Generationen hinweg und den Thriller.

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(Hier veröffentlicht am 30.04.2014)


Herzliche Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2014

15.September – 3.Oktober 2014

„Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“

Dieses Motto der bundesweiten Interkulturellen Woche ist eine Einladung und eine Herausforderung zugleich. In der Migrationsgesellschaft können Gemeinsamkeiten nicht vorausgesetzt werden, sie müssen vielmehr gesucht und gefunden werden. Dafür ist ein Austausch notwendig, der von gegenseitigem Respekt getragen ist und niemanden ausschließt. Er findet an öffentlichen Orten statt, in Vereinen, Institutionen, Kirchen- und Moscheegemeinden, in Arbeitskreisen und Verbänden.

Die Interkulturelle Woche trägt dazu bei, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, mit unterschiedlichen Sprachen, Weltanschauungen und Religionen
sich offen und auf gleicher Augenhöhe begegnen. Dabei erfährt man viel über die Kulturen der Anderen, aber auch über sich selbst. Interkulturelle Begegnungen bereichern unsere Denkweisen und unser Leben.

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(Hier veröffentlicht am 28.04.2014)


 

Simurgh

Simurgh; Quelle: Wikipedia

Der Regisseur Ruhi Karadağ porträtiert sechs ehemalige politische Häftlinge, welche 1996 in den türkischen Gefängnissen als Zeichen ihres Widerstandes gegen die politische Unterdrückung im Land ein Todesfasten eingingen.

Auch heute ist die Menschenrechtssituation in der Türkei besorgniserregend, was die neuesten Ereignisse im Gezi-Park in Istanbul eingehend beweisen. Somit hat der Film nichts an seiner Aktualität verloren.

Mehr zum Film auf folgenden Seiten:

http://www.wasgehtheuteab.de/mainz/36609-SIMURGH-party-im-Capitol-am-06-04-2014

http://www.filmstarts.de/kritiken/197601.html

(Hier veröffentlicht am 15.04.2014)


 

Demonstration für Solidarität mit Flüchtlingen und Migranten in Not am Dienstag, 1. April 2014

Benjamin Etzold bei seiner Rede. Foto: Schmiedel.

Am 1. April 2014 vervielfachte sich die die gewöhnliche Teilnehmerzahl des interreligiösen Schweigens für Frieden und Gerechtigkeit, das monatlich am 1. Dienstag zwischen 17.30 Uhr und 17.45 Uhr auf dem Bonner Münsterplatz stattfindet, da sich das Bonner Netzwerk weltoffen dem Schweigen angeschlossen hatte, um anschließend eine Demonstration zum Berta-von-Suttner-Platz und weiter auf die Kennedy-Brücke durchzuführen. Von der Brücke aus warfen die Demonstrierenden sodann für jeden vor Lampedusa ertrunkenen Flüchtling eine Rose in den Rhein. Sie machten so auf das Sterben an Europas Außengrenzen aufmerksam, zeigten ihre Solidarität mit Flüchtlingen und Migranten in Not und demonstrierten gegen die deutsche Migrations- und Asylpolitik.


Lesen Sie hier die Rede von Benjamin Etzold vom Bonner Netzwerk weltoffen, die er nach dem Schweigen hielt:

 

In Bonn wird momentan viel über die Aufnahme von Flüchtlingen gesprochen. Derzeit leben über 460 Geflüchtete hier: in Übergangswohnheimen, Notunterkünften, Wohnungen und Hotels. Mitte April werden ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.04.2014)


Ein Meilenstein

Warum der Kompromiss beim „Doppelpass“ sinnvoll ist

Kommentar von Bartosz Bzowski


Am 27. März 2014 einigte sich die Große Koalition auf eine Neuregelung des Staatsangehörigkeitsrechts in Deutschland. Demnach kann, wer in Deutschland geboren wurde, grundsätzlich die doppelte Staatsangehörigkeit besitzen. Voraussetzung ist allerdings, dass die jungen Erwachsenen aus Nicht-EU-Ländern sich mit Vollendung des 21. Lebensjahres mindestens acht Jahre in Deutschland aufgehalten haben oder sechs Jahre hier zu Schule gegangen sind. Die Optionspflicht, die bislang gilt und besagt, dass man sich mit 23 Jahren für eine Staatsbürgerschaft entscheiden soll, entfällt grundsätzlich.

Prompt kommt Kritik am Kompromiss auf: Es sei ein „integrationsfeindliches Bürokratiemonster“, meint Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Kenan Kolat, der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde Deutschland, spricht von einem „Optionspflichtverlängerungsgesetz“. Er kritisiert, "Warum macht man für eine kleine Minderheit so ein kompliziertes Gesetz?", da nur wenige der Betroffenen nicht in Deutschland aufwachsen würden. Die Linkspartei wirft der SPD vor, vor der Union „eingeknickt“ zu sein.

Positive Kommentare scheinen heute in der Minderzahl zu sein, doch die Reaktionen werden dem Geschehen nicht gerecht. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.03.2014)


 

POETRYpolis sorgte erneut für Begeisterung

18jährige Dagny Leu gewinnt 6. Auflage zum Thema "Vertrauen"

Ein Bericht von Bartosz Bzowski

„Vertrauen“ war das Thema der sechsten Auflage des interkulturellen Poetry-Slams im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, der am 14. März 2014 über die Bühne ging. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und die Sitzplätze schnell belegt. Rund 80 Besucher füllten den Saal und hörten den Gedichten sowie Texten in zahlreichen Sprachen zu.

POETRYpolis wurde 2011 von Julia Nikolic und Janina Nietzke während ihrer Praktikumszeit beim Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) ins Leben gerufen.

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(Hier veröffentlicht am 25.03.2014)


 

Der erste Kaiserlich-Osmanische Gala-Abend am 22. März 2014 im Schloß Charlottenburg

Kommentar von Nadja Thelen-Khoder

Der Vorstand des Armenisch-Akademischen Vereins 1860 e.V. (AAV), dessen Vorsitzender Azat Ordukhanyan auch der Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland (ZAD) ist, weist in seiner Pressemitteilung vom 11.3.2014 auf eine Veranstaltung hin, zu der es auf der Seite der Veranstalter (1) heißt:

„Der erste Kaiserlich-Osmanische Gala-Abend findet am Samstag, den 22. März 2014 in Berlin statt. In den historischen Mauern des Schlosses Charlottenburg laden wir zur ersten Veranstaltung dieser Art ein. Zu Ehren dieses einzigartigen Ereignisses werden hochrangige Politiker, ehrwürdige Adelsfamilien, Prinzen verschiedener Nationen, bedeutende Historiker, herausragende Persönlichkeiten und engagierte Unternehmer eingeladen. Jeder, der die Freundschaft über Staatsgrenzen hinweg fördern möchte, wird hiermit aufgerufen, teilzunehmen. Lassen Sie sich diese historische Begegnung nicht entgehen.“

Daß dieser erste „Kaiserlich-Osmanische Gala-Abend (2) die größte Veranstaltung zur Förderung internationaler Freundschaft“ sein soll, scheint mir in Anbetracht der Pressemitteilung des Armenisch-Akademischen Vereins 1860 e.V. sehr zweifelhaft zu sein, in der es heißt:

„Wie geschichtsvergessen muss eine Gesellschaft eigentlich sein, um einen kaiserlich-osmanischen Gala-Abend zu feiern und das dann auch noch als Ausweis der Völkerverständigung zu etikettieren? ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.03.2014)


 

Trauriger Clown

Heike van den Bergh

zum Portrait des Großvaters von Vadim Lyubich:

Dieses Gedicht entstand unter dem Eindruck des Gemäldes von Vadim Lyubich, ukrainischer Jude, der hier einerseits seinen Großvater portraitierte, der beim Einmarsch der Deutschen von den Russen nach Kasachstan evakuiert und später Held der Roten Armee wurde, und andererseits das Schicksal eines jüdischen Kabarettisten in Nazi-Deutschland, der von den Nazis im Lager Theresienstadt gedrängt wurde, unter dem Versprechen, er würde dann nicht vergast werden, in dem Propaganda-Film „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ mit seinem komödiantischem Können eine „schöne heile Welt“ im Lager vorzutäuschen. Danach haben ihn die Nazis dann dennoch in Ausschwitz vergast.

Die Nase ein Fanal des unbrechbaren Willens,

doch tragisch am unteren Ende, ein Tränentropfen, weist sie auf den zu schmerzreich- gezwungenem Grinsen verzerrten Mund, übermalte Heiterkeit, großmäulig kleinlaut,

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(Hier veröffentlicht am 17.03.2014)


 

"Wir wollen die Trauer abschließen"

Ökumenischer Gedenk- und Trauergottesdienst am 08.03.2014 in der Lukaskirche Bonn

Bericht von Monika Winkelmann

Um 14 Uhr sollte der Gottesdienst stattfinden, fast eine halbe Stunde früher waren wir im Hof vor der Lukaskirche angekommen. In der fast schon blendenden Frühlingssonne wirkten die Gruppen mit dunkelhäutigen, schwarzhaarigen Menschen - dreißig dürften es um diese Uhrzeit schon gewesen sein! - überraschend auf uns und ausdrucksstark. Wir Weißhäutigen waren bei weitem in der Minderzahl und sollten es auch bleiben. Was für eine gute Einstimmung für Reiner, meinen Partner, der im April ein Zeugnis-Ablegen-Retreat in Ruanda besuchen würde! Wir suchten Blickkontakt, grüßten scheu und freudig, setzten uns auf ein Mäuerchen. Nach einer Weile traute ich mich, ein paar Fotos zu machen. Ich fragte vorher um Zustimmung, gestikulierend, und manche lehnten auch ab. Einen der Pfarrer kannte ich schon, von Veranstaltungen bei Migrapolis, Wolfgang Wallrich. Ihn fragten wir, ob wir unsere frisch aktualisierten Flyer für die geplanten Einkehrtage auf Lampedusa im September auslegen durften. Ja, natürlich gerne, man zeigte uns gute Plätze für die Papiere.

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(Hier veröffentlicht am 14.03.2014)


 

Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern

Vorbereitung der Interkulturellen Woche 2014

von Ruth Schlette

In Erfurt fand am 14./15. Februar 2014 das Vorbereitungstreffen für die diesjährige Interkulturelle Woche statt. Hier einige Ergebnisse des Treffens:

Angesichts der Gefahr einer rechtspopulistischen Wende in Europa sollen alle Kräfte mobilisiert werden! So soll im Vorfeld der Europa-Wahl das Potential der INTERNATIONALEN WOCHEN GEGEN RASSISMUS vom 10.-23. März 2014 ausgeschöpft werden.

Geplant ist zum Beispiel:

- am Freitag, dem 21. März zu den Freitagsgebeten in Moscheen gehen. An diesem Tag werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie z.B. Bürgermeister eingeladen, nach dem Freitagsgebet zum UN-Tag gegen Rassismus zu sprechen.

- gegen flüchtlingsfeindliche Aktionen rechter Gruppierungen mobilisieren
- den Schulterschluß mit anderen örtlichen Initiativen, Politikern, Verwaltungen suchen
- publikumswirksame Veranstaltungen planen....

Die Koordinierung erfolgt durch den INTERKULTURELLEN RAT IN DEUTSCHLAND

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(Hier veröffentlicht am 25.02.2014)


Hausbesucherinnen gesucht

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir suchen Frauen, die sich im Rahmen unseres Projektes HIPPY (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) als Hausbesucherinnen qualifizieren lassen möchten:

Ihre Aufgaben: Sie besuchen Familien aus ihrem Kulturkreis und stellen den Müttern das HIPPY-Material vor (Bilderbücher, Anregungen zum Spielen und erste geometrische Formen)
Ihre Voraussetzungen: Sie sprechen türkisch, arabisch oder russisch und gut deutsch; Sie sind kontaktfreudig und haben Lust andere Mütter bei der Förderung ihrer Kinder und beim Einleben in die deutsche Gesellschaft zu unterstützen. Nach Möglichkeit haben Sie selbst Kinder im Kindergartenalter.

Nähere Informationen bei Barbara Schlüter montags im Offenen Café im Migrapolis, Brüdergasse 16-18 von 14.00-16.00 Uhr oder schicken Sie mir eine Mail: schlueter[at]bimev.de , damit ich mit Ihnen Kontakt aufnehmen kann.

Freundliche Grüße,

Barbara Schlüter

(Hier veröffentlicht am 19.02.2014)


 

Alevitischer Abend mit vielen Erkenntnissen

Moderator Dr. Dietmar Schubert; Foto: Eis

Vorstellung der Studie "Dersim-Aleviten in Deutschland"

Bericht von Bartosz Bzowski

Sehr gut besucht war am 23. Januar das MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Rund 60 Gäste verfolgten die Vorstellung des neuen Buches „Dersim-Aleviten in Deutschland – Gelebter Glaube oder verlorene Identität“ mit anschließender Diskussion. Die Studie wurde vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) durchgeführt und von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, den Integrationsagenturen sowie vom Arbeits- und Integrationsministerium Nordrhein-Westfalen gefördert.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Mika Wagner die Studie vor. Diese bestand aus drei Teilen: Aleviten in der Migrationsforschung, den Ergebnissen der Befragung sowie der Geschichte der Aleviten.

Über Aleviten gibt es keine offiziellen Statistiken, sondern nur Schätzungen. Danach leben rund 800.000 Aleviten in Deutschland. Bisher gibt es nur wenige Studien über sie, und oft werden sie marginalisiert und fälschlicherweise den Muslimen zugeordnet, was zunehmend auf Kritik stößt.

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(Hier veröffentlicht am 30.01.2014)


 

„Kurden verkaufen doch Kebab, wenn sie hier erfolgreich sind“

Foto © Stenzel

Filmvorführung "Der Imker" und Podiumsdiskusion

Bericht von Sonja Stenzel

Im Rheinischen Landesmuseum in Bonn wurde am Dienstag, dem 28. Januar 2014, der Film „Der Imker“ in Anwesenheit des Regisseurs Mano Khalil mit anschließender Podiumsdiskussion gezeigt.

Der Dokumentarfilm verfolgt 5 Jahre lang die Geschichte des Kurden Ibrahim Gezer aus der Türkei, der als politisch Verfolgter seine Familie verlassen musste und alleine in die Schweiz flüchtete. Dort versucht er, seiner Berufung, der Imkerei, nachzugehen. Dabei stößt er auf vielerlei Hürden und muss sich an ein Leben ohne Geld und Familie gewöhnen, während er um seine in der Türkei zurück gebliebenen Kinder bangt. Während er die Imkerei in der Türkei als Beruf ausübte, wird sie in der Schweiz als „Hobby“ abgeschrieben, wodurch er zusätzlich einer anderen Verdiensttätigkeit nachkommen muss, die die Zeit für seine Leidenschaft stark einschränkt. Trotz der begrenzten Zeit und der Ungewissheit um sich und seine Familie, findet er in seinen vielen tiefen Schweizer Freundschaften, der Natur und seinen Bienen immer wieder Trost.

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(Hier veröffentlicht am 29.01.2014)


 

Dersim-Aleviten in Deutschland

Gelebter Glaube oder verlorene Identität?

Eine Orientierungshilfe für Forschung und Arbeit mit Aleviten aus der Region Dersim/Türkei


Wer genau sind die Aleviten? Eine gemäßigte Richtung des Islam oder eine eigenständige Religion? Wie viele gibt es von ihnen in Deutschland und wieso sind sie immer noch relativ unbekannt?

Innerhalb der Migrations-, Islam- und Integrationsdebatte, die sich in Deutschland häufig insbesondere um türkischstämmige Mitbürger und Mitbürgerinnen dreht, ist es von großer Bedeutung, zu unterscheiden, zu welchen Religions- und ethnischen Gemeinschaften Migranten aus der Türkei gehören. Pauschalisierungen und falsche Zuordnungen bezüglich der ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit der Menschen aus der Türkei führen zu Fehldeutungen in politischen Diskursen. Durch die Vernachlässigung von Unterscheidungsmerkmalen wird – insbesondere auch in repräsentativen wissenschaftlichen Studien – ein ungenaues bzw. gar kein Bild von Aleviten gezeichnet und Migrationsprobleme zu sehr verallgemeinert.

In der Studie „Dersim-Aleviten in Deutschland“ wird auf einige zentrale Beiträge aus der wissenschaftlichen Diskussion zu Aleviten eingegangen und ein kritischer Blick auf die Vorgehensweise in repräsentativen Studien geworfen. Außerdem werden Ergebnisse einer selbst durchgeführten Befragung unter in Deutschland lebenden Aleviten aus Dersim (Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen) vorgestellt. In anschaulicher, aber dennoch wissenschaftliche Regeln einhaltenden Form werden Themen wie alevitisches Selbstverständnis und Identitätssuche, Integration in Deutschland und Vergangenheitsbewältigung diskutiert.

Ein Ergebnis ist, dass es sich allemal lohnt, genauer hinzusehen: die Aleviten sind aus vielerlei Gründen ein attraktives und aufschlussreiches Forschungsfeld, in dem es noch einiges zu entdecken gibt.

Free Pen Verlag, Bonn 2014, 116 S., Broschur, lieferbar ab 20.1.2014

ISBN 978-3-938114-93-3

NEU: ISBN 978-3-945177-01-3

€ 9,90

Bericht über die Buchvorstellung am 23. Januar 2014

(Hier veröffentlicht am 28.01.2014)


 

Erkenntnis, Schatten und Duft von Pfirsich

„Bonner Ausblicke“ am 22. Januar 2014 mit Wolfgang Kubin

Bericht von Varvara Stegarescu


„Wenn wir Alles erkennen, dann erblinden wir. Deshalb wollen wir nicht Alles erkennen“, so formuliert Wolfgang Kubin - Sinologe, Schriftsteller und Übersetzer, seine philosophischen Erkenntnisse. Anlass zu philosophieren, Poesie zu hören und sich über die chinesische Dichtung auszutauschen bot die Veranstaltung „Bonner Ausblicke“ vom 22. Januar 2014, organisiert und moderiert von Rainer Maria Gassen.

Wolfgang Kubin, der Ehrengast dieser Lesung, beschrieb an diesem Abend seinen persönlichen literarischen Wanderweg – das Schreiben, sagte der Dichter, sei ein Weg des Wanderers, wir sind unterwegs wenn wir schreiben. Wolfgang Kubin geht diesen Weg jeden Tag, zwischen 3:00 und 5:00 Uhr morgens. Dabei wird die Wissenschaft, das Schreiben und die Übersetzung miteinander verbindet, weil die Eine das Andere bedingt.

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(Hier veröffentlicht am 28.01.2014)


 

Zum 27. Januar

von Nadja Thelen-Khoder


Zum 27. Januar

(und zu Goethes „Über allen Gipfeln ist Ruh’“)


Da schreit es wieder, mein

geliebtes, gehaßtes Land,

das mir als ewigen Unterpfand

seines Fluches seine-meine Sprache gab.

Da schreit es mich wieder verzweifelt an:

„Was Du weißt, sag` im Nu! Wo war ich,

ich selbst, keinem sonst zu vergleichen?

Wo war ich, auf der Stirn meines Gottes Zeichen?“ (Ibsen, Peer Gynt)

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(Hier veröffentlicht am 28.01.2014)


 

„Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!“

Ernst-Reuter-Büste in Berlin, Wikipedia

Für Anne Frank, Tanja Sawitschewa, Kurt Gerron und all die anderen

von Nadja Thelen-Khoder

Mit großem Dank an Ilona Ziok

Heute, am 27. Januar 2014, begehen wir den Tag, an dem vor nunmehr 69 Jahren das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde. Und wir sollten auch dem Tag gedenken, an dem vor genau 70 Jahren die „Belagerung von Leningrad“ nach 872 Tagen beendet wurde. Der Roten Armee der Sowjetunion boten sich bei der Befreiung grauenhafte Bilder, und beide Orte stehen für millionenfachen Mord, begangen von Deutschen zur Zeit des Nationalsozialismus (1).

Als Ernst Reuter den obigen Satz rief, meinte er Berlin, daß 1948 ebenfalls mit einer „Blockade“ geschlagen werden sollte. Ernst Reuter, der vor den Nazis fliehen konnte und in der Türkei die Zeit des Nationalsozialismus überstand, wurde gehört; sein Ausruf zählt wie John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ zu den Sätzen, die tief im kollektiven Gedächtnis der Deutschen verankert sind.

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(Hier veröffentlicht am 27.01.2014)


 

Mit dem Audioguide durch Migrastan

Schulprojekt zu Migrationslyrik

Norbert Krüßmann berichtet auf der Homepage des Schulprojekts über die Bedeutung des Themas Migrationslyrik im Deutschunterricht: "Migrationslyrik" lautet der Themenschwerpunkt für das 3. Semester des Deutschkurses mit erweitertem Anforderungsniveau. Migrationslyrik ist ein Themenfeld, das von der Antike bis in die Gegenwart reicht und damit weit offener ist als die früher im Rahmenlehrplan vertretene „Exilliteratur“.

Im Rahmen dieses Projekts wählten die Schüler aus dem Bändchen „Angekommen ...?“, der Publikation zum „Literaturwettbewerb zur 8. Bonner Buchmesse Migration in Partnerarbeit oder allein ein Gedicht aus, das sie beim ersten Lesen besonders ansprach."

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektseite der Schule:

http://www.seeschule.de/cms2/navigation/gymnasium/alltag/migrationslyrik-im-deutschkurs/

(Hier veröffentlicht am 21.01.2014)


 

„Diese Wirtschaft tötet.“

Bild: Krippenbild / Wikimedia Commons

[Papst Franziskus im „Evangelium Gaudium“ (1)]

von Nadja Thelen-Khoder

„Die Gier nach Macht und Besitz kennt keine Grenzen.“ (a.a.O., im doppelten Wortsinn)

Urbi et Orbi! (Der Staat und dem Erdkreis!)


„Es ist unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht. Das ist Ausschließung. Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden.“

Endlich finde ich ihn wieder, den großen jüdischen Rabbi, nach dem die Christen sich benennen und den die Muslime als den Propheten Isa verehren.

Auf Seite 52 des als PDF (1) zum Download bereitstehenden apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium des Heiligen Vaters Papst Franziskus an die Bischöfe, an die Priester und Diakone, an die Personen geweihten Lebens und an die christgläubigen Laien über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute“ stehen die o.a. Sätze [auch bei(2)], und unter der Überschrift  „Papstschreiben Evangelii Gaudium: Eine Zusammenfassung“ (3) heißt es unter „Gerechtigkeit und Menschlichkeit“: „,In der Wurzel ungerecht’ nennt Papst Franziskus das aktuelle ökonomische System. Diese Form der Wirtschaft töte, denn in ihr herrsche das Gesetz des Stärkeren.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.01.2014)


 

Phönix

von Heike van den Bergh

Frei

wie der Phönix,

der Stück für Stück

den klebrigen Schutt

abschüttelt,

seine Federn spreizt

in neuem, leuchtenden Rot,

Gold und Ocker,

langsam Schritte geht

mit gestreckten Armen,

die den Wind umarmen,

die Sonne, das Licht,

dich,

inmitten dieser frischen, duftenden Luft

Anlauf nimmt

und nach einigem Hüpfen,

zaghaften Versuchen,

über den Rand des Vulkans hinweg sich erhebt,

sonnen-, lebens- und liebestrunken,

doch voll eigener, inniger, sturer Kraft,

in den Morgen hinausschwebt,

wie ein Gleitschirm kreiselnd

im Luftstrom seine Bahnen zieht,

Spannung haltend, sich dem Wind jedoch einfühlsam hingebend,

einem neuen Sein und Horizont,

näher am Boden,

so möchte ich sein.

(Hier veröffentlicht am 13.01.2014)


 

Der weise Maharadscha – oder das Medaillon

Indisches Volksmärchen,

mündliche Überlieferung aus Indien, schriftliche Version verfasst von Heike van den Bergh

Es war einmal ein schon sehr weiser Maharadscha, der hatte alles, was er sich nur erträumen konnte:

Eine schöne, liebevolle Frau, gut gelungene Kinder, ein riesiges Königreich voller landwirtschaftlicher und Boden-Schätze und blühender Landschaften. Aber er wollte doch wissen, wie er endgültige Erleuchtung und Weisheit erreichen könnte.

So rief er alle Yogis, Brahmanen und Asketen seines Königreichs zusammen und stellte ihnen folgende Aufgabe:

"Findet einen Satz, der mich immer glücklich macht und immer zutrifft auf alle Situationen des Lebens, mit dem ich die wahre Erkenntnis finde. Wem es gelingt, dem gebe ich meine jüngste und schönste Tochter und ein großes, reiches Gouvernement dazu."

Die Weisen zogen sich 6 Wochen lang in ein Bergkloster zurück und meditierten, diskutierten, philosophierten, aber sie kamen zu keinem übereinstimmenden Ergebnis. Schließlich fand einer einen solch klugen Satz. Die anderen wurden aber nicht eingeweiht, sie vertrauten ihm aber, da er der bei weitem weiseste Mann des Königsreichs war.

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(Hier veröffentlicht am 08.01.2014)


 

Weihnachten 2013 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn

Wolfgang Wallrich  - Pfarrer

Weihnachtspredigt im Migrapolis-Haus der Vielfalt – Bonn 2013


Ihr Lieben,

Glaube ist die Suche nach einer Geschichte, die verloren ging.

Endlich Weihnachten!

Endlich beginnt wieder das Suchen nach einer Geschichte, die verloren ging.

Endlich wieder die Geschichte der Verlorenen, die wieder entdeckt werden.

Endlich wieder die Geschichte von Engeln, die Verlorenen nachgehen.

Endlich Erfüllung der Wünsche, dass es in unserem Leben Neues geben möge –

in dem Sinne, dass wir selber in uns ein Stück weit neue Menschen werden,
dass es in uns so etwas wie Entwicklung und Geschichte gibt.

Endlich ein Menschenkind, das auch Göttliches in sich spürt und vor allem lebt und tut.

Das Kind wurde in einfachsten Verhältnissen geboren.

Eine junge noch fast halbwüchsige Frau bekommt ein Kind –

Ein älterer Mann, ein Witwer – ein Zimmermann - gibt den Vater.

Ein windiger Stall  in Bethlehem wird Entbindungsraum.

Eine Futterkrippe voll Heu und Stroh für die Stallbewohner –

Ochs und Esel - dient als Kinderbett.

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(Hier veröffentlicht am 13.12.2013)


 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar"

Bundesarchiv, Bild 183-74237-004

"Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Für Nelson Mandela (Todestag 5.12.2013), Willy Brandt (100. Geburtstag am 18.12.2013) und Fritz Bauer (50. Jahrestag des Auschwitzprozesses am 20.12.2013)

von Nadja Thelen-Khoder

 

Wie mag sich Konrad Adenauer wohl gefühlt haben, als er gegen seinen sozialdemokratischen Gegenkandidaten mit hauchdünner Mehrheit zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde? Kurt Schumacher war zwölf Jahre unter den Nationalsozialisten im Konzentrationslager inhaftiert gewesen und hatte nur noch wenige Jahre zu leben. Über seinen Zwischenruf „Kanzler der Alliierten“ hat Konrad Adenauer sich jedenfalls sehr erregt.

Was mag Konrad Adenauer gedacht haben, als er Hans Globke zu seiner „Rechten Hand“ machte? Er hatte 1935 die „Rassengesetze“ der Nationalsozialisten, die „Nürnberger Gesetze“ (1) „kommentiert“ (2), also „handzahm“ gemacht: Bestimmungen über Erlaubnis bzw. Gültigkeit von Ehen zwischen Juden und Nicht-Juden, die Definition von „Voll- und Halbjuden“, die zusätzlichen Namen und das „J“ im Reisepaß, damit Flüchtlinge an der Grenze auffielen und vorher noch ordnungsgemäß beraubt werden konnten („Arisierung“) – das alles und noch viel mehr „kommentierte“ Hans Globke, das verdankten ihm die Nazis und damit eben auch das reiche Deutschland. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 17.12.2013)


 

Fine English Folk

Das Plakat.

Broom Bezzums beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 17.04.2011


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel


Broom Bezzums, Ginsterbesen, so nennt sich das aus Nord- und Mittelengland stammende, aber schon seit Jahren in Deutschland, genauer in der Pfalz, ansässige Folkduo aus Andrew Cadie und Mark Bloomer. Das war wohl nicht ihr erstes Konzert im Feuerschlösschen, aber das ersten, dem ich lauschen durfte. Und es war auch nicht das letzte, denn 2012 traten sie mit ihrem teilweise deutschsprachigen Programm Geisterbahn auf und kurz nach dem Tag, an dem ich diese Zeilen hier schreibe, kommen sie mit Weihnachtsliedern.

Im April 2011 aber spielten sie englische Folksongs, großenteils aus eigener Feder, ihre eigentliche Stärke. Andrew spielte ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 12.12.2013.)


 

Nelson Mandela

Bild: Wikipedia / South Africa The Good News /

von Hıdır Eren Çelik

Die Stimme der Freiheit
Die Farbe der Gerechtigkeit
Der Wegweiser der Weisen

Deine Gedanken keimen die Hoffnung in mir auf eine gewaltfreie Zukunft
Du hast uns gezeigt, dass die Würde des Menschen die Despoten dieser Welt besiegen kann

Ohne Gewalt
Ohne Wut
Ohne Rache an der Vergangenheit

Deine Stimme schmeichelt meiner Seele
zieht mich in Deine Welt für Freiheit und Gerechtigkeit

Dein Lächeln bleibt in meinem Gedächtnis ewig
Deine Augen strahlen die Wärme in mir,
treiben die Kälte des menschlichen Daseins von mir weg

Du bist mein Wegweiser, der mir den Weg der Vernunft zeigt,
und in mir  die Gedanken entströmt wie ein Fluss in ferne Länder,
die mir Heimat wurden…..

Wir singen tanzend Deinen Abschied für unsere Zukunft
Du bleibst dennoch bei uns auf dieser Welt  
in unseren Herzen und Gedanken bleibst du unser Held

(06.12.2013)


 

‚Dann öffnete sich mir die Tür‘

Neuntes Buch der Essener Anthologien für Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet erschienen

‚Dann öffnete sich mir die Tür‘ zeigt Handlungsoptimismus junger Menschen

 
Mit einer großartigen Buchpremiere in der Essener Vhs wurde in diesen Tagen das neue Buchprojekt der Essener Anthologie‐Reihe für Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet vorgestellt.
 
Stellt euch mal vor, es gäbe keine Türen. Jeder könnte bei euch ein‐ oder ausspazieren, wie es ihm gerade passt! Wie soll die Privatsphäre erhalten bleiben ohne Türen? Oder wie sollen wilde pubertäre Teenis Türen zuknallen, wenn Mama und Papa mal wieder Recht haben, es aber gar keine Tür zum Zuschlagen gibt? Wie sähe unser Leben aus ohne Türen?
Svenja Neumann (16 Jahre)

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(Hier veröffentlicht am 09.12.2013)


 

Der Wissende

Der Wissende, der sein Wissen nicht weiter gibt, ist kein Wissender.

Derjenige, der das Wissen der Anderen nicht aufnimmt, um zu lernen, ist wie ein trockener Baum, der keine Früchte trägt.

Denn der Mensch soll lernen und lernen lassen,
damit das Wissen der Menschheit
nicht im Abgrund der Dunkelheit verloren geht.

Hıdır Eren Çelik

(Hier veröffentlicht am 29.11.2013)


 

Artikel über unser Haus

in der Zeitschrift "B * Connect"

"B * Connect - die Bonner Empfehlung" ist die Zeitschrift des Netzwerkes "Die Bonner Empfehlung". In diesem Netzwerk sind Unternehmen aus Bonn und Umgebung vereinigt, die sich zum Engagement für Kundenorientierung bekennen.

In der neuesten Ausgabe befindet sich ein Artikel über das "MIGRApolis-Haus der Vielfalt".

Mehr unter: http://www.b-connect-bonn.de/

zum Artikel

(Hier veröffentlicht am 05.12.2013)


 

Niederländisch-italienisch-kapverdisch-ukrainisch-deutsches Konzert zwischen regionalen Traditionen und globalen Fusionen

Das Plakat.

Akkordeonale 2011 in der Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland am 6. April 2011

 

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel

Die Akkordeonale des Niederländers Servais Haanen tourt seit 2009 jeden Frühling durch Deutschland. Somit ist dies eine Rezension der vorvorletzten Akkordeonale gerechnet vom Datum des Schreibens aus, aber da ich die letzte und vorletzte nicht besuchen konnte, ist mir die Erinnerung an diese vorvorletzte besonders lieb. Servais Haanen ist selber leidenschaftlicher Akkordeonspieler und versteht es jedes Jahr auf Neue, andere Meisterinnen und Meister auf diesem Instrument beziehungswiese auf Exemplaren dieser Instrumentenfamilie aus ganz verschiedenen Musikkulturen gemeinsam auf die Bühne zu bringen. 2011 waren dies ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 30.11./01.12.2013)


 

 

 

 

„Bonner Ausblicke“ mit Georg Schwikart

Lesung:  „Öhlweins Sterben“

Ein Bericht von Varvara Stegarescu


Am 20. November 2013 fand im MIGRApolis-Haus unter der Leitung und Moderation von Rainer Maria Gassen erneut die Veranstaltung Bonner Ausblicke statt. Dieses Mal war der Schriftsteller Georg Schwikart Gast der Runde.

Mit klarer Stimme und perfekt passender Gestik und Intonation begann Georg Schwikart, aus seinem neuen Buch „Öhlweins Sterben“ vorzulesen. Dass man so plastisch und humorvoll über die ernsten Themen des Lebens schreiben kann, hatten die anwesenden Zuhörer sicherlich nicht erwartet. Norbert Öhlwein, dem Hauptprotagonisten des Romans, geht es gesundheitlich nicht besonders glänzend, und nicht mal seine berufliche Tätigkeit als Trauerredner hätte positive Assoziationen im Gedächtnis des Publikums erwecken können. Georg Schwikart wollte aber etwas klar stellen: Man kann dem Tod auch mit Humor begegnen. Mit viel Humor!

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(Hier veröffentlicht am 27.11.2013)


 

Tomates provençales

Bild: Bill Tarpenning

Rezept für 5 Personen als Vorspeise oder Beilage zu Fisch, Rind, Ente oder Lamm:


Zutaten:

10 große, saftige, fruchtige Fleischtomaten

5 kleine Schalotten (rote Zwiebeln)

3 Knoblauchzehen

100 g Pinienkerne

100 g kernlose, grüne Oliven

jeweils 1/ 2 Bund frische französische Kräuter:

Thymian, Petersilie, Salbei, Basilikum, Rosmarin

Ein Gläschen Anchovis (ca 100-150 g)

100 g griechischen Schafskäse, schnittfest

8 EL Olivenöl, evtl. 2 Spritzer Aceto Balsamico (dunkel)

Pfeffer, Salz

500 ml in kochendem Wasser aufgelöste Gemüsebrühe

Handwerkzeug:

eine beschichtete Pfanne, Messbecher, große Casserole oder Backblech mit hohem Rand, Mörser oder Mixer, kleiner Topf und große Metallschüssel

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Lamm-Couscous

(mit Instant-Couscous für die schnelle Küche)

von Heike van den Bergh


(Nachempfunden von meiner tunesischen Freundin und Mutter meines Nachhilfekindes, damals Gattin des tunesischen Militärattachés in Bonn)

Zutaten: (für 4 Personen)

500 g Coucous-Instant-Getreide (zB von Kattus)

drei EL Butter für den Cous Cous, weitere Butter zum Anbraten des Lammfleisches

Ca. 800g Lammhüfte in zwei Stücken
1 Pfund Lammrippchen
7 Knoblauchzehen
3 große Auberginen
10 Schalotten
6 Zweige frischer Thymian und frische Korianderblätter

Kuminpulver

Pimentpulver

Garam Marsala-Gewürzpulver

Tomatenmark, 3 EL

Scharfes Paprikapulver

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(Hier veröffentlicht am 26.11.2013)


 

Über geschlagene Brücken und Handeln im Stadtteil

Bild: Jürgen Eis

von J. Michael Heveling - Fischell

“Altern in der hiesigen Fremde“: Ein Workshop des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) in Kooperation mit der Bonner Altenhilfe

Die Inklusion und Teilhabe älterer Migrant*innen auf dem Arbeitsmarkt und im Sozialraum standen im Mittelpunkt des Workshops “Altern in der hiesigen Fremde“. am Freitag, den 8. November 2013 auf der 9. Bonner Buchmesse Migration. Zur Vorbereitung und Durchführung waren das BIM e.V. und die  Bonner Altenhilfe in Kooperation getreten. Im Konferenzraum im Haus der Geschichte diskutierten Akteure des Arbeitsmarktes und der Migrationsarbeit, aus der Sozial- und Flüchtlingsberatung, Behindertenverbände und der Bonner Verwaltung wie die Teilhabe älterer Migrant*innen auf dem Arbeitsmarkt und im Stadtteil verbessert werden kann.
 

Bevor jedoch praxisnahe Handlungsschritte entwickelt wurden, nahm M. Heveling - Fischell vom BIM e. V. die Situation älterer Migranten in den Blick. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.11.2013)


 

Tarakshaqum und Löwenzahn

Von J. Michael Heveling-Fischell


Zu Gehör gebracht von Zini

Es waren einmal eine hübsche Löwin und ein starker Löwe. Die Löwin hieß Paula und der Löwe wurde Willi gerufen. Paula hatte wunderschönes gelbes Fell, das strahlend in der Sonne leuchtete. Willi  besaß, wie sich das für einen starken Löwen gehört, eine wilde, immer etwas zerzauste Mähne. Außerdem, und das hat nun wirklich nicht jeder Löwe, prangte ein großer schwarzrunder Fleck auf seiner Stirn. Paula und Willi lebten glücklich und zufrieden in der berühmten Oase Siwa am Rande der Libyschen Wüste...

So beginnt Tarakshaqum  oder die Geschichte vom Löwenzahn des Bonner Autors J. Michael Heveling-Fischell.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.11.2013)


 

„Aus der Fremde in die Fremde? Wie ich nach Bonn kam.“

Erzählcafé Migration am 8. November 2013 im Haus der Geschichte

Ein Kommentar von Varvara Stegarescu


Wir begegnen uns auf der Straße, ohne groß darüber nachzudenken, was der eine oder der andere für eine Last mit sich trägt. Sehr oft wird im Sekundentakt entschieden, welchem Kulturkreis oder welcher Nationalität eine Person angehören könnte. Man könnte sogar geneigt sein zu denken, dass eine in Deutschland gebürtige Person niemals in Beziehung zu Begriffen wie „Integration“, „Fremdheit“ oder „Ausgrenzung“ gebracht werden könnte. Schließlich wurde man in Deutschland geboren, spricht Deutsch, hat deutsche Eltern … und die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. So einfach ist das aber nicht!

Das wurde den Teilnehmern der Veranstaltung „Erzählcafé Migration“ deutlich, als sie über ihre Lebenserfahrungen berichteten. Eine Teilnehmerin der Runde erzählte, dass sie mehr als 20 Jahre lang in der Türkei als Journalistin tätig gewesen war. Ihr Sohn wurde dort geboren, bekam einen deutschen Namen und sprach Deutsch. Deutschland kannte er nur aus Urlaubsreisen. Nach der Rückkehr seiner Familie nach Deutschland fiel es ihm schwer, sich im eigenen Land zurechtzufinden. Das konnten manche nicht ganz nachvollziehen, schließlich hat er einen deutschen Namen und Deutsch ist seine Muttersprache. Ob man nur auf seinen Namen und auf seine Muttersprache reduziert werden kann, ist somit fraglich.

Was fremd ist, ist sehr subjektiv. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.11.2013)


 

„Religion in der Schule“

Podiumsgespräch am 9. November 2013 im Haus der Geschichte

Bericht von Varvara Stegarescu


Am 9. November 2013 fand im Rahmen der Bonner Buchmesse Migration die Veranstaltung „Religion in der Schule“ statt, organisiert und moderiert von dem Religionswissenschaftler Michael A. Schmiedel. Über die Bedeutung des Religionsunterrichts diskutierten:

Dr. Aziz Fooladvand, Lehrer für Islamkunde in Bonn
Klaus Gebauer, ehemaliger Koordinator des Religionsunterrichtes verschiedener Religionsgemeinschaften
Werner Heidenreich, Lehrer für Religion Buddhismus in Köln
Jochen Ring, Lehrer für Philosophie, katholische Religion, Ethik und Sozialkunde in Linz

Welche Bedeutung messen wir dem Religionsunterricht zu? Welchen Einfluss kann der Religionsunterricht auf die Entwicklung der Gesellschaft haben? Darf man überhaupt über eine gewisse Unverzichtbarkeit des Religionsunterrichts sprechen? Die letzte Frage wurde im Rahmen der Veranstaltung „Religion in der Schule“ von allen Teilnehmern der Diskussionsrunde positiv beantwortet.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.11.2013)


 

Ausstellung „Through my eyes“

auf der Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte

von Henrich Fenner

Am Samstag, 9. November 2013 um 14 Uhr erläuterten die drei Initiatorinnen im Rahmen der Ausstellungseröffnung ihr Kunstprojekt. Nele Haack, Jana Hüttmann und Friederike Vigeland erzählten von ihrer Idee – finanziell unterstützt von der Fa. Go Ahead, Kindern einer Schule in Kapstadt/Südafrika und einer dörflichen Schule in Namibia Einwegkameras zu geben. Sie erklärten ihnen die Funktionsweise und baten sie, jeweils das zu fotografieren, was ihnen wichtig ist. So kamen über 500 Fotos zusammen. Aus diesen wurden in mehreren Auswahlschritten 30 ausgewählt, von denen im Rahmen der Buchmesse (wegen des begrenzten Platzes) 20 gezeigt werden. Die Exponate zeigen Alltagssituationen der Schülerinnen und Schüler mit einer großen Vielfalt.

Die Ausstellung ist inzwischen in mehreren Städten Deutschlands, so München, Heidelberg, Lübeck und Bonn (MIGRApolis-Haus der Vielfalt) gezeigt worden. Info-Tafeln erläutern das Projekt.

(Hier veröffentlicht am 20.11.2013)


 

Lesungen von Pilar Baumeister am 07.11.2013 an der Paul-Martini-Schule sowie an der integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel

Bericht von Mika Wagner

„Dieses ewige Misstrauen...
Wann geht es zu Ende?
Und warum reden sie immer nur
von meiner Behinderung.
Ich kann es nicht mehr hören.
Die Menschen sind schlecht.“

„Oh, nein, nein!“ rufen die über 30 Zuhörerinnen und Zuhörer der Paul-Martini-Schule.

„Sie brachten mir das Singen bei,
die Poesie, die Kunst.
Einige (Familie und Freunde) hatten Mitleid
mit mir, weil ich so ohne Augen, Beine
oder Gehör leben muss.
Und wir weinten sogar tiefverbunden
Zusammen.
Die Menschen sind gut.“

„Oh, ja, ja!“ ruft das Publikum fröhlich. Pilar Baumeister beginnt ihre Lesungen mit der „Hymne der Behinderten“. Ein – wie sie es nennt – Mitmachgedicht. Hier rufen die Zuhörer abwechselnd „Oh nein“ und „Oh ja“. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.11.2013)


 

Leserbrief zum Artikel "Sonne, Mond und Sterne, oder: Was in unserem Land falsch läuft" von Bartosz Bzowski

St. Martin und der Bettler ; Bild El Greco, 1597/99, National Gallery of Art, Washington D.C., Quelle: Wikipedia

von Heike van den Bergh

Lieber Bartosz,
 
ich möchte dir gerne mit diesem Leserbrief auf deinen hervorragenden und dringend notwendigen Artikel antworten:
 
Gestern kam ich in unserem kleinen Ortsteil Friesdorf voll und ganz hinein in das Martinszug-Getriebe, das mir die Wandlung dieses  traditionellen christlichen Festes in einer multikulturellen, multireligiösern Gesellschaft zeigte:

Als ich morgens im kleinen Postshop saß, um Briefe zu frankieren, kamen zwei schüchterne, muslimisch aussehende Jungs im Alter von ca. 6 - 10 Jahren herein mit ihrem Vater, sie diskutierten zuerst mit ihm in ihrer MUttersprache Arabisch.

Sie suchten erst die spärlichen Regale ab, schließlich, nach einer weiteren Diskussion mit dem Vater, fasste sich der größere Junge ein Herz und ging zum Kioskschalter und fragte in lupenreinem Deutsch nach Kerzen für St. Martins-Lampions. Die Verkäuferin lächelte mitleidig und auch gerührt und sagte tröstend: Leider haben wir keine mehr, die sind schon alle ausverkauft, da müsst ihr wohl bei den Supermärkten in Friesdorf oder in Godesberg schauen. Sichtlich schwer enttäuscht ging der Sohn zum Vater zurück. Ich gab ihnen noch den Tipp der Kaufhalle in Godesberg mit auf den Weg und freundlich sich bedankend aber ein wenig traurig lächelnd machten sie sich auf den Weg. Ich meinte dann noch zu den Postmitarbeitern: na, das ist aber wirklich geglückte Integration! Wenn muslimische Kinder auch unsere Heiligenfeste mitfeiern. Wobei ich noch zu bedenken gab, dass es ja auch arabische Christen gibt, z.B. Kopten aus Syrien.
 
Tatsächlich finde ich es sehr wichtig, dass wir weiter unsere christlich-abendländischen Traditionen und vor allem die sakralen Feste aufrecht erhalten. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.11.2013)


 

"Meine Heimat ist das Land der Sommersterne,

Walter Liederschmitt

 die funkeln mich voll an damit ich lerne

 was manchem Christ verborgen ist ... "



Es erreichten uns zwei Leserbriefe zum Nachruf auf Walter Liederschmitt, mit Berichten von seiner Beisetzung am 31.10.2013 in Trier. Wir stellen Sie aber nicht zu den Leserbriefen, sondern fügen sie dem Nachruf unten an. Subjektiv unterschiedlich passen sehr gut zum Werk Walter Liederschmitts.

Der erste Bericht stammt von Angelika Kiebel, Religionswissenschaftlerin, Märchenforscherin und Stadtführerin in Trier, der zweite von Stefan Backes, Musiker, Musikjournalist und Endredakteur beim FOLKER.


1.


Walter hatte eine sehr schöne, zu Herzen gehende Beerdigung. Es war eine wunderbare, liebevolle, friedliche Energie zu spüren ... es war sehr spirituell, obwohl es keine dezidiert spirituellen Rituale gab.  ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 12.11.2013.)


 

Ist Deutschland wirklich Einwanderungsland? So sieht die Realität aus!

von Heike van den Bergh

Die doppelte Staatsbürgerschaft wird von Bundesinnenminister Friedrich abgelehnt. Seine Begründung ist, auf Dauer könne sie die nationale Identität Deutschlands aushöhlen.

Dazu möchte ich die Realität Deutschlands als Einwanderungsland mit den USA als immer schon Einwanderungsland vergleichen:

Im Englisch-Leistungskkurs in den frühen 80er Jahren war unser Sternchenthema: "The USA as a multiracial and multinational society - salad bowl or melting pot?" Damals wurde von uns lebhaft bereits das Prinzip der multikulturellen Integration von Einwanderungskulturen kontrovers untersucht und diskutiert.

Schauen wir uns das Thema der nationalen Identität / "Leitkultur" doch mal in Deutschland anhand der Gastronomie an:

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(Hier veröffentlicht am 12.11.2013)


 

Sonne, Mond und Sterne – oder: was in unserem Land falsch läuft

St. Martin und der Bettler ; Bild El Greco, 1597/99, National Gallery of Art, Washington D.C., Quelle: Wikipedia

Ein Kommentar von Bartosz Bzowski

In wenigen Tagen, am 11. November, feiern wir das Namensfest des Heiligen Martin von Tours. Martin, der am 11. November 397 starb, war Bischof von Tours, und es werden ihm viele Wunder nachgesagt, sogar Wiedererweckung von Toten. Doch am bekanntesten geworden ist er durch eine Szene, in der er mit einem Schwert seinen Mantel teilte und einem frierenden Armen die Hälfte  schenkte. Nicht nur Katholiken verehren ihn, sondern auch Protestanten, Orthodoxe, Anglikaner und armenische Christen.

Zu Ehren des Hl. Martin finden jedes Jahr im November, rund um seinen Namenstag, Laternenumzüge statt, gerade bei uns im Rheinland ist der Brauch weit verbreitet und unter Kindern und Eltern sehr beliebt. Die Szene mit Martin, wie er auf dem Pferd reitet und seinen Mantel teilt, wird nachgestellt. Stadtteile, Kitas und Schulen organisieren eigene Martinszüge, für viele Kinder ist die Freude an diesem Tag vergleichbar mit Weihnachten.

Auch in diesem Jahr finden wieder viele Martinszüge statt. Doch irgendetwas ist anders als in den Vorjahren. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 06.11.2013)


 

Walter Liederschmitt (29. April 1949 – 23. Oktober 2013)

Walter Liederschmitt.

„Ao, Trier, deich verlaoßen, dat könnt, dat könnt ich nöt,
Wat wär die ganze Welt mer, gings dau nöt selwer möt
On denken eich aon’t Sterwen, versießt et mir den Duhd,
Dat aanst bei deine Mauern mein Herz om Bodem ruht
So schreift de Philipp Laven, dä grüßt mich wie vo fern
Ach, Trier, dich ze verlassen! Dat tu ich manchmal gern
Um mich aufzewärmen.

[…]

On wenn ich wähle könnt, wo ich begrabe gebe sollt
Dat mei Asche om Hauptmarkt verstreut gäb, hätt ich gewollt
On zwar da, wo dä Schatten vom Marktkreuz net hi’fällt
Am liebsten grad vor der Steipe, diesen zwei „Riesen“ zugesellt
Die stehn da an der Front so frei, gejen den Dom gewandt
Da hat dä Bischof kei Recht mehr, da wirbeln ich dann noch im Sand
Da bei de Laternern

[…]“

Aus: Trierer Venus, Walter Liederschmitt 1984


Walter Liederschmitt (29. April 1949 – 23. Oktober 2013)

Ein Nachruf von Michael A. Schmiedel


Letzte Woche hatte ich noch Bilder von Walter Liederschmitts Bänkelsänger- und Karl Marx-Tour als Diaschau auf dem Computer laufen und dachte, wie schön, dass es diesen Menschen gibt, da über die Eifel oder rhein- und moselaufwärts in Trier und dass ich ihn mal wieder besuchen sollte. Ich hatte noch eine Bitte von ihm nicht erfüllt, nämlich auf MIGRApolis auf seine neuen Videos aufmerksam zu machen. Das war untergegangen im Arbeitsstress. Und nun ist er untergegangen, der Walter, oder besser eingegangen in die ewigen Musselindianerjagdgründe. Ganz plötzlich, aufgrund einer Lungenembolie, wie ich erfuhr.

Walter Liederschmitt, Woltähr, war ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 29.10.2013.)


 

Demonstranten wollen bessere Politik für Flüchtlinge

Logo: Wikipedia

von Bartosz Bzowski

In Rostock demonstrierten am 19. Oktober über 1000 Menschen für eine andere Flüchtlingspolitik und gegen Rassismus. Von der hohen Zahl an Teilnehmern zeigten sich sogar die Veranstalter positiv überrascht. Die Demonstration wurde von verschiedenen Antifa-Gruppen organisiert und von den Parteien Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen unterstützt.

Nach der Tragödie von Lampedusa vom 3. Oktober sowie sich gerade in Mecklenbrurg-Vorpommern immer wiederholenden rechtsextremistischen Gewalttaten setzten die Veranstalter ein deutliches Zeichen, dass die Menschen in Rostock sich für Toleranz und Vielfalt sowie gegen Fremdenfeindlichkeit engagieren.

Die Stadt Rostock berät momentan ein Integrationskonzept, was unter anderem vorsieht, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund in der öffentlichen Verwaltung arbeiten und Sprachbarrieren durch frühkindliche Bildung abgebaut werden. Das Konzept soll im Januar 2014 von der Bürgerschaft verabschiedet werden. Oberbürgermeister Roland Methling betonte, "Rostock muss Integration leben" und „Nicht erst seit Lichtenhagen haben wir eine ganz besondere Verantwortung.“

Im Stadtteil Lichtenhagen kam es im Jahr 1992 zu schlimmen Ausschreitungen von Neonazis vor einem Asylbewerberheim. Besonders beschämend war damals, dass viele Schaulustige den rechtsradikalen Randalierern Beifall geklatscht hatten.

(Hier veröffentlicht am 29.10.2013)


 

„Umgang mit Fremdem“; GEBETe der Religionen am 1.10.2013

Bericht von Bartosz Bzowski

„Umgang mit Fremdem“, so lautete in diesem Jahr das Motto der traditionellen „GEBETe der Religionen“. Seit Mitte der 1990er Jahre veranstalten verschiedene Religionsgemeinschaften die „GEBETe“, die von Gundula Schmitt und Rainer Kaps ins Leben gerufen wurden und mittlerweile aus dem Programm der Interkulturellen Woche nicht mehr wegzudenken sind. Seit 2011 findet die Veranstaltung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt statt. In diesem Jahr bildete sie zugleich den stimmungsvollen Abschluss der IKW.

Etwa 40 Besucher fanden den Weg ins MIGRApolis-Haus an diesem 1. Oktober.

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(Hier veröffentlicht am 28.10.2013)


 

Irasshaimase!

Treten Sie herein und bleiben Sie - herzlich Willkommen auf Japanisch!

von Heike van den Bergh


Tokyo, ein Sonntag im Dezember 1988. Ich betrat den Eingang des Luxuskaufhauses „Mitsukoshi“ auf der nicht minder prunkvollen Einkaufsmeile „Ginza“. Ginza, das stand für Designer-Tempel, für Mode-Päpste, für unerschwinglichen Schmuck aus echten Perlen aus der japanischen See, für verfeinerte Delikatessen, für riesige, Tag und Nacht blinkende Konsumpaläste, für Kunstateliers der Avantgarde, für Gourmet-Restaurants mit dekadenten Preisen und die ganze Schickeria, für die Kanemochi, die „Geldfesthalter“, also schwerreiche Wirtschaftsmagnaten und ihren außergewöhnlich eleganten Lebensstil.

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(Hier veröffentlicht am 28.10.2013)


 

Einladung zum INTERkulturellen Café

Im Haus MIGRApolis, Brüdergasse 16-18, Bonn, findet jeden Montag von 13.00 – 16.00 Uhr ein offenes Café statt.

Für Gespräche rund um das Themenfeld Erziehung - Beziehung, ob mit oder ohne interkulturellen Hintergrund, bietet das Café Raum und Zeit.

Barbara Schlüter, Dipl.-Pädagogin und systemische Familienberaterin, unterstützt Sie bei allen Fragen zum Erziehungsalltag: für Eltern, „Berufspädagogen“ und alle, die sich über Erziehung und Beziehungen austauschen wollen oder einfach in offener Atmosphäre einen Kaffee oder Tee trinken möchten.

Die Teilnahme ist kostenlos.

(Hier veröffentlicht am 24.10.2013)


 

Ein Spätsommer(loch)thema? Oder mehr?

Unser Koordinator Michael A. Schmiedel macht sich derzeit etwas rar auf diesen Seiten, hat vor allem viel mit seinem neuen Job an der Uni Bielefeld zu tun, ansonsten aber doch anscheinend Zeit genug, der Presse zu einem Sommer(loch)thema zu verhelfen.

Die Presse hat nämlich seine Vorliebe für einröhrige Beinkleider entdeckt, woraus dann zwei Online- und ein Zeitungsartikel und sogar ein Fernsehbeitrag entstanden. Das alles findet sich zusammengefasst in einer PDF-Datei, auf die unter dem Artikel "Emanzipation - ein vergessenes Wort?" verlinkt ist, also -> hier (dort ganz nach unten scrollen).

 

(Hier veröffentlicht am 19.10.2013.)


 

„Meine Kunst wurde immer eßbarer“

Bericht von der genießerischen und essbaren Kunst im sizilianischen Rezept- und Familiengeschichten-Kochbuch von Cettina Vicenzino 

Lesung durch ihre Schwester Rossella am 29.09.2013 im KulturCafé im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

von Heike van den Bergh


Bei schönstem Sonnenschein erwartete uns ein regelrechter Hochgenuss an italienischem Frühstücksbuffet, das Daniela Ottembrino, selbst ihres Zeichens italienischer Herkunft und Varvara Stegarescu liebevoll gedeckt hatten:

Die Theke im KulturCafé bog sich unter den Platten mit italienischen Wurst- und Schinkenspezialitäten und Käseauswahl – es gab Honigmelone mit Parmaschinken, Mortadella, Salami und einen Mozzarella-Tomaten-Salat natürlich mit dem unverzichtbaren Basilikum, verschiedene Käsesorten und es stand sogar nicht nur zu dekorativen Zwecken eine Korbflasche Chianti parat, den aber keiner sich zu probieren traute um diese frühe Stunde. Dazu ein duftendes, aromatisches Ciabatta-Brot mit und ohne eingebackene Oliven.

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(Hier veröffentlicht am 17.10.2013)


 

Sozialraumorientierte Altenhilfe und Gesundheitsförderung

Bericht von Almut Schubert

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 hielt am 26.09. Michael Heveling-Fischell einen Vortrag zum Thema: "Sozialraumorientierte Altenhilfe und Gesundheitsförderung". Die Veranstaltung gehörte zu der „Dialogreihe Inklusive Altenpflege“ und richtete sich an ein Fachpublikum aus dem Bereich der Altenhilfe.

Eine Keraussage des Referenten lautete: „Sozialraumorientierte Altenhilfe bedeutet, dass Schutz, Hilfe und Förderung für Menschen vorrangig dort realisiert werden muss, wo diese leben und sich entfalten, wo personale, familiäre und soziale Potentiale aktiviert oder mobilisiert werden können“. Anhand verschiedener Grafiken wurde aufgezeigt, dass in den nächsten 15 Jahren der Anteil über 65jähriger Menschen mit Migrationshintergrund überproportional ansteigen wird. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.10.2013)


 

Veranstaltungen der Bahá´í-Gemeinde im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013

Berichte von Helia Daubach

17. September 2013

Miteinander sprechen, miteinander lernen, miteinander leben:

Erfahrungen im interreligiösen Austausch mit Asylbewerbern.


Unter diesem Motto hatte die Bahá’í‐Gemeinde Bonn am 17. September 2013 in das Bahá´í-Forum in der Wachsbleiche eingeladen.

Christine Beißel, eine Bahá´í-Freundin aus Overath, und ein befreundeter Flüchtling aus Pakistan wollten über ihre Erfahrungen im interreligiösen Austausch, gemeinsamem Gebet und Andacht in einer Lebenssituation berichten, in der man kaum Möglichkeiten und Chancen, oder den Bedarf für solcher Art Begegnungen vermuten würde. In einer Gemeinschaftsunterkunft einer Nachbargemeinde von Overath und überall in Deutschland leben Menschen unterschiedlichster Herkunft und religiöser Traditionen zusammen.

Aus oft unvorstellbar dramatischen Gründen verließen sie ihre Heimat in der Hoffnung auf ein neues friedliches Leben in Deutschland. Christen, Muslime verschiedener Richtungen, orthodoxe Christen, Alewiten, Kurden, Bahá´í, Atheisten bilden so ein buntes Gemisch verschiedener Kulturen und religiöser Traditionen. Vor Ort arrangierte Frau Beißel zunächst einen Deutschkurs für die Bewohner. Mit dem Fortschritt in der sprachlichen Verständigung lernten sich alle besser kennen, und auch die verschiedenen Lebensgeschichten wurden ausgetauscht. Die Not war und ist überall sichtbar, weil das Verständnis der deutschen Gesetzgebung und der Umgang mit den Behörden oft sehr schwierig und die Entscheidungen für die Betroffenen nicht leicht nachzuvollziehen sind.

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(Hier veröffentlicht am 10.10.2013)


 

Lesung mit den Brüdern Sadinam im Haus der Jugend

Bericht von Antje Groth

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 unter dem Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben“ organisierte der Godesberger Verein „Ausbildung statt Abschiebung“ (AsA e.V.) eine Lesung mit den Brüdern Sadinam. Am 27. September 2013 lasen Mojtaba und Masoud Sadinam aus ihrem Buch „Unerwünscht“ vor etwa 60 ZuhörerInnen im Haus der Jugend an der Reuterstraße in Bonn.

Die Veranstaltung bildete den Höhepunkt und Abschluss des vom Bonner Spendenparlament mit 1.500,- EUR geförderten AsA-Projektes „Türen für Teilhabe öffnen – langfristige Integration von jungen Flüchtlingen“. Voraus gegangen war die Teilnahme der von AsA betreuten Flüchtlinge an einem Jugendkongress des Bündnisses für Demokratie und Toleranz in Berlin sowie ein AsA-Projekt, in dessen Rahmen sich die Jugendlichen intensiv mit dem Buch „Unerwünscht“ auseinander gesetzt und es gemeinsam gelesen haben.

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(Hier veröffentlicht am 10.10.2013)


 

Eine menschliche Tragödie im Mittelmeer

Karte © NormanEinstien / Wikipedia

Ein Kommentar von Hıdır Çelik

Es war nicht das erste Mal, dass Flüchtlinge mit veralteten, zum Teil auch selbst gebastelten Booten versuchten, in Europa Fuß zu fassen. Leider sind die Außengrenzen Europas so dicht, dass es faktisch kaum möglich ist, an Land zu kommen. Viele Flüchtlinge nehmen in der Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und ihre Familien Gefahren in Kauf.

Auch die letzte Tragödie vom 3. Oktober 2013 zeigt uns die Grenzen unserer Menschlichkeit, wie verantwortungslos wir mit den Schicksalen von Menschen umgehen. Die Opfer, die vor Lampedusa ums Leben gekommen sind, waren vor Not, Elend und vor Kriegen geflohen, die wir als Europäer zum Teil auch selbst zu verantworten haben. Doch sind Europas Außengrenzen mit Stacheldrähten und hohen Stahlmauern so abgeschottet, dass die vernuft der Menschlichkeit dabei verloren geht.

Es ist nicht das erste Mal und wird leider nicht das letzte Mal sein, wenn wir nicht dafür sorgen, dass die Fluchtursachen bekämpft werden. Solange das nicht passiert, werden weiterhin Menschen versuchen, den Gefahren zu trotzen.

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(Hier veröffentlicht am 09.10.2013)


 

Migration – Ein Armutsrisiko?

Bericht über die Veranstaltung „Migration – Ein Armutsrisiko?“ im Jugendmigrationsdienst Bonn am 23.09.2013


Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 zum Leitthema „Wer offen ist, kann mehr erleben“ hat sich am 23.09.2013 eine Gruppe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 16 – 23 Jahren mit dem schwierigen Thema „Migration – Ein Armutsrisiko?“ beschäftigt.

Nach einer kurzen Einführung in die Theorie haben sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit der Definition von Armut auseinandergesetzt. Sie haben dabei festgestellt, dass für sie selbst die Kriterien der absoluten und relativen Armut nicht weltweit gelten, sondern landesbezogen näher betrachtet werden müssen. Dies wird insbesondere bei der Bildung deutlich: Bildungsarmut wird in der Regel z.B. in Afrika als relative Armut betrachtet, in Deutschland könnte dieses Kriterium laut den Teilnehmern/innen aber auch zur absoluten Armut hinzugerechnet werden.

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(Hier veröffentlicht am 08.10.2013)


 

Die Glücksbohnen-Sammlerin

Geschichte: Volksmärchen aus dem Kongo, nacherzählt und ausgeschmückt von Heike van den Bergh

Es war einmal ein armes, altes Mütterchen, das lebte ganz alleine in seiner ärmlichen Lehmhütte im Busch. Es war wirklich sehr arm dran, denn seine Kinder und Enkelkinder waren alle ins Ausland migriert wegen der Arbeitsplätze und weit weg und besuchten sie auch immer seltener.

Also, sie war nicht nur arm, sondern auch traurig und einsam. Das Einzige, das sie noch hatte, war ein großer Sack schwarzer Bohnen.

Eines Tages nahm sie ein Dutzend Bohnen in ihrer rechten Manteltasche mit, als sie ins Dorf ging, um zu schauen, ob noch irgendwo ein Stück Fallobst oder sonst etwas Nützliches zu ergattern sei.

Wie sie so ging, flog auf einmal ein besonders schöner Schmetterling an ihr vorbei und streifte fast ihre runzlige Wange. Da freute sie sich und lächelte und dachte: ich werde jetzt als Erinnerung bis heute Abend eine Bohne in die linke Manteltasche tun, dann freue ich mich heute Abend, wenn ich sie da finde und wieder an den Schmetterling denke.

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(hier veröffentlicht am 30.09.2013)


 

Kurden und Christen in der syrischen Revolution

Bericht von Varvara Stegarescu

 

Referent: Jian Badrakhan
Veranstalter: YASA für die Förderung der Kultur

Am 21. September 2013 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt die Veranstaltung „Kurden und Christen in der syrischen Revolution“ statt. Der Referent des Abends war Jian Badrakhan, Mitglied und aktiver Unterstützer der Bonner Nichtregierungsorganisation „YASA für die Förderung der Kultur“. Der Referent hat über die Lage der ethnischen und religiösen Minderheiten in Syrien berichtet. Die Veranstaltung wurde von 30 Gästen besucht.

Im Anschluss an den Vortrag bot sich dem Publikum die Gelegenheit an, dem Referenten Fragen zu stellen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse von Jian Badrakhan war die Tatsache, dass religiöse Gruppierungen nicht so einfach miteinander umgehen könnten, wie die Völker es tun. Das Problem dabei liegt in dem Streben der religiösen Gruppierungen, ihren Glauben anderen Mitgliedern der Gesellschaft aufzuzwingen. Insofern könnte eine Lösung für den syrischen Konflikt nur auf Völkerebene erreicht werden, die Religionen sollten dabei keine Rolle spielen. Als positives Beispiel nannte der Referent den Kontinent Europa - ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.09.2013)


 

POETRYpolis zum Thema "Glück"

Bericht von Varvara Stegarescu

Eine schöne Tradition ist in den Räumlichkeiten des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt entstanden: POETRYpolis oder anders formuliert: Poesie, Gefühle, fremde Schicksale und Fremdsprachen. Die erste POETRYpolis-Veranstaltung fand im August 2011 statt.

Inzwischen haben wir zum fünften Mal unserem Motto: „Einheit in Vielfalt“ Form und Farbe verliehen. Am 20. September 2013 haben wir mit mehr als 60 Gästen diese schöne Tradition fortsetzen dürfen. Dreizehn Künstler, Dichter und interessierte Bonner und Bonnerinnen haben sich dieses Mal mit dem Thema „Glück“ auseinandergesetzt.

Die folgenden Teilnehmer haben ihre Beiträge angereicht: Nae Ononye a Bagoussa; Sharon D. Cohagan; Susanne Meyer; Hella Neukötter; Hildegard Paulussen; Elisabeth Sofia Schlief; Brigitta Sigfridson; Dirk Sonntag; Heike van den Bergh; Tobias Zynglein; Haden Young; Vivek Luthra; Anne Fluss und Kathrin Daniel. Die Moderation der Veranstaltung wurde von Rainer Maria Gassen übernommen.

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(Hier veröffentlicht am 25.09.2013)


 

Einheit in Vielfalt oder Vielfalt ohne Einheit?

Bericht von Varvara Stegarescu

In Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 findet in Bonn eine bunte Palette an kulturellen Veranstaltungen statt. Das Ziel der Interkulturellen Woche ist es, Menschen zusammenzubringen und den Dialog zwischen Kulturen und Religionen zu fördern.

Eine Gelegenheit zum Austausch über ein friedliches Miteinander der Religionen bot der Vortrag des Religionswissenschaftlers Michael A. Schmiedel zu dem Thema „Religion und Religionen- Einheit in Vielfalt oder Vielfalt ohne Einheit? Ist eine große Ökumene möglich?“. Der Vortrag fand am 19. September im MIGRApolis-Haus der Vielfalt mit ca. 20 Gästen statt.

Michael A. Schmiedel ging in seinem Vortrag der Frage nach, ob es möglich wäre, die unterschiedlichen Religionen zu vereinen, sei es durch eine Fusion unter eine gemeinsame Lehre, oder durch ein friedliches Miteinander trotz der Unterschiede, durch Anerkennung einer gemeinsamen Oberinstanz. Der Religionswissenschaftler erklärte, dass besonders durch die Formulierung einer gemeinsamen Lehre immer wieder neue Religionen entstanden, das anvisierte Ziel aber nie erreicht wurde. Die neueste Lehre überzeugte immer einige, viele aber nicht.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.09.2013)


 

Ein politischer Marathon vor der Bundestagswahl

Teilnehmer der Diskussion; Foto © Eis

Bericht von Bartosz Bzowski

Prall gefüllt war am 17. September, fünf Tage vor der Bundestagswahl, das MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Rund 100 Interessierte kamen in die Brüdergasse, um der Podiumsdiskussion zum Thema „Einwanderungsgesellschaft Deutschland: Wie steht es mit der Integration?“ beizuwohnen. Veranstalter waren neben BIM und EMFA der Integrationsrat der Bundesstadt Bonn.

Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien nahmen an der Diskussion teil, davon waren drei Direktkandidaten im Wahlkreis Bonn: Ulrich Kelber (SPD), Dr. Claudia Lücking-Michel (CDU) und Katja Dörner (Bündnis 90 / Die Grünen). Die FDP wurde vertreten von Joachim Stamp, dem integrationspolitischen Sprecher der NRW-Landtagsfraktion. Für die Linke nahm Jürgen Repschläger, Mitglied des Integrationsrates der Bundesstadt Bonn und der Stadtratsfraktion, an der Diskussion teil. Moderiert wurde die Runde von Dr. Beate Straeter, der Synodalbeauftragten für das christlich-muslimische Gespräch im Evangelischen Kirchenkreis Bonn.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Fragen der Migrations- und Integrationspolitik, aber auch Bildung und soziale Gerechtigkeit spielten eine wichtige Rolle. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.09.2013)


 

„Vor allem soll man nicht gleichgültig sein.“

Zur Bundestagswahl am 22. September

von Nadja Thelen-Khoder


„Rot-rote Machtspiele - Schreckgespenst oder soziale Verheißung?“ hieß die Sendung bei Anne Will, in der am 11.09.2013 Gregor Gysi, Ralf Stegner, Armin Laschet, Gertrud Höhler und Jakob Augstein als Gäste geladen waren (1). Leider mußte ich auch in dieser Wahlsendung wieder „Menschen mit Migrationshintergrund“ vermissen – ist es wohl ein Zufall, daß das Wort „Migration“ im Regierungsprogramm der CDU (2) gar nicht erst vorkommt?

In dieser Sendung flog mehrfach in Gespenst über den Bildschirm, das in mehreren Kommentaren zur Sendung [etwa in „Frankfurter Rundschau-online“ (3) oder in der „Welt“ (4)] unerwähnt bleibt, für mich aber sehr bemerkenswert ist.

Noch nie wurden wir in Deutschland so häufig mit immer neuen (von wem, wann und wozu in Auftrag gegebenen und finanzierten?) „Umfragen“ [also unter meist mehr als fragwürdigen Umständen zusammengeschusterten Befragungen Auserwählter] zugedröhnt wie in den letzten Monaten, und noch nie wurden dabei [sowohl bei den „Befragungen“ als auch bei deren Veröffentlichungen] so permanent wohl formulierte Fragen gestellt, die eines der Lieblingswörter meiner Bundeskanzlerin suggerierten: „alternativlos“. Immer und immer und immer wieder habe ich Sendungen gesehen und ihre Titel gelesen wie „Haben wir die Wahl?“ oder „Wozu noch wählen?“

Daß Angela Merkel ach so beliebt sei, wurde immer und immer und immer wieder behauptet, daß besonders „Frauen“ so fasziniert von ihr seien und den sozialdemokratischen Gegenkandidaten nicht mögen sollen, und daß die Bundeskanzlerin „die mächtigste Frau der Welt“ sei. Ist das wirklich die öffentliche oder vielleicht doch eher die veröffentlichte Meinung?

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(Hier veröffentlicht am 16.09.2013)


 

Second Hand Life

© Heike van den Bergh


Niederlande: Porno an der Kirchenwand!

Deutsche sorgen sich mehr ums Geld als um Gesundheit,

Droht zwischen Obama und Putin eine neue Eiszeit?

Infos, Thrill und Haus, Auto, Kind, Mann –

Alles ist aus zweiter Hand.

Ob man so sein Glück, sein Ziel finden kann?

In Clooneys Herzen hat seine Ex immer noch einen Platz

Aber sorgt er nicht schnell wieder für Ersatz?

Arbeit, Glaube, Lebenspartner: austauschbar!

Probleme schnell  verdrängt: wunderbar!

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(Hier veröffentlicht am 10.09.2013)


 

Wahre Gefühle

© Nadia Kraam

Ich juble für die deutsche Nationalmannschaft,
wenn es um Fußball geht
genieße das Oktoberfest
ja, ein Dirndl trage ich auch
kritisiere Missstände
in unserem Land
fühle mich zugehörig
bis du mich daran erinnerst,
dass ich nicht von hier bin!
 
Wer bist du,
dass du meine Gefühle anzweifelst?

(Hier veröffentlicht am 28.08.2013)


 

Ihr seid die Poeten, die ... formen und gestalten

Foto: Jürgen Eis

Poetry Polis

Ein Gespräch mit Hıdır Çelik

von Ulrich Bergmann

Mit dem Rad fahre ich durchs Stockentor der Bonner Universität, dann über den Marktplatz, ich biege beim „Metropol“ in die Brüdergasse ein, am Lenker hängt meine kleine Tasche mit Hıdır Çeliks Gedichtband „Nomaden“, darin steckt mein Zettel mit den Fragen, die ich Hıdır stellen will.

Mir war aufgefallen, dass in seinen Gedichten immer wieder vom Traum die Rede ist und von der Verschmelzung von Poesie und Politik. Das soll mein roter Faden sein im Gespräch mit Hıdır Çelik, dem Leiter des MIGRApolis-Hauses in der Brüdergasse – eine sprechende Adresse!

Immer wenn ich mein Rad an das Geländer der Unterführung zur Oper anschließe, denke ich: eine bessere Adresse kann das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) und die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn kaum haben.

Im Treppenhaus stechen die Wandzettel ins Auge: „Das Haus der Vielfalt ist ein Haus des Lernens ... Dieses Haus sieht Vielfalt als Reichtum ... ist Zufluchtsort ... Die Bibel versteht Migration als Grundgegebenheit. Gottes Volk zieht aus der Knechtschaft. Gottes Sohn war Wanderprediger. Unsere Religion ist ‚nichtsesshaft’.“ Im ersten Stock befindet sich Çeliks Büro. Er schaut vom Schreibtisch zur Tür. Durchs Fenster hinter ihm sehe ich über die Klostermauer von St. Remigius hinweg in die ausschlagenden Bäume.

„Ein Mensch, der nicht träumt, | erreicht niemals die Küste ...“, schreibt Çelik in seinem neuen Gedichtband Nomaden (S. 43). Ja, sagt er, Träume sind der Kompass für unsere wesentlichen Ziele. Traum und Leben sind Zwillinge. Als Kind entwickeln wir unsere Phantasie in der Realität des Spiels, wir dürfen als Erwachsene das Träumen nicht verlieren. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.08.2013)


 

Zwischen den Welten –

Benjamin Etzold.

Projektvorstellung und Podiumsdiskussion über transnationale soziale Räume in Bonn lebender Migranten und Migrantinnen (Migrapolis-Haus der Vielfalt, 27. Juni 2013)


Bericht von Felix Hevel mit Fotos von Jürgen Gregori


Aus dem Unbehagen gegenüber einer meist defizitorientierten Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland haben Master-Studierende der Geographie in Bonn in Zusammenarbeit mit der Studenteninitiative Weitblick Bonn e.V. im Rahmen eines Forschungsseminares das alltägliche Leben von  Zuwanderern und Zuwanderinnen aus einer alternativen Perspektive untersucht. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden die transnationalen Beziehungen der Migranten und Migratninnen ausdrücklich als mögliche Chancen für ein gutes Leben in Bonn in das Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt. Die Ergebnisse mündeten in einen spannenden, etwa hundertseitigen Forschungsbericht.

Schon zu Beginn der Planung des Projektes war man sich einig, dass ...mehr

(Hier veröffentlicht am 08.08.2013.)


 

Internationales und Interkulturelles Kultur- und Begegnungsfest in Bonn am 30.06.2013

Die Bildunterschriften zu den Fotos von Michael A. Schmiedel wurden hinzugefügt.

...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 29.07.2013)


 

Programm der Interkulturellen Woche 2013

Vom 15. September bis zum 1. Oktober 2013 findet die diesjährige Interkulturelle Woche in Bonn statt.

Hier können Sie sich über die Veranstaltungen im Rahmen der IKW 2013 informieren.

Plakat

Flyer

(Hier veröffentlicht am 25.07.2013)


 

Verfassungsauftrag Datenschutz und Migration

Bild © Dontworry / Wikimedia Commons

Rangar Yogeshwar, Hans Leyendecker, Constanze Kurz und Glenn Greenwald bei Reinhold Beckmann (1)

von Nadja Thelen-Khoder


Gerade wir benutzen oft „Google“, um interessante Nachrichten über unsere Länder zu suchen.
Gerade wir haben oft einen „facebook-account“, um „Freunde“ in aller Welt zu erreichen.
Gerade wir telefonieren gern nach Hause, manchmal auch über „Skype“.
Gerade wir schätzen die aktuellen Informationen von „Newslettern“ unserer Vereine.
Und überall spricht man von der sinnvollen „Vernetzung“ gerade auch von „Migranten(selbst)organisationen“, weil Migranten in der öffentlichen Debatte um „Integration (durch Partizipation)“ selbst kaum zu Wort kommen.

Wir haben Familie, Freunde oder zumindest Bekannte im Ausland und freuen uns über die Schnelligkeit unserer Kommunikation. Warteten wir früher oft wochenlang auf einen Brief, „bloggen“, „skypen“, „twittern“ und „chatten“ wir heutzutage „in Echtzeit“ mit den lieben Anverwandten in fernen Ländern, und manch einer von uns, der solche „Kontakte“ in arabischen Ländern, in Afghanistan, der Türkei oder im Iran hat, lebt seit Jahren mehr oder weniger bewußt mit der Tatsache, dass seine Kommunikation im Rahmen des „Kampfes gegen den internationalen Terrorismus“ (oft „von beiden Seiten“) überwacht wird. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.07.2013)


 

Gefallene Helden von Utoya

Hıdır Eren Ҫelik

von Hıdır Eren Ҫelik

zum 2. Jahrestag der Terroranschläge in Norwegen

22. Juli 2011

Der Tag der Grausamkeit bringt den Tod
Millionen von Rosen verwandeln sich in Schmetterlinge
bunte Schmetterlinge,
eine Farbenpracht
fliegen weit weg in die Welt
tragen die Fackeln des Friedens

Ihr seid die gefallenen Helden der Freiheit
das Licht der Vernunft
Die Grausamkeit und der Tod auf der Insel Utoya hat keinen Namen

...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.07.2013)


 

Wir tragen aus der Tage Freude und Brand…

Von J. Michael Heveling- Fischell

Unter dem Motto „Meine Lieblingsgedichte“ hatte der Autor J. Michael Heveling-Fischell am Dienstag, dem 25. Juni zum einem erneuten Treffen der Reihe „Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn“ der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) in das Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes im Tannenbusch eingeladen.

Poesie und Literatur drücken Stimmungen und Gefühle vieler Kulturen aus, sind ein Mittel, die Welt zu verstehen und fördern die Vorstellungskraft und Fantasie. Der Autor trug einige seiner Lieblingsgedichte von Goethe und eigene Lyrik und Texte vor. Mit Hilfe der Texte und Gedichte und fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell in das Gespräch und erzählten viel über ihre Kindheit, Jugendträume und ihren Lebensweg.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.07.2013)


 

Viele Welten des Alterns - Ältere Migranten im alternden Deutschland

Eine Rezension von J. Michael Heveling-Fischell

Das Forschungsfeld „Ältere Migrantinnen und Migranten“ kann zwar in den letzten Jahren mit einer Zunahme wissenschaftlicher Arbeiten aufwarten. Doch insgesamt gibt es noch erhebliche Defizite; zum Beispiel werden mehr objektive sowie subjektive Daten benötigt, und es mangelt an weiteren konzeptionellen und erklärenden Ansätzen.

Es steigt die Bedeutung neuer praxisrelevanter Einsichten schon allein aus demografischen Gründen: zwar sind ältere Migrantinnen und Migranten in der älteren Bevölkerung noch unterrepräsentiert, aber bereits heute sind sie eine relevante Bevölkerungsgruppe unter den Älteren, und in den nächsten Jahren ist mit einer starken Zunahme zu rechnen.

Dabei ist der Prozess der demografischen Alterung der Zuwanderer von großer gesellschaftlicher Relevanz. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.07.2013)


 

Kultursensibel in den Frühen Hilfen

Foto © Ute Grabowsky

Netzwerktreffen der Frühen Hilfen Bonn am 12. Juni im Katholischen Bildungswerk

Bericht von Susanne Absalon und Anja Henkel

„Ran an die Opas?!“ - könnte dies ein Weg sein in eher traditionell geprägten Zuwandererfamilien, Hilfen wirksamer zu installieren und auch die Väter besser mit einzubeziehen? Diese und weitere Anregungen wurden in der Expertenrunde beim letzten Netzwerktreffen der Frühen Hilfen Bonn am 12. Juni im Katholischen Bildungswerk lebhaft diskutiert.

Ziel war es, herauszufinden, was eigentlich kultursensibel konkret heißt und wie wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund gestalten können. Wichtig ist in erster Linie, dass der Unterstützungsbedarf nicht eine Frage des Migrantenstatus ist und dabei vielmehr Bildung, soziales Milieu und die individuelle Situation eine Rolle spielen.

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(Hier veröffentlicht am 12.07.2013)


 

Friedrich Schiller an Recep Tayyip Erdoğan:

Anton Graff - Portrait Friedrich Schiller; © Wikimedia Commons

„Sire, geben Sie Gedankenfreiheit“

Ein Beitrag von Nadja Thelen-Khoder

Wer kennt sie nicht, die glühende Ansprache Marquis Posas an Philipp II. von Spanien aus „Don Carlos“ von Friedrich Schiller mit seinem wunderbaren Appell „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!“ (1)?

In diesen Tagen der widersprüchlichen Bilder von Pinguinen und einem türkischen Ministerpräsidenten, umjubelt von Menschen, die ihn aus Marokko kommend empfangen, auf der einen Seite, und von mit Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern drangsalierten Menschen, beschimpft als „Çapulcu“ („Plünderer“, 2) und sich dieses Schimpfwort als Ehrentitel anheftend (so geht man mit Ausgrenzungen und Denunziationen um! Herrlich!) auf der anderen Seite - denn eine solche Spaltung der türkischen Zivilgesellschaft, die sich gerade zusammen findet und zusammenfindet, soll wieder hergestellt werden (3) - in diesen Tagen muß ich immer wieder an jenen 3. Aufzug, 10. Auftritt aus „Don Carlos“ denken.

Philipp II. hat den bei ihm in Diensten stehenden Marquis nie persönlich kennengelernt und bestellt ihn zu einem Gespräch ein, in dem Marquis Posa ihm seine Beobachtungen und Gedanken darlegt. Man ersetze im folgenden Text Marquis Posa mit einem „Çapulcu“, Philipp II. mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, Spanien mit der Türkei und „Flamänder“ mit irgendeinem unterdrückten Volk im Vielvölkerstaat Türkei (z.B. den Armeniern oder den Dersimern – oder so vielen anderen, der von Unterdrückung sprechen). Alles weitere ergibt sich von dann selbst.

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(Hier veröffentlicht am 08.07.2013)


Besuchergruppe vom Friedrich-List-Berufskolleg im MIGRApolis-Haus

Bericht von Bettina Kurowski

Am Freitag, den 5.7., besuchte ein Religionskurs des Friedrich-List-Berufskollegs das MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Die zehn Schülerinnen und Schüler des Kurses befinden sich gerade in den letzten Zügen ihres Realschulabschlusses und kamen nun in das Haus, um die Arbeit des BIM und anderer im Haus angesiedelter Einrichtungen kennenzulernen, sowie um über die Thematik „Integration“ im weitesten Sinne zu sprechen.
 
Klaus-Peter Kücherer begann mit einer Einführung über die Arbeit des BIM, daran anschließend nahm die aktuelle Praktikantin Bettina Kurowski auf einige Daten und Fakten über Migration in Deutschland und speziell in Bonn Bezug und kam auf das Thema „gutes Leben in Transnationalität“ zu sprechen. Basierend auf einer kürzlich fertig gestellten Studie des Fachbereichs Geographie der Universität Bonn stellte sie die Ergebnisse bezüglich der Vorstellungen von Migrantinnen und Migranten vor. Für die Befragten in Bonn gehört zu diesem „guten Leben in Transnationalität“ ein Leben in Sicherheit, ein intaktes Familienleben und Zugang zu Arbeit und Bildung. Auch die Möglichkeit „Heimat“ in der Transnationalität zu bewahren wird als relevant betrachtet.

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(Hier veröffentlicht am 08.07.2013)


Internationales und Interkulturelles Kultur- und Begegnungsfest in Bonn am 30.06.2013

Fotos von Michael A. Schmiedel.

 

Am 30. Juni 2013 wurde im Rahmen des Internationalen Kultur- und Begegnungsfestes der Bundesstadt Bonn dem MIGRApolis-Haus der Vielfalt der Integrationspreis verliehen.

Hier sehen Sie Fotos vom Begegnungsfest.

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(Hier veröffentlicht am 02.07.2013)


 

Qualifizierungskurs Altenpflege

Die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland e.V. bietet Kurse für Pflegehilfskräfte
in der stationären Altenpflege, in der ambulanten Pflege und für BerufseinsteigerInnen an.

Qualifikation in der Altenpflege

Ohne angelernte Pflegehilfskräfte wäre die stationäre und auch die ambulante Pflege kaum denkbar. Um diese für die vielfältigen Anforderungen im beruflichen Alltag zu qualifizieren und ihnen ein selbständiges Arbeiten zu ermöglichen, bietet die Weiterbildungseinrichtung der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland e.V. in Kooperation mit dem Altenheim - Haus der Frauenhilfe
jährlich einen Qualifizierungskurs an.

Die Versorgung, Betreuung und Pflege von alten Menschen bedeutet nicht mehr nur die Begleitung dieser Menschen im alltäglichen Leben, sondern besondere
Lebenssituationen, individuelle Bedürfnisse und Gebrechen müssen frühzeitig wahrgenommen werden und erfordern ein adäquates Handeln.

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(Hier veröffentlicht am 01.07.2013)


 

Anerkennung, Respekt und Vertrauen

Michael Heveling-Fischell

Einsatz für die Würde an Demenz erkrankter Menschen

Bericht von J. Michael Heveling-Fischell (Dipl.Soz.Wiss.)

Im Rahmen der Demenzwoche Bonn Rhein-Sieg (17.-21.Juni 2013) hatten die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. und die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) am Mittwoch, den 19. Juni zu einem Informationstreffen zu dem Thema Prävention und Diagnose bei Alzheimer-Demenz eingeladen.

Viele Fragen zur Alzheimer-Demenz waren für die Fachreferentin Christiane Schneider im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Brüdergasse zu beantworten. Es wurde spürbar, wie groß das Informationsbedürfnis der Menschen ist Näheres über Symptome, Diagnose und Bewältigungsmöglichkeiten dieser ernsten Krankheit zu erfahren. Denn die Alzheimer-Demenz bringt viel Unsicherheit und Verzweiflung mit sich, sowohl bei den Betroffenen als auch bei den Angehörigen. Sie stellt hohe Anforderungen an die pflegenden Angehörigen und führt häufig zu großer psychischer und physischer Belastung. Da ist es hilfreich, durch Informationsgespräche und Austausch untereinander mit der Krankheit besser zurecht zu kommen.

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(Hier veröffentlicht am 01.07.2013)


 

Auf den Spuren der Kulturen - eine Bildungsreise nach Südostanatolien

Gruppe in Gaziantep
Stadtpanorama. Fotos © Hıdır Çelik

Ein Bericht von Burkhart Beilfuß

Wir waren 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen,  die sich auf die Suche nach Spuren der Kulturen aus Gegenwart und Vergangenheit in Südostanatolien begeben haben. Die Reise dauerte vom 24. Mai bis zum 4. Juni. Vom Standort in Gaziantep (im komfortablen IBIS-Hotel) ging es in Tagesexkursionen mit Kleinbussen nach Urfa, zum Berg Nemrut, nach Diyarbakir, Mardin, Hasankeyf und Antakya. Die Leitung hatte Dr. Hıdır Çelik. Ihm stand ein Reisebegleiter der Firma Akort Turizm aus Gaziantep zur Seite.

Die Reise war für mich ein wunderbares Erlebnis und hat nach meinem Eindruck auch den anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen sehr gut gefallen. Unsere Gruppe war vielfältig zusammengesetzt. Neben einigen Deutschen waren vor allem in Deutschland lebende Kurden mit Heimat in der Türkei, dem Iran und Syrien dabei. Auf diese Weise war die interkulturelle Kommunikation innerhalb der Gruppe und auch mit Dritten erleichtert. Hilfe als Dolmetscher und viele inhaltliche Informationen für Neuentdecker der Türkei wie mich wurden dadurch möglich. Unter den deutschen Teilnehmern waren insbesondere Prof. Klaus Otte mit seinen Beiträgen zum interreligiösen Dialog und Wilfried Müller mit seinen umfangreichen Kenntnissen über die Region und ihren kulturellen Hintergrund für die ganze Gruppe hilfreich.

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(Hier veröffentlicht am 24.06.2013)


 

Die Migration im deutschen Gesundheitssektor

Ein Beitrag von Andreas Gkolfinopoulos

Nach der Buchrezension auf unserer Homepage von meinem Kollegen J. Michael Heveling-Fischell über das Buch „Muslimische Patienten pflegen“ möchte ich die Diskussion auf MIGRApolis im Rahmen der Migrationsforschung bezüglich des Themas Migration und Gesundheit in einem relevanten Bereich weiter entwickeln.

Da das deutsche Gesundheitssystem nicht nur ausländische Patienten, die von ihrer Leistungen profitieren, betrifft, sondern auch ausländische Mediziner, hat mein Kollege durch seine Buchrezension mir einen guten Anlass gegeben, auf das Thema Migration im deutschen Gesundheitssektor Bezug zu nehmen.

In der medialen wie politischen Diskussion hat die Zuwanderung von bzw. der Zuwanderungsbedarf an hochqualifizierten Migranten in Deutschland in den letzten Jahren deutlich an Relevanz gewonnen. Dazu konnte man feststellen, dass seit 2003 die Diskussion über den ‚Ärztemangel‘ in Deutschland zunehmend in den Medien stattgefunden hat.  Im Gesundheitssektor diagnostizieren relevante Studien einen Mangel an Ärzten, der bis 2019 die Zahl 108.000 erreichen werde.

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(Hier veröffentlicht am 24.06.2013)


 

Miteinander statt einsam - das macht tapfer und fröhlich…

Buchrezension von J. Michael Heveling-Fischell

Aktuell gibt es drei wunderschön illustrierte Kinderbücher des Mildenberger Verlages, deren Geschichten parallel in deutscher und türkischer Sprache erzählt werden. Mannigfaltiges ist für die jungen (und ich gestehe, mit Vergnügen auch für die älteren) Leserinnen und Leser in den Texten und Bildern zu entdecken. Bunt und vielfältig sind die Lebenswelten, die wir Menschen erfahren und teilen sollten. Man glaubt, alleine zu sein, eine Mauer trennt scheinbar unbezwingbar. Doch irgendwann kommt man auf die Idee, dass es schöner wäre die Mauern zu überwinden, die zwischen Freunden stehen. Wer einem Freund helfen möchte, der muss auch bereit sein, riesige Wege zurückzulegen, weit über das tiefe Meer, durch heiße Wüsten und steile Berge. Wer zusammenhält,  der kann vieles schaffen, und Freunde gibt es überall auf der Welt. Diese solidarischen Werte werden den Kindern in den Geschichten unaufdringlich vermittelt. Und zum guten Ende feiern wir das Glück, nicht mehr allein zu sein und Freunde zu finden, es wird gemeinsam gegessen, getanzt, gesungen und gelacht. Miteinander geht es ja, das macht Mut und strahlende Augen.

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(Hier veröffentlicht am 21.06.2013)


Wir haben den Integrationspreis gewonnen!

Zum fünften Mal verleiht der Integrationsrat der Stadt Bonn den Integrationspreis. Er ist Anerkennung für das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen und Organisationen, die sich aktiv und nachhaltig für Integration eingesetzt haben.

Der Preis wird beim internationalen Kultur- und Begegnungsfest am 30. Juni überreicht.

Die Jury hat aus 23 Vorschlägen drei Preisträger ausgewählt, auf die die mit 1 600 Euro dotierte Auszeichnung aufgeteilt wird. Die Friedens- und Menschenrechtsaktivistin und Mitbegründerin des deutschlandweiten Netzwerks "Lifemakers", Saloua Mohammed, und das Migrapolis-Haus der Vielfalt erhalten jeweils 600 Euro. Für das Schulprojekt "Restaurieren eines Kfz-Youngtimers" durch junge Migranten erhält das Heinrich-Hertz-Europakolleg 400 Euro.

Zur Pressemitteilung der Stadt Bonn

(Hier veröffentlicht am 18.06.2013)


 

 

Gezi Park in Istanbul Taksim

Gezi-Park; Foto © Robster1983 / Wikipedia

Wir haben gehofft, dass sich die Protestbewegung in Istanbul und in der ganzen Türkei friedlich durchsetzt.

Doch die Lage verschärft sich mit jedem Tag. Die Polizei geht immer brutaler und rücksichtsloser gegen die eigene Bevölkerung vor.

Unterdessen nehmen die Proteste immer neue Formen an und werden immer kreativer. So bleiben die Menschen einfach schweigend stehen und bleiben so mehrere Stunden lang!

Hier eine Chronologie der Hintergründe der Proteste und der neuesten Entwicklung.

GEZI PARK IN ISTANBUL TAKSIM

Beitrag von Dr. Nazif Aribas 

(Hier veröffentlicht am 17./18./19.06.2013)


 

Stellenausschreibung

Wir suchen ab sofort (Juni 2013) für den Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung eine/-n

Sozialpädagogin/-en / Sozialarbeiter/-in in Vollzeit / Teilzeit nach Absprache mit russischen Sprachkenntnissen.

Anforderungen:

•    Abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit, Zusatzqualifikation wäre von Vorteil

•    Praktische Erfahrung in der Jugendhilfe, Beratungsarbeit mit Familien

•    Interkulturelle Kompetenz ; fließende Sprachkenntnisse in Russisch und Deutsch

•    Fachliche und persönliche Kompetenzen, die in den sozial-pädagogischen Prozessen notwendig sind; Flexibel in der Zeiteinteilung und hohes Maß an Selbstorganisation

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pdf-Datei

(Hier veröffentlicht am 17.06.2013)


 

Das erzwungene Exil

Dogan Akhanli; Foto © Raimond Spekking / Wikipedia

Von nackten Königen und (nicht nur) einem Kölner Schriftsteller

von Nadja Thelen-Khoder

„Das erzwungene Exil – ein Beitrag von Doğan Akhanlı“ [1 und 8]

so lautet einer von fünf Teilen der Veranstaltung „Heimspiel in Istanbul“ am 5. Juli zum geplanten erneuten Prozeß gegen den Kölner Schriftsteller, der am 31. Juli in Istanbul stattfinden soll. Nachdem der Autor von u.a. „Die Richter des Jüngsten Gerichts“ [2] und „Annes Schweigen“ [3] im ersten Prozeß freigesprochen wurde [nach einer fünfmonatigen Haft, während der sein Vater starb, den er hatte besuchen wollen (4)], hoben Revisionsrichter dieses Urteil im Februar auf und ordneten einen neuen Prozeß an [„Plötzlich wieder schuldig“ (5)].

„Wer ein Täter sein soll, wird zum Täter gemacht“, schreibt Karen Krüger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung [6], und die aktuelle Bezeichnung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan für die Protestierenden im Gezi-Park als „Çapulcu“ („Plünderer“) funkt auf der gleichen Wellenlänge, ist aber alhamdulillah (Gott sei Dank) gründlich in die Hose gegangen [7].

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(Hier veröffentlicht am 17.06.2013)


 

Aufnahmeanordnung für syrische Flüchtlinge

Am 30. Mai 2013 veröffentlichte das Bundesinnenministerium die Verordnung zu den Kriterien für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland.

Die Verordnung und das Begleitschreiben an die innenministzer der Länder veröffentlichen wir hier.

Aufnahmeanordnung

Begleitschreiben

(Hier veröffentlicht am 12.06.2013)


 

Muslimische Patienten pflegen

Über die Notwendigkeit kultursensibler Pflege

Buchrezension von J. Michael Heveling – Fischell

Zukünftig wird die Relevanz der Altenhilfe für ältere Migrantinnen und Migranten sowie der Bedarf an ambulanter und stationärer Hilfe und Pflege für diese Bevölkerungsgruppe erheblich zunehmen. Die Zahl von Pflegebedürftigen und Patienten mit Migrationshintergrund wird in Zukunft bedeutend ansteigen, ein erheblicher Teil von ihnen sind gläubige Muslime. Daher rückt die kultursensible Ausgestaltung der Altenhilfe, die Berücksichtigung der besonderen Belange und Bedarfssituationen dieser älteren Menschen zunehmend in den Mittelpunkt.

Es wird von den Akteuren der Altenhilfe von zahlreichen Problemen im Pflegeprozess berichtet. Auf Seiten der Professionellen wirken sich berufliche Überlastung, aber auch sprachliche und kulturelle Verständigungsprobleme in den Pflegebeziehungen nachteilig für ein angemessene Versorgung der älteren Zugewanderten und ihre Familien aus.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.06.2013)


 

Aufruf zur Unterstützung von Flüchtlingen in Bonn

Im April kamen drei nigerianische Flüchtlinge aus Italien nach Bonn.

Die Gruppe refugees welcome [Bonn] unterstützte sie mit Hilfe engagierter Einzelpersonen. Doch ist die Situation von Mohammed, Sabi und Obinna* weiterhin äußerst schwierig: Zwar konnte für sie ein Zimmer für einen begrenzten Zeitraum gefunden werden, aber nach wie vor erhalten sie keinerlei staatliche Unterstützung.

Die Gruppe refugees welcome schrieb an den Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Jürgen Nimptsch, einen Brief, in dem die Stadt aufgefordert wird, den Betroffenen Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen zu gewährleisten.

Außerdem startete die Gruppe einen Aufruf zur Unterstützung der Flüchtlinge.

Hier finden Sie den Brief an den OB sowie den Aufruf.

Anschreiben OB Nimptsch

Aufruf

(Hier veröffentlicht am 10.06.2013)


 

 

Gewalt gegen friedliche Demonstrierende in der Türkei

In den vergangenen Tagen kam es in der Türkei wiederholt zu massivem Einsatz von Gewalt gegen TeilnehmerInnen friedlicher Kundgebungen durch die Polizei. Aus diesem Anlass initiiert Amnesty International eine Mailaktion an den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan.

Wie veröffentlichen hier die Mail im Wortlaut und den Link zur Unterzeichnung.

„Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

Ich bin entsetzt über die Bilder, die den gewalttätigen Einsatz der Polizei gegen Demonstrierende in Istanbul und anderen türkischen Städten dokumentieren. Ich fordere die türkische Regierung auf, die exzessive Gewalt gegen friedlich demonstrierende Menschen sofort einzustellen. Ich bitte Sie außerdem, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit zu gewährleisten.
Belastbare Informationen über die durch Polizeigewalt verletzten Personen müssen zur Verfügung gestellt werden. Leiten Sie bitte umgehend eine unabhängige Untersuchung der Berichte über unverhältnismäßige Gewaltanwendung der Sicherheitskräfte ein und stellen Sie alle Angehörigen der Sicherheitskräfte, die für Misshandlungen von Demonstrierenden oder Unbeteiligten verantwortlich sind, vor Gericht.

Mit freundlichen Grüßen“

So lautet die Email, um deren Versendung an den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdoğan Amnesty International auf der Seite

http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9277&d=1

bittet.

Wie schrecklich ist das Bild, das zur Illustration der jetzigen Vorgänge in der Türkei auf dieser Seite steht.

Bismilla ir rahman ir rahim! Im Namen auch Ihres barmherzigen Gottes:

Herr Ministerpräsident! Bitte helfen Sie!

(Hier veröffentlicht am 10.06.2013)


 

Völkerverständigung, Frieden und Lebensfreude

Das 8. Europa Dersim Kulturfestival am 15. Juni 2013 in Gladbeck (1)

von Nadja Thelen-Khoder

Dersim – wo Himmel und Erde sich berühren

Das jedes Jahr an einem anderen Ort stattfindende „Europa Dersim Kulturfestival“ der Föderation der Dersim Gemeinden in Europa e.V. (FDG) findet dieses Jahr

am 15. Juni ab 13 Uhr
Im Linnerott 88a
in 45968 Gladbeck

statt. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit einigen Menschen, die auch bei der Veranstaltung „Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft“ im Düsseldorfer Landtag (2) teilgenommen haben ...mehr

(Hier veröffentlicht am 06.06.2013)


 

Spiele Theater – lerne Deutsch

Mach mit!

Wir freuen uns auf Euch.

Es kostet nix.

Alle sind Willkommen ob Jung oder alt!

Ein Projekt des Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.

Gefördert durch das Bonner Spendenparlament e. V.

Wo: MIGRApolis– Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Wann: Jeden Dienstag, ab dem 23.07.13

pdf-Plakate:

deutsch

türkisch

polnisch

russisch

(Hier veröffentlicht am 05.06.2013)


 

Wir solidarisieren uns!

Das Team des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt solidarisiert sich mit den Gezi-Aktivisten in Istanbul und mit der Demokratiebewegung in der Türkei!

Auch in Bonn findet eine Demonstration statt. Einen Aufruf als pdf finden Sie unten.

Aufruf zur Demonstration in Bonn am 08.06.2013

(Hier veröffentlicht am 05.06.2013)


 

KulturCafé mit Brunch am 26.05.2013

Sofia Reyes Pino; Foto © Kücherer

Ein Bericht von Daniela Ottembrino

Am Sonntag, den 26. Mai 2013, las Sofia Reyes Pino, die als Rechts- und Sozialberaterin bei Asyl in Not in Wien/Österreich arbeitet, ihr Werk „Einfach Weg“ vor. Der Text ist in der Ich-Erzählform verfasst. Die Protagonistin der Geschichte schildert ihre Beziehung zu einem aus Simbabwe stammenden Asylbewerber in Österreich, der am Ende abgeschoben wird. Der Leser bekommt die Möglichkeit in die Gedanken- und Gefühlswelt dieser Frau einzutauchen und deren Trauer nachzuempfinden.

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(Hier veröffentlicht am 03.06.2013)


 

REMID zum Amnesty International Report 2012 und zum Zensus 2011 für Deutschland

Zwei aktuelle Meldungen vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdiens REMID:

26.05.2013:
Amnesty International Report 2012: Religionsfreiheit global im Vergleich


Der neue Amnesty International Report 2012 (PDF) ist vor kurzem erschienen: “Amnesty International beleuchtet in seinem Report die Menschenrechtslage des vergangenen Jahres in 155 Ländern. In 101 Staaten dokumentierte die Organisation Folter und Misshandlung durch die Sicherheitskräfte sowie in 91 Staaten Einschränkungen der Meinungsfreiheit.” (Pressemitteilung vom 24. Mai). In 35 Länderberichten finden sich Hinweise auf Einschränkung der Religionsfreiheit, ...mehr

*

31.05.2013:
Zum Zensus 2011 für Deutschland:

Christoph Wagenseil sagt:
31. 05. 2013 um 14:19

Nach ersten Ergebnissen aus dem Zensus 2011 für Deutschland muss die Einwohnerzahl nach unten korrigiert werden: “80,2 Millionen Menschen leben in der Bundesrepublik. Das sind 1,5 Millionen weniger als bislang gedacht. Bislang waren die Statistiker von einer Einwohnerzahl von 81,7 Millionen ausgegangen.” (Spiegel-Meldung vom 31.5.2013). Zur Religion heißt es: “Das Christentum ist nach wie vor die größte Religions- und Glaubens­gemein­schaft in Deutschland: Gut zwei Drittel der Einwohner­innen und Einwohner zählen laut Zensus 2011 zu den Christen. Davon bekennen sich 3,8 % zum Christen­tum, ohne jedoch ...mehr


(Hier veröffentlicht am 01.06.2013.)


 

Hausaufgabenbetreuung

im MIGRApolis - Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16 - 18
53111 Bonn

für die Klassen 1 - 10

Ansprechpartnerin: Daniela Ottembrino
ottembrino[at]bimev.de

0228 338 339 41

ab Juni 2013 an jedem Mittwoch von 15 - 17 Uhr

pdf-Plakat

(Hier veröffentlicht am 22.05.2013)


 

Eröffnung der Postkartenausstellung: „Thessaloniki – eine historische Reise“

Ein Bericht von Andreas Gkolfinopoulos

Am 23.05 wurde im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn die Postkartenausstellung mit dem Titel: „Thessaloniki – eine historische Reise“ feierlich eröffnet.

Die Grußworte zur Eröffnung der Ausstellung richteten der Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn, Dr. Hıdır Çelik, die Referentin für Migration und Flucht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. Ioanna Zacharaki und der Sammler der vorliegenden Postkarten Ilhami Yazgan. In das Thema bezüglich der historischen Multikulturalität von Thessaloniki hat aus wissenschaftlicher Perspektive Dr. Manuel Gogos eingeführt. Maria von Grünberg berichtete kurz über den historischen und sozialen Hintergrund der Stadt von der Vergangenheit bis zu Gegenwart.

Die ehemalige Multikulturalität Thessalonikis wird klar auf den Postkarten ausgedrückt, und sie entspricht ideal der Multikulturalität unseres Hauses.

Die Postkarten können im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in zwei Etagen bis zum 5.07.2013 besichtigt werden.

(Hier veröffentlicht am 27.05.2013)


„Spuren der Jenseits schreienden Gegenwart“

Bild © Thelen-Khoder

Erinnerungskultur im Düsseldorfer Landtag

Ein Bericht von Nadja Thelen-Khoder


Am 13. Mai 2013 fand die Veranstaltung „Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft - ,Was weißt Du über Dersim?’“ im SPD-Fraktionssaal des Düsseldorfer Landtages statt. Im Vorfeld wurde die Ausstellung „Spuren der Jenseits schreienden Gegenwart“ von Ibrahim Coskun eröffnet, die siebzehn großformatige Ölbilder des 1955 in Dersim geborenen und mit sechszehn Jahren nach Deutschland eingereisten Künstlers zeigt [1].

„Die Menschen, die in NRW eine neue Heimat finden, haben immer auch ihre Geschichte im Gepäck. Die Vielfalt des Geschichtsbewusstseins in der Migrationsgesellschaft wird von der Politik allerdings kaum wahrgenommen. Die Rahmenbedingungen für Erinnerungsarbeit und Geschichtsvermittlung berücksichtigen die „Geschichte(n)“ der Migrantinnen und Migranten bislang nur unzureichend. Die Veranstaltung geht daher der Frage nach, wie Perspektiven für ein gemeinsames interkulturelles „Erinnern“ eröffnet werden können. Wie ist der Vielfalt von Geschichte in der Migrationsgesellschaft gerecht zu werden? …“ So stand es auf der Einladung [2].

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(Hier veröffentlicht am 22.05.2013)


 

Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn: „Vorsorge durch Vollmachten“

Diskussionsteilnehmer; Foto © Schubert

Ein Bericht von Michael Heveling-Fischell

Ein volles Haus konnte das Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes in Bonn- Tannenbusch am Dienstag, den 30. April 2013 melden. Viele Interessierte hatten den Weg in die Hermannstädter Straße 2 gefunden, um einem weiteren Treffen der Veranstaltungsreihe. „Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn“  der  Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) beizuwohnen.

Im Mittelpunkt standen diesmal alle Fragen rund um das Thema „Vorsorge durch Vollmachten“. Was muss zum Beispiel geschehen, wenn mein Vater nicht mehr allein für sich entscheiden kann? ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.05.2013)


 

„Wer Bücher verbrennt, der verbrennt am Ende auch Menschen“

Carl von Ossietzky im KZ; Bild © Bundesarchiv

Zum 10. Mai 1933+80

Von Nadja Thelen-Khoder


Am 10. Mai, vor 80 Jahren, nur vierzehn Wochen nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten durch deutsch-nationale Kreise, wurden in Deutschland auch vor deutschen Universitäten Bücher öffentlich verbrannt (1).

Die Deutschen, die nach 1945 häufig „von allem nichts gewusst“ haben wollten, sahen zu, wie auf gigantischen Scheiterhaufen die Crème-de-la-Crème der deutschen Literatur den Flammentod erlitt: „Wer Bücher verbrennt, der verbrennt am Ende auch Menschen“, hatte ihnen schon Heinrich Heine ins Stammbuch geschrieben.

Unter so vielen anderen Büchern brannte auch Rainer Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ (2), der schon in der Weimarer Republik verfilmt worden war (3) und heute noch zu den besten Anti-Kriegsfilmen gehört. Wenn er (über den Ersten Weltkrieg) und „Die Brücke“ (über den Zweiten Weltkrieg; (4) nur immer und immer wieder im Fernsehen gezeigt würden, wenn ach so kluge Menschen über „Krieg als Mittel der Politik“ oder „Auslandseinsätze der Bundeswehr“ diskutieren – wir könnten uns Formulierungen wie „Posttraumatische Belastungsstörung“ für „Kriegstrauma“, die 5000 Bundeswehrpsychologen und die vielen „Militärseelsorger“ sparen. Krieg ist Krieg ist Krieg, und Krieg ist die Hölle auf Erden!

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(Hier veröffentlicht am 13.05.2013)


 

Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2013

„Wer offen ist, kann mehr erleben."

Dieses Motto der Interkulturellen Woche 2013 ist eine Einladung und eine Herausforderung. Wer anderen offen und auf gleicher Augenhöhe begegnet, erfährt viel über deren Kulturen, aber auch über sich selbst. Interkulturelle Begegnungen bereichern unsere Denkweise und unser Leben. Menschen anderer Hautfarben, anderer Glaubensrichtungen und anderer Lebensbiographien sind für unsere Gesellschaft ein Gewinn.

Doch längst nicht alle Türen stehen ihnen offen. Gerade öffentliche Institutionen und kommunale Verwaltungen sind aufgefordert, ihre Strukturen so zu verändern, dass Ab- und Ausgrenzung nicht vorkommt. Dabei geht es auch um die Anerkennung einer gesellschaftlichen Realität in Deutschland, die durch Menschen mit Migrationsgeschichte schon längst vielfältig mitgestaltet wird.

Die Interkulturelle Woche 2013 in Bonn findet vom 15. September bis 3. Oktober statt.

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Rückantwort

(Hier veröffentlicht am 13.05.2013)


Spielen Streiten Kennenlernen

Ein Projekt des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.

gefördert durch: Stiftung Umwelt und Entwicklung

pdf-Plakat

Projektbericht

(Hier veröffentlicht am 13.05.2013.)


 

III. Friedensmarsch in Bonn

Ist Frieden ein Thema der Politik, der Religion, der Philosophie, der Pädagogik?

Wenn man sich das Video der Organisatorinnen und Organisatoren des III. Bonner Friedenmarsches ansieht, merkt man, dass es auch ein Thema der Wirtschaft und der Finanzen ist:

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(Hier veröffentlicht am 05.05.2013.)


 

 

Wir gehen woanders hin

Kennen Sie Aikido oder Tai Chi? Es sind Kampfsportarten, die den Gegner durch geschicktes Ausweichen ins Leere rennen lassen. Die eigne Kraft wirft den Gegner um, nur ein wenig nachgeholfen.

Ganz ähnlich hat es der Interreligiöse Dialogkreis Bad Godesberg am 5. Mai 2013 mit Pro NRW vor. Statt diesen angst- und zornerfüllten Rechtspopulisten durch eine laute Gegendemo Aufmerksamkeit zu schenken, gehen sie einfach woanders hin. So organisierten sie eine Menge alternativer Veranstaltungen, die man statt dessen besuchen kann. So demonstriert man durch Abwesenheit und lässt die selbsternannten Pro-NRW-Gesellen einfach im Regen stehen. Sollen sie doch brüllen wie sie wollen - Niemand soll ihnen zuhören und niemand noch lauter brüllen!

-> ... mehr Infos

und unter http://www.dialogkreis-godesberg.de/

(Hier veröffentlicht am 01.05.2013)


 

Wir sind alle Armenier!

Von „Aghet“(1), „Tertêle“ (2) und „Shoah“ (3)

oder
„Wer spricht heute noch von der Vernichtung der Armenier?“ (4)

Der 24. April in der Armenischen Gemeinde Köln

Von Nadja Thelen-Khoder


„Der 24. April 1915 bezeichnet den unüberbrückbaren Bruch einer Vernichtung, die nicht an der Schwelle des Todes endete, sondern sämtliche Fundamente einer Gemeinschaft zerstören sollte: Familie, Sprache, Kultur und die Hoffnung auf eine Zukunft. An diesem Tag veranlasste die jungtürkische Regierung des Osmanischen Reiches die Verhaftung, Deportation und Ermordung armenischer Künstler, Schriftsteller, Politiker und Repräsentanten des öffentlichen Lebens in Konstantinopel.“ So stand es in der Einladung zur diesjährigen Gedenkfeier am 24. April der Armenischen Gemeinde Köln.

„Ich habe meine Totenkopfverbände bereitgestellt, um unbarmherzig Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung in den Tod zu schicken.“ Diesen Satz sagte Adolf Hitler am 22. August 1939, wenige Tage vor dem deutschen Überfall auf Polen. Und wenig später fügte er hinzu: „Wer spricht heute noch von der Vernichtung der Armenier?“

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(Hier veröffentlicht am 29.04.2013)


 

Protestaktionen gegen Pro NRW angekündigt

Das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ will die geplante anti-islamische Hetze der Rechtsradikalen am 5. Mai in Bad Godesberg verhindern.

Kundgebung und Protestaktionen am Sonntag, 5. Mai 2013 ab 10 Uhr auf dem Theaterplatz Bad Godesberg

„Für ein buntes, solidarisches und friedliches Bonn – gegen Rassismus!“


Das Bündnis „Bonn stellt sich quer – Neonazis blockieren“ hat eine Gegenkundgebung bereits ab 10 Uhr ebenfalls auf dem Theaterplatz im
Bereich vor den Kammerspielen angemeldet. „Von den ab 12 Uhr erwarteten Rassisten von Pro NRW wird kein Wort ihrer Hetze vernehmbar sein“,
erwartet Bündnis-Sprecher Mani Stenner. „Und vorher werden wir mit vielen Stimmen aus der demokratischen Gesellschaft Bonns auf unserer Kundgebung deutlich machen, dass im weltoffenen Bonn Rassismus und anti-islamische Hassparolen keinen Platz haben“.

Das Bündnis begrüßt die einhelligen Erklärungen von Integrationsrat, Bezirksvertretung Bad Godesberg und Hauptausschuss des Rates, die sich
gleichermaßen gegen die erneute Provokation von Pro NRW zum Jahrestag der Ausschreitungen von Lannesdorf wenden und die Initiativen dagegen
begrüßen. „Es ist ungeheuer ermutigend, dass so rasch nach Bekanntwerden der rechtsradikalen Planungen ein so breites Einvernehmen für gemeinsamen
Protest erreicht wurde“, erklärt Co-Sprecherin Susanne Rohde von der Beueler Initiative gegen Fremdenhass, die die Proteste gegen die Neonazis in Beuel
vor einem Jahr maßgeblich mitorganisiert hatte. „Diesmal sind wir alle Bad Godesberger!“.

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(Hier veröffentlicht am 24.04.2013)


 

2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt

 

 

 

Fotos zur Feier am 12.04.2013 von Argelia Löschcke, Jürgen Eis und Michael A. Schmiedel

 

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(Hier veröffentlicht am 22.04.2013.)

 

 

 

 

 

 


 

2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Bericht von Bartosz Bzowski

Am 12. April 2013 feierten das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. sowie die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) das zweijährige Bestehen des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt. 2011 bezogen die beiden Organisationen ihr neues Domizil in der Brüdergasse in Bonn. Wie beabsichtigt und erhofft, hat es sich als interkulturelle Begegnungsstätte in der Bundesstadt Bonn etabliert.

Die Festveranstaltung war sehr gut besucht. Ab 11 Uhr fand ein „Tag der Offenen Tür“ statt, bei dem sich alle Vereine und Initiativen des Hauses vorstellten. Um 15 Uhr folgte der offizielle Festakt.

Als Hausherr begrüßte Dr. Hidir Celik die Gäste. Er erklärte, woraus sich das Wort „MIGRApolis“ zusammensetzt. Es ist ein zusammengesetztes Wort aus „Migrare“ (lateinisch für „wandern“) und „Polis“ (griechisch für „Stadtstaat“). Dabei war in der Antike nicht das Territorium gemeint, sondern die Bürger, die gleichberechtigt waren. So eine „Polis“ mit Menschen, eingewandert aus aller Welt, sollte das Haus sein und wurde es auch. „Wenn man uns mit einem Kind vergleichen würde, sind wir gerade dabei, die Sprache zu lernen, unser Umfeld kennenzulernen und laufen zu lernen, damit wir selbständig handeln können“, so Celik.

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(Hier veröffentlicht am 16.04.2013)


 

Rechtspopulismus schürt Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Gewalt in Europa

PRESSEMITTEILUNG DER EVANGELISCHEN AKADEMIE IM RHEINLAND

        
(Bonn, 15.4.2013) Der seit Jahren wachsende Rechtspopulismus in Europa schürt Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Es besteht kein Anlass        anzunehmen, dass diese Entwicklung in absehbarer Zeit zum Stillstand        kommen wird. Diese Einschätzung gab Dr. Werner T. Bauer von der        Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung am Wochenende bei einer Tagung in Bonn.
        
Gezielte Tabubrüche, die häufig im Bereich der Grund- und Menschenrechte angesiedelt sind, sind das wichtigste Mittel der Rechtspopulisten, um auf sich aufmerksam zu machen und Anhänger zu gewinnen. Ebenso gehören Internetseiten und Blogs zu den von rechten Bewegungen und Parteien eingesetzten Methoden. Sie dienen der Inszenierung von Entrüstung, den so genannten "Shitstorms". Auf diesen Wegen gewinnen die Rechtspopulisten durch indirekte Einflussnahme und Agenda-Setting an Macht. Ihr größter Erfolg bestehe, so Bauer, in der Angst der etablierten Parteien vor einem Wählerverlust und ihrer daraus resultierenden indirekten Einflussnahme auf politische Entwicklungen, insbesondere in Fragen der Migrationspolitik.

Bauer kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Medien, insbesondere die Boulevardmedien. Statt den Kern demokratischer Systeme, die Debatten und Diskussionen, widerzuspiegeln, würde die Politik in den Medien immer weiter trivialisiert. Die Boulevardmedien seien auf der Suche nach Normbrüchen und Skandalen aller Art und deshalb auch bereit, populistische Inszenierungen aufzugreifen.

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(Hier veröffentlicht am 17.04.2013)


 

Türkischsprechende/r Sozialpädagogin/-e / Sozialarbeiter/-in gesucht!

Das Bonner Institut für Migrationsforschung und interkulturelles Lernen e.V. (BIM e.V.) ist ein Träger der interkulturellen Erziehungshilfen.

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin für den Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung eine/-n türkischsprechende/n

Sozialpädagogin/-en / Sozialarbeiter/-in
in Vollzeit / Teilzeit nach Absprache.

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(Hier veröffentlicht am 17.04.2013)


 

Stellenausschreibung

Das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM e.V.) ist ein Träger der interkulturellen Erziehungshilfen.

Wir suchen SozialpädagogInnen / SozialarbeiterInnen bzw. pädagogische Fachkräfte mit fremdsprachigen Kompetenzen
für das Arbeitsfeld interkulturelle ambulante Hilfen zur Erziehung

Stellenumfang Teilzeit nach Absprache.

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(Hier veröffentlicht am 11.04.2013)


Kirschkerne spucken

von Heike van den Bergh

Diese süßen und sonst keine!
Kirschen auf Oma Häberles Bäumen,
wir oben und schaukeln die Beine,
Augen in weißen Wolkenträumen.
Spucken Kerne, weiter, weiter, um die Wette,
die Beste von allen war Müllers Babette.

Rainer „Mit-dir-spielt-wohl-keiner“ musste Schmiere steh‘n,
uns warnen, wenn Oma Häberle käme zum Garten,
und wenn er rief „Die Hexe zu seh‘n“,
schnell runter vom Baum, nicht mehr warten,
schnell durch die hohen Wiesen verschwinden,
Oma Häberles Heugabel drohte von hinten.

Wir unbesiegbar, voller Mut,
und genaschte Kirschen: wie gut!

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(Hier veröffentlicht am 08.04.2013)


Frühling

von Mia Meinking, 10 Jahre

Wenn der Frühling die Welt
in seinem Glanze erhellt,
wenn die Blumen erwachen
hört man leises Lachen.

Es schwebt durch die Luft
wie von Blüten der Duft,
wie von Kindern das singen,
wie von Glöckchen das Klingen.

Und die Knospen an Bäumen
hören auf mit dem Träumen.
sie erwachen geschwind,
und schaukeln als Blätter im Wind.

Dann werden die Herzen so klar und so hell:
nun ist es Frühling, so langsam, so schnell.

(Hier veröffentlicht am 08.04.2013)


Kommunale Integrationszentren – Fluch oder Segen?

TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion; Foto © Gunnar Gmilkowsky

CDU-Landtagsabgeordnete Serap Güler zu Besuch im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Ein Bericht von Bartosz Bzowski


Am 4. April fand bei uns im MIGRApolis-Haus eine Veranstaltung der CDU zum Thema „Kommunale Integrationszentren“ statt. Über 30 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in die Brüdergasse, um der interessanten Podiumsdiskussion beizuwohnen. Zu Gast war die integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Serap Güler. Sie wurde 1980 in Marl als Tochter türkischer Einwanderer geboren, ist seit 2012 Mitglied des NRW-Landtages. Mit ihr diskutierten auf dem Podium die beiden SprecherInnen des AK Integration der Bonner CDU, Sarah Cziudaj und Jean Antar, der Kreisvorsitzende der Bonner CDU, Philipp Lerch sowie Dr. Hidir Celik, Vorsitzender des Bonner Institutes für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.).

Die Kommunalen Integrationszentren (KIZ) gehen auf das vom Landtag im Februar 2012 verabschiedete „Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen“ zurück. Sie sollen von den Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung ihrer Integrationsarbeit vor Ort eingerichtet werden. Sie sollen die bisherigen „Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern aus Zuwandererfamilien (RAA)“ und das Landesprogramm „Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit (KOMM-IN NRW)“ miteinander verschmelzen und die bisherigen Ansätze weiterentwickeln.

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(Hier veröffentlicht am 08.04.2013)


 

Die Deutschen und ihr Asperger-Syndrom (1), Teil II

Zum 7. April 1933+80
oder
„... und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt.“ (2)

Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" (3)

Von Nadja Thelen-Khoder


Vor zwei Wochen jährten sich der „Tag der nationalen Erneuerung“ oder „Tag von Potsdam“ (21.3.33) sowie die Zustimmung von 444 deutschen Abgeordneten des Deutschen Reichstages zur Abschaffung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland durch das „Ermächtigungsgesetz“ am 23.3.33 zum 80. Mal (1).

Und so konnten die Nationalsozialisten am 7. April 1933 mit ihrer „völkischen Gesetzgebung“ beginnen, in der die durch Blut und Kriege zusammengeschmiedete Nation der Deutschen, die nie „ein Volk“ waren, sich als eben dieses eine „deutsche Volk“ zu definieren begannen.

So viele Deutsche haben nach 1945 „von allem nichts gewusst“ und zeigten sich überrascht darüber, was ihren „jüdischen Mitbürgern“ so alles „widerfahren“ war. Dabei wurde schon am 7. April 1933 das Gesetz erlassen, das ihre „Amt- und Würdenträger“ schon keine drei Monate nach dieser Machtübergabe an die Nationalsozialisten dazu brachte, ihren „Ariernachweis“ (4) zu beantragen.

„Zur Wiederherstellung eines nationalen Berufsbeamtentums und zur Vereinfachung der Verwaltung“ konnten „Beamte nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen aus dem Amt entlassen werden, auch wenn die nach dem geltenden Recht hierfür erforderlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.“ (2)

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(Hier veröffentlicht am 05.04.2013)


 

INTERNATIONALER TREFFPUNKT In der EPIPHANIAS – KIRCHE in Bonn-Tannenbusch

Lage von Tannenbusch in Bonn; Karte: Wikipedia

Verliert das Diakonische Werk sein Stadtteilbüro?

Mit großer Bestürzung haben wir gehört, dass die Epiphaniskirche abgerissen werden soll, um das Gelände an einen kommerziellen Interessenten verkaufen zu können.

Vor 24 Jahren wurde auf einer Gemeindeversammlung der ev. Apostelkirchengemeinde beschlossen, einen Internationalen Treffpunkt einzurichten. Von da an trafen und treffen sich noch immer regelmäßig an jedem 3. Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr „Menschen aus aller Herren Länder“, die miteinander über die verschiedensten Themen sprechen, Gedanken austauschen, lachen, miteinander essen und feiern in der Epiphanias-Kirche – jetzt Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes.

Nun zieht sich die Evangelische Kirche vollständig aus dem Neuen Tannenbusch zurück. Das empfinden wir als ganz besonders traurig. Ist die Epiphaniaskirche doch in vieler Hinsicht zu einem wichtigen interkulturellen Treffpunkt für Bewohner des Stadtteils geworden.

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(Hier veröffentlicht am 05.04.2013)


 

Die Deutschen und ihr Asperger-Syndrom (1)

Rede Adolf Hitlers zum Ermächtigungsgesetz; Foto © Bundesarchiv / Wikipedia

oder

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen –die Ehre nicht!“ (2)

Zum 21. und 23. März

Von Nadja Thelen-Khoder


In diesen Tagen hört man viel von der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 und von ihrer „Machtübernahme“. Daß sie die Macht keineswegs aus eigener Kraft „ergriffen“ oder „übernommen“, sondern sie vielmehr übergeben bekommen haben, zeigt sich nirgendwo so deutlich wie an diesen beiden Tagen, die sich gerade zum 80. Male jähren:

Am 21. März 1933 inszenierte Joseph Goebbels den „Tag der nationalen Erneuerung“ oder den „Tag von Potsdam“ (3), und das Bild des Handschlags zwischen dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und dem von ihm schon am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannten Adolf Hitler (4) hing zwölf Jahre lang in vielen deutschen Wohnstuben. „Die Sozialdemokraten verzichteten demonstrativ auf eine Teilnahme. Nicht teilnehmen konnten die Abgeordneten der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Sie waren, wie Innenminister Wilhelm Frick höhnisch bemerkte, ‚durch nützliche Arbeiten in den Konzentrationslagern’ am Erscheinen gehindert.“ (3)

Am 23. März 1933 waren die Abgeordneten des Deutschen Reichstages, der nach dem Brand vom 27. Februar in der Kroll-Oper tagte, aufgerufen, über das von Hitler vorgelegte „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ abzustimmen, das es der Regierung ermöglichen sollte, ohne Zustimmung des Parlamentes Gesetze zu erlassen. Die Regierung wurde also zur Gesetzgebung ermächtigt [daher „Ermächtigungsgesetz“ (5)] und die Abschaffung der Demokratie legalisiert.

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(Hier veröffentlicht am 25.03.2013)


 

Deutschland will 5000 syrische Flüchtlinge aufnehmen

"Aufgrund der gewaltsamen Entwicklung in Syrien habe ich mit den Innenministern der Länder besprochen, im Vorgriff auf eine gemeinsame europäische Aufnahmeaktion, in Deutschland etwa 5000 Flüchtlinge aufzunehmen," sagte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich am 20. März 2013 in der Bundespressekonferenz.

Diese humanitäre Aufnahme wird in enger Abstimmung mit den Ländern erfolgen.

Bundesinnenminister Friedrich geht davon aus, dass die ersten Flüchtlinge voraussichtlich im Juni nach Deutschland kommen können.

Werbung für eine gesamteuropäische Lösung

Gleichzeitig wirbt Friedrich auf EU-Ebene für ein gesamteuropäisches Vorgehen in der Flüchtlingsfrage und für eine koordinierte Aufnahmeaktion der europäischen Mitgliedstaaten.

"Ich werde im April erneut den Hohen Flüchtlingskommissar Guterres treffen. Er hat es in der Hand, einen offiziellen Hilfsappell an die EU zu richten", erläuterte Friedrich. "Ich hoffe, dass unsere Hilfsaktion dazu beiträgt, dass sich andere Länder auch für eine Aufnahme entschließen."

Bisheriges Engagement bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge

Deutschland gewährt bereits einer Vielzahl von Syrern Schutz. Die Asylzugänge aus Syrien sind deutlich angestiegen und steigen weiter (Erst- und Folgeanträge 2010: 2.036, 2011: 3.436, 2012: 7.930, Januar – Februar 2013: 1.872, davon 1.787 Erst- und 85 Folgeanträge).

"Hauptkriterium für eine Aufnahme ist die Schutzbedürftigkeit. In erster Linie sollen Familien mit Kindern, Kinder ohne Eltern, aber auch Schutzbedürftige, die in Deutschland bereits Verwandte haben, aufgenommen werden. Auch auf Christen lastet ein besonderer Verfolgungsdruck, auch sie gehören zu diesen besonders schutzbedürftigen Menschen," betonte der Bundesinnenminister.

Mit fast 8.000 Asylbewerbern 2012 und in den ersten beiden Monaten 2013 gehört Syrien zu den Hauptherkunftsländern. Deutschland und Schweden haben zusammen bereits zwei Drittel aller Syrer aufgenommen, die in Europa Schutz gefunden haben.

Vollständiger Text unter: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2013/03/syrien-fluechtlinge.html

(Hier veröffentlicht am 22.03.2013)


2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt - Fest am 12.04.2013

HERZLICHE EINLADUNG ZUM FEST am Freitag, den 12. April 2013

Das MIGRApolis-Haus der Vielfalt feiert seinen 2. GEBURTSTAG!

2011 zogen die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) und das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. von den kleinen Räumen im 4. Stock in der Thomas-Mann-Straße in das Haus in die Brüdergasse 16-18.

Dort haben wir uns nun eingerichtet, neue Kooperationspartner sind dazu gekommen, Aufgaben immer wieder neu entstanden. Nun laden wir alle Freunde des Hauses, Partnerinnen und Partner, stadtweit Verantwortliche und Interessierte an der Arbeit des Hauses zum Fest ein.

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(Hier veröffentlicht am 20.03.2013)


 

Wort-Gewand(t)

von Heike van den Bergh

Ein Dichter sitzt vor seinem Schreibpult
Und dreht und wendet die Worte
Wie eine schöne Dame von Welt
Die Gewänder aus Samt und Seide,
den Schmuck aus Gold, Silber und Juwelen
Vor ihrem Ankleide- und Toilettenspiegel,
wenn sie sich herausputzt
für den großen Gala-Ball im Königshaus.

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(Hier veröffentlicht am 19.03.2013)


 

Muslime in der Mehrheitsgesellschaft: Medienbild und Alltagserfahrungen in Deutschland

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat eine Studie zu Medienbild und Alltagserfahrungen zu Muslimen in der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland veröffentlicht. Demnach zeichnen die Medien ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.03.2013.)


 

Abschiedspredigt von Pfarrer Wolfgang Wallrich

Pfarrer Wolfgang Wallrich bei seiner Abschiedspredigt in der Lukaskirche in Bonn. Foto: Schmiedel

Wolfgang Wallrich (im Gottesdienst in den Ruhestand entlassen)

Predigt am Sonntag „Laetare“ – 10.3.2013 – Lukaskirche Bonn
Johannesevangelium 6,47-51
mit Lesungen im Gottesdienst: 2. Mose 3,13-15 und Johannes 6,1-13

Liebe Gemeinde,

Vom „Ewigen“, von Gott, lässt sich nur in Bildern sprechen, mit Worten, die zugleich enthüllen und verhüllen. Wenn wir von Gott sprechen, kreisen wir um ein Geheimnis.

Wer ist Gott?

Es heißt: Mose hörte bei einem brennenden Dornbusch am Berg Horeb, wie sein Name gerufen wurde:

„Mose! Mose! Führe mein Volk aus der Sklaverei im Ägyptenland in die Freiheit“ – ich bin der Herr Deiner Väter Abraham, Isaak und Jakob“.

„Herr – Gott“ darf ich etwas fragen? – Wenn ich zu den Israeliten komme, den Elenden in Ägypten, und sage: „Der Gott Eurer Väter Abrahams, Isaaks und Jakobs sandte mich zu euch“ – dann werden sie mich fragen: „Wie ist sein Name?“ – Was soll ich denn dann antworten?

„ICH BIN DER ICH BIN“, antwortete die Stimme aus dem brennenden Dornbusch - „ICH WERDE SEIN DER ICH SEIN WERDE – ICH GEHE MIT EUCH“.

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(Hier veröffentlicht am 18.03.2013)


 

Der Stadtteil der Zukunft – eine Vision der Gegenwart!

Bild © Alp Gürhan Yalcıner

von Hıdır Eren Ҫelik

Dieser Beitrag ist in der Zeitschrift "fifty-fifty", Ausgabe März 2013, erschienen

Stadtteile sind Sozialräume, in denen Menschen sich zusammenfinden. Mit der Industrialisierung und Entstehung der Metropolen sind die städtischen Probleme und damit zusammenhängende soziale Strukturen komplexer geworden denn je. Um die Megazentren herum entstehen neue Stadtteile, die mit den Infrastrukturen zu kämpfen haben.

Wie soll der Stadtteil, in dem ich wohne, aussehen? Ist es überhaupt möglich, einen Stadtteil zu gestalten, der Sozialraum für viele Generationen und Kulturen sein kann?

Ein Stadtteil soll ein Zuhause für alle Generationen werden, in dem Eltern, Kinder, Oma und Opa sich wie in einer Familie zusammen treffen könnten. Ein Stadtteil ohne ältere Menschen ist wie eine Familie ohne Stammbaum, ohne Vergangenheit. Er kommt mir vor wie ein Baum ohne Wurzeln. Kann überhaupt ein Baum ohne Wurzeln noch Früchte tragen, wenn er nicht gepflegt und geschützt wird? Mein Stadtteil soll für die älteren Menschen altersgerechte Wohnungen bieten, damit meine Kinder ihre Großeltern nicht nur von Besuch zu Besuch erleben dürfen. Unsere Kinder sollen lernen, mit älteren Menschen umzugehen, von deren Erfahrungen profitieren und an ihnen wachsen. Die älteren Menschen dürfen nicht das Gefühl bekommen, dass sie nutzlose, zur Verholzung verurteilte Bäume sind, die keine Früchte tragen. Sie haben schon in ihrer Zeit Früchte getragen und uns die Zukunft hinterlassen, damit auch wir die Zukunft an unsere Kinder weitergeben können.

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(Hier veröffentlicht am 18.03.2013)


 

Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn

„Häusliche Hilfen und Pflege“  - Große Nachfrage nach Hilfe und Information

Bericht von J. Michael Heveling-Fischell (Dipl. Soz. Wiss)

Bis auf den letzten Sitzplatz belegt war das Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes im Tannenbusch am 26. Februar 2013.  Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA ) hatte zu einem weiteren Treffen ihrer  Veranstaltungsreihe „Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn“ eingeladen, die sich vor an allem an ältere Einwanderer/innen richtet .

Diesmal stand das Thema „Häusliche Hilfen und Pflege“ im Mittelpunkt. Hierzu durften wir Thomas Auxel aus dem Haus der Bonner Altenhilfe als Referenten begrüßen. Fachkundig vermittelte er viele gute Informationen zum Thema und ging aufmerksam auf die Fragen der Teilnehmer/innen ein. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.03.2013)


 

„Internationales Müttercafé“ in Bad Honnef

Jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr
HIT-Sportetage des TV Eiche Bad Honnef
Berck-sur-Mer-Straße 1
53604 Bad Honnef


Das Internationale Müttercafé ist ein Projekt vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. in Kooperation mit TV Eiche und dem Jugendamt Bad Honnef. Im Rahmen der Frühen Hilfen des Jugendamtes Bad Honnef sind drei Eltern- und Müttercafés in Bad Honnef installiert worden, das Internationale Müttercafé in den Räumen des TV Eiche Fitnessstudios, das Eltern-Kindcafé Bad Honnef-Aegidienberg und das Elterncafé in der Menzenbergerstraße.

In Bad Honnef haben ca. 8% der Gesamtbevölkerung eine Migrationsgeschichte (Information und Technik NRW, Stand 31.12.2011), hier ist es wichtig, Mütter bei der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft zu unterstützen um somit ihre Chancengleichheit im Einwanderungsland zu verbessern.

Wir vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., das Jugendamt Bad Honnef und der TV Eiche haben sich zur Aufgabe gemacht, die Teilhabeprozesse der Mütter zu unterstützen für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft.

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(Hier veröffentlicht am 11.03.2013)


 

Neuerscheinungen im Free Pen Verlag

In den vergangenen Tagen sind in unserem Verlag vier neue Bücher erschienen:

Ali-Zeki Koçaslan, Hüseyin, der Deutschländer

Roman

Hüseyins in Deutschland lebender Kinder- und Jugendfreund kehrt zurück in ihr türkisches Dorf, um mit Hüseyin und seiner Braut Hochzeit zu feiern. Hüseyin ist überwältigt von dem scheinbar unermesslichen Reichtum, den dieser Freund zur Schau stellt, und so ist der Entschluss schnell gefasst, es seinem Freund gleichzutun. Sein Plan scheitert allerdings, in Deutschland für kurze Zeit zu arbeiten und möglichst viel Geld zu verdienen und anzusparen, das ihm bei seiner baldigen Rückkehr in die Türkei mannigfaltige Möglichkeiten eröffnen soll. Aus wenigen Jahren des Aufenthaltes in Deutschland werden viele Jahre, und aus dem Türken Hüseyin wird nach und nach Hüseyin, der Deutschländer.

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Hussein Habasch, Schreiben auf dem Gesicht der Zeit

Gedichte, deutsch - kurdisch

Mit der zweisprachigen Ausgabe einer neuen Auswahl seiner Gedichte im kurdischen Original sowie in Übertragungen in die deutsche Sprache legt der Dichter Hussein Habasch Gedichte vor, die durch ihre differenzierte wie auch präzise Bildhaftigkeit bestechen. Habasch ist seinen kurdischen und deutschen Lesern seit vielen Jahren zum Inbegriff geworden für die außerordentliche Kunst, auch scheinbar gewagten Metaphern quirliges Leben einzuhauchen und somit seinen Lesern immer wieder Freude sowohl an seiner Sprachartistik wie auch an den wohltuend schmeichelnden Klängen vorderorientalischer Welten zu vermitteln.

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Burkhard Jüttner (Hrsg.), Jean Penuel, Maler - Peintre

Bildband, deutsch-französisch


Der erste Bildband des am 31.12.1936 in Bézu St. Germain (nahe Paris) geborenen Malers Jean Penuel zeigt einen breiten Ausschnitt aus seinem Oeuvre, dazu Texte des Kunsthistorikers Klaus Flemming und des Herausgebers Burkhard Jüttner. Eine Vita mit seinen Ausstellungen sowie ein informativer Index zu den Bildern komplettieren diesen anspruchsvoll gestalteten und hervorragend gedruckten Bildband.

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Monika Lamers, An den stillen Ufern des Königs

Roman

Als Bettina Christoph Bork besucht, scheitern beide an ihren Erwartungen. Ihre Begeisterung für dessen Aussteigerleben beruht auf völliger Fehleinschätzung, denn Bork hat sich nur aus seiner alten Welt zurückgezogen, um herauszufinden, wozu sein Leben führen könnte. Wohl wird seine Sinnsuche begünstigt durch den Rückzug in die Einsamkeit eines vorgefundenen großen Gartens. Bork indes hatte gehofft, in Bettina eine letzte Liebe zu finden und dafür in seiner Hütte ein fürstliches Gemach hergerichtet. Beide sehen sich getäuscht. Erst als Bork auf den merkwürdigen Tierarzt Hülshoff trifft, ändert sich sein Leben.

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(Hier veröffentlicht am 27./28.02.2013)


 

Zu früh – oder hoffentlich nicht zu spät!

Trinkwasserquelle in Tansania; Foto © Bob Metcalf / Wikipedia

Zum UNESCO-Welttag des Wassers am 22. März

Kommentar von Nadja Thelen-Khoder


Water makes money (6)? Water is life (1)!

Eigentlich ist der UNESCO-Welttag des Wassers ja erst am 22. März. Aber: „In den nächsten Wochen wird in der EU über die Richtlinie entschieden. Die Bundesregierung und der zuständige Wirtschaftsminister Rösler haben sich bislang noch nicht offiziell dazu positioniert.“

So beginnt ein Newsletter von „Campact“, der zur Unterzeichnung eines Appells aufruft. (1) „Welche fatalen Folgen die privatisierte Wasserversorgung hat, zeigen Beispiele aus vielen Metropolen: Der Preis explodiert, die Qualität sinkt“, heißt es darin weiter. „Gerade im Wahljahr haben wir Chancen, die Regierung noch zu überzeugen.“

Das sind die Momente, in denen ich mich immer schäme. „Privatisierung des Trinkwassers“ – ja, davon hatte ich schon einmal gehört. Aber wirklich mit dieser Frage beschäftigt – nein, das hatte ich noch nicht.

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(Hier veröffentlicht am 25.02.2013)


 

„ ... was nicht in euren Lesebüchern steht“

 

Zum 21. und 23. Februar,
dem Tag der Muttersprache und dem Geburtstag von Erich Kästner


Kommentar von Nadja Thelen-Khoder

 

„Ich könnte euch Verschiedenes erzählen,
was nicht in euren Lesebüchern steht.
Geschichten, welche im Geschichtsbuch fehlen,
sind immer die, um die sich alles dreht.“

Diese Zeilen schrieb Erich Kästner, der am 23. Februar 1899 geboren wurde, zu seinem gleichnamigen Büchlein (1). Und sie passen auch zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar (2).

In diesen Tagen musste ich mehrfach an Erich Kästner denken, den viele von uns (nur) durch seine Bücher „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“, „Das Fliegende Klassenzimmer“ oder „Das doppelte Lottchen“ beziehungsweise durch ihre Verfilmungen kennen.

Weniger bekannt ist, dass auch sein Name auf der Ehrenliste (3) jener Schriftsteller stand, die von den Nationalsozialisten bereits am 10. Mai 1933 öffentlich verbrannt wurden (4) – auch und besonders an deutschen Universitäten. Denn das Land der Dichter und Denker verwandelte sich in ein Land der Richter und Henker und in das „Land, in dem die Kanonen blüh’n“ (5).

Erich Kästner, der von 1933 bis 1945 Schreibverbot hatte, aber nur in die „Innere Emigration“ ging, veröffentlichte später in „Wer nicht hören will, muß lesen“ ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.02.2013.)


 


 

„Brave, herrliche junge Leute!

Bild © Nicolai / Wikipedia

...Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein.“

Zum 70. Jahrestag der Verhaftung von Sophie und Hans Scholl

Ein Beitrag von Nadja Thelen-Khoder

„Brave, herrliche junge Leute! Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein.“ Das sagte Thomas Mann aus seinem amerikanischen Exil in seiner Rundfunkansprache an „Deutsche Hörer!“ am 27. Juli 1943 (1).

Heute vor 70 Jahren, am 18. Februar 1943, wurden Hans und Sophie Scholl beim Auslegen von Flugblättern verhaftet und nur vier Tage später geköpft (2). Hans Scholl war Überlebender von Stalingrad.

„Jetzt ist die Welt aufs tiefste bewegt von den Vorgängen an der Münchener Universität, wovon die Nachricht durch Schweizer und schwedische Blätter ... zu uns gedrungen ist. Wir wissen nun von Hans Scholl, dem Überlebenden von Stalingrad, und seiner Schwester, von Christoph Probst, dem Professor Huber und all den anderen; von dem österlichen Aufstande der Studenten gegen die obszöne Ansprache eines Nazi-Bonzen im Auditorum maximum, von ihrem Märtyrertod unterm Beil, von der Flugschrift, die sie verteilt hatten und worin Worte stehen, die vieles gutmachen, was in gewissen unseligen Kreisen an deutschen Universitäten gegen den Geist deutscher Freiheit gesündigt worden ist. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.02.2013)


 

Iren, Schotten und Neuseeländer im schwebenden Galopp in den Frühling

Irish Spring Festvalsession mit (fast) allen Musikerinnen und Musikern des Abends.

Irish Spring – Festival of Irish Folk Music am 15.03.2011 in der KAH in Bonn


Mit den Bon(n) Roses, Andrew Laking & Sean Regan, Jeana Leslie & Siobhan Miller & Ewan McPherson, Aislinn Ryan, einer Anna und Caladh Nua.


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel


„Dialog der Kulturen“ wurde im Frühling 2011 eine Veranstaltungsreihe in der KAH (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland) in Bonn genannt, in deren Rahmen das ISF, das Irish Spring – Festival of Irish Folk Music von Music Contact stattfand. Dass bei Irish-Folk-Konzerten auch Schotten mitmischen ist nichts Besonderes, und auch Nachfahren irischer und schottischer Auswanderer von „across the form“, also aus den USA und Kanada oder aus „down under“, also aus Neuseeland und Australien sind immer wieder mal mit von der Partie. Außerdem finden sich auch immer wieder Deutsche ein, die von dieser keltischen Musiktradition so begeistert sind, dass sie daraus ein Hobby oder gar einen Beruf gemacht haben. Dieser Dialog der Kulturen ist also inzwischen ein eingespieltes Ereignis und ein fester Bestandteil unserer Gegenwartskultur geworden. Veranstalter wie Petr Pandula von Magnetic Music oder – wie in diesem Fall – Rainer Zellner von Music Contact haben daran einen ganz großen Anteil, denn wie sonst sollten all die begnadeten Musikerinnen und Musiker ihren Weg auf deutsche Bühnen finden? Dieses Mal fanden auf diese Weise Iren, Schotten und Neuseeländer ihren Weg auf die Bühne der KAH.

Schon im Foyer wurde uns ein Augenschmaus geboten: Auf flotte Ceilidh-Musik – wenn auch aus der Konserve – tanzten kleine Mädchen und junge Damen und Herren der Bon(n)Roses aus Sankt Augustin irische Set Dances, die kleineren noch sehr verspielt und manchmal auf sympathische Weise ein wenig tollpatschig in ihren grün-weißen Kleidchen, die älteren in eleganten Steps und Slides in bordeauxroten Kleidern und schwarzen Feinstrumpfhosen oder schwarzen Hosen und Westen und weißen Hemden. Dieses Vorprogramm bekamen ISF-Besucher wohl nur in Bonn geboten.

Kristine Talamo-Spiegel führte sodann wie immer durch das Programm im Saal und verloste wieder zwei Stück Seife namens „Irish Spring“. Die gab es auch mal in Deutschland zu kaufen, hat sich aber leider nicht auf dem Markt gehalten. Man munkelt, der Duft erinnere nicht wirklich an irischen Frühlingsduft, so dass diese Verlosung auch eher als Gag gemeint war.

Das Konzert selber begann mit einem Duo dessen eine Hälfte schon einmal an selber Stelle spielte: Andrew Laking aus Neuseeland, Ex-Mitglied der Band Gráda. Dort spielte er vor allem Kontrabass, kam aber mit seiner eigentlichen Leidenschaft, ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 17.02.2013.)


 

Forschungsbörse "Klasse Wissenschaft"

Sie unterrichten an Schulen oder an Volkshochschulen und möchten eine Forscherin oder einen Forscher für Ihren Unterricht buchen?

Dann nutzen Sie die Forschungsbörse und laden Sie Expertinnen und Experten in Ihre Schule und Kurse ein:

Auf www.forschungsboerse.de finden Sie alle Forschenden in Ihrer Region.

Sie sind Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler und wollen bei der Forschungsbörse mitmachen?

Wenn Sie Schülerinnen und Schülern und Teilnehmern von Volkshochschulkursen Ihr Forschungsgebiet im direkten Gespräch vermitteln möchten, können Sie sich direkt unter www.forschungsboerse.de anmelden oder beim:

Büro Wissenschaftsjahre – PT-DLR e.V.
Susette Polke
Rosa-Luxemburg-Straße 2 | 10178 Berlin
Tel.: +49 30 67055782
forschungsboerse[at]dlr.de

Noch mehr Wissenschaft für junge Menschen

Im Wissenschaftsjahr 2013 gibt es viele weitere Angebote für Jugendliche: Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft legt mit Exponaten zum Thema „Demografie“ in 35 Städten an. Die Wanderausstellung „Zukunft Leben – Die demografische Chance“ fragt, wie wir morgen leben, lernen, arbeiten, altern, Kinder bekommen, wohnen und Geld verdienen – und wovon wir heute träumen. Und die Ausstellung ScienceStation macht wieder an zehn Bahnhöfen in Deutschland Halt.

www.demografische-chance.de

Auch der Vorsitzende des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) sowie Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA), Dr. Hıdır Eren Çelik, engagiert sich in der Forschungsbörse. Er sagt:

„Wir werden vielfältiger. Zuwanderung bedeutet Bereicherung! Deshalb fördern wir mit unserer Arbeit interkulturelles Zusammenleben“.

Flyer als PDF

(Hier veröffentlicht am 14.02.2013)


 

"Ideen für die Bildungsrepublik"

Bereits zum dritten Mal ruft die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" in diesem Jahr den Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik" aus. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Vodafone Stiftung Deutschland suchen wir Deutschlands beste "Bildungsideen".

In den letzten Tagen haben Sie von uns Informationen zu diesem Wettbewerb erhalten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen, das gesellschaftliche Engagement für mehr Bildungschancen in Deutschland sichtbar zu machen! Weisen Sie Ihr Umfeld auf den Wettbewerb hin, z.B. auf Ihrer Homepage oder in Ihrem Newsletter. Gerne können Sie das angehängte Onlinebanner oder unseren YouTube-Kurzfilm zum Wettbewerbsaufruf auf Ihrer Website einbinden, auf www.bildungsideen.de verlinken sowie in Ihren Publikationen auf den Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik" hinweisen.

Unter bildungsideen[at]land-der-ideen.de freuen wir uns auf Ihre persönlichen Vorschläge und Hinweise für herausragende Bildungsideen bis zum 18. März 2013.

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung und freuen uns auf zahlreiche spannende Bewerbungen.

Sollten Sie Rückfragen haben, stehen wir Ihnen per E-Mail unter bildungsideen[at]land-der-ideen.de oder montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter 030 - 23 60 78 444 gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Projektteam Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik"

Projektteam Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik"
Telefon: 030 - 23 60 78 444
E-Mail: bildungsideen[at]land-der-ideen.de

Web: www.bildungsideen.de

Bewerbungsleitfaden

Flyer

(Hier veröffentlicht am 13.02.2013)


 

Vom Unglück, ein Grieche zu sein. Und vom Glück…

Manuel Gogos und Michael Halbas.

Manuel Gogos, hin und hergerissen zwischen griechischer Innen- und deutscher Außenperspektive auf sein Vaterland

Rückblick (T+F) auf seinen Vortrag am 19.09.2011 in der Buchhandlung Böttger in Bonn von Michael A. Schmiedel

 

In Bonn gibt es eine interessante Vortragsreihe, die alle paar Jahre ihren Ort, und damit auch ihren Namen änderte. Als ich sie kennenlernte hießt sie „neben dem rathaus“, denn sie tagte in dem Restaurant neben dem Rathaus in Bonn-Beuel. Dann hieß sie „neben dem markt“, denn sie fand in Nachbarschaft von Pützchens Markt beziehungsweise dem Platz, an dem dieser Riesenrummel alljährlich stattfindet, in Bonn-Pützchen statt. Und nun heißt sie „neben dem bahnhof“ und hat die Buchhandlung Böttger nahe dem Bonner Hauptbahnhof als neues Domizil. In dieser Reihe geht es mal geistes-, mal naturwissenschaftlich, mal philosophisch, mal religiös, mal literarisch, mal biographisch zu. Ihr Gründer ist der inzwischen emeritierte Philosophieprofessor Heinz Robert Schlette.

Manuel Gogos, Sohn eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter, ist Germanist, Philosoph, Radioautor und Ausstellungsmanager. Ich lernte ihn kennen, als wir in derselben Zen-Gruppe meditierten. In der „neben …“-Reihe trug er schon des Öfteren vor, zum Beispiel über sein Idol Raimon Panikkar, der ähnlich wie er ein religiöser und kultureller „Bindestrich-Mensch“ ist beziehungsweise war.

Dieses „Bindestrich-Dasein“ prägte auch seinen Vortrag am 19.09.2012 zum Thema „Vom Unglück, ein Grieche zu sein. Und vom Glück…“, dessen Titel er beeinflusst durch Niko ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.02.2013.)


 

Leserbrief von Heike van den Bergh zu dem Artikel "Wollt ihr den totalen Krieg?" von Nadja Thelen-Khoder

Stalingrad am 02.02.1943 nach der Befreiung durch die Rote Armee. Foto: RIAN archive/Wikipedia.

Liebe Nadja,


du hast mir mit Deinem Artikel zur Leningrader Blockade einerseits sehr aus der Seele gesprochen.

Denn die Opfer und die Täter werden immer hin und her geschoben wie schwarze Peter, je nach Ideologie eines Systems oder einer politischen Gruppierung.

Mir ist dabei jedoch auch gleichzeitig das Schicksal meines Großvaters in Erinnerung gekommen, der im Kessel von Stalingrad dabei war bis zum Schluss- und furchtbare Entbehrungen, Hunger, Kälte und Verzweiflung erlebt haben muss - danach dann auch noch Granatsplitter im Bein und damit dann 3 Jahre sibirische Kriegsgefangenschaft, wo er  zwar kaum selbst Eisenbahngleise verlegen musste, sondern durch seine guten Kenntnisse als Kaufmann die Schichtpläne geschrieben hat.

Ich zitiere aus Wikipedia (Artikel zur Schlacht von Stalingrad: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad):

"Von den rund 110.000 Soldaten der Wehrmacht und verbündeter Truppen, die in Gefangenschaft gerieten, überlebten nur rund 5.000 den Krieg. In der Schlacht von Stalingrad kamen über 700.000 Menschen ums Leben. "

Meine Erklärung biografisch dazu:

Mein Opa war einer der 5000 Überlebenden ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.02.2013.)


300.000

Andreas Mühl, Dominik Ziller, Coletta Manemann und Hıdır Çelik.

„Gekommen um zu bleiben? Interkulturelles Leben und Arbeiten in Bonn“


Podiumsgespräch in der GIZ in Bonn am 04.02.2013 im Rahmen der Reihe „Bonn und die Welt“


Bericht und Fotos von Michael A. Schmiedel


Wirtschafter können gut mit Zahlen umgehen. So nannte Dominik Ziller von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Zahl 300.000. So viele Fachkräfte müssten jährlich nach Deutschland einwandern, um den Wirtschaftsstandort Deutschland in der für unseren Wohlstand notwendigen Leistungskraft zu erhalten.

Er saß zusammen mit Andreas Mühl vom Bonner General-Anzeiger, der das Gespräch moderierte, Coletta Manemann, der Integrationsbeauftragten der Bundesstadt Bonn und Dr. Hıdır Çelik, Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) im Haus der GIZ in der Godesberger Allee und diskutierte über die Notwendigkeit der Einwanderung und die dafür so schlechten Bedingungen in der deutschen Gesellschaft.

Ziller erklärte, dass die Industrieländer (außer Frankreich) alle unter einem Schwund von Fachkräften litten und somit in einer Konkurrenz stünden, um sich für zuwandernde Fachkräfte interessant zu machen. Es genüge nicht, die schon anwesenden Menschen mehr arbeiten zu lassen. Seit der EU-Osterweiterung ...mehr

(Hier veröffentlicht am 09.02.2013.)


 

 

Neuer Sammelband über „Transkulturalität“

"Kulturen in Bewegung"

Buchrezension von Bartosz Bzowski

Was bedeutet der Begriff „Kultur“? Was ist „Transkulturalität“? Wie wird in den verschiedenen Disziplinen der Wissenschaft mit der Problematik umgegangen? Antworten auf diese und viele andere Fragen kann der Leser im Sammelband „Kulturen in Bewegung“ finden.

Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Wissenschaftsrichtungen, also Rechts-, Erziehungs-, Religions-, Literatur- sowie Musikwissenschaften, nehmen sich in ihren Aufsätzen des Themas „Kultur“ an und schildern aus ihrer Sicht, wie in Zeiten von Globalisierung und Migration das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft am besten gestaltet werden kann. Es wird auch versucht zu erklären, worin sich „Multikulturalität“, also das Nebeneinander, von „Transkulturalität“, also dem Miteinander und gegenseitiger Inspiration und Weiterentwicklung, unterscheidet.

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(Hier veröffentlicht am 04.02.2013)


 

„Wollt ihr den totalen Krieg?...

Stalingrad am 02.02.1943 nach der Befreiung durch die Rote Armee. Foto: RIAN archive/Wikipedia.

... Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt noch vorstellen können?“ (1)
oder
„Das Individuum verschwand aus der Gedenkkultur.“ (2)

von Nadja Thelen-Khoder


Am 31. Januar vor 70 Jahren kapitulierte die Südgruppe der bei Stalingrad eingeschlossenen 6. Armee unter Generalfeldmarschall Paulus.

Stalingrad – dieses Wort ist in den deutschen Sprachschatz eingegangen als Inbegriff des Leidens deutscher Soldaten, und immer wieder ist von den etwa 100.000 Soldaten die Rede, die in russische Kriegsgefangenschaft kamen, und von den etwa 6.000, die sie überlebten.

Weniger die Rede war in Deutschland von den sowjetischen Soldaten und den ungeheuren Leiden der gesamten Stadt.

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(Hier veröffentlicht am 04.02.2013)


 

O Shoogatsu - Neujahrs-Haikus

Haikus von Heike van den Bergh und Tuschzeichnungen von Rita Röhm

 

 

Erster Pinselstrich


Frischer Schnee zum Neujahrstag


Jungfräuliches Weiß

 

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(Hier veröffentlicht am 31.01.2013.)


 

Feine schottische Musik

Malinky

Malinky beim Folk im Feuerschlösschen am 13.3.2011


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel


Mitte März 2011, kurz vor dem irischen Nationalfeiertag, waren zwar keine Iren, aber immerhin Schotten zu Gast im Feuerschlösschen: Steve Byrnes aus Angus von der Ostküste der schottischen Lowlands mit Zister, Bouzouki, Gitarre und Gesang, Fiona Hunter aus Glasgow an der Westküste der Lowlands mit Gesang und Cello, Dave Wood aus Grindleford im mittelenglischen Derbyshire mit Gitarre, Bouzouki und Gesang und Daniel Thorpes aus dem Nordosten der schottischen Highlands mit Fiddle. Somit war die Besetzung von Malinky etwas anders als bei ihrem letzten FiF-Konzert im November 2008. Dabei konnten wir von Glück sagen, dass sie nochmal nach Bad Honnef kamen, bevor sie im Juni 2011 eine kreative Bandpause einzulegen begannen, die bis dato noch andauert. „Scotland’s finest folksong group“ nennen sie sich selber auf ihrer Internetseite. Ob dieser Superlativ stimmt, weiß ich nicht, da ich nicht alle Bands dieses Genres kenne, aber fein, ja sehr fein war die Musik allemal, die sie zu Gehör brachten. Steve und Fiona fungierten als Frontsänger, ersterer mit einer sehr weichen, männlichen, letztere mit einer klaren, weiblichen Stimme, Fiona also mit mehr Markanz.

Ihre mal getragenen, langsamen, mal schnellen, vorwärtstreibenden Lieder stammten aus den verschiedenen Regionen, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.01.2013.)


 

Zum 27. Januar – Zwei Jahrestage und zwei Tagebücher

Bild © Mucha / Wikipedia

Für Anne Frank, Tanja Sawitschewa und all die Anderen

von Nadja Thelen-Khoder


An diesem Tag gedenken wir der Befreiung von Auschwitz (1). Als die Rote Armee 1945 die Tore öffnete, boten sich ihr Bilder, die in ihrer Grausamkeit durch nichts zu überbieten sind (2). Gott sei Dank ist der 27. Januar inzwischen ein offizieller Gedenktag!

Aber wir dürfen auch einen anderen Gedenktag nicht vergessen, denn genau ein Jahr zuvor hatte die Rote Armee schon einmal bestialische Verbrechen von Deutschen im Nationalsozialismus beendet: Am 27. Januar 1944 „endete die Blockade von Leningrad“ (3), die Stadt, die heute wieder (Sankt) Petersburg bzw. Petrograd heißt.

„Blockade“ – was für ein Wort!

Am 22. Juni 1941 überfiel die Deutsche Wehrmacht die Sowjetunion, und mit unvorstellbaren Kriegsverbrechen „eroberte“ sie Kilometer für Kilometer, Dorf für Dorf, Stadt für Stadt. Dörfer wurden niedergebrannt, Menschen, die in den meisten Medien seit acht Jahren Nazis an der Regierung propagandistisch als „minderwertig“ bezeichnet worden waren, wurden wie Vieh zusammengetrieben und ermordet, und die Sieger feierten sich oft als „Herrenmenschen“.

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(Hier veröffentlicht am 25.01.2013)


 

„Erinnern. Eine Brücke in die Zukunft“

Bild © Mucha / Wikipedia

Gedenkstunde zum 27. Januar mit Kölns Bürgermeisterin

von Nadja Thelen-Khoder


„Indem wir die Ereignisse dieser ersten Monate des NS-Terrors in Köln nachzeichnen, wollen wir an die Menschen erinnern, die sich von Anbeginn dem Naziterror entgegenstellten, ebenso aber auch an alle späteren Opfer, aus welchen Gründen sie auch verfolgt, erniedrigt und ermordet wurden.
Manche von ihnen befanden sich 1945 unter den aus den Konzentrationslagern befreiten Häftlingen. Sie hatten oft nur mit schweren gesundheitlichen Schäden die NS-Zeit überlebt.

Ihr Schwur ‚Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel’  hat auch heute nichts an Aktualität verloren – 20 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Solingen, der fünf Menschen das Leben gekostet hat, und 10 Jahre nach dem neonazistischen Bombenattentat in der Keupstraße. Wir sind alle aufgefordert, einen Beitrag zu leisten, dass Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt der Boden entzogen und ein demokratisches und menschliches Miteinander möglich wird. Erinnern an die Opfer der NS-Zeit leistet dazu einen Beitrag.“ (aus dem „Aufruf“)

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(Hier veröffentlicht am 25.01.2013)


 

Einsatz für die Überlebenden und die Hinterbliebenen der im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge

Nisenet Stifanos. Foto: Schmiedel.

Überreichung des Menschenrecht-Preises der Stiftung Pro Asyl an Gergishu Yohannes in Frankfurt a.M. am 06.10.2012


Bericht von Nisenet Stifanos



Es war wieder Zeit am 06.10.2012,  der 77 Opfer, der  Bootsflüchtlinge zu gedenken, die bei der Überquerung des Mittelmeers 2009 von Libyen nach Europa umgekommen waren.

Eine Veranstaltung von Pro Asyl zur Überreichung des Menschenrecht-Preises der Stiftung Pro Asyl an Frau Gergishu Yohannes.

Es gab eine Lesung von Briefen, ein Film wurde gezeigt, und für die musikalische Atmosphäre wurde auch gesorgt.

Die Veranstaltung fand in Escherheimerlandstr. 303 in Frankfurt am Main statt.

Der evangelische Pfarrer der Gemeinde stellte sich vor und meinte, er sei sehr stolz, dass seine Gemeinde die Ehre bekam, für so eine sinnvolle Arbeit die Räume zur Verfügung stellen zu dürfen, und dass er für solche Menschenrechtler immer die Tür offen halte. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.01.2013.)


 

Trauer um Ljiljana-Lili Lukić-Pach

Ljiljana-Lili Lukić-Pach

15.01.2013

Jugoslawisch - Deutscher Kulturverein Hilden e.V. trauert um ihr langjähriges  Mitglied und Sekretärin, Ljiljana-Lili Lukić, verheiratet Pach und gedenkt „in großer Dankbarkeit ihrer unermüdlichen Einsatz für die Kultur sowie für die Völkerverständigung und Integration in Hilden und Moers“. 

„Sie war uns ein Vorbild, eine Streiterin für Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich in dieser Gesellschaft. Frau Lukić engagierte sich zuletzt für Kunst- und Kulturveranstaltungen in der Moerser Gemeinde. Vor allem aber in ihrer intelligenten und authentischen Persönlichkeit wird sie uns unvergessen bleiben. Wir drücken den Angehörigen und Freunden unser tief empfundenes Mitgefühl aus. Integration durch Kultur lag Ljiljana Lukić-Pach am Herzen.

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(Hier veröffentlicht am 17.01.2013)


 

Zum Todestag von Hrant Dink

Nadja Thelen-Khoder

von Nadja Thelen-Khoder

Doğan Akhanlı, Günter Wallraff, Osman Okkan und Sibylle Thelen im Theater im Bauturm in Köln

Hasan Cemal, Enkel des für den Völkermord an den Armeniern mitverantwortlichen Cemal Pascha, an der Universität zu Köln


Am 19. Januar vor sechs Jahren wurde der Journalist Hrant Dink vor dem Eingang zu seiner Redaktion auf offener Straße erschossen. (1)

Auch in diesem Jahr finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Der Einfachheit halber zitiere ich aus dem Newsletter des KulturForum TürkeiDeutschland e.V. (2) :

>Am 17., 18. und 19. Januar 2013 jeweils um 20 Uhr wird das Theaterstück „Annes Schweigen“ des Kölner Autors Doğan Akhanlı im Theater im Bauturm (3) gezeigt; (mit Bea Ehlers-Kerbekian, Regie: Ron Rosenberg), mit anschl. Diskussionen, u.a. mit Günter Wallraff, Sibylle Thelen und Osman Okkan. Mehr Infos unter:www.annesschweigen.blogspot.com

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(Hier veröffentlicht am 16.01.2013)


 

„Das Mädchen aus Bamiyan“ von Nadja Kraam

Rezension von Bartosz Bzowski

Was als bittersüße Liebesgeschichte beginnt, wird im weiteren Verlauf zu einem echten Drama mitten im Kriegsgebiet. Nadja Kraams „Das Mädchen aus Bamiyan“ handelt von Nilab, einer jungen Frau, die in Afghanistan geboren wird, in Deutschland aufwächst, sich hervorragend integriert und Ärztin wird. Selbstbewusst besteht sie auf einer freien Partnerwahl und heiratet aus Liebe den jungen Arzt Tim.

Gemeinsam mit ihrem Mann entschließt sie sich, in das Land ihrer Kindheit, nach Afghanistan, zu gehen, um dort den vom Krieg und einer grausamen Herrschaft der Taliban gezeichneten Menschen zu helfen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 14.01.2013)


 

Unser aller Gott scheint ein Gott zu sein, der Vielfalt hervorbringt.

Winfried Semmler-Koddenbrock.

Predigt von Winfried Semmler-Koddenbrock zu seiner Verabschiedung aus St. Petrus in Bonn am 21.10.2012 in der St. Marien-Kirche in Bonn



Lesungen:
Ex 3,1-5 (Der brennende Dornbusch)
Ev: Mk 10,35-45 (Der Rangstreit der Jünger, Jesu Wort vom Dienen)
[Dort bitte die Bibelstelle unter "Suche"eingeben, wenn Sie nicht von selbst dort landen; Anm. d. Red.]

Mose ist eine Person, die Juden, Christen und Muslime alle aus ihrer heiligen Schrift kennen. Ich freue mich, dass Wegbegleiter aus diesen drei und anderen Religionen heute hier anwesend sind.

Den eben gehörten Text von Mose aus dem Buch Exodus hat auf einer Tagung Hans Ucko, Mitarbeiter beim Weltkirchenrat in Genf, zitiert und ihn ausgelegt auf den interreligiösen Dia-log hin. „Zieh deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden“ (Ex 3,5).

Dort, wo Menschen mit ihrem religiösen Boden in Kontakt kommen, und ich ihnen begegne, berühre ich etwas Kostbares, auch etwas Verletzliches. „Heute religiös sein, heißt interreligiös sein“, sagt Niklaus Brantschen, Jesuit und einer meiner Kontemplationslehrer. Ich begegne der anderen Religion und den anderen Welten heute ...mehr

(Hier veröffentlicht am 31.12.2012.)


 

Es geht nicht nur um den eigenen Profit

Der Ethik-Finanz Rheinland e.V.

Gut besuchte Auftaktveranstaltung vom Ethik-Finanz Rheinland e. V. am 26.10.2012 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn


Bericht von Henrich Fenner und Fotos von Michael A. Schmiedel


Mit einem Feuerwerk von Kurzvorträgen startete der neue eingetragene Verein Ethik-Finanz Rheinland seine Öffentlichkeitsarbeit im Saal des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt. Das neue Netzwerk bilden eine Bauingenieurin, zwei Rechtsanwälte, zwei Finanzdienstleister, eine Versicherungsmaklerin und eine Unternehmensberaterin. In sechs Vorträgen stellten die Fachleute jeweils einen Themenkomplex kurzgefasst dar. Umrahmt von irischer und anderer Folkmusik durch Michael A. Schmiedel vom MIGRApolis-Haus war trotz der Fülle des Stoffs Zeit zu intensiven Gesprächen bei kleinen Häppchen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins, Raimund Kron, referierte Volker Wald über die Krise und benannte die Hauptmerkmale und zeigte auf, in welche Richtung die Politik sie zu bewältigen versucht.

Erwin Häußler kam in seinem Vortrag „Finanzrepression“ zu dem Ergebnis, dass ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.12.2012.)


 

Süß-schwarze Lieder aus dem Norden Schwedens

Triakel.

Triakel am 28.2.2011 beim Folk im Feuerschlösschen im Uhlhof in Bad Honnef

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel



Ja, wo lockt uns die Jutta denn diesmal hin? Jutta Mensing vom Folk im Feuerschlösschen hatte es ja mal erklärt, dass das Feuerschlösschen neuerdings nur an Wochenenden für die Konzerte zur Verfügung stehe. Andererseits können tourende Musiker nicht immer nur an Wochenenden in Bad Honnef auftreten. So wurde für diesen Montagabend der Uhlhof als Ausweichveranstaltungsort gefunden. Wer nun meint, das sei ein uriger Bauernhof, der irrt. Vielmehr ist es eine Villa mit modernem Anbau und Sitz der GIZ, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, und zwar am Südende von Bad Honnef, diesmal aber nicht am Waldrand wie das Gymnasium Schloss Hagerhof, sondern direkt am Rhein.

Dem Trio Triakel dürfte das so ziemlich egal gewesen sein, denn von Hälsingland und Jämtland in Nordschweden aus gesehen, macht das keinen Unterschied. Emma Härdelin, Kjell-Erik Eriksson und Janne Strömstedt ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.12.2012.)


 

Fündig geworden „auf der Suche nach dem „verlorenen Paradies“

Heike van den Bergh

Bericht über die konzertante Lesung am 4.11.2012 in der Stiftung Pfennigsdorf mit Heike van den Bergh (Autorin) und Hari Popp (Pianist und Komponist) von den beiden selbst


Am Sonntag, 4.11.2012, hatte die Friedrich-Spee-Akademie in die Stiftung Pfennigsdorf, in einer der ältesten Gründerzeitvillen in Bonn-Poppelsdorf, zu der Konzertanten Lesung mit französischen Gedichten, Musik von Chopin, Schumann und Chansonmelodien eingeladen.

Und trotz des melancholischen, grauen Novemberwetters waren ihr etwa ein gutes Dutzend Interessierte gefolgt.

Heike van den Bergh erläuterte zunächst nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Friedrich-Spee-Akademie, Dr. Will Cremer, wie es zu diesem Programm und Zusammenarbeit mit Hari Popp gekommen war und warum sie dazu gekommen war, französische Gedichte zu schreiben. Letzteres, erzählte sie dem Publikum, lag in einer Jugendliebe ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.12.2012.)


 

„Um Beweismittel zu sichern, und das auf dem zügigsten Weg“ (12)

Kollage

Zur „Lange(n) Nacht des Menschenrechtsfilms“ am 17. Dezember 2012

Bericht und Fotos von Nadja Thelen-Khoder


1. „Five ways to kill a man” (10 min), Kurzspielfilm von Christopher Bisset (Kategorie „Bildung“),
2. „Rausch" (20 min) von Verena Jahnke, dokumentarischer Kurzspielfilm (Kategorie „Filmhochschule"),
3. „Bon Voyage" (6:30 min) von Fabio Friedli (Kategorie „Kurzfilm") und
4. „Mädchengeschichten: Esther und die Geister" (30 min) von Heidi Specogna (Kategorie „Profi") –
das waren die vier der fünf Gewinner (1) des Wettbewerbes um den Deutschen Menschenrechts-Filmpreispreis, die unter der Moderation von Michael Möller von der Filmakademie Baden-Würtemberg im LVR-Landsmuseum Bonn gezeigt wurden. Daß das Landesmuseum in der Colmantstraße 14-16 genau dem Haus der Deutschen UNESCO-Kommission gegenüber liegt und sich beide in unmittelbarer Nähe vom Hauptbahnhof befinden, ist außerordentlich praktisch.

Die Deutsche UNESCO-Kommission und die Amnesty International Hochschulgruppe Bonn ermöglichten zusammen mit amnesty international, dem Deutschen Anwaltverein, dem Deutsche Institut für Menschenrechte, dem Deutsche Jugendherbergswerk, der Evangelischen Medienzentrale Bayern, der Katholische Medienzentrale in Bayern, dem Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, der Landesmediendienste Bayern, dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg, missio Aachen und missio München, MissionEineWelt, der Missionszentrale der Franziskaner, dem Nationalen Geistigen Rat der Baha'i in Deutschland, dem Nürnberger Menschenrechtszentrum, ProAsyl und der Stiftung Journalistenakademie diese erste Filmnacht, der im Januar weitere in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München folgen werden (2).

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(Hier veröffentlicht am 20.12.2012)


 

Die Deutsche Welle war bei uns zu Besuch...

...und wir sind jetzt auf ihrer Internet-Seite!

Helle Jeppesen, eine Redakteurin der Deutschen Welle, war am 11. Dezember 2012 zu Besuch im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Sie führte dort Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses sowie mit Beratungsklienten.

mehr unter:

http://www.dw.de/themen/globalisierung/s-30513

(Hier veröffentlicht am 19.12.2012)


MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 10

Karimah Stauch und Teilnehmende.

12.12.2012 -Interreligiöser Dialog

Referentin: Dipl.-Vw. Karimah Stauch, M.A.

Bevor die Volkswirtin und Islamwissenschaftlerin Karimah Stauch ihren Vortrag hielt, lud Michael A. Schmiedel die Teilnehmenden zu einem Spielchen ein. Sie sollten sich entlang einer gedachten Linie positionieren oder, um es mit einem Wort zu bezeichnen, das an diesem Abend so oft gesagt wurde, dass es auffiel, zu verorten. Und zwar je nachdem, ob sie Mitglieder einer Religionsgemeinschaft waren oder nicht, ob sie sich als sehr, mittel- oder gar nicht religiös empfänden und ob sie regelmäßig beteten, meditierten oder über die letzten Dinge nachdächten oder nicht. Das brachte sie schon sehr in den Austausch miteinander über die je eingenommene Verortung. Anschließend gab er noch einen eher theoretischen Überblick, darüber, was interreligiöser Dialog eigentlich ist, warum man ihn betreibt, was man damit erreichen will, was zu bedenken gibt, welche Probleme auftreten können und was man besser nicht tun sollte.

Karimah Stauch dann, ihres Zeichens zum Islam konvertierte Deutsche, praktizierende Sufi, Mitglied der Deutschen Muslim-Liga Bonn (DMLB) und Europakoordinatorin bei der United Religions Initiative (URI) berichtete ...mehr

(Hier veröffentlicht am 17.12.2012.)


 

„Ich liebe Dich“

Nadja Thelen-Khoder

Zum Tag der Menschenrechte (4) am 10.12. und der Langen Nacht der Menschenrechtsfilme am 17.12.2012 ab 19 Uhr im LVR-Landesmuseum Bonn (7)

von Nadja Thelen-Khoder


Vorigen Dienstag (11. Dezember) lief im ZDF der Dokumentarfilm „Ich liebe Dich“ (Türkei, Deutschland 2012 | 74 min | OF mit dt. UT | Farbe | FF 2012) von Emine Emel Balcı (Drehbuch und Regie) in den Originalsprachen Kurdisch und Türkisch mit deutschen Untertiteln. Leider wurde dieser Film erst nach Mitternacht ausgestrahlt, aber glücklicherweise kann man ihn in voller Länge in der Mediathek (1) noch einmal sehen.

Er wurde auch schon auf dem Hamburger Filmfest gezeigt, und auf der Internetseite steht zum Inhalt: „Ich liebe Dich verfolgt Bewohnerinnen eines entlegenen kurdischen Dorfes bei ihren Bemühungen, eine ihnen völlig fremde Sprache zu erlernen, denn seit 2007 schreibt das deutsche Zuwanderungsgesetz vor, dass Ausländer nur dann eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, wenn die Bewerber ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Jede dieser Frauen weiß, dass vom Lernerfolg ihr persönliches Glück abhängt. Wollen diese Frauen doch nichts sehnlicher, als die räumliche Trennung von ihren Männern beenden, um in Deutschland ein normales Leben führen zu können. Aber die Hürden scheinen unüberwindbar. Ein berührender Film über den Wunsch nach persönlichem Glück und was ihm entgegensteht.“ (2)

...mehr

(Hier veröffentlicht am 17.12.2012)


 

Africa-Positive

Die neue Ausgabe des AFRICA-POSITIVE-Magazins (Nr. 47 - 4/2012) ist erschienen und ab sofort in vielen deutschen Bahnhofsbuchhandlungen und im Abo erhältlich.

Das Länderthema befasst sich mit der Insel La Réunion und gibt dabei einen aktuellen Überblick zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung und wirft einen Blick auf Geschichte und Kultur dieses Landes. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.12.2012.)


 

Adventsfeier am 04.12.2012 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Jorge und Saico sorgten für Stimmung.

Außer der allmonatlichen Großen Teamsitzung und dem Atemholen gab es an diesem ersten Dienstag im Dezember eine Feier, über deren Bezeichnung wir uns nicht ganz einig waren, so dass mir Barbara-Advents-Weihnachts-Jahresabschluss-und-überhaupt-Feier hängen blieb. Wer es kurz mag, wähle am besten die Adventsfeier.


Wir haben oft ein volles Haus, aber dass während der Andacht noch immer Stühle herangeschleppt werden mussten, war nun doch ein Novum. Pfarrer Wolfgang Wallrich erinnerte sich, dass wir 2008 mit 13 Leuten gefeiert haben, nun waren es etwa 70 oder mehr. Während der ganzen Veranstaltung ließ eine Diashow das vergangene Jahr im MIGRApolis-Haus und im Team von BIM & EMFA Revue passieren. Die Predigt Wolfgang Wallrichs kann man hier im Wortlaut lesen. Wie bei der Heilsarmee gab es anschließend ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.12.2012; MAS)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 9

Michael Heveling-Fischell.

05.12.2012 - Gesundheit und Prävention für Migranten

Referent: Dipl.-Sozialwiss. Michael Heveling-Fischell


Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Das war eine von mehreren wichtigen Erkenntnissen, die Michael Heveling-Fischell an diesem vorletzten MultiSchul-Termin vermittelte. Wichtig für die Gesundheit ist neben Hygiene, guter Ernährung und ausreichend Bewegung auch ein harmonisches soziales und natürliches Umfeld. Dass das oft im Sinne von „gesund“ verwendete Wort „fit“ eigentlich „passen“ bedeutet und es an der richtigen kulturellen Passung zwischen Migrant und neuem Heimatland oft hapert ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.12.2012.)


 

 

 

„Von anderen Maßstäben und neuen Ordnungen gegen die Macht der Resignation“

Pfarrer Wolfgang Wallrich

Advent 2012  
im „Migrapolis-Haus der Vielfalt“ Bonn

von Pfarrer Wolfgang Wallrich

Ihr Lieben,

„Mitten im kalten Winter..“

die Tage des Advents- und der Weihnachtszeit bilden ein Kaleidoskop von Themen, Hoffnungen, Visionen und Sehnsüchten wie sich unser Dasein
wandeln könnte und müsste, um zu seiner Wahrheit zu finden.

Woher erwächst in uns ein Wahrnehmungsvermögen, der Hymne der himmlischen Heerscharen  über den Fluren Bethlehems zu lauschen?

Wir leben inmitten dieser Kaiser-Augustus-Welt von unglaublicher militärischer Gewalt und unfassbar weltumspannender Gier nach Geld und Machtgewinn und wir konsumieren Statistiken über Armut und Hunger in einer Welt mit Klimakatastrophen und Ausrottung ganzer Tierwelten.   

Woher soll uns ein Hoffnungsvermögen erwachsen, einen Frieden und soziale Gerechtigkeit für Lebewesen und Natur auch nur für möglich zu halten, angesichts dieser verwalteten Geldmacht, die uns alle zu manischen Konsumenten und Weltreisenden gemacht hat?

Kriege gegen Mensch, Tier, Flüsse und Böden sind wirtschaftspolitisch geregelt, und wir „Verbraucher“ – wie man auch noch so schön sagt - sind die Soldatinnen und Soldaten des Herodes.   

Und nun Advent und Weihnachten feiern?

...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.12.2012)


 

"Auf der Flucht"

Neue Ausgabe des "PROtestant"

Die Weihnachtsausgabe des "PROtestant" beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Situation von Menschen auf der Flucht.

Ob Asylsuchende, "Menschen ohne Papiere" oder Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge, diese Menschen sind in großer Not und sind auf Hilfe angewiesen.

Auch die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA), ein Träger der MIGRApolis-Seite, hat sich zum Ziel gesetzt, eine Anlaufstelle für Flüchtlinge zu sein und ihnen zu helfen. Die Beratungstätigkeit der EMFA ist Thema eines Artikels der Ausgabe.

...mehr unter: http://www.protestant-bonn.de/nummer-46-162.php

(Hier veröffentlicht am 05.12.2012)


 

Poesie auf der Flucht – Flucht in der Poesie

Wolfgang Wallrich, Hıdır Eren Çelik und Burhan Zorlu; Foto © Gassen

Nomaden: Lesung von Hıdır Eren Çelik im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Im Rahmen der 7. Bonner Woche der Kulturen

Ein Bericht von Bartosz Bzowski


Am 22. November stellte Hıdır Eren Çelik seinen neuen Gedichtband „Nomaden“ vor. Das Café im MIGRApolis-Haus der Vielfalt war mit etwa 40 Anwesenden gut besucht. Die Moderation übernahm Wolfgang Wallrich.

Nachdem Rezensent Ulrich Bergmann ein paar Worte zum Buch gesprochen hatte, las er aus Çeliks Gedicht „Tanzmarie“ vor, das die Situation der von Abschiebung bedrohten Kinder in Deutschland zeigt. „Tanz, Marie, tanz, du bist auf der Flucht am Rhein. Tanz, Marie, tanz, deine Augen verraten mir die Angst vor der Abschiebung.“

Zu Beginn seiner Lesung stellte Çelik sein Gedicht „Nomaden“ vor, das als Namensgeber für den gesamten Band Pate steht. „Irgendwie sind wir alle Nomaden auf dieser Welt“, steht in der ersten Zeile, und dann wird erklärt, was der Titel meint. „Wandern wie Zugvögel hin und her, mal sind wir dort zu Hause, wo uns die Fremde ist, mal sind wir in der Fremde zu Hause“. Am Ende kehren wir wieder dorthin zurück, „wo wir geboren sind: Zur Erde“. Ja, die ganze Erde ist Zuhause für uns Menschen, was für eine schöne Aussage als Kontrast zu Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus!

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(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

Spurensuche

Solidaritätslesung des VS Bonn (Schriftstellerverband) für das BIM (Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen) am 21.11.2012

Im Rahmen der 7. Bonner Woche der Kulturen

Ein Bericht von Rico Damonte


So konzentriert und spannend, so wechselvoll, heiter und ernst, so nuanciert zwischen leise und laut ist längst nicht jede Lesung! Dabei stand der Abend in Konkurrenz zu den Fußballspielen der Champions League, die sich durchaus auch der Beliebtheit bei literarisch Interessierten erfreuen.

Pünktlich um 19:30 Uhr begann die Lesung der sieben Autoren und endete um 22 Uhr – als Lese- Marathon. Thomas Kaut, der Moderator der Lesung, war glänzend aufgelegt. Zunächst schilderte er vor den Zuhörern im Café des MIGRApolis-Hauses in der Brüdergasse die Motive der Lesung:

Der Schriftstellerverband/Bonn unterstützt die Arbeit und Ziele von BIM und seinem Leiter, Hidir Celik, der auch Mitglied des VS ist und das Haus der Vielfalt in den letzten Jahren immer mehr zu einem Zentrum der literarischen Kommunikation machte. Dazu zählt auch der Free Pen Verlag, der zum BIM gehört.

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(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

Oh Du fröhliche Weihnachtszeit ?

Adventskalender; Bild © Andrea Schaufler / Wikipedia

Ein Gedicht zum Nachdenken

von Sylvia M. Hofmann


Und wieder ist es bald so weit,

es steht bevor – die Weihnachtszeit.

Es bricht herein die Dunkelheit,

das Fest der Liebe ist nicht mehr weit.

Wie freuen sich die Kinder sehr,

die sich n i c h t freuen, werden immer mehr...

 

(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

Träume

Foto © Meinolf Wewel / Wikipedia

von Sylvia Hofmann

 

Verwelkte Blätter fallen um mich her,

jetzt wär ich lieber am warmen Meer!

Wo frohe Menschen Lieder singen,

Mandolinen und Gitarren klingen.

Die Sonne streichelt dort die Haut,

wie jubelt dann die Seele laut.

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(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 8

Rosella Vicenzino Timis. Foto © Schmiedel.

Wege und Hilfen für Schule und Berufseinstieg

Referent: Rosella Vicenzino Timis, M.A.


Der achte MultiSchul-Vortrag war dem deutschen Schul- und Ausbildungssystem gewidmet. Von Kindergarten und Kindertagesstätte über Grund-, Haupt-, Realschule und Gymnasium, sowie Förder-, Waldorf- und Berufsschule bis hin zu Berufsfach-, Fachhoch- und Hochschule führte die Referentin durch den Dschungel deutscher Bildungs-, Ausbildungs-, Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch was Industrie- und Handelskammer und ...mehr

(Hier veröffentlicht am 03.12.2012.)


 

Wer kennt die Dame?

Anwar Almann. Foto © Gassen.

Von Anwar Almann

Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Ich versuchte ständig, ihn telefonisch zu erreichen, aber immer war die Leitung besetzt. Er sprach so lange mit jemandem oder er hatte den Hörer falsch abgelegt. Deshalb entschied ich mich zu ihm zu gehen. Es war vor Weihnachten. Die Fußgängerzone in der Stadt war voll. Ich ging wie immer nachdenklich durch die Menge.

„Haben Sie einen Euro für mich?“ Hörte ich von dem schlanken Mann mit dem Dreitagebart, der neben mir stand.

„Einen Euro?“, fragte ich ihn. „Der ist immerhin zwei DM wert. Sind Sie mit 50 Cent einverstanden?“  

„Na ja“, antwortete er mit säuerlicher Miene. „Konjunktur, Krise, alles ist teurer geworden.

„Betteln auch?“, wollte ich wissen. „Haben Sie auch das Almosen erhöht?“
Dabei drückte ich ihm 50 Cent auf seine fordernd offene Hand. Und drehte mich um. Ich war noch nicht gegangen, als eine Frau mit fröhlichem Gesicht vor mir stand und sagte: „Was? Ich träume wohl? Sie sind doch… Ach, wie war Ihr Name?“

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(Hier veröffentlicht am 30.11.2012)


 

Kultur im Dialog

Eine Tanzgruppe.

Ein Bericht und Fotos von Marina Sobol

Am Freitag, dem 21.09.2012 hat der Deutsch‐Russische Verein „Elterninitiative‐Wir in Bonn e.V.“ seine Partner vorgestellt: Die Tanzschule "EmShow" und die Folkloregruppe „Souvenir“, welche seit elf Jahren mit großem Repertoir aus Liedern aus der ehemaligen Sowjetunion und Deutschland  unterwegs ist.

Die Veranstaltung fand in den Räumen der Tanzschule in Dransdorf statt. Die Tanzschule "EmShow" ist seit fünf Jahren in Bonn ansässig. Vorher hat sie schon ein paar Jahre in Genthin (Sachsen-Anhalt) existiert. Die Schule ist nicht nur in unserer Stadt bekannt. Die Auftritte der Nachwuchstanzgruppen wurden schon mehrmals mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. So haben sie im Jahre 2009 bei den "Kinder Kultur Tagen" in Düsseldorf den Publikumspreis gewonnen, und sind  im Jahr 2010 Sieger und 2011 Zweite bei dieser Veranstaltung geworden.

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(Hier veröffentlicht am 29.11.2012)


 

Interkulturelle Führung durch die Stadt Bonn

Anna Graf und Teilnehmende hinter der Bonner Universität.

am 27.09.2012 mit Anna Graf

Ein Bericht und Fotos von Marina Sobol

Wussten Sie schon, dass auf die Bonner Kultur nicht nur Franzosen und Römer, sondern auch Holländer und ägyptische Kopten gewirkt haben? Letztere haben uns als Legionäre besucht.

Und wussten Sie schon, dass das Bonner Gründungsdatum festgesetzt wurde, und zwar im Jahre 1989 zu den Feierlichkeiten zum 40. Gründungstag der  Bundesrepublik Deutschland. Es wurde in Archiven geforscht und der mittlere Wert aus römischen Aufzeichnungen genommen. Wenn man mit den Kelten angefangen hätte, wäre Bonn noch ein paar hundert Jahre älter. Und dass alles war nur der Anfang ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.11.2012)


 

Alles hat seine Zeit

Foto © Schmiedel.

Gedanken zum Prediger Salomo 3, 1-15 von Heike van den Bergh



Und der Rabbi fragte mich:

Warum gehst du nicht zum Gottesdienst?

Ich habe keine Zeit.

Warum hast du noch kein Haus gebaut und keinen Baum gepflanzt?

Ich hatte keine Zeit.

Warum besuchst du deine kranke Mutter nicht im Altenheim?

Ich habe keine Zeit.

Warum spielst du nicht öfter mit den Kindern?


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(Hier veröffentlicht am 28.11.2012.)


 

Die Poesie dieses nassen Novembertages

Gedicht und Fotos von Michael A. Schmiedel


Leichter Nieselregen liegt in der Luft,
laut rauschen die Autos auf der Straße,
überflüssig scheint das Plätschern des Springbrunnens,
doch mischt es sich harmonisch in die Poesie
dieses nassen Novembertages.

 

So manche Leute werden traurig,
vermissen die Blumen und das Grün der Bäume,
vermissen Wärme und Sonnenschein,
mögen nicht dieses Braun und Grau,
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(Hier veröffentlicht am 26.11.2012.)


 

Lieder einer Französin aus England mit Krawumm

Flossie Malavialle und Publikum. Foto © Schmiedel.

Flossie Malavialle beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 21.1.2011

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel

 

Wenn eine hierzulande nicht bekannte Musikerin, die mit nichts anderem als ihrer Stimme und ihrer Gitarre kommt, angekündigt wird, erwartet man doch normalerweise ein mäßig volles Auditorium. Aber irgendwas lief anders bei Flossie Malavialle. Es war bestimmt nicht eine von Mike Kamp, der sie auf einem Festival erlebt hatte und sie begeistert engagierte, ausgehende Mund-zu-Ohr-Propaganda, die so weite Wellen schlug. Und ob es viele so taten, wie mein Sitznachbar, der vom Lesen des auch ihm unbekannten Namen angeregt, einfach mal bei YouTube reinhörte, und von der Stimme der Sängerin angetan, seine Schritte zum Feuerschlösschen lenkte, vermag ich nicht zu sagen. Mike meinte, das hätten aber schon einige als Grund angegeben.

Wie auch immer: Da stand sie nun, in einem sommerlich-luftigen Top im Licht der beiden kleinen Scheinwerfer vor zirka ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 26.11.2011.)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 7

Teilnehmende und Hıdır Ҫelik. Foto © Schmiedel.

21.11.2012 - Interkulturelle Öffnung / Leben in Vielfalt

Referent: Dr. Hıdır Ҫelik, Soziologe


Hıdır Ҫelik gab in seinem Vortrag einen Überblick über verschiedene Stufen des Umgangs der bundesdeutschen Gesellschaft mit den Migranten von Assimilationismus und Ausländerpädagogik über Multikulturalismus und Interkulturelle Pädagogik, sowie Diversität und Pluralismus und Pädagogik der soziokulturellen Vielfalt bis hin zur heute propagierten Verschmelzung und Interkulturellen Pädagogik mit anderen Schwerpunkten. Anders ausgedrückt ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.11.2012.)


 

„Ein Tropfen Licht“

Dr. O.N.V. Kurup mit Frau, Dr. Hıdır Ҫelik und Prof. Dr. Annakutty Vallamangalam K. Findeis; Foto © Mathew.

Bericht über die Lesung O.N.V. Kurups im MIGRApolis-Haus der Vielfalt anlässlich der Bonner Woche der Kulturen am 18.11.2012

Von Heike van den Bergh

Der Einladung des MIGRApolis-Hauses und Free Pen Verlags durch Rainer Maria Gassen waren an diesem Sonntagnachmittag an die 100 Personen gefolgt – voller Vorfreude erwarteten sie in dem übervollen Raum den 82-jährigen indischen Dichter, der, so Rainer Maria Gassen „der bedeutendste noch lebende Dichter Indiens der heutigen Zeit ist“.

Er las aus seinem neu ins Deutsche übersetzten Gedichtband „Ein Tropfen Licht“, herausgegeben und aus dem Mayalayam (südindische Sprache) ins Deutsche übersetzt von Annakutty Valiamangalam K. Findeis. Auch die Übersetzerin und Herausgeberin war anwesend und wollte die deutschen Übersetzungen vortragen.

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(Hier veröffentlicht am 26.11.2012)


 

Zeitreisen – Grenzüberschreitungen

Agnes Gossen-Giesbrecht und Sylvia Hofmann; Foto © Hofmann

Am Sonntag, den 18.11.2012 fand die Autorenlesung mit dem Titel: Zeitreisen – Grenzüberschreitungen statt.

Bevor es richtig los ging, wurde zuerst einmal ein zweites Frühstück angeboten.
Die Autoren aus dem Verband Deutscher Schriftsteller (VS), Agnes Gossen-Giesbrecht und Sylvia Hofmann, lasen Reisegeschichten und nachdenkliche Gedichte. Neue Bücher wurden vorgestellt. Die in Russland geborene Anna Graf stellte sich zum ersten Mal dem Publikum mit einer Migrantengeschichte vor.

Passend zu den Totengedenktagen im November stellte Sylvia Hofmann ihr fast schon philosophisches Gedicht: „Wohin seid ihr gegangen?“ den lauschenden Zuhörern vor. Philipp Isaak begeisterte mit klassischen Stücken auf dem Klavier. Fröhliche Stimmung erzeugte Caroline Bernotat mit ihrer schönen Stimme und dem Spiel auf der Gitarre. Sie interpretierte Lieder in verschiedenen Sprachen, passend zum Motto des Hauses.

In der Pause wurden die Gäste mit einem Gläschen Sekt überrascht.
Zu ihren Reisegeschichten und dem Thema Herbst präsentierte Sylvia Hofmann gelungene Fotografien. Mit viel Applaus und einer langstieligen Rose wurden alle Mitwirkenden verabschiedet. Einige neue Gäste hatten bei der gelungenen Lesung unser Haus kennengelernt.

(Hier veröffentlicht am 22.11.2012)


 

Atemholen

Atemholen am 18.09.2012 im Rahmen der Interkulturellen Woche.

Die monatliche Andacht im MIGRApolis-Haus der Vielfalt


Bericht und Fotos von Michael A. Schmiedel


Die Welt ist oft so atemlos. Die Welt ist oft so laut. Die Welt ist oft so schnell. Auch wir im MIGRApolis-Haus der Vielfalt werden nicht davon verschont, von der Atemlosigkeit, von der Lautstärke, von der Hetze. Ansprüche werden gestellt, Erwartungen formuliert, Anforderungen lasten wie Blei. Menschen suchen Beratung, Projektmittelgeber erwarten Zielerreichung, Rechnungen flattern ins Haus, Termine drücken. Angst kommt auf, Angst es nicht zu schaffen, Angst, dass jemand seine Zusagen nicht einhält, Angst, dass andere schneller an den Geldtöpfen sind, Angst, dass andere bessere Leistung bringen, Angst vor übler Nachrede und Imageverlust, Angst, nicht geliebt zu werden. Das treibt. Getrieben sind wir. Und wenn wir nicht aufpassen, treiben wir weiter, vorwärts, höher, schneller, effektiver oder – weg.

Einmal im Monat, immer am ersten Dienstag um 13.30 Uhr vor der Großen Teamsitzung, werden uns die Leviten gelesen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.11.2012.)


 

Interreligiöse Initiative Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit

Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit. Foto © Stienen.

15 stille Minuten gegen Gewalt


Eine interreligiöse Gruppe trifft sich einmal im Monat auf dem Bonner Münsterplatz, um gemeinsam zu schweigen

Bericht und Fotos von Sascha Stienen


Bonn – Mitten im Lärm und der Betriebsamkeit der Innenstadt wirkt ihr still stehendes Schweigen wie eine Verzweiflungstat. Doch nur auf den ersten Blick. Die interreligiöse Initiative „Schweigen gegen Streit, Gewalt und Ungerechtigkeit in unserem Alltag und weltweit“ hat sich in Bonn etabliert. Seit fast zehn Jahren treffen ...mehr

 

*

Am 7.10.2012 strahlte die Radiowerkstatt Bonn eine Sendung von Bernd Rösle und Janine Kowalke über das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit aus.


Im Teaser heißt es dazu:

"Aktiv sein ohne Lärm: eine Friedensinitiative, die schweigt

Klappern gehört zum Handwerk, und wer auffallen will, muss für sein Anliegen trommeln. Entsprechend laut geht es überall zu. Ganz anders ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 19.11.2012.)


 

Rede von Dr. Hıdır Çelik

Dr. Hıdır Çelik. Foto © Cynthia Rühmekorf.

zur Eröffnung der 7. Bonner Woche der Kulturen
am 15.11.2012 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Es gilt das gesprochene Wort.

"Sehr geehrter Herr Superindent Wüster,
Sehr geehrter Herr Prof. Hütter,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Gäste,

Auch ich freue mich, Sie zum siebten Mal hier begrüßen zu dürfen.
Ich möchte mit einem Zitat von Ralph Giordano, einem Schriftsteller und Zeitzeugen der nationalsozialischten Diktatur, beginnen. Es ist eine Herausforderung an uns alle.

„Wir leben im Zeitalter großer Bewegungen und Wanderungen, einer Ära kontinentalen und inter-kontinentalen Austausches, und mehr denn je kommt es darauf an, dass Menschen verschiedener Herkünfte einander verstehen  lernen, einander zuhören, von einander lernen wollen, wenn denn die Bereitschaft zu Frieden und Gewaltlosigkeit über Traditionen der Intoleranz, der Fremdenfeindlichkeit und des Hasses obsiegen sollen.“

Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, veranstalten wir seit 2001 die Bonner Woche der Kulturen, die mittlerweile zu einem Forum für interkulturelle Begegnung und Austausch geworden ist.

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(Hier veröffentlicht am 19.11.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 6

Sanaz Kamali.

14.11.2012 - Projektmanagement

Referentin: Dipl.-Math. Sanaz Kamali M.A.S für Migration und Entwicklungszusammenarbeit

 

Der 6. MultiSchul-Abend war dem Projektmanagement gewidmet. Sanaz Kamali erklärte Schritt für Schritt, wie man ein Projekt plant, von der Problemanalyse über die Formulierung eines Meta-Ziels bis zu Mesozielen und konkreten Maßnahmen, um Zwischenziele zu erreichen. Das machte sie anhand eines Fallbeispiels ...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.11.2012.)


 

Eröffnung der 7. Bonner Woche der Kulturen am 15.11.2012 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn

Der kleine Maxim war auch wieder mit dabei. Foto © Schmiedel.

Mit musikalischen, migrationspolitischen, literarischen und kulinarischen Genüssen wurde am 15. November die 7. Bonner Woche der Kulturen eingeleitet.


Für den musikalischen Genuss sorgten Tom Kannmacher und Diarmuid Johnson, die auf Uilleann Pipes, Wooden Flood und Whistle traditionelle irische Tunes zum Besten gaben. Damit umrahmten sie zuerst die Reden von Pfarrer Eckart Wüster, dem Superindendeten des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, dem Präsidenten der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deuschtland und Dr. Hıdır Çelik, dem Leiter der  Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn/Integrationsagentur und Vorsitzenden des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., sowie die Lesungen von zwei Autorinnen und drei Autoren.

Diese Lesungen wurden von Rainer Maria ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.11.2012.)


 

 

Fotos zur Interkulturellen Stadtführung in Bonn von Anna Graf

Nein, das ist nicht Anna Graf, der da von der Stadtführung ablenkt.

Zur Ergänzung des Berichts von Léonie Elschner von der interkulturellen Stadtführung in Bonn von Anna Graf am 24.09.2012, hat Michael A. Schmiedel ein paar Fotos von einer früheren Führung am 17.08.2012 hinzugefügt.

 

-> Hier geht es zu den Fotos.

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 16.11.2012.)

 


 

Der jüdische Friedhof - Ein magischer Ort

Sarah Funken vor ihrem Werk. Foto © Uyar / siegburgaktuell.

Schüler des Gymnasiums Alleestraße in Siegburg stellen im Rathaus aus

 

Siegburg. "Der jüdische Friedhof in Siegburg ist etwas ganz Besonderes", sagt Mila. "Hier wird niemand mehr bestattet, die Gräber sind sehr alt." Sarah nickt: "Statt Blumen oder Kerzen legen die Angehörigen kleine Steinchen hin", weiß sie. Und noch etwas ist besonders: "Das Gelände ist abgeschlossen." Tatsächlich musste Kunstlehrerin Elisabeth Knauer-Romani für das Kunstprojekt der Oberstufe, das im Spätsommer 2011 startete, bei der Stadt eigens einen Schlüssel besorgen. Bis in den Herbst hinein kamen die Schüler regelmäßig zu dem stillen, naturbelassenen Ort ...mehr

(Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von siegburgaktuell am 15.11.2012.)


 

Wege und Abwege in der Bibel- und der Koranlektüre

René Buchholz und Andreas Michel.

Vorträge von Andreas Michel im Gangolfsaal am 5.9.2012 und von Bacem Dziri am 12.9.2012 im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn


Bericht und Fotos von Michael A. Schmiedel

 

 

Heilige Schriften haben etwas Ambivalentes an sich. Man kann mit ihrer Hilfe ein heiliges Leben führen, aber auch zu Fanatismus und Hass angestachelt werden. Für Juden und Christen ist die Hebräische Bibel, für Christen zusätzlich das Neue Testament, die Basisschrift ihres Glaubens. Für Muslime ist es der Koran, sogar mit einer noch größeren Bedeutung, so groß, das manche von der Buchwerdung Gottes im Koran sprechen. Das im zweiten Satz Gesagte trifft man in allen drei Religionen an. Das Katholische Bildungswerk und das Evangelische Forum in Bonn haben  in Zusammenarbeit mit dem AK MuChri zwei Vorträge dem Thema gewidmet, wie Juden und Christen die Bibel und Muslime den Koran so oder so interpretieren können. Am 5. September hielt der Kölner katholische Theologe Prof. Dr. Andreas Michel seinen Vortrag über die Bibel- und am 12. September der jetzt in Osnabrück wirkende eigentlich Bonner Islamwissenschaftler und ehemalige Sprecher des Rates der Muslime in Bonn Bacem Dziri, M.A. seinen Vortrag über die Koranlektüre in Wegen und Abwegen. Beide Vorträge wurden von Dr. René Buchholz vom Katholischen Bildungswerk moderiert.

Andreas Michel hing seinen Vortrag über Wege und Abwege der Bibellektüre an einer bestimmten Bibelstelle auf, nämlich ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.11.2012.)


 

Leserbrief von Martin Sagel zur Rezension seines Buches "Alles Eins" von Michael A. Schmiedel

Ganz herzlichen Dank, Herr Schmiedel, für diese ausführliche Rezension. So viel Arbeit hat sich ja bisher keiner gemacht, und Sie haben es offen und ehrlich ausgewertet. Ich freue mich darüber. Auch die negative Kritik darf gerne sein. Es ist noch nicht perfekt. Auch ich lerne ständig weiter dazu.

Auch der Hinweis auf die vielen kleinen Buchläden ist sehr kostbar!

Mich freut, dass ich Ihr Augenmerk wieder auf vegetarische Kost lenken durfte.

In Sachen Quellenangaben darf ich sagen, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.11.2012.)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 5

Michael Heveling-Fischell. Foto © Schmiedel.

07.11.2012 - Vernetzung und Kooperation

Referent: Dipl.-Sozialwiss. Michael Heveling-Fischell

 

Bevor der Referent des Abends, Michael Heveliing-Fischell, mit seinem Vortrag begann, erläuterte Florian Buchberger soziale Netzwerke, wobei der auf sein Ethnologiestudium zurückgreifen konnte.  Anhand von Grafiken mit durch Linien miteinander verbundenen Punkten erklärte er unterschiedliche Arten von Beziehungen (starke, schwache, multiplexe, uniplexe, redundante), ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.11.2012.)


 

Das interkulturelle Lehrerzimmer

Von Karim Fereidooni

Buchrezension von Daniela Ottembrino

Der Herausgeber des Buches, Karim Fereidooni, ist ein 1983 in Mashhad (Iran) geborener Lehrer für die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften in NRW. Er promoviert an der pädagogischen Universität Heidelberg über „Diskriminierungserfahrungen von Lehrkräften mit Migrationshintergrund im deutschen Schulwesen“. In seinem Sammelband „Das interkulturelle Lehrerzimmer“ erhalten Lehrkräfte die Gelegenheit, sich zum bundesdeutschen Bildungs- und Integrationsdiskurs zu äußern. Als Lehrkraft werden in diesem Sammelband sowohl LehrstuhlinhaberInnen an Universitäten und Hochschulen, Wissenschaftliche MitarbeiterInnen, HabilitantInnen und DoktorantInnen als auch VertreterInnen von Schulleitungen, FachseminarkeiterInnen, LehrerInnen und ReferendarInnen bezeichnet.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.11.2012)


 

Süß duftet das Laub

Herbstliche Gingkoblätter. Tuschzeichnung von Rita Böhm.

Haikus von Heike van den Bergh

 

Süß duftet das Laub
die Füße wirbeln es auf
letztes Sommerlicht

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(Hier veröffentlicht am 11.11.2012.)


 

Wanderausstellung: Thessaloniki - Wiege der Kulturen

Aus der Geschichte lernen
Christen, Muslime und Juden. Eine gelebte Interreligiosität und Interkulturalität am Beispiel von Thessaloniki


Die Ausstellung „Thessaloniki - Wiege der Kulturen“ stellt die Geschichte einer Stadt vor, in der viele Kulturen und Religionen miteinander lebten, durch eine Buchdokumentation und eine Wanderausstellung.

Die Geschichte und das Alltagsleben der Stadt Thessaloniki waren vor dem Ersten Weltkrieg durch kulturelle und religiöse Vielfalt geprägt. Griechen, Juden, Türken Bulgaren, Armenier, Sinti, Roma und andere Minderheiten lebten in dieser Stadt miteinander und nebeneinander.

In diesem Projekt wird mit Hilfe dokumentarischer Arbeit, des Dialoges und der wissenschaftlichen Reflexion den unterschiedlichen Bezügen zwischen den Kulturen und Religionen nachgegangen. Dies geschieht durch eine Spurensuche nach kulturellen und religiösen Prägungen und durch den Blick auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge. Durch eine historisch-dokumentarische Arbeit wollen wir die Geschichte und das Thema der kulturellen und religiösen Vielfalt einer Stadt für unsere heutige multikulturelle und interreligiöse Gegenwart aufbereiten.

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(Hier veröffentlicht am 7./9.11.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 4

Florian Buchberger. Foto © Schmiedel.

31.10.2012 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Referent(inn)en: Argelia Löschcke, B.A. in Mehrsprachiger Kommunikation und Florian Buchberger, M.A. in Ethnologie

Dieser MultiSchul-Abend war zweigeteilt. In der ersten Hälfte erklärte Argelia Löschcke Methoden der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Vereinen. Beides sei notwendig, um nach außen zu kommunizieren, was der Verein für die Gesellschaft leistet, um Kontakte herzustellen, ein positives Image zu pflegen, um die Zielgruppe zu erreichen und vieles mehr. Damit man die PR nicht aufs Geratewohl macht, sondern gezielt und effektiv, stellte sie Planungsphasen vor, die vom Gewinnen eines Überblicks über die aktuelle Phase bis zu Einzelmaßnahmen und der Festlegung der Frequenz von Pressemeldungen, Newslettern und so weiter reichte. Unter den Teilnehmer(inne)n gab es in diesem Rahmen auch eine angeregte Diskussion über ...mehr

(Hier veröffentlicht am 05.11.2012.)


 

Martin Sagel. Alles Eins

Wegweiser durch das „System Gott“. Ethik und Spiritualität im 21. Jahrhundert

Buchrezension von Michael A. Schmiedel



Das ist ein sympathisches Buch. Doch als sich der Autor mit einer Empfehlung von Jalil Schwarz, dem Friedenskoch bei mir meldete und fragte, ob ich Interesse an seinem Buch hätte, und ich dann im Vorwort desselben erfuhr, dass er den Beruf eines Immobilienmaklers ausübt, war ich zunächst skeptisch.  Ein theologisches oder zumindest religiöses Buch aus der Feder beziehungsweise Tastatur eines Menschen, der sein Geld mit dem Kauf und Verkauf von Wohnungen, Häusern und Grundstücken verdient, der Angehöriger jener Branche ist, der man beim Immobilienkauf immer eine – wie man meint – unnötige Provision abdrücken muss? Kann das gut gehen? Sollte der Schuster nicht bei seinen Leisten bleiben?

Nun ja, heutzutage bleibt doch eigentlich kaum noch einer bei seinem erlernten Beruf oder wenn doch, macht er oder sie noch einiges nebenher. Und wenn doch jeder Mensch über Gott und die Welt nachdenken kann und auch soll, warum sollte er seine Gedanken dann nicht auch anderen mitteilen dürfen?

Martin Sagel schrieb sein Buch am Feierabend, wenn viele andere fernsehen. Es ist also so etwas wie die Theologie eines Feierabendtheologen, der aktives Mitglied der evangelischen Kirche, aber auch von vielem anderen beeinflusst ist, zahlreiche Ehrenämter bekleidet und sehr gerne reist. An den besagten Feierabenden hat er zunächst über 100 Bücher durchgearbeitet, von denen 40 hinten im Buch aufgelistet sind, darunter die Basiswerke der großen Religionen, die Heiligen Schriften.

Schauen wir uns das Buch mal an: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 04.11.2012.)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 3

Argelia Löschcke. Foto © Schmiedel.

24.10.2012 – Ehrenamt im Verein und Aktivierung der eigenen Potentiale

Referentin: Argelia Löschcke, B.A. für Mehrsprachige Kommunikation

Die muttersprachliche Heterogenität der sieben Teilnehmenden (deutsch, französisch, spanisch, arabisch, farsi, kurdisch) ermöglichte zu Beginn des Vortrages eine interessante Beobachtung: In keiner der genannten Sprachen kommt in der Bezeichnung für „Ehrenamt“ ein Wort vor, das mit „Ehre“ übersetzt werden kann. Vielmehr sind es Worte in den semantischen Feldern von „freiwillige Arbeit“, „kostenlose Arbeit“, „Engagement“ und, so in Farsi, „Zufriedenheitsarbeit“.

Argelia Löschcke erklärte in ihrem Vortrag zunächst ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.10.2012.)


 

 

Halbzeitbilanz des Bonner Oberbürgermeisters

Foto © Kosché

Jürgen Nimptsch zu Gast im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Bericht von Bartosz Bzowski

Am 25. Oktober bekamen wir prominenten politischen Besuch. Der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) präsentierte in einem Bürgerdialog seine Halbzeitbilanz. Erst sprach der OB etwa eine Viertelstunde lang über seine Politik, danach bestand Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Nimptsch ist seit 2009 im Amt, seine Amtszeit dauert bis 2015. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Rat muss der Sozialdemokrat mit einer Koalition von CDU und Grünen zusammenarbeiten.

„Bonn soll stark bleiben“; dieser Kernsatz stand im Mittelpunkt von Nimptschs Ausführungen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.10.2012)


 

Das „Fest der Kulturen“ am 2.10.2012

Burhan Zorlu mit seiner Saz.

– ein schöner Ausklang für die Interkulturelle Woche


Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 in Bonn


Bericht von Nisenet Stifanos mit Fotos von Michael A. Schmiedel


Am 02.10.2012  fand im MIGRApolis-Café, wie der große Saal im Ergeschoss des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt auch genant wird, das Fest der  Kulturen mit Speisen und Getränken, Musik  und Lesung statt. Pünktlich um 19:00 Uhr wurden sie Türen geöffnet. Die Mitarbeiter(innen) und die Gäste brachten etwas zu essen mit,  und vom MIGRApolis-Haus der  Vielfalt wurden die Getränke spendiert.

Nach einem kleinen Tin Whistle-Intro von Michael A. Schmiedel eröffnete Pastor Wolfgang Wallrich das Fest. Anfangs  war er in  Sorge, ob noch genug Besucher  kommen würden oder nicht. Er stellte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor  und begrüßte die Gäste und Kollegen und Kolleginnen herzlich. Unter dem reichlichen Buffett mit mitgebrachtem Essen  aus aller Welt gab es Speisen wie  „Hering im Schlafrock“- Schichtsalat aus Russland,  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.10.2012.)


 

Ein spannender interreligiöser Nachmittag

Im Paramita-Projekt.

Bericht von Bartosz Bzowski mit Fotos von Michael A. Schmiedel und Wolfgang Wallrich

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 in Bonn

 

Buddhismus und Christentum – diese beiden Religionen standen im Mittelpunkt der diesjährigen interreligiösen Exkursion am 27. September. Sie findet seit 2010 jedes Jahr während der Interkulturellen Woche statt. Nachdem in den beiden letzten Jahren jeweils Synagoge, Kirche und Moschee die Ziele waren, so entschieden sich in diesem Jahr die Organisatoren, der Religionswissenschaftler Michael A. Schmiedel und Pfarrer Wolfgang Wallrich, für das buddhistische Paramita-Projekt und die evangelische Trinitatiskirche.

Jeweils eine knappe Stunde bekamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion Einblick in das Innenleben der beiden Religionen. Das Paramita-Projekt in Bonn-Poppelsdorf ist ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.10.2012.)

 


 

Katholische und Evangelische Kirche mahnen zur Besonnenheit

EKD-Pressemitteilung Nr. 211/2012

Gemeinsame Äußerung der Prälaten Jüsten und Felmberg zur Debatte um
Schutzsuchende in Deutschland


Im Blick auf die Vorschläge von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter
Friedrich zum Umgang mit den gestiegenen Zahlen von Asylbewerbern aus
Serbien und Mazedonien mahnen der Leiter des Kommissariats der deutschen
Bischöfe, Prälat Dr. Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prälat Dr. Bernhard Felmberg,
zur Besonnenheit. Jeder Asylsuchende habe in Deutschland das Anrecht auf
eine unvoreingenommene und gründliche Prüfung seines Asylantrags. Dieses
Recht dürfe auch angesichts gestiegener Asylbewerberzahlen nicht in
Frage gestellt werden. Dies gelte auch für Asylsuchende aus Ländern wie
Serbien und Mazedonien. In der Vergangenheit sind immer wieder
Angehörige dieser Staaten als Flüchtlinge anerkannt worden.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.10.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 2

Henrich Fenner. Foto © Schmiedel.

17.10.2012 – Vereinsrecht und Finanzen

Referent: Henrich Fenner, Rechtsanwalt


Auch der zweite Termin der MultiSchul 2012 war dem Vereinsrecht gewidmet und wurde von einem Rechtsanwalt bestritten. Henrich Fenner klärte auf über die Führung der Finanzen in rechtsfähigen, nicht rechtsfähigen, ruhenden, wirtschaftlichen, versteckt wirtschaftlichen und Idealvereinen, über die Bedeutung der Gemeinnützigkeit, das Ausstellen von Spendenbescheinigungen für Geld- und ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.10.2012.)


 

GEBETe der Religionen – Herzlich Willkommen, wer immer Du bist

GEBETe der Religionen in Bonn 2012. Foto © Balasubramaniam.


Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 in Bonn


Bericht von Pooja Balasubramaniam

 

„GEBETe der Religionen; Herzlich Willkommen wer immer Du bist‘‘, so lautete die Veranstaltung, die im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 am 24.September 2012 stattfand. Eingeladen wurden die folgenden Religionen: Islam, Christentum, Judentum, Buddhismus, Baha’i und Quäker. Thema der Veranstaltung war Gastfreundschaft.

Die Veranstaltung wurde von dem ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.10.2012.)


 

Fehlende Distanz der Muslime zu den Extremisten?

Elisabeth Thissen und Pfarrer Ulrich Thomas schrieben im Namen des Interreligiösen Dialogkreises Bonn-Bad Godesberg einen Leserbrief an den General-Anzeiger, der dort bisher nicht veröffentlicht wurde:

Leserbrief / Stellungnahme

E. Thissen/U. Thomas (Interreligiöser Dialogkreis BG)


Ein gesellschaftliches Problem ignoriert oder fehlende Distanz zu Extremisten

(s. Frank Vallender GA v. 15.10-2012, „Splitterpartei mit Ambitionen“ und

Kommentar „Gegen die Fanatiker“)


Bonner Muslimen, die im  christlich-muslimischen Dialog für Integration und gegenseitigen Respekt engagiert sind, wird wieder einmal  mangelnde Distanz gegenüber Extremismus vor-geworfen. Auch fehle es in der Stadt insgesamt – nicht nur bei ihnen -  am Engagement in  der vorbeugenden Arbeit mit Jugendlichen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.10.2012.)


 

Das Eltern-Café in der Freiherr-vom-Stein-Realschule

• Jeden Freitag von 10:45 Uhr bis 12:15 Uhr (Elterncafé)

• Ort: Schulküche, Erdgeschoss Freiherr-vom-Stein Realschule

Sie wohnen in Tannenbusch?

Ihr Kind geht in die Freiherr-vom-Stein-Realschule?

Sie haben Schwierigkeiten, ihr Kind in der Schule zu unterstützen?

Würden Sie gerne einen Lehrer oder eine Lehrerin ansprechen?

Dann haben wir genau das richtige für Sie!

DAS ELTERN-CAFÈ IN DER FREIHERR-VOM-STEIN-REALSCHULE

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(Hier veröffentlicht am 19.10.2012)


 

Türkei-Rallye

Alpan Sagsöz; Foto © Brackmann

Der Autor Alpan Sagsöz feierte am 04.10.2012 mit seinem Jugendroman "TÜRKEI-RALLYE" im Rahmen des "Literatürk-Festivals" eine gelungene Premiere.

Zwei Klassen der der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen waren begeistert von der Abenteuerreise der Hauptprotagonisten - Kaan und Cem - in die Türkei.

Im Anschluss an die Lesung hatten die Schüler viele Fragen, zum Beispiel  wie die Idee zum Jugendroman entstanden ist, wie viel man als Autor so verdient, usw..

Schließlich folgte ein Quiz, bei welchem Herr Sagsöz zwei Exemplare von der Türkei-Rallye verloste. Abschliessend gab es Autogramme.

Eine gelungene Premiere!

(Hier veröffentlicht am 19.10.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 1

Daniela Ottembrino. Foto © Schmiedel.

10.10.2012 - Vereinsrecht und Verwaltung

Referentin: Daniela Ottembrino, Rechtsanwältin


Die Multiplikatorenschulung 2012 begann mit einem juristischen und zugleich praktischen Thema: Vereinsrecht und Verwaltung.  Insgesamt lauschten elf Teilnehmer(innen) dem Vortrag der Rechtsanwältin Daniela Ottembrino.

Was ein Verein überhaupt ist, der Unterschied zwischen einem wirtschaftlichen und einem Idealverein, die Modalitäten der Vereinsgründung, was eine Satzung alles ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.10.2012.)

 


 

"Der Dichter und die Feldblume" nun auch auf Französisch

Neuerscheinung im Free Pen Verlag

Nachdem Hıdır Çeliks Märchen "Der Dichter und die Feldblume" 2011 in einer Doppelausgabe auf Deutsch und Türkisch erschienen war, ist es nun, ebenfalls als zweisprachige Ausgabe, auf Deutsch und Französisch zu lesen.

“Es war einmal ein Land. In diesem Land lebte ein armer Dichter. Er war arm, aber sehr reich an Wort und Poesie. Sein Name ging mit seiner Dichtung und seinen Liedern durch die Welt. Die Zeit kam und die Jahre vergingen. Die Zeit strömte wie ein Fluss in die Ozeane. Während dieser Zeit verbrachte der Dichter seinen Tag damit, ein Gedicht schöner als das andere zu verfassen. Er las und sang wunderschöne Lieder für die Vögel, für die Blumen und für die Bäume. Die Vögel und die Blumen waren seine Zuhörer...”


So beginnt das neue Märchen von Hıdır Eren Çelik. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.10.2012)


 

Reise nach Indien