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Gedanke

von Hıdır Eren Çelik

Eure Geschichte
ist unsere geworden,

unsere wird
Eure werden.

Nun werden wir gemeinsam
die Zukunft schreiben.


 

DIE ALLERNEUESTEN BEITRÄGE

in der deutschsprachigen Rubrik finden sie auf dieser Seite.

Viele ältere Beiträge finden Sie in den einzelnen Rubriken über die Themenspalte links.

Frühlings- und Sommer-Haikus von Heike van den Bergh und Betrachtungen dazu

Daigoji-Pagode in Nara in der Kirschblüte in Japan, Foto: wikimedia commons

Wolken aus Blüten,
zartrosa Traum der Kirsche
so schnell vergangen

© Heike van den Bergh

Dieses Haiku ist eine Anspielung auf das „Hanami" (Blütengucken), das Kirschblütenfest in Japan.

Die japanische Kirschblüte, die keine Früchte trägt, blüht im Frühjahr, wie wir es auch hier aus Bonn kennen – siehe Altstadt – wunderbar üppig zartrosa bis leuchtend pink, und wandert im Laufe des Frühlings (ab Ende März bis Anfang Mai) von den südlichsten japanischen Inseln – Okinawa und Kyushu – den Klimaregionen folgend langsam hoch bis nach Tokyo und weiter in den Norden.

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(Hier veröffentlicht am 11.07.2014)


 

Wahre Fluchtgeschichten - Zeitzeugen erzählen

Lesung im KulturCafé vom 29.6.2014

Bericht von Julia Nikolic

„Wir liefen in die Richtung, in die alle gingen. (…) Als Flüchtende hatten wir kein Ziel. Wir wurden mit dem Sog der Menschen mitgezogen und lebten nur für den Augenblick“, so liest es Eberhard Petereit, der als kleiner Junge am Ende des 2. Weltkrieges, mit seiner Mutter aus Ostpreußen fliehen musste. Und so ähnlich erging es auch Dr. Stephan Lipski, der mit seiner Familie Polen verließ oder Bianka Buddeberg, die ihre schlesische Heimat in Breslau hinter sich lassen musste. Und auch eine in den äußeren Bedingungen vergleichsweise weniger dramatische Flucht aus der DDR 1960, wie sie Waltraut Bäuerle-Rath beschreibt, machte ganz deutlich, dass der Zwang die Heimat zu verlassen immer mit dem Gefühl von Verlust und Schmerz einhergeht. Denn niemand flieht freiwillig. Menschen verlassen ihre Heimat, ihre Familien und Freunde, um ihr Leben und das ihrer Kinder zu schützen.

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(Hier veröffentlicht am 04.07.2014)


 

Vier starke Frauen träumen die Mittsommernacht

Heike van den Bergh, Irma Shiolashvili, Annakutty Valiamangalam und Ekaterine Khvedelidze gastieren in den „Bonner Ausblicken“

Bericht von  Krock

Am Mittwoch, 18.06.2014, hat das MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Bonner Brüdergasse seinem Namen alle Ehre gemacht. Aus Deutschland, Georgien, Indien und nochmals Georgien haben vier Künstlerinnen es verstanden, das Publikum zu begeistern.

Heike van den Bergh, Irma Shiolashvili und Annakutty Valiamangalam sind drei Dichterinnen, deren Texte gleichermaßen tiefe Innerlichkeit und dennoch zupackende Anrede in sich vereinigen. Die nachgerade sehr unterschiedlichen Traditionen, aus denen diese Dichterinnen schöpfen, erlauben es ihnen, Klang und Gehalt in einer heute kaum noch zu beobachtenden Intensität zu vereinen.

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(Hier veröffentlicht am 30.06.2014)


 

Informationsabend „Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge“ im Haus Mondial

Foto: Laue

Bericht von Geertje Laue


Am 18.06.2014 fand im Haus Mondial der Caritas im Zuge ihrer Jahreskampagne „Weit weg ist näher als du denkst“ der Infoabend „Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge“ statt, welcher vom Caritas-Fachdienst für Integration und Migration organisiert wurde.

Als Referentin war die erfahrende Trauma-Expertin und psychologische Psychotherapeutin Frau Jutta Bierwirth geladen, um Menschen, welche ehrenamtlich mit Flüchtlingen arbeiten, über Ursachen, Beschwerdebilder und Hilfen bei Traumata aufzuklären. Frau Bierwirth arbeitete viele Jahre im Psychosozialen Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge (PSZ) in Düsseldorf und hat nun ihre eigene Praxis in Bonn.

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(Hier veröffentlicht am 26.06.2014)


 

Leserbrief zum Bericht "Zukunft im Dialog"

von Werner Heidenreich:

 

Sehr interessanter und gut nachvollziehbarer Bericht. Danke! Wir brauchen Dialog mit allen religiösen Menschen, egal welcher Religion sie angehören, und natürlich auch mit Atheisten. Nach dem überall in Europa wieder die dumpfen Populisten Rassismus, Ausgrenzung und Hass säen, ist Dialog eines der wichtigsten Gegenmittel. Dialog löst Vorurteile auf, fördert gegenseitiges Verstehen und Akzeptanz. :-)


Liebe Grüße
Werner Heidenreich

(-> Hier geht es zu dem Bericht "Zukunft im Dialog" von David Clement.)

(-> Und hier zu den Leserbriefen.)

(Hier veröffentlicht am 17.06.2014.)


 

Sarajevo Peace event 2014: Ein großartiges Treffen

Persönliche Notizen von Martin Arnold

Vom 6. bis 9. Juni kamen wir aus mehr als 60 Ländern zu fünf Themenbereichen zusammen: „Gender, Frauen und Frieden“, „Militarismus und Alternativen“, „Eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit“, „Frieden und soziale Gerechtigkeit“ und „Versöhnung und Umgehen mit der Vergangenheit – Ist Schweigen der notwendige Preis für Frieden?“ Es war in der Stadt, deren Name für die Auslösung des Ersten Weltkrieges steht, weil dort an einer Brücke der österreich-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand erschossen wurde.

Unter den fast 1000 Angemeldeten traf ich nach und nach eine Reihe internationaler Friedensfreund*innen wieder und stellte am Schluss in Gesprächen fest, dass ich etlichen weiteren, die dort waren, nicht begegnet war. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.06.2014)


Birlikte - Zusammenstehen

Bericht von Dagmar Schulte

Vor zehn Jahren zündeten rechtsextreme Terroristen in der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe. Der Sprengsatz war so konstruiert, dutzende Menschen zu ermorden. Statt im rechtsextremen Milieu zu ermitteln, verdächtigten die Behörden die Opfer selber. Erst sieben Jahre später wendete sich das Blatt.

Liebesschwüre werden in Restaurants wie „Kilim“ oder „Mevlana“ erklärt. Die riesigen Fleischspieße vor orientalischer Kulisse sind schon von der Straße aus gut sichtbar. Sie lassen das Unwort „Döner-Morde“ als Begriff völlig neu erscheinen. Neben diesen Kult-Restaurants zahlreiche Goldgeschäfte mit Schmuck „für Sie!“. In direkter Nachbarschaft: Brautmoden. Und – so ist nun mal der Lauf des Lebens – Geschäfte mit Babysachen, Töpfen und Pfannen. Auch ohne Flugticket: Orient pur, Klein-Istanbul.

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(Hier veröffentlicht am 11.06.2014)


 

"Zukunft im Dialog"

Tag des christlich-islamischen Dialogs am 10. Mai 2014 in Krefeld

Erfahrungsbericht von David Clement


"Zukunft im Dialog" und "Christen und Muslime leben in Nordrhein-Westfalen – Zeit, einander besser kennenzulernen!": Unter diesen beiden Leitsätzen fanden am Samstag, 10.5.2014, im Zeitraum 10.00 bis 21.30 Uhr laut Aussagen des Veranstalters rund 1200 Menschen zum, in dieser Größe vielleicht, ersten christlich-islamischen Dialogtag in Nordrhein-Westfalen zusammen.

Veranstalter war die Christlich-Islamische Gesellschaft e.V. (CIG); die Planung und Durchführung des Dialogtages leistete das Christlich-Islamische Forum, ein 2002 gegründeter Arbeitskreis aus Vertreterinnen und Vertretern der vier größten muslimischen Religionsgemeinschaften, weiterer muslimischer Gruppen, der fünf katholischen Diözesen und zweier evangelischer Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen. Im Vorfeld und vor allem während des Dialogtages waren noch weitere ca. 200 ...mehr

(Hier veröffentlicht am 04.06.2014.)


Workshop des "Netzwerkes Flüchtlinge"

Foto: Tran

Bericht von Julia Tran

Am 27.05.2014 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt ein zweistündiger Workshop für Ehrenamtliche statt, der vom Netzwerk Flüchtlinge organisiert wurde. Über 40 Personen kamen an diesem Abend zusammen, um die wichtigsten Grundlagen des Asylrechts zu erlernen und zu erfahren, wie sie sich in Bonn aktiv in der ehrenamtlichen Arbeit für Flüchtlinge einbringen können.

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(Hier veröffentlicht am 04.06.2014)


 

Leben und Arbeiten in Deutschland

Aufgrund des aktuell bestehenden Informationsbedarfs von Zugewanderten über das "Leben und Arbeiten in Deutschland" haben wir mehrsprachiges Material für die Versorgung der vorgenannten Zielgruppe entwickelt.

Der ursprünglich von der Arbeitsgruppe  des "Netzwerks Griechische Akteure
in NRW" entwickelte deutsch-griechische Wegweiser zum Thema "Leben und
Arbeiten in Deutschland" ist nun aufgrund der enormen Nachfrage in weiteren
sechs Sprachen übersetzt worden, nämlich in polnisch, rumänisch,
bulgarisch, spanisch, portugiesisch und italienisch.

Diese zweisprachigen Wegweiser können als PDF-Version unter folgendem Link
heruntergeladen werden.

http://www.diakonie-rwl.de/index.php/mID/0/lan/de/xtra/fdeb52fa5f8a5946d2f4bfb9feb1f78e/msg/e4cb3faa83eb45927e39ccb4bd5c16b7/pointer/0412358cccb3c7c61981aad3df406d72/itt/Leben_und_Arbeiten_in_Deutschland_/index.html

Die Printform (Broschüre) ist auf Nachfrage bei Frau Caroline Stelzl per
E-Mail c.stelzl[at]diakonie-rwl.de erhältlich.
Bei größeren Mengenabgaben werden allerdings Versandkosten berechnet.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ioanna Zacharaki
Referentin für Integration und Interkulturalität

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
Soziales und Integration
Lenaustraße 41 / D-40470 Düsseldorf
Telefon: +49 211 6398-253 / Telefax: +49 211 6398-299
i.zacharaki[at]diakonie-rwl.de / www.diakonie-rwl.de

(Hier veröffentlicht am 03.06.2014)


 

Lesung Giorgos Krommidas

Bericht von Jutta Reimann-Poigné

Eine anregende Veranstaltung erwartete das Publikum der „Bonner Ausblicke“, als Giorgos Krommidas am 21. Mai im Haus Migrapolis eine Lesung hielt.

Krommidos wurde 1936 in Kavallla/Griechenland geboren. Da sein Vater früh starb, wuchs er in einer „Welt der Frauen“ auf. Der Junge genoss diese Welt, liebte und verehrte seine drei Schwestern. Die Zuneigung zur Frau sollte sein weiteres Leben beeinflussen. Schon als Kind schrieb er viel, z. B. Liebesbriefe. Seine künstlerische Ader zeigte sich aber auch in seiner Neigung zum Gesang. Seine Auftritte im Kirchenchor seien „umwerfend gewesen, manch eine Zuhörerin sei entzückt in Ohnmacht gefallen“.

Krommidos absolvierte sein Abitur in Griechenland und wollte im Anschluss in Deutschland Architektur studieren. Mit diesem Ziel kam er 1961 nach Bonn. Aus dem Architekturstudium wurde nichts, denn „in Bonn lachte das Spielen“. Er verfing sich in der Welt der Zocker, zunächst als Croupier, dann als Inhaber von Spielcasinos. Über diese Zeit, ihre Höhen und Tiefen, spricht der Autor offen. Spieler und Gottsucher seien ähnlich, philosophiert er. Beide würden glauben -  Spieler an ihren Sieg.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 03.06.2014)


 

 

Interkulturelle Erziehungshilfen: neuer Flyer

Interkulturelle Erziehungshilfen

Ambulante Hilfen zur Erziehung nach §§ 27ff. SGB VIII (KJHG)

Unsere pädagogisch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrungen in der interkulturellen Erziehungshilfe.

Wir sprechen u.a. folgende Sprachen: Arabisch, Deutsch, Kurdisch, Persisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch, Berberisch, Spanisch, Polnisch.

Im Bereich der Interkulturellen Erziehungshilfen arbeitet das BIM e.V. im Auftrag des Jugendamtes der Bundesstadt Bonn sowie der Jugendämter Bornheim, Meckenheim, Troisdorf, Königswinter, Bad Honnef, Siegburg, St. Augustin.

Im Rahmen der interkulturellen Erziehungshilfen bieten wir folgende sozialpädagogische Hilfeleistungen an:

•Sozialpädagogische Familienhilfe
•Erziehungsbeistand
•Fallgebundener begleiteter Umgang

Die Ziele der Interkulturellen Erziehungshilfen sind

•die Stärkung der Erziehungsfähigkeit
•die Sicherung und Verbesserung der Kommunikation unter Familienmitgliedern und zwischen der Familie und öffentlichen Institutionen (z. B. Schulen, Ämtern, Ärzten, Kitas, Beratungsstellen)
•die Sensibilisierung, Aktivierung der Familien zur Bewältigung des Alltags, ihrer sozialen Belastungen und Krisen sowie des Lebens in der Aufnahmegesellschaft

Anfragen an:

Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e. V.
Interkulturelle Erziehungshilfen

Dr. Cengiz Deniz (Pädagogische Leitung)
Brüdergasse 16 - 18 53111 Bonn
Mobil: 01520 86 43 803 (Dr. Deniz)
Telefon: 0228 338 339 0 (Geschäftsstelle)

Dr. Hıdır Çelik (Vorstand) 0228 338 339 21

Mail: erziehungshilfen[at]bimev.de

Mail : info[at]bimev.de

Web: www.interkulturelle-erziehungshilfen.de

Web: www.bimev.de

Flyer als pdf

(Hier veröffentlicht am 03.06.2014)


 

İstanbul Okmeydanı – Platz des Pfeils 22. Mai 2014

von Hıdır Eren Çelik

Sein Name ist der Platz des Pfeils
Es wurde nun der Platz der Kugel
Es liegt ein Mensch am Boden, erschossen
Er liegt in eigenem Blut
Sein Name ist Ayhan
Aus seinem Kopf fließendes Blut mischt sich in den Schmutz der Straße

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(Hier veröffentlicht am 26.05.2014)


 

65 Jahre Grundgesetz: Bewegende Rede von Dr. Navid Kermani

Bild: Bundes- zentrale für Politische Bildung / Wikipedia

Am 23. Mai gedachte der Deutsche Bundestag des 65. Jahrestages der Verkündung des Grundgesetzes im Jahre 1949.

Die Festrede zu diesem Anlass hielt der Schriftsteller und Orientalist Dr. Navid Kermani, der als Kind iranischer Einwanderer in Deutschland geboren wurde. Er stellte die Integrationspolitik sowie das Verhältnis von gebürtigen Deutschen und Migranten in den Mittelpunkt seiner Ausführungen.

Mehr zum Festakt finden Sie unter:

http://bundestag.de/dokumente/textarchiv/2014/-/280972

(Hier veröffentlicht am 26.05.2014)


Deutschland profitiert von Zuwanderung

Autorin: Jennifer Fraczek

Redaktion Günther Birkenstock

© Deutsche Welle

Immer mehr Menschen wandern dauerhaft nach Deutschland ein - 400.000 waren es 2012 laut einer aktuellen Studie. Die meisten kamen aus Ost- und Mitteleuropa und haben einen Uni-Abschluss oder eine Ausbildung gemacht.

Als Anfang des Jahres die letzten deutschen Schranken für Jobsuchende aus Bulgarien und Rumänien fielen, warnte die Partei Christlich-Soziale Union (CSU) vor Sozialschmarotzern und "Armutszuwanderung". Eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass die Menschen, die dauerhaft nach Deutschland einwandern, vor allem eines sind: gut ausgebildet.

Die meisten dauerhaften Neuzuwanderer stammen aus Ost- und Mitteleuropa, vornehmlich aus Polen, Rumänien, Ungarn und Bulgarien. Von den seit 2007 zugewanderten habe jeder Vierte einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, die meisten anderen seien qualifizierte Fachkräfte, so Thomas Liebig von der OECD im DW-Gespräch. Rund 70 Prozent der Zuwanderer aus der EU - zu denen auch die Familienmitglieder zählen - hatten Ende 2012 eine Arbeit.

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(Hier veröffentlicht am 26.05.2014)




Für 301 Kumpel in Soma

13. Mai 2014

Ein politisches Plädoyer

von Hıdır Eren Çelik

Es ist kein Schicksal.
Es ist kein Unglück.
Es ist kein Freitod.
Es ist Mord.

Es ist ein schwarzer Tag für uns Kumpel unter Tage.  
Die toten Kumpel aus der Tiefe der Erde in Soma
klagen gegen die unbegrenzte Habgier des Kapitalismus.

Die Klagelieder der Frauen bündeln wellenartig eine Welle von Solidarität
über die Grenzen durch die Welt.

Die Kameras zeigen Krokodilstränen der Politiker, die dies als Schicksal predigen.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.05.2014)


 

Bonn stellte sich quer gegen Pro NRW

Fotos: H.Celik

Am Samstag, dem 17. Mai 2014 protestierten etwa 300 Personen am Bonner Friedensplatz gegen eine Kundgebung der rechtspopulistischen Partei Pro NRW.

Es hatten sehr viele Initiativen und Einzelpersonen von Gewerkschaften bis zu Kirchen aufgerufen und teilgenommen. Bei der Kundgebung hat der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und die Integrationsbeauftragte Coletta Manemann Reden gehalten, darin erklärten sie sich solidarisch und stellten sich hinter den Aufruf „Bonn stellt sich quer“.

Der OB sagte in seiner Rede „Bonn bleibt bunt… Friedensplatz bleibt Friedensplatz“, und betonte, dass auch die 1,6 Prozent der Stimmen, die Pro NRW bei der letzten Kommunalwahl 2009 bekommen hätte, zu viel wären. Benjamin Etzold, Sprecher der Initiative „weltoffen“, schilderte das Flüchtlingsdrama an den Außengrenzen der Europäischen Union und würdigte die Zusammenarbeit der Flüchtlingsinitiativen in Bonn. Er appellierte an die Stadt Bonn, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

Selbstverständlich war auch das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen  (BIM) e.V. mit dabei, um sich auf dem Friedensplatz, der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge und Muslime entgegenzustellen. Engagiert und mit einem großen Transparent zeigten Aktive aus dem Bonner  MIGRApolis – Haus der Vielfalt Flagge gegen die dumpfen Parolen der Rechtsradikalen.

Am Anfang und zum Schluss hat sich Mani Stenner bei der Teilnehmern und Initiativen für die Unterstützung und Solidarität bedankt.

(MD; Hier veröffentlicht am 19.05.2014, aktualisiert am 22.05.2014)


Ein kommunalpolitischer Abend im Zeichen der Integration

Diskussionsteilnehmer; Foto: Celik

Bericht von Bartosz Bzowski

Gut gefüllt war am 14. Mai das MIGRApolis-Haus. Vertreter im Bonner Stadtrat vertretener Parteien diskutierten elf Tage vor der Kommunalwahl darüber, wie Integration auf kommunaler Ebene in Bonn funktioniert und welche Verbesserungen notwendig seien. Es nahmen im Einzelnen teil: Klaus Großkurth (CDU), Rahim Öztürker (SPD), Gisela Mengelberg (Bündnis 90 / Die Grünen), Zehiye Dörtlemez (FDP), Jürgen Repschläger (Die Linke), Barbara Ingenkamp (BBB) sowie Jakob Hackenberg (BIG). Moderiert wurde der kommunalpolitische Abend von Dr. Beate Sträter, der Schulreferentin und Synodalbeauftragten für das christlich-muslimische Gespräch im Evangelischen Kirchenkreis Bonn.

Die Diskussion beschäftigte sich ausschließlich mit kommunalpolitischen Themen, es sollte nicht um Fragen beispielsweise des Asylrechts oder der Staatsangehörigkeit gehen. Doch auch auf Kommunalebene, so stellte sich heraus, gibt es genügend Möglichkeiten, Integration von Migranten zu gestalten. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.05.2014)


Mut zur Wahl der Diskriminierung?

Saloua Mohammed. (Foto: Schmiedel)

Kommentar von Saloua Mohammed

 
Sobald die Wahlen vor der Tür stehen, bemüht sich jede Partei um die Stimme der Bevölkerung. Es wird mit Versprechungen jongliert. So ist nun mal der Wahlkampf. Sogar die sogenannten Ghettos werden aufgesucht, jungen Menschen aus marginalisierten Quartieren werden Hilfe und Unterstützung versprochen und sie fühlen sich zum ersten Mal gesehen. Ja, sogar ernst genommen. Umso größer ist die immer wiederkehrende Enttäuschung, wenn ...mehr

 

 

 

(HIer veröffentlicht am 18.05.2014.)


 

„Warum muss ein hochqualifizierter Migrant seinen Namen bei der Bewerbung streichen?“

(v.l.n.r.) Knox, von Grünberg, Tobo, Klute, Öztürker, Foto: Ҫelik

Offene Gesprächsrunde der Bonner SPD über Integrationsfragen am 6.5.2014 im MIGRApolis-Haus der Viefalt

Ein Bericht von Julia Tran

Am 06.05.2014 veranstaltete die Arbeitsgruppe Migration und Vielfalt der Bonner SPD eine Gesprächsrunde im MIGRApolis-Haus, die sich mit verschiedenen Bereichen der Integrationspolitik in NRW beschäftigte und als Forum für Fragen und Anregungen dienen sollte. Rund 30 Interessierte kamen zu der offenen Diskussion mit den eingeladenen Gästen aus Bonn und Düsseldorf.

Peter Kox (Bonner Ratsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit und Wohnen), Bernhard „Felix“ von Grünberg (NRW-Landtagsabgeordneter für Bonn und Beuel), Thorsten Klute (Staatssekretär für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales NRW) und Rahim Öztürker (Integrationsratsmitglied in Bonn).

Nach einem Grußwort von Ali Dogan leitete die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Carolina Tobo die Moderation und bat die vier Podiumsgäste zunächst um fünfzehnminütige Impulsvorträge, die verschiedene Themen der Integrationspolitik in NRW und Bonn beleuchten und darüber hinaus einen Einblick in die Arbeitsschwerpunkte der vier Gäste geben sollten.

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(Hier veröffentlicht am 14.05.2014)


Umsonstregal im Oscar-Romero-Haus

Jeden Dienstag von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr ist das Umsonst-Regal im Flur des Erdgeschosses des Oscar-Romero-Hauses geöffnet. Das Umsonstregal ist kein Tauschregal. Es basiert NICHT auf dem in unserer Gesellschaft verankerten Systems des Nehmens und dem damit verbundenen Tauschzwangs, sei es in Form von Waren oder Geld. Wenn Du etwas benötigst, nimm es Dir mit und wenn Du etwas hast, was Du abgeben möchtest, leg es dazu. Bei uns im Umsonstregal liegen aus Platzgründen hauptsächlich Kleidungsstücke. Es gibt allerdings auch eine Pinnwand, wo Du andere Gegenstände oder Fertigkeiten „anbieten“ oder suchen kannst.

Kommt vorbei – wir freuen uns auf eine rege Umverteilung!

Schöne Grüße aus dem Oscar-Romero-Haus!

Oscar-Romero-Haus
Heerstr. 205
53111 Bonn

Tel.: 02 28/63 50 94 (1. Etage), 65 12 15 (2. Etage)
Homepage: www.oscar-Romero-haus.de

E-Mail: info@oscar-romero-haus.de

Spendenkonto: IBAN:DE72 4306 0967 0046 8092 00

BIC: GENODEM1GLS

(Hier veröffentlicht am 14.05.2014)


 

„Das betrifft uns doch nicht!“

Multikulturelle Vielfalt als Herausforderung in deutschen Klassenzimmern

Schulprojekt zur Masterarbeit von Lisa Höft, Trier

Bericht von Heike van den Bergh und Lisa Höft

Eine Unterrichtsreihenplanung zum Thema
"Ich-Verlust im Kontext von Mehrsprachigkeit"
für die Sekundarstufe I

Als Unterrichtsprobe für ihre Masterarbeit hielt Lisa Höft eine Stunde in der Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied in einer Mittelstufenklasse im Fach Deutsch, von Frau Dr. Raatz sonst unterrichtet, ab, am 02.04.2014. Als Grundlage für die Unterrichtsstunde wurde das Gedicht „Fremd-Sprecherin“ von Heike van den Bergh genommen, erschienen 2013 im Free Pen Verlag, Bonn, in der Lyrik-Anthologie „Zwischenwelten – zwischen den Welten“, Ausgewählte Gedichte.

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(Hier veröffentlicht am 12.05.2014)


 

Stimmen aus Ab-e-Barik

© Nadia Kraam

unser Leben ist so viel wert
solange ihr noch hinschaut
auch wenn die Schlammlawine
uns längst in ein Massengrab gerissen hat
unser Leben ist so viel wert
solange ihr uns als „eure“ Opfer seht
auch wenn wir schon zeitlebens
am Abgrund standen
wir haben mehr verloren als das Leben
solange die Nachricht „Verschüttetes Dorf
mit über zweitausend Toten“
gerade noch als Randmeldung taugt

Anmerkung: Ab-e-Barik ist ein Dorf in Afghanistan, das im Mai 2014 durch eine Schlammlawine zerstört wurde. Über 2000 Menschen kamen dabei ums Leben.

(Hier veröffentlicht am 12.05.2014)


„Birlikte – Zusammenstehen“

Foto: Fitzner

Kunst- und Kulturfest für eine gerechte und solidarische Gesellschaft vom 7. bis 9. Juni 2014 auf der Keupstraße in Köln-Mülheim

Die Straße entsteht beim Gehen

von Helga Fitzner

Es war ein Wunder, dass damals niemand zu Tode kam, als am 9. Juni 2004 eine Bombe mit rund 800 Nägeln und fünf Kilogramm Sprengstoff in der Kölner Keupstraße hochging und 22 Menschen, teilweise sehr schwer, verletzte. Und man muss sich wundern, dass ein rechtsextremistischer Hintergrund fast sofort ausgeschlossen und die Tat stattdessen islamistischen Tätern oder dem Kurdenkonflikt in der Türkei in die Schuhe geschoben wurde. Dabei hätte man nur die Bänder der Überwachungskameras des in der Nähe ansässigen Fernsehsenders VIVA zu Ende schauen müssen. Seit 2011 ist bewiesen, dass die Tat vom Nationalsozialistischen Untergrund NSU verübt wurde. Die einzige Überlebende des Trios, Beate Zschäpe, steht derzeit vor Gericht.

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(Hier veröffentlicht am 05.05.2014)


 

Die Aufnahme syrischer Flüchtlinge

Kurzinformationen zum zweiten Bundesprogramm

Informationen zusammengefasst von Julia Tran

Im Dezember 2013 beschlossen Bund und Länder, weitere 5.000 syrische Flüchtlinge für die Dauer des Konflikts in Deutschland aufzunehmen, nachdem die im Frühjahr 2013 beschlossene Aufnahmekapazität von 5.000 Personen ausgeschöpft ist.

Das zweite „Aufnahmeprogramm des Bundes zur vorübergehenden Aufnahme von weiteren 5000 Schutzbedürftigen aus Syrien und Anrainerstaaaten Syriens sowie Ägypten vom 23.12.2013“ richtet sich primär an Personen, die Verwandte in Deutschland haben und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg vorgeschlagen werden.

Insgesamt 3.500 Personen können dafür von den Bundesländern vorgeschlagen werden. Die restlichen Vorschläge kommen vom Bund und dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR).

Nach einem Schlüssel werden die Flüchtlinge in verschiedene Bundesländer verteilt. Für das Land Nordrhein-Westfalen ergibt sich damit eine Kapazität von 743 Plätzen.

...mehr

Kurzinformationen über das NRW-Landesprogramm

Zusammengestellt von Julia Tran

Aufgrund der aktuellen Situation in Syrien hat auch das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen, zusätzlich zum Bundesprogramm weitere Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen und ihnen Aufenthaltserlaubnisse für bis zu zwei Jahren zu ermöglichen. Vorrang haben solche Personen, die Verwandte in Deutschland haben.

Im Folgenden erhalten Betroffene in Deutschland eine kurze Übersicht über die Bedingungen und das Verfahren des Landesprogramms NRW nach dem Stand vom 25.03.2014.

Bitte beachten Sie, dass wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Informationen erheben.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.04.2014)


„Breaking News“

Roman von Frank Schätzing

Rezension von Helga Fitzner

„Nichts heilt ohne Schmerzen“

Wer über Palästina schreiben will, weiß im Vorfeld, dass er es keinem Recht machen kann, und dass der Nahe Osten ein so vielschichtiges Sujet ist, dass er wahnsinnig viel recherchieren muss: Im Fall von Frank Schätzings Roman „Breaking News“ waren es über vier Jahre. Dann steht der Autor vor der Aufgabe, von den aufgetürmten Informationen so viele wie möglich zu verarbeiten und das Ganze so leserfreundlich zu gestalten, dass am liebsten noch ein Bestseller daraus wird. Auf „nur“ 965 Seiten ist Frank Schätzing das gelungen, er geht sogar auf Ereignisse in den Nachbarstaaten Israels ein. Dabei hat er zwei literarische Gattungen vermischt: die der Familiensaga über mehrere Generationen hinweg und den Thriller.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.04.2014)


Herzliche Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2014

15.September – 3.Oktober 2014

„Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern“

Dieses Motto der bundesweiten Interkulturellen Woche ist eine Einladung und eine Herausforderung zugleich. In der Migrationsgesellschaft können Gemeinsamkeiten nicht vorausgesetzt werden, sie müssen vielmehr gesucht und gefunden werden. Dafür ist ein Austausch notwendig, der von gegenseitigem Respekt getragen ist und niemanden ausschließt. Er findet an öffentlichen Orten statt, in Vereinen, Institutionen, Kirchen- und Moscheegemeinden, in Arbeitskreisen und Verbänden.

Die Interkulturelle Woche trägt dazu bei, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, mit unterschiedlichen Sprachen, Weltanschauungen und Religionen
sich offen und auf gleicher Augenhöhe begegnen. Dabei erfährt man viel über die Kulturen der Anderen, aber auch über sich selbst. Interkulturelle Begegnungen bereichern unsere Denkweisen und unser Leben.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.04.2014)


 

Simurgh

Simurgh; Quelle: Wikipedia

Der Regisseur Ruhi Karadağ porträtiert sechs ehemalige politische Häftlinge, welche 1996 in den türkischen Gefängnissen als Zeichen ihres Widerstandes gegen die politische Unterdrückung im Land ein Todesfasten eingingen.

Auch heute ist die Menschenrechtssituation in der Türkei besorgniserregend, was die neuesten Ereignisse im Gezi-Park in Istanbul eingehend beweisen. Somit hat der Film nichts an seiner Aktualität verloren.

Mehr zum Film auf folgenden Seiten:

http://www.wasgehtheuteab.de/mainz/36609-SIMURGH-party-im-Capitol-am-06-04-2014

http://www.filmstarts.de/kritiken/197601.html

(Hier veröffentlicht am 15.04.2014)


 

Demonstration für Solidarität mit Flüchtlingen und Migranten in Not am Dienstag, 1. April 2014

Benjamin Etzold bei seiner Rede. Foto: Schmiedel.

Am 1. April 2014 vervielfachte sich die die gewöhnliche Teilnehmerzahl des interreligiösen Schweigens für Frieden und Gerechtigkeit, das monatlich am 1. Dienstag zwischen 17.30 Uhr und 17.45 Uhr auf dem Bonner Münsterplatz stattfindet, da sich das Bonner Netzwerk weltoffen dem Schweigen angeschlossen hatte, um anschließend eine Demonstration zum Berta-von-Suttner-Platz und weiter auf die Kennedy-Brücke durchzuführen. Von der Brücke aus warfen die Demonstrierenden sodann für jeden vor Lampedusa ertrunkenen Flüchtling eine Rose in den Rhein. Sie machten so auf das Sterben an Europas Außengrenzen aufmerksam, zeigten ihre Solidarität mit Flüchtlingen und Migranten in Not und demonstrierten gegen die deutsche Migrations- und Asylpolitik.


Lesen Sie hier die Rede von Benjamin Etzold vom Bonner Netzwerk weltoffen, die er nach dem Schweigen hielt:

 

In Bonn wird momentan viel über die Aufnahme von Flüchtlingen gesprochen. Derzeit leben über 460 Geflüchtete hier: in Übergangswohnheimen, Notunterkünften, Wohnungen und Hotels. Mitte April werden ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.04.2014)


Ein Meilenstein

Warum der Kompromiss beim „Doppelpass“ sinnvoll ist

Kommentar von Bartosz Bzowski


Am 27. März 2014 einigte sich die Große Koalition auf eine Neuregelung des Staatsangehörigkeitsrechts in Deutschland. Demnach kann, wer in Deutschland geboren wurde, grundsätzlich die doppelte Staatsangehörigkeit besitzen. Voraussetzung ist allerdings, dass die jungen Erwachsenen aus Nicht-EU-Ländern sich mit Vollendung des 21. Lebensjahres mindestens acht Jahre in Deutschland aufgehalten haben oder sechs Jahre hier zu Schule gegangen sind. Die Optionspflicht, die bislang gilt und besagt, dass man sich mit 23 Jahren für eine Staatsbürgerschaft entscheiden soll, entfällt grundsätzlich.

Prompt kommt Kritik am Kompromiss auf: Es sei ein „integrationsfeindliches Bürokratiemonster“, meint Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Kenan Kolat, der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde Deutschland, spricht von einem „Optionspflichtverlängerungsgesetz“. Er kritisiert, "Warum macht man für eine kleine Minderheit so ein kompliziertes Gesetz?", da nur wenige der Betroffenen nicht in Deutschland aufwachsen würden. Die Linkspartei wirft der SPD vor, vor der Union „eingeknickt“ zu sein.

Positive Kommentare scheinen heute in der Minderzahl zu sein, doch die Reaktionen werden dem Geschehen nicht gerecht. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.03.2014)


 

POETRYpolis sorgte erneut für Begeisterung

18jährige Dagny Leu gewinnt 6. Auflage zum Thema "Vertrauen"

Ein Bericht von Bartosz Bzowski

„Vertrauen“ war das Thema der sechsten Auflage des interkulturellen Poetry-Slams im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, der am 14. März 2014 über die Bühne ging. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und die Sitzplätze schnell belegt. Rund 80 Besucher füllten den Saal und hörten den Gedichten sowie Texten in zahlreichen Sprachen zu.

POETRYpolis wurde 2011 von Julia Nikolic und Janina Nietzke während ihrer Praktikumszeit beim Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) ins Leben gerufen.

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(Hier veröffentlicht am 25.03.2014)


 

Der erste Kaiserlich-Osmanische Gala-Abend am 22. März 2014 im Schloß Charlottenburg

Kommentar von Nadja Thelen-Khoder

Der Vorstand des Armenisch-Akademischen Vereins 1860 e.V. (AAV), dessen Vorsitzender Azat Ordukhanyan auch der Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland (ZAD) ist, weist in seiner Pressemitteilung vom 11.3.2014 auf eine Veranstaltung hin, zu der es auf der Seite der Veranstalter (1) heißt:

„Der erste Kaiserlich-Osmanische Gala-Abend findet am Samstag, den 22. März 2014 in Berlin statt. In den historischen Mauern des Schlosses Charlottenburg laden wir zur ersten Veranstaltung dieser Art ein. Zu Ehren dieses einzigartigen Ereignisses werden hochrangige Politiker, ehrwürdige Adelsfamilien, Prinzen verschiedener Nationen, bedeutende Historiker, herausragende Persönlichkeiten und engagierte Unternehmer eingeladen. Jeder, der die Freundschaft über Staatsgrenzen hinweg fördern möchte, wird hiermit aufgerufen, teilzunehmen. Lassen Sie sich diese historische Begegnung nicht entgehen.“

Daß dieser erste „Kaiserlich-Osmanische Gala-Abend (2) die größte Veranstaltung zur Förderung internationaler Freundschaft“ sein soll, scheint mir in Anbetracht der Pressemitteilung des Armenisch-Akademischen Vereins 1860 e.V. sehr zweifelhaft zu sein, in der es heißt:

„Wie geschichtsvergessen muss eine Gesellschaft eigentlich sein, um einen kaiserlich-osmanischen Gala-Abend zu feiern und das dann auch noch als Ausweis der Völkerverständigung zu etikettieren? ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.03.2014)


 

Trauriger Clown

Heike van den Bergh

zum Portrait des Großvaters von Vadim Lyubich:

Dieses Gedicht entstand unter dem Eindruck des Gemäldes von Vadim Lyubich, ukrainischer Jude, der hier einerseits seinen Großvater portraitierte, der beim Einmarsch der Deutschen von den Russen nach Kasachstan evakuiert und später Held der Roten Armee wurde, und andererseits das Schicksal eines jüdischen Kabarettisten in Nazi-Deutschland, der von den Nazis im Lager Theresienstadt gedrängt wurde, unter dem Versprechen, er würde dann nicht vergast werden, in dem Propaganda-Film „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ mit seinem komödiantischem Können eine „schöne heile Welt“ im Lager vorzutäuschen. Danach haben ihn die Nazis dann dennoch in Ausschwitz vergast.

Die Nase ein Fanal des unbrechbaren Willens,

doch tragisch am unteren Ende, ein Tränentropfen, weist sie auf den zu schmerzreich- gezwungenem Grinsen verzerrten Mund, übermalte Heiterkeit, großmäulig kleinlaut,

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(Hier veröffentlicht am 17.03.2014)


 

"Wir wollen die Trauer abschließen"

Ökumenischer Gedenk- und Trauergottesdienst am 08.03.2014 in der Lukaskirche Bonn

Bericht von Monika Winkelmann

Um 14 Uhr sollte der Gottesdienst stattfinden, fast eine halbe Stunde früher waren wir im Hof vor der Lukaskirche angekommen. In der fast schon blendenden Frühlingssonne wirkten die Gruppen mit dunkelhäutigen, schwarzhaarigen Menschen - dreißig dürften es um diese Uhrzeit schon gewesen sein! - überraschend auf uns und ausdrucksstark. Wir Weißhäutigen waren bei weitem in der Minderzahl und sollten es auch bleiben. Was für eine gute Einstimmung für Reiner, meinen Partner, der im April ein Zeugnis-Ablegen-Retreat in Ruanda besuchen würde! Wir suchten Blickkontakt, grüßten scheu und freudig, setzten uns auf ein Mäuerchen. Nach einer Weile traute ich mich, ein paar Fotos zu machen. Ich fragte vorher um Zustimmung, gestikulierend, und manche lehnten auch ab. Einen der Pfarrer kannte ich schon, von Veranstaltungen bei Migrapolis, Wolfgang Wallrich. Ihn fragten wir, ob wir unsere frisch aktualisierten Flyer für die geplanten Einkehrtage auf Lampedusa im September auslegen durften. Ja, natürlich gerne, man zeigte uns gute Plätze für die Papiere.

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(Hier veröffentlicht am 14.03.2014)


 

Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern

Vorbereitung der Interkulturellen Woche 2014

von Ruth Schlette

In Erfurt fand am 14./15. Februar 2014 das Vorbereitungstreffen für die diesjährige Interkulturelle Woche statt. Hier einige Ergebnisse des Treffens:

Angesichts der Gefahr einer rechtspopulistischen Wende in Europa sollen alle Kräfte mobilisiert werden! So soll im Vorfeld der Europa-Wahl das Potential der INTERNATIONALEN WOCHEN GEGEN RASSISMUS vom 10.-23. März 2014 ausgeschöpft werden.

Geplant ist zum Beispiel:

- am Freitag, dem 21. März zu den Freitagsgebeten in Moscheen gehen. An diesem Tag werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie z.B. Bürgermeister eingeladen, nach dem Freitagsgebet zum UN-Tag gegen Rassismus zu sprechen.

- gegen flüchtlingsfeindliche Aktionen rechter Gruppierungen mobilisieren
- den Schulterschluß mit anderen örtlichen Initiativen, Politikern, Verwaltungen suchen
- publikumswirksame Veranstaltungen planen....

Die Koordinierung erfolgt durch den INTERKULTURELLEN RAT IN DEUTSCHLAND

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(Hier veröffentlicht am 25.02.2014)


Hausbesucherinnen gesucht

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir suchen Frauen, die sich im Rahmen unseres Projektes HIPPY (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) als Hausbesucherinnen qualifizieren lassen möchten:

Ihre Aufgaben: Sie besuchen Familien aus ihrem Kulturkreis und stellen den Müttern das HIPPY-Material vor (Bilderbücher, Anregungen zum Spielen und erste geometrische Formen)
Ihre Voraussetzungen: Sie sprechen türkisch, arabisch oder russisch und gut deutsch; Sie sind kontaktfreudig und haben Lust andere Mütter bei der Förderung ihrer Kinder und beim Einleben in die deutsche Gesellschaft zu unterstützen. Nach Möglichkeit haben Sie selbst Kinder im Kindergartenalter.

Nähere Informationen bei Barbara Schlüter montags im Offenen Café im Migrapolis, Brüdergasse 16-18 von 14.00-16.00 Uhr oder schicken Sie mir eine Mail: schlueter[at]bimev.de , damit ich mit Ihnen Kontakt aufnehmen kann.

Freundliche Grüße,

Barbara Schlüter

(Hier veröffentlicht am 19.02.2014)


 

Alevitischer Abend mit vielen Erkenntnissen

Moderator Dr. Dietmar Schubert; Foto: Eis

Vorstellung der Studie "Dersim-Aleviten in Deutschland"

Bericht von Bartosz Bzowski

Sehr gut besucht war am 23. Januar das MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Rund 60 Gäste verfolgten die Vorstellung des neuen Buches „Dersim-Aleviten in Deutschland – Gelebter Glaube oder verlorene Identität“ mit anschließender Diskussion. Die Studie wurde vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) durchgeführt und von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, den Integrationsagenturen sowie vom Arbeits- und Integrationsministerium Nordrhein-Westfalen gefördert.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Mika Wagner die Studie vor. Diese bestand aus drei Teilen: Aleviten in der Migrationsforschung, den Ergebnissen der Befragung sowie der Geschichte der Aleviten.

Über Aleviten gibt es keine offiziellen Statistiken, sondern nur Schätzungen. Danach leben rund 800.000 Aleviten in Deutschland. Bisher gibt es nur wenige Studien über sie, und oft werden sie marginalisiert und fälschlicherweise den Muslimen zugeordnet, was zunehmend auf Kritik stößt.

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(Hier veröffentlicht am 30.01.2014)


 

„Kurden verkaufen doch Kebab, wenn sie hier erfolgreich sind“

Foto © Stenzel

Filmvorführung "Der Imker" und Podiumsdiskusion

Bericht von Sonja Stenzel

Im Rheinischen Landesmuseum in Bonn wurde am Dienstag, dem 28. Januar 2014, der Film „Der Imker“ in Anwesenheit des Regisseurs Mano Khalil mit anschließender Podiumsdiskussion gezeigt.

Der Dokumentarfilm verfolgt 5 Jahre lang die Geschichte des Kurden Ibrahim Gezer aus der Türkei, der als politisch Verfolgter seine Familie verlassen musste und alleine in die Schweiz flüchtete. Dort versucht er, seiner Berufung, der Imkerei, nachzugehen. Dabei stößt er auf vielerlei Hürden und muss sich an ein Leben ohne Geld und Familie gewöhnen, während er um seine in der Türkei zurück gebliebenen Kinder bangt. Während er die Imkerei in der Türkei als Beruf ausübte, wird sie in der Schweiz als „Hobby“ abgeschrieben, wodurch er zusätzlich einer anderen Verdiensttätigkeit nachkommen muss, die die Zeit für seine Leidenschaft stark einschränkt. Trotz der begrenzten Zeit und der Ungewissheit um sich und seine Familie, findet er in seinen vielen tiefen Schweizer Freundschaften, der Natur und seinen Bienen immer wieder Trost.

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(Hier veröffentlicht am 29.01.2014)


 

Dersim-Aleviten in Deutschland

Gelebter Glaube oder verlorene Identität?

Eine Orientierungshilfe für Forschung und Arbeit mit Aleviten aus der Region Dersim/Türkei


Wer genau sind die Aleviten? Eine gemäßigte Richtung des Islam oder eine eigenständige Religion? Wie viele gibt es von ihnen in Deutschland und wieso sind sie immer noch relativ unbekannt?

Innerhalb der Migrations-, Islam- und Integrationsdebatte, die sich in Deutschland häufig insbesondere um türkischstämmige Mitbürger und Mitbürgerinnen dreht, ist es von großer Bedeutung, zu unterscheiden, zu welchen Religions- und ethnischen Gemeinschaften Migranten aus der Türkei gehören. Pauschalisierungen und falsche Zuordnungen bezüglich der ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit der Menschen aus der Türkei führen zu Fehldeutungen in politischen Diskursen. Durch die Vernachlässigung von Unterscheidungsmerkmalen wird – insbesondere auch in repräsentativen wissenschaftlichen Studien – ein ungenaues bzw. gar kein Bild von Aleviten gezeichnet und Migrationsprobleme zu sehr verallgemeinert.

In der Studie „Dersim-Aleviten in Deutschland“ wird auf einige zentrale Beiträge aus der wissenschaftlichen Diskussion zu Aleviten eingegangen und ein kritischer Blick auf die Vorgehensweise in repräsentativen Studien geworfen. Außerdem werden Ergebnisse einer selbst durchgeführten Befragung unter in Deutschland lebenden Aleviten aus Dersim (Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen) vorgestellt. In anschaulicher, aber dennoch wissenschaftliche Regeln einhaltenden Form werden Themen wie alevitisches Selbstverständnis und Identitätssuche, Integration in Deutschland und Vergangenheitsbewältigung diskutiert.

Ein Ergebnis ist, dass es sich allemal lohnt, genauer hinzusehen: die Aleviten sind aus vielerlei Gründen ein attraktives und aufschlussreiches Forschungsfeld, in dem es noch einiges zu entdecken gibt.

Free Pen Verlag, Bonn 2014, 116 S., Broschur, lieferbar ab 20.1.2014

ISBN 978-3-938114-93-3

NEU: ISBN 978-3-945177-01-3

€ 9,90

Bericht über die Buchvorstellung am 23. Januar 2014

(Hier veröffentlicht am 28.01.2014)


 

Erkenntnis, Schatten und Duft von Pfirsich

„Bonner Ausblicke“ am 22. Januar 2014 mit Wolfgang Kubin

Bericht von Varvara Stegarescu


„Wenn wir Alles erkennen, dann erblinden wir. Deshalb wollen wir nicht Alles erkennen“, so formuliert Wolfgang Kubin - Sinologe, Schriftsteller und Übersetzer, seine philosophischen Erkenntnisse. Anlass zu philosophieren, Poesie zu hören und sich über die chinesische Dichtung auszutauschen bot die Veranstaltung „Bonner Ausblicke“ vom 22. Januar 2014, organisiert und moderiert von Rainer Maria Gassen.

Wolfgang Kubin, der Ehrengast dieser Lesung, beschrieb an diesem Abend seinen persönlichen literarischen Wanderweg – das Schreiben, sagte der Dichter, sei ein Weg des Wanderers, wir sind unterwegs wenn wir schreiben. Wolfgang Kubin geht diesen Weg jeden Tag, zwischen 3:00 und 5:00 Uhr morgens. Dabei wird die Wissenschaft, das Schreiben und die Übersetzung miteinander verbindet, weil die Eine das Andere bedingt.

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(Hier veröffentlicht am 28.01.2014)


 

Zum 27. Januar

von Nadja Thelen-Khoder


Zum 27. Januar

(und zu Goethes „Über allen Gipfeln ist Ruh’“)


Da schreit es wieder, mein

geliebtes, gehaßtes Land,

das mir als ewigen Unterpfand

seines Fluches seine-meine Sprache gab.

Da schreit es mich wieder verzweifelt an:

„Was Du weißt, sag` im Nu! Wo war ich,

ich selbst, keinem sonst zu vergleichen?

Wo war ich, auf der Stirn meines Gottes Zeichen?“ (Ibsen, Peer Gynt)

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(Hier veröffentlicht am 28.01.2014)


 

„Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!“

Ernst-Reuter-Büste in Berlin, Wikipedia

Für Anne Frank, Tanja Sawitschewa, Kurt Gerron und all die anderen

von Nadja Thelen-Khoder

Mit großem Dank an Ilona Ziok

Heute, am 27. Januar 2014, begehen wir den Tag, an dem vor nunmehr 69 Jahren das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde. Und wir sollten auch dem Tag gedenken, an dem vor genau 70 Jahren die „Belagerung von Leningrad“ nach 872 Tagen beendet wurde. Der Roten Armee der Sowjetunion boten sich bei der Befreiung grauenhafte Bilder, und beide Orte stehen für millionenfachen Mord, begangen von Deutschen zur Zeit des Nationalsozialismus (1).

Als Ernst Reuter den obigen Satz rief, meinte er Berlin, daß 1948 ebenfalls mit einer „Blockade“ geschlagen werden sollte. Ernst Reuter, der vor den Nazis fliehen konnte und in der Türkei die Zeit des Nationalsozialismus überstand, wurde gehört; sein Ausruf zählt wie John F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ zu den Sätzen, die tief im kollektiven Gedächtnis der Deutschen verankert sind.

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(Hier veröffentlicht am 27.01.2014)


 

Mit dem Audioguide durch Migrastan

Schulprojekt zu Migrationslyrik

Norbert Krüßmann berichtet auf der Homepage des Schulprojekts über die Bedeutung des Themas Migrationslyrik im Deutschunterricht: "Migrationslyrik" lautet der Themenschwerpunkt für das 3. Semester des Deutschkurses mit erweitertem Anforderungsniveau. Migrationslyrik ist ein Themenfeld, das von der Antike bis in die Gegenwart reicht und damit weit offener ist als die früher im Rahmenlehrplan vertretene „Exilliteratur“.

Im Rahmen dieses Projekts wählten die Schüler aus dem Bändchen „Angekommen ...?“, der Publikation zum „Literaturwettbewerb zur 8. Bonner Buchmesse Migration in Partnerarbeit oder allein ein Gedicht aus, das sie beim ersten Lesen besonders ansprach."

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projektseite der Schule:

http://www.seeschule.de/cms2/navigation/gymnasium/alltag/migrationslyrik-im-deutschkurs/

(Hier veröffentlicht am 21.01.2014)


 

„Diese Wirtschaft tötet.“

Bild: Krippenbild / Wikimedia Commons

[Papst Franziskus im „Evangelium Gaudium“ (1)]

von Nadja Thelen-Khoder

„Die Gier nach Macht und Besitz kennt keine Grenzen.“ (a.a.O., im doppelten Wortsinn)

Urbi et Orbi! (Der Staat und dem Erdkreis!)


„Es ist unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht. Das ist Ausschließung. Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden.“

Endlich finde ich ihn wieder, den großen jüdischen Rabbi, nach dem die Christen sich benennen und den die Muslime als den Propheten Isa verehren.

Auf Seite 52 des als PDF (1) zum Download bereitstehenden apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium des Heiligen Vaters Papst Franziskus an die Bischöfe, an die Priester und Diakone, an die Personen geweihten Lebens und an die christgläubigen Laien über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute“ stehen die o.a. Sätze [auch bei(2)], und unter der Überschrift  „Papstschreiben Evangelii Gaudium: Eine Zusammenfassung“ (3) heißt es unter „Gerechtigkeit und Menschlichkeit“: „,In der Wurzel ungerecht’ nennt Papst Franziskus das aktuelle ökonomische System. Diese Form der Wirtschaft töte, denn in ihr herrsche das Gesetz des Stärkeren.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.01.2014)


 

Phönix

von Heike van den Bergh

Frei

wie der Phönix,

der Stück für Stück

den klebrigen Schutt

abschüttelt,

seine Federn spreizt

in neuem, leuchtenden Rot,

Gold und Ocker,

langsam Schritte geht

mit gestreckten Armen,

die den Wind umarmen,

die Sonne, das Licht,

dich,

inmitten dieser frischen, duftenden Luft

Anlauf nimmt

und nach einigem Hüpfen,

zaghaften Versuchen,

über den Rand des Vulkans hinweg sich erhebt,

sonnen-, lebens- und liebestrunken,

doch voll eigener, inniger, sturer Kraft,

in den Morgen hinausschwebt,

wie ein Gleitschirm kreiselnd

im Luftstrom seine Bahnen zieht,

Spannung haltend, sich dem Wind jedoch einfühlsam hingebend,

einem neuen Sein und Horizont,

näher am Boden,

so möchte ich sein.

(Hier veröffentlicht am 13.01.2014)


 

Der weise Maharadscha – oder das Medaillon

Indisches Volksmärchen,

mündliche Überlieferung aus Indien, schriftliche Version verfasst von Heike van den Bergh

Es war einmal ein schon sehr weiser Maharadscha, der hatte alles, was er sich nur erträumen konnte:

Eine schöne, liebevolle Frau, gut gelungene Kinder, ein riesiges Königreich voller landwirtschaftlicher und Boden-Schätze und blühender Landschaften. Aber er wollte doch wissen, wie er endgültige Erleuchtung und Weisheit erreichen könnte.

So rief er alle Yogis, Brahmanen und Asketen seines Königreichs zusammen und stellte ihnen folgende Aufgabe:

"Findet einen Satz, der mich immer glücklich macht und immer zutrifft auf alle Situationen des Lebens, mit dem ich die wahre Erkenntnis finde. Wem es gelingt, dem gebe ich meine jüngste und schönste Tochter und ein großes, reiches Gouvernement dazu."

Die Weisen zogen sich 6 Wochen lang in ein Bergkloster zurück und meditierten, diskutierten, philosophierten, aber sie kamen zu keinem übereinstimmenden Ergebnis. Schließlich fand einer einen solch klugen Satz. Die anderen wurden aber nicht eingeweiht, sie vertrauten ihm aber, da er der bei weitem weiseste Mann des Königsreichs war.

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(Hier veröffentlicht am 08.01.2014)


 

Weihnachten 2013 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn

Wolfgang Wallrich  - Pfarrer

Weihnachtspredigt im Migrapolis-Haus der Vielfalt – Bonn 2013


Ihr Lieben,

Glaube ist die Suche nach einer Geschichte, die verloren ging.

Endlich Weihnachten!

Endlich beginnt wieder das Suchen nach einer Geschichte, die verloren ging.

Endlich wieder die Geschichte der Verlorenen, die wieder entdeckt werden.

Endlich wieder die Geschichte von Engeln, die Verlorenen nachgehen.

Endlich Erfüllung der Wünsche, dass es in unserem Leben Neues geben möge –

in dem Sinne, dass wir selber in uns ein Stück weit neue Menschen werden,
dass es in uns so etwas wie Entwicklung und Geschichte gibt.

Endlich ein Menschenkind, das auch Göttliches in sich spürt und vor allem lebt und tut.

Das Kind wurde in einfachsten Verhältnissen geboren.

Eine junge noch fast halbwüchsige Frau bekommt ein Kind –

Ein älterer Mann, ein Witwer – ein Zimmermann - gibt den Vater.

Ein windiger Stall  in Bethlehem wird Entbindungsraum.

Eine Futterkrippe voll Heu und Stroh für die Stallbewohner –

Ochs und Esel - dient als Kinderbett.

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(Hier veröffentlicht am 13.12.2013)


 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar"

Bundesarchiv, Bild 183-74237-004

"Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Für Nelson Mandela (Todestag 5.12.2013), Willy Brandt (100. Geburtstag am 18.12.2013) und Fritz Bauer (50. Jahrestag des Auschwitzprozesses am 20.12.2013)

von Nadja Thelen-Khoder

 

Wie mag sich Konrad Adenauer wohl gefühlt haben, als er gegen seinen sozialdemokratischen Gegenkandidaten mit hauchdünner Mehrheit zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde? Kurt Schumacher war zwölf Jahre unter den Nationalsozialisten im Konzentrationslager inhaftiert gewesen und hatte nur noch wenige Jahre zu leben. Über seinen Zwischenruf „Kanzler der Alliierten“ hat Konrad Adenauer sich jedenfalls sehr erregt.

Was mag Konrad Adenauer gedacht haben, als er Hans Globke zu seiner „Rechten Hand“ machte? Er hatte 1935 die „Rassengesetze“ der Nationalsozialisten, die „Nürnberger Gesetze“ (1) „kommentiert“ (2), also „handzahm“ gemacht: Bestimmungen über Erlaubnis bzw. Gültigkeit von Ehen zwischen Juden und Nicht-Juden, die Definition von „Voll- und Halbjuden“, die zusätzlichen Namen und das „J“ im Reisepaß, damit Flüchtlinge an der Grenze auffielen und vorher noch ordnungsgemäß beraubt werden konnten („Arisierung“) – das alles und noch viel mehr „kommentierte“ Hans Globke, das verdankten ihm die Nazis und damit eben auch das reiche Deutschland. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 17.12.2013)


 

Fine English Folk

Das Plakat.

Broom Bezzums beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 17.04.2011


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel


Broom Bezzums, Ginsterbesen, so nennt sich das aus Nord- und Mittelengland stammende, aber schon seit Jahren in Deutschland, genauer in der Pfalz, ansässige Folkduo aus Andrew Cadie und Mark Bloomer. Das war wohl nicht ihr erstes Konzert im Feuerschlösschen, aber das ersten, dem ich lauschen durfte. Und es war auch nicht das letzte, denn 2012 traten sie mit ihrem teilweise deutschsprachigen Programm Geisterbahn auf und kurz nach dem Tag, an dem ich diese Zeilen hier schreibe, kommen sie mit Weihnachtsliedern.

Im April 2011 aber spielten sie englische Folksongs, großenteils aus eigener Feder, ihre eigentliche Stärke. Andrew spielte ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 12.12.2013.)


 

Nelson Mandela

Bild: Wikipedia / South Africa The Good News /

von Hıdır Eren Çelik

Die Stimme der Freiheit
Die Farbe der Gerechtigkeit
Der Wegweiser der Weisen

Deine Gedanken keimen die Hoffnung in mir auf eine gewaltfreie Zukunft
Du hast uns gezeigt, dass die Würde des Menschen die Despoten dieser Welt besiegen kann

Ohne Gewalt
Ohne Wut
Ohne Rache an der Vergangenheit

Deine Stimme schmeichelt meiner Seele
zieht mich in Deine Welt für Freiheit und Gerechtigkeit

Dein Lächeln bleibt in meinem Gedächtnis ewig
Deine Augen strahlen die Wärme in mir,
treiben die Kälte des menschlichen Daseins von mir weg

Du bist mein Wegweiser, der mir den Weg der Vernunft zeigt,
und in mir  die Gedanken entströmt wie ein Fluss in ferne Länder,
die mir Heimat wurden…..

Wir singen tanzend Deinen Abschied für unsere Zukunft
Du bleibst dennoch bei uns auf dieser Welt  
in unseren Herzen und Gedanken bleibst du unser Held

(06.12.2013)


 

‚Dann öffnete sich mir die Tür‘

Neuntes Buch der Essener Anthologien für Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet erschienen

‚Dann öffnete sich mir die Tür‘ zeigt Handlungsoptimismus junger Menschen

 
Mit einer großartigen Buchpremiere in der Essener Vhs wurde in diesen Tagen das neue Buchprojekt der Essener Anthologie‐Reihe für Kinder und Jugendliche aus dem Ruhrgebiet vorgestellt.
 
Stellt euch mal vor, es gäbe keine Türen. Jeder könnte bei euch ein‐ oder ausspazieren, wie es ihm gerade passt! Wie soll die Privatsphäre erhalten bleiben ohne Türen? Oder wie sollen wilde pubertäre Teenis Türen zuknallen, wenn Mama und Papa mal wieder Recht haben, es aber gar keine Tür zum Zuschlagen gibt? Wie sähe unser Leben aus ohne Türen?
Svenja Neumann (16 Jahre)

...mehr

(Hier veröffentlicht am 09.12.2013)


 

Der Wissende

Der Wissende, der sein Wissen nicht weiter gibt, ist kein Wissender.

Derjenige, der das Wissen der Anderen nicht aufnimmt, um zu lernen, ist wie ein trockener Baum, der keine Früchte trägt.

Denn der Mensch soll lernen und lernen lassen,
damit das Wissen der Menschheit
nicht im Abgrund der Dunkelheit verloren geht.

Hıdır Eren Çelik

(Hier veröffentlicht am 29.11.2013)


 

Artikel über unser Haus

in der Zeitschrift "B * Connect"

"B * Connect - die Bonner Empfehlung" ist die Zeitschrift des Netzwerkes "Die Bonner Empfehlung". In diesem Netzwerk sind Unternehmen aus Bonn und Umgebung vereinigt, die sich zum Engagement für Kundenorientierung bekennen.

In der neuesten Ausgabe befindet sich ein Artikel über das "MIGRApolis-Haus der Vielfalt".

Mehr unter: http://www.b-connect-bonn.de/

zum Artikel

(Hier veröffentlicht am 05.12.2013)


 

Niederländisch-italienisch-kapverdisch-ukrainisch-deutsches Konzert zwischen regionalen Traditionen und globalen Fusionen

Das Plakat.

Akkordeonale 2011 in der Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland am 6. April 2011

 

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel

Die Akkordeonale des Niederländers Servais Haanen tourt seit 2009 jeden Frühling durch Deutschland. Somit ist dies eine Rezension der vorvorletzten Akkordeonale gerechnet vom Datum des Schreibens aus, aber da ich die letzte und vorletzte nicht besuchen konnte, ist mir die Erinnerung an diese vorvorletzte besonders lieb. Servais Haanen ist selber leidenschaftlicher Akkordeonspieler und versteht es jedes Jahr auf Neue, andere Meisterinnen und Meister auf diesem Instrument beziehungswiese auf Exemplaren dieser Instrumentenfamilie aus ganz verschiedenen Musikkulturen gemeinsam auf die Bühne zu bringen. 2011 waren dies ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 30.11./01.12.2013)


 

 

 

 

„Bonner Ausblicke“ mit Georg Schwikart

Lesung:  „Öhlweins Sterben“

Ein Bericht von Varvara Stegarescu


Am 20. November 2013 fand im MIGRApolis-Haus unter der Leitung und Moderation von Rainer Maria Gassen erneut die Veranstaltung Bonner Ausblicke statt. Dieses Mal war der Schriftsteller Georg Schwikart Gast der Runde.

Mit klarer Stimme und perfekt passender Gestik und Intonation begann Georg Schwikart, aus seinem neuen Buch „Öhlweins Sterben“ vorzulesen. Dass man so plastisch und humorvoll über die ernsten Themen des Lebens schreiben kann, hatten die anwesenden Zuhörer sicherlich nicht erwartet. Norbert Öhlwein, dem Hauptprotagonisten des Romans, geht es gesundheitlich nicht besonders glänzend, und nicht mal seine berufliche Tätigkeit als Trauerredner hätte positive Assoziationen im Gedächtnis des Publikums erwecken können. Georg Schwikart wollte aber etwas klar stellen: Man kann dem Tod auch mit Humor begegnen. Mit viel Humor!

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(Hier veröffentlicht am 27.11.2013)


 

Tomates provençales

Bild: Bill Tarpenning

Rezept für 5 Personen als Vorspeise oder Beilage zu Fisch, Rind, Ente oder Lamm:


Zutaten:

10 große, saftige, fruchtige Fleischtomaten

5 kleine Schalotten (rote Zwiebeln)

3 Knoblauchzehen

100 g Pinienkerne

100 g kernlose, grüne Oliven

jeweils 1/ 2 Bund frische französische Kräuter:

Thymian, Petersilie, Salbei, Basilikum, Rosmarin

Ein Gläschen Anchovis (ca 100-150 g)

100 g griechischen Schafskäse, schnittfest

8 EL Olivenöl, evtl. 2 Spritzer Aceto Balsamico (dunkel)

Pfeffer, Salz

500 ml in kochendem Wasser aufgelöste Gemüsebrühe

Handwerkzeug:

eine beschichtete Pfanne, Messbecher, große Casserole oder Backblech mit hohem Rand, Mörser oder Mixer, kleiner Topf und große Metallschüssel

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Lamm-Couscous

(mit Instant-Couscous für die schnelle Küche)

von Heike van den Bergh


(Nachempfunden von meiner tunesischen Freundin und Mutter meines Nachhilfekindes, damals Gattin des tunesischen Militärattachés in Bonn)

Zutaten: (für 4 Personen)

500 g Coucous-Instant-Getreide (zB von Kattus)

drei EL Butter für den Cous Cous, weitere Butter zum Anbraten des Lammfleisches

Ca. 800g Lammhüfte in zwei Stücken
1 Pfund Lammrippchen
7 Knoblauchzehen
3 große Auberginen
10 Schalotten
6 Zweige frischer Thymian und frische Korianderblätter

Kuminpulver

Pimentpulver

Garam Marsala-Gewürzpulver

Tomatenmark, 3 EL

Scharfes Paprikapulver

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(Hier veröffentlicht am 26.11.2013)


 

Über geschlagene Brücken und Handeln im Stadtteil

Bild: Jürgen Eis

von J. Michael Heveling - Fischell

“Altern in der hiesigen Fremde“: Ein Workshop des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) in Kooperation mit der Bonner Altenhilfe

Die Inklusion und Teilhabe älterer Migrant*innen auf dem Arbeitsmarkt und im Sozialraum standen im Mittelpunkt des Workshops “Altern in der hiesigen Fremde“. am Freitag, den 8. November 2013 auf der 9. Bonner Buchmesse Migration. Zur Vorbereitung und Durchführung waren das BIM e.V. und die  Bonner Altenhilfe in Kooperation getreten. Im Konferenzraum im Haus der Geschichte diskutierten Akteure des Arbeitsmarktes und der Migrationsarbeit, aus der Sozial- und Flüchtlingsberatung, Behindertenverbände und der Bonner Verwaltung wie die Teilhabe älterer Migrant*innen auf dem Arbeitsmarkt und im Stadtteil verbessert werden kann.
 

Bevor jedoch praxisnahe Handlungsschritte entwickelt wurden, nahm M. Heveling - Fischell vom BIM e. V. die Situation älterer Migranten in den Blick. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.11.2013)


 

Tarakshaqum und Löwenzahn

Von J. Michael Heveling-Fischell


Zu Gehör gebracht von Zini

Es waren einmal eine hübsche Löwin und ein starker Löwe. Die Löwin hieß Paula und der Löwe wurde Willi gerufen. Paula hatte wunderschönes gelbes Fell, das strahlend in der Sonne leuchtete. Willi  besaß, wie sich das für einen starken Löwen gehört, eine wilde, immer etwas zerzauste Mähne. Außerdem, und das hat nun wirklich nicht jeder Löwe, prangte ein großer schwarzrunder Fleck auf seiner Stirn. Paula und Willi lebten glücklich und zufrieden in der berühmten Oase Siwa am Rande der Libyschen Wüste...

So beginnt Tarakshaqum  oder die Geschichte vom Löwenzahn des Bonner Autors J. Michael Heveling-Fischell.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.11.2013)


 

„Aus der Fremde in die Fremde? Wie ich nach Bonn kam.“

Erzählcafé Migration am 8. November 2013 im Haus der Geschichte

Ein Kommentar von Varvara Stegarescu


Wir begegnen uns auf der Straße, ohne groß darüber nachzudenken, was der eine oder der andere für eine Last mit sich trägt. Sehr oft wird im Sekundentakt entschieden, welchem Kulturkreis oder welcher Nationalität eine Person angehören könnte. Man könnte sogar geneigt sein zu denken, dass eine in Deutschland gebürtige Person niemals in Beziehung zu Begriffen wie „Integration“, „Fremdheit“ oder „Ausgrenzung“ gebracht werden könnte. Schließlich wurde man in Deutschland geboren, spricht Deutsch, hat deutsche Eltern … und die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. So einfach ist das aber nicht!

Das wurde den Teilnehmern der Veranstaltung „Erzählcafé Migration“ deutlich, als sie über ihre Lebenserfahrungen berichteten. Eine Teilnehmerin der Runde erzählte, dass sie mehr als 20 Jahre lang in der Türkei als Journalistin tätig gewesen war. Ihr Sohn wurde dort geboren, bekam einen deutschen Namen und sprach Deutsch. Deutschland kannte er nur aus Urlaubsreisen. Nach der Rückkehr seiner Familie nach Deutschland fiel es ihm schwer, sich im eigenen Land zurechtzufinden. Das konnten manche nicht ganz nachvollziehen, schließlich hat er einen deutschen Namen und Deutsch ist seine Muttersprache. Ob man nur auf seinen Namen und auf seine Muttersprache reduziert werden kann, ist somit fraglich.

Was fremd ist, ist sehr subjektiv. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.11.2013)


 

„Religion in der Schule“

Podiumsgespräch am 9. November 2013 im Haus der Geschichte

Bericht von Varvara Stegarescu


Am 9. November 2013 fand im Rahmen der Bonner Buchmesse Migration die Veranstaltung „Religion in der Schule“ statt, organisiert und moderiert von dem Religionswissenschaftler Michael A. Schmiedel. Über die Bedeutung des Religionsunterrichts diskutierten:

Dr. Aziz Fooladvand, Lehrer für Islamkunde in Bonn
Klaus Gebauer, ehemaliger Koordinator des Religionsunterrichtes verschiedener Religionsgemeinschaften
Werner Heidenreich, Lehrer für Religion Buddhismus in Köln
Jochen Ring, Lehrer für Philosophie, katholische Religion, Ethik und Sozialkunde in Linz

Welche Bedeutung messen wir dem Religionsunterricht zu? Welchen Einfluss kann der Religionsunterricht auf die Entwicklung der Gesellschaft haben? Darf man überhaupt über eine gewisse Unverzichtbarkeit des Religionsunterrichts sprechen? Die letzte Frage wurde im Rahmen der Veranstaltung „Religion in der Schule“ von allen Teilnehmern der Diskussionsrunde positiv beantwortet.

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(Hier veröffentlicht am 21.11.2013)


 

Ausstellung „Through my eyes“

auf der Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte

von Henrich Fenner

Am Samstag, 9. November 2013 um 14 Uhr erläuterten die drei Initiatorinnen im Rahmen der Ausstellungseröffnung ihr Kunstprojekt. Nele Haack, Jana Hüttmann und Friederike Vigeland erzählten von ihrer Idee – finanziell unterstützt von der Fa. Go Ahead, Kindern einer Schule in Kapstadt/Südafrika und einer dörflichen Schule in Namibia Einwegkameras zu geben. Sie erklärten ihnen die Funktionsweise und baten sie, jeweils das zu fotografieren, was ihnen wichtig ist. So kamen über 500 Fotos zusammen. Aus diesen wurden in mehreren Auswahlschritten 30 ausgewählt, von denen im Rahmen der Buchmesse (wegen des begrenzten Platzes) 20 gezeigt werden. Die Exponate zeigen Alltagssituationen der Schülerinnen und Schüler mit einer großen Vielfalt.

Die Ausstellung ist inzwischen in mehreren Städten Deutschlands, so München, Heidelberg, Lübeck und Bonn (MIGRApolis-Haus der Vielfalt) gezeigt worden. Info-Tafeln erläutern das Projekt.

(Hier veröffentlicht am 20.11.2013)


 

Lesungen von Pilar Baumeister am 07.11.2013 an der Paul-Martini-Schule sowie an der integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel

Bericht von Mika Wagner

„Dieses ewige Misstrauen...
Wann geht es zu Ende?
Und warum reden sie immer nur
von meiner Behinderung.
Ich kann es nicht mehr hören.
Die Menschen sind schlecht.“

„Oh, nein, nein!“ rufen die über 30 Zuhörerinnen und Zuhörer der Paul-Martini-Schule.

„Sie brachten mir das Singen bei,
die Poesie, die Kunst.
Einige (Familie und Freunde) hatten Mitleid
mit mir, weil ich so ohne Augen, Beine
oder Gehör leben muss.
Und wir weinten sogar tiefverbunden
Zusammen.
Die Menschen sind gut.“

„Oh, ja, ja!“ ruft das Publikum fröhlich. Pilar Baumeister beginnt ihre Lesungen mit der „Hymne der Behinderten“. Ein – wie sie es nennt – Mitmachgedicht. Hier rufen die Zuhörer abwechselnd „Oh nein“ und „Oh ja“. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.11.2013)


 

Leserbrief zum Artikel "Sonne, Mond und Sterne, oder: Was in unserem Land falsch läuft" von Bartosz Bzowski

St. Martin und der Bettler ; Bild El Greco, 1597/99, National Gallery of Art, Washington D.C., Quelle: Wikipedia

von Heike van den Bergh

Lieber Bartosz,
 
ich möchte dir gerne mit diesem Leserbrief auf deinen hervorragenden und dringend notwendigen Artikel antworten:
 
Gestern kam ich in unserem kleinen Ortsteil Friesdorf voll und ganz hinein in das Martinszug-Getriebe, das mir die Wandlung dieses  traditionellen christlichen Festes in einer multikulturellen, multireligiösern Gesellschaft zeigte:

Als ich morgens im kleinen Postshop saß, um Briefe zu frankieren, kamen zwei schüchterne, muslimisch aussehende Jungs im Alter von ca. 6 - 10 Jahren herein mit ihrem Vater, sie diskutierten zuerst mit ihm in ihrer MUttersprache Arabisch.

Sie suchten erst die spärlichen Regale ab, schließlich, nach einer weiteren Diskussion mit dem Vater, fasste sich der größere Junge ein Herz und ging zum Kioskschalter und fragte in lupenreinem Deutsch nach Kerzen für St. Martins-Lampions. Die Verkäuferin lächelte mitleidig und auch gerührt und sagte tröstend: Leider haben wir keine mehr, die sind schon alle ausverkauft, da müsst ihr wohl bei den Supermärkten in Friesdorf oder in Godesberg schauen. Sichtlich schwer enttäuscht ging der Sohn zum Vater zurück. Ich gab ihnen noch den Tipp der Kaufhalle in Godesberg mit auf den Weg und freundlich sich bedankend aber ein wenig traurig lächelnd machten sie sich auf den Weg. Ich meinte dann noch zu den Postmitarbeitern: na, das ist aber wirklich geglückte Integration! Wenn muslimische Kinder auch unsere Heiligenfeste mitfeiern. Wobei ich noch zu bedenken gab, dass es ja auch arabische Christen gibt, z.B. Kopten aus Syrien.
 
Tatsächlich finde ich es sehr wichtig, dass wir weiter unsere christlich-abendländischen Traditionen und vor allem die sakralen Feste aufrecht erhalten. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.11.2013)


 

"Meine Heimat ist das Land der Sommersterne,

Walter Liederschmitt

 die funkeln mich voll an damit ich lerne

 was manchem Christ verborgen ist ... "



Es erreichten uns zwei Leserbriefe zum Nachruf auf Walter Liederschmitt, mit Berichten von seiner Beisetzung am 31.10.2013 in Trier. Wir stellen Sie aber nicht zu den Leserbriefen, sondern fügen sie dem Nachruf unten an. Subjektiv unterschiedlich passen sehr gut zum Werk Walter Liederschmitts.

Der erste Bericht stammt von Angelika Kiebel, Religionswissenschaftlerin, Märchenforscherin und Stadtführerin in Trier, der zweite von Stefan Backes, Musiker, Musikjournalist und Endredakteur beim FOLKER.


1.


Walter hatte eine sehr schöne, zu Herzen gehende Beerdigung. Es war eine wunderbare, liebevolle, friedliche Energie zu spüren ... es war sehr spirituell, obwohl es keine dezidiert spirituellen Rituale gab.  ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 12.11.2013.)


 

Ist Deutschland wirklich Einwanderungsland? So sieht die Realität aus!

von Heike van den Bergh

Die doppelte Staatsbürgerschaft wird von Bundesinnenminister Friedrich abgelehnt. Seine Begründung ist, auf Dauer könne sie die nationale Identität Deutschlands aushöhlen.

Dazu möchte ich die Realität Deutschlands als Einwanderungsland mit den USA als immer schon Einwanderungsland vergleichen:

Im Englisch-Leistungskkurs in den frühen 80er Jahren war unser Sternchenthema: "The USA as a multiracial and multinational society - salad bowl or melting pot?" Damals wurde von uns lebhaft bereits das Prinzip der multikulturellen Integration von Einwanderungskulturen kontrovers untersucht und diskutiert.

Schauen wir uns das Thema der nationalen Identität / "Leitkultur" doch mal in Deutschland anhand der Gastronomie an:

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(Hier veröffentlicht am 12.11.2013)


 

Sonne, Mond und Sterne – oder: was in unserem Land falsch läuft

St. Martin und der Bettler ; Bild El Greco, 1597/99, National Gallery of Art, Washington D.C., Quelle: Wikipedia

Ein Kommentar von Bartosz Bzowski

In wenigen Tagen, am 11. November, feiern wir das Namensfest des Heiligen Martin von Tours. Martin, der am 11. November 397 starb, war Bischof von Tours, und es werden ihm viele Wunder nachgesagt, sogar Wiedererweckung von Toten. Doch am bekanntesten geworden ist er durch eine Szene, in der er mit einem Schwert seinen Mantel teilte und einem frierenden Armen die Hälfte  schenkte. Nicht nur Katholiken verehren ihn, sondern auch Protestanten, Orthodoxe, Anglikaner und armenische Christen.

Zu Ehren des Hl. Martin finden jedes Jahr im November, rund um seinen Namenstag, Laternenumzüge statt, gerade bei uns im Rheinland ist der Brauch weit verbreitet und unter Kindern und Eltern sehr beliebt. Die Szene mit Martin, wie er auf dem Pferd reitet und seinen Mantel teilt, wird nachgestellt. Stadtteile, Kitas und Schulen organisieren eigene Martinszüge, für viele Kinder ist die Freude an diesem Tag vergleichbar mit Weihnachten.

Auch in diesem Jahr finden wieder viele Martinszüge statt. Doch irgendetwas ist anders als in den Vorjahren. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 06.11.2013)


 

Walter Liederschmitt (29. April 1949 – 23. Oktober 2013)

Walter Liederschmitt.

„Ao, Trier, deich verlaoßen, dat könnt, dat könnt ich nöt,
Wat wär die ganze Welt mer, gings dau nöt selwer möt
On denken eich aon’t Sterwen, versießt et mir den Duhd,
Dat aanst bei deine Mauern mein Herz om Bodem ruht
So schreift de Philipp Laven, dä grüßt mich wie vo fern
Ach, Trier, dich ze verlassen! Dat tu ich manchmal gern
Um mich aufzewärmen.

[…]

On wenn ich wähle könnt, wo ich begrabe gebe sollt
Dat mei Asche om Hauptmarkt verstreut gäb, hätt ich gewollt
On zwar da, wo dä Schatten vom Marktkreuz net hi’fällt
Am liebsten grad vor der Steipe, diesen zwei „Riesen“ zugesellt
Die stehn da an der Front so frei, gejen den Dom gewandt
Da hat dä Bischof kei Recht mehr, da wirbeln ich dann noch im Sand
Da bei de Laternern

[…]“

Aus: Trierer Venus, Walter Liederschmitt 1984


Walter Liederschmitt (29. April 1949 – 23. Oktober 2013)

Ein Nachruf von Michael A. Schmiedel


Letzte Woche hatte ich noch Bilder von Walter Liederschmitts Bänkelsänger- und Karl Marx-Tour als Diaschau auf dem Computer laufen und dachte, wie schön, dass es diesen Menschen gibt, da über die Eifel oder rhein- und moselaufwärts in Trier und dass ich ihn mal wieder besuchen sollte. Ich hatte noch eine Bitte von ihm nicht erfüllt, nämlich auf MIGRApolis auf seine neuen Videos aufmerksam zu machen. Das war untergegangen im Arbeitsstress. Und nun ist er untergegangen, der Walter, oder besser eingegangen in die ewigen Musselindianerjagdgründe. Ganz plötzlich, aufgrund einer Lungenembolie, wie ich erfuhr.

Walter Liederschmitt, Woltähr, war ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 29.10.2013.)


 

Demonstranten wollen bessere Politik für Flüchtlinge

Logo: Wikipedia

von Bartosz Bzowski

In Rostock demonstrierten am 19. Oktober über 1000 Menschen für eine andere Flüchtlingspolitik und gegen Rassismus. Von der hohen Zahl an Teilnehmern zeigten sich sogar die Veranstalter positiv überrascht. Die Demonstration wurde von verschiedenen Antifa-Gruppen organisiert und von den Parteien Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen unterstützt.

Nach der Tragödie von Lampedusa vom 3. Oktober sowie sich gerade in Mecklenbrurg-Vorpommern immer wiederholenden rechtsextremistischen Gewalttaten setzten die Veranstalter ein deutliches Zeichen, dass die Menschen in Rostock sich für Toleranz und Vielfalt sowie gegen Fremdenfeindlichkeit engagieren.

Die Stadt Rostock berät momentan ein Integrationskonzept, was unter anderem vorsieht, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund in der öffentlichen Verwaltung arbeiten und Sprachbarrieren durch frühkindliche Bildung abgebaut werden. Das Konzept soll im Januar 2014 von der Bürgerschaft verabschiedet werden. Oberbürgermeister Roland Methling betonte, "Rostock muss Integration leben" und „Nicht erst seit Lichtenhagen haben wir eine ganz besondere Verantwortung.“

Im Stadtteil Lichtenhagen kam es im Jahr 1992 zu schlimmen Ausschreitungen von Neonazis vor einem Asylbewerberheim. Besonders beschämend war damals, dass viele Schaulustige den rechtsradikalen Randalierern Beifall geklatscht hatten.

(Hier veröffentlicht am 29.10.2013)


 

„Umgang mit Fremdem“; GEBETe der Religionen am 1.10.2013

Bericht von Bartosz Bzowski

„Umgang mit Fremdem“, so lautete in diesem Jahr das Motto der traditionellen „GEBETe der Religionen“. Seit Mitte der 1990er Jahre veranstalten verschiedene Religionsgemeinschaften die „GEBETe“, die von Gundula Schmitt und Rainer Kaps ins Leben gerufen wurden und mittlerweile aus dem Programm der Interkulturellen Woche nicht mehr wegzudenken sind. Seit 2011 findet die Veranstaltung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt statt. In diesem Jahr bildete sie zugleich den stimmungsvollen Abschluss der IKW.

Etwa 40 Besucher fanden den Weg ins MIGRApolis-Haus an diesem 1. Oktober.

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(Hier veröffentlicht am 28.10.2013)


 

Irasshaimase!

Treten Sie herein und bleiben Sie - herzlich Willkommen auf Japanisch!

von Heike van den Bergh


Tokyo, ein Sonntag im Dezember 1988. Ich betrat den Eingang des Luxuskaufhauses „Mitsukoshi“ auf der nicht minder prunkvollen Einkaufsmeile „Ginza“. Ginza, das stand für Designer-Tempel, für Mode-Päpste, für unerschwinglichen Schmuck aus echten Perlen aus der japanischen See, für verfeinerte Delikatessen, für riesige, Tag und Nacht blinkende Konsumpaläste, für Kunstateliers der Avantgarde, für Gourmet-Restaurants mit dekadenten Preisen und die ganze Schickeria, für die Kanemochi, die „Geldfesthalter“, also schwerreiche Wirtschaftsmagnaten und ihren außergewöhnlich eleganten Lebensstil.

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(Hier veröffentlicht am 28.10.2013)


 

Einladung zum INTERkulturellen Café

Im Haus MIGRApolis, Brüdergasse 16-18, Bonn, findet jeden Montag von 13.00 – 16.00 Uhr ein offenes Café statt.

Für Gespräche rund um das Themenfeld Erziehung - Beziehung, ob mit oder ohne interkulturellen Hintergrund, bietet das Café Raum und Zeit.

Barbara Schlüter, Dipl.-Pädagogin und systemische Familienberaterin, unterstützt Sie bei allen Fragen zum Erziehungsalltag: für Eltern, „Berufspädagogen“ und alle, die sich über Erziehung und Beziehungen austauschen wollen oder einfach in offener Atmosphäre einen Kaffee oder Tee trinken möchten.

Die Teilnahme ist kostenlos.

(Hier veröffentlicht am 24.10.2013)


 

Ein Spätsommer(loch)thema? Oder mehr?

Unser Koordinator Michael A. Schmiedel macht sich derzeit etwas rar auf diesen Seiten, hat vor allem viel mit seinem neuen Job an der Uni Bielefeld zu tun, ansonsten aber doch anscheinend Zeit genug, der Presse zu einem Sommer(loch)thema zu verhelfen.

Die Presse hat nämlich seine Vorliebe für einröhrige Beinkleider entdeckt, woraus dann zwei Online- und ein Zeitungsartikel und sogar ein Fernsehbeitrag entstanden. Das alles findet sich zusammengefasst in einer PDF-Datei, auf die unter dem Artikel "Emanzipation - ein vergessenes Wort?" verlinkt ist, also -> hier (dort ganz nach unten scrollen).

 

(Hier veröffentlicht am 19.10.2013.)


 

„Meine Kunst wurde immer eßbarer“

Bericht von der genießerischen und essbaren Kunst im sizilianischen Rezept- und Familiengeschichten-Kochbuch von Cettina Vicenzino 

Lesung durch ihre Schwester Rossella am 29.09.2013 im KulturCafé im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

von Heike van den Bergh


Bei schönstem Sonnenschein erwartete uns ein regelrechter Hochgenuss an italienischem Frühstücksbuffet, das Daniela Ottembrino, selbst ihres Zeichens italienischer Herkunft und Varvara Stegarescu liebevoll gedeckt hatten:

Die Theke im KulturCafé bog sich unter den Platten mit italienischen Wurst- und Schinkenspezialitäten und Käseauswahl – es gab Honigmelone mit Parmaschinken, Mortadella, Salami und einen Mozzarella-Tomaten-Salat natürlich mit dem unverzichtbaren Basilikum, verschiedene Käsesorten und es stand sogar nicht nur zu dekorativen Zwecken eine Korbflasche Chianti parat, den aber keiner sich zu probieren traute um diese frühe Stunde. Dazu ein duftendes, aromatisches Ciabatta-Brot mit und ohne eingebackene Oliven.

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(Hier veröffentlicht am 17.10.2013)


 

Sozialraumorientierte Altenhilfe und Gesundheitsförderung

Bericht von Almut Schubert

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 hielt am 26.09. Michael Heveling-Fischell einen Vortrag zum Thema: "Sozialraumorientierte Altenhilfe und Gesundheitsförderung". Die Veranstaltung gehörte zu der „Dialogreihe Inklusive Altenpflege“ und richtete sich an ein Fachpublikum aus dem Bereich der Altenhilfe.

Eine Keraussage des Referenten lautete: „Sozialraumorientierte Altenhilfe bedeutet, dass Schutz, Hilfe und Förderung für Menschen vorrangig dort realisiert werden muss, wo diese leben und sich entfalten, wo personale, familiäre und soziale Potentiale aktiviert oder mobilisiert werden können“. Anhand verschiedener Grafiken wurde aufgezeigt, dass in den nächsten 15 Jahren der Anteil über 65jähriger Menschen mit Migrationshintergrund überproportional ansteigen wird. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.10.2013)


 

Veranstaltungen der Bahá´í-Gemeinde im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013

Berichte von Helia Daubach

17. September 2013

Miteinander sprechen, miteinander lernen, miteinander leben:

Erfahrungen im interreligiösen Austausch mit Asylbewerbern.


Unter diesem Motto hatte die Bahá’í‐Gemeinde Bonn am 17. September 2013 in das Bahá´í-Forum in der Wachsbleiche eingeladen.

Christine Beißel, eine Bahá´í-Freundin aus Overath, und ein befreundeter Flüchtling aus Pakistan wollten über ihre Erfahrungen im interreligiösen Austausch, gemeinsamem Gebet und Andacht in einer Lebenssituation berichten, in der man kaum Möglichkeiten und Chancen, oder den Bedarf für solcher Art Begegnungen vermuten würde. In einer Gemeinschaftsunterkunft einer Nachbargemeinde von Overath und überall in Deutschland leben Menschen unterschiedlichster Herkunft und religiöser Traditionen zusammen.

Aus oft unvorstellbar dramatischen Gründen verließen sie ihre Heimat in der Hoffnung auf ein neues friedliches Leben in Deutschland. Christen, Muslime verschiedener Richtungen, orthodoxe Christen, Alewiten, Kurden, Bahá´í, Atheisten bilden so ein buntes Gemisch verschiedener Kulturen und religiöser Traditionen. Vor Ort arrangierte Frau Beißel zunächst einen Deutschkurs für die Bewohner. Mit dem Fortschritt in der sprachlichen Verständigung lernten sich alle besser kennen, und auch die verschiedenen Lebensgeschichten wurden ausgetauscht. Die Not war und ist überall sichtbar, weil das Verständnis der deutschen Gesetzgebung und der Umgang mit den Behörden oft sehr schwierig und die Entscheidungen für die Betroffenen nicht leicht nachzuvollziehen sind.

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(Hier veröffentlicht am 10.10.2013)


 

Lesung mit den Brüdern Sadinam im Haus der Jugend

Bericht von Antje Groth

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 unter dem Motto „Wer offen ist, kann mehr erleben“ organisierte der Godesberger Verein „Ausbildung statt Abschiebung“ (AsA e.V.) eine Lesung mit den Brüdern Sadinam. Am 27. September 2013 lasen Mojtaba und Masoud Sadinam aus ihrem Buch „Unerwünscht“ vor etwa 60 ZuhörerInnen im Haus der Jugend an der Reuterstraße in Bonn.

Die Veranstaltung bildete den Höhepunkt und Abschluss des vom Bonner Spendenparlament mit 1.500,- EUR geförderten AsA-Projektes „Türen für Teilhabe öffnen – langfristige Integration von jungen Flüchtlingen“. Voraus gegangen war die Teilnahme der von AsA betreuten Flüchtlinge an einem Jugendkongress des Bündnisses für Demokratie und Toleranz in Berlin sowie ein AsA-Projekt, in dessen Rahmen sich die Jugendlichen intensiv mit dem Buch „Unerwünscht“ auseinander gesetzt und es gemeinsam gelesen haben.

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(Hier veröffentlicht am 10.10.2013)


 

Eine menschliche Tragödie im Mittelmeer

Karte © NormanEinstien / Wikipedia

Ein Kommentar von Hıdır Çelik

Es war nicht das erste Mal, dass Flüchtlinge mit veralteten, zum Teil auch selbst gebastelten Booten versuchten, in Europa Fuß zu fassen. Leider sind die Außengrenzen Europas so dicht, dass es faktisch kaum möglich ist, an Land zu kommen. Viele Flüchtlinge nehmen in der Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und ihre Familien Gefahren in Kauf.

Auch die letzte Tragödie vom 3. Oktober 2013 zeigt uns die Grenzen unserer Menschlichkeit, wie verantwortungslos wir mit den Schicksalen von Menschen umgehen. Die Opfer, die vor Lampedusa ums Leben gekommen sind, waren vor Not, Elend und vor Kriegen geflohen, die wir als Europäer zum Teil auch selbst zu verantworten haben. Doch sind Europas Außengrenzen mit Stacheldrähten und hohen Stahlmauern so abgeschottet, dass die vernuft der Menschlichkeit dabei verloren geht.

Es ist nicht das erste Mal und wird leider nicht das letzte Mal sein, wenn wir nicht dafür sorgen, dass die Fluchtursachen bekämpft werden. Solange das nicht passiert, werden weiterhin Menschen versuchen, den Gefahren zu trotzen.

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(Hier veröffentlicht am 09.10.2013)


 

Migration – Ein Armutsrisiko?

Bericht über die Veranstaltung „Migration – Ein Armutsrisiko?“ im Jugendmigrationsdienst Bonn am 23.09.2013


Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 zum Leitthema „Wer offen ist, kann mehr erleben“ hat sich am 23.09.2013 eine Gruppe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 16 – 23 Jahren mit dem schwierigen Thema „Migration – Ein Armutsrisiko?“ beschäftigt.

Nach einer kurzen Einführung in die Theorie haben sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit der Definition von Armut auseinandergesetzt. Sie haben dabei festgestellt, dass für sie selbst die Kriterien der absoluten und relativen Armut nicht weltweit gelten, sondern landesbezogen näher betrachtet werden müssen. Dies wird insbesondere bei der Bildung deutlich: Bildungsarmut wird in der Regel z.B. in Afrika als relative Armut betrachtet, in Deutschland könnte dieses Kriterium laut den Teilnehmern/innen aber auch zur absoluten Armut hinzugerechnet werden.

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(Hier veröffentlicht am 08.10.2013)


 

Die Glücksbohnen-Sammlerin

Geschichte: Volksmärchen aus dem Kongo, nacherzählt und ausgeschmückt von Heike van den Bergh

Es war einmal ein armes, altes Mütterchen, das lebte ganz alleine in seiner ärmlichen Lehmhütte im Busch. Es war wirklich sehr arm dran, denn seine Kinder und Enkelkinder waren alle ins Ausland migriert wegen der Arbeitsplätze und weit weg und besuchten sie auch immer seltener.

Also, sie war nicht nur arm, sondern auch traurig und einsam. Das Einzige, das sie noch hatte, war ein großer Sack schwarzer Bohnen.

Eines Tages nahm sie ein Dutzend Bohnen in ihrer rechten Manteltasche mit, als sie ins Dorf ging, um zu schauen, ob noch irgendwo ein Stück Fallobst oder sonst etwas Nützliches zu ergattern sei.

Wie sie so ging, flog auf einmal ein besonders schöner Schmetterling an ihr vorbei und streifte fast ihre runzlige Wange. Da freute sie sich und lächelte und dachte: ich werde jetzt als Erinnerung bis heute Abend eine Bohne in die linke Manteltasche tun, dann freue ich mich heute Abend, wenn ich sie da finde und wieder an den Schmetterling denke.

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(hier veröffentlicht am 30.09.2013)


 

Kurden und Christen in der syrischen Revolution

Bericht von Varvara Stegarescu

 

Referent: Jian Badrakhan
Veranstalter: YASA für die Förderung der Kultur

Am 21. September 2013 fand im MIGRApolis-Haus der Vielfalt die Veranstaltung „Kurden und Christen in der syrischen Revolution“ statt. Der Referent des Abends war Jian Badrakhan, Mitglied und aktiver Unterstützer der Bonner Nichtregierungsorganisation „YASA für die Förderung der Kultur“. Der Referent hat über die Lage der ethnischen und religiösen Minderheiten in Syrien berichtet. Die Veranstaltung wurde von 30 Gästen besucht.

Im Anschluss an den Vortrag bot sich dem Publikum die Gelegenheit an, dem Referenten Fragen zu stellen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse von Jian Badrakhan war die Tatsache, dass religiöse Gruppierungen nicht so einfach miteinander umgehen könnten, wie die Völker es tun. Das Problem dabei liegt in dem Streben der religiösen Gruppierungen, ihren Glauben anderen Mitgliedern der Gesellschaft aufzuzwingen. Insofern könnte eine Lösung für den syrischen Konflikt nur auf Völkerebene erreicht werden, die Religionen sollten dabei keine Rolle spielen. Als positives Beispiel nannte der Referent den Kontinent Europa - ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.09.2013)


 

POETRYpolis zum Thema "Glück"

Bericht von Varvara Stegarescu

Eine schöne Tradition ist in den Räumlichkeiten des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt entstanden: POETRYpolis oder anders formuliert: Poesie, Gefühle, fremde Schicksale und Fremdsprachen. Die erste POETRYpolis-Veranstaltung fand im August 2011 statt.

Inzwischen haben wir zum fünften Mal unserem Motto: „Einheit in Vielfalt“ Form und Farbe verliehen. Am 20. September 2013 haben wir mit mehr als 60 Gästen diese schöne Tradition fortsetzen dürfen. Dreizehn Künstler, Dichter und interessierte Bonner und Bonnerinnen haben sich dieses Mal mit dem Thema „Glück“ auseinandergesetzt.

Die folgenden Teilnehmer haben ihre Beiträge angereicht: Nae Ononye a Bagoussa; Sharon D. Cohagan; Susanne Meyer; Hella Neukötter; Hildegard Paulussen; Elisabeth Sofia Schlief; Brigitta Sigfridson; Dirk Sonntag; Heike van den Bergh; Tobias Zynglein; Haden Young; Vivek Luthra; Anne Fluss und Kathrin Daniel. Die Moderation der Veranstaltung wurde von Rainer Maria Gassen übernommen.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.09.2013)


 

Einheit in Vielfalt oder Vielfalt ohne Einheit?

Bericht von Varvara Stegarescu

In Rahmen der Interkulturellen Woche 2013 findet in Bonn eine bunte Palette an kulturellen Veranstaltungen statt. Das Ziel der Interkulturellen Woche ist es, Menschen zusammenzubringen und den Dialog zwischen Kulturen und Religionen zu fördern.

Eine Gelegenheit zum Austausch über ein friedliches Miteinander der Religionen bot der Vortrag des Religionswissenschaftlers Michael A. Schmiedel zu dem Thema „Religion und Religionen- Einheit in Vielfalt oder Vielfalt ohne Einheit? Ist eine große Ökumene möglich?“. Der Vortrag fand am 19. September im MIGRApolis-Haus der Vielfalt mit ca. 20 Gästen statt.

Michael A. Schmiedel ging in seinem Vortrag der Frage nach, ob es möglich wäre, die unterschiedlichen Religionen zu vereinen, sei es durch eine Fusion unter eine gemeinsame Lehre, oder durch ein friedliches Miteinander trotz der Unterschiede, durch Anerkennung einer gemeinsamen Oberinstanz. Der Religionswissenschaftler erklärte, dass besonders durch die Formulierung einer gemeinsamen Lehre immer wieder neue Religionen entstanden, das anvisierte Ziel aber nie erreicht wurde. Die neueste Lehre überzeugte immer einige, viele aber nicht.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.09.2013)


 

Ein politischer Marathon vor der Bundestagswahl

Teilnehmer der Diskussion; Foto © Eis

Bericht von Bartosz Bzowski

Prall gefüllt war am 17. September, fünf Tage vor der Bundestagswahl, das MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Rund 100 Interessierte kamen in die Brüdergasse, um der Podiumsdiskussion zum Thema „Einwanderungsgesellschaft Deutschland: Wie steht es mit der Integration?“ beizuwohnen. Veranstalter waren neben BIM und EMFA der Integrationsrat der Bundesstadt Bonn.

Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien nahmen an der Diskussion teil, davon waren drei Direktkandidaten im Wahlkreis Bonn: Ulrich Kelber (SPD), Dr. Claudia Lücking-Michel (CDU) und Katja Dörner (Bündnis 90 / Die Grünen). Die FDP wurde vertreten von Joachim Stamp, dem integrationspolitischen Sprecher der NRW-Landtagsfraktion. Für die Linke nahm Jürgen Repschläger, Mitglied des Integrationsrates der Bundesstadt Bonn und der Stadtratsfraktion, an der Diskussion teil. Moderiert wurde die Runde von Dr. Beate Straeter, der Synodalbeauftragten für das christlich-muslimische Gespräch im Evangelischen Kirchenkreis Bonn.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Fragen der Migrations- und Integrationspolitik, aber auch Bildung und soziale Gerechtigkeit spielten eine wichtige Rolle. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.09.2013)


 

„Vor allem soll man nicht gleichgültig sein.“

Zur Bundestagswahl am 22. September

von Nadja Thelen-Khoder


„Rot-rote Machtspiele - Schreckgespenst oder soziale Verheißung?“ hieß die Sendung bei Anne Will, in der am 11.09.2013 Gregor Gysi, Ralf Stegner, Armin Laschet, Gertrud Höhler und Jakob Augstein als Gäste geladen waren (1). Leider mußte ich auch in dieser Wahlsendung wieder „Menschen mit Migrationshintergrund“ vermissen – ist es wohl ein Zufall, daß das Wort „Migration“ im Regierungsprogramm der CDU (2) gar nicht erst vorkommt?

In dieser Sendung flog mehrfach in Gespenst über den Bildschirm, das in mehreren Kommentaren zur Sendung [etwa in „Frankfurter Rundschau-online“ (3) oder in der „Welt“ (4)] unerwähnt bleibt, für mich aber sehr bemerkenswert ist.

Noch nie wurden wir in Deutschland so häufig mit immer neuen (von wem, wann und wozu in Auftrag gegebenen und finanzierten?) „Umfragen“ [also unter meist mehr als fragwürdigen Umständen zusammengeschusterten Befragungen Auserwählter] zugedröhnt wie in den letzten Monaten, und noch nie wurden dabei [sowohl bei den „Befragungen“ als auch bei deren Veröffentlichungen] so permanent wohl formulierte Fragen gestellt, die eines der Lieblingswörter meiner Bundeskanzlerin suggerierten: „alternativlos“. Immer und immer und immer wieder habe ich Sendungen gesehen und ihre Titel gelesen wie „Haben wir die Wahl?“ oder „Wozu noch wählen?“

Daß Angela Merkel ach so beliebt sei, wurde immer und immer und immer wieder behauptet, daß besonders „Frauen“ so fasziniert von ihr seien und den sozialdemokratischen Gegenkandidaten nicht mögen sollen, und daß die Bundeskanzlerin „die mächtigste Frau der Welt“ sei. Ist das wirklich die öffentliche oder vielleicht doch eher die veröffentlichte Meinung?

...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.09.2013)


 

Second Hand Life

© Heike van den Bergh


Niederlande: Porno an der Kirchenwand!

Deutsche sorgen sich mehr ums Geld als um Gesundheit,

Droht zwischen Obama und Putin eine neue Eiszeit?

Infos, Thrill und Haus, Auto, Kind, Mann –

Alles ist aus zweiter Hand.

Ob man so sein Glück, sein Ziel finden kann?

In Clooneys Herzen hat seine Ex immer noch einen Platz

Aber sorgt er nicht schnell wieder für Ersatz?

Arbeit, Glaube, Lebenspartner: austauschbar!

Probleme schnell  verdrängt: wunderbar!

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(Hier veröffentlicht am 10.09.2013)


 

Wahre Gefühle

© Nadia Kraam

Ich juble für die deutsche Nationalmannschaft,
wenn es um Fußball geht
genieße das Oktoberfest
ja, ein Dirndl trage ich auch
kritisiere Missstände
in unserem Land
fühle mich zugehörig
bis du mich daran erinnerst,
dass ich nicht von hier bin!
 
Wer bist du,
dass du meine Gefühle anzweifelst?

(Hier veröffentlicht am 28.08.2013)


 

Ihr seid die Poeten, die ... formen und gestalten

Foto: Jürgen Eis

Poetry Polis

Ein Gespräch mit Hıdır Çelik

von Ulrich Bergmann

Mit dem Rad fahre ich durchs Stockentor der Bonner Universität, dann über den Marktplatz, ich biege beim „Metropol“ in die Brüdergasse ein, am Lenker hängt meine kleine Tasche mit Hıdır Çeliks Gedichtband „Nomaden“, darin steckt mein Zettel mit den Fragen, die ich Hıdır stellen will.

Mir war aufgefallen, dass in seinen Gedichten immer wieder vom Traum die Rede ist und von der Verschmelzung von Poesie und Politik. Das soll mein roter Faden sein im Gespräch mit Hıdır Çelik, dem Leiter des MIGRApolis-Hauses in der Brüdergasse – eine sprechende Adresse!

Immer wenn ich mein Rad an das Geländer der Unterführung zur Oper anschließe, denke ich: eine bessere Adresse kann das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) und die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn kaum haben.

Im Treppenhaus stechen die Wandzettel ins Auge: „Das Haus der Vielfalt ist ein Haus des Lernens ... Dieses Haus sieht Vielfalt als Reichtum ... ist Zufluchtsort ... Die Bibel versteht Migration als Grundgegebenheit. Gottes Volk zieht aus der Knechtschaft. Gottes Sohn war Wanderprediger. Unsere Religion ist ‚nichtsesshaft’.“ Im ersten Stock befindet sich Çeliks Büro. Er schaut vom Schreibtisch zur Tür. Durchs Fenster hinter ihm sehe ich über die Klostermauer von St. Remigius hinweg in die ausschlagenden Bäume.

„Ein Mensch, der nicht träumt, | erreicht niemals die Küste ...“, schreibt Çelik in seinem neuen Gedichtband Nomaden (S. 43). Ja, sagt er, Träume sind der Kompass für unsere wesentlichen Ziele. Traum und Leben sind Zwillinge. Als Kind entwickeln wir unsere Phantasie in der Realität des Spiels, wir dürfen als Erwachsene das Träumen nicht verlieren. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.08.2013)


 

Zwischen den Welten –

Benjamin Etzold.

Projektvorstellung und Podiumsdiskussion über transnationale soziale Räume in Bonn lebender Migranten und Migrantinnen (Migrapolis-Haus der Vielfalt, 27. Juni 2013)


Bericht von Felix Hevel mit Fotos von Jürgen Gregori


Aus dem Unbehagen gegenüber einer meist defizitorientierten Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland haben Master-Studierende der Geographie in Bonn in Zusammenarbeit mit der Studenteninitiative Weitblick Bonn e.V. im Rahmen eines Forschungsseminares das alltägliche Leben von  Zuwanderern und Zuwanderinnen aus einer alternativen Perspektive untersucht. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden die transnationalen Beziehungen der Migranten und Migratninnen ausdrücklich als mögliche Chancen für ein gutes Leben in Bonn in das Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt. Die Ergebnisse mündeten in einen spannenden, etwa hundertseitigen Forschungsbericht.

Schon zu Beginn der Planung des Projektes war man sich einig, dass ...mehr

(Hier veröffentlicht am 08.08.2013.)


 

Internationales und Interkulturelles Kultur- und Begegnungsfest in Bonn am 30.06.2013

Die Bildunterschriften zu den Fotos von Michael A. Schmiedel wurden hinzugefügt.

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(Hier veröffentlicht am 29.07.2013)


 

Programm der Interkulturellen Woche 2013

Vom 15. September bis zum 1. Oktober 2013 findet die diesjährige Interkulturelle Woche in Bonn statt.

Hier können Sie sich über die Veranstaltungen im Rahmen der IKW 2013 informieren.

Plakat

Flyer

(Hier veröffentlicht am 25.07.2013)


 

Verfassungsauftrag Datenschutz und Migration

Bild © Dontworry / Wikimedia Commons

Rangar Yogeshwar, Hans Leyendecker, Constanze Kurz und Glenn Greenwald bei Reinhold Beckmann (1)

von Nadja Thelen-Khoder


Gerade wir benutzen oft „Google“, um interessante Nachrichten über unsere Länder zu suchen.
Gerade wir haben oft einen „facebook-account“, um „Freunde“ in aller Welt zu erreichen.
Gerade wir telefonieren gern nach Hause, manchmal auch über „Skype“.
Gerade wir schätzen die aktuellen Informationen von „Newslettern“ unserer Vereine.
Und überall spricht man von der sinnvollen „Vernetzung“ gerade auch von „Migranten(selbst)organisationen“, weil Migranten in der öffentlichen Debatte um „Integration (durch Partizipation)“ selbst kaum zu Wort kommen.

Wir haben Familie, Freunde oder zumindest Bekannte im Ausland und freuen uns über die Schnelligkeit unserer Kommunikation. Warteten wir früher oft wochenlang auf einen Brief, „bloggen“, „skypen“, „twittern“ und „chatten“ wir heutzutage „in Echtzeit“ mit den lieben Anverwandten in fernen Ländern, und manch einer von uns, der solche „Kontakte“ in arabischen Ländern, in Afghanistan, der Türkei oder im Iran hat, lebt seit Jahren mehr oder weniger bewußt mit der Tatsache, dass seine Kommunikation im Rahmen des „Kampfes gegen den internationalen Terrorismus“ (oft „von beiden Seiten“) überwacht wird. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.07.2013)


 

Gefallene Helden von Utoya

Hıdır Eren Ҫelik

von Hıdır Eren Ҫelik

zum 2. Jahrestag der Terroranschläge in Norwegen

22. Juli 2011

Der Tag der Grausamkeit bringt den Tod
Millionen von Rosen verwandeln sich in Schmetterlinge
bunte Schmetterlinge,
eine Farbenpracht
fliegen weit weg in die Welt
tragen die Fackeln des Friedens

Ihr seid die gefallenen Helden der Freiheit
das Licht der Vernunft
Die Grausamkeit und der Tod auf der Insel Utoya hat keinen Namen

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(Hier veröffentlicht am 22.07.2013)


 

Wir tragen aus der Tage Freude und Brand…

Von J. Michael Heveling- Fischell

Unter dem Motto „Meine Lieblingsgedichte“ hatte der Autor J. Michael Heveling-Fischell am Dienstag, dem 25. Juni zum einem erneuten Treffen der Reihe „Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn“ der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) in das Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes im Tannenbusch eingeladen.

Poesie und Literatur drücken Stimmungen und Gefühle vieler Kulturen aus, sind ein Mittel, die Welt zu verstehen und fördern die Vorstellungskraft und Fantasie. Der Autor trug einige seiner Lieblingsgedichte von Goethe und eigene Lyrik und Texte vor. Mit Hilfe der Texte und Gedichte und fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell in das Gespräch und erzählten viel über ihre Kindheit, Jugendträume und ihren Lebensweg.

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(Hier veröffentlicht am 18.07.2013)


 

Viele Welten des Alterns - Ältere Migranten im alternden Deutschland

Eine Rezension von J. Michael Heveling-Fischell

Das Forschungsfeld „Ältere Migrantinnen und Migranten“ kann zwar in den letzten Jahren mit einer Zunahme wissenschaftlicher Arbeiten aufwarten. Doch insgesamt gibt es noch erhebliche Defizite; zum Beispiel werden mehr objektive sowie subjektive Daten benötigt, und es mangelt an weiteren konzeptionellen und erklärenden Ansätzen.

Es steigt die Bedeutung neuer praxisrelevanter Einsichten schon allein aus demografischen Gründen: zwar sind ältere Migrantinnen und Migranten in der älteren Bevölkerung noch unterrepräsentiert, aber bereits heute sind sie eine relevante Bevölkerungsgruppe unter den Älteren, und in den nächsten Jahren ist mit einer starken Zunahme zu rechnen.

Dabei ist der Prozess der demografischen Alterung der Zuwanderer von großer gesellschaftlicher Relevanz. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.07.2013)


 

Kultursensibel in den Frühen Hilfen

Foto © Ute Grabowsky

Netzwerktreffen der Frühen Hilfen Bonn am 12. Juni im Katholischen Bildungswerk

Bericht von Susanne Absalon und Anja Henkel

„Ran an die Opas?!“ - könnte dies ein Weg sein in eher traditionell geprägten Zuwandererfamilien, Hilfen wirksamer zu installieren und auch die Väter besser mit einzubeziehen? Diese und weitere Anregungen wurden in der Expertenrunde beim letzten Netzwerktreffen der Frühen Hilfen Bonn am 12. Juni im Katholischen Bildungswerk lebhaft diskutiert.

Ziel war es, herauszufinden, was eigentlich kultursensibel konkret heißt und wie wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund gestalten können. Wichtig ist in erster Linie, dass der Unterstützungsbedarf nicht eine Frage des Migrantenstatus ist und dabei vielmehr Bildung, soziales Milieu und die individuelle Situation eine Rolle spielen.

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(Hier veröffentlicht am 12.07.2013)


 

Friedrich Schiller an Recep Tayyip Erdoğan:

Anton Graff - Portrait Friedrich Schiller; © Wikimedia Commons

„Sire, geben Sie Gedankenfreiheit“

Ein Beitrag von Nadja Thelen-Khoder

Wer kennt sie nicht, die glühende Ansprache Marquis Posas an Philipp II. von Spanien aus „Don Carlos“ von Friedrich Schiller mit seinem wunderbaren Appell „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!“ (1)?

In diesen Tagen der widersprüchlichen Bilder von Pinguinen und einem türkischen Ministerpräsidenten, umjubelt von Menschen, die ihn aus Marokko kommend empfangen, auf der einen Seite, und von mit Tränengas, Schlagstöcken und Wasserwerfern drangsalierten Menschen, beschimpft als „Çapulcu“ („Plünderer“, 2) und sich dieses Schimpfwort als Ehrentitel anheftend (so geht man mit Ausgrenzungen und Denunziationen um! Herrlich!) auf der anderen Seite - denn eine solche Spaltung der türkischen Zivilgesellschaft, die sich gerade zusammen findet und zusammenfindet, soll wieder hergestellt werden (3) - in diesen Tagen muß ich immer wieder an jenen 3. Aufzug, 10. Auftritt aus „Don Carlos“ denken.

Philipp II. hat den bei ihm in Diensten stehenden Marquis nie persönlich kennengelernt und bestellt ihn zu einem Gespräch ein, in dem Marquis Posa ihm seine Beobachtungen und Gedanken darlegt. Man ersetze im folgenden Text Marquis Posa mit einem „Çapulcu“, Philipp II. mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, Spanien mit der Türkei und „Flamänder“ mit irgendeinem unterdrückten Volk im Vielvölkerstaat Türkei (z.B. den Armeniern oder den Dersimern – oder so vielen anderen, der von Unterdrückung sprechen). Alles weitere ergibt sich von dann selbst.

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(Hier veröffentlicht am 08.07.2013)


Besuchergruppe vom Friedrich-List-Berufskolleg im MIGRApolis-Haus

Bericht von Bettina Kurowski

Am Freitag, den 5.7., besuchte ein Religionskurs des Friedrich-List-Berufskollegs das MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Die zehn Schülerinnen und Schüler des Kurses befinden sich gerade in den letzten Zügen ihres Realschulabschlusses und kamen nun in das Haus, um die Arbeit des BIM und anderer im Haus angesiedelter Einrichtungen kennenzulernen, sowie um über die Thematik „Integration“ im weitesten Sinne zu sprechen.
 
Klaus-Peter Kücherer begann mit einer Einführung über die Arbeit des BIM, daran anschließend nahm die aktuelle Praktikantin Bettina Kurowski auf einige Daten und Fakten über Migration in Deutschland und speziell in Bonn Bezug und kam auf das Thema „gutes Leben in Transnationalität“ zu sprechen. Basierend auf einer kürzlich fertig gestellten Studie des Fachbereichs Geographie der Universität Bonn stellte sie die Ergebnisse bezüglich der Vorstellungen von Migrantinnen und Migranten vor. Für die Befragten in Bonn gehört zu diesem „guten Leben in Transnationalität“ ein Leben in Sicherheit, ein intaktes Familienleben und Zugang zu Arbeit und Bildung. Auch die Möglichkeit „Heimat“ in der Transnationalität zu bewahren wird als relevant betrachtet.

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(Hier veröffentlicht am 08.07.2013)


Internationales und Interkulturelles Kultur- und Begegnungsfest in Bonn am 30.06.2013

Fotos von Michael A. Schmiedel.

 

Am 30. Juni 2013 wurde im Rahmen des Internationalen Kultur- und Begegnungsfestes der Bundesstadt Bonn dem MIGRApolis-Haus der Vielfalt der Integrationspreis verliehen.

Hier sehen Sie Fotos vom Begegnungsfest.

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(Hier veröffentlicht am 02.07.2013)


 

Qualifizierungskurs Altenpflege

Die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland e.V. bietet Kurse für Pflegehilfskräfte
in der stationären Altenpflege, in der ambulanten Pflege und für BerufseinsteigerInnen an.

Qualifikation in der Altenpflege

Ohne angelernte Pflegehilfskräfte wäre die stationäre und auch die ambulante Pflege kaum denkbar. Um diese für die vielfältigen Anforderungen im beruflichen Alltag zu qualifizieren und ihnen ein selbständiges Arbeiten zu ermöglichen, bietet die Weiterbildungseinrichtung der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland e.V. in Kooperation mit dem Altenheim - Haus der Frauenhilfe
jährlich einen Qualifizierungskurs an.

Die Versorgung, Betreuung und Pflege von alten Menschen bedeutet nicht mehr nur die Begleitung dieser Menschen im alltäglichen Leben, sondern besondere
Lebenssituationen, individuelle Bedürfnisse und Gebrechen müssen frühzeitig wahrgenommen werden und erfordern ein adäquates Handeln.

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(Hier veröffentlicht am 01.07.2013)


 

Anerkennung, Respekt und Vertrauen

Michael Heveling-Fischell

Einsatz für die Würde an Demenz erkrankter Menschen

Bericht von J. Michael Heveling-Fischell (Dipl.Soz.Wiss.)

Im Rahmen der Demenzwoche Bonn Rhein-Sieg (17.-21.Juni 2013) hatten die Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V. und die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) am Mittwoch, den 19. Juni zu einem Informationstreffen zu dem Thema Prävention und Diagnose bei Alzheimer-Demenz eingeladen.

Viele Fragen zur Alzheimer-Demenz waren für die Fachreferentin Christiane Schneider im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Brüdergasse zu beantworten. Es wurde spürbar, wie groß das Informationsbedürfnis der Menschen ist Näheres über Symptome, Diagnose und Bewältigungsmöglichkeiten dieser ernsten Krankheit zu erfahren. Denn die Alzheimer-Demenz bringt viel Unsicherheit und Verzweiflung mit sich, sowohl bei den Betroffenen als auch bei den Angehörigen. Sie stellt hohe Anforderungen an die pflegenden Angehörigen und führt häufig zu großer psychischer und physischer Belastung. Da ist es hilfreich, durch Informationsgespräche und Austausch untereinander mit der Krankheit besser zurecht zu kommen.

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(Hier veröffentlicht am 01.07.2013)


 

Auf den Spuren der Kulturen - eine Bildungsreise nach Südostanatolien

Gruppe in Gaziantep
Stadtpanorama. Fotos © Hıdır Çelik

Ein Bericht von Burkhart Beilfuß

Wir waren 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen,  die sich auf die Suche nach Spuren der Kulturen aus Gegenwart und Vergangenheit in Südostanatolien begeben haben. Die Reise dauerte vom 24. Mai bis zum 4. Juni. Vom Standort in Gaziantep (im komfortablen IBIS-Hotel) ging es in Tagesexkursionen mit Kleinbussen nach Urfa, zum Berg Nemrut, nach Diyarbakir, Mardin, Hasankeyf und Antakya. Die Leitung hatte Dr. Hıdır Çelik. Ihm stand ein Reisebegleiter der Firma Akort Turizm aus Gaziantep zur Seite.

Die Reise war für mich ein wunderbares Erlebnis und hat nach meinem Eindruck auch den anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen sehr gut gefallen. Unsere Gruppe war vielfältig zusammengesetzt. Neben einigen Deutschen waren vor allem in Deutschland lebende Kurden mit Heimat in der Türkei, dem Iran und Syrien dabei. Auf diese Weise war die interkulturelle Kommunikation innerhalb der Gruppe und auch mit Dritten erleichtert. Hilfe als Dolmetscher und viele inhaltliche Informationen für Neuentdecker der Türkei wie mich wurden dadurch möglich. Unter den deutschen Teilnehmern waren insbesondere Prof. Klaus Otte mit seinen Beiträgen zum interreligiösen Dialog und Wilfried Müller mit seinen umfangreichen Kenntnissen über die Region und ihren kulturellen Hintergrund für die ganze Gruppe hilfreich.

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(Hier veröffentlicht am 24.06.2013)


 

Die Migration im deutschen Gesundheitssektor

Ein Beitrag von Andreas Gkolfinopoulos

Nach der Buchrezension auf unserer Homepage von meinem Kollegen J. Michael Heveling-Fischell über das Buch „Muslimische Patienten pflegen“ möchte ich die Diskussion auf MIGRApolis im Rahmen der Migrationsforschung bezüglich des Themas Migration und Gesundheit in einem relevanten Bereich weiter entwickeln.

Da das deutsche Gesundheitssystem nicht nur ausländische Patienten, die von ihrer Leistungen profitieren, betrifft, sondern auch ausländische Mediziner, hat mein Kollege durch seine Buchrezension mir einen guten Anlass gegeben, auf das Thema Migration im deutschen Gesundheitssektor Bezug zu nehmen.

In der medialen wie politischen Diskussion hat die Zuwanderung von bzw. der Zuwanderungsbedarf an hochqualifizierten Migranten in Deutschland in den letzten Jahren deutlich an Relevanz gewonnen. Dazu konnte man feststellen, dass seit 2003 die Diskussion über den ‚Ärztemangel‘ in Deutschland zunehmend in den Medien stattgefunden hat.  Im Gesundheitssektor diagnostizieren relevante Studien einen Mangel an Ärzten, der bis 2019 die Zahl 108.000 erreichen werde.

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(Hier veröffentlicht am 24.06.2013)


 

Miteinander statt einsam - das macht tapfer und fröhlich…

Buchrezension von J. Michael Heveling-Fischell

Aktuell gibt es drei wunderschön illustrierte Kinderbücher des Mildenberger Verlages, deren Geschichten parallel in deutscher und türkischer Sprache erzählt werden. Mannigfaltiges ist für die jungen (und ich gestehe, mit Vergnügen auch für die älteren) Leserinnen und Leser in den Texten und Bildern zu entdecken. Bunt und vielfältig sind die Lebenswelten, die wir Menschen erfahren und teilen sollten. Man glaubt, alleine zu sein, eine Mauer trennt scheinbar unbezwingbar. Doch irgendwann kommt man auf die Idee, dass es schöner wäre die Mauern zu überwinden, die zwischen Freunden stehen. Wer einem Freund helfen möchte, der muss auch bereit sein, riesige Wege zurückzulegen, weit über das tiefe Meer, durch heiße Wüsten und steile Berge. Wer zusammenhält,  der kann vieles schaffen, und Freunde gibt es überall auf der Welt. Diese solidarischen Werte werden den Kindern in den Geschichten unaufdringlich vermittelt. Und zum guten Ende feiern wir das Glück, nicht mehr allein zu sein und Freunde zu finden, es wird gemeinsam gegessen, getanzt, gesungen und gelacht. Miteinander geht es ja, das macht Mut und strahlende Augen.

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(Hier veröffentlicht am 21.06.2013)


Wir haben den Integrationspreis gewonnen!

Zum fünften Mal verleiht der Integrationsrat der Stadt Bonn den Integrationspreis. Er ist Anerkennung für das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen und Organisationen, die sich aktiv und nachhaltig für Integration eingesetzt haben.

Der Preis wird beim internationalen Kultur- und Begegnungsfest am 30. Juni überreicht.

Die Jury hat aus 23 Vorschlägen drei Preisträger ausgewählt, auf die die mit 1 600 Euro dotierte Auszeichnung aufgeteilt wird. Die Friedens- und Menschenrechtsaktivistin und Mitbegründerin des deutschlandweiten Netzwerks "Lifemakers", Saloua Mohammed, und das Migrapolis-Haus der Vielfalt erhalten jeweils 600 Euro. Für das Schulprojekt "Restaurieren eines Kfz-Youngtimers" durch junge Migranten erhält das Heinrich-Hertz-Europakolleg 400 Euro.

Zur Pressemitteilung der Stadt Bonn

(Hier veröffentlicht am 18.06.2013)


 

 

Gezi Park in Istanbul Taksim

Gezi-Park; Foto © Robster1983 / Wikipedia

Wir haben gehofft, dass sich die Protestbewegung in Istanbul und in der ganzen Türkei friedlich durchsetzt.

Doch die Lage verschärft sich mit jedem Tag. Die Polizei geht immer brutaler und rücksichtsloser gegen die eigene Bevölkerung vor.

Unterdessen nehmen die Proteste immer neue Formen an und werden immer kreativer. So bleiben die Menschen einfach schweigend stehen und bleiben so mehrere Stunden lang!

Hier eine Chronologie der Hintergründe der Proteste und der neuesten Entwicklung.

GEZI PARK IN ISTANBUL TAKSIM

Beitrag von Dr. Nazif Aribas 

(Hier veröffentlicht am 17./18./19.06.2013)


 

Stellenausschreibung

Wir suchen ab sofort (Juni 2013) für den Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung eine/-n

Sozialpädagogin/-en / Sozialarbeiter/-in in Vollzeit / Teilzeit nach Absprache mit russischen Sprachkenntnissen.

Anforderungen:

•    Abgeschlossenes Studium der Sozialen Arbeit, Zusatzqualifikation wäre von Vorteil

•    Praktische Erfahrung in der Jugendhilfe, Beratungsarbeit mit Familien

•    Interkulturelle Kompetenz ; fließende Sprachkenntnisse in Russisch und Deutsch

•    Fachliche und persönliche Kompetenzen, die in den sozial-pädagogischen Prozessen notwendig sind; Flexibel in der Zeiteinteilung und hohes Maß an Selbstorganisation

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pdf-Datei

(Hier veröffentlicht am 17.06.2013)


 

Das erzwungene Exil

Dogan Akhanli; Foto © Raimond Spekking / Wikipedia

Von nackten Königen und (nicht nur) einem Kölner Schriftsteller

von Nadja Thelen-Khoder

„Das erzwungene Exil – ein Beitrag von Doğan Akhanlı“ [1 und 8]

so lautet einer von fünf Teilen der Veranstaltung „Heimspiel in Istanbul“ am 5. Juli zum geplanten erneuten Prozeß gegen den Kölner Schriftsteller, der am 31. Juli in Istanbul stattfinden soll. Nachdem der Autor von u.a. „Die Richter des Jüngsten Gerichts“ [2] und „Annes Schweigen“ [3] im ersten Prozeß freigesprochen wurde [nach einer fünfmonatigen Haft, während der sein Vater starb, den er hatte besuchen wollen (4)], hoben Revisionsrichter dieses Urteil im Februar auf und ordneten einen neuen Prozeß an [„Plötzlich wieder schuldig“ (5)].

„Wer ein Täter sein soll, wird zum Täter gemacht“, schreibt Karen Krüger in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung [6], und die aktuelle Bezeichnung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan für die Protestierenden im Gezi-Park als „Çapulcu“ („Plünderer“) funkt auf der gleichen Wellenlänge, ist aber alhamdulillah (Gott sei Dank) gründlich in die Hose gegangen [7].

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(Hier veröffentlicht am 17.06.2013)


 

Aufnahmeanordnung für syrische Flüchtlinge

Am 30. Mai 2013 veröffentlichte das Bundesinnenministerium die Verordnung zu den Kriterien für die Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland.

Die Verordnung und das Begleitschreiben an die innenministzer der Länder veröffentlichen wir hier.

Aufnahmeanordnung

Begleitschreiben

(Hier veröffentlicht am 12.06.2013)


 

Muslimische Patienten pflegen

Über die Notwendigkeit kultursensibler Pflege

Buchrezension von J. Michael Heveling – Fischell

Zukünftig wird die Relevanz der Altenhilfe für ältere Migrantinnen und Migranten sowie der Bedarf an ambulanter und stationärer Hilfe und Pflege für diese Bevölkerungsgruppe erheblich zunehmen. Die Zahl von Pflegebedürftigen und Patienten mit Migrationshintergrund wird in Zukunft bedeutend ansteigen, ein erheblicher Teil von ihnen sind gläubige Muslime. Daher rückt die kultursensible Ausgestaltung der Altenhilfe, die Berücksichtigung der besonderen Belange und Bedarfssituationen dieser älteren Menschen zunehmend in den Mittelpunkt.

Es wird von den Akteuren der Altenhilfe von zahlreichen Problemen im Pflegeprozess berichtet. Auf Seiten der Professionellen wirken sich berufliche Überlastung, aber auch sprachliche und kulturelle Verständigungsprobleme in den Pflegebeziehungen nachteilig für ein angemessene Versorgung der älteren Zugewanderten und ihre Familien aus.  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.06.2013)


 

Aufruf zur Unterstützung von Flüchtlingen in Bonn

Im April kamen drei nigerianische Flüchtlinge aus Italien nach Bonn.

Die Gruppe refugees welcome [Bonn] unterstützte sie mit Hilfe engagierter Einzelpersonen. Doch ist die Situation von Mohammed, Sabi und Obinna* weiterhin äußerst schwierig: Zwar konnte für sie ein Zimmer für einen begrenzten Zeitraum gefunden werden, aber nach wie vor erhalten sie keinerlei staatliche Unterstützung.

Die Gruppe refugees welcome schrieb an den Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Jürgen Nimptsch, einen Brief, in dem die Stadt aufgefordert wird, den Betroffenen Zugang zu den sozialen Sicherungssystemen zu gewährleisten.

Außerdem startete die Gruppe einen Aufruf zur Unterstützung der Flüchtlinge.

Hier finden Sie den Brief an den OB sowie den Aufruf.

Anschreiben OB Nimptsch

Aufruf

(Hier veröffentlicht am 10.06.2013)


 

 

Gewalt gegen friedliche Demonstrierende in der Türkei

In den vergangenen Tagen kam es in der Türkei wiederholt zu massivem Einsatz von Gewalt gegen TeilnehmerInnen friedlicher Kundgebungen durch die Polizei. Aus diesem Anlass initiiert Amnesty International eine Mailaktion an den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdogan.

Wie veröffentlichen hier die Mail im Wortlaut und den Link zur Unterzeichnung.

„Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

Ich bin entsetzt über die Bilder, die den gewalttätigen Einsatz der Polizei gegen Demonstrierende in Istanbul und anderen türkischen Städten dokumentieren. Ich fordere die türkische Regierung auf, die exzessive Gewalt gegen friedlich demonstrierende Menschen sofort einzustellen. Ich bitte Sie außerdem, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit zu gewährleisten.
Belastbare Informationen über die durch Polizeigewalt verletzten Personen müssen zur Verfügung gestellt werden. Leiten Sie bitte umgehend eine unabhängige Untersuchung der Berichte über unverhältnismäßige Gewaltanwendung der Sicherheitskräfte ein und stellen Sie alle Angehörigen der Sicherheitskräfte, die für Misshandlungen von Demonstrierenden oder Unbeteiligten verantwortlich sind, vor Gericht.

Mit freundlichen Grüßen“

So lautet die Email, um deren Versendung an den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyib Erdoğan Amnesty International auf der Seite

http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=9277&d=1

bittet.

Wie schrecklich ist das Bild, das zur Illustration der jetzigen Vorgänge in der Türkei auf dieser Seite steht.

Bismilla ir rahman ir rahim! Im Namen auch Ihres barmherzigen Gottes:

Herr Ministerpräsident! Bitte helfen Sie!

(Hier veröffentlicht am 10.06.2013)


 

Völkerverständigung, Frieden und Lebensfreude

Das 8. Europa Dersim Kulturfestival am 15. Juni 2013 in Gladbeck (1)

von Nadja Thelen-Khoder

Dersim – wo Himmel und Erde sich berühren

Das jedes Jahr an einem anderen Ort stattfindende „Europa Dersim Kulturfestival“ der Föderation der Dersim Gemeinden in Europa e.V. (FDG) findet dieses Jahr

am 15. Juni ab 13 Uhr
Im Linnerott 88a
in 45968 Gladbeck

statt. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit einigen Menschen, die auch bei der Veranstaltung „Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft“ im Düsseldorfer Landtag (2) teilgenommen haben ...mehr

(Hier veröffentlicht am 06.06.2013)


 

Spiele Theater – lerne Deutsch

Mach mit!

Wir freuen uns auf Euch.

Es kostet nix.

Alle sind Willkommen ob Jung oder alt!

Ein Projekt des Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.

Gefördert durch das Bonner Spendenparlament e. V.

Wo: MIGRApolis– Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Wann: Jeden Dienstag, ab dem 23.07.13

pdf-Plakate:

deutsch

türkisch

polnisch

russisch

(Hier veröffentlicht am 05.06.2013)


 

Wir solidarisieren uns!

Das Team des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt solidarisiert sich mit den Gezi-Aktivisten in Istanbul und mit der Demokratiebewegung in der Türkei!

Auch in Bonn findet eine Demonstration statt. Einen Aufruf als pdf finden Sie unten.

Aufruf zur Demonstration in Bonn am 08.06.2013

(Hier veröffentlicht am 05.06.2013)


 

KulturCafé mit Brunch am 26.05.2013

Sofia Reyes Pino; Foto © Kücherer

Ein Bericht von Daniela Ottembrino

Am Sonntag, den 26. Mai 2013, las Sofia Reyes Pino, die als Rechts- und Sozialberaterin bei Asyl in Not in Wien/Österreich arbeitet, ihr Werk „Einfach Weg“ vor. Der Text ist in der Ich-Erzählform verfasst. Die Protagonistin der Geschichte schildert ihre Beziehung zu einem aus Simbabwe stammenden Asylbewerber in Österreich, der am Ende abgeschoben wird. Der Leser bekommt die Möglichkeit in die Gedanken- und Gefühlswelt dieser Frau einzutauchen und deren Trauer nachzuempfinden.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 03.06.2013)


 

REMID zum Amnesty International Report 2012 und zum Zensus 2011 für Deutschland

Zwei aktuelle Meldungen vom Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdiens REMID:

26.05.2013:
Amnesty International Report 2012: Religionsfreiheit global im Vergleich


Der neue Amnesty International Report 2012 (PDF) ist vor kurzem erschienen: “Amnesty International beleuchtet in seinem Report die Menschenrechtslage des vergangenen Jahres in 155 Ländern. In 101 Staaten dokumentierte die Organisation Folter und Misshandlung durch die Sicherheitskräfte sowie in 91 Staaten Einschränkungen der Meinungsfreiheit.” (Pressemitteilung vom 24. Mai). In 35 Länderberichten finden sich Hinweise auf Einschränkung der Religionsfreiheit, ...mehr

*

31.05.2013:
Zum Zensus 2011 für Deutschland:

Christoph Wagenseil sagt:
31. 05. 2013 um 14:19

Nach ersten Ergebnissen aus dem Zensus 2011 für Deutschland muss die Einwohnerzahl nach unten korrigiert werden: “80,2 Millionen Menschen leben in der Bundesrepublik. Das sind 1,5 Millionen weniger als bislang gedacht. Bislang waren die Statistiker von einer Einwohnerzahl von 81,7 Millionen ausgegangen.” (Spiegel-Meldung vom 31.5.2013). Zur Religion heißt es: “Das Christentum ist nach wie vor die größte Religions- und Glaubens­gemein­schaft in Deutschland: Gut zwei Drittel der Einwohner­innen und Einwohner zählen laut Zensus 2011 zu den Christen. Davon bekennen sich 3,8 % zum Christen­tum, ohne jedoch ...mehr


(Hier veröffentlicht am 01.06.2013.)


 

Hausaufgabenbetreuung

im MIGRApolis - Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16 - 18
53111 Bonn

für die Klassen 1 - 10

Ansprechpartnerin: Daniela Ottembrino
ottembrino[at]bimev.de

0228 338 339 41

ab Juni 2013 an jedem Mittwoch von 15 - 17 Uhr

pdf-Plakat

(Hier veröffentlicht am 22.05.2013)


 

Eröffnung der Postkartenausstellung: „Thessaloniki – eine historische Reise“

Ein Bericht von Andreas Gkolfinopoulos

Am 23.05 wurde im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn die Postkartenausstellung mit dem Titel: „Thessaloniki – eine historische Reise“ feierlich eröffnet.

Die Grußworte zur Eröffnung der Ausstellung richteten der Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn, Dr. Hıdır Çelik, die Referentin für Migration und Flucht der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. Ioanna Zacharaki und der Sammler der vorliegenden Postkarten Ilhami Yazgan. In das Thema bezüglich der historischen Multikulturalität von Thessaloniki hat aus wissenschaftlicher Perspektive Dr. Manuel Gogos eingeführt. Maria von Grünberg berichtete kurz über den historischen und sozialen Hintergrund der Stadt von der Vergangenheit bis zu Gegenwart.

Die ehemalige Multikulturalität Thessalonikis wird klar auf den Postkarten ausgedrückt, und sie entspricht ideal der Multikulturalität unseres Hauses.

Die Postkarten können im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in zwei Etagen bis zum 5.07.2013 besichtigt werden.

(Hier veröffentlicht am 27.05.2013)


„Spuren der Jenseits schreienden Gegenwart“

Bild © Thelen-Khoder

Erinnerungskultur im Düsseldorfer Landtag

Ein Bericht von Nadja Thelen-Khoder


Am 13. Mai 2013 fand die Veranstaltung „Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft - ,Was weißt Du über Dersim?’“ im SPD-Fraktionssaal des Düsseldorfer Landtages statt. Im Vorfeld wurde die Ausstellung „Spuren der Jenseits schreienden Gegenwart“ von Ibrahim Coskun eröffnet, die siebzehn großformatige Ölbilder des 1955 in Dersim geborenen und mit sechszehn Jahren nach Deutschland eingereisten Künstlers zeigt [1].

„Die Menschen, die in NRW eine neue Heimat finden, haben immer auch ihre Geschichte im Gepäck. Die Vielfalt des Geschichtsbewusstseins in der Migrationsgesellschaft wird von der Politik allerdings kaum wahrgenommen. Die Rahmenbedingungen für Erinnerungsarbeit und Geschichtsvermittlung berücksichtigen die „Geschichte(n)“ der Migrantinnen und Migranten bislang nur unzureichend. Die Veranstaltung geht daher der Frage nach, wie Perspektiven für ein gemeinsames interkulturelles „Erinnern“ eröffnet werden können. Wie ist der Vielfalt von Geschichte in der Migrationsgesellschaft gerecht zu werden? …“ So stand es auf der Einladung [2].

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(Hier veröffentlicht am 22.05.2013)


 

Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn: „Vorsorge durch Vollmachten“

Diskussionsteilnehmer; Foto © Schubert

Ein Bericht von Michael Heveling-Fischell

Ein volles Haus konnte das Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes in Bonn- Tannenbusch am Dienstag, den 30. April 2013 melden. Viele Interessierte hatten den Weg in die Hermannstädter Straße 2 gefunden, um einem weiteren Treffen der Veranstaltungsreihe. „Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn“  der  Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) beizuwohnen.

Im Mittelpunkt standen diesmal alle Fragen rund um das Thema „Vorsorge durch Vollmachten“. Was muss zum Beispiel geschehen, wenn mein Vater nicht mehr allein für sich entscheiden kann? ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.05.2013)


 

„Wer Bücher verbrennt, der verbrennt am Ende auch Menschen“

Carl von Ossietzky im KZ; Bild © Bundesarchiv

Zum 10. Mai 1933+80

Von Nadja Thelen-Khoder


Am 10. Mai, vor 80 Jahren, nur vierzehn Wochen nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten durch deutsch-nationale Kreise, wurden in Deutschland auch vor deutschen Universitäten Bücher öffentlich verbrannt (1).

Die Deutschen, die nach 1945 häufig „von allem nichts gewusst“ haben wollten, sahen zu, wie auf gigantischen Scheiterhaufen die Crème-de-la-Crème der deutschen Literatur den Flammentod erlitt: „Wer Bücher verbrennt, der verbrennt am Ende auch Menschen“, hatte ihnen schon Heinrich Heine ins Stammbuch geschrieben.

Unter so vielen anderen Büchern brannte auch Rainer Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ (2), der schon in der Weimarer Republik verfilmt worden war (3) und heute noch zu den besten Anti-Kriegsfilmen gehört. Wenn er (über den Ersten Weltkrieg) und „Die Brücke“ (über den Zweiten Weltkrieg; (4) nur immer und immer wieder im Fernsehen gezeigt würden, wenn ach so kluge Menschen über „Krieg als Mittel der Politik“ oder „Auslandseinsätze der Bundeswehr“ diskutieren – wir könnten uns Formulierungen wie „Posttraumatische Belastungsstörung“ für „Kriegstrauma“, die 5000 Bundeswehrpsychologen und die vielen „Militärseelsorger“ sparen. Krieg ist Krieg ist Krieg, und Krieg ist die Hölle auf Erden!

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(Hier veröffentlicht am 13.05.2013)


 

Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2013

„Wer offen ist, kann mehr erleben."

Dieses Motto der Interkulturellen Woche 2013 ist eine Einladung und eine Herausforderung. Wer anderen offen und auf gleicher Augenhöhe begegnet, erfährt viel über deren Kulturen, aber auch über sich selbst. Interkulturelle Begegnungen bereichern unsere Denkweise und unser Leben. Menschen anderer Hautfarben, anderer Glaubensrichtungen und anderer Lebensbiographien sind für unsere Gesellschaft ein Gewinn.

Doch längst nicht alle Türen stehen ihnen offen. Gerade öffentliche Institutionen und kommunale Verwaltungen sind aufgefordert, ihre Strukturen so zu verändern, dass Ab- und Ausgrenzung nicht vorkommt. Dabei geht es auch um die Anerkennung einer gesellschaftlichen Realität in Deutschland, die durch Menschen mit Migrationsgeschichte schon längst vielfältig mitgestaltet wird.

Die Interkulturelle Woche 2013 in Bonn findet vom 15. September bis 3. Oktober statt.

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Rückantwort

(Hier veröffentlicht am 13.05.2013)


Spielen Streiten Kennenlernen

Ein Projekt des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V.

gefördert durch: Stiftung Umwelt und Entwicklung

pdf-Plakat

Projektbericht

(Hier veröffentlicht am 13.05.2013.)


 

III. Friedensmarsch in Bonn

Ist Frieden ein Thema der Politik, der Religion, der Philosophie, der Pädagogik?

Wenn man sich das Video der Organisatorinnen und Organisatoren des III. Bonner Friedenmarsches ansieht, merkt man, dass es auch ein Thema der Wirtschaft und der Finanzen ist:

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(Hier veröffentlicht am 05.05.2013.)


 

 

Wir gehen woanders hin

Kennen Sie Aikido oder Tai Chi? Es sind Kampfsportarten, die den Gegner durch geschicktes Ausweichen ins Leere rennen lassen. Die eigne Kraft wirft den Gegner um, nur ein wenig nachgeholfen.

Ganz ähnlich hat es der Interreligiöse Dialogkreis Bad Godesberg am 5. Mai 2013 mit Pro NRW vor. Statt diesen angst- und zornerfüllten Rechtspopulisten durch eine laute Gegendemo Aufmerksamkeit zu schenken, gehen sie einfach woanders hin. So organisierten sie eine Menge alternativer Veranstaltungen, die man statt dessen besuchen kann. So demonstriert man durch Abwesenheit und lässt die selbsternannten Pro-NRW-Gesellen einfach im Regen stehen. Sollen sie doch brüllen wie sie wollen - Niemand soll ihnen zuhören und niemand noch lauter brüllen!

-> ... mehr Infos

und unter http://www.dialogkreis-godesberg.de/

(Hier veröffentlicht am 01.05.2013)


 

Wir sind alle Armenier!

Von „Aghet“(1), „Tertêle“ (2) und „Shoah“ (3)

oder
„Wer spricht heute noch von der Vernichtung der Armenier?“ (4)

Der 24. April in der Armenischen Gemeinde Köln

Von Nadja Thelen-Khoder


„Der 24. April 1915 bezeichnet den unüberbrückbaren Bruch einer Vernichtung, die nicht an der Schwelle des Todes endete, sondern sämtliche Fundamente einer Gemeinschaft zerstören sollte: Familie, Sprache, Kultur und die Hoffnung auf eine Zukunft. An diesem Tag veranlasste die jungtürkische Regierung des Osmanischen Reiches die Verhaftung, Deportation und Ermordung armenischer Künstler, Schriftsteller, Politiker und Repräsentanten des öffentlichen Lebens in Konstantinopel.“ So stand es in der Einladung zur diesjährigen Gedenkfeier am 24. April der Armenischen Gemeinde Köln.

„Ich habe meine Totenkopfverbände bereitgestellt, um unbarmherzig Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung in den Tod zu schicken.“ Diesen Satz sagte Adolf Hitler am 22. August 1939, wenige Tage vor dem deutschen Überfall auf Polen. Und wenig später fügte er hinzu: „Wer spricht heute noch von der Vernichtung der Armenier?“

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(Hier veröffentlicht am 29.04.2013)


 

Protestaktionen gegen Pro NRW angekündigt

Das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ will die geplante anti-islamische Hetze der Rechtsradikalen am 5. Mai in Bad Godesberg verhindern.

Kundgebung und Protestaktionen am Sonntag, 5. Mai 2013 ab 10 Uhr auf dem Theaterplatz Bad Godesberg

„Für ein buntes, solidarisches und friedliches Bonn – gegen Rassismus!“


Das Bündnis „Bonn stellt sich quer – Neonazis blockieren“ hat eine Gegenkundgebung bereits ab 10 Uhr ebenfalls auf dem Theaterplatz im
Bereich vor den Kammerspielen angemeldet. „Von den ab 12 Uhr erwarteten Rassisten von Pro NRW wird kein Wort ihrer Hetze vernehmbar sein“,
erwartet Bündnis-Sprecher Mani Stenner. „Und vorher werden wir mit vielen Stimmen aus der demokratischen Gesellschaft Bonns auf unserer Kundgebung deutlich machen, dass im weltoffenen Bonn Rassismus und anti-islamische Hassparolen keinen Platz haben“.

Das Bündnis begrüßt die einhelligen Erklärungen von Integrationsrat, Bezirksvertretung Bad Godesberg und Hauptausschuss des Rates, die sich
gleichermaßen gegen die erneute Provokation von Pro NRW zum Jahrestag der Ausschreitungen von Lannesdorf wenden und die Initiativen dagegen
begrüßen. „Es ist ungeheuer ermutigend, dass so rasch nach Bekanntwerden der rechtsradikalen Planungen ein so breites Einvernehmen für gemeinsamen
Protest erreicht wurde“, erklärt Co-Sprecherin Susanne Rohde von der Beueler Initiative gegen Fremdenhass, die die Proteste gegen die Neonazis in Beuel
vor einem Jahr maßgeblich mitorganisiert hatte. „Diesmal sind wir alle Bad Godesberger!“.

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(Hier veröffentlicht am 24.04.2013)


 

2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt

 

 

 

Fotos zur Feier am 12.04.2013 von Argelia Löschcke, Jürgen Eis und Michael A. Schmiedel

 

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(Hier veröffentlicht am 22.04.2013.)

 

 

 

 

 

 


 

2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Bericht von Bartosz Bzowski

Am 12. April 2013 feierten das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. sowie die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) das zweijährige Bestehen des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt. 2011 bezogen die beiden Organisationen ihr neues Domizil in der Brüdergasse in Bonn. Wie beabsichtigt und erhofft, hat es sich als interkulturelle Begegnungsstätte in der Bundesstadt Bonn etabliert.

Die Festveranstaltung war sehr gut besucht. Ab 11 Uhr fand ein „Tag der Offenen Tür“ statt, bei dem sich alle Vereine und Initiativen des Hauses vorstellten. Um 15 Uhr folgte der offizielle Festakt.

Als Hausherr begrüßte Dr. Hidir Celik die Gäste. Er erklärte, woraus sich das Wort „MIGRApolis“ zusammensetzt. Es ist ein zusammengesetztes Wort aus „Migrare“ (lateinisch für „wandern“) und „Polis“ (griechisch für „Stadtstaat“). Dabei war in der Antike nicht das Territorium gemeint, sondern die Bürger, die gleichberechtigt waren. So eine „Polis“ mit Menschen, eingewandert aus aller Welt, sollte das Haus sein und wurde es auch. „Wenn man uns mit einem Kind vergleichen würde, sind wir gerade dabei, die Sprache zu lernen, unser Umfeld kennenzulernen und laufen zu lernen, damit wir selbständig handeln können“, so Celik.

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(Hier veröffentlicht am 16.04.2013)


 

Rechtspopulismus schürt Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Gewalt in Europa

PRESSEMITTEILUNG DER EVANGELISCHEN AKADEMIE IM RHEINLAND

        
(Bonn, 15.4.2013) Der seit Jahren wachsende Rechtspopulismus in Europa schürt Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Es besteht kein Anlass        anzunehmen, dass diese Entwicklung in absehbarer Zeit zum Stillstand        kommen wird. Diese Einschätzung gab Dr. Werner T. Bauer von der        Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung am Wochenende bei einer Tagung in Bonn.
        
Gezielte Tabubrüche, die häufig im Bereich der Grund- und Menschenrechte angesiedelt sind, sind das wichtigste Mittel der Rechtspopulisten, um auf sich aufmerksam zu machen und Anhänger zu gewinnen. Ebenso gehören Internetseiten und Blogs zu den von rechten Bewegungen und Parteien eingesetzten Methoden. Sie dienen der Inszenierung von Entrüstung, den so genannten "Shitstorms". Auf diesen Wegen gewinnen die Rechtspopulisten durch indirekte Einflussnahme und Agenda-Setting an Macht. Ihr größter Erfolg bestehe, so Bauer, in der Angst der etablierten Parteien vor einem Wählerverlust und ihrer daraus resultierenden indirekten Einflussnahme auf politische Entwicklungen, insbesondere in Fragen der Migrationspolitik.

Bauer kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Medien, insbesondere die Boulevardmedien. Statt den Kern demokratischer Systeme, die Debatten und Diskussionen, widerzuspiegeln, würde die Politik in den Medien immer weiter trivialisiert. Die Boulevardmedien seien auf der Suche nach Normbrüchen und Skandalen aller Art und deshalb auch bereit, populistische Inszenierungen aufzugreifen.

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(Hier veröffentlicht am 17.04.2013)


 

Türkischsprechende/r Sozialpädagogin/-e / Sozialarbeiter/-in gesucht!

Das Bonner Institut für Migrationsforschung und interkulturelles Lernen e.V. (BIM e.V.) ist ein Träger der interkulturellen Erziehungshilfen.

Wir suchen zum nächstmöglichen Termin für den Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung eine/-n türkischsprechende/n

Sozialpädagogin/-en / Sozialarbeiter/-in
in Vollzeit / Teilzeit nach Absprache.

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(Hier veröffentlicht am 17.04.2013)


 

Stellenausschreibung

Das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM e.V.) ist ein Träger der interkulturellen Erziehungshilfen.

Wir suchen SozialpädagogInnen / SozialarbeiterInnen bzw. pädagogische Fachkräfte mit fremdsprachigen Kompetenzen
für das Arbeitsfeld interkulturelle ambulante Hilfen zur Erziehung

Stellenumfang Teilzeit nach Absprache.

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(Hier veröffentlicht am 11.04.2013)


Kirschkerne spucken

von Heike van den Bergh

Diese süßen und sonst keine!
Kirschen auf Oma Häberles Bäumen,
wir oben und schaukeln die Beine,
Augen in weißen Wolkenträumen.
Spucken Kerne, weiter, weiter, um die Wette,
die Beste von allen war Müllers Babette.

Rainer „Mit-dir-spielt-wohl-keiner“ musste Schmiere steh‘n,
uns warnen, wenn Oma Häberle käme zum Garten,
und wenn er rief „Die Hexe zu seh‘n“,
schnell runter vom Baum, nicht mehr warten,
schnell durch die hohen Wiesen verschwinden,
Oma Häberles Heugabel drohte von hinten.

Wir unbesiegbar, voller Mut,
und genaschte Kirschen: wie gut!

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(Hier veröffentlicht am 08.04.2013)


Frühling

von Mia Meinking, 10 Jahre

Wenn der Frühling die Welt
in seinem Glanze erhellt,
wenn die Blumen erwachen
hört man leises Lachen.

Es schwebt durch die Luft
wie von Blüten der Duft,
wie von Kindern das singen,
wie von Glöckchen das Klingen.

Und die Knospen an Bäumen
hören auf mit dem Träumen.
sie erwachen geschwind,
und schaukeln als Blätter im Wind.

Dann werden die Herzen so klar und so hell:
nun ist es Frühling, so langsam, so schnell.

(Hier veröffentlicht am 08.04.2013)


Kommunale Integrationszentren – Fluch oder Segen?

TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion; Foto © Gunnar Gmilkowsky

CDU-Landtagsabgeordnete Serap Güler zu Besuch im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Ein Bericht von Bartosz Bzowski


Am 4. April fand bei uns im MIGRApolis-Haus eine Veranstaltung der CDU zum Thema „Kommunale Integrationszentren“ statt. Über 30 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg in die Brüdergasse, um der interessanten Podiumsdiskussion beizuwohnen. Zu Gast war die integrationspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Serap Güler. Sie wurde 1980 in Marl als Tochter türkischer Einwanderer geboren, ist seit 2012 Mitglied des NRW-Landtages. Mit ihr diskutierten auf dem Podium die beiden SprecherInnen des AK Integration der Bonner CDU, Sarah Cziudaj und Jean Antar, der Kreisvorsitzende der Bonner CDU, Philipp Lerch sowie Dr. Hidir Celik, Vorsitzender des Bonner Institutes für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.).

Die Kommunalen Integrationszentren (KIZ) gehen auf das vom Landtag im Februar 2012 verabschiedete „Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen“ zurück. Sie sollen von den Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung ihrer Integrationsarbeit vor Ort eingerichtet werden. Sie sollen die bisherigen „Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern aus Zuwandererfamilien (RAA)“ und das Landesprogramm „Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit (KOMM-IN NRW)“ miteinander verschmelzen und die bisherigen Ansätze weiterentwickeln.

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(Hier veröffentlicht am 08.04.2013)


 

Die Deutschen und ihr Asperger-Syndrom (1), Teil II

Zum 7. April 1933+80
oder
„... und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt.“ (2)

Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" (3)

Von Nadja Thelen-Khoder


Vor zwei Wochen jährten sich der „Tag der nationalen Erneuerung“ oder „Tag von Potsdam“ (21.3.33) sowie die Zustimmung von 444 deutschen Abgeordneten des Deutschen Reichstages zur Abschaffung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland durch das „Ermächtigungsgesetz“ am 23.3.33 zum 80. Mal (1).

Und so konnten die Nationalsozialisten am 7. April 1933 mit ihrer „völkischen Gesetzgebung“ beginnen, in der die durch Blut und Kriege zusammengeschmiedete Nation der Deutschen, die nie „ein Volk“ waren, sich als eben dieses eine „deutsche Volk“ zu definieren begannen.

So viele Deutsche haben nach 1945 „von allem nichts gewusst“ und zeigten sich überrascht darüber, was ihren „jüdischen Mitbürgern“ so alles „widerfahren“ war. Dabei wurde schon am 7. April 1933 das Gesetz erlassen, das ihre „Amt- und Würdenträger“ schon keine drei Monate nach dieser Machtübergabe an die Nationalsozialisten dazu brachte, ihren „Ariernachweis“ (4) zu beantragen.

„Zur Wiederherstellung eines nationalen Berufsbeamtentums und zur Vereinfachung der Verwaltung“ konnten „Beamte nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen aus dem Amt entlassen werden, auch wenn die nach dem geltenden Recht hierfür erforderlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.“ (2)

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(Hier veröffentlicht am 05.04.2013)


 

INTERNATIONALER TREFFPUNKT In der EPIPHANIAS – KIRCHE in Bonn-Tannenbusch

Lage von Tannenbusch in Bonn; Karte: Wikipedia

Verliert das Diakonische Werk sein Stadtteilbüro?

Mit großer Bestürzung haben wir gehört, dass die Epiphaniskirche abgerissen werden soll, um das Gelände an einen kommerziellen Interessenten verkaufen zu können.

Vor 24 Jahren wurde auf einer Gemeindeversammlung der ev. Apostelkirchengemeinde beschlossen, einen Internationalen Treffpunkt einzurichten. Von da an trafen und treffen sich noch immer regelmäßig an jedem 3. Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr „Menschen aus aller Herren Länder“, die miteinander über die verschiedensten Themen sprechen, Gedanken austauschen, lachen, miteinander essen und feiern in der Epiphanias-Kirche – jetzt Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes.

Nun zieht sich die Evangelische Kirche vollständig aus dem Neuen Tannenbusch zurück. Das empfinden wir als ganz besonders traurig. Ist die Epiphaniaskirche doch in vieler Hinsicht zu einem wichtigen interkulturellen Treffpunkt für Bewohner des Stadtteils geworden.

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(Hier veröffentlicht am 05.04.2013)


 

Die Deutschen und ihr Asperger-Syndrom (1)

Rede Adolf Hitlers zum Ermächtigungsgesetz; Foto © Bundesarchiv / Wikipedia

oder

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen –die Ehre nicht!“ (2)

Zum 21. und 23. März

Von Nadja Thelen-Khoder


In diesen Tagen hört man viel von der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten 1933 und von ihrer „Machtübernahme“. Daß sie die Macht keineswegs aus eigener Kraft „ergriffen“ oder „übernommen“, sondern sie vielmehr übergeben bekommen haben, zeigt sich nirgendwo so deutlich wie an diesen beiden Tagen, die sich gerade zum 80. Male jähren:

Am 21. März 1933 inszenierte Joseph Goebbels den „Tag der nationalen Erneuerung“ oder den „Tag von Potsdam“ (3), und das Bild des Handschlags zwischen dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und dem von ihm schon am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannten Adolf Hitler (4) hing zwölf Jahre lang in vielen deutschen Wohnstuben. „Die Sozialdemokraten verzichteten demonstrativ auf eine Teilnahme. Nicht teilnehmen konnten die Abgeordneten der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Sie waren, wie Innenminister Wilhelm Frick höhnisch bemerkte, ‚durch nützliche Arbeiten in den Konzentrationslagern’ am Erscheinen gehindert.“ (3)

Am 23. März 1933 waren die Abgeordneten des Deutschen Reichstages, der nach dem Brand vom 27. Februar in der Kroll-Oper tagte, aufgerufen, über das von Hitler vorgelegte „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ abzustimmen, das es der Regierung ermöglichen sollte, ohne Zustimmung des Parlamentes Gesetze zu erlassen. Die Regierung wurde also zur Gesetzgebung ermächtigt [daher „Ermächtigungsgesetz“ (5)] und die Abschaffung der Demokratie legalisiert.

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(Hier veröffentlicht am 25.03.2013)


 

Deutschland will 5000 syrische Flüchtlinge aufnehmen

"Aufgrund der gewaltsamen Entwicklung in Syrien habe ich mit den Innenministern der Länder besprochen, im Vorgriff auf eine gemeinsame europäische Aufnahmeaktion, in Deutschland etwa 5000 Flüchtlinge aufzunehmen," sagte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich am 20. März 2013 in der Bundespressekonferenz.

Diese humanitäre Aufnahme wird in enger Abstimmung mit den Ländern erfolgen.

Bundesinnenminister Friedrich geht davon aus, dass die ersten Flüchtlinge voraussichtlich im Juni nach Deutschland kommen können.

Werbung für eine gesamteuropäische Lösung

Gleichzeitig wirbt Friedrich auf EU-Ebene für ein gesamteuropäisches Vorgehen in der Flüchtlingsfrage und für eine koordinierte Aufnahmeaktion der europäischen Mitgliedstaaten.

"Ich werde im April erneut den Hohen Flüchtlingskommissar Guterres treffen. Er hat es in der Hand, einen offiziellen Hilfsappell an die EU zu richten", erläuterte Friedrich. "Ich hoffe, dass unsere Hilfsaktion dazu beiträgt, dass sich andere Länder auch für eine Aufnahme entschließen."

Bisheriges Engagement bei der Aufnahme syrischer Flüchtlinge

Deutschland gewährt bereits einer Vielzahl von Syrern Schutz. Die Asylzugänge aus Syrien sind deutlich angestiegen und steigen weiter (Erst- und Folgeanträge 2010: 2.036, 2011: 3.436, 2012: 7.930, Januar – Februar 2013: 1.872, davon 1.787 Erst- und 85 Folgeanträge).

"Hauptkriterium für eine Aufnahme ist die Schutzbedürftigkeit. In erster Linie sollen Familien mit Kindern, Kinder ohne Eltern, aber auch Schutzbedürftige, die in Deutschland bereits Verwandte haben, aufgenommen werden. Auch auf Christen lastet ein besonderer Verfolgungsdruck, auch sie gehören zu diesen besonders schutzbedürftigen Menschen," betonte der Bundesinnenminister.

Mit fast 8.000 Asylbewerbern 2012 und in den ersten beiden Monaten 2013 gehört Syrien zu den Hauptherkunftsländern. Deutschland und Schweden haben zusammen bereits zwei Drittel aller Syrer aufgenommen, die in Europa Schutz gefunden haben.

Vollständiger Text unter: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2013/03/syrien-fluechtlinge.html

(Hier veröffentlicht am 22.03.2013)


2 Jahre MIGRApolis-Haus der Vielfalt - Fest am 12.04.2013

HERZLICHE EINLADUNG ZUM FEST am Freitag, den 12. April 2013

Das MIGRApolis-Haus der Vielfalt feiert seinen 2. GEBURTSTAG!

2011 zogen die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) und das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. von den kleinen Räumen im 4. Stock in der Thomas-Mann-Straße in das Haus in die Brüdergasse 16-18.

Dort haben wir uns nun eingerichtet, neue Kooperationspartner sind dazu gekommen, Aufgaben immer wieder neu entstanden. Nun laden wir alle Freunde des Hauses, Partnerinnen und Partner, stadtweit Verantwortliche und Interessierte an der Arbeit des Hauses zum Fest ein.

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(Hier veröffentlicht am 20.03.2013)


 

Wort-Gewand(t)

von Heike van den Bergh

Ein Dichter sitzt vor seinem Schreibpult
Und dreht und wendet die Worte
Wie eine schöne Dame von Welt
Die Gewänder aus Samt und Seide,
den Schmuck aus Gold, Silber und Juwelen
Vor ihrem Ankleide- und Toilettenspiegel,
wenn sie sich herausputzt
für den großen Gala-Ball im Königshaus.

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(Hier veröffentlicht am 19.03.2013)


 

Muslime in der Mehrheitsgesellschaft: Medienbild und Alltagserfahrungen in Deutschland

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat eine Studie zu Medienbild und Alltagserfahrungen zu Muslimen in der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland veröffentlicht. Demnach zeichnen die Medien ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.03.2013.)


 

Abschiedspredigt von Pfarrer Wolfgang Wallrich

Pfarrer Wolfgang Wallrich bei seiner Abschiedspredigt in der Lukaskirche in Bonn. Foto: Schmiedel

Wolfgang Wallrich (im Gottesdienst in den Ruhestand entlassen)

Predigt am Sonntag „Laetare“ – 10.3.2013 – Lukaskirche Bonn
Johannesevangelium 6,47-51
mit Lesungen im Gottesdienst: 2. Mose 3,13-15 und Johannes 6,1-13

Liebe Gemeinde,

Vom „Ewigen“, von Gott, lässt sich nur in Bildern sprechen, mit Worten, die zugleich enthüllen und verhüllen. Wenn wir von Gott sprechen, kreisen wir um ein Geheimnis.

Wer ist Gott?

Es heißt: Mose hörte bei einem brennenden Dornbusch am Berg Horeb, wie sein Name gerufen wurde:

„Mose! Mose! Führe mein Volk aus der Sklaverei im Ägyptenland in die Freiheit“ – ich bin der Herr Deiner Väter Abraham, Isaak und Jakob“.

„Herr – Gott“ darf ich etwas fragen? – Wenn ich zu den Israeliten komme, den Elenden in Ägypten, und sage: „Der Gott Eurer Väter Abrahams, Isaaks und Jakobs sandte mich zu euch“ – dann werden sie mich fragen: „Wie ist sein Name?“ – Was soll ich denn dann antworten?

„ICH BIN DER ICH BIN“, antwortete die Stimme aus dem brennenden Dornbusch - „ICH WERDE SEIN DER ICH SEIN WERDE – ICH GEHE MIT EUCH“.

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(Hier veröffentlicht am 18.03.2013)


 

Der Stadtteil der Zukunft – eine Vision der Gegenwart!

Bild © Alp Gürhan Yalcıner

von Hıdır Eren Ҫelik

Dieser Beitrag ist in der Zeitschrift "fifty-fifty", Ausgabe März 2013, erschienen

Stadtteile sind Sozialräume, in denen Menschen sich zusammenfinden. Mit der Industrialisierung und Entstehung der Metropolen sind die städtischen Probleme und damit zusammenhängende soziale Strukturen komplexer geworden denn je. Um die Megazentren herum entstehen neue Stadtteile, die mit den Infrastrukturen zu kämpfen haben.

Wie soll der Stadtteil, in dem ich wohne, aussehen? Ist es überhaupt möglich, einen Stadtteil zu gestalten, der Sozialraum für viele Generationen und Kulturen sein kann?

Ein Stadtteil soll ein Zuhause für alle Generationen werden, in dem Eltern, Kinder, Oma und Opa sich wie in einer Familie zusammen treffen könnten. Ein Stadtteil ohne ältere Menschen ist wie eine Familie ohne Stammbaum, ohne Vergangenheit. Er kommt mir vor wie ein Baum ohne Wurzeln. Kann überhaupt ein Baum ohne Wurzeln noch Früchte tragen, wenn er nicht gepflegt und geschützt wird? Mein Stadtteil soll für die älteren Menschen altersgerechte Wohnungen bieten, damit meine Kinder ihre Großeltern nicht nur von Besuch zu Besuch erleben dürfen. Unsere Kinder sollen lernen, mit älteren Menschen umzugehen, von deren Erfahrungen profitieren und an ihnen wachsen. Die älteren Menschen dürfen nicht das Gefühl bekommen, dass sie nutzlose, zur Verholzung verurteilte Bäume sind, die keine Früchte tragen. Sie haben schon in ihrer Zeit Früchte getragen und uns die Zukunft hinterlassen, damit auch wir die Zukunft an unsere Kinder weitergeben können.

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(Hier veröffentlicht am 18.03.2013)


 

Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn

„Häusliche Hilfen und Pflege“  - Große Nachfrage nach Hilfe und Information

Bericht von J. Michael Heveling-Fischell (Dipl. Soz. Wiss)

Bis auf den letzten Sitzplatz belegt war das Stadtteilbüro des Diakonischen Werkes im Tannenbusch am 26. Februar 2013.  Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA ) hatte zu einem weiteren Treffen ihrer  Veranstaltungsreihe „Älter werden im Tannenbusch – Älter werden in Bonn“ eingeladen, die sich vor an allem an ältere Einwanderer/innen richtet .

Diesmal stand das Thema „Häusliche Hilfen und Pflege“ im Mittelpunkt. Hierzu durften wir Thomas Auxel aus dem Haus der Bonner Altenhilfe als Referenten begrüßen. Fachkundig vermittelte er viele gute Informationen zum Thema und ging aufmerksam auf die Fragen der Teilnehmer/innen ein. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.03.2013)


 

„Internationales Müttercafé“ in Bad Honnef

Jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr
HIT-Sportetage des TV Eiche Bad Honnef
Berck-sur-Mer-Straße 1
53604 Bad Honnef


Das Internationale Müttercafé ist ein Projekt vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. in Kooperation mit TV Eiche und dem Jugendamt Bad Honnef. Im Rahmen der Frühen Hilfen des Jugendamtes Bad Honnef sind drei Eltern- und Müttercafés in Bad Honnef installiert worden, das Internationale Müttercafé in den Räumen des TV Eiche Fitnessstudios, das Eltern-Kindcafé Bad Honnef-Aegidienberg und das Elterncafé in der Menzenbergerstraße.

In Bad Honnef haben ca. 8% der Gesamtbevölkerung eine Migrationsgeschichte (Information und Technik NRW, Stand 31.12.2011), hier ist es wichtig, Mütter bei der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft zu unterstützen um somit ihre Chancengleichheit im Einwanderungsland zu verbessern.

Wir vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., das Jugendamt Bad Honnef und der TV Eiche haben sich zur Aufgabe gemacht, die Teilhabeprozesse der Mütter zu unterstützen für eine gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft.

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(Hier veröffentlicht am 11.03.2013)


 

Neuerscheinungen im Free Pen Verlag

In den vergangenen Tagen sind in unserem Verlag vier neue Bücher erschienen:

Ali-Zeki Koçaslan, Hüseyin, der Deutschländer

Roman

Hüseyins in Deutschland lebender Kinder- und Jugendfreund kehrt zurück in ihr türkisches Dorf, um mit Hüseyin und seiner Braut Hochzeit zu feiern. Hüseyin ist überwältigt von dem scheinbar unermesslichen Reichtum, den dieser Freund zur Schau stellt, und so ist der Entschluss schnell gefasst, es seinem Freund gleichzutun. Sein Plan scheitert allerdings, in Deutschland für kurze Zeit zu arbeiten und möglichst viel Geld zu verdienen und anzusparen, das ihm bei seiner baldigen Rückkehr in die Türkei mannigfaltige Möglichkeiten eröffnen soll. Aus wenigen Jahren des Aufenthaltes in Deutschland werden viele Jahre, und aus dem Türken Hüseyin wird nach und nach Hüseyin, der Deutschländer.

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Hussein Habasch, Schreiben auf dem Gesicht der Zeit

Gedichte, deutsch - kurdisch

Mit der zweisprachigen Ausgabe einer neuen Auswahl seiner Gedichte im kurdischen Original sowie in Übertragungen in die deutsche Sprache legt der Dichter Hussein Habasch Gedichte vor, die durch ihre differenzierte wie auch präzise Bildhaftigkeit bestechen. Habasch ist seinen kurdischen und deutschen Lesern seit vielen Jahren zum Inbegriff geworden für die außerordentliche Kunst, auch scheinbar gewagten Metaphern quirliges Leben einzuhauchen und somit seinen Lesern immer wieder Freude sowohl an seiner Sprachartistik wie auch an den wohltuend schmeichelnden Klängen vorderorientalischer Welten zu vermitteln.

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Burkhard Jüttner (Hrsg.), Jean Penuel, Maler - Peintre

Bildband, deutsch-französisch


Der erste Bildband des am 31.12.1936 in Bézu St. Germain (nahe Paris) geborenen Malers Jean Penuel zeigt einen breiten Ausschnitt aus seinem Oeuvre, dazu Texte des Kunsthistorikers Klaus Flemming und des Herausgebers Burkhard Jüttner. Eine Vita mit seinen Ausstellungen sowie ein informativer Index zu den Bildern komplettieren diesen anspruchsvoll gestalteten und hervorragend gedruckten Bildband.

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Monika Lamers, An den stillen Ufern des Königs

Roman

Als Bettina Christoph Bork besucht, scheitern beide an ihren Erwartungen. Ihre Begeisterung für dessen Aussteigerleben beruht auf völliger Fehleinschätzung, denn Bork hat sich nur aus seiner alten Welt zurückgezogen, um herauszufinden, wozu sein Leben führen könnte. Wohl wird seine Sinnsuche begünstigt durch den Rückzug in die Einsamkeit eines vorgefundenen großen Gartens. Bork indes hatte gehofft, in Bettina eine letzte Liebe zu finden und dafür in seiner Hütte ein fürstliches Gemach hergerichtet. Beide sehen sich getäuscht. Erst als Bork auf den merkwürdigen Tierarzt Hülshoff trifft, ändert sich sein Leben.

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(Hier veröffentlicht am 27./28.02.2013)


 

Zu früh – oder hoffentlich nicht zu spät!

Trinkwasserquelle in Tansania; Foto © Bob Metcalf / Wikipedia

Zum UNESCO-Welttag des Wassers am 22. März

Kommentar von Nadja Thelen-Khoder


Water makes money (6)? Water is life (1)!

Eigentlich ist der UNESCO-Welttag des Wassers ja erst am 22. März. Aber: „In den nächsten Wochen wird in der EU über die Richtlinie entschieden. Die Bundesregierung und der zuständige Wirtschaftsminister Rösler haben sich bislang noch nicht offiziell dazu positioniert.“

So beginnt ein Newsletter von „Campact“, der zur Unterzeichnung eines Appells aufruft. (1) „Welche fatalen Folgen die privatisierte Wasserversorgung hat, zeigen Beispiele aus vielen Metropolen: Der Preis explodiert, die Qualität sinkt“, heißt es darin weiter. „Gerade im Wahljahr haben wir Chancen, die Regierung noch zu überzeugen.“

Das sind die Momente, in denen ich mich immer schäme. „Privatisierung des Trinkwassers“ – ja, davon hatte ich schon einmal gehört. Aber wirklich mit dieser Frage beschäftigt – nein, das hatte ich noch nicht.

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(Hier veröffentlicht am 25.02.2013)


 

„ ... was nicht in euren Lesebüchern steht“

 

Zum 21. und 23. Februar,
dem Tag der Muttersprache und dem Geburtstag von Erich Kästner


Kommentar von Nadja Thelen-Khoder

 

„Ich könnte euch Verschiedenes erzählen,
was nicht in euren Lesebüchern steht.
Geschichten, welche im Geschichtsbuch fehlen,
sind immer die, um die sich alles dreht.“

Diese Zeilen schrieb Erich Kästner, der am 23. Februar 1899 geboren wurde, zu seinem gleichnamigen Büchlein (1). Und sie passen auch zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar (2).

In diesen Tagen musste ich mehrfach an Erich Kästner denken, den viele von uns (nur) durch seine Bücher „Emil und die Detektive“, „Pünktchen und Anton“, „Das Fliegende Klassenzimmer“ oder „Das doppelte Lottchen“ beziehungsweise durch ihre Verfilmungen kennen.

Weniger bekannt ist, dass auch sein Name auf der Ehrenliste (3) jener Schriftsteller stand, die von den Nationalsozialisten bereits am 10. Mai 1933 öffentlich verbrannt wurden (4) – auch und besonders an deutschen Universitäten. Denn das Land der Dichter und Denker verwandelte sich in ein Land der Richter und Henker und in das „Land, in dem die Kanonen blüh’n“ (5).

Erich Kästner, der von 1933 bis 1945 Schreibverbot hatte, aber nur in die „Innere Emigration“ ging, veröffentlichte später in „Wer nicht hören will, muß lesen“ ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.02.2013.)


 


 

„Brave, herrliche junge Leute!

Bild © Nicolai / Wikipedia

...Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein.“

Zum 70. Jahrestag der Verhaftung von Sophie und Hans Scholl

Ein Beitrag von Nadja Thelen-Khoder

„Brave, herrliche junge Leute! Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein.“ Das sagte Thomas Mann aus seinem amerikanischen Exil in seiner Rundfunkansprache an „Deutsche Hörer!“ am 27. Juli 1943 (1).

Heute vor 70 Jahren, am 18. Februar 1943, wurden Hans und Sophie Scholl beim Auslegen von Flugblättern verhaftet und nur vier Tage später geköpft (2). Hans Scholl war Überlebender von Stalingrad.

„Jetzt ist die Welt aufs tiefste bewegt von den Vorgängen an der Münchener Universität, wovon die Nachricht durch Schweizer und schwedische Blätter ... zu uns gedrungen ist. Wir wissen nun von Hans Scholl, dem Überlebenden von Stalingrad, und seiner Schwester, von Christoph Probst, dem Professor Huber und all den anderen; von dem österlichen Aufstande der Studenten gegen die obszöne Ansprache eines Nazi-Bonzen im Auditorum maximum, von ihrem Märtyrertod unterm Beil, von der Flugschrift, die sie verteilt hatten und worin Worte stehen, die vieles gutmachen, was in gewissen unseligen Kreisen an deutschen Universitäten gegen den Geist deutscher Freiheit gesündigt worden ist. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.02.2013)


 

Iren, Schotten und Neuseeländer im schwebenden Galopp in den Frühling

Irish Spring Festvalsession mit (fast) allen Musikerinnen und Musikern des Abends.

Irish Spring – Festival of Irish Folk Music am 15.03.2011 in der KAH in Bonn


Mit den Bon(n) Roses, Andrew Laking & Sean Regan, Jeana Leslie & Siobhan Miller & Ewan McPherson, Aislinn Ryan, einer Anna und Caladh Nua.


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel


„Dialog der Kulturen“ wurde im Frühling 2011 eine Veranstaltungsreihe in der KAH (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland) in Bonn genannt, in deren Rahmen das ISF, das Irish Spring – Festival of Irish Folk Music von Music Contact stattfand. Dass bei Irish-Folk-Konzerten auch Schotten mitmischen ist nichts Besonderes, und auch Nachfahren irischer und schottischer Auswanderer von „across the form“, also aus den USA und Kanada oder aus „down under“, also aus Neuseeland und Australien sind immer wieder mal mit von der Partie. Außerdem finden sich auch immer wieder Deutsche ein, die von dieser keltischen Musiktradition so begeistert sind, dass sie daraus ein Hobby oder gar einen Beruf gemacht haben. Dieser Dialog der Kulturen ist also inzwischen ein eingespieltes Ereignis und ein fester Bestandteil unserer Gegenwartskultur geworden. Veranstalter wie Petr Pandula von Magnetic Music oder – wie in diesem Fall – Rainer Zellner von Music Contact haben daran einen ganz großen Anteil, denn wie sonst sollten all die begnadeten Musikerinnen und Musiker ihren Weg auf deutsche Bühnen finden? Dieses Mal fanden auf diese Weise Iren, Schotten und Neuseeländer ihren Weg auf die Bühne der KAH.

Schon im Foyer wurde uns ein Augenschmaus geboten: Auf flotte Ceilidh-Musik – wenn auch aus der Konserve – tanzten kleine Mädchen und junge Damen und Herren der Bon(n)Roses aus Sankt Augustin irische Set Dances, die kleineren noch sehr verspielt und manchmal auf sympathische Weise ein wenig tollpatschig in ihren grün-weißen Kleidchen, die älteren in eleganten Steps und Slides in bordeauxroten Kleidern und schwarzen Feinstrumpfhosen oder schwarzen Hosen und Westen und weißen Hemden. Dieses Vorprogramm bekamen ISF-Besucher wohl nur in Bonn geboten.

Kristine Talamo-Spiegel führte sodann wie immer durch das Programm im Saal und verloste wieder zwei Stück Seife namens „Irish Spring“. Die gab es auch mal in Deutschland zu kaufen, hat sich aber leider nicht auf dem Markt gehalten. Man munkelt, der Duft erinnere nicht wirklich an irischen Frühlingsduft, so dass diese Verlosung auch eher als Gag gemeint war.

Das Konzert selber begann mit einem Duo dessen eine Hälfte schon einmal an selber Stelle spielte: Andrew Laking aus Neuseeland, Ex-Mitglied der Band Gráda. Dort spielte er vor allem Kontrabass, kam aber mit seiner eigentlichen Leidenschaft, ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 17.02.2013.)


 

Forschungsbörse "Klasse Wissenschaft"

Sie unterrichten an Schulen oder an Volkshochschulen und möchten eine Forscherin oder einen Forscher für Ihren Unterricht buchen?

Dann nutzen Sie die Forschungsbörse und laden Sie Expertinnen und Experten in Ihre Schule und Kurse ein:

Auf www.forschungsboerse.de finden Sie alle Forschenden in Ihrer Region.

Sie sind Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler und wollen bei der Forschungsbörse mitmachen?

Wenn Sie Schülerinnen und Schülern und Teilnehmern von Volkshochschulkursen Ihr Forschungsgebiet im direkten Gespräch vermitteln möchten, können Sie sich direkt unter www.forschungsboerse.de anmelden oder beim:

Büro Wissenschaftsjahre – PT-DLR e.V.
Susette Polke
Rosa-Luxemburg-Straße 2 | 10178 Berlin
Tel.: +49 30 67055782
forschungsboerse[at]dlr.de

Noch mehr Wissenschaft für junge Menschen

Im Wissenschaftsjahr 2013 gibt es viele weitere Angebote für Jugendliche: Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft legt mit Exponaten zum Thema „Demografie“ in 35 Städten an. Die Wanderausstellung „Zukunft Leben – Die demografische Chance“ fragt, wie wir morgen leben, lernen, arbeiten, altern, Kinder bekommen, wohnen und Geld verdienen – und wovon wir heute träumen. Und die Ausstellung ScienceStation macht wieder an zehn Bahnhöfen in Deutschland Halt.

www.demografische-chance.de

Auch der Vorsitzende des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) sowie Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA), Dr. Hıdır Eren Çelik, engagiert sich in der Forschungsbörse. Er sagt:

„Wir werden vielfältiger. Zuwanderung bedeutet Bereicherung! Deshalb fördern wir mit unserer Arbeit interkulturelles Zusammenleben“.

Flyer als PDF

(Hier veröffentlicht am 14.02.2013)


 

"Ideen für die Bildungsrepublik"

Bereits zum dritten Mal ruft die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" in diesem Jahr den Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik" aus. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Vodafone Stiftung Deutschland suchen wir Deutschlands beste "Bildungsideen".

In den letzten Tagen haben Sie von uns Informationen zu diesem Wettbewerb erhalten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns unterstützen, das gesellschaftliche Engagement für mehr Bildungschancen in Deutschland sichtbar zu machen! Weisen Sie Ihr Umfeld auf den Wettbewerb hin, z.B. auf Ihrer Homepage oder in Ihrem Newsletter. Gerne können Sie das angehängte Onlinebanner oder unseren YouTube-Kurzfilm zum Wettbewerbsaufruf auf Ihrer Website einbinden, auf www.bildungsideen.de verlinken sowie in Ihren Publikationen auf den Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik" hinweisen.

Unter bildungsideen[at]land-der-ideen.de freuen wir uns auf Ihre persönlichen Vorschläge und Hinweise für herausragende Bildungsideen bis zum 18. März 2013.

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung und freuen uns auf zahlreiche spannende Bewerbungen.

Sollten Sie Rückfragen haben, stehen wir Ihnen per E-Mail unter bildungsideen[at]land-der-ideen.de oder montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter 030 - 23 60 78 444 gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Projektteam Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik"

Projektteam Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik"
Telefon: 030 - 23 60 78 444
E-Mail: bildungsideen[at]land-der-ideen.de

Web: www.bildungsideen.de

Bewerbungsleitfaden

Flyer

(Hier veröffentlicht am 13.02.2013)


 

Vom Unglück, ein Grieche zu sein. Und vom Glück…

Manuel Gogos und Michael Halbas.

Manuel Gogos, hin und hergerissen zwischen griechischer Innen- und deutscher Außenperspektive auf sein Vaterland

Rückblick (T+F) auf seinen Vortrag am 19.09.2011 in der Buchhandlung Böttger in Bonn von Michael A. Schmiedel

 

In Bonn gibt es eine interessante Vortragsreihe, die alle paar Jahre ihren Ort, und damit auch ihren Namen änderte. Als ich sie kennenlernte hießt sie „neben dem rathaus“, denn sie tagte in dem Restaurant neben dem Rathaus in Bonn-Beuel. Dann hieß sie „neben dem markt“, denn sie fand in Nachbarschaft von Pützchens Markt beziehungsweise dem Platz, an dem dieser Riesenrummel alljährlich stattfindet, in Bonn-Pützchen statt. Und nun heißt sie „neben dem bahnhof“ und hat die Buchhandlung Böttger nahe dem Bonner Hauptbahnhof als neues Domizil. In dieser Reihe geht es mal geistes-, mal naturwissenschaftlich, mal philosophisch, mal religiös, mal literarisch, mal biographisch zu. Ihr Gründer ist der inzwischen emeritierte Philosophieprofessor Heinz Robert Schlette.

Manuel Gogos, Sohn eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter, ist Germanist, Philosoph, Radioautor und Ausstellungsmanager. Ich lernte ihn kennen, als wir in derselben Zen-Gruppe meditierten. In der „neben …“-Reihe trug er schon des Öfteren vor, zum Beispiel über sein Idol Raimon Panikkar, der ähnlich wie er ein religiöser und kultureller „Bindestrich-Mensch“ ist beziehungsweise war.

Dieses „Bindestrich-Dasein“ prägte auch seinen Vortrag am 19.09.2012 zum Thema „Vom Unglück, ein Grieche zu sein. Und vom Glück…“, dessen Titel er beeinflusst durch Niko ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.02.2013.)


 

Leserbrief von Heike van den Bergh zu dem Artikel "Wollt ihr den totalen Krieg?" von Nadja Thelen-Khoder

Stalingrad am 02.02.1943 nach der Befreiung durch die Rote Armee. Foto: RIAN archive/Wikipedia.

Liebe Nadja,


du hast mir mit Deinem Artikel zur Leningrader Blockade einerseits sehr aus der Seele gesprochen.

Denn die Opfer und die Täter werden immer hin und her geschoben wie schwarze Peter, je nach Ideologie eines Systems oder einer politischen Gruppierung.

Mir ist dabei jedoch auch gleichzeitig das Schicksal meines Großvaters in Erinnerung gekommen, der im Kessel von Stalingrad dabei war bis zum Schluss- und furchtbare Entbehrungen, Hunger, Kälte und Verzweiflung erlebt haben muss - danach dann auch noch Granatsplitter im Bein und damit dann 3 Jahre sibirische Kriegsgefangenschaft, wo er  zwar kaum selbst Eisenbahngleise verlegen musste, sondern durch seine guten Kenntnisse als Kaufmann die Schichtpläne geschrieben hat.

Ich zitiere aus Wikipedia (Artikel zur Schlacht von Stalingrad: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad):

"Von den rund 110.000 Soldaten der Wehrmacht und verbündeter Truppen, die in Gefangenschaft gerieten, überlebten nur rund 5.000 den Krieg. In der Schlacht von Stalingrad kamen über 700.000 Menschen ums Leben. "

Meine Erklärung biografisch dazu:

Mein Opa war einer der 5000 Überlebenden ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.02.2013.)


300.000

Andreas Mühl, Dominik Ziller, Coletta Manemann und Hıdır Çelik.

„Gekommen um zu bleiben? Interkulturelles Leben und Arbeiten in Bonn“


Podiumsgespräch in der GIZ in Bonn am 04.02.2013 im Rahmen der Reihe „Bonn und die Welt“


Bericht und Fotos von Michael A. Schmiedel


Wirtschafter können gut mit Zahlen umgehen. So nannte Dominik Ziller von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Zahl 300.000. So viele Fachkräfte müssten jährlich nach Deutschland einwandern, um den Wirtschaftsstandort Deutschland in der für unseren Wohlstand notwendigen Leistungskraft zu erhalten.

Er saß zusammen mit Andreas Mühl vom Bonner General-Anzeiger, der das Gespräch moderierte, Coletta Manemann, der Integrationsbeauftragten der Bundesstadt Bonn und Dr. Hıdır Çelik, Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) im Haus der GIZ in der Godesberger Allee und diskutierte über die Notwendigkeit der Einwanderung und die dafür so schlechten Bedingungen in der deutschen Gesellschaft.

Ziller erklärte, dass die Industrieländer (außer Frankreich) alle unter einem Schwund von Fachkräften litten und somit in einer Konkurrenz stünden, um sich für zuwandernde Fachkräfte interessant zu machen. Es genüge nicht, die schon anwesenden Menschen mehr arbeiten zu lassen. Seit der EU-Osterweiterung ...mehr

(Hier veröffentlicht am 09.02.2013.)


 

 

Neuer Sammelband über „Transkulturalität“

"Kulturen in Bewegung"

Buchrezension von Bartosz Bzowski

Was bedeutet der Begriff „Kultur“? Was ist „Transkulturalität“? Wie wird in den verschiedenen Disziplinen der Wissenschaft mit der Problematik umgegangen? Antworten auf diese und viele andere Fragen kann der Leser im Sammelband „Kulturen in Bewegung“ finden.

Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Wissenschaftsrichtungen, also Rechts-, Erziehungs-, Religions-, Literatur- sowie Musikwissenschaften, nehmen sich in ihren Aufsätzen des Themas „Kultur“ an und schildern aus ihrer Sicht, wie in Zeiten von Globalisierung und Migration das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft am besten gestaltet werden kann. Es wird auch versucht zu erklären, worin sich „Multikulturalität“, also das Nebeneinander, von „Transkulturalität“, also dem Miteinander und gegenseitiger Inspiration und Weiterentwicklung, unterscheidet.

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(Hier veröffentlicht am 04.02.2013)


 

„Wollt ihr den totalen Krieg?...

Stalingrad am 02.02.1943 nach der Befreiung durch die Rote Armee. Foto: RIAN archive/Wikipedia.

... Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt noch vorstellen können?“ (1)
oder
„Das Individuum verschwand aus der Gedenkkultur.“ (2)

von Nadja Thelen-Khoder


Am 31. Januar vor 70 Jahren kapitulierte die Südgruppe der bei Stalingrad eingeschlossenen 6. Armee unter Generalfeldmarschall Paulus.

Stalingrad – dieses Wort ist in den deutschen Sprachschatz eingegangen als Inbegriff des Leidens deutscher Soldaten, und immer wieder ist von den etwa 100.000 Soldaten die Rede, die in russische Kriegsgefangenschaft kamen, und von den etwa 6.000, die sie überlebten.

Weniger die Rede war in Deutschland von den sowjetischen Soldaten und den ungeheuren Leiden der gesamten Stadt.

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(Hier veröffentlicht am 04.02.2013)


 

O Shoogatsu - Neujahrs-Haikus

Haikus von Heike van den Bergh und Tuschzeichnungen von Rita Röhm

 

 

Erster Pinselstrich


Frischer Schnee zum Neujahrstag


Jungfräuliches Weiß

 

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(Hier veröffentlicht am 31.01.2013.)


 

Feine schottische Musik

Malinky

Malinky beim Folk im Feuerschlösschen am 13.3.2011


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel


Mitte März 2011, kurz vor dem irischen Nationalfeiertag, waren zwar keine Iren, aber immerhin Schotten zu Gast im Feuerschlösschen: Steve Byrnes aus Angus von der Ostküste der schottischen Lowlands mit Zister, Bouzouki, Gitarre und Gesang, Fiona Hunter aus Glasgow an der Westküste der Lowlands mit Gesang und Cello, Dave Wood aus Grindleford im mittelenglischen Derbyshire mit Gitarre, Bouzouki und Gesang und Daniel Thorpes aus dem Nordosten der schottischen Highlands mit Fiddle. Somit war die Besetzung von Malinky etwas anders als bei ihrem letzten FiF-Konzert im November 2008. Dabei konnten wir von Glück sagen, dass sie nochmal nach Bad Honnef kamen, bevor sie im Juni 2011 eine kreative Bandpause einzulegen begannen, die bis dato noch andauert. „Scotland’s finest folksong group“ nennen sie sich selber auf ihrer Internetseite. Ob dieser Superlativ stimmt, weiß ich nicht, da ich nicht alle Bands dieses Genres kenne, aber fein, ja sehr fein war die Musik allemal, die sie zu Gehör brachten. Steve und Fiona fungierten als Frontsänger, ersterer mit einer sehr weichen, männlichen, letztere mit einer klaren, weiblichen Stimme, Fiona also mit mehr Markanz.

Ihre mal getragenen, langsamen, mal schnellen, vorwärtstreibenden Lieder stammten aus den verschiedenen Regionen, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.01.2013.)


 

Zum 27. Januar – Zwei Jahrestage und zwei Tagebücher

Bild © Mucha / Wikipedia

Für Anne Frank, Tanja Sawitschewa und all die Anderen

von Nadja Thelen-Khoder


An diesem Tag gedenken wir der Befreiung von Auschwitz (1). Als die Rote Armee 1945 die Tore öffnete, boten sich ihr Bilder, die in ihrer Grausamkeit durch nichts zu überbieten sind (2). Gott sei Dank ist der 27. Januar inzwischen ein offizieller Gedenktag!

Aber wir dürfen auch einen anderen Gedenktag nicht vergessen, denn genau ein Jahr zuvor hatte die Rote Armee schon einmal bestialische Verbrechen von Deutschen im Nationalsozialismus beendet: Am 27. Januar 1944 „endete die Blockade von Leningrad“ (3), die Stadt, die heute wieder (Sankt) Petersburg bzw. Petrograd heißt.

„Blockade“ – was für ein Wort!

Am 22. Juni 1941 überfiel die Deutsche Wehrmacht die Sowjetunion, und mit unvorstellbaren Kriegsverbrechen „eroberte“ sie Kilometer für Kilometer, Dorf für Dorf, Stadt für Stadt. Dörfer wurden niedergebrannt, Menschen, die in den meisten Medien seit acht Jahren Nazis an der Regierung propagandistisch als „minderwertig“ bezeichnet worden waren, wurden wie Vieh zusammengetrieben und ermordet, und die Sieger feierten sich oft als „Herrenmenschen“.

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(Hier veröffentlicht am 25.01.2013)


 

„Erinnern. Eine Brücke in die Zukunft“

Bild © Mucha / Wikipedia

Gedenkstunde zum 27. Januar mit Kölns Bürgermeisterin

von Nadja Thelen-Khoder


„Indem wir die Ereignisse dieser ersten Monate des NS-Terrors in Köln nachzeichnen, wollen wir an die Menschen erinnern, die sich von Anbeginn dem Naziterror entgegenstellten, ebenso aber auch an alle späteren Opfer, aus welchen Gründen sie auch verfolgt, erniedrigt und ermordet wurden.
Manche von ihnen befanden sich 1945 unter den aus den Konzentrationslagern befreiten Häftlingen. Sie hatten oft nur mit schweren gesundheitlichen Schäden die NS-Zeit überlebt.

Ihr Schwur ‚Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel’  hat auch heute nichts an Aktualität verloren – 20 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Solingen, der fünf Menschen das Leben gekostet hat, und 10 Jahre nach dem neonazistischen Bombenattentat in der Keupstraße. Wir sind alle aufgefordert, einen Beitrag zu leisten, dass Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt der Boden entzogen und ein demokratisches und menschliches Miteinander möglich wird. Erinnern an die Opfer der NS-Zeit leistet dazu einen Beitrag.“ (aus dem „Aufruf“)

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(Hier veröffentlicht am 25.01.2013)


 

Einsatz für die Überlebenden und die Hinterbliebenen der im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge

Nisenet Stifanos. Foto: Schmiedel.

Überreichung des Menschenrecht-Preises der Stiftung Pro Asyl an Gergishu Yohannes in Frankfurt a.M. am 06.10.2012


Bericht von Nisenet Stifanos



Es war wieder Zeit am 06.10.2012,  der 77 Opfer, der  Bootsflüchtlinge zu gedenken, die bei der Überquerung des Mittelmeers 2009 von Libyen nach Europa umgekommen waren.

Eine Veranstaltung von Pro Asyl zur Überreichung des Menschenrecht-Preises der Stiftung Pro Asyl an Frau Gergishu Yohannes.

Es gab eine Lesung von Briefen, ein Film wurde gezeigt, und für die musikalische Atmosphäre wurde auch gesorgt.

Die Veranstaltung fand in Escherheimerlandstr. 303 in Frankfurt am Main statt.

Der evangelische Pfarrer der Gemeinde stellte sich vor und meinte, er sei sehr stolz, dass seine Gemeinde die Ehre bekam, für so eine sinnvolle Arbeit die Räume zur Verfügung stellen zu dürfen, und dass er für solche Menschenrechtler immer die Tür offen halte. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.01.2013.)


 

Trauer um Ljiljana-Lili Lukić-Pach

Ljiljana-Lili Lukić-Pach

15.01.2013

Jugoslawisch - Deutscher Kulturverein Hilden e.V. trauert um ihr langjähriges  Mitglied und Sekretärin, Ljiljana-Lili Lukić, verheiratet Pach und gedenkt „in großer Dankbarkeit ihrer unermüdlichen Einsatz für die Kultur sowie für die Völkerverständigung und Integration in Hilden und Moers“. 

„Sie war uns ein Vorbild, eine Streiterin für Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich in dieser Gesellschaft. Frau Lukić engagierte sich zuletzt für Kunst- und Kulturveranstaltungen in der Moerser Gemeinde. Vor allem aber in ihrer intelligenten und authentischen Persönlichkeit wird sie uns unvergessen bleiben. Wir drücken den Angehörigen und Freunden unser tief empfundenes Mitgefühl aus. Integration durch Kultur lag Ljiljana Lukić-Pach am Herzen.

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(Hier veröffentlicht am 17.01.2013)


 

Zum Todestag von Hrant Dink

Nadja Thelen-Khoder

von Nadja Thelen-Khoder

Doğan Akhanlı, Günter Wallraff, Osman Okkan und Sibylle Thelen im Theater im Bauturm in Köln

Hasan Cemal, Enkel des für den Völkermord an den Armeniern mitverantwortlichen Cemal Pascha, an der Universität zu Köln


Am 19. Januar vor sechs Jahren wurde der Journalist Hrant Dink vor dem Eingang zu seiner Redaktion auf offener Straße erschossen. (1)

Auch in diesem Jahr finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Der Einfachheit halber zitiere ich aus dem Newsletter des KulturForum TürkeiDeutschland e.V. (2) :

>Am 17., 18. und 19. Januar 2013 jeweils um 20 Uhr wird das Theaterstück „Annes Schweigen“ des Kölner Autors Doğan Akhanlı im Theater im Bauturm (3) gezeigt; (mit Bea Ehlers-Kerbekian, Regie: Ron Rosenberg), mit anschl. Diskussionen, u.a. mit Günter Wallraff, Sibylle Thelen und Osman Okkan. Mehr Infos unter:www.annesschweigen.blogspot.com

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(Hier veröffentlicht am 16.01.2013)


 

„Das Mädchen aus Bamiyan“ von Nadja Kraam

Rezension von Bartosz Bzowski

Was als bittersüße Liebesgeschichte beginnt, wird im weiteren Verlauf zu einem echten Drama mitten im Kriegsgebiet. Nadja Kraams „Das Mädchen aus Bamiyan“ handelt von Nilab, einer jungen Frau, die in Afghanistan geboren wird, in Deutschland aufwächst, sich hervorragend integriert und Ärztin wird. Selbstbewusst besteht sie auf einer freien Partnerwahl und heiratet aus Liebe den jungen Arzt Tim.

Gemeinsam mit ihrem Mann entschließt sie sich, in das Land ihrer Kindheit, nach Afghanistan, zu gehen, um dort den vom Krieg und einer grausamen Herrschaft der Taliban gezeichneten Menschen zu helfen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 14.01.2013)


 

Unser aller Gott scheint ein Gott zu sein, der Vielfalt hervorbringt.

Winfried Semmler-Koddenbrock.

Predigt von Winfried Semmler-Koddenbrock zu seiner Verabschiedung aus St. Petrus in Bonn am 21.10.2012 in der St. Marien-Kirche in Bonn



Lesungen:
Ex 3,1-5 (Der brennende Dornbusch)
Ev: Mk 10,35-45 (Der Rangstreit der Jünger, Jesu Wort vom Dienen)
[Dort bitte die Bibelstelle unter "Suche"eingeben, wenn Sie nicht von selbst dort landen; Anm. d. Red.]

Mose ist eine Person, die Juden, Christen und Muslime alle aus ihrer heiligen Schrift kennen. Ich freue mich, dass Wegbegleiter aus diesen drei und anderen Religionen heute hier anwesend sind.

Den eben gehörten Text von Mose aus dem Buch Exodus hat auf einer Tagung Hans Ucko, Mitarbeiter beim Weltkirchenrat in Genf, zitiert und ihn ausgelegt auf den interreligiösen Dia-log hin. „Zieh deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden“ (Ex 3,5).

Dort, wo Menschen mit ihrem religiösen Boden in Kontakt kommen, und ich ihnen begegne, berühre ich etwas Kostbares, auch etwas Verletzliches. „Heute religiös sein, heißt interreligiös sein“, sagt Niklaus Brantschen, Jesuit und einer meiner Kontemplationslehrer. Ich begegne der anderen Religion und den anderen Welten heute ...mehr

(Hier veröffentlicht am 31.12.2012.)


 

Es geht nicht nur um den eigenen Profit

Der Ethik-Finanz Rheinland e.V.

Gut besuchte Auftaktveranstaltung vom Ethik-Finanz Rheinland e. V. am 26.10.2012 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn


Bericht von Henrich Fenner und Fotos von Michael A. Schmiedel


Mit einem Feuerwerk von Kurzvorträgen startete der neue eingetragene Verein Ethik-Finanz Rheinland seine Öffentlichkeitsarbeit im Saal des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt. Das neue Netzwerk bilden eine Bauingenieurin, zwei Rechtsanwälte, zwei Finanzdienstleister, eine Versicherungsmaklerin und eine Unternehmensberaterin. In sechs Vorträgen stellten die Fachleute jeweils einen Themenkomplex kurzgefasst dar. Umrahmt von irischer und anderer Folkmusik durch Michael A. Schmiedel vom MIGRApolis-Haus war trotz der Fülle des Stoffs Zeit zu intensiven Gesprächen bei kleinen Häppchen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins, Raimund Kron, referierte Volker Wald über die Krise und benannte die Hauptmerkmale und zeigte auf, in welche Richtung die Politik sie zu bewältigen versucht.

Erwin Häußler kam in seinem Vortrag „Finanzrepression“ zu dem Ergebnis, dass ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.12.2012.)


 

Süß-schwarze Lieder aus dem Norden Schwedens

Triakel.

Triakel am 28.2.2011 beim Folk im Feuerschlösschen im Uhlhof in Bad Honnef

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel



Ja, wo lockt uns die Jutta denn diesmal hin? Jutta Mensing vom Folk im Feuerschlösschen hatte es ja mal erklärt, dass das Feuerschlösschen neuerdings nur an Wochenenden für die Konzerte zur Verfügung stehe. Andererseits können tourende Musiker nicht immer nur an Wochenenden in Bad Honnef auftreten. So wurde für diesen Montagabend der Uhlhof als Ausweichveranstaltungsort gefunden. Wer nun meint, das sei ein uriger Bauernhof, der irrt. Vielmehr ist es eine Villa mit modernem Anbau und Sitz der GIZ, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, und zwar am Südende von Bad Honnef, diesmal aber nicht am Waldrand wie das Gymnasium Schloss Hagerhof, sondern direkt am Rhein.

Dem Trio Triakel dürfte das so ziemlich egal gewesen sein, denn von Hälsingland und Jämtland in Nordschweden aus gesehen, macht das keinen Unterschied. Emma Härdelin, Kjell-Erik Eriksson und Janne Strömstedt ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.12.2012.)


 

Fündig geworden „auf der Suche nach dem „verlorenen Paradies“

Heike van den Bergh

Bericht über die konzertante Lesung am 4.11.2012 in der Stiftung Pfennigsdorf mit Heike van den Bergh (Autorin) und Hari Popp (Pianist und Komponist) von den beiden selbst


Am Sonntag, 4.11.2012, hatte die Friedrich-Spee-Akademie in die Stiftung Pfennigsdorf, in einer der ältesten Gründerzeitvillen in Bonn-Poppelsdorf, zu der Konzertanten Lesung mit französischen Gedichten, Musik von Chopin, Schumann und Chansonmelodien eingeladen.

Und trotz des melancholischen, grauen Novemberwetters waren ihr etwa ein gutes Dutzend Interessierte gefolgt.

Heike van den Bergh erläuterte zunächst nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Friedrich-Spee-Akademie, Dr. Will Cremer, wie es zu diesem Programm und Zusammenarbeit mit Hari Popp gekommen war und warum sie dazu gekommen war, französische Gedichte zu schreiben. Letzteres, erzählte sie dem Publikum, lag in einer Jugendliebe ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.12.2012.)


 

„Um Beweismittel zu sichern, und das auf dem zügigsten Weg“ (12)

Kollage

Zur „Lange(n) Nacht des Menschenrechtsfilms“ am 17. Dezember 2012

Bericht und Fotos von Nadja Thelen-Khoder


1. „Five ways to kill a man” (10 min), Kurzspielfilm von Christopher Bisset (Kategorie „Bildung“),
2. „Rausch" (20 min) von Verena Jahnke, dokumentarischer Kurzspielfilm (Kategorie „Filmhochschule"),
3. „Bon Voyage" (6:30 min) von Fabio Friedli (Kategorie „Kurzfilm") und
4. „Mädchengeschichten: Esther und die Geister" (30 min) von Heidi Specogna (Kategorie „Profi") –
das waren die vier der fünf Gewinner (1) des Wettbewerbes um den Deutschen Menschenrechts-Filmpreispreis, die unter der Moderation von Michael Möller von der Filmakademie Baden-Würtemberg im LVR-Landsmuseum Bonn gezeigt wurden. Daß das Landesmuseum in der Colmantstraße 14-16 genau dem Haus der Deutschen UNESCO-Kommission gegenüber liegt und sich beide in unmittelbarer Nähe vom Hauptbahnhof befinden, ist außerordentlich praktisch.

Die Deutsche UNESCO-Kommission und die Amnesty International Hochschulgruppe Bonn ermöglichten zusammen mit amnesty international, dem Deutschen Anwaltverein, dem Deutsche Institut für Menschenrechte, dem Deutsche Jugendherbergswerk, der Evangelischen Medienzentrale Bayern, der Katholische Medienzentrale in Bayern, dem Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, der Landesmediendienste Bayern, dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg, missio Aachen und missio München, MissionEineWelt, der Missionszentrale der Franziskaner, dem Nationalen Geistigen Rat der Baha'i in Deutschland, dem Nürnberger Menschenrechtszentrum, ProAsyl und der Stiftung Journalistenakademie diese erste Filmnacht, der im Januar weitere in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München folgen werden (2).

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(Hier veröffentlicht am 20.12.2012)


 

Die Deutsche Welle war bei uns zu Besuch...

...und wir sind jetzt auf ihrer Internet-Seite!

Helle Jeppesen, eine Redakteurin der Deutschen Welle, war am 11. Dezember 2012 zu Besuch im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. Sie führte dort Interviews mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses sowie mit Beratungsklienten.

mehr unter:

http://www.dw.de/themen/globalisierung/s-30513

(Hier veröffentlicht am 19.12.2012)


MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 10

Karimah Stauch und Teilnehmende.

12.12.2012 -Interreligiöser Dialog

Referentin: Dipl.-Vw. Karimah Stauch, M.A.

Bevor die Volkswirtin und Islamwissenschaftlerin Karimah Stauch ihren Vortrag hielt, lud Michael A. Schmiedel die Teilnehmenden zu einem Spielchen ein. Sie sollten sich entlang einer gedachten Linie positionieren oder, um es mit einem Wort zu bezeichnen, das an diesem Abend so oft gesagt wurde, dass es auffiel, zu verorten. Und zwar je nachdem, ob sie Mitglieder einer Religionsgemeinschaft waren oder nicht, ob sie sich als sehr, mittel- oder gar nicht religiös empfänden und ob sie regelmäßig beteten, meditierten oder über die letzten Dinge nachdächten oder nicht. Das brachte sie schon sehr in den Austausch miteinander über die je eingenommene Verortung. Anschließend gab er noch einen eher theoretischen Überblick, darüber, was interreligiöser Dialog eigentlich ist, warum man ihn betreibt, was man damit erreichen will, was zu bedenken gibt, welche Probleme auftreten können und was man besser nicht tun sollte.

Karimah Stauch dann, ihres Zeichens zum Islam konvertierte Deutsche, praktizierende Sufi, Mitglied der Deutschen Muslim-Liga Bonn (DMLB) und Europakoordinatorin bei der United Religions Initiative (URI) berichtete ...mehr

(Hier veröffentlicht am 17.12.2012.)


 

„Ich liebe Dich“

Nadja Thelen-Khoder

Zum Tag der Menschenrechte (4) am 10.12. und der Langen Nacht der Menschenrechtsfilme am 17.12.2012 ab 19 Uhr im LVR-Landesmuseum Bonn (7)

von Nadja Thelen-Khoder


Vorigen Dienstag (11. Dezember) lief im ZDF der Dokumentarfilm „Ich liebe Dich“ (Türkei, Deutschland 2012 | 74 min | OF mit dt. UT | Farbe | FF 2012) von Emine Emel Balcı (Drehbuch und Regie) in den Originalsprachen Kurdisch und Türkisch mit deutschen Untertiteln. Leider wurde dieser Film erst nach Mitternacht ausgestrahlt, aber glücklicherweise kann man ihn in voller Länge in der Mediathek (1) noch einmal sehen.

Er wurde auch schon auf dem Hamburger Filmfest gezeigt, und auf der Internetseite steht zum Inhalt: „Ich liebe Dich verfolgt Bewohnerinnen eines entlegenen kurdischen Dorfes bei ihren Bemühungen, eine ihnen völlig fremde Sprache zu erlernen, denn seit 2007 schreibt das deutsche Zuwanderungsgesetz vor, dass Ausländer nur dann eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, wenn die Bewerber ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen. Jede dieser Frauen weiß, dass vom Lernerfolg ihr persönliches Glück abhängt. Wollen diese Frauen doch nichts sehnlicher, als die räumliche Trennung von ihren Männern beenden, um in Deutschland ein normales Leben führen zu können. Aber die Hürden scheinen unüberwindbar. Ein berührender Film über den Wunsch nach persönlichem Glück und was ihm entgegensteht.“ (2)

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(Hier veröffentlicht am 17.12.2012)


 

Africa-Positive

Die neue Ausgabe des AFRICA-POSITIVE-Magazins (Nr. 47 - 4/2012) ist erschienen und ab sofort in vielen deutschen Bahnhofsbuchhandlungen und im Abo erhältlich.

Das Länderthema befasst sich mit der Insel La Réunion und gibt dabei einen aktuellen Überblick zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung und wirft einen Blick auf Geschichte und Kultur dieses Landes. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.12.2012.)


 

Adventsfeier am 04.12.2012 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Jorge und Saico sorgten für Stimmung.

Außer der allmonatlichen Großen Teamsitzung und dem Atemholen gab es an diesem ersten Dienstag im Dezember eine Feier, über deren Bezeichnung wir uns nicht ganz einig waren, so dass mir Barbara-Advents-Weihnachts-Jahresabschluss-und-überhaupt-Feier hängen blieb. Wer es kurz mag, wähle am besten die Adventsfeier.


Wir haben oft ein volles Haus, aber dass während der Andacht noch immer Stühle herangeschleppt werden mussten, war nun doch ein Novum. Pfarrer Wolfgang Wallrich erinnerte sich, dass wir 2008 mit 13 Leuten gefeiert haben, nun waren es etwa 70 oder mehr. Während der ganzen Veranstaltung ließ eine Diashow das vergangene Jahr im MIGRApolis-Haus und im Team von BIM & EMFA Revue passieren. Die Predigt Wolfgang Wallrichs kann man hier im Wortlaut lesen. Wie bei der Heilsarmee gab es anschließend ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.12.2012; MAS)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 9

Michael Heveling-Fischell.

05.12.2012 - Gesundheit und Prävention für Migranten

Referent: Dipl.-Sozialwiss. Michael Heveling-Fischell


Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Das war eine von mehreren wichtigen Erkenntnissen, die Michael Heveling-Fischell an diesem vorletzten MultiSchul-Termin vermittelte. Wichtig für die Gesundheit ist neben Hygiene, guter Ernährung und ausreichend Bewegung auch ein harmonisches soziales und natürliches Umfeld. Dass das oft im Sinne von „gesund“ verwendete Wort „fit“ eigentlich „passen“ bedeutet und es an der richtigen kulturellen Passung zwischen Migrant und neuem Heimatland oft hapert ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.12.2012.)


 

 

 

„Von anderen Maßstäben und neuen Ordnungen gegen die Macht der Resignation“

Pfarrer Wolfgang Wallrich

Advent 2012  
im „Migrapolis-Haus der Vielfalt“ Bonn

von Pfarrer Wolfgang Wallrich

Ihr Lieben,

„Mitten im kalten Winter..“

die Tage des Advents- und der Weihnachtszeit bilden ein Kaleidoskop von Themen, Hoffnungen, Visionen und Sehnsüchten wie sich unser Dasein
wandeln könnte und müsste, um zu seiner Wahrheit zu finden.

Woher erwächst in uns ein Wahrnehmungsvermögen, der Hymne der himmlischen Heerscharen  über den Fluren Bethlehems zu lauschen?

Wir leben inmitten dieser Kaiser-Augustus-Welt von unglaublicher militärischer Gewalt und unfassbar weltumspannender Gier nach Geld und Machtgewinn und wir konsumieren Statistiken über Armut und Hunger in einer Welt mit Klimakatastrophen und Ausrottung ganzer Tierwelten.   

Woher soll uns ein Hoffnungsvermögen erwachsen, einen Frieden und soziale Gerechtigkeit für Lebewesen und Natur auch nur für möglich zu halten, angesichts dieser verwalteten Geldmacht, die uns alle zu manischen Konsumenten und Weltreisenden gemacht hat?

Kriege gegen Mensch, Tier, Flüsse und Böden sind wirtschaftspolitisch geregelt, und wir „Verbraucher“ – wie man auch noch so schön sagt - sind die Soldatinnen und Soldaten des Herodes.   

Und nun Advent und Weihnachten feiern?

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(Hier veröffentlicht am 10.12.2012)


 

"Auf der Flucht"

Neue Ausgabe des "PROtestant"

Die Weihnachtsausgabe des "PROtestant" beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Situation von Menschen auf der Flucht.

Ob Asylsuchende, "Menschen ohne Papiere" oder Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge, diese Menschen sind in großer Not und sind auf Hilfe angewiesen.

Auch die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA), ein Träger der MIGRApolis-Seite, hat sich zum Ziel gesetzt, eine Anlaufstelle für Flüchtlinge zu sein und ihnen zu helfen. Die Beratungstätigkeit der EMFA ist Thema eines Artikels der Ausgabe.

...mehr unter: http://www.protestant-bonn.de/nummer-46-162.php

(Hier veröffentlicht am 05.12.2012)


 

Poesie auf der Flucht – Flucht in der Poesie

Wolfgang Wallrich, Hıdır Eren Çelik und Burhan Zorlu; Foto © Gassen

Nomaden: Lesung von Hıdır Eren Çelik im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Im Rahmen der 7. Bonner Woche der Kulturen

Ein Bericht von Bartosz Bzowski


Am 22. November stellte Hıdır Eren Çelik seinen neuen Gedichtband „Nomaden“ vor. Das Café im MIGRApolis-Haus der Vielfalt war mit etwa 40 Anwesenden gut besucht. Die Moderation übernahm Wolfgang Wallrich.

Nachdem Rezensent Ulrich Bergmann ein paar Worte zum Buch gesprochen hatte, las er aus Çeliks Gedicht „Tanzmarie“ vor, das die Situation der von Abschiebung bedrohten Kinder in Deutschland zeigt. „Tanz, Marie, tanz, du bist auf der Flucht am Rhein. Tanz, Marie, tanz, deine Augen verraten mir die Angst vor der Abschiebung.“

Zu Beginn seiner Lesung stellte Çelik sein Gedicht „Nomaden“ vor, das als Namensgeber für den gesamten Band Pate steht. „Irgendwie sind wir alle Nomaden auf dieser Welt“, steht in der ersten Zeile, und dann wird erklärt, was der Titel meint. „Wandern wie Zugvögel hin und her, mal sind wir dort zu Hause, wo uns die Fremde ist, mal sind wir in der Fremde zu Hause“. Am Ende kehren wir wieder dorthin zurück, „wo wir geboren sind: Zur Erde“. Ja, die ganze Erde ist Zuhause für uns Menschen, was für eine schöne Aussage als Kontrast zu Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus!

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(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

Spurensuche

Solidaritätslesung des VS Bonn (Schriftstellerverband) für das BIM (Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen) am 21.11.2012

Im Rahmen der 7. Bonner Woche der Kulturen

Ein Bericht von Rico Damonte


So konzentriert und spannend, so wechselvoll, heiter und ernst, so nuanciert zwischen leise und laut ist längst nicht jede Lesung! Dabei stand der Abend in Konkurrenz zu den Fußballspielen der Champions League, die sich durchaus auch der Beliebtheit bei literarisch Interessierten erfreuen.

Pünktlich um 19:30 Uhr begann die Lesung der sieben Autoren und endete um 22 Uhr – als Lese- Marathon. Thomas Kaut, der Moderator der Lesung, war glänzend aufgelegt. Zunächst schilderte er vor den Zuhörern im Café des MIGRApolis-Hauses in der Brüdergasse die Motive der Lesung:

Der Schriftstellerverband/Bonn unterstützt die Arbeit und Ziele von BIM und seinem Leiter, Hidir Celik, der auch Mitglied des VS ist und das Haus der Vielfalt in den letzten Jahren immer mehr zu einem Zentrum der literarischen Kommunikation machte. Dazu zählt auch der Free Pen Verlag, der zum BIM gehört.

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(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

Oh Du fröhliche Weihnachtszeit ?

Adventskalender; Bild © Andrea Schaufler / Wikipedia

Ein Gedicht zum Nachdenken

von Sylvia M. Hofmann


Und wieder ist es bald so weit,

es steht bevor – die Weihnachtszeit.

Es bricht herein die Dunkelheit,

das Fest der Liebe ist nicht mehr weit.

Wie freuen sich die Kinder sehr,

die sich n i c h t freuen, werden immer mehr...

 

(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

Träume

Foto © Meinolf Wewel / Wikipedia

von Sylvia Hofmann

 

Verwelkte Blätter fallen um mich her,

jetzt wär ich lieber am warmen Meer!

Wo frohe Menschen Lieder singen,

Mandolinen und Gitarren klingen.

Die Sonne streichelt dort die Haut,

wie jubelt dann die Seele laut.

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(Hier veröffentlicht am 03.12.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 8

Rosella Vicenzino Timis. Foto © Schmiedel.

Wege und Hilfen für Schule und Berufseinstieg

Referent: Rosella Vicenzino Timis, M.A.


Der achte MultiSchul-Vortrag war dem deutschen Schul- und Ausbildungssystem gewidmet. Von Kindergarten und Kindertagesstätte über Grund-, Haupt-, Realschule und Gymnasium, sowie Förder-, Waldorf- und Berufsschule bis hin zu Berufsfach-, Fachhoch- und Hochschule führte die Referentin durch den Dschungel deutscher Bildungs-, Ausbildungs-, Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch was Industrie- und Handelskammer und ...mehr

(Hier veröffentlicht am 03.12.2012.)


 

Wer kennt die Dame?

Anwar Almann. Foto © Gassen.

Von Anwar Almann

Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Ich versuchte ständig, ihn telefonisch zu erreichen, aber immer war die Leitung besetzt. Er sprach so lange mit jemandem oder er hatte den Hörer falsch abgelegt. Deshalb entschied ich mich zu ihm zu gehen. Es war vor Weihnachten. Die Fußgängerzone in der Stadt war voll. Ich ging wie immer nachdenklich durch die Menge.

„Haben Sie einen Euro für mich?“ Hörte ich von dem schlanken Mann mit dem Dreitagebart, der neben mir stand.

„Einen Euro?“, fragte ich ihn. „Der ist immerhin zwei DM wert. Sind Sie mit 50 Cent einverstanden?“  

„Na ja“, antwortete er mit säuerlicher Miene. „Konjunktur, Krise, alles ist teurer geworden.

„Betteln auch?“, wollte ich wissen. „Haben Sie auch das Almosen erhöht?“
Dabei drückte ich ihm 50 Cent auf seine fordernd offene Hand. Und drehte mich um. Ich war noch nicht gegangen, als eine Frau mit fröhlichem Gesicht vor mir stand und sagte: „Was? Ich träume wohl? Sie sind doch… Ach, wie war Ihr Name?“

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(Hier veröffentlicht am 30.11.2012)


 

Kultur im Dialog

Eine Tanzgruppe.

Ein Bericht und Fotos von Marina Sobol

Am Freitag, dem 21.09.2012 hat der Deutsch‐Russische Verein „Elterninitiative‐Wir in Bonn e.V.“ seine Partner vorgestellt: Die Tanzschule "EmShow" und die Folkloregruppe „Souvenir“, welche seit elf Jahren mit großem Repertoir aus Liedern aus der ehemaligen Sowjetunion und Deutschland  unterwegs ist.

Die Veranstaltung fand in den Räumen der Tanzschule in Dransdorf statt. Die Tanzschule "EmShow" ist seit fünf Jahren in Bonn ansässig. Vorher hat sie schon ein paar Jahre in Genthin (Sachsen-Anhalt) existiert. Die Schule ist nicht nur in unserer Stadt bekannt. Die Auftritte der Nachwuchstanzgruppen wurden schon mehrmals mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. So haben sie im Jahre 2009 bei den "Kinder Kultur Tagen" in Düsseldorf den Publikumspreis gewonnen, und sind  im Jahr 2010 Sieger und 2011 Zweite bei dieser Veranstaltung geworden.

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(Hier veröffentlicht am 29.11.2012)


 

Interkulturelle Führung durch die Stadt Bonn

Anna Graf und Teilnehmende hinter der Bonner Universität.

am 27.09.2012 mit Anna Graf

Ein Bericht und Fotos von Marina Sobol

Wussten Sie schon, dass auf die Bonner Kultur nicht nur Franzosen und Römer, sondern auch Holländer und ägyptische Kopten gewirkt haben? Letztere haben uns als Legionäre besucht.

Und wussten Sie schon, dass das Bonner Gründungsdatum festgesetzt wurde, und zwar im Jahre 1989 zu den Feierlichkeiten zum 40. Gründungstag der  Bundesrepublik Deutschland. Es wurde in Archiven geforscht und der mittlere Wert aus römischen Aufzeichnungen genommen. Wenn man mit den Kelten angefangen hätte, wäre Bonn noch ein paar hundert Jahre älter. Und dass alles war nur der Anfang ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.11.2012)


 

Alles hat seine Zeit

Foto © Schmiedel.

Gedanken zum Prediger Salomo 3, 1-15 von Heike van den Bergh



Und der Rabbi fragte mich:

Warum gehst du nicht zum Gottesdienst?

Ich habe keine Zeit.

Warum hast du noch kein Haus gebaut und keinen Baum gepflanzt?

Ich hatte keine Zeit.

Warum besuchst du deine kranke Mutter nicht im Altenheim?

Ich habe keine Zeit.

Warum spielst du nicht öfter mit den Kindern?


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(Hier veröffentlicht am 28.11.2012.)


 

Die Poesie dieses nassen Novembertages

Gedicht und Fotos von Michael A. Schmiedel


Leichter Nieselregen liegt in der Luft,
laut rauschen die Autos auf der Straße,
überflüssig scheint das Plätschern des Springbrunnens,
doch mischt es sich harmonisch in die Poesie
dieses nassen Novembertages.

 

So manche Leute werden traurig,
vermissen die Blumen und das Grün der Bäume,
vermissen Wärme und Sonnenschein,
mögen nicht dieses Braun und Grau,
...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.11.2012.)


 

Lieder einer Französin aus England mit Krawumm

Flossie Malavialle und Publikum. Foto © Schmiedel.

Flossie Malavialle beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef am 21.1.2011

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel

 

Wenn eine hierzulande nicht bekannte Musikerin, die mit nichts anderem als ihrer Stimme und ihrer Gitarre kommt, angekündigt wird, erwartet man doch normalerweise ein mäßig volles Auditorium. Aber irgendwas lief anders bei Flossie Malavialle. Es war bestimmt nicht eine von Mike Kamp, der sie auf einem Festival erlebt hatte und sie begeistert engagierte, ausgehende Mund-zu-Ohr-Propaganda, die so weite Wellen schlug. Und ob es viele so taten, wie mein Sitznachbar, der vom Lesen des auch ihm unbekannten Namen angeregt, einfach mal bei YouTube reinhörte, und von der Stimme der Sängerin angetan, seine Schritte zum Feuerschlösschen lenkte, vermag ich nicht zu sagen. Mike meinte, das hätten aber schon einige als Grund angegeben.

Wie auch immer: Da stand sie nun, in einem sommerlich-luftigen Top im Licht der beiden kleinen Scheinwerfer vor zirka ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 26.11.2011.)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 7

Teilnehmende und Hıdır Ҫelik. Foto © Schmiedel.

21.11.2012 - Interkulturelle Öffnung / Leben in Vielfalt

Referent: Dr. Hıdır Ҫelik, Soziologe


Hıdır Ҫelik gab in seinem Vortrag einen Überblick über verschiedene Stufen des Umgangs der bundesdeutschen Gesellschaft mit den Migranten von Assimilationismus und Ausländerpädagogik über Multikulturalismus und Interkulturelle Pädagogik, sowie Diversität und Pluralismus und Pädagogik der soziokulturellen Vielfalt bis hin zur heute propagierten Verschmelzung und Interkulturellen Pädagogik mit anderen Schwerpunkten. Anders ausgedrückt ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.11.2012.)


 

„Ein Tropfen Licht“

Dr. O.N.V. Kurup mit Frau, Dr. Hıdır Ҫelik und Prof. Dr. Annakutty Vallamangalam K. Findeis; Foto © Mathew.

Bericht über die Lesung O.N.V. Kurups im MIGRApolis-Haus der Vielfalt anlässlich der Bonner Woche der Kulturen am 18.11.2012

Von Heike van den Bergh

Der Einladung des MIGRApolis-Hauses und Free Pen Verlags durch Rainer Maria Gassen waren an diesem Sonntagnachmittag an die 100 Personen gefolgt – voller Vorfreude erwarteten sie in dem übervollen Raum den 82-jährigen indischen Dichter, der, so Rainer Maria Gassen „der bedeutendste noch lebende Dichter Indiens der heutigen Zeit ist“.

Er las aus seinem neu ins Deutsche übersetzten Gedichtband „Ein Tropfen Licht“, herausgegeben und aus dem Mayalayam (südindische Sprache) ins Deutsche übersetzt von Annakutty Valiamangalam K. Findeis. Auch die Übersetzerin und Herausgeberin war anwesend und wollte die deutschen Übersetzungen vortragen.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.11.2012)


 

Zeitreisen – Grenzüberschreitungen

Agnes Gossen-Giesbrecht und Sylvia Hofmann; Foto © Hofmann

Am Sonntag, den 18.11.2012 fand die Autorenlesung mit dem Titel: Zeitreisen – Grenzüberschreitungen statt.

Bevor es richtig los ging, wurde zuerst einmal ein zweites Frühstück angeboten.
Die Autoren aus dem Verband Deutscher Schriftsteller (VS), Agnes Gossen-Giesbrecht und Sylvia Hofmann, lasen Reisegeschichten und nachdenkliche Gedichte. Neue Bücher wurden vorgestellt. Die in Russland geborene Anna Graf stellte sich zum ersten Mal dem Publikum mit einer Migrantengeschichte vor.

Passend zu den Totengedenktagen im November stellte Sylvia Hofmann ihr fast schon philosophisches Gedicht: „Wohin seid ihr gegangen?“ den lauschenden Zuhörern vor. Philipp Isaak begeisterte mit klassischen Stücken auf dem Klavier. Fröhliche Stimmung erzeugte Caroline Bernotat mit ihrer schönen Stimme und dem Spiel auf der Gitarre. Sie interpretierte Lieder in verschiedenen Sprachen, passend zum Motto des Hauses.

In der Pause wurden die Gäste mit einem Gläschen Sekt überrascht.
Zu ihren Reisegeschichten und dem Thema Herbst präsentierte Sylvia Hofmann gelungene Fotografien. Mit viel Applaus und einer langstieligen Rose wurden alle Mitwirkenden verabschiedet. Einige neue Gäste hatten bei der gelungenen Lesung unser Haus kennengelernt.

(Hier veröffentlicht am 22.11.2012)


 

Atemholen

Atemholen am 18.09.2012 im Rahmen der Interkulturellen Woche.

Die monatliche Andacht im MIGRApolis-Haus der Vielfalt


Bericht und Fotos von Michael A. Schmiedel


Die Welt ist oft so atemlos. Die Welt ist oft so laut. Die Welt ist oft so schnell. Auch wir im MIGRApolis-Haus der Vielfalt werden nicht davon verschont, von der Atemlosigkeit, von der Lautstärke, von der Hetze. Ansprüche werden gestellt, Erwartungen formuliert, Anforderungen lasten wie Blei. Menschen suchen Beratung, Projektmittelgeber erwarten Zielerreichung, Rechnungen flattern ins Haus, Termine drücken. Angst kommt auf, Angst es nicht zu schaffen, Angst, dass jemand seine Zusagen nicht einhält, Angst, dass andere schneller an den Geldtöpfen sind, Angst, dass andere bessere Leistung bringen, Angst vor übler Nachrede und Imageverlust, Angst, nicht geliebt zu werden. Das treibt. Getrieben sind wir. Und wenn wir nicht aufpassen, treiben wir weiter, vorwärts, höher, schneller, effektiver oder – weg.

Einmal im Monat, immer am ersten Dienstag um 13.30 Uhr vor der Großen Teamsitzung, werden uns die Leviten gelesen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.11.2012.)


 

Interreligiöse Initiative Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit

Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit. Foto © Stienen.

15 stille Minuten gegen Gewalt


Eine interreligiöse Gruppe trifft sich einmal im Monat auf dem Bonner Münsterplatz, um gemeinsam zu schweigen

Bericht und Fotos von Sascha Stienen


Bonn – Mitten im Lärm und der Betriebsamkeit der Innenstadt wirkt ihr still stehendes Schweigen wie eine Verzweiflungstat. Doch nur auf den ersten Blick. Die interreligiöse Initiative „Schweigen gegen Streit, Gewalt und Ungerechtigkeit in unserem Alltag und weltweit“ hat sich in Bonn etabliert. Seit fast zehn Jahren treffen ...mehr

 

*

Am 7.10.2012 strahlte die Radiowerkstatt Bonn eine Sendung von Bernd Rösle und Janine Kowalke über das Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit aus.


Im Teaser heißt es dazu:

"Aktiv sein ohne Lärm: eine Friedensinitiative, die schweigt

Klappern gehört zum Handwerk, und wer auffallen will, muss für sein Anliegen trommeln. Entsprechend laut geht es überall zu. Ganz anders ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 19.11.2012.)


 

Rede von Dr. Hıdır Çelik

Dr. Hıdır Çelik. Foto © Cynthia Rühmekorf.

zur Eröffnung der 7. Bonner Woche der Kulturen
am 15.11.2012 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Es gilt das gesprochene Wort.

"Sehr geehrter Herr Superindent Wüster,
Sehr geehrter Herr Prof. Hütter,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Gäste,

Auch ich freue mich, Sie zum siebten Mal hier begrüßen zu dürfen.
Ich möchte mit einem Zitat von Ralph Giordano, einem Schriftsteller und Zeitzeugen der nationalsozialischten Diktatur, beginnen. Es ist eine Herausforderung an uns alle.

„Wir leben im Zeitalter großer Bewegungen und Wanderungen, einer Ära kontinentalen und inter-kontinentalen Austausches, und mehr denn je kommt es darauf an, dass Menschen verschiedener Herkünfte einander verstehen  lernen, einander zuhören, von einander lernen wollen, wenn denn die Bereitschaft zu Frieden und Gewaltlosigkeit über Traditionen der Intoleranz, der Fremdenfeindlichkeit und des Hasses obsiegen sollen.“

Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, veranstalten wir seit 2001 die Bonner Woche der Kulturen, die mittlerweile zu einem Forum für interkulturelle Begegnung und Austausch geworden ist.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.11.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 6

Sanaz Kamali.

14.11.2012 - Projektmanagement

Referentin: Dipl.-Math. Sanaz Kamali M.A.S für Migration und Entwicklungszusammenarbeit

 

Der 6. MultiSchul-Abend war dem Projektmanagement gewidmet. Sanaz Kamali erklärte Schritt für Schritt, wie man ein Projekt plant, von der Problemanalyse über die Formulierung eines Meta-Ziels bis zu Mesozielen und konkreten Maßnahmen, um Zwischenziele zu erreichen. Das machte sie anhand eines Fallbeispiels ...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.11.2012.)


 

Eröffnung der 7. Bonner Woche der Kulturen am 15.11.2012 im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn

Der kleine Maxim war auch wieder mit dabei. Foto © Schmiedel.

Mit musikalischen, migrationspolitischen, literarischen und kulinarischen Genüssen wurde am 15. November die 7. Bonner Woche der Kulturen eingeleitet.


Für den musikalischen Genuss sorgten Tom Kannmacher und Diarmuid Johnson, die auf Uilleann Pipes, Wooden Flood und Whistle traditionelle irische Tunes zum Besten gaben. Damit umrahmten sie zuerst die Reden von Pfarrer Eckart Wüster, dem Superindendeten des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, Prof. Dr. Hans Walter Hütter, dem Präsidenten der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deuschtland und Dr. Hıdır Çelik, dem Leiter der  Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn/Integrationsagentur und Vorsitzenden des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., sowie die Lesungen von zwei Autorinnen und drei Autoren.

Diese Lesungen wurden von Rainer Maria ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.11.2012.)


 

 

Fotos zur Interkulturellen Stadtführung in Bonn von Anna Graf

Nein, das ist nicht Anna Graf, der da von der Stadtführung ablenkt.

Zur Ergänzung des Berichts von Léonie Elschner von der interkulturellen Stadtführung in Bonn von Anna Graf am 24.09.2012, hat Michael A. Schmiedel ein paar Fotos von einer früheren Führung am 17.08.2012 hinzugefügt.

 

-> Hier geht es zu den Fotos.

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 16.11.2012.)

 


 

Der jüdische Friedhof - Ein magischer Ort

Sarah Funken vor ihrem Werk. Foto © Uyar / siegburgaktuell.

Schüler des Gymnasiums Alleestraße in Siegburg stellen im Rathaus aus

 

Siegburg. "Der jüdische Friedhof in Siegburg ist etwas ganz Besonderes", sagt Mila. "Hier wird niemand mehr bestattet, die Gräber sind sehr alt." Sarah nickt: "Statt Blumen oder Kerzen legen die Angehörigen kleine Steinchen hin", weiß sie. Und noch etwas ist besonders: "Das Gelände ist abgeschlossen." Tatsächlich musste Kunstlehrerin Elisabeth Knauer-Romani für das Kunstprojekt der Oberstufe, das im Spätsommer 2011 startete, bei der Stadt eigens einen Schlüssel besorgen. Bis in den Herbst hinein kamen die Schüler regelmäßig zu dem stillen, naturbelassenen Ort ...mehr

(Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von siegburgaktuell am 15.11.2012.)


 

Wege und Abwege in der Bibel- und der Koranlektüre

René Buchholz und Andreas Michel.

Vorträge von Andreas Michel im Gangolfsaal am 5.9.2012 und von Bacem Dziri am 12.9.2012 im Haus der Evangelischen Kirche in Bonn


Bericht und Fotos von Michael A. Schmiedel

 

 

Heilige Schriften haben etwas Ambivalentes an sich. Man kann mit ihrer Hilfe ein heiliges Leben führen, aber auch zu Fanatismus und Hass angestachelt werden. Für Juden und Christen ist die Hebräische Bibel, für Christen zusätzlich das Neue Testament, die Basisschrift ihres Glaubens. Für Muslime ist es der Koran, sogar mit einer noch größeren Bedeutung, so groß, das manche von der Buchwerdung Gottes im Koran sprechen. Das im zweiten Satz Gesagte trifft man in allen drei Religionen an. Das Katholische Bildungswerk und das Evangelische Forum in Bonn haben  in Zusammenarbeit mit dem AK MuChri zwei Vorträge dem Thema gewidmet, wie Juden und Christen die Bibel und Muslime den Koran so oder so interpretieren können. Am 5. September hielt der Kölner katholische Theologe Prof. Dr. Andreas Michel seinen Vortrag über die Bibel- und am 12. September der jetzt in Osnabrück wirkende eigentlich Bonner Islamwissenschaftler und ehemalige Sprecher des Rates der Muslime in Bonn Bacem Dziri, M.A. seinen Vortrag über die Koranlektüre in Wegen und Abwegen. Beide Vorträge wurden von Dr. René Buchholz vom Katholischen Bildungswerk moderiert.

Andreas Michel hing seinen Vortrag über Wege und Abwege der Bibellektüre an einer bestimmten Bibelstelle auf, nämlich ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.11.2012.)


 

Leserbrief von Martin Sagel zur Rezension seines Buches "Alles Eins" von Michael A. Schmiedel

Ganz herzlichen Dank, Herr Schmiedel, für diese ausführliche Rezension. So viel Arbeit hat sich ja bisher keiner gemacht, und Sie haben es offen und ehrlich ausgewertet. Ich freue mich darüber. Auch die negative Kritik darf gerne sein. Es ist noch nicht perfekt. Auch ich lerne ständig weiter dazu.

Auch der Hinweis auf die vielen kleinen Buchläden ist sehr kostbar!

Mich freut, dass ich Ihr Augenmerk wieder auf vegetarische Kost lenken durfte.

In Sachen Quellenangaben darf ich sagen, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.11.2012.)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 5

Michael Heveling-Fischell. Foto © Schmiedel.

07.11.2012 - Vernetzung und Kooperation

Referent: Dipl.-Sozialwiss. Michael Heveling-Fischell

 

Bevor der Referent des Abends, Michael Heveliing-Fischell, mit seinem Vortrag begann, erläuterte Florian Buchberger soziale Netzwerke, wobei der auf sein Ethnologiestudium zurückgreifen konnte.  Anhand von Grafiken mit durch Linien miteinander verbundenen Punkten erklärte er unterschiedliche Arten von Beziehungen (starke, schwache, multiplexe, uniplexe, redundante), ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.11.2012.)


 

Das interkulturelle Lehrerzimmer

Von Karim Fereidooni

Buchrezension von Daniela Ottembrino

Der Herausgeber des Buches, Karim Fereidooni, ist ein 1983 in Mashhad (Iran) geborener Lehrer für die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften in NRW. Er promoviert an der pädagogischen Universität Heidelberg über „Diskriminierungserfahrungen von Lehrkräften mit Migrationshintergrund im deutschen Schulwesen“. In seinem Sammelband „Das interkulturelle Lehrerzimmer“ erhalten Lehrkräfte die Gelegenheit, sich zum bundesdeutschen Bildungs- und Integrationsdiskurs zu äußern. Als Lehrkraft werden in diesem Sammelband sowohl LehrstuhlinhaberInnen an Universitäten und Hochschulen, Wissenschaftliche MitarbeiterInnen, HabilitantInnen und DoktorantInnen als auch VertreterInnen von Schulleitungen, FachseminarkeiterInnen, LehrerInnen und ReferendarInnen bezeichnet.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.11.2012)


 

Süß duftet das Laub

Herbstliche Gingkoblätter. Tuschzeichnung von Rita Böhm.

Haikus von Heike van den Bergh

 

Süß duftet das Laub
die Füße wirbeln es auf
letztes Sommerlicht

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(Hier veröffentlicht am 11.11.2012.)


 

Wanderausstellung: Thessaloniki - Wiege der Kulturen

Aus der Geschichte lernen
Christen, Muslime und Juden. Eine gelebte Interreligiosität und Interkulturalität am Beispiel von Thessaloniki


Die Ausstellung „Thessaloniki - Wiege der Kulturen“ stellt die Geschichte einer Stadt vor, in der viele Kulturen und Religionen miteinander lebten, durch eine Buchdokumentation und eine Wanderausstellung.

Die Geschichte und das Alltagsleben der Stadt Thessaloniki waren vor dem Ersten Weltkrieg durch kulturelle und religiöse Vielfalt geprägt. Griechen, Juden, Türken Bulgaren, Armenier, Sinti, Roma und andere Minderheiten lebten in dieser Stadt miteinander und nebeneinander.

In diesem Projekt wird mit Hilfe dokumentarischer Arbeit, des Dialoges und der wissenschaftlichen Reflexion den unterschiedlichen Bezügen zwischen den Kulturen und Religionen nachgegangen. Dies geschieht durch eine Spurensuche nach kulturellen und religiösen Prägungen und durch den Blick auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge. Durch eine historisch-dokumentarische Arbeit wollen wir die Geschichte und das Thema der kulturellen und religiösen Vielfalt einer Stadt für unsere heutige multikulturelle und interreligiöse Gegenwart aufbereiten.

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(Hier veröffentlicht am 7./9.11.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 4

Florian Buchberger. Foto © Schmiedel.

31.10.2012 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Referent(inn)en: Argelia Löschcke, B.A. in Mehrsprachiger Kommunikation und Florian Buchberger, M.A. in Ethnologie

Dieser MultiSchul-Abend war zweigeteilt. In der ersten Hälfte erklärte Argelia Löschcke Methoden der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Vereinen. Beides sei notwendig, um nach außen zu kommunizieren, was der Verein für die Gesellschaft leistet, um Kontakte herzustellen, ein positives Image zu pflegen, um die Zielgruppe zu erreichen und vieles mehr. Damit man die PR nicht aufs Geratewohl macht, sondern gezielt und effektiv, stellte sie Planungsphasen vor, die vom Gewinnen eines Überblicks über die aktuelle Phase bis zu Einzelmaßnahmen und der Festlegung der Frequenz von Pressemeldungen, Newslettern und so weiter reichte. Unter den Teilnehmer(inne)n gab es in diesem Rahmen auch eine angeregte Diskussion über ...mehr

(Hier veröffentlicht am 05.11.2012.)


 

Martin Sagel. Alles Eins

Wegweiser durch das „System Gott“. Ethik und Spiritualität im 21. Jahrhundert

Buchrezension von Michael A. Schmiedel



Das ist ein sympathisches Buch. Doch als sich der Autor mit einer Empfehlung von Jalil Schwarz, dem Friedenskoch bei mir meldete und fragte, ob ich Interesse an seinem Buch hätte, und ich dann im Vorwort desselben erfuhr, dass er den Beruf eines Immobilienmaklers ausübt, war ich zunächst skeptisch.  Ein theologisches oder zumindest religiöses Buch aus der Feder beziehungsweise Tastatur eines Menschen, der sein Geld mit dem Kauf und Verkauf von Wohnungen, Häusern und Grundstücken verdient, der Angehöriger jener Branche ist, der man beim Immobilienkauf immer eine – wie man meint – unnötige Provision abdrücken muss? Kann das gut gehen? Sollte der Schuster nicht bei seinen Leisten bleiben?

Nun ja, heutzutage bleibt doch eigentlich kaum noch einer bei seinem erlernten Beruf oder wenn doch, macht er oder sie noch einiges nebenher. Und wenn doch jeder Mensch über Gott und die Welt nachdenken kann und auch soll, warum sollte er seine Gedanken dann nicht auch anderen mitteilen dürfen?

Martin Sagel schrieb sein Buch am Feierabend, wenn viele andere fernsehen. Es ist also so etwas wie die Theologie eines Feierabendtheologen, der aktives Mitglied der evangelischen Kirche, aber auch von vielem anderen beeinflusst ist, zahlreiche Ehrenämter bekleidet und sehr gerne reist. An den besagten Feierabenden hat er zunächst über 100 Bücher durchgearbeitet, von denen 40 hinten im Buch aufgelistet sind, darunter die Basiswerke der großen Religionen, die Heiligen Schriften.

Schauen wir uns das Buch mal an: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 04.11.2012.)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 3

Argelia Löschcke. Foto © Schmiedel.

24.10.2012 – Ehrenamt im Verein und Aktivierung der eigenen Potentiale

Referentin: Argelia Löschcke, B.A. für Mehrsprachige Kommunikation

Die muttersprachliche Heterogenität der sieben Teilnehmenden (deutsch, französisch, spanisch, arabisch, farsi, kurdisch) ermöglichte zu Beginn des Vortrages eine interessante Beobachtung: In keiner der genannten Sprachen kommt in der Bezeichnung für „Ehrenamt“ ein Wort vor, das mit „Ehre“ übersetzt werden kann. Vielmehr sind es Worte in den semantischen Feldern von „freiwillige Arbeit“, „kostenlose Arbeit“, „Engagement“ und, so in Farsi, „Zufriedenheitsarbeit“.

Argelia Löschcke erklärte in ihrem Vortrag zunächst ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.10.2012.)


 

 

Halbzeitbilanz des Bonner Oberbürgermeisters

Foto © Kosché

Jürgen Nimptsch zu Gast im MIGRApolis-Haus der Vielfalt

Bericht von Bartosz Bzowski

Am 25. Oktober bekamen wir prominenten politischen Besuch. Der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) präsentierte in einem Bürgerdialog seine Halbzeitbilanz. Erst sprach der OB etwa eine Viertelstunde lang über seine Politik, danach bestand Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Nimptsch ist seit 2009 im Amt, seine Amtszeit dauert bis 2015. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Rat muss der Sozialdemokrat mit einer Koalition von CDU und Grünen zusammenarbeiten.

„Bonn soll stark bleiben“; dieser Kernsatz stand im Mittelpunkt von Nimptschs Ausführungen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.10.2012)


 

Das „Fest der Kulturen“ am 2.10.2012

Burhan Zorlu mit seiner Saz.

– ein schöner Ausklang für die Interkulturelle Woche


Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 in Bonn


Bericht von Nisenet Stifanos mit Fotos von Michael A. Schmiedel


Am 02.10.2012  fand im MIGRApolis-Café, wie der große Saal im Ergeschoss des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt auch genant wird, das Fest der  Kulturen mit Speisen und Getränken, Musik  und Lesung statt. Pünktlich um 19:00 Uhr wurden sie Türen geöffnet. Die Mitarbeiter(innen) und die Gäste brachten etwas zu essen mit,  und vom MIGRApolis-Haus der  Vielfalt wurden die Getränke spendiert.

Nach einem kleinen Tin Whistle-Intro von Michael A. Schmiedel eröffnete Pastor Wolfgang Wallrich das Fest. Anfangs  war er in  Sorge, ob noch genug Besucher  kommen würden oder nicht. Er stellte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor  und begrüßte die Gäste und Kollegen und Kolleginnen herzlich. Unter dem reichlichen Buffett mit mitgebrachtem Essen  aus aller Welt gab es Speisen wie  „Hering im Schlafrock“- Schichtsalat aus Russland,  ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.10.2012.)


 

Ein spannender interreligiöser Nachmittag

Im Paramita-Projekt.

Bericht von Bartosz Bzowski mit Fotos von Michael A. Schmiedel und Wolfgang Wallrich

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 in Bonn

 

Buddhismus und Christentum – diese beiden Religionen standen im Mittelpunkt der diesjährigen interreligiösen Exkursion am 27. September. Sie findet seit 2010 jedes Jahr während der Interkulturellen Woche statt. Nachdem in den beiden letzten Jahren jeweils Synagoge, Kirche und Moschee die Ziele waren, so entschieden sich in diesem Jahr die Organisatoren, der Religionswissenschaftler Michael A. Schmiedel und Pfarrer Wolfgang Wallrich, für das buddhistische Paramita-Projekt und die evangelische Trinitatiskirche.

Jeweils eine knappe Stunde bekamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion Einblick in das Innenleben der beiden Religionen. Das Paramita-Projekt in Bonn-Poppelsdorf ist ...mehr

(Hier veröffentlicht am 28.10.2012.)

 


 

Katholische und Evangelische Kirche mahnen zur Besonnenheit

EKD-Pressemitteilung Nr. 211/2012

Gemeinsame Äußerung der Prälaten Jüsten und Felmberg zur Debatte um
Schutzsuchende in Deutschland


Im Blick auf die Vorschläge von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter
Friedrich zum Umgang mit den gestiegenen Zahlen von Asylbewerbern aus
Serbien und Mazedonien mahnen der Leiter des Kommissariats der deutschen
Bischöfe, Prälat Dr. Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prälat Dr. Bernhard Felmberg,
zur Besonnenheit. Jeder Asylsuchende habe in Deutschland das Anrecht auf
eine unvoreingenommene und gründliche Prüfung seines Asylantrags. Dieses
Recht dürfe auch angesichts gestiegener Asylbewerberzahlen nicht in
Frage gestellt werden. Dies gelte auch für Asylsuchende aus Ländern wie
Serbien und Mazedonien. In der Vergangenheit sind immer wieder
Angehörige dieser Staaten als Flüchtlinge anerkannt worden.

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(Hier veröffentlicht am 24.10.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 2

Henrich Fenner. Foto © Schmiedel.

17.10.2012 – Vereinsrecht und Finanzen

Referent: Henrich Fenner, Rechtsanwalt


Auch der zweite Termin der MultiSchul 2012 war dem Vereinsrecht gewidmet und wurde von einem Rechtsanwalt bestritten. Henrich Fenner klärte auf über die Führung der Finanzen in rechtsfähigen, nicht rechtsfähigen, ruhenden, wirtschaftlichen, versteckt wirtschaftlichen und Idealvereinen, über die Bedeutung der Gemeinnützigkeit, das Ausstellen von Spendenbescheinigungen für Geld- und ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.10.2012.)


 

GEBETe der Religionen – Herzlich Willkommen, wer immer Du bist

GEBETe der Religionen in Bonn 2012. Foto © Balasubramaniam.


Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 in Bonn


Bericht von Pooja Balasubramaniam

 

„GEBETe der Religionen; Herzlich Willkommen wer immer Du bist‘‘, so lautete die Veranstaltung, die im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 am 24.September 2012 stattfand. Eingeladen wurden die folgenden Religionen: Islam, Christentum, Judentum, Buddhismus, Baha’i und Quäker. Thema der Veranstaltung war Gastfreundschaft.

Die Veranstaltung wurde von dem ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.10.2012.)


 

Fehlende Distanz der Muslime zu den Extremisten?

Elisabeth Thissen und Pfarrer Ulrich Thomas schrieben im Namen des Interreligiösen Dialogkreises Bonn-Bad Godesberg einen Leserbrief an den General-Anzeiger, der dort bisher nicht veröffentlicht wurde:

Leserbrief / Stellungnahme

E. Thissen/U. Thomas (Interreligiöser Dialogkreis BG)


Ein gesellschaftliches Problem ignoriert oder fehlende Distanz zu Extremisten

(s. Frank Vallender GA v. 15.10-2012, „Splitterpartei mit Ambitionen“ und

Kommentar „Gegen die Fanatiker“)


Bonner Muslimen, die im  christlich-muslimischen Dialog für Integration und gegenseitigen Respekt engagiert sind, wird wieder einmal  mangelnde Distanz gegenüber Extremismus vor-geworfen. Auch fehle es in der Stadt insgesamt – nicht nur bei ihnen -  am Engagement in  der vorbeugenden Arbeit mit Jugendlichen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.10.2012.)


 

Das Eltern-Café in der Freiherr-vom-Stein-Realschule

• Jeden Freitag von 10:45 Uhr bis 12:15 Uhr (Elterncafé)

• Ort: Schulküche, Erdgeschoss Freiherr-vom-Stein Realschule

Sie wohnen in Tannenbusch?

Ihr Kind geht in die Freiherr-vom-Stein-Realschule?

Sie haben Schwierigkeiten, ihr Kind in der Schule zu unterstützen?

Würden Sie gerne einen Lehrer oder eine Lehrerin ansprechen?

Dann haben wir genau das richtige für Sie!

DAS ELTERN-CAFÈ IN DER FREIHERR-VOM-STEIN-REALSCHULE

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(Hier veröffentlicht am 19.10.2012)


 

Türkei-Rallye

Alpan Sagsöz; Foto © Brackmann

Der Autor Alpan Sagsöz feierte am 04.10.2012 mit seinem Jugendroman "TÜRKEI-RALLYE" im Rahmen des "Literatürk-Festivals" eine gelungene Premiere.

Zwei Klassen der der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen waren begeistert von der Abenteuerreise der Hauptprotagonisten - Kaan und Cem - in die Türkei.

Im Anschluss an die Lesung hatten die Schüler viele Fragen, zum Beispiel  wie die Idee zum Jugendroman entstanden ist, wie viel man als Autor so verdient, usw..

Schließlich folgte ein Quiz, bei welchem Herr Sagsöz zwei Exemplare von der Türkei-Rallye verloste. Abschliessend gab es Autogramme.

Eine gelungene Premiere!

(Hier veröffentlicht am 19.10.2012)


 

MultiSchul 2012 - Bericht Nr. 1

Daniela Ottembrino. Foto © Schmiedel.

10.10.2012 - Vereinsrecht und Verwaltung

Referentin: Daniela Ottembrino, Rechtsanwältin


Die Multiplikatorenschulung 2012 begann mit einem juristischen und zugleich praktischen Thema: Vereinsrecht und Verwaltung.  Insgesamt lauschten elf Teilnehmer(innen) dem Vortrag der Rechtsanwältin Daniela Ottembrino.

Was ein Verein überhaupt ist, der Unterschied zwischen einem wirtschaftlichen und einem Idealverein, die Modalitäten der Vereinsgründung, was eine Satzung alles ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.10.2012.)

 


 

"Der Dichter und die Feldblume" nun auch auf Französisch

Neuerscheinung im Free Pen Verlag

Nachdem Hıdır Çeliks Märchen "Der Dichter und die Feldblume" 2011 in einer Doppelausgabe auf Deutsch und Türkisch erschienen war, ist es nun, ebenfalls als zweisprachige Ausgabe, auf Deutsch und Französisch zu lesen.

“Es war einmal ein Land. In diesem Land lebte ein armer Dichter. Er war arm, aber sehr reich an Wort und Poesie. Sein Name ging mit seiner Dichtung und seinen Liedern durch die Welt. Die Zeit kam und die Jahre vergingen. Die Zeit strömte wie ein Fluss in die Ozeane. Während dieser Zeit verbrachte der Dichter seinen Tag damit, ein Gedicht schöner als das andere zu verfassen. Er las und sang wunderschöne Lieder für die Vögel, für die Blumen und für die Bäume. Die Vögel und die Blumen waren seine Zuhörer...”


So beginnt das neue Märchen von Hıdır Eren Çelik. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.10.2012)


 

Reise nach Indien

Bericht von Nisenet Stifanos und Pooja Balasubramaniam

Im Rahmen der Interkulturellen Woche am 03.10.2012

Reise nach Indien: es war eine bunte Mischung aus literarischem, musikalischem und tänzerischem Programm.

Die Veranstaltung fand in der Stiftung Pfennigsdorf im Rahmen der Friedrich-Spee-Akademie in Bonn-Poppelsdorf statt.

Frau Kaps, Friedrich-Spee-Akademie, und Herr Lohmann, Stiftung Pfennigsdorf,  stellten sich und ihre Stiftungen vor und begrüßten die Gäste und die Künstlerinnen.

Es traten auf: Shahrazad (Tänzerin) und Katy Sedna, die auf indischen Instrumenten (Tanpura, Surmandal) Ragas vorspielte, begleitet mit wunderbar zartem Gesang in Versen, die aus der alten indischen Sprache Sanskrit stammen und die Autorin und Poetin Heike van den Bergh, die den Nachmittag moderierte und aus Forsters Reise nach Indien, aus Rabindranath Tagores Gedichtzyklus „Gitanjali“ (Mit dem er 1913 den Literaturnobelpreis gewann)  seine eindrucksvollen, tiefinnerlichen Verse auf Deutsch und aus Swami Sivanandas Parabeln vorlas. Zum Schluss ihrer Lesungen erzählte sie frei ein indisches Märchen nach vom Tempel der 1000 Spiegel, wobei sie so ausdruckskräftige Gestik und Mimik einsetzte, dass vereinzelt Lacher aus dem Publikum erklangen. Das Publikum war für die Raumverhältnisse sehr zahlreich, es gab keinen freien Platz mehr, und sie wirkten interessiert.

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(Hier veröffentlicht am 15.10.2012)


 

10. Bonner Irish Folk Festival

Uwe Beyer. Foto © Schmiedel.

Am 29.09.2012 fand in der Harmonie in Bonn-Endenich das 10. Bonner Irish Folk Festival statt, das zweite unter der Leitung von Uwe Beyer.

Das Line Up bestand aus den Bands Currach, Five Alive 'O und Alalé: ...mehr

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 15.10.2012.)


 

Interkulturelle Stadtführung durch Bonn

Foto © Elschner

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012

Bericht von Leonie Elschner

Bonn ist und war schon immer eine Schnittstelle interkulturellen Lebens – dies ist der Eindruck, der nach der Stadtführung mit der Philosophin und Kunsthistorikerin Anna Graf im Gedächtnis blieb. Im Rahmen der Interkulturellen Woche waren die Stichwörter Interkulturalität und Internationalität Schwerpunkte der Führung, die von dem deutsch-russischen Verein „Elterninitiative - Wir in Bonn e.V.“ organisiert wurde.

So machte sich am 24. September 2012 eine kleine Gruppe vom MIGRApolis - Haus der Vielfalt aus startend auf den Weg in die Bonner Innenstadt, um in einer sehr persönlichen und lustigen Atmosphäre nicht nur Bonn kennenzulernen, sondern auch die Bedeutung Bonns im interkulturellen Kontext zu verstehen.

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(Hier veröffentlicht am 15.10.2012)


 

Mein Land - unser Land

Karte © TUBS / Wikipedia

von Heike van den Bergh

Dies ist mein Land,
wo ich mit Menschen aus vielen Ländern
und in allen Sprachen frei sprechen und feiern kann.

Dies ist unser Land,
wo wir Pessah feiern, das hinduistische Blütenfest,
Ostern, Ramadan oder Laubhüttenfest,
und, ja, auch Weihnachten.

Dies ist mein Land,
wo ich demonstrieren und meine Meinung frei äußern kann, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.10.2012)


 

Muslime in Deutschland - Ausstellungseröffnung im Haus der Geschichte in Bonn

Die Fotografin Feriel Bendjama vor ihrem Selbstbildnis. Foto © Schmiedel.

Im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn wurde am 12.10.2012 die U-Bahn-Ausstellung "Muslime in Deutschland" eröffnet. Der Präsident des Hauses der Geschichte Prof. Dr. Hans Walter Hütter interviewte im Eingangsbereich von der U-Bahn her Dr. phil. Hıdır Çelik, Leiter der EMFA Bonn - Integrationsagentur und Vorsitzender des BIM e.V.  über seine Migrationsgeschichte und seine Einstellung zum Islam. Çelik kam als Achtzehnjähriger ...mehr

 

 

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 15./17.10.2012.)


 

Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos

Die Tafel zur Goldenen Regel. Foto © Schmiedel.

Eröffnung der Ausstellung in Bonn-Tannenbusch am Donnerstag 20.09.2012  in der Thomas-Morus-Begegnungsstätte der Caritas

im Rahmen der Interkulturellen Woche 2012 in Bonn


Sowie ein Rückblick auf den Eröffnungsvortrag zur Ausstellung im Haus Mondial in Bonn am 29.02.2012


Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres war die Ausstellung „Weltreligionen-Weltfrieden-Weltethos“ von der Stiftung Weltethos zu Gast in Bonn. Sie besteht aus zwölf Tafeln, auf denen sechs Weltreligionen (Hinduismus, Chinesische Religion, Judentum, Buddhismus, Christentum und Islam) und sechs ethische Grundprinzipien (Menschlichkeit, die Goldene Regel, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Partnerschaft von Mann und Frau) vorgestellt werden und kann bei der 1995/96 gestifteten Stiftung Weltethos ausgeliehen werden. Im Februar konnte man sie im Haus Mondial der Caritas in der Fritz-Tillmann-Straße sehen und nun im September in der Thomas-Morus-Begegnungsstätte der Caritas in der Oppelnerstraße.


Über die Eröffnung der Letztgenannten berichtet Almut Schubert


In der Begrüßung der zirka 30 Gäste betonten Gabriele Al-Barghouthi und Karl Wilhelm Starcke vom Caritas Verband Bonn, dass diese Ausstellung ein Zeichen setzten solle ...mehr

(Hier veröffentlicht am 14.10.2012.)


 

Israel-Tag

Ein Bericht von Elisa Vonstein

Im Rahmen der Interkulturellen Woche fand am Sonntag, dem 23.9.2012
unter der Schirmherrschaft der Bonner Oberbürgermeisters Jürgen
Nimptsch der Israel-Tag im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn statt.

Eingeladen hatte der Jüdische Nationalfonds e.V.-Keren Kayemeth LeIsrael
(JNF-KKL) sowie die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) in Bonn. Weitere Unterstützer waren die Jüdische Gemeinde Bonn, die Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus - An der Synagoge e.V., die Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit,die Katholische Hochschulgemeinde Bonn sowie Kirchengemeinden und Privatpersonen.

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(Hier veröffentlicht am 12.10.2012)


 

Lateinamerikanischer Begegnungsabend

Bericht von Florian Buchberger

Mexiko stand ganz im Vordergrund des diesjährigen lateinamerikanischen Begegnungsabends. Die zahlreichen Gäste, die die internationale Begegnungsstätte der Stadt Bonn am Abend des 25. September 2012 besuchten, wurden vom Lateinamerika-Zentrum e.V. (LAZ) mit einem durchgängigen Programm und einer kulinarischen Vielfalt unterhalten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Helmut Hoffmann, Präsident des LAZ, verzauberten die „Estrellitas de México“ (dt. „Sternchen Mexikos“), einer Kindertanzgruppe, die Besucher des Festes mit bunten Trachten und Tänzen zu lateinamerikanischer Musik.

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(Hier veröffentlicht am 11.10.2012)


 

Exotische Welten - das Bild Afrikas in der Trivialliteratur

Klaus Thüsing; Foto © Schlüter

Bericht zum Vortrag von Klaus Thüsing am 1.10.12 im Haus Migrapolis

von Barbara Schlüter


Ziel Klaus Thüsings war es, die Klischees über Afrika aufzubrechen.
Zunächst erläuterte er unterstützt durch eigene Dias die verschiedenen „Bilder“, die über Afrika existieren: als Land des Abenteuers, als Ort der Sehnsucht, als Land der Musik.

Diese Klischees werden auch heute noch beispielsweise im öffentlich rechtlichen Fernsehen bedient – es gibt eine Vielzahl von Afrika-Filmen, die nach wie vor ein Herr-Knecht-Verhältnis transportieren, wie zu Zeiten des Kolonialismus. Entwicklungshilfe ist laut Thüsing auch heute noch teilweise von diesen Bildern geprägt.

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(Hier veröffentlicht am 11.10.2012)


 

Nicht integriert oder Im Land der weggeschlossenen Lust

von Kathrin Bechtloff

Du sagst, du liebst den Klang deiner Sprache.
Meine Sprache gellt mir immer noch in den Ohren:
Führer, wir folgen dir! Bis zur Vergasung.
 
Du sagst, bei dir zu Hause sei es bunt.
Ich möchte einen lauten Schrei loslassen,
um das fahle Licht meines Landes zu zerreißen.
 
Die Musik meines Landes geht wie ein Metronom.
Wenn ich Lieder deines Landes singe,
hüpft mir das Herz!

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(Hier veröffentlicht am 09.10.2012)


 

Englische Musicalsängerin auf folkigen Pfaden

Emily Spiers und Band.

Emily Spiers and Band am 11.12.2010 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel


Emily Spiers ist ausgebildete Musicalsängerin. Und sie ist Engländerin. Und irgendwann in ihrem musikalischen Leben wandte sie sich vom Musical ab und entdeckte die Schönheit englischer Volkslieder. Sie kam zum Studium – nicht englischer Volkslieder sondern der vergleichenden Literaturwissenschaft – nach Deutschland und entdeckte die hiesige Irish-Session-Szene. Englische Lieder gelten in der irischen Szene nur Hardlinern als Fremdkörper, und es gibt genug aufgeschlossene Musiker, die keine Scheu vor fremden Einflüssen haben, auch nicht vor solchen aus dem Balkan, wie sie den deutschen Bouzoukispieler Tobi Kurig begeistern. Sie erzählten auf diesem Konzert, wie sie sich bei einer Session kennenlernten, als sie ihn bat, sie bei einem englischen Lied zu begleiten, das er meinte zu kennen, aber falsch anfing, worauf sie sich seinem Spiel anpasste, und dabei heraus kam ein englisches Lied mit irisch-balkanisch angehauchter Melodie. Der Zufall ist manchmal der beste Koch, denn es hörte sich echt gut an!

Emily lebt ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 08.10.2012.)


 

Grundsteinlegung der DITIB-Moschee in Bonn

Der Muezzin der DITIB-Euskirchen-Gemeinde beim Gotteslob in Bonn. Foto © Schmiedel.

 

 

Am 29.09.2012 wurde in Bonn am Hochstadenring der Grundstein für die neue DITIB-Moschee gelegt. Die Gemeinde feierte mit ihren Nachbarn den lang ersehnten Tag mit einer Reihe von Festreden.

Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch rümpfte die Nase, ...mehr




(Hier veröffentlicht am 05.10.2012, MAS)


 

4. Tannenbuscher Begegnungsfest

Foto © Elschner

Bericht von Leonie Elschner


Am 23. September 2012 war es wieder so weit: zum vierten Mal organisierte die "Initiative Tannenbusch" das „Tannenbuscher Begegnungsfest“. Dieses Fest der Begegnung bietet jedes Jahr die Möglichkeit, die interkulturelle Vielfalt zu erleben, die das Bonner Stadtviertel Tannenbusch prägt.

Von 11 bis 17 Uhr konnten sich die Besucher über viele leckere, traditionelle Köstlichkeiten, lustige und sportliche Aktivitäten für Kinder und über ein buntes Bühnenprogramm freuen. Dabei zeigten sowohl Kinder von der Freiherr-vom-Stein-Realschule als auch andere Vereine ihre musikalischen und tänzerischen Beiträge. Neben der entspannten Festatmosphäre bot der Sonntag jedoch vor allem die Gelegenheit, die Arbeit der verschiedensten Vereine und Organisationen kennen zu lernen, die in Tannenbusch tätig sind. Dabei wurde vor allem eines deutlich: alle Teilnehmer setzen sich für eine interkulturelle Gesellschaft ein, die keinen Platz für Parallelgesellschaften bietet und die Integration aller fordert.

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(Hier veröffentlicht am 04.10.2012)


Die Bildungsverantwortung der Religionen

Unter den Kuppeln der Merkez-Moschee.

INTR°A-Jahrestagung, Verleihung des INTR°A-Projektpreises für Komplementarität der Religionen und Besuch der Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh am 25.09.2011


Bericht und Fotos von Michael A. Schmiedel

Die Interreligiöse Arbeitsstelle INTR°A in Nachrodt bei Iserlohn lädt jedes Jahr zu einer Jahrestagung ein, in deren Rahmen sie den Preis für Interreligiöse Komplementarität verleiht.  2011 fand die Tagung in Duisburg-Marxloh statt und zwar in der DITIB Begegnungs- und Bildungsstätte an der berühmten großen Merkez-Moschee, die bei der Gelegenheit auch besichtigt werden konnte.

Schon die Bahnfahrt von Siegburg nach Duisburg – abgesehen davon, dass sie mich als Eisen- und Straßenbahnfan begeisterte – zeigte mir, wie nicht nur christliche Kirchen, sondern auch muslimische Moscheen unsere Landschaft mittlerweile prägen, denn ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 03.10.2012.)


 

Literatur verbindet Kulturen

Halina Nitropisch

Lesung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt am 28.09.2012

Bericht von Anna Graf

Die literarisch interkulturelle Schreibwerkstatt von Halina Nitropisch hatte Freitagabend, den 28.09.12 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt ihren Auftritt. Und erntete viel Applaus! Erfahrene und wenig erfahrene Autorinnen aus aller Welt stellten ihre ersten Versuche auf dem poetischen Terrain vor, und zwar in deutscher Sprache.

Autorinnen, leider waren keine Männer unter den Autoren, treffen sich regelmäßig im Rahmen der literarischen Werkstatt von Halina Nitropisch und suchen ihren Weg in die deutsche Sprache in der magischen Welt des Schreibens. Meiner Meinung nach mit Erfolg.

Die Leiterin der Gruppe Halina Nitropisch entwarf ihre „Interkulturelle Schreibwerkstatt“ mit dem Ziel, Freude am Schreiben weiter zu geben, und zwar an die „stummen Fische“ – Migranten (so bezeichnete eine der Autorinnen Migranten), und einen kreativen Zugang zur deutschen Sprache aufzuzeigen.

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(Hier veröffentlicht am 02.10.2012)


 

„Klimaflüchtlinge – nicht nur Eisbären sind betroffen“

Lina Hüffelmann; Foto © Graf

Ausstellung des Fördervereins Kölner Flüchtlinge e.V. – Flüchtlingsberatungsstelle Bonn

Bericht von Anna Graf


Vom 17. bis zum 27.09.2012 gab es in den Räumen der Flüchtlingsberatungsstelle Friesdorferstr. 31 in Bad Godesberg eine Ausstellung über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Erdbevölkerung. Jährlich wächst die Zahl der Klimaflüchtlinge, die durch gravierende klimatische Veränderungen - Dürren, Überschwemmungen, Stürme - gezwungen sind, ihre Heimat zeitweise oder für immer zu verlassen und sich auf die Suche nach neuen Lebensräumen zu begeben.

„Schon heute warnen Experten der EU und des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in Deutschland vor der Destabilisierung von ganzen Staaten oder gar Regionen, da sich das Konfliktpotential in „schwachen Staaten“ mit fehlender oder schlecht funktionierenden staatlichen Strukturen durch den Kampf um natürliche Ressourcen wie Wasser oder Lebensmittel signifikant erhöhen wird.“ (aus dem Reader zu der Ausstellung)

Die Ausstellung „Klimaflüchtlinge – nicht nur Eisbären sind betroffen“ entstand im Rahmen der Präsentation des Projektes „Infonetz“ für den Weltgarten im Jahr 2011 und wurde vom Europäischen Flüchtlingsfonds gefördert.

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(Hier veröffentlicht am 02.10.2012)


 

„Aufenthaltsrecht für Anfänger“

Lothar Strunk; Foto © Ottembrino

Vortrag von Lothar Strunk

Bericht von Daniela Ottembrino

Lothar Strunk arbeitet seit 27 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz und ist Referent der Bonner Save me – Kampagne, die sich für die dauerhafte Aufnahme und Integration von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen im Rahmen des Resettlement-Programms des UNHCR einsetzt.

Im Vortrag, den er am 28. September 2012 im MIGRApolis-Haus hielt, wurden die Grundzüge und die damit verbundenen Problematiken des Aufenthaltsrechts vermittelt. Welche Bedeutung haben Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis, Duldung, roter / blauer / grauer Reisepass etc. für die Rechte und Pflichten der Menschen?

Zunächst wurde das Asylverfahren anhand des Asylverfahrensgesetzes (AsylVfG) erläutert; die Entscheidung und Entscheidungsmöglichkeiten über das Asylbegehren und die Folgen einer solchen Entscheidung.
Ein Schwerpunkt war die vorübergehende Aussetzung der Abschiebung (Duldung) nach § 60a AufenthG. Bei der Duldung bleibt die Ausreisepflicht bestehen, sie stellt gerade keinen Aufenthaltstitel dar. Die Duldung dient ausschließlich dem Zweck, dem Ausländer zu bescheinigen, dass er ausländerbehördlich registriert ist und von einer Durchsetzung der bestehenden Ausreisepflicht für den genannten Zeitraum abgesehen wird. Dies geschieht nach § 60a Absatz 2 AufenthG, wenn dem Ausländer bei der Rückreise in sein Heimatland beispielsweise aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen unmöglich ist, wenn seine Anwesenheit für ein Strafverfahren von Bedeutung ist oder aber auch aus humanitären Gründen.

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(Hier veröffentlicht am 02.10.2012)


„Willkommen, wer immer Du bist“

Pfarrer Wolfgang Wallrich

Predigt von Pfarrer Wolfgang Wallrich am 23.9.2012 in der Kreuzkirche Bonn   

Gottesdienst zur Interkulturellen Woche 2012 „Willkommen, wer immer Du bist“

Predigttext des 16. Sonntags nach Trinitatis:
Apostelgeschichte 12,1-17 :

(1) Um jene Zeit aber legte Herodes, der König, Hand an einige von der Gemeinde, sie zu mißhandeln;
(2) er tötete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
(3) Und als er sah, daß es den Juden gefiel, ließ er weiterhin auch Petrus festnehmen - es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote -.
(4) Den setzte er auch, nachdem er ihn ergriffen hatte, ins Gefängnis und übergab ihn an vier Abteilungen von je vier Soldaten zur Bewachung, wobei er beabsichtigte, ihn nach dem Passah dem Volk vorzuführen.
(5) Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt; aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott.
(6) Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Soldaten, gebunden mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür verwahrten das Gefängnis.
(7) Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete im Kerker; und er schlug Petrus an die Seite, weckte ihn und sagte: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen.
(8) Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und binde deine Sandalen unter. Er aber tat es. Und er spricht zu ihm: Wirf dein Oberkleid um und folge mir.
(9) Und er ging hinaus und folgte und wußte nicht, daß es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; er meinte aber, eine Erscheinung zu sehen.
(10) Als sie aber durch die erste und die zweite Wache gegangen waren, kamen sie an das eiserne Tor, das in die Stadt führte, das sich ihnen von selbst auftat; und sie traten hinaus und gingen eine Straße entlang, und sogleich schied der Engel von ihm.
(11) Und als Petrus zu sich selbst kam, sprach er: Nun weiß ich in Wahrheit, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich gerettet hat aus der Hand des Herodes und aller Erwartung des Volkes der Juden.
(12) Und als er das erkannte, kam er an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten.
(13) Als er aber an die Tür des Tores klopfte, kam eine Magd mit Namen Rhode herbei, um zu horchen.
(14) Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Tor nicht; sie lief aber hinein und verkündete, Petrus stehe vor dem Tor.
(15) Sie aber sprachen zu ihr: Du bist von Sinnen. Sie aber beteuerte, daß es so sei. Sie aber sprachen: Es ist sein Engel.
(16) Petrus aber fuhr fort zu klopfen. Als sie aber aufgetan hatten, sahen sie ihn und waren außer sich.
(17) Er aber winkte ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzählte ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis herausgeführt habe; und er sprach: Berichtet dies Jakobus und den Brüdern! Und er ging hinaus und zog an einen anderen Ort. Ende des Königs Herodes (Agrippa I.).

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(Hier veröffentlicht am 01.10.2012)


 

„Problematik der weiblichen Genitalverstümmelung“

Foto © Ottembrino

Vortrag von Katharina Mbondobari-Hartleb (M.A.)

Bericht von Daniela Ottembrino


Die Referentin, Frau Mbondobari-Hartleb (M.A.), gehört zur 1996 gegründeten Organisation (I)NTACT Mädchenhilfe e.V. Ziel von (I)NTACT ist es, über das Problem der weiblichen Genitalverstümmelung zu informieren und diese eklatante Menschenrechtsverletzung zu bekämpfen.

Weltweit sind ca. 140 Millionen Frauen von der Bescheidung betroffen, davon ca. 40.000 in der Bundesrepublik Deutschland. Der grausame und menschenrechtsverletzende Brauch wird von ca. 200 Ethnien hauptsächlich in Afrika praktiziert. Doch auch in einigen asiatischen Ländern, wie beispielsweise Indonesien, ist er üblich.

Es gibt unterschiedliche Formen der Beschneidung. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 01.10.2012)


 

„China in Bewegung - Frauen als Verliererinnen des Wachstumsmodells?“

Karte © TUBS / Wikimedia Commons

Bericht von Yurdagül Dursun

Ein 20-müntiger Dokumentarfilm berichtet über das Problem der Arbeitsmigration an der chinesischen Küstenprovinz Fujian aus der Sicht der Frauen. Viele Chinesen ziehen in die Partnerprovinz von Rheinland-Pfalz, Fujian, um dort in den Fabriken Arbeit zu finden.

Am Mittwoch, dem 26. September 2012, wurde ein Filmabend mit Vortrag und Diskussion im ifz Bonn e.V. veranstaltet. Der Abend bewegte sich im Rahmen der Interkulturellen Woche, und er wurde von Dr. Gisela Burckhardt (FEMMET) und Dr. Sabine Ferenschild (Südwind) geleitet. Zu Beginn des Vortrags stellte Dr. Gisela Burckardt den gemeinnützigen, bundesweiten Frauenverein FEMNET e.V. vor, der sich für wirtschaftliche, kulturelle und soziale Rechte der Frauen einsetzt. Ebenfalls ist FEMNET e.V. Mitglied der Kampagne „Clean Clothes Campaign“ (CCC), wie Südwind auch. Daraufhin folgte eine kleine Einleitung zu dem Dokumentarfilm, der in den folgenden Minuten präsentiert wurde.

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(Hier veröffentlicht am 01.10.2012)


 

„Familiennachzug und Einbürgerungsrecht – Rechtslage und aktuelle Rechtsprechung“

Foto © Ottembrino

Vortrag von Rechtsanwalt Jens Dieckmann, Bonn

Bericht von Henrich Fenner


Das Resümee vorab: Das Ausländerrecht bekommt miserable Noten vom Referenten. Was nützen „Green Card“ und ähnliche Programme, wenn für sie dieselben Behörden zuständig sind, die das Ausländerrecht wie Polizeirecht, also als Abwehrrecht, handhaben: Ansprüche möglichst abzuwehren, ist dort die Devise. Seine Kanzlei, auf dieses Rechtsgebiet spezialisiert, hat sicher nicht 5.000 Rechtsfälle in diesem Sektor bearbeitet, weil die Behörden so entgegenkommend waren. Es kann sich keine Willkommenskultur bilden, das Denken in Deutschland sei immer noch auf Abwehr gepolt, so der Referent. Er stellt die Frage, warum nur 2,3 % der Migranten, die länger als 10 Jahre in Deutschland leben, einen Einbürgerungsantrag stellen?

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(Hier veröffentlicht am 01.10.2012)


 

Musik für den Frieden – Friedenskonzert am 22.9.2012 in Bonn

Sbu: Sibusiso Mkhize und Lyric Dan. Foto © Schmiedel.

Die Deutsche Friedensgesellschaft / Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) Bonn-Rhein-Sieg hatte zu einem Friedensliederwettbewerb aufgerufen.


30 Solisten und Bands vom Allgäu bis Hamburg, von Liedermachern bis HipHop-Rappern folgten dem Aufruf, zehn davon präsentierten ihre Songs am 22. September in der Gesamtschule Bonn-Beuel einem leider recht kleinen Publikum.

Die Jury vergab den 1. Platz an das Münsteraner HipHop-Duo Sbu, bestehend aus Sibusiso Mkhize und Lyric Dan (beides Künstlernamen). Auf Platz 2 ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.09.2012.)


 

Multiplikatorenschulung 2012

ZUR PROFESSIONALISIERUNG UND QUALIFIZIERUNG VON MIGRANTENORGANISATIONEN


Vom 10.10. bis zum 12.12.2012 jeden Mittwoch 17-22 Uhr

 

Die Arbeit von Migrantenorganisationen lastet oft auf den Schultern weniger überlasteter Engagierter. Oftmals ist es unklar, wie Ressourcen effizient akquiriert werden und wie mehr Unterstützung durch Engagierte zu finden ist. Wissen der Möglichkeiten zur Finanzierung professioneller Mitarbeit ist für eine erfolgreiche Vereinsarbeit notwendig.

Bei Multiplikatoren der Migrantenorganisationen herrscht ein großer Bedarf an qualifizierter Weiterbildung und zielführenden Informationen zur erfolgreichen Gestaltung ihrer Vereinsarbeit und Mitgliederentwicklung. Nachgefragt werden insbesondere Schulungen zum Vereinsrecht, Projektarbeit, Mitgliederentwicklungen und Fundraising.

Ziel der Multiplikatorenschulung ist es, ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 28.09.2012.)


 

Ein lebendiger Abend kurdischer Kultur

…da lohnt sich auch ein dritter Gang… Foto © Koc

Von J. Michael Heveling-Fischell


“Willkommen“ hieß am Samstag, dem 22. September, das MIGRApolis-Haus der Vielfalt in der Brüdergasse alle Menschen, die typische Landestänze und kulinarische  Spezialitäten aus Kurdistan kennenlernen wollten.  Eingeladen zu einem  „Kurdischen Kulturabend“ hatte der Verein Yasa e.V., eine Organisation, die sich für die Belange der Kurden in den Bereichen Menschenrechte, Integration und Kultur einsetzt. So mancher Gast nahm denn auch die Gelegenheit wahr, um mehr über den im August 2005 in Bonn gegründeten Verein zu erfahren, der sich die Förderung kultureller Toleranz auf seine Fahnen geschrieben hat.

Die Veranstalter hatten nicht zu viel versprochen: es wurde ein Abend der mit Herz und Verstand eine guten Einblick in das kurdische Leben in Bonn vermittelte.

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(Hier veröffentlicht am 24.09.2012)


 

Malerisches Tannenbusch

Kunstwettbewerb

Für den Kunstband „malerisches Tannenbusch“ werden Zeichnungen, Gemälde und Karikaturen gesucht.

Die Kunstwerke sollen sich mit dem Tannenbusch auseinandersetzen. Es können realistische oder abstrakte Kunstwerke sein.

Die Bilder sollten nicht größer als 150 x 150 cm sein.

Eingeladen zum Malen und Zeichnen sind alle Menschen zwischen 8 und
88 Jahren, die in Tannenbusch leben, arbeiten oder den Stadtteil gerne
mögen.

Die Werke können in allen Techniken (Öl, Kohle, Aquarell, Bleistift, …) erstellt
werden.

Die Anmeldung zum Wettbewerb und die Abgabe Ihrer/Deiner Kunstwerke
ist zwischen dem 23. September 2012 (Tag des Begegnungsfestes Tannenbusch) und dem 15. Dezember 2012 in der Stadtteilbibliothek Tannenbusch, Oppelner Straße 128, Einkaufszentrum, 53119 Bonn möglich.

Die Öffnungszeiten sind am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von
11.00 Uhr bis 13.30 Uhr und 14.30 bis 18.00 Uhr.

Die besten Werke werden in einem Kunstband „Malerisches Tannenbusch“ veröffentlicht.

Der Band wird voraussichtlich im Juni 2013 erscheinen.

Zudem werden herausragende Werke mit Preisen im Gesamtwert vom 500 Euro prämiert.

Stadtteilbibliothek Tannenbusch
„Initiative Tannenbusch“:
Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn / Integrationsagentur
Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen
Freiherr-vom-Stein-Realschule

Plakat
Flyer

(Hier veröffentlicht am 24.09.2012)


 

„Selbstverständlich zahle ich zu wenig Steuern“ (1)

Das „Bündnis umFAIRteilen“ ruft zu einem Aktionstag am 29. September auf

von Nadja Thelen-Khoder


Auf der Seite www.umfairteilen.de stellt sich ein gesellschaftliches Bündnis vor, das am 3. August eine Presseerklärung abgegeben hat (2) und zu einem Aktionstag am 29. September aufruft. Dabei ist sein kürzestes und eindringlichstes Argument wohl die Reichtumsuhr (3) der „Initiative Vermögenssteuer jetzt“, auf der die Entwicklung privater Vermögen ebenso abzulesen ist wie die Entwicklung der öffentlichen Armut.

Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, warnt: „Ohne spürbare Umverteilung und eine neue Solidarität zwischen Reich und Arm wird es diesen Sozialstaat künftig so nicht mehr geben“ (4).

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(Hier veröffentlicht am 24.09.2012/05.01.2013.)


 

 

Offener Brief an meine Brüder im Glauben

von Nadja Thelen-Khoder


Bismillah ir rahman ir rahim! Im Namen des barmherzigen Gottes!

Immer wieder sind mir Menschen begegnet, die sich verschiedenen Religionsgemeinschaften zugehörig wussten, die sich konfessionell gebunden fühlten und mir die Ehre gaben, mich an ihren Traditionen, Riten und Gebeten teilnehmen zu lassen.

Und ich betete mit ihnen gemeinsam in ihren Kirchen, Synagogen, Moscheen und Cems (weiter habe ich es bisher nicht gebracht), und überall fühlte ich mich geborgen, war zuhause in der Nähe unseres Gottes, unserer Welt, unseres Glaubens, unserer Natur, unserer Liebe, unserer Freundschaft, unserer Menschlichkeit – kurz: unserer gemeinsamen Religion.

Die Religion kennt keine Unterschiede – für Gott sind alle Menschen gleich.

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(Hier veröffentlicht am 24.09.2012)


 

Straßenkinder in Dakar – Unterstützung durch Empire Enfants

Foto © Dursun

von Marie-Christine Kröll

Am vergangenen Mittwochabend, dem 19.09.12, fand der Vortrag „Straßenkinder in Dakar – Unterstützung durch Empire Enfants“ im Rahmen der Interkulturellen Woche statt. Im MIGRApolis–Haus der Vielfalt konnten interessierte Gäste ab 18:00 Uhr Gisela Kupper bei ihrer eigenen Geschichte als deutsch-senegalesisches Adoptivkind lauschen und im Anschluss mehr über die Arbeit von „Empire Enfants“ erfahren, einer Organisation, welche Straßenkinder in Dakar unterstützt und aufnimmt.

Beim Eintreten in das MIGRApolis – Haus spürte man schon den besonderen Flair der Veranstaltung: eine Leinwand stand im Mittelpunkt, auf der zur Begrüßung Videos von afrikanischer Musik und Tänzen abgespielt wurden. Währenddessen saßen die Zuschauer in gespannter Haltung in gemütlichen Gruppen an Tischen und warteten auf den Beginn, bis Gisela Kupper, die Hauptperson des Abends, die Veranstaltung einleitete und von ihrer Geschichte als Adoptivkind zu erzählen begann.

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(Hier veröffentlicht am 21.09.2012)


 

Im Lande der toten Herzen / Lernen - leicht gemacht

Birgitta Sigfridson. Foto © Gassen.

 

Gedichte von Birgitta Sigfridson


passend zur Interkulturellen Woche:

 

Im Lande der toten Herzen
hörst du Wörter wie

Schurkenländer
Entwicklungsländer
Dollarländer
Drittländer
Durchgangsländer
Einwanderungsländer
Auswanderungsländer

Schwellenländer
Urlaubsländer
Feindesländer
Heimatländer
Herrenländer


Wie viele Länder braucht ein Mensch?

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(Hier veröffentlicht am 20.09.2012)


 

Hıdır Eren Çelik: Nomaden

Çeliks Lyrik ist nicht nur Poesie,sie ist zugleich eine philosophische Dichtung,
die durch Worte den Leser zum Nachdenken bringt. Mit «Nomaden» erlebt man eine gefühlvolle und fesselnde lyrische Ausdrucksform,die kritisch die Themen unserer Gegenwart über alle Grenzen hinaus behandelt.

Çeliks Poesie ist seine unerschöpfliche Liebe zur Freiheit, gegen Unterdrückung,
Diskriminierung und Ausbeutung. Seine poetischen Betrachtungen sind auch eine Auseinandersetzung mit politischer Ungerechtigkeit, durch die er sich als
Lyriker für die Würde des Menschen einsetzt.

Hıdır Eren Çelik, 1960 in Dersim (Tunceli / Türkei) geboren, studierte Politologie, Soziologie und Germanistik. Mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung
promoviert er über „Die Migrationspolitik bundesdeutscher Parteien und Gewerkschaften.“ 2006 wurde er vom Landschaftsverband Rheinland für seine Verdienste, sowohl im kulturellen / literarischen Bereich als auch
für die der interkulturellen Zusammenleben der Kulturen mit dem Rheinlandtaler Kulturpreis ausgezeichnet.

Er ist Mitglied des Schriftstellerverbandes (VS).

Hıdır Eren Çelik, Nomaden
Gedichte
Free Pen Verlag, Bonn 2012
102 S., Klappenbroschur
ISBN 978-3-938114-76-2
€ 9.90

Ulrich Bergmann schrieb eine Rezension über Hıdır Eren Çeliks Buch.

Neues Programm des Free Pen Verlages

http://www.freepenverlag.de

Anm.: Der Autor geht ab November 2012 auf eine Lesereise. Wenn Sie ihn einladen wollen, wenden Sie sich per E-Mail an:
info@freepenverlag.de

(Hier veröffentlicht am 19., aktualisiert am 21.09.2012)


Viele Geiger nennen sich Teufelsgeiger. Hier spielte ein Gottesgeiger.

Festival-Session aller Musiker(innen) des Abends.

2. Bluegrass Jamboree – Festival of Bluegrass & Americana Music am 8.12.2010 in der Harmonie in Bonn-Endenich

 

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel



Leider leider dachte ich im Dezember 2009, als die 1. Bluegrass Jamboree auf Tour war, das werde mir zu viel und besuchte sie nicht. Zum Glück traf ich im Juli 2010 beim TFF in Rudolstadt den Rainer Zellner, den Manager von Music Contact und damit auch der Bluegrass Jamboree, und der bat mich, in diesem Jahr doch mal dazu zu kommen und darüber zu schreiben, denn ich sei ja kein Bluegrass-Spezialist und ihn würde gerade deshalb interessieren, was ich darüber zu schreiben hätte. Da ich die von ihm organisierten Bluegrass-Konzerte auf dem TFF sehr schätze, sagte ich sofort zu, und nun konnten mich Eis und Schnee und ein vorausgesagtes Verkehrschaos nicht davon abhalten, an diesem winterlichen Dezemberabend nach Endenich zu stapfen.

Bluegrass, so raisonierten noch mein Kollege Sven und ich, das sei doch diese besonders wilde und schräge Art von Country Music aus den Appalachen, aber auch in Louisiana verbreitet, mit deutlichen irischen und schottischen Wurzeln, aber doch ganz anders. Wie aber Bluegrass letztlich zur Country & Western Music stehe und zur Hillbilly Music, diese Frage ließen wir unbeantwortet. „Wir spielen beides: Country und Western“ fiel uns ein, das berühmte Zitat aus den „Blues Brothers“.  Die Bluegrass Jamboree trägt ...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.09.2012.)

 


 

KRM und ZMD verurteilen den Angriff auf die deutsche Botschaft in Khartum

 

Der Koordinierungsrat der Muslime und der Zentralrat der Muslime in Deutschland verurteilen den Angriff auf die deutsche Botschaft in Khartum. ...mehr

 

 

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 17.09.2012.)


 

Auf der Suche nach dem richtigen Ort

Dr. Nadia Kraam: Lippenbekenntnisse  
Gedichte  
Verlag CreateSpace, Leipzig 2012

Rezension von J. Michael Heveling-Fischell


Die in 1967 in Prag geborene Dr. Nadia Kraam hat ihr Heimatland Afghanistan nur kurz kennengelernt, Krieg und Gewalt prägen hier ihre Erinnerungen. Sie verbrachte ihre Kindheit in Bonn, studierte später Sozialpädagogik in Köln und promovierte im Fachbereich Erziehungswissenschaften. Nadia Kraam entdeckte in den 90er Jahren in Lyrik und Prosa ihr Sprachrohr. Ihren Lyrikband Lippenbekenntnisse widmet sie ihrem Vater: „…einem großartigen afghanischen Dichter!“

Das Leben in der fremden Heimat ist oftmals ein Leben unter den Möglichkeiten, schier unüberwindliche Mauern sind zu überwinden, um endlich dazu zu gehören. Bis in den Traum hinein erhofft Nadia Kraam das Aufgehobensein in „Liebe und Geborgenheit“, ein Leben “befreit von Ängsten“, in der Hände wärmen und helle Gesichter ihr zugewandt sind. “Nicht nur Gast“  möchte sie sein, doch sie fühlt sich „fremd wie nie zuvor… weder hier noch dort zu Hause“, schutzlos, verlassen und einsam, wie eine „schwarze Rose… vor sich hin welkend“. Doch auch Widerständigkeit ist spürbar: “…noch bin ich nicht müde, noch gebe ich nicht auf“.

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(Hier veröffentlicht am 14.09.2012)


 

Aktion „Geh Deinen Weg“

Bild © Anton / Wikipedia

Fußball-Bundesliga setzt ein Zeichen für Integration

von Bartosz Bzowski


Wenn an diesem Wochenende (15./16.September) die Spiele des 3. Spieltages der Fußball-Bundesliga angepfiffen werden, werden die Trikots der Spieler anders aussehen als sonst. Auf der Brust wird nicht wie üblich der Name des Trikotsponsors erscheinen, sondern der Aufdruck „Geh Deinen Weg“. Damit wollen die Vereine ein Zeichen für Integration und ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft in Deutschland setzen.

In den letzten Wochen und Monaten waren die Schlagzeilen rund um den Fußball leider nicht gerade positiv. Gewalttätige Auseinandersetzungen rivalisierender Fangruppen, das Abbrennen von bengalischen Feuern in den Stadien, das immer mehr zur Unsitte wird, die Bedrohungen gegenüber dem Kölner Spieler Kevin Pezzoni und das Entrollen eines rechtsextremistischen Transparentes beim Bundesliga-Eröffnungsspiel in Dortmund sind Beispiele für beschämendes Verhalten einiger Chaoten. Die große Masse der Fußballfans distanziert sich klar und deutlich davon. Doch leider werden die wenigen Gewalttäter auch in den Medien fälschlicherweise als „Fans“ bezeichnet, anstatt wahrheitsgemäß als Kriminelle.

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(Hier veröffentlicht am 14.09.2012)


 

Pressemitteilung des Bündnisses „Umfairteilen"

Zivilgesellschaft fordert stärkere Besteuerung von Reichtum und ruft zu bundesweitem Aktionstag am 29. September auf

Eine stärkere Besteuerung großer Vermögen zur Finanzierung des Sozialstaats und notwendiger Reformen fordert das Bündnis „Umfairteilen – Reichtum besteuern!“, das heute von Attac, ver.di und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in Berlin vorgestellt wurde. Erstmalig manifestiert sich damit eine breite gesellschaftliche Bewegung für eine Politik der sozial gerechten Umverteilung in Deutschland. Das Bündnis, dem sich neben Attac, Gewerkschaften und Sozialverbänden auch Migrantenverbände, Jugend- und Studierendenorganisationen, die Initiative Vermögender
für eine Vermögensabgabe sowie weitere zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen angeschlossen haben, warnt vor Kahlschlagkürzungen zu Lasten des Gemeinwesens und ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am
29. September 2012 auf.

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Demonstration in Köln: Ablaufplan

Demonstration in Köln: Flyer

(Hier veröffentlicht am 27.08.2012, aktualisiert am 13.09.2012)


 

Neues Video von Volkan Bünyamin Bugdaci

Volkan Bünyamin Bugdaci

Volkan Bünyamin Bugdaci träumt von einer Karriere als Filmemacher. Doch er träumt nicht nur, sondern arbeitet auch hart daran.

Zusammen mit D-Ren & Mister Monster hat er ein Musikvideo hergestellt, das man sich manchmal ansehen und -hören kann: ...mehr

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 10.09.2012.)


 

Pfingst-Pilgrimage nach Remagen

Die linksrheinischen Pfeiler der ehemaligen Brücke von Remagen, in denen sich das Friedensmuseum befindet, vom Schiff aus gesehen. Foto © Schmiedel.

Bericht und Fotos von Monika Winkelmann

 

(Vorbemerkung der Redaktion: Die Autorin ist Co-Leiterin der Gemeinschaft der Zen Peacemaker in Bonn. Die Zen Peacemaker besuchen immer wieder Gedenkstätten menschlicher Grausamkeiten, wie zum Beispiel auch KZ-Gedenkstätten, um dort, wie sie das nennen, Zeugnis abzulegen. Das heißt, sie meditieren dort und bekennen sich als Menschen mitverantwortlich für die Verbrechen, die dort begangen worden sind, um durch diese Achtsamkeit den eigenen Geist und den der ganzen Menschheit zum Frieden zu erziehen. Dieser Bericht hier handelt von einem Besuch des Friedensmuseums an der Brücke von Remagen und der Stelle, an der 1945 das Kriegsgefangenenlager "Rheinwiesen", auch "Goldene Meile" genannt, lag. MAS)



Sonntag, 27. Mai


Heute: Eine Interreligiöse Friedensfahrt nach Remagen, um das dortige Friedensmuseum zu besuchen, die „Goldene Meile“ (die fruchtbare  Landschaft unmittelbar südlich der Remagener Brücke, in der die Alliierten von Mai bis August 1945 ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet hatten) unter dem Maigras zu erspüren und mit spirituellen Zeremonien in der Kapelle der Schwarzen Madonna der besonderen Geschichte dieser Region zu gedenken – ganz im Sinne Bernie Glassmans, der uns ermutigt, „unterversorgte“ und verletzte Orte aufzusuchen und mit unserer Aufmerksamkeit zu ihrer Heilung beizutragen.  

Die Einladung zu diesem Tag hatten wir am weitesten verbreitet.  Wer würde uns begleiten?


Vormittag



Wir treffen uns am Bahnhof, vier „Neue“ stoßen zu uns, und wir lassen uns in edlem Schweigen am Rhein entlang nach Remagen tragen.

Dort  setzen wir  uns in Bewegung, wieder im Schweigen; pilgern durch den im Krieg stark bombardierten Ort Remagen, an blühenden Gärten vorbei, in pfingstsonntäglicher Stille zum Museum. Eindrucksvoll erheben sich die beiden dunklen Brückentürme am Fluss, in denen seit Mitte der 1970er Jahre das Friedensmuseum untergebracht ist. Das Museum verdankt sich ganz der Vision und dem unermüdlichen Einsatz des damaligen Bürgermeisters Hans- Peter Kürten.

Am Brückenturm, der das Friedensmuseum beherbergt, angekommen ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.09.2012.)


 

Neue Musikgruppe in Köln: Das Allewelt Ensemble

Bijan Mahdjub (links mit Klarinette) bei einem Workshop für bretonische Tänze von Jürgen Weihofen in Bonn. Foto © Schmiedel.

Dem Rundbrief von Bijan Mahdjub aus Köln entnehmen wir:


Es gibt eine neue Musikgruppe in Köln; das

"Allewelt Ensemble"

Georgisches Liebeslied trifft auf indische Ragas und polyphonen Dudelsack
Mazedonischer 11/8 Takt sucht die Symbiose mit jazzigen Klängen
Virtuose Teufelsgeigen spielen mit vertrackten Rhythmen um die Wette
und galicische Lebensfreude trifft auf flotte Klezmermusik aus vollem Herzen

Das Allewelt Ensemble hat es sich zum Anliegen gemacht
die Vielfalt in der Welt der traditionellen- und Folkmusik
mit neuem Ausdruck und Groove zu spielen.
Dabei kommt die Improvisation nicht zu kurz
und schafft neue, lebendige (Klang) Räume. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 10.09.2012.)


 

Zum Tode von Sun Myung Moon

Sun Myung Moon und seine Frau Hak Ja Han. Foto © Steve Dufour / Wikipedia.

Am 3.9.2012 verstarb mit 92 Jahren Rev. Sun Myung Moon (deutsche Transkription: Mun), der Gründer der Vereinigungskriche (koreanisch: Tongil-Gyo) und der Universal Peace Federation. Dass diese Religionsgemeinschaft von vielen Menschen anderer Religionen oder der Presse kritisch beäugt und als „Moon-Sekte“ bezeichnet wird, ...mehr

 

 

 

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 10.09.2012.)


 

1. September - eine Mahnung für den Frieden

Westerplatte; Foto © Diether / Wikipedia

von Bartosz Bzowski

Wenn ich an meine Kindheit in Polen denke, kommt in mir manchmal auch die Erinnerung an den alljährlichen Schulbeginn hoch. Jedes Jahr am 1. September versammelten wir uns in der Turnhalle und eröffneten feierlich das neue Schuljahr. Fester Bestandteil dieser Feierstunde war das Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Denn 1939 konnten die polnischen Kinder nicht in die Schule gehen und das neue Schuljahr beginnen. In den frühen Morgenstunden des 1. September überfiel die deutsche Wehrmacht das Land.

Lange Zeit ging man davon aus, dass um 4.45 Uhr mit den Schüssen des Panzerschiffes „Schleswig-Holstein“ auf die Westerplatte in Danzig der Zweite Weltkrieg begann. Neueste Forschungen bewiesen aber, dass bereits kurz nach 4.30 Uhr die Kleinstadt Wieluń westlich von Tschenstochau bombardiert worden war. Sechs Jahre lang tobte von nun an der größte und brutalste Krieg der Menschheitsgeschichte. 55 Millionen Menschen fielen ihm zum Opfer als Folge der menschenverachtenden und verbrecherischen Ideologie von Adolf Hitler und den Nationalsozialisten.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 03.09.2012)


 

Da simmer dabei! Dat is pri-i-ma...

40 Jahre Höhner

 

Die Band, der wir die Überschrift über unserer Team-Liste verdanken, feiert Ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. 1972 fing alles an als eine Idee verrückter Studenten zu Karneval, sich als Hühner zu verkleiden und ein Lied über schmackhafte Körnchen zu singen. Mittlerweile sind sind sie nicht nur aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken, sondern ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 31.8.2012. MAS)

 


 

Liselotte Funcke: “Die Mutter der Türken”

Foto © Bundesarchiv Koblenz / Wikipedia

Die frühere Ausländerbeauftragte der Bundesregierung Liselotte Funcke, FDP-Politikerin und Ehrenbürgerin von Hagen, starb am 1. August 2012 im Alter von 94 Jahren.

von Hıdır Eren Çelik

Es waren meine ersten Jahre in Deutschland, als ich den Namen von Liselotte Funcke hörte. Sie war die Nachfolgerin des ersten „Beauftragten der Bundesregierung für Integration der ausländischen Arbeitnehmer und ihrer Familien“ Heinz Kühn (1979/1980), der seinerzeit ein verdienstvolles Memorandum  veröffentlichte und die Politik aufforderte, durch  gezielte Integrationsmaßnahmen die Migranten, damals noch „Gastarbeiter“ genannt,  gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

Auch Liselotte Funcke hat als Ausländerbeauftragte der Bundesregierung in den 1980er Jahren von sich reden lassen, als sie mit ihrer couragierten Kritik an der Politik der eigenen CDU/CSU-FDP -Koalitionsregierung übte. Sie hat mit ihrer liberalen politischen Haltung die damalige Ausländerpolitik aus dem Schatten der eigenen Regierung in die öffentlichen Debatten gebracht, trotz ihrer beschränkten Einflussnahme auf die Regierungspolitik. Ihre beherzte Parteinahme brachte ihr in den türkischen Medien den Ehrentitel „Mutter der Türken“. Funcke übte das Amt der Ausländerbeauftragten zehn Jahre lang aus, von 1981 bis 1991.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.08.2012)


 

Menschenlandschaften – Sechs Autorenportraits der Türkei

İnsan Manzaraları - Türkiyeden altı yazar portresi


Nâzım Hikmet

Yaşar Kemal

Orhan Pamuk
Elif Şafak
Murathan Mungan
Aslı Erdoğan


Filmrezension von Helga Fitzner

 

„Menschenlandschaften“ hat der Kölner Filmemacher Osman Okkan seine sechsteilige Portrait-Reihe genannt, in der er vier Autoren und zwei Autorinnen vorstellt, die die türkische Literatur maßgeblich geprägt haben. Er ordnet ihr literarisches Wirken in einen kulturellen Gesamtzusammenhang ein und bringt sie uns auch als Menschen und Persönlichkeiten näher. Da Literatur in der Türkei immer auch ein Politikum war und diese Schriftsteller sich auch sozial und politisch engagieren, eckten sie regelmäßig mit den jeweiligen Regimes an. Der bekannteste von ihnen ist vermutlich Nâzım Hikmet, der 1902 geboren wurde, als das Osmanische Reich noch bestand, und der als Begründer der neuen türkischen Lyrik und Erneuerer der türkischen Sprache gilt. Der kurdisch-stämmige Legendenerzähler Yaşar Kemal wurde 1923 geboren, als das Osmanische Reich endete und unter Mustafa Kemal, auch als Atatürk bekannt, die türkische Republik ausgerufen wurde. Der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk ist Jahrgang 1952 und hat wie kein anderer das Lebensgefühl in seiner Heimatstadt Istanbul  beschrieben.

Die jüngste in der Reihe ist Elif Şafak (* 1971), die sich in ihren Romanen oft mit der Mystik des Islam, dem Sufismus, auseinandersetzt. Der fünfte im Bunde, Murathan Mungan, wurde 1955 in Istanbul geboren und ist kurdisch-arabischer Abstammung. Er gehört zu den wenigen, die sich in der Türkei zu ihrer Homosexualität bekennen. Seine Werke zeichnen sich durch Spiritualität und politischen Hintersinn aus. - Aslı Erdoğan beschließt die Reihe, sie wurde 1967 in Istanbul geboren und ist neben ihrer Schriftstellerei vor allem als Journalistin tätig.

Osman Okkan stellt diese sechs Autor(inn)en in einer zweisprachigen Reihe vor, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 27.08.2012.)


 

Traditionelle und moderne irakische Musik

Lagash: Bassem Hawaar und Saad Thamir.

Lagash am 1.12.2010 in der Brotfabrik in Bonn-Beuel


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel



Seitdem ich Saad Thamir und Bassem Hawar beim Theaterstück „Die Treppe zum Garten“ sah und hörte, war ich sehr erpicht darauf, die beiden mal bei einem Konzert zu erleben. Zuerst fand ich jedoch die CD des Quartetts Lagash auf meinem Schreibtisch und rezensierte sie. Saad und Bassem bilden die Hälfte dieser deutsch-irakischen Band. Und nun sollte es endlich die ersehnte Möglichkeit geben in der für seine exquisiten Konzerte – deren ich viel zu wenige besuchte – berühmten Bonner Brotfabrik in Beuel.

Allerdings verhieß ein Blatt Papier statt eines Konzertplakates zunächst nichts Gutes, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.08.2012.)


 

Jakutisch-luotisch-georgisch-vietnamesisch-indisch-europäische Weltmusik

Das Ensemble der Klangwelten 2010.

Klangwelten am 25.11.2010 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel



Die Klangwelten-Tournee von Music Contact gehört mittlerweile zum Herbst wie die Färbung der Blätter und das Irish Folk Festival. Rüdiger Oppermann präsentiert sozusagen die Ernte seines Jahres. Über den Sommer ist er nämlich immer auf Reisen in unerhörte Gebiete unseres Planeten, in denen er auf Musikerinnen und Musiker trifft, die Instrumente meisterhaft beherrschen, die Eurozentriker allenfalls in einem Völkerkundemuseum ausstellen würden. Doch weder die Instrumente, noch die Musiker(innen) sind Ausstellungsstücke, sondern Repräsentanten höchst lebendiger Kulturen, die uns Europäern zwar exotisch anmuten, sich selber aber ganz normal sind. Genau wie wir leben sie im Spannungsfeld zwischen regionaler Eigenständigkeit und globaler Vernetzung. Das kommt bei den Klangwelten immer wieder deutlich heraus, wenn dem Publikum einerseits Stücke und Lieder präsentiert werden, wie sie traditionell in Europa, Asien, Afrika, Amerika oder sonst wo zu Hause sind und andererseits interaktive weltmusikalische Fusionen, wie sie zuvor nie gehört wurden.

2010 nahmen an der Klangwelten-Tournee teil: Das Duo Aryakhaan aus Jakutien in der russischen Republik Sakha, Oganga vom Volk der ...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.08.2012.)

 


 

20 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen

Bartosz Bzowski

oder: Als der Staat vor den Neonazis kapitulierte

von Bartosz Bzowski

Es war der 22. August 1992; ein schöner, warmer Spätsommertag. Ich kann mich noch gut erinnern; war gerade 16 Jahre alt und genoss die letzten Tage der Sommerferien. Wie so oft schaute ich mir die Fußball-Bundesliga in der Sportschau an. Idylle, kann man sagen. Doch bald schon war diese Unbeschwertheit vorbei.

Denn zur gleichen Zeit wütete in Lichtenhagen, einem Stadtteil von Rostock, ein wütender Mob von Neonazis gegen andere Menschen, die aus der Sicht dieser Chaoten nur einen Fehler hatten; sie kamen aus einem fremden Land nach Deutschland! Sie wollten tatsächlich in diesem Land leben, weil in ihrer Heimat Krieg herrschte oder politische Verfolgung an der Tagesordnung war; und diese Menschen hofften auf ein besseres Leben in diesem Deutschland der Nachwendezeit! Sie suchten Zuflucht in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber, die es bald nicht mehr geben sollte, sie wurde von den Faschisten niedergebrannt.

Doch noch schlimmer als die Ausschreitungen empfand ich was anderes: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.08.2012)


 

Das Skelett im Kleiderschrank

Nadja Thelen-Khoder

oder „Fremdenfeindlichkeit ist noch immer an der Tagesordnung"

Die fürchterlichen Tage von Rostock-Lichtenhagen

von Nadja Thelen-Khoder

Heute ist es auf den Tag genau zwanzig Jahre her, als in Rostock-Lichtenhagen „der Mob die Herrschaft übernahm“ (1). Der Plattenbau brannte, die Masse johlte, Besoffene hoben die Hand zum Hitlergruß: Ende August 1992 eskalierte im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen der Fremdenhass, Ausländer bangten um ihr Leben“ (2).

Bilder sagen mehr als Worte – und so verweise ich hier auf ein Video (3) und die Photos vom SPIEGEL (4).

Zur Dokumentation „Unsere Geschichte: Als Rostock-Lichtenhagen brannte“ von Florian Huber, die am 13. August ausgestrahlt wurde (5), schreibt Sven Sakowitz in der „taz“, daß sie „gegen drastische Widerstände (entstand). Bürger wollten sich nicht erinnern, Politiker sagten Interviews ab“ (6). Und er zitiert den Autor: „Schon bei meinen ersten Gesprächen vor Ort kam ich mir vor wie ein Störenfried“ „Die Ereignisse von damals sind für viele in Rostock so etwas wie das Skelett im Kleiderschrank: Es ist hässlich und peinlich, und man will es nie wieder rausholen.“

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(Hier veröffentlicht am 22.08.2012)


 

Kleine Steine

Kleine Steine. Foto © Schmiedel.

Gedicht von Heike van den Bergh



Kleine Steine
Leuchten hervor
Vom kühlen Grund des Gebirgsbachs im Wald
Im Schatten der Zweige
Hinabbeugen
Eintauchen in das frische Nass mit den Händen
Den Schatz bergen
Die glatten, ebenmäßigen Kiesel
In meiner Hand spüren
Sie liebkosen
Alle glatt und in ovaler Form, ähnlich,
aber doch verschieden:
mal größer, mal kleiner, mal dicker, mal länger,
mal  zimtfarbene Maserung,
mal schneeweißes Marmorrelief,
mal dunkle Adern,
mal dunkelbraun ohne Muster

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(Hier veröffentlicht am 20.08.2012.)


 

Seniorenarbeit in Bonner Kirchengemeinden

Wegweiser über Seniorenarbeit in Bonner evangelischen Kirchengemeinden (Stand: 16.08.2012)


 

Buddhismus in Bonn

Im Bonn Buddhist Temple in Bonn-Bad Godesberg. Foto © Schmiedel.

Empirische Studie über buddhistisch orientierte Gemeinschaften in Bonn

Magisterarbeit von Michael A. Schmiedel

 

Theravada-, Zen-, Nichiren- und Tibetischer Buddhismus in 14 Gemeinschaften. Geschichte, Organisation, Traditionsbezüge und Inkulturation, Lehrvermittlung und Lehrinhalte, Meditations- und Andachtspraktiken, Sozialstruktur und Persönliche Zugänge seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Mit dieser Arbeit identifiziere ich mich nach wie vor, auch nach zwölf Jahren noch. Susanne Petri, die Vorsitzende der Buddhistischen Hochschulgruppe Bonn, war so nett, sie nun als PDF-Datei auf der BHSG-Homepage zu veröffentlichen.

Eigentlich sollte diese Vorbemerkung auch dort mit veröffentlicht werden, aber sie ist wohl auf dem Weg dorhin im Nirvana verschwunden. So stelle ich sie nun hier ins Netz: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 20.08.2012.)


 

WDR: Cosmo-TV

"Entdecke die Vielfalt in Nordrhein-Westfalen" heißt es immer im Vorspann zur WDR-Sendung "Cosmo TV". Wer sich für das interkulturelle Zusammenleben in NRW interessiert und diese Fernsehsendung noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern. Moderator Till Nassif ....mehr

(Hier veröffentlicht am 20.08.2012.)


 

Neue Internetpräsenz des Bonn Buddhist Temple

Der theravada-buddhistische Bonn Buddhist Temple in Bonn-Bad-Godesberg hat mit dem neuen Mönch Samiddhi Thero auch eine neue Website bekommen.

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(Hier veröffentlicht am 15.08.2012.)


 

Urgestein des Irish Folk und Importeuer der Balkan-Rhythmen

Andy Irvine.

Andy Irvine am 14.11.2010 beim Folk im Feuerschlösschen in Bad Honnef


Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel

Andy Irvine ist so etwas wie ein Urgestein der Irish Folk Music, zumindest für deren Phase nach dem Folk Revival der 1970er. Damals war die traditionelle Musik in Irland bei weitem nicht so populär wie heute, sondern galt eher was für alte Leute und Traditionalisten. Angestachelt durch das Folk Revival in den USA, in dem Musiker die traditionellen Musikstile neu entdeckten und mit politischen, alternativen Ideen füllten (Stichworte: Friedensbewegung gegen den Vietnamkrieg, aufkommendes Umweltschutzdenken). Da die amerikanische Folk Musik viele Wurzeln in den europäischen Volksmusiken hat, ganz besonders auch in der irischen, und da Musik aus den USA überhaupt in Europa, so auch in Irland, als der letzte Schrei galt, schwappte die Welle über den großen Teich und infizierte junge Leute, es mit ihrer traditionellen oder Volksmusik auch so zu machen. Bands wie die Dubliners und die Chieftains gehören zu den Berühmtesten, auch weil es beide noch gibt, aber auch die Bothy Band und Planxty waren zu ihrer Zeit tonangebend und inspirieren noch heute die jungen Bands, die das Genre immer weiter entwickeln. Planxty war die Band, mit der Andy Irvine zusammen mit ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 11.08.2012.)


 

Schneller, höher, weiter!

oder

Jetzt ist wieder Matthäus am Letzten!


Betrachtung von Nadja Thelen-Khoder


Morgen beginnen sie also wieder, die Olympischen Spiele. Ihr Motto „schneller, höher, weiter“ drückt aus, worum es geht: um einen Vergleich, um Wettbewerb, um Konkurrenz.

„Konkurrenz“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutete zunächst nur „con-currere“, also „zusammenlaufen“. Dramatisch wurde es beim „concurrere creditorum“, also beim Zusammenlaufen der Gläubiger, denn daraus entwickelte sich dann der „Konkurs“.

Es kommt also erst einmal darauf an, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 09.08.2012; Der Text wurde uns kurz vor Beginn der Olympischen Spiele 2012 zugeschickt, landete aber erst mal in der Warteschleife. Der Aktualität seines Inhalts tut das keinen Abbruch. Anm. d. Red.)


 

„Nationalismus raus aus den Köpfen!“

Blick von der Gegendemo über die Polizisten auf die Nazis. Foto © Schmiedel.

Bericht und Gedanken über die Gegendemonstration gegen die NPD-Kundgebung am 25.07.2012 in Bonn von Michael A. Schmiedel mit Fotos von ihm und von Siggi Pix.


„Darf ich Sie fragen, wo Sie hinwollen?“
„Wo geht’s denn hier zur Gegendemo?“
„Da müssen Sie außen rum gehen: links, links, links.“
„Links, links, links? Ist das politisch gemeint?“
„Ha, ha, passt doch, oder?“
„Ha, na dann einen schönen Tag noch!“

Das war der Dialog zwischen mir und einem Polizisten, der die Passantenströme auf dem Friedensplatz in Bonn am 25. Juli 2012 lenkte, um klar zwei Gruppen voneinander zu scheiden, nämlich Gegendemonstranten, die gegen die NPD-Kundgebung demonstrierten, und alle anderen Bürger, die irgendetwas anders auf dem Friedensplatz wollten, zum Beispiel einkaufen, essen, zur Bank oder was auch immer. Letztere ließ er durch, erstere, so auch ich, mussten links in die Kasernenstraße, links durch die Friedrichstraße und nochmal links auf den unteren Teil des Friedensplatzes, wo, durch eine von weiteren Polizisten bewachte Absperrung, die Gegendemo von der NPD-Kundgebung getrennt wurde. Dort hatte sich schon ein bunter Haufen versammelt: ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 02.08.2012.)


 

Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichtes über das Asylbewerberleistungsgesetz

Aufgrund der besonderen Aktualität geben wir hiermit eine Sonderausgabe des fachpolitischen Newsletters von „Pro Asyl - Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge e.V.“ (http://www.pro-asyl.de/) an Sie weiter, die wir lediglich aus arbeitstechnischen Gründen leicht verändert haben (Links als Anmerkungen angehängt).

„Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat am 18. Juli 2012 die gekürzten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) für verfassungswidrig erklärt. Die gewährten Minderleistungen seien „evident unzureichend, um das menschenwürdige Existenzminimum zu gewährleisten“.

Mit dem Urteil [1] gibt es endlich ein Aufatmen für die Betroffenen. Sie erhalten ab sofort höhere Leistungen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.07.2012.)


Neu: Aktuelle Veranstaltungsprogramme des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt

Das MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn. Foto © Schmiedel.

Wir bieten auch immer zahlreiche Veranstaltungen in unserm physischen Zuhause, dem MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn an, seien es unsere eigenen oder die von Menschen, die sich bei uns eingemietet haben.

Das jeweils aktuelle Programm finden Sie jetzt immer in der Rubrik:

Wir über uns -> Grundsatzinfos -> Unser physisches Zuhause: Das MIGRApolis-Haus der Vielfalt.

Auf der Startseite wird auch immer recht in der Veranstaltungsspalte unten darauf verlinkt.

Das jetzt aktuelle Programm vom Juli und August 2012 finden Sie -> hier.

(Hier veröffentlicht am 30.07.2012.)

 


Fotos vom 2. Friedensmarsch in Bonn am 23.06.2012

Friedensmarsch über die Kennedybrücke. Foto © Siggi Pix.

Ein Bericht eines Teilehmers wurde uns noch nicht zugeschickt, aber wir haben jetzt Fotos von Siggi Pix. ...mehr

 

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 27.07.2012.)


 

Zwischen flookigen Tunes und romantischen Liedern

DerElligh

DerElligh in der Apostelkirche in Bonn-Tannenbusch am 12.11.2010

Konzertrezension und Fotos von Michael A. Schmiedel

Besucher des Abschlusskonzertes der 2011er Bonner Buchmesse Migration waren begeistert von der jungen Band, die wir da eingeladen hatten. Diese Einladung hatte jedoch die Vorgeschichte, dass ich diese Band etwa ein Jahr vorher erstmals hörte und zwar im Gemeindesaal der Apostelkirche in Bonn-Tannenbusch. Ich war nicht der Einzige, der zuerst in der Kirche selber Platz nahm und sich über die Gospel-Lieder wunderte, die da zu Gehör gebracht wurden. Nichts gegen Gospel-Lieder, aber deswegen war ich nicht an diesem verregneten und schon lange dunklen Novemberabend von Siegburg nach Alt-Tannenbusch gefahren. Irgendjemand kam mit der Nachricht, dass DerElligh nebenan im Gemeindesaal spiele. So enttäuschten wir die Gospelsänger, die sich über das unverhoffte Publikum bei ihrer Probe gefreut hatten und wechselten das Gebäude.

Im Gemeindesaal saßen schon viele gemütlich beisammen ...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.07.2012.)


Deutschlandweit und Bonn: Interkulturelle Woche 2012 23.-29.9. bzw. 17.9-03.10.2012

 

„Herzlich willkommen - wer immer Du bist".

 

Unter diesem Motto steht die Interkulturelle Woche 2012.

Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutschen Bischofskonferenz und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, wird aber von zahlreichen Organisationen mitgetragen. Sie findet bundesweit in über 450 Städten im Kern zwischen dem 23. und 29.9.2012, hier und aber auch schon davor und auch noch danach statt.

Eine Übersicht über die Programm in ganz Deutschland finden Sie unter: http://www.interkulturellewoche.de

Hier in Bonn sind wir, also die EMFA-Integrationsagentur in Kooperation mit dem BIM, selber die Koordinatoren:

Gedicht "Willkommen" von Hıdır Eren Çelik

Willkommen zu sein, wer immer man ist, woher man kommt oder welche Hautfarbe und welchen Glauben man hat: diese Erfahrung hat wenig mit der gesellschaftlichen Realität vieler Menschen mit Migrationshintergrund oder Migrationsgeschichte in Deutschland zu tun.

Um diesem Klima der „Nicht-Willkommen-Kultur“ entgegen zu treten, werden wir im Rahmen der diesjährigen Interkulturellen Woche Positionen beziehen und neue Handlungsansätze entwickeln!

Die Interkulturelle Woche 2012 in Bonn findet vom 17. September bis 3. Oktober statt. Hier geht es zum Programm.

Das Programm in gedruckter Form kann im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18 in Bonn, abgeholt werden.

(Hier veröffentlicht am 19./23.07.2012; ein Link aktualisiert am 08.08.2012)


 

Funkelt, Ihr Sterne am Himmel

Fotos © Thelen-Khoder

von Nadja Thelen-Khoder


Als ich Hıdır Çeliks Artikel „Stolpersteine für eine Erinnerungskultur gegen das Vergessen“ (1) las, fühlte ich diesen merkwürdigen Ruck, der mich manchmal überkommt. Denn Gunter Demnig gehört ebenso wie der gotische Dom - und die zwölf romanischen Kirchen (das bin ich Heinrich Böll schuldig) - zu meinem Köln, wo er 2006 die „Alternative Ehrenbürgerschaft“, 2007 den „Giesbert-Lewin-Preis“ und 2010 den „Rheinlandtaler“ erhielt.

„Anbei eine Auswahl von Orten, in denen schon Stolpersteine verlegt worden sind“, heißt es lapidar auf der Webseite der Stolpersteine (2), und dann führt die Liste alphabetisch von Adendorf, Ahaus, Ahlen, Altenburg, Arnstadt, Armsheim, Aschaffenburg, Bad Bentheim Bad Hersfeld, Bad Kisingen, Bad Kissingen, Bad Laasphe, Bad Vilbel, Bad Wildungen, Bad Zwesten, Bamberg, Barsinghausen, Bautzen, Beckum, Bielefeld, Bingen, Berlin, Bocholt ... über Köln ... bis Xanten, Zeitz, Zittau, Zwickau, Zwingenberg. Denn inzwischen liegen in über 500 Orten Deutschlands Gunter Demnigs „Stolpersteine“, und auch in Österreich, Ungarn, den Niederlanden, Belgien, Tschechien, Polen, der Ukraine, Italien und Norwegen erzählen sie ihre bzw. unsere Geschichte(n).

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(Hier veröffentlicht am 19.07.2012)


 

Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Foto © Schaack / Wikipedia

Jetzt auch für Flüchtlinge

von Daniela Ottembrino

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. So steht es im Art. 1 des Grundgesetzes geschrieben.

Im Art. 1 des Grundgesetzes ist also die Würde des Menschen, nicht die Würde des deutschen Staatsbürgers geregelt. Der Artikel war unbestritten nie ein sogenanntes „Deutschengrundrecht“, sondern ein Jedermann-Grundrecht. Wie kommt es also dann, dass die festgelegten Sozialleistungen für Asylbewerber und Flüchtlinge bei monatlich 224 Euro und damit 47 Prozent unter den Hartz-IV-Regelsätzen, welche momentan 374 Euro für Erwachsene betragen, liegen? Seit dem Jahr 1993 wurden die Regelsätze nicht erhöht. Auch war ursprünglich vorgesehen, dass Asylbewerber lediglich Naturalleistungen und nur in Ausnahmefällen Geldzahlungen erhalten. Diese Gutscheinregelung wurde in manchen Bundesländern durch Geldleistungen ersetzt. Allerdings gibt es bis dato noch immer Bundesländer, in denen die Höhe des Taschengeldes 40 Euro monatlich beträgt und der Rest in Naturalleistungen ausgezahlt wird.

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(Hier veröffentlicht am 19.07.2012)


 

Olympische Spiele – ein Beispiel für Völkerverständigung?

Ein Kommentar von Bartosz Bzowski


In knapp einer Woche ist es wieder soweit: Am Freitag, dem 27. Juli, werden in London die XXX. Olympischen Sommerspiele eröffnet. 17 Tage lang bis zum 12. August wird sich die Jugend der Welt in der britischen Hauptstadt sportliche Wettkämpfe um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen liefern. Millionen von Fernsehzuschauern in aller Welt werden den Sportlern die Daumen drücken und Höchstleistungen bewundern.

Als 1896 die olympische Idee von dem französischen Baron Pierre de Coubertin wiederbelebt wurde, stand dem Erfinder der Spiele der Neuzeit in den Sinn, dass es allein die Teilnahme an den Spielen sei, die zählen würde. Die Frage, wer gewinnt, sei zweitrangig. Damals, Ende des 19. Jahrhunderts, waren politische Krisen und Kriege auch in Europa an der Tagesordnung, es sollte nicht lange dauern, bis die beiden Weltkriege unbeschreibliches Leid in die Menschheit brachten. Olympia sollte den Zusammenhalt stärken, zeigen, dass Wettkämpfe zwischen Ländern friedlich ausgetragen werden können.

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(Hier veröffentlicht am 19.07.2012)


 

"Save me- NRW Städte sagen: JA!"- nun gab es etwas zu feiern!

Die NRW-Kampagnen von "Save me" wurden für ihr Projekt als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Festtaktes am 10. Juli in der Piazetta im historischen Saal im Rathaus Köln statt.

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, Jürgen Roters, dem Beiratsmitglied des BfDT Christian Petry sowie Wolfgang Bosbach, Mitglied des Deutschen Bundestages, zeichnete Dr. Gregor Rosenthal, Leiter der Geschäftsstelle des BfDT, die regionalen Preisträger in einer öffentlichen Preisverleihung im Historischen Rathaus in Köln aus.

Sabine Kaldorf von der Bonner Save me-Kampagne und Ingeborg Heck-Böckler für Aachen, bekamen stellvertretend für alle NRW-Kampagnenstädte die Urkunde aus den Händen von Christian Petry überreicht. Dieser fand gute Worte für das Engagement der Kampagne: "Sie macht deutlich, was mit Willkommenskultur gemeint ist".

(Hier veröffentlicht am 16.7.2012)


Begegnungsfest 2012: Das Deutsch-Afrikanische Zentrum stellt vielfältig aus.

von Jacques Abel Onya

Zusammen mit der Altenhilfe-Afrika (AHA) aus Ghana feierte das Deutsch-Afrikanische Zentrum (DAZ) am 1. Juli das größte Ereignis für die Organisationen der Zivilgesellschaft in Bonn.

Das Begegnungsfest jedes Jahr begangen. Mit farbigen afrikanischen Stoffen dekoriert, hat der DAZ-Stand eine Menge Besucher anziehen können. Masken, Ketten und andere Schmucksachen aus Afrika haben ihnen am meisten gefallen.

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(Hier veröffentlicht am 16.7.2012)


„Auf den Hund gekommen“

Foto © Dadbin

Ein kurzer Bericht über das Projekt:

„Hallo Hund! Hallo Katze!“

von Parastu Dadbin

in Zusammenarbeit mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen, der Freiherr-vom-Stein-Realschule und dem Albert-Schweitzer-Tierheim in Bonn

Vorweg: Dieses Projekt ist einmalig, da niemand auf die Idee gekommen ist, Kinder mit muslimischer Sozialisation mit unter anderem Hunden in Kontakt treten zu lassen. Der Hintergrund meines Projekts ist sowohl der Resilienzbeitrag als auch der Versuch, Kindern, mit einer islamischen Sozialisationsgeschichte, die Angst und Abscheu vor Hunden zu nehmen. Da kulturelle Unterschiede bezüglich des Verhaltens und der Einstellung existieren, ist es mir wichtig, Vorurteile abzubauen und den positiven Einfluss von Tieren auf Kinder hervorzuheben.

Am Anfang war die Aufgabe, ein eigenständiges Projekt auf die Beine zu stellen, damit mein Praxissemester - für die FH Köln im Fachbereich „Soziale Arbeit“ - seine Gültigkeit erhält. Während ich mit Wauzi in Köln-Kalk - ein multikultureller Ort - spazieren gegangen bin, dachte ich immer wieder daran, was für ein Projekt ich anbieten könnte?! Jedes mal, wenn Kinder an „Lorca“ , meiner Hündin, vorbeigegangen sind, habe ich bemerkt, dass sie stehen geblieben sind, um sie zu streicheln und mit ihr zu schmusen. Überrascht hat mich besonders, dass es Kinder mit Migrationsgeschichte gewesen sind, die mit einem Elan und Offenheit an mich und Lorca herangetreten sind.  An dieser Stelle  muss auch erwähnt werden, dass Lorca keine Streichel- und Schmuse-Einheit auslässt. Und hierbei kam mir die Idee, eine Kooperation zwischen dem „Albert-Schweitzer-Tierheim“ und der „Freiherr-vom-Stein-Realschule“ in Bonn herzustellen. Eine Gruppe von Kindern, die unterschiedliche Tiere kennenlernt, ihr Lebensumfeld, ihre Bedürfnisse und Körpersprache besser versteht. Nur das, und nicht mehr? Bei weitem mehr, denn Tiere bieten eine emotionale Stabilität, denn sie lieben bedingungslos. Die Kinder lernen bzw. vertiefen ihr Verantwortungsgefühl; lernen sich und ihre Grenzen besser kennen. Lernen einen respektvollen Umgang mit Lebewesen. Und nicht zu vergessen: Sie lernen all dieses spielend!

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(Hier veröffentlicht am 10.7.2012)


Stolpersteine für eine Erinnerungskultur gegen das Vergessen

Foto © Ruehmekorf

Ein Plädoyer von H. Eren Çelik

Die Stolpersteine von Gunter Demnig in Bonn, welche es mittlerweile auch in vielen anderen Städten gibt, sind nicht irgendwelche Steine, über die man stolpert. Es ist ein Projekt, welches uns an die Vertreibung und Ermordung tausender Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgter, Homosexueller und Andersgläubiger erinnert. Weiterhin dient es als Erinnerung für diejenigen, die während des Nationalsozialmus vernichtet wurden, weil sie nicht zur nationalsozialistischen „Menschenbild“ - Rassenpolitik passten.

Die Stolpersteine mahnen uns, dass in unserer Stadt Menschen lebten, deren Kinder mit unseren Kindern gemeinsam lachten und die Freude unter dem grenzenlosen Himmel teilten, ohne darüber nachzudenken, dass ein Tyrann wie Hitler und seine Vernichtungsmaschinerie sie gnadenlos im KZ in den Tod schicken würde. Es waren Menschen, die in ihren Träumen die Vögel frei in den Himmel fliegen ließen. In ihren Träumen holten Schmetterlinge Feuer des Lebens aus Konzentrationslagern, um frei zu sein. Es waren Nachbarn, Kinder und Bürger unserer Stadt, die in den Tod geschickt wurden. Es waren Menschen, die nach und nach von der SS mitgenommen wurden, während viele Bonner schweigend dabei zuschauten. Hat man nicht geahnt, warum und wieso die Nachbarn plötzlich „verschwanden“? Wollte man es nicht wahrnehmen oder hatte man Angst, selbst ein Opfer zu werden?

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(Hier veröffentlicht am 6.7.2012)


Salafismus in NRW – Zwischen Religion und Fanatismus

Der Ordnungsdezendent der Stadt Bonn Wolfgang Fuchs, die Polizeipräsidentin Bonns Ursula Brohl-Sowa, Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, die Bezirksbürgermeisterin Bad Godesbergs Annette Schwolen-Flümann, der Islamwissenschaftler Volker Trusheim vom Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto © Schmiedel.

Veranstaltung in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg am 29.06.2012

Bericht von Michael A. Schmiedel


Die Eskalation am 5.5.2012 hat die ansonsten so friedliche Stadt Bonn kräftig aufschrecken lassen.  Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch kündigte eine mehrteilige Veranstaltungsreihe zum Thema Salafismus an, die nach der Sommerpause ab September fortgesetzt werden soll.

Außer dem OB waren am 29.6. in der Stadthalle von Bad Godesberg die Polizeipräsidentin Bonns Ursula Brohl-Sowa, die Bezirksbürgermeisterin Bad Godesbergs Annette Schwolen-Flümann, der Ordnungsdezendent der Stadt Bonn Wolfgang Fuchs und als Hauptredner der Islamwissenschaftler Volker Trusheim vom Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen anwesend. Trusheim ist genauer gesagt Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, Abteilung für die Analyse islamistischer und salafistischer Netzwerke.

OB Nimptsch bekräftigte in seinem Grußwort den Wunsch, dass Bonn auch künftig nicht nur freundlich und schön, sondern auch wieder sicher sein solle.

Volker Trusheim erklärte, dass der Verfassungsschutz ein Interesse am Salafismus habe, wenn er unkritisch Vorstellungen aus Koran und Sunna auf die Gegenwart übertrage und damit im Widerspruch zum Grundgesetz stehe.
Der Salafismus habe seine Ursprünge im ...mehr

(Hier veröffentlicht am 5.7.2012.)


Hakkari

Foto © Celik

wo die Berge den Himmel küssen

von Hıdır Eren Çelik

Hakkari
wo die Berge den Himmel küssen,
die Gärten der Natur sind wie die Steppdecke gesteppt,
bunt lächelt die Sonne.

Der Wind pfeift ein Lied zwischen den hohen Bergen,
wo die Fische in den tiefen Tälern des schlängelnden Flusses Zap ihre Hochzeit feiern.
Der Schnee bedeckt im Juni wie ein Teppich die Spitzen der Berge, die mit dem Himmel Tango tanzen.
Der Glaube der Menschen an Gott, der auf den Steinen der Klöster geschrieben ist,wird durch den pfeifenden Wind weiter in die Gegenwart getragen.
Ich befinde mich in einem Garten der Gedanken, werde hin und her geschleudert.
Unendliche Weite, die Stille wird nur durch den pfeifenden Wind durchbrochen.

Schmetterlinge holen das Licht aus der Dunkelheit, um in der Freiheit zu sterben.
Die zwitschernden Vögel fliegen in die Ferne, um die Lieder der Brüderlichkeit zu künden.

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(Hier veröffentlicht am 4.7.2012)


Eine Reise nach Hakkari

Foto © Celik

Wir werden hier die Reiseberichte der Teilnehmer und Fotos nach und nach veröffentlichen. Mit dieser ersten kurzen Zusammenfassung der Reise von Hıdır Eren Çelik fangen wir an.

Um 12 Uhr landete unser Flugzeug am Flughafen Van. Es ist die Stadt, die letztes Jahr von einem Erdbeben zerstört wurde. Nachdem unser Bus das Flughafengelände verließ, schlängelte er durch die Straßen der Stadt Van in Richtung Zentrum. Man konnte die Spuren des Erdbebens noch immer deutlich erkennen. Zerstörte Häuser und leerstehende Gebäude in einigen Stadtteilen zeigen die Dimension des Erdbebens; wie die Naturkatastrophe das Gesicht einer Stadt verändert hat.

Die Berge, welche die Stadt Van umkreisen, sind Ende Mai noch immer von Schnee bedeckt. Die grauen Felsen und grünen Felder bilden mit weißem Schnee einen von der Natur geflickten Teppich. Nach dem Mittagessen in einem traditionellen Restaurant fuhren wir weiter in Richtung Hakkari. Während der Fahrt machten wir eine erste Station auf dem Hügel Çavuştepe. Auf diesem Hügel besuchten wir die Spuren des Urartu-Reiches. Von dort aus sieht man die unendliche grüne Weite von Gürpinar. Es befinden sich hier die Ruinen eines großen Palastes, welcher von einem Urartu-Herrscher für seinen Sohn erbaut worden sein soll. Hier soll nach einer Legende auch Dingir Haldi (Gott Haldi) gewohnt haben. Auf den Steinen der Burgruine ist die alphabetische Schrift der Urartu-Kultur eingraviert. Der ortskundige Geländeführer, ein Mann von weit über sechzig Jahren, erzählte uns, dass er bei der ersten Ausgrabung vor fünfzig Jahren auf diesem Hügel dabeigewesen sei, und seitdem arbeitet er sowohl als Wächter als auch als Touristenführer in dieser Urartu-Stätte. Er erzählte uns die Entstehungsgeschichte dieses Ortes.

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(Hier veröffentlicht am 4.7.2012)


Neue Worte an einem magischen Ort

Foto © Gassen

Das „Tannenbuch“ und seine Autoren werden gefeiert

von J. Michael Heveling - Fischell

Reger Andrang herrschte in der Stadtteilbibliothek Tannenbusch, als am Donnerstag, dem 28. Juni die Preisträger des Schreibwettbewerbs für „Das Tannenbuch“ geehrt wurden. Über sechzig Autoren aller Altersklassen waren  dem Ruf der „Initiative Tannenbu(s)ch“ gefolgt und sendeten  Geschichten und Gedichte ein, die ihre ganz eigene Sicht ihres Lebens im Tannenbusch erfahrbar machen.

Vielfältig und bunt wie dieser Stadtteil sind diese Geschichten: humorvoll und traurig, anrührend und phantasievoll, immer jedoch berichten sie auch vom Erzählenden selbst, wird die ganz subjektive Perspektive auf ihre Welt mitgeteilt. Es ist ein Buch von  Menschen für Menschen, die im Tannenbusch leben, arbeiten oder den Stadtteil schätzen, also ein Buch von Tannenbuschern für Tannenbuscher, aber selbstverständlich auch für Nicht-Tannenbuscher, da Literatur bekanntlich keine Grenzen kennt.

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(Hier veröffentlicht am 2.7.2012)


Wie sich die Bilder gleichen

1992 in Rostock-Lichtenhagen – 1993 in Sivas

von Nadja Thelen-Khoder

Heute vor neunzehn Jahren verbrannten im ostanatolischen Sivas im Hotel Mademak 35 alevitische Künstler, die sich zu einem Kulturfest versammelt hatten. Wie ein Polizeivideo (http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=5V4PjzREGrE&feature=endscreen) vom 2. Juli 1993 zeigt, wurden aus einer Menschenmenge heraus, die sich nach dem Freitagsgebet versammelt hatte,  Brandbeschleuniger in das Hotel geworfen, und eben diese Menschenmenge sieht der Vernichtung zustimmend bis begeistert zu.

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(Hier veröffentlicht am 2.7.2012)


Gedenken statt Vergessen

Rote Nelken im Munzur, auch für Zwei Bündel Haare (15)

von Nadja Thelen-Khoder

Es sind immer die gleichen Bilder, die gleichen Worte, die gleichen Gesten in tausenderlei Variationen, in denen meine Seele atmet. Es sind die Bilder, die Worte und Gesten der Trauer, des Erinnerns, des Niemals-Vergessens und also des Ewigen Lebens.

Als ich das Video „Gedenken statt Vergessen“ von Christian Zimmermann (1) vom Büro für Menschenrechte sah, fühlte ich die letzten Zeilen des Gedichtes „Mondnacht“ von Joseph von Eichendorff in mir singen: „Und meine Seele spannte / Weit ihre Flügel aus, / Flog durch die stillen Lande, / als flöge sie nach Haus“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Mondnacht).

Denn in meinem Zuhause sitzen sie alle wieder zusammen: die Toten und Gequälten, die Geschlagenen und Verwundeten, die Opfer verschiedenster Machthaber. Sie erzählen ihre Geschichten, lachen und weinen, stöhnen und lächeln, und voller Leid und Stolz lehren sie mich Dankbarkeit und Demut und verpflichten mich, durch sie, mit ihnen und in ihnen zu leben.

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(Hier veröffentlicht am 2.7.2012)


2. Friedensmarsch in Bonn am 23.06.2012

Menschenkette auf der Kennedybrücke über dem Rhein in Bonn. Foto © Siggi Pix.

Vorbemerkung von Michael A. Schmiedel

 

Wir warten noch auf einen Bericht eines oder mehrerer Teilnehmer. Ich konnte wegen eines Krankheitsfalls in der Familie leider nicht teilnehmen, aber möchte schonmal ein paar Anmerkungen machen.

Saloua Mohammed rief nach dem so schönen und erfolgreichen Friedensmarsch am 20.05.2012 zu einem 2. Friedensmarsch auf. Dieser führte von Bonn-Beuel auf der rechten Rheinseite über die Kennedybrücke hinüber ins Bonner Stadtzentrum auf der linken Rheinseite. Etwa 40 Menschen haben daran teilgenommen, darunter Christen, Muslime und Buddhisten. Die geplante Menschenkette über die ganze Länge der Brücke kam so zwar leider nicht zusammen, aber den Fotos von Siggi Pix zufolge bot sie auch so einen schönen Anblick.

Von Saloua Mohammed erfuhr ich, dass sie wegen ihres Friedensengagements von den Rechten als sich verstellende Salafistin und von den Salafisten als Verräterin am Islam beschimpft wird. Da sieht man, wo die Probleme liegen: Es gibt Menschen, die ihre Ideologie mit psychsischer und physischer Gewalt durchsetzen wollen, die es nicht aushalten, dass Menschen mit unterschiedlichen ethnischen Zugehörigkeiten, geographischen Herkünften und religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen friedlich und kopperativ in einer gemeinsamen Gesellschaft miteinander leben, dass es Menschen gibt, die anders denken, fühlen und glauben als sie selbst. Und wenn dann jemand so öffentlich und wirksam für den Frieden eintritt, wird er oder sie angefeindet.

Jetzt warten wir mal auf den Bericht oder die Berichte von Teilnehmern des Friedensmarsches.

(Hier veröffentlicht am 28.06.2012.)


 

 

 

Scham und Beschämung in der Migrationsgesellschaft Deutschland

von Maria Gorius

Buchrezension von Daniela Ottembrino

Die Sozialwissenschaftlerin und Theaterpädagogin Maria Gorius setzt sich in ihrer Abhandlung mit dem Thema Scham und Beschämung von Migranten in Deutschland auseinander. Woher kommt diese Scham? Wie wirkt sie sich auf die Verhaltensweise von Migranten aus? Und wie kann man diese Scham künftig überwinden?

Die Autorin stellt zunächst die grundsätzliche Frage nach Zugehörigkeit und deren Bedeutung für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft. Sie konzentriert sich dabei primär auf den Bereich der Schule als Ort der Reproduktion von Beschämung. Dort sei der Alltag noch immer geprägt von Kategorisierung, Stereotypisierung und der Vorenthaltung von Gleichberechtigung. So werden Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte häufig von der Gesellschaft als „Sorgenkinder“ bezeichnet, die den Kindern aus Familien ohne Migrationshintergrund lerntechnisch unterlegen sind.

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(Hier veröffentlicht am 21.6.2012)


Andreas Deimann: Die Duldung der Duldung

Neue Veröffentlichung des Free Pen Verlages

Anlässlich des heutigen Internationalen Flüchtlingstages machen wir auf ein neues Buch zum Thema "Flüchtlinge in Deutschland" aufmerksam, das im Free Pen Verlag voraussichtlich Mitte Juli erscheinen wird.

Die Duldung der Duldung wird von zwei Seiten sichtbar: auf Seiten der Fluchtmigrantinnen und -migranten, die alltäglich die Aussetzung ihrer Abschiebung dulden, und auf Seiten der Staatsangehörigen, die dulden, dass ihr Nationalstaat Grundrechte für eine Minderheit einschränkt. Wenn die vorliegende Untersuchung zur Rekonstruktion politisch unerwünschter
Migration und Integration beiträgt, wäre ein Ziel erreicht. Wenn die Forschung mehr Aufmerksamkeit für Fluchtmigration und die diskriminierenden
Folgen des Aufenthaltsrechts entwickeln würde, wären ihre Erwartungen übertroffen.

Andreas Deimann, Dipl. Sozialpädagoge (FH), ist Leiter einer Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien und Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Köln. Zuletzt veröffentlicht, 2011: Flüchtlingsschutz und Flüchtlingselend in Europa. Anmerkungen zum gegenwärtigen Umgang mit Asylmigration in der Europäischen Union. In: Ottersbach, Markus/Prölß, Claus-Ulrich (Hrsg.): Flüchtlingsschutz als globale und lokale Herausforderung. Wiesbaden.

Andreas Deimann, Die Duldung der Duldung
Ein empirischer Beitrag zur Rekonstruktion unerwünschter Migration und Integration, 2012, 324 S., Broschur
ISBN 978-3-938114-72-8
€ 27.90

Bestellformular

Interview mit Hıdır Eren Çelik auf der Seite der Evangelischen Kirche im Rheinland:
http://www.ekir.de/www/service/asyl-15515.php

(Hier veröffentlicht am 20.6.2012)


Fotos von der 2. POETRYpolis am 27.04.2012:

99 Fotos von Rainer Maria Gassen und Michael A. Schmiedel:

 

 

 


Moderatorinnen Lea Harhues und Parastu Dadbin.
Band "All Rights Reserved".
Teilnehmer Roberto Gardini.

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(Hier veröffentlicht am 18.06.2012.)


An der milchigen Quelle

Bild © Habasch

von Hussein Habasch

Die Stille jener Nacht
Nacht des Glücks und der Wünsche war Hoffnung
Das Hören der Antwort
jener Gestalt, stockrosen
sucht dich.
Wie hager war er!
Alle Arten des Ausgerpreßtwerdens
hatte er hinter sich.
Über den Fragejahren
im Zeitalter der Suche nach dir
war er Greis geworden.

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(Hier veröffentlicht am 18.6.2012)


Lyrisches Tagebuch aus Dersim

Hussein Habasch

von Hussein Habasch

Blumen aus dem Paradies

Für Gêlas

Eine sanfte Erhebung
lud uns zum Kennenlernen
sie schüttet ihren Duft vor uns aus
in einem Blumenschloss.

Beim ersten Treffen
hießen die Blumen mich Willkommen
sie narzissierten
du hast uns ähnliche Blumen lange nicht gesehen

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(Hier veröffentlicht am 18.6.2012)


Mauern der Festung Europa wieder im Aufbau

Foto © Günter Havlena / Pixelio.

EU-Innenministerrat entscheidet über Einschränkungen der Freizügigkeit

Kommentar von Barbara Petrulewicz

Am 7. Juni entschied der Rat der Europäischen Union einstimmig über die Einführung neuer Regeln zur Wiedereinführung der Grenzkontrollen im Inneren der EU. Es handelt sich hier um eine vorübergehende Maßnahme angesichts einer „ernsten Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder inneren Sicherheit“. Die Grenzkontrollen sollen für eine Periode von 30 Tagen eingeführt werden dürfen, wobei eine Verlängerungsmöglichkeit von bis zu 2 Jahren besteht. Die Entscheidungsmacht soll dabei allein bei den Mitgliedstaaten liegen, und die Stichhaltigkeit der Einführung dieser Maßnahme muss nicht von einem EU-Organ überprüft werden. Die Kommission muss dabei lediglich im Voraus informiert werden. Dieses steht im Gegensatz zu dem Kommissionsvorschlag aus September 2011, welcher ein EU-gestütztes Verfahren, anstatt von einem „zwischenstaatlichen Peer Review“ vorhersah.

Darüber hinaus ...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.06.2012.)

 


Europa / Europas Ritt auf dem Stier

Birgitta Sigfridson. Foto © Gassen.

Gedichte von Birgitta Sigfridson

 

EUROPA

Europa, Tochter des Königs von Sidon,*
Urmutter!
Geliebte des Zeus!

Nimm mich wieder auf!
Öffne deine Fluren
deine Strände, deine Höhlen!

...mehr

(Hier veröffentlicht am 14.06.2012.)


 

Brief an Günter Grass

Birgitta Sigfridson. Foto © Gassen.

Am 25. Mai 2012 schrieb die aus Schweden stammende Bonner Autorin Birgitta Sigfridson einen Brief an Günter Grasse, nachdem sie sein Gedicht "Was gesagt werden muss" in der Süddeutschen Zeitung gelesen hatte. Sie bat uns um die Veröffentlichung ihres Briefes, was wir gerne tun:

An die Redaktion des SZ-Feuilletons
mit der Bitte um Weitervermittlung meiner Mail an Günter Grass

Sehr verehrter, lieber Herr Grass,

ich stamme aus dem Land des Alfred Nobel, dessen Literaturpreisträger Sie im Jahr 1999 als  einer der Würdigsten überhaupt sind. Als Studentin der "deutschen Sprache und Literatur" an der Universität Göteborg (vor fünfzig Jahren) verfolgte ich damals natürlich mit grossem Interesse den Werdegang der "Gruppe 47" (Uwe Johnsons Autogramm befindet sich in seinem  "Das dritte Buch über Achim", das noch im Bücherregal steht, dicht neben Enzenbergers Gedichtbüchern und Ihren Büchern "Treffen in Telgte", "Der Butt", "Katz und Maus" und "Die Blechtrommel"... )

Seit meiner Heirat und Übersiedlung nach Deutschland 1965 ...mehr

(Hier veröffentlicht am 14.06.2012.)

 


 

Meinungsfreiheit versus Schutz religiöser Gefühle?

Foto © Dieter Schütze / Pixelio.

Gedanken von Michael A. Schmiedel

 

Vor allem im Zuge der Mohammed-Karikaturen-Debatte kommt immer wieder die Forderung auf, man solle das Recht auf Meinungsfreiheit dort beschränken, wo religiöse Gefühle verletzt würden. Auch der Salam Förderungsverein e.V. postulierte kürzlich „die Wichtigkeit, dass Gesellschaften die Heiligkeit der drei großen Weltreligionen berücksichtigen und diese nicht antasten oder die Gefühle ihrer Anhänger verletzen.“ Und er fordert: „Die Meinungsfreiheit muss so eingeschränkt und zum Ausdruck gebracht werden, dass diese Heiligtümer nicht angetastet werden und die Wichtigkeit, dass man Wege einschlägt, die die Verwirklichung eines friedlichen Zusammenlebens zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen einer Gesellschaft garantieren, um zu verhindern, dass deren Schönheit befleckt wird.“

Einerseits habe ich volles Verständnis für diese Forderung. Das, was einem Menschen heilig ist, will er schützen, denn er baut seine ganze Hoffnung darauf auf und bezieht seinen Lebenssinn von dort her. In einer Gesellschaft, in der eine bestimmte Religion für alle verpflichtend ist, und die ihre Ordnung auf dieser Religion aufbaut, gefährdet eine Beleidigung der Religion zugleich die Ordnung der Gesellschaft. Eine solche Gesellschaft haben wir zwar nicht, aber die moderne Trennung von Staat und Religion ist menschheitsgeschichtlich ein Sonderfall und noch längst nicht in das Denken und Fühlen aller Menschen eingedrungen.

Andererseits eben muss man meines Erachtens bedenken ...mehr

 

(Hier veröffentlich am 06.06.2012.)


Moskau 2012: Inklusion, ein grenzübergreifendes Thema

Foto: Frank

von Veronika Frank

Eine BIM e.V.-Mitarbeiterin begleitete im Mai 2012 das Deutsch-Russische Jugendforum zum Thema „Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung in die Ausbildungs- und Arbeitswelt“ in Moskau.

Seit 2010 beteiligt sich das Deutsch-Russische Jugendforum zusammen mit einem Fachkräfte- Forum an der Konferenz im Rahmen der weltweit größten Messe für Menschen mit Behinderung, der Messe REHACARE Düsseldorf. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung lautete: „Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung in die Ausbildungs- und Arbeitswelt“ und fand vom 07.Mai - 13.Mai 2012 in Moskau statt. Der Organisator dieses Forums ist die „Internationale Akademie für Management und Technologie (INTAMT) e. V.“ in Düsseldorf.

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(Hier veröffentlicht am 6.6.2012)


Verlosung! Verlosung! Verlosung!

Die Verlosung ist beendet!

Mick Fitzgerald hat sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, uns vier Exemplare der CD Streetwise für eine Verlosung zur Verfügung zu stellen.

Um eine CD zu gewinnen musste folgende Frage beantwortet werden:

Wo in Köln wurden einige der Lieder auf der CD bei einem Konzert aufgenommen?

Die richtige Antwort lautet: Im Theater der Keller in Köln.

Die Gewinnerinnen und Gewinner sind:
Werner Heidenreich aus Köln, Matthias Kossorz aus Brühl, Monika Mathar aus Köln und Heike van den Bergh aus Bonn. Wir gratulieren!

(Hier veröffentlicht am 19.4./4.6.2012.)


Was wäre, wenn?

Anwar Almann. Foto © Gassen.

Von: ANWAR ALMANN

Was wäre, wenn es
Schießpulver und tödliche Gewehre
Nicht gegeben hätte?
Statt der vielen Gewehre, Spielzeug
Für die Kinder der Welt gäbe?
Statt des Gestankes des Schießpulvers,
der Duft der Kinder wahrgenommen worden wäre?
Statt das Sausen der Kugeln,
das Lachen der Kinder gehört worden wäre?

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(Hier veröffentlicht am 1.6.2012)


Bekanntgabe des Salam Fördervereins e.V. Bonn betreffend der Vorfälle im Ortsteil Mehlem

Vom Vorstand des Salam Fördervereins e.V.


Der Salam Förderverein e.V. hat die traurigen Vorfälle in Bonn mit Erschütterung und Schreck verfolgt, welche sich am Samstag, den 05.05.2012 im Ortsteil Mehlem in der Nähe der König Fahd Akademie ereignet haben. Bereits in der vor den Ereignissen stattgefunden Freitagspredigt haben wir unsere Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Wir haben alle dazu aufgerufen, dass man Selbstbeherrschung üben soll und nicht ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.05.2012.)


Auch den Extremisten die Hände reichen!

Der Friedensmarsch. Foto © Siggi Pix.

Berichte vom Friedensmarsch durch Bonn-Lannesdorf am 20.05.2012

Am 5. Mai 2012 kam es im Zuge einer antimuslimischen Demonstration von Pro-NRW in Bonn und einer Gegendemonstration zu Gewaltausbrüchen, bei denen drei Polizisten durch einen Salafisten mit einem Messer verletzt wurden. Die muslimische Friedens- und Menschenrechtsaktivistin Saloua Mohammed organisierte am 20.5. einen Friedensmarsch gegen jede Form von Fanatismus und verletzender Gewalt. Uns liegen nun gleich zwei Berichte von diesem Friedensmarsch vor, einer von Christina Partuschke, einer regelmäßigen Teilnehmerin der Interreligilösen Initiative Schweigen für Frieden und Gerechtigkeit, und von Saloua Mohammed selbst.

Wenn in den Berichten einmal von Bonn-Lannesdorf und einmal von Bonn-Mehlem die Rede ist, so ist das kein Wiederspruch, denn Mehlem ist ein Stadtteil von Bonn-Bad Godesberg und Lannesdorf wiederum von Mehlem. So müsste es eigentlich Bonn-Bad Godesberg-Mehlem-Lannesdorf heißen. Das wäre aber doch ein bisschen lang.

Nun aber hier zu den beiden Berichten: ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.5.2012.)

 



Jugend-Workshop im LVR-Landesmuseum in Bonn

Im September soll ein zweitägiger Jugend-Workshop im LVR-Landesmuseum in Bonn anlässlich des Weltkindertages stattfinden.

Thema:
Was habt Ihr mit unserer Welt gemacht?

Jugendliche entwickeln Ideen für eine gesunde Umwelt.
Durchgeführt wird das Projekt von terre des hommes in Kooperation mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundesstadt Bonn.

Wir möchten verschiedene Institutionen, Schulen, Vereine ansprechen, um Jugendliche einzuladen, kostenlos teilzunehmen.

Nach den Sommerferien laufen dann die genaueren Planungen. In Kürze erscheint auch ein offizieller Flyer.

Katharina Otte-Varolgil
(künstlerische Leitung der Workshops)

(Hier veröffentlicht am 25.5.2012)


Bonner Ausblicke: „Eistränen am Baum und Kirschblütenfall“

Bericht von J. Michael Heveling – Fischell

„Eistränen am Baum und Kirschblütenfall“ lautete der Veranstaltungstitel der Bonner Ausblicke im April  im MIGRApolis - Haus der Vielfalt. Die Lyrikerin Heike van den Bergh und die  Musikerin Katy Sedna spannten in ihrer Lesung und Konzert den Bogen von Haikus aus Japan, über Liebesgedichte, bis hin zu indischen, portugiesischen, afrikanischen, japanischen und eigenen, englischen Songs. „Wolken aus Blüten / zartrosa Traum der Kirsche/ so schnell vergangen“. Mit diesem Frühlings-Haiku eröffnete Heike van den Bergh den Reigen der Jahreszeiten. In ihren Haikus, einer aus Japan herrührenden Kurzgedichtform, deutete sie einfühlsam in lyrischen Bildern der Landschaft und Zeitenläufen Gefühle der Sehnsucht, Vergänglichkeit und Liebe an. „Süß duftet das Laub / die Füße wirbeln es auf  / letztes Sommerlicht“ (Herbst- Haiku).

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(Hier veröffentlicht am 24.5.2012)


Beethoven auf Türkisch

Den Mitschnitt von "Beethoven auf Türkisch" können Sie hier abrufen:
<http://www.Mydrive.ch>
Benutzer: Beethoven@NuR_Server
Passwort: Beethoven

Hier den Link zu einem kleinen Interview mit Cem Mansur

https://vimeo.com/41923306

(Hier veröffentlicht am 16.5.2012)


Die Eskalation am 05.05.2012 in Bonn-Lannesdorf.

Hossein Pur Khassalian. Foto © Schmiedel.

Veranstaltung des Hauses der Generationen in der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg am 14.5.2012.

Ein Kurzbericht von Hossein Pur Khassalian

Am 14.5.2012, neun Tage nach den schrecklichen Gewalttaten der  Radikal-Muslime, den sogenannen Salafisten, hat die Organisation „ Haus der Generationen, e.V“ eine zu einer Veranstaltung  eingeladen. Obwohl sie improvisiert war, nahmen zahlreichen Muslime und nichtmuslimische deutsche Freunde daran teil. Ein junger sympathisch aussehender Herr begrüßte die Gäste und schilderte den Grund für die Einladung, nämlich ...mehr

 

(Hier veröffentlicht am 15.05.2012.)

 


„Diversitätspolitik – Strategien für mehr kulturelle Vielfalt in politischen Mitgliederorganisationen“

Fachtagung der Akademie Management und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung, 8. Mai 2012 von 9:30 – 17:00 Uhr in Bonn in der FES.

von Anna Graf und Heike van den Bergh

Zur Fachtagung hatte die Friedrich-Ebert-Stiftung 92 Vertreter aus 53 politischen Organisationen, Vereinen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und Ministerien eingeladen und als Vertreter für MIGRApolis waren Anna Graf und Heike van den Bergh ihr gefolgt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem sehr interessanten Eröffnungsvortrag  „Interkulturelle Öffnung als Herausforderung für die Organisationsentwicklung“ von Dr. Hubertus Schröer (Institut für Interkulturelle Qualitätsentwicklung München IQM).

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(Hier veröffentlicht am 14.5.2012)


Ältere Beiträge

Altere Beiträge seit 2008 finden Sie in den Rubriken.

(16.2.2012) 


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