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Wer nicht wagt, die Zukunft herauszufordern, wird sie nicht erleben.
Who doesn´t dare to challenge the future, will not live to see it.
Geleceğe meydan okumayanlar, onu yaşıyamazlar.

(Hıdır Eren Çelik)


 

Gedanke

von Hıdır Eren Çelik

Eure Geschichte
ist unsere geworden,

unsere wird
Eure werden.

Nun werden wir gemeinsam
die Zukunft schreiben.


 

DIE ALLERNEUESTEN BEITRÄGE

in der deutschsprachigen Rubrik finden sie auf dieser Seite.

Viele ältere Beiträge finden Sie in den einzelnen Rubriken über die Themenspalte links.

Eine poetische Brücke von der Antike bis heute

Kurzbericht von Bartosz Bzowski

Am 20. September 2016 fand in der Bonner Kreuzkirche im Rahmen der Interkulturellen Woche eine szenische Lesung statt. Sie wurde veranstaltet vom Arbeitskreis Menschen ohne Papiere, der Flüchtlingshilfe Bonn e.V., der EMFA / Integrationsagentur sowie der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde.

Die Schauspielerin und Regisseurin Maren Pfeiffer trug Auszüge aus der über 2000 Jahre alten Tragödie „Die Schutzsuchenden“ von Aischylos sowie Werke von Bertolt Brecht und Hıdır Eren Çelik  vor. Sie baute somit eine literarische Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Die Texte handeln von Frauen, die sich auf der Flucht vor Krieg und Gewalt befinden. Leider hat das Thema nichts an seiner Aktualität verloren. Als besonderes Leckerbissen trug Hıdır Eren Çelik als Überraschungsgast zusammen mit Maren Pfeiffer „Ich lass´ mein Herz zu einem Meer verwandeln“, sein neuestes Gedicht, vor.
Musikalisch gestaltet wurde der Abend durch Gesänge von Maryam Akhondy, die Leiterin des persischen Frauenzentrums Banu, die durch Esmira Arjang am Klavier begleitet wurde.

Die zahlreichen Besucher der Veranstaltung erlebten einen schönen sowie gleichzeitig bewegenden Abend und zeigten sich tief beeindruckt.

(Hier veröffentlicht am 23.9.2016)


 

„Mein Gott ist schwarz“

Der Gedichtband „Mein Gott ist schwarz“ von Hıdır Eren Çelik ist nun auch in englischer Sprache erschienen:

My God is black, poems, ISBN: 978-3-945177-15-0
Free Pen Verlag, Bonn 2016

Hier eine Kostprobe:

My God is Black

I like sleeping
and dreaming
I dream so often that I can write stories about it
I dream deep in the night
so deep,
that I can drink my dreams with delight
like a black tea
sweetened with lots of sugar

...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.9.2016)


 

German Diasporic Experiences. Identity, Migration and Loss

Rezension von Giorgia Sogos

Die Diaspora des deutschsprachigen Volkes hat sich im Lauf der Jahrhunderte in einem riesigen geographischen Raum entfaltet, das nicht nur Europa, sondern auch die anderen Kontinenten betroffen hat.

Mit der deutschen Minderheit in der Welt und den verschiedenen Aspekten dieser Migration hat sich die internationale Tagung unter dem Titel „Diaporas Experiences: German Immigrants and Their Discendants“ befasst, die vom 24. bis zum 27. August 2006 an der Universität von Waterloo (Kanada) stattfand.

Vom „Waterloo Centre for German Studies“ organisiert, hat die Konferenz mehr als 200 Teilnehmer gelockt. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.9.2016)


 

Solidarität mit Aslı Erdoğan!

Der Kölner Schriftsteller Günter Wallraff und das KulturForum TürkeiDeutschland fordern gemeinsam mit zahlreichen Verbänden und internationalen Autorinnen und Autoren die Freilassung der in der Türkei verhafteten Schriftstellerin und Menschenrechtlerin Aslı Erdoğan.  

Eine MAHNWACHE für die Autorin wird seit dem 22. August vor dem Frauengefängnis in Bakırköy (Istanbul) abgehalten. Das KulturForum TürkeiDeutschland solidarisiert sich mit diesen Initiativen und ist vor Ort vertreten.

http://www.das-kulturforum.de/fileadmin/kulturforum_upload/pdf/PM_Asli_Erdogan_Verhaftung_2016/PM_AsliErdogan_August2016.pdf

Auch wir vom MIGRApolis-Haus solidarisieren uns mit der inhaftierten Schriftstellerin und fordern ihre sofortige Freilassung! 

(Hier veröffentlicht am 25.8.2016)


 

TeilnehmerInnen des Konversations-Cafés am Alten Zoll

Am 22.8. gingen die Besucherinnen und Besucher des Konversations-Cafés zusammen zum Alten Zoll, um dort zu picknicken. Der Wunsch war bei den Gästen schon vor einiger Zeit entstanden, und die Unternehmung bildete den Abschluss der Sommerferien. Wegen der Ferien waren auch mehr Kinder da als sonst; sie spielten vor allem mit Seilchen und Ball, während die Erwachsenen sich unterhielten und die vielen z.T. selbst zubereiteten Speisen und Süßigkeiten verzehrten. Lieder mit der Zaz, Gesang und Tanz dazu zeigten die entspannte Stimmung der Aktion.

(Hier veröffentlicht am 25.8.2016)


 

Oma, wie kann ein Mensch ein Engel sein?

Eine hoffnungsvolle Geschichte von Hıdır Eren Çelik

Im Free Pen Verlag ist ein neues Kinderbuch von Hıdır Eren Çelik erschienen, zweisprachig auf Deutsch und Türkisch. Hier ein Auszug:

"Als ich noch ein kleines Kind war, erzählte meine Oma uns Kindern Geschichten und Märchen aus fernen Ländern, die uns unbekannt waren. Es waren Länder, die nur in Geschichten und Märchen existierten.

Sie begann jedes Mal: "Es war einmal ein Land«, und an einem dieser Abende ging die Geschichte so weiter: »in dem die guten und bösen Menschen
lebten. Die Guten wollten ihr Glück mit den anderen teilen, um gemeinsam glücklich zu werden. Die Bösen wollten die anderen unterdrücken, damit sie sich selbst glücklich fühlten. ..." "

1. Auflage 2016
ISBN 978-3-945177-33-4

Das Buch kann beim Free Pen Verlag bestellt werden:
info[at]freepenverlag.de

(Hier veröffentlicht am 24.8.2016)


 

 

70 Jahre NRW - Wir feiern mit!

Gedanken von Hıdır Eren Çelik

Wir, die Kinder und Enkelkinder von Zuwandererinnen und Zuwanderer der 50er, 60er und 70er Jahre, feiern die Geburtsstunde unseres Landes in der Nachkriegszeit, am 23. August 1946, mit. Unsere Eltern und Großeltern haben ein durch Krieg zerstörtes, verwüstetes Land – unser Land – mit aufgebaut.

Auch wir, die Kinder und Enkelkinder der Migrantinnen und Migranten, sind verpflichtet, wie Millionen von Bürgerinnen und Bürger des Landes NRW, uns für eine gemeinsame Zukunft und für ein friedliches Zusammenleben in unserem Land einzusetzen. Heute leben im Rheinland und in Westfalen mehr als 2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund und Migrationsgeschichte. Es gibt kaum einen Ort, der nicht durch die Vielfalt der Kulturen geprägt ist.

Nordrhein-Westfalen war und ist nicht nur für Arbeitsmigrantinnen und Migranten ein Zuhause geworden.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 24.8.2016)


 

Programm der Interkulturellen Woche 2016 steht fest!

16. September – 2. Oktober 2016

„Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“

Mit diesem Motto tritt die IKW auch im Jahr 2016 ein für eine offene Gesellschaft, deren Vielfalt ihre Stärke ist, in der Konflikte konstruktiv gelöst werden. Die IKW bezieht Position gegen Rassismus und Rechtsextremismus in der Gesellschaft.

Die Interkulturelle Woche gibt es seit 41 Jahren, und sie wurde bundesweit unter verschiedenen Namen und mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen durchgeführt. Sie hat sich immer an der Vielfalt in der Gesellschaft orientiert. Durch sie wurden immer die Probleme der Gesellschaft offen aufgegriffen und diskutiert. Ziel war und ist es, gelebte Vielfalt der Einfalt entgegenzusetzen sowie den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern und zu stärken.

Seit über 26 Jahren wird die Interkulturelle Woche auch in Bonn über zwei Wochen lang mit unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Schwerpunkten durchgeführt.

Herzliche Einladung zur Teilnahme an den Veranstaltungen der diesjährigen Interkulturellen Woche!

...mehr

Programm als pdf

Plakat als pdf

(Hier veröffentlicht am 25.7.2016)


 

Studium nach der Flucht

Fotos: Hıdır Çelik

Die Dersimstiftung für Akademischen Austausch in Europa organisierte in Kooperation mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. eine Informationsveranstaltung zum Thema „Studium nach der Flucht“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Flucht und Bildung“.

Gastrednerin der Veranstaltung war Frau Dipl. pol. Cornelia C. Kliment von der Deutschen Universitätsstiftung Bonn.

Die Informationsveranstaltung fand am 23.06.2016 um 19.00 Uhr im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn statt. Dazu wurden Akademiker_innen bzw. Studierende, die vor Krieg oder politischer Verfolgung nach Deutschland geflohen sind, eingeladen. Mit über 30 Besucher_innen fand die Veranstaltung regen Zuspruch unter den Flüchtlingen.

In der Veranstaltung wurden die Fragen über Studien- und Forschungsmöglichkeiten sowie Deutsch-Intensivkurse beantwortet. Vor allem fragten die jungen Geflüchteten nach Deutschkursen und Studienmöglichkeiten. Durch die Veranstaltung konnte man feststellen, dass es ein großes Potenzial unter den Geflüchteten gibt, das allerdings bisher unentdeckt bleibt.  

Durch die Diskussion hat es sich auch herausgestellt, dass vielen Geflüchteten Informationen fehlen, was die deutschen universitären Strukturen und ihre Voraussetzungen anbelangt.  Deswegen wurde öfter der Wunsch geäußert, dass solche Informationsveranstaltungen öfter angeboten werden sollen.

Die Dersimstiftung plant, solche Informationsveranstaltungen auch in der Zukunft anzubieten.

Türkçe

(Hier veröffentlicht am 25.7.2016)


 

Mit den Worten

von Hıdır Eren Çelik

Mit den Worten, mit denen wir Bücher schreiben, werden wir Hass und Gewalt besiegen.
Mit den Worten, mit denen wir Geschichten erzählen, werden wir die Welt der Anderen kennenlernen.
Mit den Worten, mit denen wir singen, werden wir das Lied der Brüderlichkeit anstimmen.
Mit den Worten, mit denen wir reden, werden wir Frieden stiften.
Mit den Worten, mit denen wir handeln, werden wir Brücken bauen.
Mit den Worten, mit denen wir uns grüßen, werden wir uns näher kommen.
Mit den Worten, mit denen wir das Leben lernen, werden wir uns für  Gerechtigkeit einsetzen.
Mit den Worten, mit denen wir die Liebe aussprechen, werden wir Freiheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit säen.

Anlässlich des Terroranschlages von Nizza, bei dem am 14. Juli 2016 84 Menschen getötet wurden

(Hier veröffentlicht am 18.7.2016)


 

Aufruf an die Jugend

von Hıdır Eren Çelik

Lass Dich nicht im Sumpf des Hasses ertränken.
Lass Dich nicht in der Sintflut der Gewalt schwimmen.
Lass Dich nicht zum Gefangenen der Ideologen machen,
die mit heiligen Worten Dir das Paradies versprechen.
Lass Dich nicht als ein Instrument der Macht missbrauchen.
Was Du auch suchst, such es in Dir, denn Du bist der Mensch.
Nur Du bist das heiligste Wesen dieser Welt,
die Zukunft gehört Dir, bau sie auf mit der Vielfalt dieser Erde.

(Hier veröffentlicht am 18.7.2016)


 

 

 

„Flucht und Behinderung“ - Eine aktuelle Fachtagung zu einem wichtigen Thema

Bericht von J. Michael Fischell (Dipl.Soz.Wiss.)

Ein voll besetztes Auditorium konnten der Vorsitzende des BIM e.V., Dr. Hidir Celik, und der Geschäftsführende Vorsitzende der Behindertengemeinschaft Bonn e. V., Hans–Hermann R. Heyland, im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn am Freitag, dem 17. Juni 2016 begrüßen. Anlass war die Fachtagung „Flucht und Behinderung – Situation und  Handlungsmöglichkeiten“. Zahlreiche Fachkräfte aus den Arbeitsbereichen der Migrations-, Entwicklungs- Gesundheits- und Sozialarbeit aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, aber auch Berlin, München und Frankfurt, hatten sich eingefunden, um in einem interdisziplinären Austausch über Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation von (syrischen) Geflüchteten mit Behinderungen zu beraten.

Veranstalter der Fachtagung waren das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. in Kooperation mit der Behindertengemeinschaft Bonn BG-Bonn e. V,  YASA zur Förderung der Integration, Bildung und Kultur e.V. und der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn /Integrationsagentur (EMFA).

...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.7.2016)


 

Freizeitprogramm Sommer 2016 der save me–Kampagne Bonn

Auch im Sommer 2016 lädt die Bonner save me–Kampagne alle hier lebenden Flüchtlinge ein, mit uns aktiv zu werden.

Darüber hinaus sind alle herzlich willkommen, die an unserer Arbeit und einer Begegnung mit Menschen aus aller Welt interessiert sind.

Das Programm zum Download

Ermöglicht wurde dieses Programm nicht zuletzt durch unsere vielen Kooperationspartner sowie das Bonner Spendenparlament, das für die Sachmittel aufkam. 
Allen ein herzliches Dankeschön!

(Hier veröffentlicht am 13.7.2016)


 

Europa im Spiegel von Migration und Exil

Eine frische Rezension von Prof. Dr. Verena Dolle über den Sammelband "Europa im Spiegel von Migration und Exil: Projektionen – Imaginationen – Hybride Identitäten / Europa no contexto de migração e exílio: Projecções – Imaginações – Identidades híbridas", mit dem sie die Beiträge des 10. Lusitanistentages in Hamburg 2013 über das Thema Migration und Exil im portugiesischen Raum erläutert.
 
http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/178/540

(Giorgia Sogos)

(Hier veröffentlicht am 7.7.2016)


 

Schleppen, schleusen, helfen

Eine schöne Rezension über den Sammelband „Schleppen, schleusen, helfen. Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung“

„Ist jeder Schlepper kriminell? Was ist Fluchthilfe genau? Und wo liegt die Grenze zum Menschenhandel? Inwiefern unterscheiden sich Fluchtbewegungen – damals und heute? Was können wir aus der Vergangenheit lernen und vor welchen Herausforderungen stehen wir in Zukunft? Diese und viele andere Fragen werden im Sammelband gestellt und auf vielfältige Weise beantwortet.

Es ist ein umfassendes und ausführliches Buch, 568 Seiten dick. Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen, wie Zeitgeschichte, Politikwissenschaft, Soziologie, Migrationsforschung, Völkerrecht und Journalismus, beleuchten in 36 Artikeln das Thema in seinen historischen und gegenwärtigen Ausprägungen“. (Uli Jürgens)

Um den Beitrag auch nachzuhören, siehe Link:
http://oe1.orf.at/programm/440065

(Giorgia Sogos)

(Hier veröffentlicht am 5.7.2016)


 

Tolga hat´s nicht leicht

Die Freundschaft zwischen einem deutschen Mädchen und einem türkischen Jungen

Rezension von Ines Hocke

Während uns Marion Röttgen mit ihrem Buch „Tolga hat´s nicht leicht“ in die Welt der Neugierde und Offenheit von Kindern eintauchen lässt, behandelt sie auf eine liebevolle Art und Weise eines der aktuellsten Themen, wie die Integration von Kindern aus Migrantenfamilien.  

Eingeführt in diese Welt wird der Leser durch das selbstbewusste, wissbegierige und manchmal auch durchaus vorlaute Mädchen Patrizia. Sie nimmt uns mit in ihren Alltag, lässt uns teilhaben an den vielen Fragen, die ihr durch den Kopf schießen, die Antworten, die sie darauf findet oder aber jene, die ihr plötzlich nicht mehr als wichtig erscheinen. Was Patrizia zurzeit allerdings besonders beschäftigt, ist Tolga, der neue Junge in ihrer Klasse. Denn anders als Patrizia, die ebenfalls ihren ersten Tag in dieser Schule hat, wird Tolga der Einstieg in die Klasse nicht gerade leichtgemacht. Tolga ist der Sohn türkischer Eltern, scheint noch nicht lange in Deutschland zu wohnen, und seine geringen Deutschkenntnisse reichen nicht aus, um sich gegenüber seinen Mitschülern verteidigen zu können.

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(Hier veröffentlicht am 29.6.2016)


 

Bundesverdienstkreuz für Hidir Celik

Foto: Land NRW / M. Hermenau

Wir freuen uns sehr, dass Dr. Hidir Celik, Vorsitzender des BIM e.V. und Leiter der EMFA / Integrationsagentur, am 22. Juni 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden ist. Es ist eine verdiente Anerkennung für sein vorbildliches Engagement für Interkulturalität, Offenheit, Toleranz und ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft.

In einer Feierstunde in Düsseldorf sprach die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft in ihrer Laudatio folgende Worte:

"„Wenn Fremde zu Freunden werden“ könnte der Titel eines noch zu schreibenden Romans von Hidir Celik heißen.

Der Lebensweg von Hidir Ҫelik ist eindrucksvoll: 1978 nach dem Abitur, das er noch in der Türkei abgelegt hat, folgt er seinen Eltern nach Deutschland. Hier arbeitet er für einige Jahre in einer Bonner Metallfabrik, bevor er dann 1985 Politikwissenschaften, Soziologie und Germanistik studiert. Schon im Rahmen seines Studiums widmet er sich schriftstellerisch der Begegnung unterschiedlicher Kulturen. Sowohl Lyrikbände als auch Sachtexte zu Migrations- und Integrationsfragen sind Gegenstand seiner Veröffentlichungen. Hidir Ҫelik, der heute als Lehrbeauftragter an der Universität Köln tätig ist und hauptberuflich die Migrations- und Flüchtlingsarbeit im evangelischen Kirchenkreis Bonn leitet, bewegt sich zwischen islamischer und christlicher Religion und wirbt früh für eine weitsichtige Integrations- und Migrationspolitik.
 
...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.6.2016)


 

Netzwerk Buddhismus in Bonn gegründet

Foto: Felicia Lang

Am 9. April 2016 trafen sich, eingeladen von Frau Dr. Barbelies Wiegmann, Vertreter*innen von zwölf in Bonn ansässigen buddhistischen Gemeinschaften im MIGRApolis-Haus der Vielfalt und verabredeten ...mehr

 

 

 

 

 

 

(Hier veröffentlicht am 19.06.2016.)


 

Stellungnahme des KulturForum TürkeiDeutschland

... zu den Angriffen gegen türkeistämmige deutsche Abgeordnete nach der Armenien-Resolution im Deutschen Bundestag am 2. Juni 2016

Am 2. Juni 2016 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine Resolution, in der das Massaker, das 1915 im Osmanischen Reich an den Armeniern verübt worden war, eindeutig als Völkermord eingestuft wurde. Dagegen protesierten Vertreter der türkischen Regierung stark, und auch einige Verbände der Türken in Deutschland kritisierten den Bundestag. Es kam auch zu übelsten Beleidigungen und Drohungen vor allem gegen türkischstämmige Bundestagsabgeordnete.

Aus diesem Anlass gab das KulturForum TürkeiDeutschland eine Pressemitteilung heraus, die wir im Wortlaut abdrucken:

"Juni 2016 | Das KulturForum TürkeiDeutschland verurteilt aufs Schärfste die massiven Angriffe gegen türkeistämmige deutsche Abgeordnete, die am 2. Juni 2016 im deutschen Bundestag mutig und autark für die sogenannte Armenien-Resolution gestimmt haben.

Der gemeinsam von Union, SPD und Grünen eingebrachte Antrag erkennt den Massenmord an bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Osmanischen Reich 1915 als Völkermord an und wurde mit einer breiten Mehrheit (mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung) angenommen. Seitdem erhalten mehrere Abgeordnete mit familiären Wurzeln in der Türkei deutliche Drohungen bis hin zu Morddrohungen.

Bundestagspräsident Lammert hatte zum Auftakt der Debatte zu einer sachlichen, zukunftsorientierten Auseinandersetzung aufgerufen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.6.2016)


 

Muscheln

Bild: Tobi 87 / Wikimedia Commons

von Heike van den Bergh

Erinnerungen
sind Muscheln auf dem Grund
der Seen unserer Seelen
im Dunkeln
leuchten sie am hellsten

(Hier veröffentlicht am 6.6.2016)


 

Quo vadis? Kinder- und Jugendliteratur in der Verantwortung

Podium
Autor Alp Gürhan Yalciner am Free-Pen-Stand

Podiumsdiskussion auf der 16. Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken

Am 21. Mai 2016 diskutierten im Rahmen der Saarbrücker Buchmesse Autoren, Verleger und Literaturexperten aus verschiedenen Ländern über die Rolle der Kinder- und Jugendliteratur. Insbesondere wurde die Wirkung von mehrsprachigen Büchern auf die Erziehung thematisiert. Ebenso wurde ins Gespräch gebracht, wie mehrsprachige Literatur zur Integration der Flüchtlingskinder beitragen könnte.

Alle Teilnehmer am Podium waren sich einig, dass durch altersgerechte Bücher die Kinder und Jugendlichen gefördert werden, um von klein an ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft aufzubauen. Trotz der knappen Zeit konnten viele Fragen der Besucher beantwortet werden. Das Thema soll weiterhin diskutiert und vertieft werden.

An dem Gespräch nahmen teil: 

  • Dr. Uliana Baran, Präsidentin des Forschungszentrums für Kinder- und Jugendliteratur der Ukraine
  • Dr. Hıdır Eren Çelik, Leiter des Free Pen Verlags Bonn
  • Dr.h.c. Doris Pack, Mitglied des Europäischen Parlaments 1989-2014
  • Michaela Maria Müller, Kinderbuchautorin und -kritikerin

Moderiert wurde die Diskussion von Nicolas Ehler, dem Leiter des Goethe Instituts Nancy.

(Hier veröffentlicht am 23.5.2016)


 

 

10. Bonner Theaternacht

Foto: Felicia Lang

Bericht von Felicia Lang

Auch dieses Jahr hieß es wieder: Bühne frei! für die alljährliche Theaternacht in Bonn. Zum 10. Jubiläum der Bonner Theaternacht öffneten zahlreiche Bonner Spielstätten abermals von 19.30 Uhr bis 0.30 Uhr Tor und Tür für die unterschiedlichsten Programme und boten somit eine besondere Gelegenheit, die vielfältige und besondere Theaterlandschaft Bonns näher kennenzulernen.

In diesem Jahr konnte das MIGRApolis-Haus der Vielfalt zum ersten Mal ebenfalls als Gastgeber für Theaterfreunde dienen. Zu diesem Zwecke spielten die Improvisationstheatergruppen „Mission Improssible“ und „Improment“ aus Bonn. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.5.2016)


 

INTERKULTURELLE GRUNDQUALIFIZIERUNG

Fortbildung für Fachkräfte in der Jugendarbeit

Die gestiegenen Geflüchtetenzahlen in Deutschland spiegeln sich auch in den Jugendeinrichtungen wieder. So stellt die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine zunehmende Herausforderung  der Fachkräfte dar.

Die „Interkulturelle Grundqualifizierung“ vermittelt  in sechs Modulen Basiskenntnisse, um auf interkulturelle Aspekte und unterschiedliche kulturelle
Muster sensibel reagieren zu können, erfolgreich zu kommunizieren und mit Konflikten produktiv umzugehen.

Zentrale Begriffe wie Kultur und Werte werden ebenso thematisiert wie die Fragen des interreligösen Dialogs und des christlichen Profils in  der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Einwanderungsgesellschaft.

Die Fortbildung ist praxisnah; Phasen selbstständigen Reflektierens wechseln sich mit Gruppenübungen und Hintergrundinformationen ab.

Die methodische Ausgestaltung erfolgt so, dass ausreichend Raum für den Austausch und die konkreten Fragen der hauptamtlich Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Die Fortbildung umfasst zwei zweitägige und vier eintägige Module, die über ein halbes Jahr verteilt stattfinden.

Termine:
Modul 1: 15.06.2016
Modul 2: 29./30.06.2016
Modul 3: 14.09.2016
Modul 4: 02.11.2016
Modul 5: 07.12.2016
Modul 6: 18.01.2017 und 22.02.2017

pdf-Flyer mit Inhalten und Anmeldeformular

(Hier veröffentlicht am 11.5.2016)


 

Stellenangebot: Integrationsberater/in

Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V. ist eine gemeinnützige, unabhängige Organisation, die anlässlich des Krieges in Afghanistan 1981 gegründet wurde und mittlerweile weltweit tätig ist.

Help sorgt für schnelle Hilfe bei Katastrophen und nachhaltigen Wiederaufbau für und mit Menschen in Not, vor allem in Afrika, Asien, Europa und in Deutschland.

Help ist mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichnet und Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft.

Für unsere Geschäftsstelle in Bonn suchen wir ab 1. Juni 2016 oder später zwei
Integrationsberater/innen zur Koordination der Flüchtlingshilfe im Bereich berufliche Integration (in Vollzeit/39 Std. oder Teilzeit)

...mehr

(Hier veröffentlicht am 4.5.2016)


 

Herzliche Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2016

16. September – 3. Oktober 2016
„Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“

Mit diesem Motto tritt die IKW auch im Jahr 2016 ein für eine offene Gesellschaft, deren Vielfalt ihre Stärke ist, in der Konflikte konstruktiv gelöst werden. Die IKW bezieht Position gegen Rassismus und Rechtsextremismus in der Gesellschaft.

Die Interkulturelle Woche gibt es seit 41 Jahren, und sie wurde bundesweit unter verschiedenen Namen und mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen durchgeführt. Sie hat sich immer an der Vielfalt in der Gesellschaft orientiert. Durch sie wurden immer die Probleme der Gesellschaft offen aufgegriffen und diskutiert. Ziel war und ist es, gelebte Vielfalt der Einfalt entgegenzusetzen sowie den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern und zu stärken.

Seit über 26 Jahren wird die Interkulturelle Woche auch in Bonn über zwei Wochen lang mit unterscheidlichen gesellschaftspolitischen Schwerpunkten durchgeführt.

...mehr

Einladung als pdf

Rückantwort als pdf

(Hier veröffentlicht am 29.4.2016)


 

25. April: Tag der Befreiung Italiens

von Giorgia Sogos

Auch dieses Jahr wird am 25. April in Italien der Jahrestag der Befreiung gefeiert. „Festa della Repubblica“ genannt, hat dieser Nationalfeiertag eine wichtige Bedeutung in der italienischen Geschichte. Damit wird tatsächlich die Befreiung Italiens vom Faschismus sowie von der Besetzung durch die Nationalsozialisten gefeiert.

Die faschistische und nationalsozialistische Besetzung endete aber nicht am 25. April 1945. An diesem Tag floh der italienische Diktator Benito Mussolini zusammen mit seinen Verbündeten aus der Republik von Salo (1943-1945), dem faschistischen Satellitenstaat in Norditalien. Zuvor rebellierte das Komitee der nationalen Befreiung (Comitato di Liberazione Nazionale) mit Unterstützung der Partisanen in den Großstädten Mailand und Turin und bereitete die Befreiung der italienischen Städte vor. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.4.2016)


 

Mein Herz ist ein Regenbogen

Gedicht von Hıdır Eren Çelik

Mein Herz ist grün – die Farbe der Natur, ich begrüne die Bäume,
der Frühling steht vor der Tür. 

Mein Herz ist rot  –  die Farbe des Blutes in meinen Adern, ein Fluss des Lebens in mir.

Mein Herz ist blau – die Farbe der Ozeane, ein blauer Planet ist unsere Erde.

Mein Herz ist gelb – die Farbe der leuchtenden Sterne, der Perlen unseres Universums.

Mein Herz ist weiß – die Farbe des Schnees, umhüllt die Bräute in deren Träume,
Kinder haben Freude auf Schlitten,
warten ungeduldig auf den Winter.

Mein Herz ist schwarz – die Farbe der Trauer, der Tod begleitet uns im Leben,
jeder von uns wird die ewige Reise angehen,
wenn die Zeit kommt.

Mein Herz ist die Sonne – die Farbe des Lebens, ohne sie werden wir untergehen,
das Ende unseres Universums, was wir doch nicht wollen!

Mein Herz ist ein Regenbogen – die Farbe eines Blumenstraußes,
ein Geschenk an unsere Erde.

(Hier veröffentlicht am 26.4.2016)


 

Es war nicht nur Kochen

Die Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn.
Publikum. Fotos: Celik

KulturCafé im MIGRApolis-Haus am 24. April 2016

Im Rahmen des KulturCafés wurde das Kochbuch "Meine schnelle türkische Küche" von Şüle Yalciner vorgestellt. Zu Beginn begrüßte Hidir Celik die Anwessenden und stellte das MIGRApolis-Haus vor. Frau Yalciner betonte in ihrer Rede, dasss jeder kochen kann, der es will, und dass "einfach zu kochen" am meisten Spaß macht. Die Männer sollen kochen lernen; ihr Buch bietet dafür die Grundlage.

Die gut besuchte Veranstaltung ermöglichte den Gästen, über das Kochen miteinander ins Gespräch zu kommen. Es war nicht nur ein Kochbuch, das vorgestellt wurde; zugleich wurde die Situation der Flüchtlinge thematisiert.

Die Veranstaltung zeigte, dass solche Begegnungen den Dialog fördern und Besuchern die Möglichkeiten einräumen, das MIGRApolis-Haus und seine Aktivitäten kennenzulernen.

Das KulturCafé verlief in einer so schönen entspannten Atmosphäre, dass die Besucher sogar über das verabredete Ende der Veranstaltung um 14 Uhr hinaus bleiben wollten.

Das Buch "Meine schnelle türkische Küche" von Şüle Yalciner ist im Free Pen Verlag erhältlich; ISBN 978-3-945177-23-5, € 7,90

http://www.freepenverlag.eu/sule-yalciner-meine-schnelle-tuerkische-kueche/

(Hier veröffentlicht am 25.4.2016)


 

16. Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken

Der Free Pen Verlag wird sich auf der 16. Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken (19. bis 22. Mai 2016) am Gemeinschaftsstand mit fünf Büchern präsentieren.

Wir nehmen mit folgenden Autoren teil:

Hidir Eren Celik:
Der Apfelbaum und der kleine Vogel (deutsch / türkisch)
Der Dichter und die Feldblume (deutsch / türkisch / französisch)
Vasillos, der kleine Fischer (deutsch)

J. Michael Fischell: Tarakshaqum und Löwenzahn (deutsch / türkisch)

Alp Gürkan Yalciner: Bob & Dog (Zeichnungen)

Am 21. Mai 2016 wird unser Autor Hidir Eren Celik im Rahmen der Buchmesse an der Podiumsdiskussion

"Quo vadis? Kinder- und Jugendliteratur in der Verantwortung"

teilnehmen.

Mehr Informationen finden Sie unter:
http://www.buchmesse-saarbruecken.eu

(Hier veröffentlicht am 19.4.2016)


 

Ein Deal mit fatalen Folgen

Bericht von J. Michael Fischell

Das Haus Mondial, der Fachdienst für Integration und Migration der Caritas Bonn e.V. in der Fritz-Tillmann-Straße, hatte am Mittwoch, dem 13. April, zu einem brandaktuellen Thema eingeladen: „Flüchtlinge in der Türkei - Der Deal zwischen der EU und der Türkei“. Mitveranstalter waren das Projekt COMED und Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) und die Kooperationspartner EMFA (Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn), YASA-für die Förderung der Kultur e.V. und das Katholische Bildungswerk Bonn.

Hintergrund der gut besuchten Veranstaltung war das umstrittene Abkommen der Europäischen Union mit der Türkei - von vielen deutlich als Deal bezeichnet - und die fatalen Folgen für schutzsuchende Flüchtlinge.

Bereits der eingangs gezeigte Film des Nachrichtenmagazins Monitor und der Impulsvortrag  von Murat Çakır (Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen) zeigte deutlich, unter welchen unwürdigen Bedingungen und ohne Perspektive viele Flüchtlinge in der Türkei leben. Ihre wirtschaftlichen und sozialen Rechte werden eklatant verletzt, und sie sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 18.4.2016)


 

Aufruf

Gedicht von Hıdır Eren Çelik

Grenzen-Los...
fliegen die Vögel in den Himmel hinein. 

Nur trennen die Grenzen die Menschen, sperren sie ein  

Lass die Grenzen… los!
Zerreiß die Stacheldrähte, die die Menschen spalten!
Die Erde gehört uns allen, teile sie unter das Sonnenlicht!

Löse die Finsternis auf, öffne dein Herz,
lass in dir Liebesknospen aufkeimen,
die in der Dunkelheit erblühen

Die Mauern, die uns einsperren, werden durch unsere Liebe fallen,
wenn wir uns als Menschen begegnen, werden wir eine gemeinsame Sprache finden,

dann werden wir als Menschen vereint sein -  wird die Erde für uns alle ein Zuhause.

(Hier veröffentlicht am 12.4.2016)


 

Şahmeran

Bild: MikaelF / Wikipedia

Das Märchen von ŞAHMERAN wird seit ca.1000 Jahren in Mesopotamien erzählt. Es handelt von der Schlangenkönigin Şahmeran – halb Mensch, halb Schlange, die über ein unterirdisches Schlangenreich herrscht und der die Liebe zu einem Menschen zum Verhängnis wird.

Şahmeran war die Königin der Schlangen. Über der Gürtellinie sah sie aus wie eine wunderschöne Frau. Aber unter der Gürtellinie sah sie aus wie eine Schlange. Und sie hatte die Macht der Weisheit. Alle Lebewesen hatten Angst vor ihr, obwohl sie ihre Weisheit und ihre Macht niemals gegen ein Lebewesen benutzte.

Aber auch sie hatte Angst vor den anderen. Am größten war ihre Angst vor den Menschen. Sie kannte die egoistischen Begehren der Menschen und ihre Bosheit. Deshalb hatte sie eines Tages beschlossen, sich ganz in ihr unterirdisches Reich zurückzuziehen. Von da an ging sie nie mehr an die Oberfläche, obwohl sie diese sehr vermisste.

Eines Tages hatten 3 Jugendliche mit ihrem Ball im Wald gespielt. Während des Spiels fiel der Ball in einen Brunnen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 12.4.2016)


 

Flüchtlinge im Haus der Geschichte

Pressemitteilung Konversations-Café

Am Dienstag, dem 29. März 2016, haben sich Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Ägypten und Eritrea im Haus der Geschichte getroffen.

Die Teilnehmer besuchen z.T. schon seit knapp zwei Jahren das Konversations-Café, das im Rahmen der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn – Integrationsagentur durch Spenden des Evangelischen Kirchenkreises, Bonn finanziert wird.

Normalerweise findet das Café jeden Montag von 14.00-16.30 Uhr im MIGRApolis-Haus der Vielfalt statt. Das Konversations-Café wird begleitet von Dipl.-Päd. Barbara Schlüter und Frau Hussain. Im Rahmen des Konversations-Cafés helfen über 10 ehrenamtlich tätige Personen den Flüchtlingen beim Erlernen der deutschen Sprache und begleiten sie im Alltag.

Die Gruppe, die sich den Museumsbesuch gewünscht hat, verfolgte interessiert die Führung im Haus der Geschichte, die in deutscher, englischer und arabischer Sprache stattfand. Die Flüchtlinge wollten Hintergrundinformationen über ihr Aufnahmeland erfahren. Die Führung durch die Dauerausstellung veranschaulicht wie auch hier einmal Chaos, Vertreibung und Zerstörung geherrscht haben – aber auch, dass sie überwunden werden können.

Konversations-Café für junge Zuwanderer und Zuwanderinnen

Sie sind herzlich eingeladen, einfache Gespräche in deutscher Sprache auszuprobieren, oder Sie trinken nur in offener Atmosphäre einen Kaffee oder Tee.
Wann?: Jeden Montag 14-16.30 Uhr
Ort: MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn
Teilnahme ist kostenlos!

(Hier veröffentlicht am 11.4.2016)


 

Nachruf auf Nikolaus Immer

Heute haben wir tief betroffen eine sehr traurige Nachricht von der Diakonie RWL vernommen, dass Nikolaus Immer, der Leiter des Geschäftsbereichs „Soziales und Integration“ und Mitglied des Fachverbandsvorstandes „Migration
und Flucht“, in der Nacht zum Sonntag, den 3. April an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben ist.

Wir trauern um seinen unerwarteten Tod. Nikolaus Immer war ein Mensch, der mit Herz und Seele sich für die Belange der Zuwanderer und Flüchtlinge eingesetzt hat. Er wird uns fehlen. Unser Mitgefühl gilt jetzt vor allem seiner Familie, die stets hinter ihm gestanden hat und nun eine sehr schwere Zeit erlebt.

Wir haben als EMFA-Integrationsagentur und als Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. bei ihm immer eine offene Tür und ein offenes Ohr gefunden. Seine Art, die Institutionen und Integrationsagenturen im Bereich Migration und Flucht zu unterstützen und deren MitarbeiterInnen mitzunehmen, hat uns gestärkt.

Wir werden ihn sehr vermissen!

Dr. Hidir Celik
(Leiter der EMFA-Integrationsagentur und Vorsitzender des BIM e.V.)

(Hier veröffentlicht am 6.4.2016)


 

Flucht und gesellschaftliches Miteinander in der Kinderliteratur

Aus Anlass der aktuellen Flüchtlingsdebatte empfehle ich Ihnen besonders Bücher von Hıdır Eren Çelik, in denen er sich in Märchenform mit dem Thema auseinander gesetzt hat.

Der Dichter und die Feldblume (zweisprachig; deutsch-türkisch und deutsch-französisch)

Der Apfelbaum und der kleine Vogel (zweisprachig; deutsch-türkisch)

Vasilios, der kleine Fischer (deutsch)

Der kleine Fisch auf der Flucht (deutsch)

Die Bücher können beim Free Pen Verlag bestellt werden (info[at]freepenverlag.de).

Vereine und Institutionen bekommen 30 Prozent Preisnachlass.

Bartosz Bzowski

(Hier veröffentlicht am 29.3.2016)


 

Bildung und Migration – eine gelungene Tagung

TeilnehmerInnen der Tagung; Foto: N. Dilekli

Wie geplant, fand am 19. März 2016 in Essen eine Tagung der Dersimstiftung zum Thema „Bildung und Migration“ statt.

Die Tagung wurde vom Oberbürgermeister von Essen, Thomas Kufen, eröffnet. Herr Kufen hob in seiner Rede hervor, dass Chancengleichheit in unserem Bildungssystem eine sehr wichtige Voraussetzung für ein gelungenes Miteinander in unserer Gesellschaft ist. In diesem Kontext ging er auf die Rolle der Migrantenselbstorganisationen (MSO) und die Arbeit der Dersimstiftung ein. Er wies darauf hin, dass ein friedliches Zusammenleben nur auf kommunaler Ebene gelingen kann.

Der Vorstand der Dersimstiftung stellte ihre Arbeit vor und rief die Teilnehmer dazu auf, sich aktiv zu beteiligen und die Stiftung zu unterstützen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 23.3.2016)


 

Bunte Ostern - Ferienfreizeit für Kinder aus Flüchtlingsfamilien vom 29.03-3.04.2016

Unter dem Motto "Bunte Ostern" bietet die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit/ Integrationsagentur zum dritten Mal eine fünftägige Ferienfreizeit für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren aus Flüchtlingsfamilien an.

Erstmalig wurde die Freizeit in den Osterferien 2015 mit sehr großem Erfolg angeboten und wird seitdem in den Sommer- und Osterferien angeboten.

Ein vielfältiges Programm aus dem Bereich der Kunst- und Theaterpädagogik ermöglichen den 15 teilnehmenden Kindern aus Syrien, Eritrea und Irak auch in diesen Osterferien wieder, die eigenen Sorgen und Belastungen für eine Zeit hinter sich zu lassen und unbeschwerte Tage in Bonn zu erfahren.

Hauptprogrammpunkte sind dabei ein Brauseworkshop im Deutschen Museum Bonn, ein Kunstprojekt in Kooperation mit dem Artefact sowie ein professionell begleiteter Theaterworkshop.

Inhaltlich ausgearbeitet und begleitet wird die Freizeit von Elena Link Viedma, Flüchtlingskoordinatorin der Evangelischen Kirchengemeinden des Bonner Kirchenkreises. Darüberhinaus betreut ein sechsköpfiges Team junger ehrenamtlicher FlüchltingshelferInnen, die selbst Erfahrungen im pädagogischen Bereich mitbringen, die Freizeitgruppe.

Dank zahlreicher und großzügiger Einzelspenden konnten bislang alle anfallenden Kosten für die Freizeit getragen werden. Aufgrund der hohen Nachfrage und positiven Rückmeldungen ist die Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit aber auch weiterhin auf Spenden angewiesen, um auch zukünftig ein abwechslungsreiches Ferienangebot anbieten zu können und das Programm für eine größere Teilnehmerzahl zugänglich zu machen.

Für Fragen und Informationen wenden Sie sich an Elena Link Viedma
Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn
fluechtlingsnetzwerk[at]bonn-evangelisch.de 
Brüdergasse 16-18
53111 Bonn

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hidir Celik

(Hier veröffentlicht am 22.3.2016)


 

Nach den Landtagswahlen: Wie gehen wir mit dem AfD-Schock um?

Kommentar von Bartosz Bzowski

Als am vergangenen Sonntag, dem 13. März 2016, um 18 Uhr die Wahllokale in drei Bundesländern schlossen und die ersten Prognosen über die Bildschirme kamen, wurde es noch schlimmer als befürchtet.

Dass die „Alternative für Deutschland“ (AfD), von einigen als rechtspopulistisch, aber von den meisten politischen Beobachtern als offen rassistisch und rechtsradikal bezeichnet, in allen drei Bundesländern in die Landtage einziehen wird, war angesichts der Umfragen sicher. Doch die Wahlergebnisse bedeuteten eine echte Erschütterung der politischen Landschaft in Deutschland.

In Sachsen-Anhalt wurde die AfD mit über 24 Prozent der Stimmen zweitstärkste politische Kraft hinter der CDU, in Baden-Württemberg erreichte sie knapp 15 und in Rheinland-Pfalz über 12 Prozent. In zwei von drei Landtagen, in Sachsen-Anhalt und in Baden-Württemberg, passierte etwas, was in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nie der Fall gewesen war: Selbst eine Koalition der beiden Volksparteien CDU und SPD, im Allgemeinen „Große Koalition“ genannt, besitzt nun keine parlamentarische Mehrheit! Darüber hinaus wurden in Baden-Württemberg die Grünen stärkste Partei.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.3.2016)


 

Anlässlich des Welttages der Muttersprache

Gedicht von Hıdır Eren Çelik

Die Sprachen unserer Welt sind wie eine Perlenkette am Hals unserer Erde.
Jede Sprache ist ein Lied, das in vielen Mundarten gesungen wird.
Es ist unser Reichtum, den wir schützen und bewahren sollen.
Denn jede verlorene Sprache in unserer Welt macht uns ärmer.

(Hier veröffentlicht am 9.3.2016)


 

6. März: Europäischer Tag des Gedenkens an die Gerechten

von Giorgia Sogos

In einem von den internen Spaltungen zerrissenen Europa braucht man mehr denn je Elemente des Zusammenhalts. Der Ausgangspunkt für die Gegenwart wird von der Vergangenheit und der Erhaltung ihres Gedächtnisses dargestellt. Das Erinnern an das Gute und somit das Fördern der europäischen Integration dient als Lehre für die jüngere Generation bei der Verteidigung der menschlichen Würde.

Mit dieser Absicht entschloss sich das Europäische Parlament am 10. Mai 2012, den Europäischen Tag des Gedenkens an die Gerechten für den 6. März einzurichten. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 7.3.2016)


 

Ausstellung von Connie Hasenclever ein voller Erfolg!

Die Ausstellung "Vielfalt des Südens" von Connie Hasenclever, die zwei Wochen lang im Februar 2016 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt in Bonn zu sehen war, wurde sehr gut besucht. Insbesondere die Eröffnungsveranstaltung, die am 14. Februar 2016 stattfand, zog viele Gäste an.

Hier einige Bilder der Eröffnung von Hıdır Çelik.

(Hier veröffentlicht am 4.3.2016)


 

Gedanken zur Fastenzeit

von Heike van den Bergh

Ich hörte heute morgen eine kleine Andacht eines schlichten, volkstümlichen, Kölschen Pfarrers im Radio. Dabei ging es offiziell um die Fastenzeit. Der Pfarrer formulierte aber einige grundphilosophische und -theologische Fragen
daraus:

Müssen wir ständig nach der Maxime leben "Mein Haus, mein Auto, mein
Hund, mein Boot, mein toller Job?

Die Fastenzeit mahnt uns, eine Pause einzulegen in dem egozentrischen
Höher, Schneller, Mehr, Weiter.

Wir Christen sollen auf Fleisch, Fett, Eier verzichten, und moderne
Christen verzichten auf Schokolade, Alkohol, Zigaretten,
Internet oder Handy.

Viel weiter in Richtung des eigentlichen Sinnes des Fastens, nämlich nicht Verzicht um des Verzichts selber, sondern um zu TEILEN mit Bedürftigen und der Gemeinschaft, ginge laut seiner Aussage das Muslimische Fasten, der Ramadan. jeder, egal ob arm oder reich, isst und trinkt vor Sonnenuntergang GAR NICHTS;

...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.2.2016)


 

Identitäten

Rezension von Giorgia Sogos

Angesichts der unterschiedlichen Phänomene, die die aktuelle Gesellschaft auf verschiedene Art und Weise betreffen, wie z.B. die ständig wachsenden Migrationsbewegungen, die religiösen und politischen Umwälzungen sowie die zunehmende Globalisierung ökonomischer Prozesse, wird der Begriff von Identität in seiner kulturellen und sozialen Dimension immer mehr in Frage gestellt. Mit der Entfaltung der Identitäten unter diesen neuen Bedingungen haben sich Fachleute der Psychoanalyse, Psychiatrie sowie der benachbarten Sozial- und Kulturwissenschaften anlässlich der 65. Jahrestagung der DGPT, die im September 2014 in Lindau stattfand, auseinandergesetzt.

In den vorliegenden Beiträgen wird das Thema „Identität“ in verschiedenen Themenbereichen untersucht. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 29.2.2016)


 

Initiative für muttersprachlichen Unterricht in den Schulen in NRW

Um in Grundschulen in NRW den herkunftssprachlichen Unterricht in Kirmanci (Zazaki) zu starten, sollen die Eltern und Elterninitativen Ihre Kinder anmelden. Die Dersimstiftung, die GEW NRW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband NRW) und die Dersim Gemeinde Köln werden gemeinsam diese Iniatiative unterstützen, damit Kirmanci (Zazaki) in den Schulen angeboten wird. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Eltern und Elterninitiativen vor Ort.

Nijat Bakış von der Dersim Gemeinde Köln (zugleich Zustifter der Dersimstiftung) übernimmt die Koordination, um Informationen an die weiteren Standorte (Duisburg, Bonn, Wuppertal,Bielefeld, Gummersbach, Troisdorf, Düren, Solingen usw.) zu leiten. Bei weiteren Fragen steht Herr Hasan Taşkale von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Landesverband NRW/Ausschuss für multikulturelle Politik (LAMP), zugleich Zustifter der Dersimstiftung (E-Mail: hasan.taskale[at]gew-nrw.de), zur Verfügung.

Für die Antragstellung sollen die Eltern das angehängte Formular ausfüllen und uns einreichen.

Was soll gemacht werden? :

     Die Eltern füllen den Antrag aus und geben ihn unterschrieben bei der Dersim Gemeinde ab.
     Es müssen mehrere Anträge zusammenkommen (mindestens 40- 50 Anmeldungen).
     Vor Ort sollen Elterninitiativen (1-3 Personen) bei der Schulbehörde auftreten.
     Die Dersim Gemeinde sowie die Stiftung können diese Initiative unterstützen.
     Sollte es gewünscht werden, können wir Info-Veranstaltungen organisieren.
     Die Landtagsfraktionen bzw. Stadträte sollen über dieses Anliegen informiert und um Unterstützung gebeten werden.
     Der Antrag (Anmeldeformular) soll auf die Internetseite der Gemeinde gestellt werden, damit Eltern ihn dort abrufen können.

Anmeldeformular als pdf

(Hier veröffentlicht am 22.2.2016)


 

Unterwegs in der Fremde. Psychoanalytische Erkundungen zur Migration

Rezension von Giorgia Sogos

Das Thema „Migration“ steht heutzutage vor allem als soziale Frage im Brennpunkt der politischen Debatten sowie der Forschung. Neben den politischen, ökonomischen und sozialen Folgen betrifft die Migration aber zunächst den Mensch und seine Geschichte.

Als entscheidender Bestandteil der menschlichen Erfahrung erzeugt dieses ständig wachsende Phänomen infolgedessen Auswirkungen auf die Psyche. In dieser Hinsicht hat sich sowohl die Fachliteratur, als auch die Psychoanalyse selbst damit intensiver beschäftigt. „Migration“ wird dann nicht nur als äußerer, sondern auch als sehr komplex innerer Prozess behandelt. So wird dieses Phänomen mit dem Begriff von „Trauma“ oft verbunden: Die Immigration kann tatsächlich traumatische Elementen im Leben des Menschen implizieren oder sogar immanente frühere traumatische Erlebnisse weiter verstärken. Jedoch lässt sich die Erfahrung in der Fremde dank der Psychoanalyse als wirksamen Hilfsmittel enthüllen.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 22.2.2016)


 

Der Krieg ist so nah und so fern

Gedicht von Hıdır Eren Çelik

Der Krieg
ist so nah und so fern
Bomben regnen vom Himmel
wie in einer Silvesternacht jeden Tag,
dort in Syrien

Die Kinder fliehen schreiend vor Streubomben
während wir in der Nacht ohne Angst schlafen,
träumen von der Zukunft unserer Kinder
ohne Krieg

So fern, da unten sterben Kinder
Wir schauen
so nah ist der Krieg in unseren Wohnzimmern durch das Fernsehen
Wir schauen
die Bilder, die über Satelliten in unseren Wohnzimmern im Fernsehen gezeigt werden,  

flüstern in unsere Gedanken die Grausamkeit des Krieges
Es gibt kaum einen Tag, an dem nicht von Krieg und Flucht berichtet wird
Zerstörte Städte, verbrannte Leichen am Rande der Straßen

sprechen uns an, wenn nur noch die Asche zurück blieb

Der Krieg
bringt die Menschen aus der Ferne zu uns
Millionen sind auf der Flucht
Wir schauen,

während die Menschen hungern,
sie vegetieren dort in der Ferne

Der Himmel ist bei uns in Europa kristallblau
Dort in der Ferne ist der Himmel grau

Durch Waffenexporte stehlen wir die Träume der Kinder
Dort in der Ferne träumt man nur noch von Wasser und Brot
Ein Traum voller Lächeln ist in der Vergangenheit verborgen
Der Krieg dort in der Ferne raubt das Lächeln der Kinder,
während wir feiernd mit Karnevalszügen ziehen

in unseren Städten

Es donnern vom Himmel die Bomben
wir sehen durch die Nachrichten
wie die Kinder mit nackten Füßen die Grenzen überqueren
Aber die Grenzen in Europa werden dicht gemacht, mit Zaun und Stacheldracht

damit wir uns schützen vor den hungernden Flüchtlingen, die zu uns kommen

Es flattern die Raketen vom Himmel wie eine Lichterkette
begraben mit sich unzählige Menschen tief in der Erde
Es ist Krieg da unten in der Ferne,
dies ist aber so nah bei uns in unseren Wohnzimmern,

es macht uns Angst vor der Flucht der Millionen.

Der Krieg
ist so nah und so fern
bei uns regnen keine Bomben vom Himmel
wir fliehen nicht vor Streubomben
wir schlafen in der Nacht ohne Angst

wir wachen aber jeden Morgen auf mit den Nachrichten über Flüchtlinge,
die auf dem Weg zu uns sind….

einige von uns heißen sie willkommen
einige wollen sie von Europa fern halten.

Es ist Krieg,
wir gehen nicht hin!
Aber wir leben ihn in unseren Gedanken.

(Hier veröffentlicht am 11.2.2016)


 

Mein ICH wird Dein SEIN werden

Gedicht von Hıdır Eren Çelik

Mein ICH wird Dein SEIN werden,
denn wir atmen die gleiche Luft der Erde,
träumen unter dem blauen Himmel voller Sterne,
haben die Sehnsucht, als Mensch in Würde zu leben.
Mein ICH wird Dein SEIN werden,
es ist unsere Sehnsucht, als Mensch frei zu leben.

(Hier veröffentlicht am 20.1.2016)


 

Islamischer Religionsunterricht in Deutschland – Ein staatskirchenrechtlicher Konflikt

Verfassungs-rechtliche Garantien des Religionsunterrichts. Foto: Michelle Eickmeier

Von Michelle Eickmeier

In der Bundesrepublik Deutschland leben derzeit ca. 3,8 bis 4,3 Millionen* islamische Religionsangehörige. In Anbetracht dieser Zahl erscheint es von hoher Relevanz, dass für die schulpflichtigen Kinder darunter ein dem christlichen Religionsunterricht verfassungsrechtlich gleichwertig geregelter islamischer Religionsunterricht eingeführt wird. Nicht nur, weil der Religionsunterricht zu den sog. res mixtae, den gemeinsamen Angelegenheiten also, und damit den größten Berührungspunkten von Staat und Kirche zählt, ergeben sich Schwierigkeiten hinsichtlich der Realisierung. Bei diesem Unterfangen geht es letztlich auch um Toleranz, die Integration der Muslime in Deutschland und um das Zusammenleben verschiedener Konfessionsangehöriger der multikulturellen Gesellschaft.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.1.2016)


 

So geht es nicht weiter!

Kommentar von Bartosz Bzowski zu den Übergriffen in der Silvesternacht

Nicht allen wird dieser Artikel gefallen. Doch manchmal tut es weh, unangenehme Wahrheiten anzusprechen, sie sich einzugestehen und auch zu erkennen, dass man in der Vergangenheit mit der einen oder anderen Einschätzung falsch gelegen hat.

Die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht, nicht nur in Köln, sondern auch in vielen anderen deutschen Städten, beweisen eins: Diejenigen haben Unrecht gehabt, die behauptet haben, jede und jeder, der nach Deutschland einwandere, solle seine Kultur weiterleben, und es sei die Aufnahmegesellschaft, die sich anpassen solle. Nicht Integration, nein, Inklusion ist das Zauberwort gewesen, die Gesellschaft verändert sich, indem immer mehr Menschen aus anderen Ländern und Kulturen hierher kommen, und jeder, der das nicht akzeptiert, ist fremdenfeindlich, intolerant, voll mit Vorurteilen u.ä..

Spätestens seit diesen beschämenden Ereignissen des traurigen Jahreswechsels 2015/16 wissen wir: Nein, so ist es nicht, und so kann es nicht sein! ...mehr

(Hier veröffentlicht am 13.1.2016)


 

Fortsetzung garantiert… Eine Lesereise für junge Zuhörer*innen

J. Michael Fischell und Zeynep Hamaekers; Foto: Jürgen Eis mit freundlicher Unterstützung des baseCamp Bonn

Bericht von J. Michael Fischell

Die erfolgreiche Lesereise „Durch Geschichten und Märchen die Welt entdecken“ im Rahmen der 10. Bonner Buchmesse Migration vom 19.11. bis 22.11.2015 hatte das Ziel, schon im jungen Alter zum Abbau von Vorurteilen beizutragen und das Verständnis füreinander und miteinander zu fördern.

Das Projekt sollte in erster Linie Kinder und Jugendliche in Bonner Schulen ansprechen. Die einzelnen Veranstaltungen fanden sowohl im Haus der Geschichte als auch in den Schulen statt. So viel kann schon jetzt versprochen werden: Wir werden diese erfolgreiche Lesereise für Kinder und Jugendliche an Bonner Schulen im Rahmen der Bonner Buchmesse Migration sicher wieder durchführen und freuen uns schon jetzt auf zukünftige Lesungen. Die Lesereise wurde erfreulicherweise vom Kulturamt der Stadt Bonn gefördert. Die Autorenlesungen und Veranstaltungen waren für die durchführenden Schulen kostenfrei.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 16.12.2015)


 

Geweckte Neugier und Perspektivwechsel

10. Bonner Buchmesse Migration sehr gut besucht

Bericht von Bartosz Bzowski

Die 10. Bonner Buchmesse Migration unter dem Motto „GrenzenLos – Vielfalt leben“, die vom 19. bis 22. November 2015 stattfand, lockte mehrere Tausend Gäste ins Haus der Geschichte. Sie war eine eindrucksvolle politische Botschaft für ein friedliches Miteinander zwischen den Kulturen, die bei den Besuchern große Neugier weckte und ihnen neue Perspektiven aufzeigte.

Eröffnet wurde die Buchmesse am 19. November mit einem Festakt im großen Saal. Redner waren der Oberbürgermeister der Stadt Bonn Ashok-Alexander Sridharan, der Präsident des Hauses der Geschichte Hans Walter Hütter, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski, der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Thorsten Klute, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn Eckart Wüster sowie Hidir Celik, BIM-Vorsitzender und Leiter der EMFA. Alle Redner unterstrichen die Wichtigkeit des Themenfeldes Migration, Integration und Vielfalt gerade in der Zeit der wachsenden Fremdenfeindlichkeit sowie der Herausforderung durch die steigende Zahl von Flüchtlingen. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 26.11.2015)


 

„Begegnung mit 3 Generationen russlanddeutscher Autoren“

Fotos @ Horst Martens

Bericht über die Lesung am 22. November 2015 auf der Buchmesse Migration im Haus der Geschichte in Bonn

von Agnes Gossen-Giesbrecht

Mit etwa drei Millionen sind die Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion derzeit eine der größten Einwanderungsgruppe in Deutschland. Die überwiegende Mehrheit der Russlanddeutschen (ca. zwei Millionen) ist in den 1990er bis in die 2000er Jahren in das Land ihrer Vorfahren gekommen und hat viel kreatives Potenzial mitgebracht.

Für zahlreiche Russlanddeutsche und deutsche Autoren aus Russland wurde das Haus der Geschichte in Bonn zum Magnet: Dort präsentierten 8 von ihnen am 22. November bei einer Lesung „Begegnung mit drei Generationen der deutschen Autoren aus Russland“ ihre aktuellen Werke. Die Lesung fand im Rahmen der Buchmesse Migration unter dem Motto „GrenzenLos – Vielfalt leben“ in Bonn im Haus der Geschichte statt.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.11.2015)


 

"Mit den Worten, mit denen wir Bücher schreiben, werden wir Hass und Gewalt besiegen"

Foto: Salma Bakkali

Rede von Dr. Hıdır Çelik zur Eröffnung der 10. Bonner Buchmesse Migration

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hütter,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Sridharan,
Sehr geehrter Herr Präses Rekowski,
Sehr geehrter Herr Staatssekretär Klute,

Sehr geehrter Herr Superintendent Wüster,
Sehr geehrte Frau Integrationsbeauftragte Manemann,
Sehr geehrter Herr Öztürker,
Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Gäste, liebe Freunde,
Zunächst möchte ich aus aktuellem tragischen Anlass ein paar Worte sagen:
Wie Sie wissen, kamen am 13. November 2015 bei mehreren IS-Terroranschlägen in Paris 132 Menschen ums Leben, über 300 wurden verletzt. In Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Familien. Zugleich betonen wir, dass wir uns dem Terror nicht beugen dürfen!

Weiterhin werden wir uns für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache oder Religion geachtet und gleichberechtigt sowie respektvoll behandelt werden.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 25.11.2015)


 

Salafismus – Vortrag von Ahmad Mansour

Veranstaltung vom 5.10.2015
Bericht von Sara Yasemin Sentürk

Ahmad Mansour, Diplom-Psychologe und Autor, lebt seit 10 Jahren in Deutschland und setzt sich hier mittels verschiedener Projekte und Initiativen für Gleichberechtigung, Demokratie und ein friedliches Miteinander ein. Seine Projekte, wie etwa HEROES in Berlin und seine Tätigkeit in der Beratungsstelle HAYAT, richten sich speziell gegen Radikalisierung und Unterdrückung. Bei der Veranstaltung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt äußerte er sich speziell zum Thema Salafisten, dem Prozess der Radikalisierung von Jugendlichen und der Präventionsarbeit.

Zum Auftakt der Veranstaltung leitete er das Thema mit seiner eigenen Geschichte ein. Als jugendlicher Palästinenser wurde er selbst aufgrund von verschiedenen Faktoren die diesen Prozess begünstigen, radikalisiert.
Sein Weg aus der Radikalisierung ist ein Beispiel von verhältnismäßig gesehen wenigen Menschen, die es schaffen sich wieder zu Deradikalisieren und erfolgreich in die Gesellschaft zu integrieren.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.12.2015)


 

„GEBETe der Religionen“ 2015

Bericht von Sara Yasemin Sentürk

Am 29. September 2015 fand anlässlich der Interkulturellen Woche die Veranstaltung „GEBETe der Religionen“ statt. Wie jedes Jahr kamen viele Teilnehmer, um verschiedene Vertreter der Weltreligionen und religiösen Strömungen im MIGRApolis-Haus der Vielfalt kennen zu lernen. Ziel der Veranstaltung war es, einen Konsens über ein friedliches Miteinander verschiedener Menschen unterschiedlicher Religionen zu vermitteln.

Symbolisch startete die Veranstaltung dieses Jahr mit der Begrüßung der Gäste durch Michael A. Schmiedel, Religionswissenschaftler, ehemaliger Mitarbeiter des BIM e.V. sowie Lehrender an der Uni in Bielefeld. Er machte auf ein Podest in der Mitte des Raumes aufmerksam, auf dem eine Wasserschale stand, aus der jeder Vertreter einer Religion zunächst etwas Wasser schöpfen sollte, bevor er seinen Vortrag begann. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.12.2015)


 

"Demenz, was ist das?"

Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche mit Christiane Schneider und Michael Fischell am Dienstag, dem 22. September 2015

Bericht von Sara Yasemin Sentürk

Demenz ist ein Thema, das immer noch viele Fragen aufwirft und im interkulturellen Kontext sogar oft tabuisiert wird. In der Veranstaltung ,,Demenz, was ist das?" lud die Koordinatorin der Alzheimer-Gesellschaft Bonn e.V., Christiane Schneider, und der Sozialwissenschaftler Michael Fischell alle Interessierten zu einer offenen Gesprächsrunde im MIGRApolis-Haus der Vielfalt ein. Die Bonner Alzheimer-Gesellschaft wurde im Mai 2000 von Angehörigen, Interessierten und Vertretern unterschiedlicher Berufe gegründet, um das Thema Demenz mehr in das öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Frau Schneider betonte, dass Demenz altersunabhängig ist und heute nicht nur ältere Leute erkranken, sondern vermehrt auch jüngere Leute, die noch voll berufstätig sind. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 15.12.2015)


 

Duft des Winters

Bild: Rita Böhm

Gedicht von Heike van den Bergh

Sonnenstrahlen auf Schneedecke
beim Wintermorgengang auf dem Feld -
ein Duft von klarer, kristallener Kälte

Brennholzduft aus den Kaminschloten
bauscht weiße Wolken wie Atem in die Luft
- das Aroma des gerösteten Toasts mit Butter und Honig
am Weihnachtsmorgen ähnelt ihm
-heimelig

Das Gästezimmer in den Alpen an Neujahr
- es riecht nach geräucherter Dauerwurst,
sofort bekomme ich Lust auf eine herzhafte Jause,
mit Holzofenbrot frisch vom Laib geschnitten

Bratapfelduft aus der Küche füllt meine Wohnung
- Vorfeude auf die süße Verführung mit Vanillesauce

Gewürzpunsch am Kaminfeuer spät zur Christnacht
- gemischt mit Kerzenknistergeruch-
mitten im kalten Norden versetzt er mich auf einen Orient-Bazar
 - Nelke, Zimt und Kardamom erhöhen meine Sinne,
öffnen sie weit, fast höre ich die Pfeifen und Trommeln,
sehe den Tanz der Bauchtänzerin,
das Schaukeln der Kamele
und höre die gellenden Schreie der Händler
- die Rufe des Muezzins von der Moschee

Tannennadelduft tief im Wald – ätherisch-würzig
der belaubte Boden bewahrt die satte Herbstsüße
wie auch das Harz der Zapfen

- nichts geht verloren

Kranich-Haiku

Graziles Ballett
Tanz der Kraniche im Schnee
Ahnt schon die Reise

(Hier veröffentlicht am 30.11.2015)


 

Wir trauern

Am 13. November 2015 kamen bei mehreren islamistischen Terroranschlägen in Paris 132 Menschen ums Leben, über 300 wurden verletzt.

In Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Familien. Zugleich betonen wir, dass wir uns dem Terror nicht beugen dürfen!

Weiterhin werden wir uns für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen, in der alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache oder Religion geachtet und gleichberechtigt sowie respektvoll behandelt werden.

Die Terroristen des Islamischen Staates wollen unsere Lebensweise, die Freiheit, Offenheit und Toleranz, für die wir einstehen, zerstören. Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen! Die Liebe wird den Hass besiegen!

Bonn, 16.11.2015

MIGRApolis-Redaktion


 

 

 

 

Aktuelle Änderungen im Programm der 10. Bonner Buchmesse Migration

– Wir freuen uns, dass der neu gewählte Bonner Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan eine Rede zur Eröffnung hält.

Zur Veranstaltung

– Die Podiumsgäste der Veranstaltung “Medien und Migration. Zwischen Tabu und Skandal” sind:

Dr. Mehmet Ata (Pressesprecher des Bundesamtes für  Migration und Flüchtlinge), Prof. Horst Pöttker (Sozialwissenschaftler, bis 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Theorie und Praxis des Journalismus an der Universität Dortmund) und Jian Badrakhan (Jurist, Geschäftsführer der Schiller Language School in Bonn und Mitglied des Vereins Yasa e.V.).

Zur Veranstaltung

Anstatt der geplanten Lesung von Pierre Jourde findet am Freitag, dem 20.11.2015 um 13.30 Uhr eine Lesung von Nasanin Kamani:
“Zwischen Deutschland und Iran – ein melancholisches Abenteuer” statt.

Zur Veranstaltung

Die Veranstaltung “die lebende bibliothek” (Samstag, 21.11.2015, 14.30 Uhr) fällt leider aus.

(Hier veröffentlicht am 4.11.2015, aktualisiert am 17.11.2015)


 

Großes Kulturrucksackfest am 25. Oktober 2015 im Opernhaus

Seit 2013 werden in Bonn Projekte des Festivals "Kulturrucksack NRW" erfolgreich durchgeführt. Unter der Federführung des Kulturamts der Stadt Bonn bieten unterschiedliche Kultur-, Bildungs- und Jugendeinrichtungen interessante und kreative Projekte für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahre an.

In festlicher Atmosphäre und schöner Kulisse feierte das Festival "Kulturrucksack NRW 2015" seine Teilnehmer in den großzügigen Räumen der Bonner Oper am 25. Oktober 2015.

Vom 11 bis 14 Uhr haben dabei Kinder und Jugendliche im Foyer der Bonner Oper ihre Projekte vom Kulturrucksack ihren Eltern und dem breiten Publikum präsentiert.

Ein großes Bühnenprogramm und viele Präsentationsständer gewährten Einblicke in die Arbeit diverser Workshops und Projekte.

Auch "Junge Stadtentdecker in Bonn", das Projekt des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen, waren dabei. Die Teilnehmer des Workshops, die zahlreich erschienen sind, viele Jugendliche haben an mehreren Projekten teilgenommen, konnten noch einmal ihre eigenen Ergebnisse sehen und diese ihren Eltern und Freunden zeigen.

Wir bedanken uns beim Kulturrucksack NRW 2015 für die sehr gute und spannende Zusammenarbeit und freuen uns auf das nächste Projekt im 2016.

In den Sommerferien 2016 werden Junge Stadtentdecker in Bonn wieder aktiv. Nach der Erforschung des Bonner Nordens 2014 und des Bonner Südens (Bad Godesberg) 2015 ist nun der Bonner Citybereich an der Reihe. Mehr als 2000 Jahre Stadtgeschichte sind in den Bauten und Straßen des Zentrums des Stadt versteckt. Zusammen gehen die "Jungen Stadtentdecker" auf die Suche nach Spuren der alten Zeiten, entwickeln  einen kreativen Stadtplan und schlüpfen in die Rolle eines Gästeführers.

Zum Programm "Kulturrucksack NRW 2016"

Der zweitägige Workshop "Junge Stadtentdecker in Bonn II" findet in der ersten Sommerferienwoche am 12. und 13.07.2016 im MIGRApolis-Haus der Vielfalt statt. Der Workshop richtet sich an Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren.

Anmeldung:
Anna Graf, e-mail: graf[at]bimev.de, Tel: 0228-2425753, M: 0163-9666090

(Hier veröffentlicht am 17.11.2015)


 

 

Erlös aus Benefizkonzert der EMFA übergeben

Foto: Gerhard Becker

Am 7. November 2015 fand in der Matthäikirche in Bonn ein Benefizkonzert statt. Mehr finden Sie hier.

http://www.migrapolis-deutschland.de/index.php?id=647&no_cache=1&L=0\\\\%271.jpg&tx_ttnews[tt_news]=2336&tx_ttnews[backPid]=645&cHash=fd2131547487e60024ef4d5132127b38Die Einnahmen in Höhe von 2.530 Euro flossen der Migrations- und Flüchtlingsarbeit in Bonn zu. Sie wurden am 11. November im MIGRApolis-Haus der Vielfalt feierlich übergeben.

Das Bild zeigt die Übernahme des Schecks durch Evelyn Bischoff vom Deutschen Evangelischen Frauenbund (rechts) und ihren Ehemann (2. von links) an Hidir Celik, den Leiter der EMFA (2. von rechts), sowie Almut Schubert, der Synodalbeauftragten für Migrations- und Flüchtlingsarbeit (links).

(Hier veröffentlicht am 12.11.2015)


 

Transkulturalität. Klassische Texte

Rezension von Guido Esch

Kulturen stellen keine in sich geschlossenen homogenen Einheiten in containerähnlichen Nationalstaaten dar – dies bildet wohl einen der zentralen Standpunkte heutiger Migrationsforschung. Häufig wird diese Annahme mit dem Begriff der Transkulturalität konzeptualisiert.

Der Soziologe Andreas Langenohl sowie die Literatur- und Kulturwissenschaftler Ralph Poole und Manfred Weinberg stellen in ihrem als Reader konzipierten Band internationale Texte der letzten ca. sieben Jahrzehnte zusammen. Diese sind aus der Perspektive der Philosophie, Soziologie, Anthropologie sowie Literatur- und Kulturtheorie entweder explizit in die Debatte um den Transkulturalitätsbegriff eingebettet, oder weisen implizite Berührungspunkte zum Transkulturalitätsdiskurs auf.

Der Band zielt in erster Linie nicht darauf ab, den zuweilen etwas abstrakt anmutenden Transkulturalitätsbegriff gegenüber anderen Konzepten zu priorisieren. Vielmehr beabsichtigen die Autoren, ...mehr

(Hier veröffentlicht am 11.11.2015)


 

Pegida zeigt ihr wahres Gesicht

Quelle: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Kommentar von Bartosz Bzowski

Wer es bis jetzt nicht wahr haben wollte, sollte sich spätestens jetzt eines Besseren belehrt fühlen. Der Schriftsteller Akif Pirinçci, selber im Alter von zehn Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen, hielt auf der Kundgebung zum ersten „Geburtstag“ der Pegida-Bewegung in Dresden am 19. Oktober eine Hetzrede, in der er Andersdenkende beleidigte und diffamierte. Der negative Höhepunkt war dabei die Aussage, „Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat mittlerweile Ermittlungen wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Oft wurde Pegida in den vergangenen Monaten als ein Sammelbecken von „besorgten Bürgern“ dargestellt, die ja nichts gegen Migranten hätten, sondern „nur“ die deutsche Kultur und die Demokratie vor Einflüssen vor allem aus dem islamischen Kulturkreis schützen wollten. Spätestens seit der Entgleisung von Pirinçci, welcher nicht zum ersten Mal bei einer Pegida-Kundgebung auftrat, dürfte klar sein, wer sich in Wahrheit hinter der Bewegung verbirgt. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.10.2015)


 

Friedenssong-Wettbewerb in der Bonner "Harmonie"

Bericht von Dagmar Schulte

Kinder stürmen lebhaft auf die Bühne: Der erste Auftritt des Friedensong-Wettbewerbs 2015 interpretierte musikalisch die Rede der jungen Friedensnobelpreisträgerin Malala vor der UNO in New York im Jahre 2013.

In Kinderschuhen scheint der Friedenssong-Wettbewerb selber noch zu stecken, denn er findet erst zum zweiten Mal statt. Gut umgesetzte Ideen ziehen immer weitere Kreise. Hier ist ein Stein ins Rollen gekommen. Kein geringerer als Konstantin Wecker hat die Schirmherrschaft für dieses Event übernomme, das am 19. September 2015 in der Bonner "Harmonie" stattfand.

Insgesamt neun Gruppen bzw. MusikerInnen trugen ihre Songs vor. Der mit 2000,-- Euro dotierte erste Preis ging an ...mehr

(Hier veröffentlicht am 19.10.2015)


 

ERNTEDANK - DUFT DES HERBSTES

"Daigooji Pagode"; Wikimedia Commons

von Heike van den Bergh

Honigsüß tropft das Gold
von den leuchtenden Blättern der Bäume
und umnebelt mir die Sinne
modrig-staubig und zartbitter nehme ich die Sporen der Pilze
in der Luft wahr, fast atme ich schlecht
deftig-warm und feucht-dräuend satt
steigt das Aroma der frisch zum Winter gepflügten Äcker auf,
ihrer reichen Beute entledigt

Herbst ist herzhaft in meinen Sinnen
ich fühle ihn feucht, mit letzter Sonnenwärme und -Licht
die Frucht, vollreif,
vergeht im Nebel…

(Hier veröffentlicht am 16.10.2015)


 

„Wer rettet wen?“ – Ein inspirierender Filmnachmittag zum Nachdenken

Bericht von Bartosz Bzowski

Am 29. September 2015 fand im Nachbarschaftszentrum Brüser Berg eine Vorführung des Dokumentarfilms „Wer rettet wen?“ statt, organisiert von dem Sozialwissenschaftler J. Michael Fischell.

„Wer rettet wen?“, das ist der Titel eines Films, der sich mit der Banken- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008/09 und deren immer noch aktuellen Auswirkungen beschäftigt. Es wird gezeigt, welche Maßnahmen die Regierungen der EU-Staaten, allen voran von Griechenland und Spanien, zu ihrer Lösung ergriffen haben. Diese gingen einseitig zu Lasten der unteren Gesellschaftsschichten, die Reichen der Länder, die Banken und Konzerne, blieben hingegen ungeschoren. Arbeitslosigkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit der Menschen wuchsen, die Schere zwischen Arm und Reich wurde immer größer.

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(Hier veröffentlicht am 7.10.2015)


 

Ich lass mein Herz zu einem Meer verwandeln

Gedicht von Hıdır Eren Çelik

Ich lass mein Herz zu einem Schmetterling verwandeln
und schicke ihn in den Himmel hinein
einen blauen Himmel voller Sterne.
Aus dem Himmel soll er nur die Sterne in unsere Welt tragen,
die unsere Herzen mit der Liebe erfüllen.

Ich lass mein Herz zu einem Vogel verwandeln
und schicke ihn auf die Reise zu unentdeckten Welten,
aus denen er nur die Gerechtigkeit uns bringt,
die wir durch unsere Habgier verloren haben.

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(Hier veröffentlicht am 7.10.2015)


 

WAS TUN, WENN DIE ABSCHIEBUNG BEVORSTEHT?

Bericht von Katja Wörner

Am Dienstag, dem 22. September 2015, veranstaltete das Bonner "Netzwerk weltoffen" die Flüchtlingspolitische Werkstatt zum Schwerpunkt „Wissen, Austausch, Aktion - Abschiebungen von Schutzsuchenden verhindern!?“.

Eingeleitet wurde die Werkstatt mit der Vorstellung eines Fragenkatalogs, den die Initiative an die Bonner Ausländerbehörde gesendet hatte. Dabei kamen unter anderem Fragen nach der Anzahl der Abschiebungen aus Bonn in den Jahren 2014 und 2015, dem Alter der Abgeschobenen oder der Bleibedauer zur Sprache. Auf viele dieser Fragen blieb die Ausländerbehörde jedoch wegen fehlender Datenerhebung eine Antwort schuldig.

Anschließend referierte der Anwalt Jens Dieckmann über Erfahrungen mit Asyl- und Abschiebefällen, der er in mittlerweile zwanzigjähriger Praxis angesammelt hat. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 30.9.2015)


 

Goethe und Alevitentum

Foto: Hıdır Çelik

Bericht von Mirko Ruks

Es wäre ein in vielerlei Hinsicht interessantes Aufeinandertreffen gewesen: Der deutsche Dichter, Naturwissenschaftler und Politiker Johann Wolfgang von Goethe trifft auf den Philosophen und Mystiker Hadschi Bektasch (türk. Hacı Bektaş Veli) aus Anatolien. Goethe kennen wir. Bektasch gilt als Begründer des Alevitentums.

Am Donnerstag, dem 24.09., trafen sie im MIGRApolis-Haus der Vielfalt aufeinander: die Gedichte Goethes und die alevitische Philosophie. Ausgangspunkt der Veranstaltung war der sowohl bei Goethe als auch im Alevitentum zentrale Aspekt des Pantheismus.

In beide Bereiche wurde das Publikum vortragsartig eingeführt. Zunächst präsentierte Mika Wagner den alevitischen Glauben in seinen Grundzügen, indem sie ihm sich über relevante Begriffe wie Seele, Vernunft, Mensch, Toleranz oder Bescheidenheit annäherte. Besonders über die Aphorismen und Gleichnisse könne man sich dem Alevitentum und seiner philosophischen Idee gut nähern, da es keinen offiziellen Literaturkanon gebe. Anschließend folgte eine Einführung in das Leben, Schaffen und Lieben des J.W. Goethe durch Jutta Reimann-Poigné. So kenne man Goethe als Symbolfigur mit hoher Strahlkraft, dem wir nicht nur seine prosaischen und lyrischen Werke verdanken, sondern auch als Förderer der englischen Gärten, Politiker und kritischer Denker im Gedächtnis behalten sollten.

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(Hier veröffentlicht am 28.9.2015)


 

MAMA MUTIG - AUS EINEM LAND, IN DEM „FRAU“ EINE BESCHIMPFUNG IST

Bericht von Katja Wörner

"Mama Mutig" im MIGRApolis-Haus der Vielfalt, 23.09.2015

Mama Mutig, das steht für vieles. Für den Mut, den es braucht, um aus den traditionellen Strukturen, in die man hineingeboren wurde, auszubrechen, für das Selbstvertrauen, das gegen körperlich Überlegene aufbegehren lässt, für die Zuversicht und den Optimismus, ohne die ein Projekt wie „Umoja“ nicht gestemmt werden kann. Mama Mutig steht aber in erster Linie für eine Person: Rebecca Lolosoli.

„Umoja“ bedeutet Einheit und Gemeinschaft, und es handelt sich dabei um ein Dorfprojekt, in dem Frauen selbstständig und eigenverantwortlich leben können, aber auch Zuflucht finden vor der Gewalt, die sie durch Männer erfahren haben. Das ist deshalb eine Besonderheit, weil Umoja in Kenia liegt. Einem Land, in dem die Gleichberechtigung von Frauen noch einen langen Weg vor sich hat, vor allem bei vielen Indigenen, wie dem Stamm der Samburu, dem auch Lolosoli angehört. Sei es durch teilweise sexualisierte Gewalt durch Ehemänner, sei es durch Genitalverstümmelungen bei Mädchen, sei es durch Zwangsehen - in vielen der traditionellen Gesellschaften Kenias ist Gewalt gegen Frauen an der Tagesordnung.

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(Hier veröffentlicht am 25.9.2015)


 

Alpan Sagsöz: Als wir Libellen waren

Eine Rezension von J. Michael Fischell

Der Bonner Autor Alpan Sagsöz hat mir mit seinem aktuellen Roman „Als wir Libellen waren“ Stunden nicht nachlassender Neugier, der Nachdenklichkeit und der Einsicht geschenkt. Nur zu bekannt sind mir die Orte und Plätze des Romangeschehens in Bonn; noch bedeutsamer waren mir bei der Lektüre die Darstellung der inneren Welten und seelischen Konflikte der handelnden Personen. Ein Roman vermag dann zu fesseln, wenn der Autor es vermag, im Leser Selbstbefragung des Eigenen und Besinnung auf Wesentliches auszulösen. Dies ist Alpan Sagsöz überzeugend gelungen.

„Als wir Libellen waren“ ist die Geschichte Olivias, einer jungen Frau, deren Leben durch einen vergilbten Kontoauszug im Aktenordner ihres Stiefvaters eine jähe Wende nimmt. Sie erfährt, dass ihrer verstorbenen Mutter Anna Havenstedt in der Vergangenheit Unterhalt überwiesen wurde. Doch vom wem, wofür? Vor allem für wen, wenn nicht für sie, Olivia? Was bedeutet das alles? ...mehr

(Hier veröffentlicht am 21.9.2015)


 

Kreatives Engagement für Menschenrechte – gegen Rassismus und Diskriminierung

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr der Amadeu Antonio Preis für kreatives Engagement für Menschenrechte – gegen Rassismus und Diskriminierung vergeben. Mit ihm sollen Projekte gewürdigt werden, die sich gezielt mit künstlerischen Mitteln mit den Themen Rassismus, Menschenrechten und Migration auseinandersetzen. Zugleich wollen wir mit dem Preis an den 25. Todestag von Amadeu Antonio und an die vielen weiteren Opfer rassistischer Gewalt erinnern.

Eingeladen zur Teilnahme sind Kunstschaffende und Projekte aus dem künstlerischen oder soziokulturellen Bereich, die Inhalte rund um die Themen Rassismus, Flucht und Diversität aufgreifen und in künstlerischer Weise zur Sprache bringen. Dabei sind alle Genres willkommen, sei es Literatur, Musik, Film, Theater, Design oder/und Bildende Kunst. Künstlerinnen, Künstler und Projekte können sich selbst bewerben oder von anderen für den Preis nominiert werden.

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(Hier veröffentlicht am 17.9.2015)


 

Interkulturelle Woche 2015 hat begonnen!

Fotos: Hidir Celik

Mit einem Tag der offenen Tür im MIGRApolis-Haus der Vielfalt begann am 15. September die diesjährige Interkulturelle Woche in Bonn.

Die im Haus ansässigen Organisationen und Initiativen stellten sich vor. Willkommen waren alle Bürgerinnen und Bürger, die sich über die Arbeit der Vereine informieren wollen.

(Hier veröffentlicht am 16.9.2015)

 

 

 


 

Kandidatencheck vor Bonner Oberbürgermeisterwahl

Bericht von Mirko Ruks

Die Bonner Linken und Piraten haben eingeladen, und Tom Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Ruhenstroth-Bauer (SPD) sowie Caroline Tepaß (DIE PARTEI) sind dem Ruf gefolgt. Am Abend des 9. September haben sie sich im MIGRApolis-Haus der Vielfalt den Fragen des Moderatoren-Duos Michael Faber (Die Linke) und Felix Kopinski (Piraten) sowie des Publikums gestellt. Ashok-Alexander Sridharan (CDU) und Haluk Yildiz (BIG) mussten leider absagen – jener aus terminlichen Gründen, dieser aus gesundheitlichen.

Mario Barth ist nicht Helge Schneider. Genauso verhält es sich mit Caroline Tepaß und Martin Sonneborn. Satire funktioniert wie ein gut gesetzter Stich, der alles Konventionelle durch die Luft sausen lässt wie ein Luftballon, der die Luft verliert. Dass der Versuch, Satire zu machen, auch schiefgehen kann, konnte gestern in der Brüdergasse beobachtet werden: Begleitet von ungeschickt gesetzten Pointen und ausbaufähiger Rhetorik erinnerten Caroline Tepaß und ihre Jungs mit den Collegeblocks eher an pubertäre Achtklässler als an gewitzte Satiriker, so dass sie dem Publikum allenfalls einige trockene Huster entlocken konnten.

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(Hier veröffentlicht am 11.9.2015)


 

„DON’T EVER MENTION PALESTINE AGAIN!“

Café Palestine am 06.09.2015

Ein Bericht von Katja Wörner

Wie muss es sein, in einem Land zu leben, das selbst Kindern und Jugendlichen schon Denkverbote auferlegt? Wie muss es sein, in einem Land zu leben, das einen großen Teil seiner Bevölkerung systematisch diskriminiert? Wie muss es sein, in einem Land zu leben, das sich zum Schutzherrn der Ewigverfolgten erklärt hat, gleichzeitig jedoch Menschen aufgrund ihrer Andersartigkeit Gerechtigkeit vorenthält?

Auf diese Fragen versucht Renen Raz auf einer Vortragsreise quer durch Europa Antworten zu geben, die ihn am 06.09.2015 auch ins MIGRApolis-Haus der Vielfalt geführt hat.

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(Hier veröffentlicht am 8.9.2015)


 

„Methoden einer Soziologie der Praxis“

Herausgegeben von Franka Schäfer, Anna Daniel und Frank Hillebrandt

Rezension von Mirko Ruks

Es mag ungewöhnlich erscheinen, eine Buchrezension damit zu beginnen, über ein anderes Buch zu sprechen. Dennoch: Der US-amerikanische Soziologe Sudhir Venkatesh erforscht die Untergrundökonomie, zunächst in Chicago, dann in New York. Dabei begleitet er Crack-Dealer, Prostituierte und Zuhälter. Er begleitet, beobachtet sie und versucht, in den Kosmos der Unterwelt einzutauchen. Nun mag sich der Nicht-Soziologe fragen, ob das denn noch mit wissenschaftlichen Ansprüchen einhergeht. Doch dieses Vorgehen fällt unter die Methodik der Ethnographie, verkürzt erläutert: teilnehmende Beobachtung.

Und schon sind wir beim Thema. Franka Schäfer, Anna Daniel und Frank Hillebrandt greifen im Rahmen ihrer Suche nach adäquater Methoden für die Soziologie der Praxis unter anderem die Ethnografie auf.

Während der neue Zweig der Soziologie der Praxis in theoretischer Hinsicht rasche Fortschritte erziele, bleibe die praxisanalytische Methodik – salopp formuliert – eher auf der Strecke. Hier setzt die Fragestellung der Autoren an.

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(Hier veröffentlicht am 4.9.2015)


 

Kleiner Schmetterling

von Hıdır Eren Çelik

So wie ein kleiner Schmetterling
auf der Flucht suchte ich mir das Sonnenlicht
verirrt
hin und her
flatterte ich über die Grenzen
um frei zu sein

so wie ein kleiner Schmetterling
holte ich mir die Freiheit,
das Feuer und das Licht

(aus: Hıdır Eren Çelik, Nomaden. Gedichte. Freepenverlag Bonn 2012)
(Gewidmet allen Kindern, die sich auf der Flucht befinden)

(Hier veröffentlicht am 3.9.2015)


 

Offene Grenzen für Flüchtlinge!

Ein Kommentar von Hıdır Eren Çelik

Nachrichten häufen sich. Es gibt keinen Tag, an dem Menschen auf der Flucht nach Europa nicht umkommen. Es ist die Folge unserer Flüchtlingspolitik, die dazu führt, dass die Menschen auf der Flucht sterben. Wir sind dafür verantwortlich, da wir es zulassen, dass innerhalb der EU neue Mauern gezogen werden, um zu verhindern, dass die Menschen hier ankommen.

Eine Tragödie wie neulich in Österreich, wo 71 Menschen in einem LKW umgekommen sind, ist nicht die erste und wird auch nicht die letzte sein. Solange die Menschen keinen Weg finden, um legal in die EU einzureisen, werden sie den Tod in Kauf nehmen. Es wird nicht dabei bleiben. Es werden weitere Tragödien passieren, da wir uns weigern, sie aufzunehmen und mit einer langfristigen Flüchtlingspolitik in die Gesellschaft zu integrieren. Eine Abschreckungspolitik hat den Tod als Folge. Es ist an der Zeit, dass wir Maßnahmen treffen müssen und die Grenzen öffnen müssen, damit Menschen legal einreisen dürfen. Mit Grenzzäunen wie in Ungarn fliehen wir vor der Verantwortung und stellen damit auch die Glaubwürdigkeit der EU in Frage.

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(Hier veröffentlicht am 31.8.2015)


 

Aus aktuellem Anlass

Anmerkung der Redaktion:

Mit tiefer Bestürzung nahmen wir in der vergangenen Woche zur Kenntnis, dass in Österreich 71 Menschen in einem verlassenen Lastwagen tot aufgefunden worden waren.

Ebenso erleben wir tagtäglich Brandanschläge auf Flüchtlingsheime und rassistische Kundgebungen gegen die Aufnahme von Menschen aus Krisengebieten.

Wir alle sind aufgefordert, uns für eine offene, tolerante Gesellschaft einzusetzen, wo Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben dürfen! Für Menschen, die in größter Not zu uns fliehen, müssen die Grenzen geöffnet werden.

Das Thema wurde literarisch von unserem Autor Hıdır Eren Çelık bearbeitet. Die beiden Bücher machen die Problematik aus der Sichtweise eines Schriftstellers deutlich:

Der kleine Fisch auf der Flucht

Vasilios, der kleine Fischer

(Hier veröffentlicht am 1.9.2015)


 

Kurz vor der OB-Wahl – Tom Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) im Gespräch zu integrations- und flüchtlingspolitischen Fragen

Tom Schmidt (OB-Kandidat), links und Moderator Dr. Dietmar Schubert, rechts, Foto: Sophie Artner

Ein Bericht von Sophie Artner

Am Abend des 27. August 2015 stellte sich OB-Kandidat Tom Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) im Rahmen der Veranstaltung „Forum politischer Dialog. Die OB-Kandidaten im Gespräch“ den Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger, die sich im „MIGRApolis-Haus der Vielfalt“ in der Brüdergasse einfanden. Themen des Abends waren neben der finanziellen Situation Bonns vor allem der Umgang mit den vielen Flüchtlingen und der Umgang mit radikalisierten Muslimen.

Eingeleitet wurde der Abend von Dr. Dietmar Schubert, der dem OB-Kandidaten Gelegenheit gab, sich, seine politischen Überzeugungen und Ziele vorzustellen.

Tom Schmidt, studierter Theologe und Philosoph, betonte sodann die Wichtigkeit von Werten in seinem politischen Leben. Politik solle immer auch etwas mit Werten zu tun haben. Als Beispiele nannte er Vielfalt, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Die kulturelle Vielfalt in Bonn dürfe man nicht als Bedrohung begreifen, sondern müsse sie als Quelle des Reichtums anerkennen. Tue man dies, so würden die Herausforderungen, die sich der Stadt Bonn stellten, insgesamt besser bewältigt.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 31.8.2015)


 

„Du bist doch auch Ausländer, wie hast du das geschafft?“

Viele Besucher kamen zum Gespräch mit dem CDU-OB-Kandidaten, Foto: Celik

Kurz vor der OB-Wahl – Ashok-Alexander Sridharan (CDU) im Gespräch zu integrations- und flüchtlingspolitischen Fragen

Ein Bericht von Helena Faust

Der Bonner CDU-OB-Kandidat Ashok-Alexander Sridharan stellte sich am Dienstag, dem 18.08.2015, Fragen zur aktuellen Situation der Flüchtlinge und MigrantInnen und den damit verbundenen Chancen und Perspektiven der Integration in Bonn. Nach einer kurzen Vorstellung seiner Person wurde schnell deutlich, dass für Sridharan, dessen Vater in den 50er Jahren aus Indien nach Bonn kam, Integration ein sehr wichtiges und persönliches Thema darstellt. Der in Bonn geborene OB-Kandidat hält laut eigener Aussage stark an dem „C“, den christlichen Werten seiner Partei, fest.

Zu seinen Plänen im Falle eines positiven Wahlausganges gehören die Unterstützung von freien Trägern, wie dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. oder Sportvereinen, deren Potential zur Integration nicht zu unterschätzen sei. Ein weiteres Ziel stellt die Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung dar. Davon verspricht sich Sridharan eine breite Palette von Sprachkenntnissen, den Integrationsprozess erleichtern soll.

...mehr

(Hier veröffentlicht am 31.8.2015)


 

„Ein Baum, der starke Äste bekommen hat“

Foto: Hıdır Çelik

BIM e.V. feierte sein 20jähriges Bestehen

Bericht von Bartosz Bzowski

Das MIGRApolis-Haus der Vielfalt war sehr gut gefüllt, als am 15. Juni 2015 der offizielle Festakt zum 20jährigen Bestehen des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) stattfand. Am 17. Februar 1995 wurde der Verein, hervorgegangen aus der Arbeit der Evangelischen Kirche, von einer Gruppe von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen gegründet.

Bereits ab 14 Uhr bestand für die Besucher die Möglichkeit, sich im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ über die Vereinsarbeit zu informieren. Um 17.30 Uhr begann dann der offizielle Teil.

Der Vorstandsvorsitzende von BIM e.V., Hıdır Çelik, verglich die Idee des Vereins mit einem Apfelbaum. Wie ein solcher trägt auch das BIM e.V. viele Früchte, nämlich Projekte und Ideen, die im Laufe der Zeit realisiert worden sind. ...mehr

(Hier veröffentlicht am 17.6.2015)


 

Ältere Beiträge

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(26.10.2015) 


 

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