"Never ever give up your dreams!"
Das 7. FolkUp Benfizfolkfestival am 20. und 21.3.2010 im Felix Fechenbach Haus in Würzburg-Grombühl
Würzburgs Irish-Folk-Mittelalter-Dixie-Land- und-Country-Festival.
Festivalrezension von Michael A. Schmiedel
Musik für einen guten Zweck, das passt wie das Amen in die Kirche, denn schon das Hören schöner Musik erfüllt den guten Zweck, dass es das Wohlbefinden steigert. Selbstverständlich war das hier nicht allein gemeint, wenn auch natürlich der Fall, sondern gemeint war, dass die Musiker ohne Gage spielten und die Einnahmen durch die Eintrittsgelder gespendet wurden, in diesem Fall der Karlheinz Böhm Stiftung Menschen für Menschen, die wiederum das Geld oder nützliche Dinge, die man davon kaufen kann, Flüchtlingen in Äthiopien zukommen lässt. Hauptorganisatorin dieses Festivals ist die Altenpflegerin und Musikerin Simone Papke, die es immer wieder versteht, Benefizfestivals auf die Beine zu stellen, nicht nur jedes Jahr das FolkUp in Würzburg, sondern zum Beispiel auch bei der Grimmaer Liederflut das Kinderprogramm organisieren.
Der Veranstaltungsort, das Haus Fechenbach, ist ein Stadtteilzentrum in Würzburg-Grombühl und verfügt über eine gemütlich kleine Halle, in der ein paar Hundert Leute bequem mit Stühlen und Tischen Platz finden. Es gab Getränke, Brötchen, Kuchen, sogar einen Whisky-Stand, und alle Erlöse gingen an Menschen für Menschen. Bürgermeisterin Marion Schäfer begrüßte das Publikum und überließ sodann die Musikerinnen und Musikern die Bühne.
Die erste Band nannte sich Hillarious. Sie bestand aus sieben sehr jungen Musikerinnen und Musikern aus Würzburg, wahrscheinlich alle noch Schüler(innen), die auf E-Bass (Marian "Ohneschuh"), Akkordeon (David Riegel), Blockflöte/Tin Whistle/Gesang (Elisabeth Zlotos), Schlagzeug (Torben Herzog), Gitarre/Gesang/Bodhrán (Patrick Kießler), Geige (Deborah Henzel) und Mandoline/Gitarre/Gesang (Christopher Putz) eine rockige Irish & Scottish Folk Musik zum Besten gaben. Sie spielten sehr deftig, etwas wie die Bushwackers Band aus Australien oder Toss the Feathers aus England, teils aber auch noch schwerer mit etwas Gothic-Charakter. Dabei war auch die Uraufführung eines selbstgeschriebenen Liedes, dessen Titel ich in meinen Notizen leider nicht lesen kann. Die Band ist noch nicht so lange auf der Bühne, so dass es noch ein bisschen holperte und die Anstrengung herauszuhören war. Aber da wird noch was draus, wenn sie so weitermachen!
Während der Umbaupause gab es draußen im Hof eine Schaukampfdarbietung des Würzburger Greifenpack, und zwar ein Gefecht zwischen rauflustigen Rittern oder Söldnern mit Schwertern um eine schöne Frau. Einige der Darsteller sahen aus, wie frisch aus „Der Herr der Ringe“ in unsere Welt geschlüpft. Und während sich die Bewaffneten prügelten, entführte ein dritter die Maid und winkte hämisch zurück.
Das Dennis Schütze Trio, ebenfalls aus Würzburg, folgte sodann auf der Bühne. Mit E-Kontrabass (Tommi Tucker), Gitarre/Gesang (Dennis Schütze) und E-Gitarre (Jochen Volpert) spielten die drei eine am ehesten dem Country Rock oder dem American Folk zuzuordnende Musik. Sie nannten das Neo Folk Revival der 1980er mit Rod Steward und Elton John als Vorbildszene, mich erinnerte es aber auch sehr stark an Lynyrd Skynyrd. Die E-Gitarre klang manchmal wie ein Steel Guitar, die Stimme des Sängers was sehr durchdringend. Das ging richtig ab.
Einen ganz anderen Stil amerikanischer Popularmusik präsentierten die Dixie Heartbreakers, nämlich Dixieland. Wiederum sieben, diesmal aber schon ältere Musiker brachten auf Geige/Gesang (Thomas Scholz), Kontrabass (der Name fehlt mir), Trompete/Gesang (Florian Biber), Saxophon/Gesang (Tobias Kuhn), Gitarre (Andreas Schäfer), Keyboard-Piano (Christoph Wünsch) und Schlagzeug (Christian Klaus) den Saal zum Kochen. „Ain’t she sweet“ war so ein Klassiker, den sie auftischten, der aber so jung klang, als sei seit seiner Entstehung in den 1920ern (?) noch keine Zeit vergangen. Mit „Bei mir bist du schön“ machten sie auch einen Abstecher in den Klezmer, wenn sie das Lied auch nicht auf Jiddisch, sondern auf Deutsch und Englisch sangen. Außer dem vollen Klang der ganzen Band begeisterten mich vor allem die super guten Soloeinlagen der einzelnen Instrumente! Einigen Fans anderer Musikrichtungen gefiel diese Musik aber anscheinend gar nicht, was sie auch zeigten. Folk ist aber nun mal nicht nur ein klar umrissener Musikstil, sondern ein weites Feld.
Heiter bis Folkig dürften den Geschmack der von den Dixie Heartbreakers nicht so Begeisterten wieder mehr getroffen haben. Das Sextett hat seinen Sitz in Eisingen bie Würzburg, aber die Mitglieder waren aus verschiedenen Orten Frankens uns Südhessens angereist und bot auf Blockflöte/Whistles/Gesang (Träller-Ella), Bodhrán/Gesang/Tamburin/Laute/Kazoo(eine Art Tröte) (Gabria), Pauke/Tambura (Albrich der Taktvolle), Gesang/Laute/Basslaute/Cister/Drehleier/Rauschpfeife/ Blockflöten/Whistles/Schlagwerk/Kazoo (Romulus vom Wolfenblut), Bouzouki/Bodhrán/Laute/Gitarre/Kazoo (Fredo Folkin) und Geige/Gesang (Daniel von der Scheune) eine Mischung aus alten deutschen Landsknechtsliedern und irischen Gassenhauern, allesamt zugleich deftig und lustig vorgetragen. Aus „Molly Malone“ machten sie gar eine Possenreißerei, letztlich zum Mitschunkeln für alle. Sehr fröhlich mitreißend war auch das Lied „Die Götter machen Urlaub“, wohl aus der eigenen Feder eines der Bandmitglieder.
Mittlerweile war es draußen dunkel geworden, was das Würzburger Greifenpack für ein Feuerspektakel nutzte: Fackeljonglage, Feuerschlucken, Feuerkreise. Trotz ebenfalls einsetzendem Regen funktionierte das sehr gut und verzauberte wohl alle Anwesenden.
Zum Abschluss des ersten Festivaltages betrat Simone Papke nicht als Moderatorin, sondern als Musikerin die Bühne mit ihrer Band Solid Ground. Ihre wunderbare, hohe Stimme habe ich schon in Rezensionen ihrer CDs erwähnt. Nun sah ich sie auch das Bodhrán und eine Rassel bedienen, und außerdem erklangen E-Bass (Ludwig Emmerling), Geige (Thomas Scholz), Schlagzeug/Cajon (Norbert Papke), Gitarre (Tommi Tucker) und Whistles/Akkordeon/Drehleier/Dudelsack (Christel West). Ein Lied dieser Irish Folk Pop Band hat den selben Titel wie das Festival: „Folk Up“, und weiter „and move your soul“, ein Text, der, wenn ich es richtig verstanden habe, auf den irischen Dicher William Buttler Yeats zurück geht, hier aber in moderne popiger Weise vorgetragen wurde. Mir war leider das Schlagzeug etwas zu laut und wuchtig. Sehr genoss ich Simones Gesang, vor allem bei den langsameren Liedern, und das klezmerähnliche und jazzige Geigenspiel. Die neue CD von Solid Ground liegt momentan noch in meinem Wartestapel, wird aber auch noch auf MIGRApolis besprochen werden. Darauf ist dann jedenfalls auch das mutige "Never ever give up your dreams!" zu hören.
So ging der FolkUp-Samstag zu Ende. Am Sonntag ging es so gegen 15 Uhr weiter, so dass wir vorher noch Zeit für einen Spaziergang zur berocken Residenz, die als eines der wenigen Gebäude der Innenstadt nicht Opfer des Bombardements im Mai 1945 wurde, und für ein deftiges fränkisches Mittagessen in einem der Restaurants der Stadt hatten.
Harlekins Traum heißt die fünfköpfige Band aus Waldbrunn, mit der das Sonntagsprogramm startete. Sie spielten auf Geige/E-Bass (Andreas "Andy" Gumpert), E-Gitarre/A-Gitarre/Gesang/Pfeifen (Thomas "Tranga" Tran-Gia), E-Gitarre/A-Gitarre/Gesang/Tin Whistle/Pfeifen (Moritz "Hasi" Hatzold), Schlagzeug (Thomas "Domas" Straube) und E-Bass/Akkordeon/Gesang/Pfeifen (Stefan "Oefi" Haupt) einen sehr deftigen Deutsch Folk Rock und Mittelalterrock, der hier und da die Grenze zum Hard Rock überschritt. Sehr elektrisch, sehr bassig, teilweise mit einer Stimme wie aus dem Orkus vorgetragen, so dass ich die Texte, obwohl deutsch, kaum verstand, dann aber auch wieder liedermacherähnliche. Si ganz mein Fall war das nicht, aber wie gesagt: Folk ist ein weites Feld.
Green Highland, aus Langgöns in Hessens grünen Hügeln stammend, waren auch zu fünft. Auf Cajon/Bodhrán (Tobias Müller-Brodmann), Gesang (Alexx Treutlein), Gitarre/Gesang/Mundharmonika (Sebastian Barwinek), Geige/Gesang/(Plastik-) Low Whistle (Daniel von Verschuer) und Akkordeon (Eva Borchers) boten klassischen Irish Scottish Folk. Sehr schön sangen sie „Black is the colour“ mit abwechselnd männlichem und weiblichem Gesang. „Get up Jack, Johnny sit down“ brachte das Publikum in Bewegung, aber zwei Jigs auf der Geige klangen mir etwas dumpf, wogegen ich von einem ostmitteleuropäisch angehauchten Geigeninstrumental wieder sehr angetan war.
Den lustigen Namen Folksam trug die folgende Gruppe aus Schweinfurt und Bad Kissingen, wiederum ein Quintett, ausgestattet mit Trommel/Perkussion/Cajon/Becken (Michael Horz), Geige (Verena Stöhlein), Blockflöte/Whistle (Bianca Fay), Gitarre/Gesang (Rainer Wolf) und E-Stand-Bass (Frank Jäkel). Sie sangen und spielten eine Mischung aus irischem, amerikanischem und deutschem Folk. So klang „The story of my life“ wie ein schnelles Coutrylied, „I’m ready for the storm“ war ein Selbstgeschriebenes im irischen Stil, ein anderes war ein romantisches, sehnsuchtsvolles Lied in deutscher Sprache. Die Stimmen der Sängerinnen empfand ich als besonders schön, sie wären auch sehr gut für Countrymusic geeignet. Der irische Gassenhauer „The Star of the County Down“ wurde sehr flott gespielt, aber die Whistle ließ einige Töne aus, ja generell wurde auf Rolls und Überblasen verzichtet. Dann wurde es sogar italienisch mit „La Pulce d’Aqua“, schneller gespielt als von Angelo Branduardi, was mich an die Tübinger Band Tangle Foot erinnerte.
Muss also die Whistlespielerin von Folksam noch kräftig üben, so kam mit den McMontos aus Nürtingen in Schwaben ein Meister dieses Instrumentes auf die Bühne, nämlich Chris. Außer ihm brachte das Quartett Gitarre/E-Bass/Gesang (Gert), Gitarre/Gesang/Bass (Joe) und Geige (Georg) zum Einsatz, und der Whistlespieler sang auch noch. Auch die McMontos haben sich auf irische und schottische Gassenhauer (nebst einem kanadischen Lied) spezialisiert, brachten diese aber sehr überzeugend, filigiran und mitreißend rüber. Whistle und Geige spielten mitunter eine schöne zweite Stimme zur Liedmelodie, so dass selbst so geradezu abgenutzte Lieder wie „The Star of the County Down“, „Home to Derry“ oder „The Foggy Dew“ spannend wirkten. Auch Reels als Zwischenspiele in den Songs lockerten diese zum Beispiel auf und geben ihnen einen Drall mehr. Nur reine Reels wirkten leider eher etwas langweilig. Auch ein Dreimannchorgesang wirkte mitreißend und volltönig. Nun ja, diese Band hat auch schon so an die zehn Jahre Übung und Bühnenerfahrung. Das fällt nicht vom Himmel, sondern muss erarbeitet werden.
Letzteres gilt auch für den Mann, der den krönenden Abschluss des Festivals bildete: Harald Kligge, besser bekannt als Paddy Schmidt. Der Frontmann von Paddy goes to Holyhead ist ja auch ein erstklassiger Alleinunterhalter, ja, als ich ihn vor Jahren erstmals solo erlebte, bemerkte ich erst richtig, wie gut er auf der Gitarre ist, was im voluminösen Bandsound von PgtH eher etwas untergeht. Er war nun nicht ganz alleine dabei, sondern hatte den E-Bassisten Uwe Bender dabei, der ihn aber eher unterstützend begleitete. Paddy war einfach grandios, wie er zum Beispiel Reels auf der Mundharmonika spielte, und sich dabei auf der Gitarre begleitete, oder wie er abwechselnd sang und Mundharmonika spielte, als sei das Umschalten ein Kinderspiel. Bei PdtH-Klassikern wie „All around the World“ und „Far away“ ließ er die Band kaum vermissen, zumal Paddy spontan Bezüge zur Würzburger Region einstreute. Paddy, der durchaus dem schottischen oder irischen Lebenswasser nicht abgeneigt ist, meinte aber: „Wenn wir zu viel Whiskey trinken, singen wie immer irische Kriegslieder“, und verlegte sich dann lieber auf das Antikriegslied „Johnny I hardly knew you“. Dann sang er „The Wild Rover“ als Blues und als Reggae, da ihm die Originalversion mittlerweile zu langweilig ist. Simone Papke unterbreite ihm zum Schluss den Wunsch, im nächsten Jahr mit der ganzen Band zu kommen.
Außer den Musikerinnen und Musikern auf der Bühne möchte ich auch die Tänzerinnen und Tänzer vor der Bühne nicht unerwähnt lassen. Besonders ein paar junge Mädchen tanzten an beiden Tagen sehr ausgiebig in hübschen Kleidern, sich vor allem immer wieder im Kreis drehend, so dass ich an tanzende Elfen dachte. Eines der Mädchen gewann dann auch noch bei einer Tombola ein handgemachtes Mittelalterkleid, in das es, wie man sehen konnte, als es es anprobierte, aber noch hineinwachsen muss.
Somit erfüllte das FolkUp Benefinz Folk Festival auf jeden Fall den guten Zweck, mir gut gefallen zu haben! Darüber hinaus wurden aber auch etwa 3000 Euro für die Äthiopienhilfe von Karl Heinz Böhm eingenommen. Da hört man doch Musik mit noch viel besserem Gewissen! Das 8. FolkUp Festival soll in der Posthalle in Würzburg stattfinden. Wegen spanneder Topacts sind schon Verhandlungen aufgenommen, und es soll jetzt auch schon offiziell sein, das die irisch-neuseeländische Superband Gráda mit von der Partei sein wird.. Lassen wir uns überraschen!
Links:
Folk Up
www.folkup.de
Menschen für Menschen
www.menschenfuermenschen.de
Hillarious
www.myspace.com/hillariousfolk
Würzburger Greifenpack :
www.wuerzburger-greifenpack.de
Dennis Schütze Trio
www.dennisschuetze.de
Dixie Heartbreakers
www.dixieheartbreakers.de
Heiter bis Folkig
www.heiter-bis-folkig.de
Solid Ground
www.solid-ground.de
Harlekins Traum
www.harlekinstraum.de
Green Highland
www.green-highland.de
Folksam
www.folksam.de
McMontos
www.mcmontos.com
Paddy Schmidt
www.paddy.de
Frühere Rezis von mir und Ferdi Laroche:
zu Solid Ground:
CD: Solid Ground. First Flush. In: Folker! 01.05., S. 92.
CD: Solid Ground. Dancing with the daffodils. In: Folker! 05.06, S. 82.
http://www.folker.de/200605/rezi-de.htm#02
CD: Solid Ground. Runnig up to Paradise. In: Folker 04.10, S. [nachsehen]
zu den McMontos:
CD: McMontos. Unreal. In: Folker! 06.05., S. 92.
zu Paddy Schmidt bzw. Paddy goes to Holyhead:
1. Irish Folk Fest im Brückenforum am 12.12.2000 im Brückenforum in Bonn-Beuel
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2000_12_01_folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen_archive.html bzw. http://tinyurl.com/bkaka (Das war meine erste Musikrezension überhaupt.)
CD: Paddy goes to Holyhead. Acoustic Nights. In: Folker! 05.04, S. 79.
online: http://www.folker.de/200405/rezi-d.htm#09
CD: Harald „Paddy“ Schmidt am 25.4.2006 in der Harmonie in Bonn-Endenich (nicht von mir, sondern von Ferdi Laroche)
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/04/konzertrezension-harald-paddy-schmidt.html
CD: Paddy Schmidt. In Good Company (nicht von mir, sondern von Ferdi Laroche)
http://pu.parsimony.net/user290/diverses/paddyrezi.html
und
http://folktreff-bonn-rhein-sieg-rezensionen.blogspot.com/2006/05/cd-rezension-paddy-schmidt-in-good.html
Exkurs: Sonstiges in Würzburg
Wir verbachten noch einen weiteren Tag in der nach der fast totalen Zerstörung 1945 wieder aufgebauten Barockstadt Würzburg, erklommen zum Beispiel die Festung Marienberg, streiften durch die Gassen der nach dem Krieg wieder aufgebauten Altstadt, besuchten das Grab von Walther von der Vogelweide und wohnten einer Aufführung des Würzburger Flamencofestivals bei. Da ich dort nicht als Rezensent, sondern als zahlender Zuhörer war, will ich nur ganz kurz was schreiben: Es ist ein Festival, das an mehreren Orten der Würzburger Region jährlich stattfindet, organisiert von Mercedes Seebald. Wir besuchten ein Konzert davon im Mainfranken Theater mit Jesús Aguilera & Compaña. Sechs Musiker(innen) mit Gesang, Gitarren, Cajon, Klatschen und Tanz führten eine Art Tanztheater auf. Es sollte wohl eine Geschichte darstellen. Jedenfalls war das Gitarrenspiel sehr ekstatisch, der Gesang auch theatralisch, und der Tanz wild und doch sehr diszipliniert. Diese Mischung aus Dramatik, Klage, Wildheit, Stolz war sehr ergreifend. Schade nur, dass die Sitzreihen so eng waren, dass mit nach einiger Zeit die Knie schmerzten!
Und zu Walthers Grab möchte ich auch was schreiben: Harald hatte mir gesagt, da müssten wir unbedingt hingehen. Nachdem eine Besuchergruppe weg war, hatten wir den kreuzgangähnlichen Hof hinter der Neumünsterkirche, das Lusamgärtchen für uns. Der Sarkophag stand passenderweise unter einer Linde, die Grabplatte enthielt Vertiefungen für Wasser und Vogelfutter. Nachdenklichkeit über Musik, Leben, Tod, Vergänglichkeit, Ruhm, Geschichte drängte sich auf. Ob ihm wohl das FolkUp Festival gefallen hätte?
Noch ein paar Links:
Würzburg
www.wuerzburg.de
Würzburger Flamenco Festival
www.wueflamencofestival.com
Würzburger Afrika Festival (auch sehr berühmt)
http://www.africafestival.org/
Walther von der Vogelweide
http://de.wikipedia.org/wiki/Walther_von_der_Vogelweide
http://www.mediaevum.de/autoren/walther_vonder_vogelweide.htm
Bildergalerie (Fotos © Schmiedel)
Hillarious: Marian "Ohneschuh", Elisabeth Zlotos, Patrick Kießler, Deborah Henzel und Christopher Putz.
Simone Papke und Hillarious. Neben Simone steht der Schlagzeuger Torben Herzog, von dem ich leider kein brauchbares Bild bei der Arbeit machen konnte.
Solid Ground: Simone Papke und Thomas Scholz. Na, ist letzterer nicht schon an anderer Stelle aufgetaucht?
Solid Ground: Christel Weiß und Tommi Tucker. Letzterer war doch auch schon in anderer Konstellation zugange.
Harlekins Traum: Andreas "Andy" Gumpert, Thomas "Tranga" Tran-Gia, Moritz "Hasi" Hatzold und Stefan "Oefi" Haupt.
Harlekins Traum: Thomas "Tranga" Tran-Gia, Moritz "Hasi" Hatzold und Stefan "Oefi" Haupt mit Harlekinshüten.
Harlekins Traum: Thomas "Tranga" Tran-Gia, Moritz "Hasi" Hatzold und Stefan "Oefi" Haupt mit Harlekinshüten.
Green Highland: Fredo Folin, ähm, Sebastian Barwinek, Daniel von der Scheune, ähm, von Verschuer (irgendwie kamen mir die Gesichter doch bekannt vor) und Eva Borchert.
Green Highland: Tobias Müller-Brodmann, Alexx Treutlein, Sebastian Barwinek und Daniel von Verschuer.
(Hier sukzessive veröffentlicht am 14./15./19./21./26./29.7./2.8.2010.)

